[go: up one dir, main page]

DE112005000118B4 - Verfahren und Vorrichtung zur Kommutierung elektromechanischer Aktuatoren und Anwendung des Verfahrens - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Kommutierung elektromechanischer Aktuatoren und Anwendung des Verfahrens Download PDF

Info

Publication number
DE112005000118B4
DE112005000118B4 DE112005000118.0T DE112005000118T DE112005000118B4 DE 112005000118 B4 DE112005000118 B4 DE 112005000118B4 DE 112005000118 T DE112005000118 T DE 112005000118T DE 112005000118 B4 DE112005000118 B4 DE 112005000118B4
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
current
value
commutation
time
procedure according
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired - Lifetime
Application number
DE112005000118.0T
Other languages
English (en)
Other versions
DE112005000118A5 (de
Inventor
Werner Balsiger
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Johnson Electric International AG
Original Assignee
Johnson Electric International AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Johnson Electric International AG filed Critical Johnson Electric International AG
Publication of DE112005000118A5 publication Critical patent/DE112005000118A5/de
Application granted granted Critical
Publication of DE112005000118B4 publication Critical patent/DE112005000118B4/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

Links

Images

Classifications

    • HELECTRICITY
    • H02GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02PCONTROL OR REGULATION OF ELECTRIC MOTORS, ELECTRIC GENERATORS OR DYNAMO-ELECTRIC CONVERTERS; CONTROLLING TRANSFORMERS, REACTORS OR CHOKE COILS
    • H02P6/00Arrangements for controlling synchronous motors or other dynamo-electric motors using electronic commutation dependent on the rotor position; Electronic commutators therefor
    • H02P6/14Electronic commutators
    • H02P6/16Circuit arrangements for detecting position
    • H02P6/18Circuit arrangements for detecting position without separate position detecting elements
    • H02P6/182Circuit arrangements for detecting position without separate position detecting elements using back-emf in windings

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Power Engineering (AREA)
  • Control Of Motors That Do Not Use Commutators (AREA)

Abstract

Verfahren zur Kommutierung elektromechanischer, kommutatorloser Aktuatoren mit einem Rotor und einem Stator mit mindestens einer Statorwicklung (W1, W2), die mit Konstantstrom (I) betrieben werden, dadurch gekennzeichnet, dass♦ mindestens eine Statorwicklung (W1, W2) des Aktuators mit einem Referenzkonstantstrom beaufschlagt wird,♦ das Erreichen eines stationären Zustands mit stillstehendem Rotor abgewartet wird,♦ ein Wert, der die Spannung repräsentiert, mit der die Statorwicklung des Aktuators in dem stationären Zustand beaufschlagt ist, als Referenzkommutierungswert x0für die Kommutierungsspannung bestimmt wird,♦ und bei laufendem Motor der Zeitpunkt T bestimmt wird, bei dem im Fall des Betriebs mit dem Referenzkonstantstrom der Referenzwert auftritt oder durchlaufen wird oder im Falle eines Betriebsstroms, der vom Referenzstrom abweicht, ein aus dem Referenzwert für den aktuellen Betriebstrom berechneter Kommutierungswert auftritt oder durchlaufen wird,♦ und die Kommutierung eine vorbestimmte Zeitdifferenz, die grösser oder gleich Null ist, nach dem Zeitpunkt T ausgelöst wird, wobei die Zeitdifferenz so gewählt ist, dass ein Polaritätswechsel des Drehmoments des Aktuators im wesentlichen nicht auftritt.

Description

  • Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Kommutierung elektromechanischer, kommutatorloser Aktuatoren gemäss dem Oberbegriff von Anspruch 1, eine Vorrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens und eine Anwendung des Verfahrens.
  • Bürstenlose Elektromotoren (allgemeiner: elektromechanische, genauer elektromagnetische Aktuatoren) haben elektronische Schalter (z.B. Transistoren) anstelle von sogenannten Bürsten (mechanischen Kontakte). Diese Schalter dienen zur elektronischen Kommutierung des Motors, d.h. sie legen die Richtung des Stromes in den Motorwicklungen in Abhängigkeit der Rotorposition und der gewünschten Drehrichtung fest. Die Rotorposition wird mit magnetischen oder optischen Sensoren gemessen. Sensorlose bürstenlose Elektromotoren verzichten auf Sensoren zur Messung der Rotorposition und schätzen die Position des Rotors indirekt über die Messung der Ströme und Spannungen der Motorwicklungen. Dadurch werden die Kosten gesenkt und die Zuverlässigkeit des Motors verbessert. Bürstenlose und sensorlose bürstenlose Elektromotoren gibt es als Permanentmagnet- und Reluktanzmotoren.
  • Es existieren verschiedene Verfahren zur sensorlosen Kommutierung von Permanentmagnet- und Reluktanz-Motoren. Eine Gruppe von Verfahren berechnet die Rotorposition aus den Motorspannungen und -strömen mit Hilfe von mathematischen Modellen. Diese Verfahren sind sehr aufwendig und daher mit hohen Kosten verbunden: Die Motorspannungen und -ströme müssen gemessen werden, die Parameter des Motors müssen bekannt sein (d.h. diese müssen vorher für jeden Motortyp gemessen werden oder im Betrieb geschätzt werden) und es müssen mit hoher Geschwindigkeit aufwendige Berechnungen durchgeführt werden.
  • Eine andere Gruppe von Verfahren verwendet die Back-EMF Spannung des Motors als Informationsquelle. Dabei wird einerseits die Back-EMF Spannung aus den Motorspannungen und -strömen geschätzt (siehe oben). Anderseits kann die Back-EMF Spannung bei einer Motorwicklung im stromlosen Zustand direkt gemessen werden. Der Nachteil besteht darin, dass diese Motorwicklung, da stromlos, nicht zur Erzeugung von Drehmoment genutzt werden kann, der Motor bei gleicher Auslegung also weniger Drehmoment erzeugt. Dies fällt besonders stark bei Motoren mit wenigen Wicklungen ins Gewicht.
  • In der US 4 520 302 A beschreiben Acarnley et al. ein Verfahren, bei welchem die Rotorposition über die Messung der Induktivität der Motorspulen geschätzt wird. Diese Induktivität wird verändert durch den magnetischen Fluss des Rotors und durch den Strom in der Wicklung selbst. Bei diesem Verfahren werden die Motorwicklungen mit einem getakteten Treiber (Chopper, PWM Driver) angesteuert und die Ein- und Ausschaltzeiten des getakteten Treibers gemessen. Die Induktivität errechnet sich aus dem Verhältnis von Stromänderung ΔI pro Zeitintervall Δt.
  • Der Vorteil liegt darin, dass das Verfahren mit einer reinen Zeitmessung einfach und kostengünstig durchgeführt werden kann und dass die Motorenwicklung während der Messung mit dem nominalen Strom durchflossen wird und somit Drehmoment erzeugen kann. Das Verfahren funktioniert auch wenn der Motor stillsteht.
  • Aus DE 36 23 517 A1 ist eine Ansteuerung für kommutatorlose Motoren bekannt, die auch bei wechselnden Versorgungsspannungen den Motor mit konstantem Strom betreibt. Der Verlauf des Drehmoments während des Betriebs wird nicht behandelt.
  • Es ist eine Aufgabe der Erfindung, ein Verfahren und eine Vorrichtung zu schaffen, die gegenüber den bereits bekannten Ansätzen eine einfachere und somit kostengünstigere Kommutierung bürstenloser elektromechanischer Aktuatoren ermöglichen. Diese Aufgabe wird durch ein Verfahren mit den Merkmalen von Anspruch 1 gelöst. Bevorzugte Ausführungsformen dieses Verfahrens, eine für dessen Durchführung geeignete Vorrichtung sowie ein bevorzugtes Anwendungsgebiet sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben.
  • Die Lehre der Erfindung wird im Folgenden anhand eines bevorzugten Ausführungsbeispiels unter Bezugnahme auf die Figuren näher erläutert. In der Beschreibung zu den 1 - 6 wird ein Verfahren vorgestellt, das auf besonders einfache Weise die Detektion des Nulldurchgangs der Back-EMF Spannung ermöglicht. Die Kommutierung der Motorwicklung wird bevorzugt in der Nähe dieses Nulldurchgangs der Back-EMF Spannung und in gewissen Fällen ein vorgegebenes Zeitintervall nach diesem Nulldurchgang vorgenommen, was nachstehend (ab Gleichung 12) begründet und näher erläutert wird. Diese Erkenntnisse ermöglichen ein besonders einfaches und effizientes Verfahren zur sensorlosen Kommutierung der Motorwicklung, das schliesslich zu den 8 - 11 am Beispiel eines Permanentmagnet-Schrittmotors näher beschrieben wird.
  • Im einzelnen zeigen:
    • 1 Das Schaltbild einer durch einen bipolaren Treiber angesteuerten Morotwicklung,
    • 2 den zeitlichen Verlaufs des Stroms in der Motorwicklung von 1,
    • 3 den normierten, zeitlichen Verlauf des Stroms in der Motorwicklung und des Schaltverhältnisses (Duty Cycle) beim Einschalten des Stroms,
    • 4 die normierten, zeitlichen Verläufe von Wicklungsstrom, Duty Cycle und Back-EMF Spannung in der Anlaufphase des Motors,
    • 5 die zeitlichen Verläufe der in 4 dargestellten Grössen, bei übersteuertem Betrieb,
    • 6 die zeitlichen Verläufe der in 4 dargestellten Grössen bei fast vollständig übersteuertem Betrieb,
    • 7 die Back-EMF Spannung, den Wicklungsstrom und deren Produkt in Funktion der Rotorposition,
    • 8 das Schema einer Ansteuerschaltung für einen zweiphasigen Schrittmotor mit sensorloser Ansteuerung,
    • 9 die Schaltzustände der getakteten Treiber dieses Schrittmotors bei Betrieb im Vollschrittmodus (2-Phase ON),
    • 10 ein Flussdiagramm der Abläufe während eines Anlaufschritts des Motors von 8,
    • 11 ein Flussdiagramm der Abläufe während des ersten Motorschritts,
    • 12 ein Schaubild der Anfangswertbestimmung für vorgegebene Chopperperiode TCH, und
    • 13 ein Schaubild analog 12 für vorgegebene On-Zeit des Choppers.
  • In 1 ist das Schaltbild einer durch einen bipolaren Treiber angesteuerten Motorwicklung dargestellt. Die Motorwicklung wird durch den Wicklungswiderstand R, die Wicklungsinduktivität L und eine Back-EMF Spannungsquelle E modelliert. Die Back-EMF Spannung wird durch die Änderung des magnetischen Flusses des Rotors induziert. Sie ist im Allgemeinen sinus- oder trapezförmig.
  • Die Motorwicklung wird durch einen getakteten Treiber angesteuert. In diesem Beispiel handelt es sich um eine H-Brücke oder Bipolaren Treiber, das Verfahren ist jedoch auch mit einem unipolaren Treiber oder einer beliebigen anderen Treiber-Topologie durchführbar.
  • Die H-Brücke weist vier Schalttransistoren S1 - S4 auf, über die die Motorwicklung mit einer Versorgungsspannung Us verbindbar ist. Parallel zu den Schalttransistoren S1 - S4 sind Freilaufdioden D1 - D4 vorgesehen. Werden die Schalttransistoren S1 und S4 (resp. S3 und S2) eingeschaltet, so fliesst von Us durch R, L und E ein Strom. Dieser Strom wird in einem Schalttransistor oder in einem in 1 nicht eingezeichneten, zusätzlichen Messwiderstand (Shunt), gemessen.
  • Bei Erreichen eines nachstehend zu 2 erläuterten, bestimmten Kriteriums wird der Schalttransistor S2 (resp. S4) ausgeschaltet. Der Strom fliesst dann über die Freilaufdiode D3 (resp. D1) weiter. Bei einem weiteren Kriterium (siehe unten) wird der Schalttransistor wieder eingeschaltet. Alternativ können auch beide Schalttransistoren ausgeschaltet werden. Dann fliesst der Strom sog. „regenerativ“ zu Us zurück. Dies wird hier nicht weiter ausgeführt, das Verfahren funktioniert jedoch auch in diesem Fall.
  • 2 zeigt den prinzipiellen Stromverlauf in der Motorwicklung, der sich durch das Schalten des getakteten Treibers ergibt: Während der Einschaltphase TON steigt der Strom (in erster Näherung) linear bis zu einem maximalen Wert IMAX an. Während der Ausschaltphase TOFF fällt der Strom auf den minimalen Wert IMIN. Kriterium für das Ausschalten des Stroms ist im Allgemeinen das Erreichen des maximalen Stromwertes IMAX.
  • Mögliche Kriterien für das (Wieder-)Einschalten des Stromes sind: das Erreichen oder Unterschreiten eines Minimalwerts IMIN des Stroms; das Erreichen oder Überschreiten einer bestimmten Ausschaltzeit TOFF; oder das Erreichen oder Überschreiten der Periodendauer TON + TOFF.
  • Das Ein- und Ausschalten des getakteten Treibers erfolgt mit einer Frequenz, die deutlich höher ist, als die elektrische oder mechanische Zeitkonstante des Motors. Im Mittelwert stellt sich ein mit guter Näherung konstanter Wicklungsstrom IPWM ein. Die Welligkeit des Stromes ΔI (Ripple) ist klein im Vergleich zum Strom IPWM.
  • Das beschriebene Verfahren hängt grundsätzlich nicht davon ab, wie die Ein- und Ausschaltzeiten erzeugt und stabil gehalten werden. Verschiedene Verfahren sind bekannt und werden in der Literatur beschrieben (z.B. bei Mitchel, DC-DC Switching Regulator Analysis). Üblicherweise wird bei Erreichen von IMAX ausgeschaltet und nach Erreichen von TOFF wieder eingeschaltet. Das Verfahren wird in der Folge für diesen Fall detailliert beschrieben.
  • Für die Einschaltphase TON gilt: U S = R I + s L I + E + 2 U D S
    Figure DE112005000118B4_0001
  • Für die Ausschaltphase TOFF gilt: 0 = R I + s L I + E + U D S + U D i o d e
    Figure DE112005000118B4_0002
  • Dabei steht UDS für die Drain-Source Spannung über einem Schalttransistor und UDiode für die Diodenspannung. Mit dem Verfahren „State-Space-Averaging“ (z.B. beschrieben in dem bereits zitierten Werk von Mitchel) können die beiden zeit-diskreten Zustände (Gleichungen 1 und 2) in eine kontinuierliche Darstellung (Gleichung 3) überführt werden. Werden UDS und UDiode in erster Näherung vernachlässigt (oder als Widerstände modelliert und zum ohmschen Widerstand R der Motorwicklung gerechnet), so ergibt sich damit: d U S = R I + s L I + E
    Figure DE112005000118B4_0003
    mit d = T O N T O N + T O F F
    Figure DE112005000118B4_0004
  • Das Verhältnis von Einschaltdauer zu gesamter Periode (Gleichung 4) wird auch „Duty Cycle“ genannt.
  • Wenn der Strom I konstant gehalten wird, I = I P W M = k o n s tan t
    Figure DE112005000118B4_0005
    dann wird Gleichung 3 zu d U S = R I P W M + E
    Figure DE112005000118B4_0006
    oder E = d U S R I P W M
    Figure DE112005000118B4_0007
  • Die Versorgungsspannung US und der Wicklungswiderstand R sind in vielen Fällen bekannt oder können einfach gemessen werden. Der Strom IPWM wird gemäss der obigen Annahme durch den getakteten Treiber auf einem bekannten und konstanten Wert gehalten; d.h. der Strom muss nicht gemessen werden. Man erkennt, dass die Wicklungsinduktivität in Gleichung 7 nicht vorkommt und die Messung der Back-EMF Spannung nicht beeinflusst.
  • Somit kann die Back-EMF Spannung gemäss Gleichung 7 einzig durch Messung der Ein- und Ausschaltzeiten TON und TOFF des getakteten Treibers bestimmt werden. In der Praxis liegt die Information, ob der getaktete Treiber ein- oder ausgeschaltet ist, bereits in Form digitaler Signale vor. Die Messung der Ein- und Ausschaltzeiten kann ohne zusätzliche Mess-Sensoren einfach, kostengünstig und sehr genau z.B. durch digitale Schaltungen (Timer) erfolgen.
  • Für die sensorlose Kommutierung von Elektromotoren ist der genaue Wert der Back-EMF Spannung gemäss Gleichung 7 im Allgemeinen nicht notwendig; vielmehr genügt die Kenntnis des Nulldurchgangs, also wenn die Back-EMF Spannung Null erreicht.
  • Für E = 0 vereinfacht sich Gleichung 6 bzw. Gleichung 7 zu d 0 = R I P W M U S
    Figure DE112005000118B4_0008
  • Der mit d0 bezeichnete Duty Cycle im Nulldurchgang der Back-EMF Spannung kann einfach aus dem Wicklungswiderstand R, dem Strom IPWM und der Versorgungsspannung US berechnet werden. Wenn einer oder mehrere dieser Parameter nicht genau bekannt sind oder sich im Betrieb oder über die Lebensdauer ändern können, dann kann dieser Duty Cycle d0 auch auf einfache Weise gemessen werden. Im Stillstand des Motors ist die Back-EMF Spannung E definitionsgemäss Null. Der Wicklungswiderstand R und Versorgungsspannung US verändern sich grundsätzlich nicht, wenn der Motor still steht. Der Duty Cycle bei Stillstand des Motors entspricht also d0, so dass es genügt, im Stillstand des Motors, z.B. kurz vor dem Anfahren des Motors, den Duty Cycle zu messen um d0 zu bestimmen.
  • Der Duty Cycle gemäss Gleichung 4 errechnet sich aus den Ein- und Ausschaltzeiten TON und TOFF. In der Praxis wird TOFF häufig konstant gehalten, z.B. durch ein Monoflop (Monostabiler Multivibrator), d.h. die einzige variable Grösse ist TON. Anstelle des Duty Cycle d wird TON berechnet bzw. gemessen. Gleichung 8 und Gleichung 4 ergeben somit T O N 0 = R I P W M U S R I P W M T O F F
    Figure DE112005000118B4_0009
  • Im Folgenden ist der Verlauf des Duty Cycle (gemäss Gleichung 6) für verschiedene Back-EMF Spannungen beschrieben. Die Grafiken basieren auf der Simulation eines Motors mit sinusförmiger Back-EMF Spannung. Die Werte von Strom und Spannung wurden auf 1 bzw. 100% normiert. Die Aussagen sind somit unabhängig von Motorparametern.
  • 3 zeigt den Verlauf des Wicklungsstromes I in Funktion der Zeit. Der Strom steigt exponentiell an (L-R Glied) bis zum Strommaximum IMAX (100%) Gleichzeitig ist der Duty Cycle d aufgezeichnet. Während des exponentiellen Stromanstiegs ist der Duty Cycle d 100%, da der getaktete Treiber immer eingeschaltet ist. Sobald der Wicklungsstrom I den Maximalwert IMAX erreicht, beginnt der getaktete Treiber periodisch ein- und auszuschalten. Der Strom hat im Mittel den konstanten Wert IPWM und hat nun die in 2 dargestellte charakteristische Form.
  • Die Back-EMF Spannung ist hier noch Null. Der Duty Cycle d ist während des Einschaltens des Wicklungsstroms immer 100%, daher kann während dieser Phase die Back-EMF Spannung nicht gemessen werden.
  • 4 zeigt den Verlauf des Wicklungsstromes I und des Duty Cycle d für eine angenommene sinusförmige Back-EMF Spannung E. Am Anfang ist der exponentielle Anstieg des Wicklungsstromes I zu sehen, wie oben beschrieben. Danach bleibt der Wicklungsstrom auf dem konstanten Wert IPWM. Während einer ersten Phase (Back-EMF Spannung noch Null) bleibt der Duty Cycle d auf einem konstanten Wert (hier ca. 40%). Nach einer Zeit (hier ca. 2ms) beginnt die Back-EMF Spannung E anzusteigen, während der Wicklungsstrom durch den getakteten Treiber konstant auf IPWM gehalten wird. Der Duty Cycle steigt hier im gleichen Mass an, wie die Back-EMF Spannung, was mit Gleichung 6 leicht erklärt bzw. berechnet werden kann.
  • Bei ca. 7ms erreicht die Back-EMF Spannung E gleichzeitig wie der Duty Cycle d ein Maximum. Anschliessend sinkt die Back-EMF Spannung E wieder und erreicht bei ca. 12 ms den Nulldurchgang. Der Duty Cycle d nimmt ebenfalls ab und erreicht beim Nulldurchgang der Back-EMF Spannung E den gleichen Wert wie bei Stillstand des Motors (d.h. hier wieder ca. 40%)
  • Damit der getaktete Treiber immer im getakteten Modus arbeiten kann, muss folgende Bedingung erfüllt sein: U S > R I P W M + E
    Figure DE112005000118B4_0010
  • Falls der getaktete Treiber längere Zeit eingeschaltet bleibt (Duty Cycle immer 100%), wird der nominale Wicklungsstrom u.U. nicht mehr erreicht, die Back-EMF Spannung E kann nicht mehr gemessen werden und die oben aufgeführte Bedingung ist nicht erfüllt. Wir nennen diese Betriebsart „übersteuerter Betrieb“.
  • 5 zeigt den Verlauf im teilweise übersteuerten Betrieb. Im Bereich des Maximums der Back-EMF Spannung wird die Bedingung nach Gleichung 10 verletzt. In diesem Bereich wird der maximale Stromwert IMAX nicht mehr erreicht, der Wert des Stromes wird alleine durch Wicklungswiderstand und -induktivität und durch die Spannungsdifferenz (US-E) bestimmt. Die Messung der Back-EMF Spannung E nach Gleichung 7 ist in diesem Bereich nicht mehr möglich, da kein brauchbarer Duty Cycle d gemessen werden kann, bzw. da die Vorbedingung für Gleichung 7, dass der Wicklungsstrom konstant ist (I = konstant; Gleichung 5) nicht mehr erfüllt ist. Der Nulldurchgang der Back-EMF Spannung E kann aber dennoch gemessen werden, da die Bedingung nach Gleichung 10 wieder erfüllt ist, wenn die Back-EMF Spannung E gegen Null sinkt.
  • Der Nulldurchgang der Back-EMF Spannung E kann prinzipiell solange gemessen werden, wie U S > R I P W M
    Figure DE112005000118B4_0011
    erfüllt ist, d.h. solange die Versorgungsspannung US grösser als der ohmsche Spannungsabfall des nominalen Stromes IPWM des getakteten Treibers ist.
  • In der Praxis dürfte diese Bedingung (Gleichung 11) bei verschiedensten Motortypen über einen weiten Spannungsbereich erfüllt sein, da der Spannungsabfall R*IPWM im Vergleich zur Versorgungsspannung US (und zur Back-EMF Spannung E) klein sein dürfte, um den Wirkungsgrad des Motors hoch und bzw. um die thermischen Verluste klein zu halten.
  • 6 zeigt den Verlauf bei fast vollständig übersteuertem Betrieb. Die Bedingung nach Gleichung 10 ist fast über den ganzen Bereich nicht erfüllt. Der Wicklungsstrom I wird nicht durch den getakteten Treiber begrenzt und die Back-EMF Spannung E kann nicht gemessen werden. Im Bereich des Nulldurchgangs der Back-EMF Spannung E arbeitet der getaktete Treiber wieder normal und die Bedingung nach Gleichung 10 bzw. nach Gleichung 11 ist erfüllt, so dass der Nulldurchgang der Back-EMF Spannung E bestimmt werden kann.
  • Der Nulldurchgang der Back-EMF Spannung ist dann erreicht, wenn der Duty Cycle d den Wert d0 erreicht. Der Wert d0 wird wie vorstehend beschrieben nach Gleichung 8 berechnet oder bei Motorstillstand gemessen und zwischengespeichert.
  • Der Zeitpunkt für die Kommutierung der Motorwicklung wird bevorzugt in der Nähe des Nulldurchgangs der Back-EMF Spannung gewählt, was im Folgenden begründet und näher erläutert wird:
    • Wie zu 1 erwähnt, wird eine Motorwicklung als Serieschaltung von Wicklungswiderstand R, Wicklungsinduktivität L und Back-EMF Spannungsquelle E modelliert. Induktivität und Back-EMF lassen sich mit Hilfe des Induktionsgesetzes wie folgt herleiten:
    U S = R I + d ψ ( α , I ) d t
    Figure DE112005000118B4_0012
    mit
    Ψ
    Spulenfluss (Vs)
    α
    Rotorwinkel
    U S = R I + ψ I d I d t + ψ α d α d t = R I + L d I d t + ψ α ω = R I + L d I d t + E
    Figure DE112005000118B4_0013
    mit
    ω Winkelgeschwindigkeit des Rotors
  • Die Wicklungsinduktivität L modelliert die Änderung des Spulenflusses durch den Wicklungsstrom; die Back-EMF Spannung E wird durch die Änderung des Spulenflusses durch Änderung des Rotorwinkels erzeugt (induziert). Die Summanden obiger Gleichung sind Spannungen. Multipliziert man Gleichung 13 mit dem Wicklungsstrom I, erhält man für jeden Term eine momentane Leistung. U S I = R I 2 + L d I d t I + E I
    Figure DE112005000118B4_0014
  • US*I ist die von der Motorwicklung momentan aufgenommene elektrische Leistung; R*I2 sind die thermischen Verluste und der Term L d I d t I
    Figure DE112005000118B4_0015
    ist die Blindleistung der Wicklungsinduktivität L.
  • Der Term E*I ist die momentan umgewandelte elektro-magnetische Leistung. Diese Leistung wird ganz oder teilweise in mechanische Leistung umgewandelt. Der verbleibende Rest sind Verluste oder Leistungen, die im magnetischen Feld zwischengespeichert werden. P E l M a g = E I = P V + P M e c h = P V + M ω
    Figure DE112005000118B4_0016
    mit
  • M
    Drehmoment (Nm)
    Pv
    Verlustleistung/im Magnetfeld gespeicherte Leistung
  • Unter Vernachlässigung der Verluste Pv berechnet sich das Drehmoment des Motor M wie folgt: M = E I ω
    Figure DE112005000118B4_0017
  • Beim Drehmoment M gemäss Gleichung 16 handelt es sich um das „innere“ Drehmoment, d.h. mechanische Verluste sind nicht berücksichtigt.
  • Aus diesem vereinfachten Modell erkennt man, dass das momentane Drehmoment des Motors vom Produkt E*I (Back-EMF Spannung E mal Wicklungsstrom I) abhängt. Ist dieses Produkt positiv, so ist das momentane Drehmoment auch positiv d.h. „motorisches“ Drehmoment; ist dieses Produkt negativ, so ist das Drehmoment negativ, d.h. „generatorisches“ oder „bremsendes“ Drehmoment.
  • 7 zeigt für einen allgemeinen Fall die Back-EMF, den Strom und das Produkt aus Back-EMF und Strom (E*I). Man erkennt deutlich, dass das Produkt E*I zeitweise positiv und negativ ist. Der betreffende Motor ist in einem Betriebszustand, in dem beide (motorisches und generatorisches Drehmoment) Zustände vorkommen, d.h. der Rotor wird abwechselnd beschleunigt und gebremst. Dies führt zu starken Vibrationen des Motors und der mit dem Motor verbundenen Strukturen. Diese Vibrationen können auch zu einem Geräusch bzw. Lärm führen. Um diese Vibrationen zu vermeiden ist es notwendig, dass das Drehmoment M immer positiv, bzw. immer negativ ist. Dies kann erreicht werden indem das Produkt E*I immer positiv (immer negativ) gehalten wird.
  • Die Back-EMF Spannung E hängt von der Rotorposition α bzw. der Winkelgeschwindigkeit ω ab. Sie kann somit durch die Ansteuerung nicht direkt beeinflusst werden. Damit nun das Produkt E*I immer positiv (immer negativ) gehalten werden kann, kann die Ansteuerschaltung nur den Wicklungsstrom I direkt beeinflussen. Ideal geschieht dies indem die Richtung des Wicklungsstroms im Nulldurchgang der Back-EMF Spannung E geändert wird, womit auch das maximale Drehmoment erzeugt wird. Bei gewissen Betriebsarten sind die Wicklungen jedoch zeitweise stromlos und in solchen Fällen ist es mitunter möglich oder angebracht, die Kommutierung ein vorgegebenes Zeitintervall nach dem Nulldurchgang der Back-EMF Spannung vorzunehmen, ohne dabei gegenläufige Drehmomentimpulse zu erzeugen. Bei realen Motoren muss die elektrische Zeitkonstante der Motorwicklung berücksichtigt werden und die Ansteuerung bereits etwas früher, also in der Regel vor dem Nulldurchgang der Back-EMF Spannung, geändert werden.
  • Im Folgenden wird die sensorlose Kommutierung am Beispiel eines Permanent-Schrittmotors mit zwei Phasen näher erläutert.
  • 8 zeigt schematisch eine Schaltung zur sensorlosen Ansteuerung eines solchen Motors. Die Schaltung beinhaltet einen Schrittmotor mit einem Stator mit zwei Wicklungen W1, W2 und einem Permanentmagnet-Rotor, zwei getaktete Treiber D1, D2 zur Ansteuerung der Motorwicklungen W1, W2, einen Regler 1 für die Kommutierung und einen Regler 2 für Soll-Position und -Drehzahl.
  • Dem Positions- und Drehzahlregler 2 wird eine Sollposition 3 des Rotors R und die beim Anfahren dieser Sollposition 3 maximal zulässige Drehzahl 4 vorgegeben und der Kommutierungsregler 1 informiert ihn über die aktuelle Rotorposition 5. Aufgrund dieser Daten gibt der Positions- und Drehzahlregler 2 dem Kommutierungsregler 1 die benötigte Drehrichtung 6 und den benötigten Wicklungsstrom 7 vor. Aufgrund dieser Vorgabe und der aktuellen Rotorposition legt der Kommutierungsregler 1 die Richtungen R1, R2 der Ströme in den Wicklungen W1, W2 fest.
  • Die Ansteuerung der Wicklungen W1, W2 erfolgt im getakteten Betrieb, wie vorstehend zu den 1 - 6 beschrieben. Die Treiber D1, D2 erhalten Signale, welche die Höhe und die Richtung des Wicklungsstromes IPWM festlegen. Die Treiber D1 und D2 liefern je ein Signal 8 (Treiber ON/OFF), welches den Schaltzustand (Ein- oder Ausgeschaltet) des Treibers anzeigt.
  • Der Vollschrittmodus verfügt über vier mögliche Zustände. 9 zeigt die Kommutierung zwischen den vier Zuständen Z1 - Z4 für die positive Drehrichtung des Motors (CCW, Gegenuhrzeigersinn). Bei negativer Drehrichtung (CW, Uhrzeigersinn) werden die Zustände in umgekehrter Reihenfolge abgerufen. Die Schritte ST1 - ST4, von einem Zustand zum nächsten, erfolgen, wie vorstehend erklärt, idealerweise im Nulldurchgang der Back-EMF Spannung E. Dieser Nulldurchgang wird wie vorstehend zu Gleichung 8 beschrieben erkannt.
  • In 10 sind in Form eines Flussdiagramms die während eines Anlaufschritts 10, beim Starten des Motors, zur Vorbereitung der Kommutierungen vorgesehenen Abläufe dargestellt. in einem ersten Phase 11 werden die Treiber D1 und D2 eingeschaltet und die Amplitude des Stroms IPWM und dessen Richtung (positive Richtung in den Spulen W1 und W2) festgelegt.
  • Danach wird in einer zweiten Phase 12 der stationäre Zustand abgewartet, d.h. es wird gewartet, bis die elektrischen und mechanischen transienten Vorgänge abgeklungen sind. Diese Wartezeit beträgt je nach Motortyp einige Millisekunden bis Zehntelsekunden. An Stelle einer fixen Wartezeit besteht auch die Möglichkeit, während der Wartezeit die Ein- und Ausschaltzeiten (TON und TOFF) der Treiber D1 und D2 periodisch zu messen. Solange transiente Vorgänge andauern, verändern sich diese Zeiten. Sobald die Ein- und Ausschaltzeiten TON und TOFF konstante Werte einnehmen, ist der stationäre Zustand erreicht.
  • Schliesslich werden in einer dritten Phase 13 im stationären Zustand die Ein- und Ausschaltzeiten TON und TOFF der Treiber D1 und D2 gemessen und anhand der gemessenen Werte der Duty Cycle d0 berechnet (Gleichung 4) und gespeichert. Bei konstanter Ausschaltzeit TOFF kann darauf verzichtet werden, den Duty Cycle d zu berechnen. Anstelle des Duty Cycle d wird dann die Einschaltzeit TON als variable Grösse verwendet, wie bereits vorstehend zu Gleichung 9 erwähnt.
  • 11 zeigt die bei laufendem Motor vorgesehenen Abläufe in Verbindung mit dem ersten Motorschritt ST1, d.h. dem Schritt von Zustand Z1 zu Zustand Z2 (9) . Der Motorschritt ST1 folgt auf den soeben beschriebenen Anlauf schritt. Dabei wird in einer ersten Phase 14 die Stromrichtung in der Motorwicklung W1 bzw. im Treiber D1 umgekehrt und der Strom IPWM für die Spule W1 wird neu festgelegt. Danach werden in einer zweiten Phase 15 periodisch die Ein- und Ausschaltzeiten TON und TOFF von Spule W2 gemessen und der zugehörige Duty Cycle d berechnet. Zu Beginn eines Motorschritts steigt d an und fällt dann wieder ab. Sinkt d unter den gespeicherten Wert d0, so ist der Schritt abgeschlossen. In einer dritten Phase 16 wird danach ein Schrittzähler 17 erhöht (oder bei negativer Drehrichtung erniedrigt) . Auch die Dauer des Schrittes kann gemessen werden. Diese Informationen werden von dem überlagerten Positions- und Drehzahlregler 2 (8) verwendet. Bei Erreichen eines Abbruchkriteriums wird dann gestoppt und andernfalls wird zum nächsten Motorschritt ST2 kommutiert. Die Abläufe in Verbindung mit dem zweiten Motorschritt ST2 entsprechen den soeben für Schritt 1 präsentierten, mit zwei Unterschieden: Das Umkehren der Richtung und das Setzen der Amplitude des Wicklungsstroms wird nicht für Spule W1 sondern für Spule W2 vorgenommen (die Richtung des Stroms in Spule W1 bleibt gleich) und zur Detektion des Endes von Schritt ST2 werden die zur Berechnung des Duty Cycle benötigten Schaltzeiten TON und TOFF nicht für Spule W2 sondern für Spule W1 gemessen.
  • Die darauf folgenden Abläufe für Motorschritt ST3 sind gleich wie jene von Schritt ST1 und die nach dem Motorschritt ST3 folgenden Abläufe für Motorschritt ST4 sind gleich wie jene von Schritt ST2.
  • Der Kommmutierungsregler 1 (8) liefert dem überlagerten Positions- und Drehzahlregler 2 Informationen über die aktuelle Lage des Rotors (Zustände gemäss 9), den bereits zurückgelegten Weg (Anzahl Schritte im Schrittzähler) und die Drehzahl des Motors.
  • Der Positions- und Drehzahlregler 2 erhält vom überlagerten Regler die Vorgabe der gewünschten Position (Anzahl Motorschritte relativ zur aktuellen Position). Wenn nötig wird die maximale Drehzahl 4 oder ein bestimmtes Drehzahlprofil vorgegeben. Der Positions- und Drehzahlregler 2 ist in bekannter Weise aufgebaut.
  • Dieser Regler verwendet den Strom IPWM als Stellgrösse. Damit ändert sich auch der Wert des Duty Cycle d0 in Funktion des Stromes IPWM gemäss Gleichung 8. Daher muss der Duty Cycle d0 für alle Werte des Stromes IPWM berechnet oder gemessen werden. Die Verwendung des Stromes IPWM als variable Stellgrösse der Positions- und Drehzahlregelung steht im Widerspruch zur Bedingung, dass dieser Strom konstant gehalten werden muss (Gleichung 5). Dieser Widerspruch kann aufgelöst werden, wenn der Wert von IPWM für die Dauer eines Schrittes konstant gehalten wird und nur bei der Umkehr der Stromrichtung auf einen neuen Wert eingestellt wird.
  • Die Versorgungsspannung US und der Wicklungswiderstand R beeinflussen die Erkennung des Nulldurchgangs der Back-EMF Spannung E gemäss Gleichung 8 direkt. Falls sich die Versorgungsspannung US und der Wicklungswiderstand R während des Betriebes verändern, so bewirkt dies einen Fehler in der Bestimmung des Nulldurchgangs der Back-EMF Spannung E. Dies bewirkt einen Fehler im Zeitpunkt der Kommutierung. Dadurch erzeugt der Motor, wie vorstehend zu 7 erläutert, negative Drehmomentanteile. Dies führt zu einer graduellen Reduktion des Drehmoments und zu einer Abnahme der Drehzahl. Die Abnahme der Drehzahl wird durch den Positions- und Drehzahlregler erkannt und durch einen höheren Motorstrom kompensiert. Beim nächsten Stillstand des Motors wird die Messung der Ein- und Ausschaltzeiten dann wiederholt und die veränderte Versorgungsspannung und Wicklungswiderstand berücksichtigt.
  • Die Wicklungsinduktivität hat, wie mit Gleichung 7 gezeigt, keinen Einfluss auf das beschriebene Verfahren. Die Induktivität wirkt im eingeschwungenen Zustand, wenn der Strom konstant gehalten wird (Gleichung 5), gleichermassen auf die Ein- und Ausschaltzeiten der getakteten Treiber.
  • Die Information des Nulldurchgangs kann dazu verwendet werden, zu erkennen, ob der Motor zu langsam dreht oder blockiert. Wenn der Motor zu langsam dreht, wird dies durch die Drehzahlmessung / Messung der Schrittdauer erkannt. Zusätzlich kann dies aus dem Verlauf der gemessenen Back-EMF Spannung erkannt werden. Wenn der Motor im Betrieb plötzlich blockiert wird, dann ist die Back-EMF Spannung beider (aller) Motorwicklungen gleichzeitig Null. Dies kann durch die Messung der Ein- und Ausschaltzeiten der getakteten Treiber erkannt werden.
  • Zwei besondere Problemstellungen und geeignete Ansätze für deren Lösung werden im Folgenden noch gesondert dargestellt. Die erste betrifft die Wahl der Taktfrequenz des getakteten Treibers, die sich wie folgt darstellen lässt: F = 1 R I + E U S T O F F
    Figure DE112005000118B4_0018
  • Diese Frequenz soll ein Minimium nicht unterschreiten (z.B. wegen Geräuschproblemen) , sie soll aber auch ein Maximum nicht übersteigen (z.B. um Schaltverluste zu begrenzen). In den Fällen, wo mit konstanter Ausschaltzeit TOFF gearbeitet wird, kann zur Einstellung der Taktfrequenz F einzig TOFF beeinflusst werden und die Wahl eines optimalen TOFF schwierig sein. Bevorzugt wird daher ein iteratives Verfahren verwendet, um die Taktfrequenz F in den gewünschten Bereich zu bringen: Im Stillstand des Motors wird der getaktete Treiber mit einem konstanten Strom angesteuert und der stationäre Zustand wird abgewartet. Die Ausschaltzeit TOFF wird dann leicht variert und die Frequenz F wird damit iterativ angenähert. Aus Stabilitätsgründen darf TOFF nicht schlagartig verändert werden. Da der Vorgang mit der Schaltfrequenz (> 20 kHz) des getakteten Treibers abläuft, dürfte dies nur kurze Zeit dauern. Die so erhaltenen Werte von TON und TOFF werden gespeichert und d0 berechnet.
  • Die zweite Problemstellung betrifft die Tatsache, dass sich der Duty Cycle beim Nulldurchgang der Back-EMF Spannung d0 (Gleichung 8) in Funktion von IPWM und US verändert: Bei tiefem Last-Drehmoment ist ein kleiner Strom IPWM nötig und umgekehrt. Die Versorgungsspannung US kann sich durch externe Faktoren verändern. Wenn z.B. durch eine Messung festgestellt wird, dass sich US geändert hat, müsste der Motor gestoppt werden und d0 im Stillstand neu gemessen werden.
  • Der Duty Cycle d0 wird nicht direkt gemessen, sondern wird aus den gemessenen Ein- und Ausschaltzeiten TON und TOFF berechnet. Diese Messung gilt dann jeweils für die gewählten Werte von IPWM und US. Um von einer Messung rechnerisch auf andere Duty Cycle d0 bzw. Einschaltzeiten TON für andere Werte von IPWM und US zu folgen, sind komplizierte Rechnungen nötig (Gleichungen 8 und 9), welche die Rechenkapazitäten eines einfachen Mikroprozessors überschreiten können.
  • Für die Darstellung der bevorzugten Lösung für dieses Problem nehmen wir zunächst an, dass der Wert von F, bzw. von TON + TOFF, in der Folge konstant gehalten werden kann. Unter dieser Voraussetzung gilt für den Duty Cycle: d = T O N T O N + T O F F = T O N F
    Figure DE112005000118B4_0019
  • Das bedeutet, dass der Duty Cycle d und TON proportional sind.
  • Das gilt auch für den Duty Cycle d0 bei E=0: d 0 T O N 0 F
    Figure DE112005000118B4_0020
  • Für andere Werte von IPWM oder US ergeben sich andere Werte von d0. Für einen um Faktor k grösseren oder kleineren Strom IPWM verändert sich der Duty Cycle im Nulldurchgang der Back-EMF Spannung proportional. k d 0 = R ( k I P W M ) U S  und daraus  k d 0 = k T O N 0 F
    Figure DE112005000118B4_0021
  • D.h. wenn TON + TOFF konstant gehalten wird, dann verändert sich TON0 auch proportional und kann einfach mit einer einzelnen Multiplikation aus dem gespeicherten Wert berechnet werden.
  • Um die Bedingung TON + TOFF = K = konstant zu erfüllen, muss TOFF mit dem oben berechneten TON0 berechnet werden: T OFF = K T ON0 .
    Figure DE112005000118B4_0022
  • Die Bedingung TON + TOFF = konstant ist dann nur im Bereich des Nulldurchgangs der Back-EMF Spannung gültig. Dies genügt jedoch, um diesen Nulldurchgang zu erkennen.
  • Um die Berechnung von TON0 weiter zu vereinfachen, kann beim Einstellen der Frequenz F des Getakteten Treibers darauf geachtet werden, dass sich ein „Einfacher Wert“ für TON ergibt. Ein „einfacher Wert“ von TON bei 100% IPWM und US wäre z.B. $FF oder ein Vielfaches davon. Die Berechnung von Bruchteilen (oder Vielfachen) von TON kann ein Mikroprozessor dann einfach durchführen.
  • Alternativ kann TON bei 100% IPWM und US auch so eingestellt werden, dass er einem im voraus tabellierten Wert entspricht. Bruchteile von TON können dann aus der gleichen Tabelle gelesen werden.
  • Die Anpassung an eine geänderte Versorgungsspannung US kann wie folgt unter Vermeidung aufwendiger Rechenschritte wie Dividieren durchgeführt werden:
  • Der Dutycycle d0 (U) im Nulldurchgang der EMF ist gegeben durch d ( U S ) = R I U S = R I k U 0 = 1 k d 0
    Figure DE112005000118B4_0023
    mit
  • Us =
    k * Uo
    Us =
    aktuelle Versorgungsspannung
    U0 =
    Versorgungsspannung bei der Messung von do
    d(U) =
    Nulldurchgangs-Dutycycle
  • Diese Anpassung von d wird durch Änderung der Chopperfrequenz F, d.h. der Chopperperiode TCH = TON + TOFF durchgeführt, wobei nur eine Multiplikation erforderlich ist. TON wird konstant gehalten und TOFF aus der Differenz zwischen der neuen Periodendauer TCH (für EMF = O) und dem konstant gehaltenen TON berechnet: T C H = T O N + T O F F = k ( T O N 0 + T O F F 0 ) = k T C H 0 T O F F = T C H T O N         = k T C H 0 T O N
    Figure DE112005000118B4_0024
    = k T C H 0 T O N
    Figure DE112005000118B4_0025
  • Für den laufenden Betrieb, während dem sich sowohl IPWM als auch US verändern können, ergibt sich damit eine Anpassungs-vorschrift für den Kommutierungs-Dutycycle d, die auch mit einfachen Prozessoren schnell durchführbar ist. Sie basiert auf der Gleichung (8), wobei der Wicklungswiderstand R des Motors zwischen zwei Messungen des Kommutierungs-Dutycycles als konstant angenommen wird. Zum Messzeitpunkt t0, also in der Regel beim Starten des Motors, wird I = Io und Us = US0 . Zu einem späteren Zeitpunkt t > t0 gilt I = k . I0 und US = j . US0. Damit erhält man für den Kommutierungs-Dutycycle: t = t 0 :   d 0 = R I 0 U S 0 = T O N 0 T O N 0 + T O F F 0 = T O N 0 T C H 0
    Figure DE112005000118B4_0026
    t > t 0 :   d = R k I 0 j U S 0 = k T O N 0 j T C H 0 = T O N T C H
    Figure DE112005000118B4_0027
  • Für die Korrektur des Kommutierungs-Dutycycle wird danach unabhängig voneinander ein korrigiertes TON und TCH berechnet T O N = k T O N 0
    Figure DE112005000118B4_0028
    T C H = j T C H 0
    Figure DE112005000118B4_0029
  • Diese Berechnungen können leicht auch in Prozessoren mit einer Wortbreite von 8 Bit (1 Byte) und entsprechend geringer Rechenkapazität durchgeführt werden, wodurch diese Kommutierungssteuerung wegen des geringen Preises derartiger einfacher Prozessoren auch in preiswerten Motoren einsetzbar ist.
  • Im Wesentlichen wird also TOFF bei einer Änderung von US und TON für einen geänderten Betriebsstrom IPWM neu bestimmt. Der Chopper arbeitet dann mit dem neuen TOFF entsprechend der geänderten Versorgungsspannung. Der Kommutierungszeitpunkt ist gegeben, wenn das angepasste TON auftritt, wobei wie oben erwähnt die effektive Kommutierung noch abhängig vom Betriebszustand gegenüber diesem Zeitpunkt verschoben werden kann.
  • Beim Starten des Motors und der dabei erfindungsgemäss stattfindenden Messung des Kommutierungs-Dutycycles werden auch die Betriebsparameter des Choppers für den vorgegebenen Betriebsstrom IPWM eingestellt.
  • Wird, wie weiter oben dargestellt, eine bestimmte Chopperfrequenz ( F O = 1 T C H 0 )
    Figure DE112005000118B4_0030
    vorgegeben, so kann folgendes einfaches Verfahren angewendet werden:
    1. 1. Vorgeben des maximal möglichen TOFF;
    2. 2. Abwarten, bis TON stabil ist;
    3. 3. Berechnen der Chopperperiodendauer T O N + T O F F = 1 F = T C H ;
      Figure DE112005000118B4_0031
    4. 4. Wenn TCH > TCH0 ist, wird TOFF um einen Schritt verringert und der Vorgang ab Schritt 2 wiederholt;
    5. 5. TCH ist jetzt gleich oder wenig kleiner als TCH0; die aktuellen Werte für TON, TOFF, IPWM und US oder davon abgeleitete Werte werden gespeichert, soweit für den weiteren Betrieb nötig.
  • Der Anfangswert von TOFF für Schritt 1 ist grösser als TOFF0. Eine andere obere Grenze kann durch den Wertebereich des verwendeten Prozessors gegeben sein. Wird z.B. mit Worten à 1 Byte gerechnet, so können Zahlen von 0 bis 255 dargestellt werden und TOFF muss in diesem Bereich liegen.
  • Gerade bei einem derart beschränkten Wertebereich kann das genannte einfache Verfahren, das nur mit stufenweiser, iterativer Verringerung von TOFF arbeitet, vorteilhaft eingesetzt werden. Erfahrungsgemäss dauert es nur einen oder wenige Chopperzyklen, um ein hinreichend stabiles TON für ein bestimmtes TOFF zu ermitteln. Es kommt hinzu, dass sich TOFF quasi koninuierlich verkürzt, also nicht sprungweise verändert, wodurch sich auch TON schnell einstellt.
  • Z.B. bei einem Byte als Wortlänge wird dieser Abgleich in einer Zeit von höchstens einer Sekunde durchgeführt. In der Praxis wurden Zeiten von höchstens 100 ms (Millisekunden) beobachtet.
  • Die Messung von TON kann dabei vereinfacht werden durch die Bedingung, dass die Summe aus TON und dem versuchsweise gesetzten TOFF die Periodendauer TCH während der Messung nicht oder wenigstens nicht wesentlich überschritten werden darf.
  • 12 verdeutlicht die Startmessung auf vorgegebenes TCH. Auf der Abszisse 20 ist TOFF, auf der Ordinate 21 TON aufgetragen. Der geschaltete Stromregler (Chopper) wird mit einem grossen TOFF 23 gestartet. Es stellt sich ein Dutycycle 25 für die aktuelle Kombination von IPWM, US und R ein. Nota bene ist der Motor jetzt bestromt, steht aber still, da keine Kommutierung erfolgt. Durch stufenweises Verkleinern von TOFF (Pfeile 27) ändert sich der Dutycycle längs der Gerade 29, die durch die Gleichung (8) gegeben ist. wird dabei der Schnittpunkt 30 mit der vorgegebenen Linie 31 für die TCH erreicht, die für die aktuelle Betriebsspannung vorgegeben ist, sind die korrekten Betriebsparameter gefunden und der Motor kann in Drehbewegung versetzt werden. Ausgehend von Schnittpunkt 30 ist noch das Arbeitsgebiet des Motors mit gestrichelten Linien 33, 34 angedeutet, das sich auch nach rechts und oberhalb des Schnittpunkts 30 erstrecken kann.
  • Der Kommutierungs-Dutycycle wird dabei längs der horizontalen Linien 33 (TON = const) verschoben, wenn sich US ändert. Wird IPWM geändert, verschiebt sich d längs der Linien 34, die jeweils für ein anderes TCH = const gelten.
  • Zur Veranschaulichung der Situation anderer Startbedingungen ist noch eine zweite d-Linie 37 für eine andere Kombination von US, IPWM und R angegeben (Anmerkung: Gilt ein anderes US, so gilt auch ein anderes TCH, so dass die Linie 31 parallel verschoben ist). Aus der Initialisierung wie oben dargestellt würde hier der Anfangs-Dutycycle d0 39 als Schnittpunkt der d-Linie 37 mit der Anfangswertlinie für TCH 31 resultieren. Das entsprechende Arbeitsgebiet (Linien 41, 42) ist längs der Linie 31 verschoben.
  • Die in dieser Figur gezeichneten Grenzen der Arbeitsgebiete sind dabei nicht als reale Grenzen zu verstehen. Vielmehr kann das gesamte Regelungsgebiet der Steuerung bzw. der Wertebereich des Steuerprozessors ausgenutzt werden, wobei der Anfangswert des Dutycycles 30, 39 als Referenzpunkt dient.
  • In einer Variante kann auch ein beliebiges TOFF vorgegeben werden, z.B. etwa in der Mitte des Wertbereiches oder aus einer Tabelle, die TOFF-Werte in Abhängigkeit von z.B. der Versorgungsspannung enthält. Stellt sich dabei ein zu kleines TON ein, so wird mit einem wesentlich grösseren TOFF gestartet. Gegebenenfalls wird dies wiederholt, bis ein zu grosses TON erhalten wird. Danach wird TOFF wie oben dargestellt in kleinen Schritten ilerativ verringert, um wieder eine möglichst gute Näherung an die vorgegebene Chopperperiode TCH zu erzielen.
  • Die Chopperperiode TCH0 wird abhängig von der Versorgungsspannung vorgegeben. Bevorzugt ist eine entsprechende Tabelle vorhanden und die zu einem Spannungswert US0 vorgegebene Chopperperiode TCH0 kann einfach ausgelesen werden.
  • Bei einer Änderung der Spannung US oder des Stroms IPWM wird der Kommutierungs-Dutycycle wie folgt korrigiert (s.o.): T CH =j×U S
    Figure DE112005000118B4_0032
    T ON = T O N 0 I P W M 0 I P W M
    Figure DE112005000118B4_0033
  • Wie oben dargestellt ist j fest vorgegeben. Die Anpassung von TCH verlangt daher allenfalls eine Multiplikation oder der Wert wird aus der Tabelle ausgelesen.
  • Der Faktor TON0 / IPWM0 hängt von der Messgrösse TON0 ab. IPWM0 kann jedoch oft so eingestellt werden, dass er durch eine 2er-Potenz darstellbar ist, z.B. hexadezimal 8016 (= 27). Die Division kann dann einfach durch eine Rechtsverschiebung der binären Zahlen um eine entsprechende Anzahl Bits, im Beispiel 7, durchgeführt werden. Die Skalierung der digitalen Darstellung von IPWM0 auf eine 2er-Potenz kann durch die Auslegung des Choppers erfolgen, oder es wird einfacherweise ein entsprechendes IPWM0 vorgegeben. IPWM0 liegt bereits als digitaler Wert aus der Choppersteuerung vor. Der jeweils geltende Faktor TON / IPWM0 ist damit mit geringem Rechenaufwand bestimmbar.
  • Ein anderer Ansatz für die Bestimmung von TOFF0 geht von einem festen TON aus, das aus dem vorgegebenen Strom IPWM0 berechnet wird. Da in geschalteten Reglern der Strom durch interne Zählerwerte bestimmt ist, liegen die benötigten Werte digital vor und müssen nicht gemessen werden. Dagegen muss bei diesem Verfahren TCH jeweils aus dem im Initialisierungsprozess ermittelten TCH0 errechnet werden: T O N = k I P W M
    Figure DE112005000118B4_0034
    T C H = T C H 0 U S 0 U S
    Figure DE112005000118B4_0035
  • Da der Koeffizient T C H 0 U S 0
    Figure DE112005000118B4_0036
    insbesondere für einfache Prozessoren umständlich zu handhaben ist, bietet sich dieser Ansatz für Anwendungen an, bei denen US als konstant angesehen werden kann, d.h. von einer hinreichend geregelten Spannungsquelle bereitgestellt wird. Dann ist dieses Verfahren jedoch einfacher als das weiter oben Dargestellte, da TON für jeden Strom IPWM einfach in einer Tabelle ablegbar ist oder sogar in fest verdrahteter Logik vorgegeben sein kann und TCH nie angepasst werden muss. Das iterative Verfahren zur Bestimmung der Anfangsparameter verläuft wie oben angegeben, nur werden Schritte 3 und 4 zu einem Vergleichsschritt zusammengefasst, in dem der gemessene
    TON - Wert mit dem vorgegebenen Wert TON0 verglichen wird. 13 stellt dieses Verfahren in einer Darstellung analog 12 dar. Übereinstimmende Elemente tragen daher die gleichen Bezugszeichen und werden nicht weiter erläutert. Im Unterschied zu den Verfahren mit vorgegebenem TCH wird hier der Schnittpunkt 45 der Dutycycle-Geraden 29 mit der Linie 47 für TON0 als Referenz-Dutycycle d0 bestimmt. Entsprechend sind do - Werte für andere Anfangswerte für US, IPWM und R horizontal verschoben, z.B. Schnittpunkt 49 mit der Geraden 37. Entsprechend verschieben sich auch die Arbeitsgebiete (Linien 41, 43 bzw. 52, 53).
  • Besonders vorteilhaft ist die Erfindung für Aktuatoren, d. h. Elektromotoren, mit relativ kleiner Leistung (1 - 10 W). Sie ist auch vorteilhaft einsetzbar für Aktuatoren mit ein oder zwei Wicklungen, da eine stromlose Windung bei solchen Motoren nur unter starken Einbussen beim Drehmoment, wenn überhaupt, erhältlich ist. Derartige Aktuatoren finden sich z.B. in Fahrzeugen zum Stellen von Lüftungs- und Klimaanlagenklappen, aber auch an vielen anderen Stellen moderner Fahrzeuge.
  • Ausgehend von dieser Beschreibung sind dem Fachmann weitere Ausführungsformen der Erfindung zugänglich, ohne den durch die Ansprüche definierten Schutzbereich der Erfindung zu verlassen. Beispielsweise könnte zur Ansteuerung des Motors an Stelle der getakteten Treiber eine geregelte Stromquelle verwendet werden, die einen kontinuierlichen Konstantstrom liefert. Anstelle des Duty Cycle wird in diesem Fall die Spannung an den Wicklungen des Aktuators verwendet.

Claims (20)

  1. Verfahren zur Kommutierung elektromechanischer, kommutatorloser Aktuatoren mit einem Rotor und einem Stator mit mindestens einer Statorwicklung (W1, W2), die mit Konstantstrom (I) betrieben werden, dadurch gekennzeichnet, dass ♦ mindestens eine Statorwicklung (W1, W2) des Aktuators mit einem Referenzkonstantstrom beaufschlagt wird, ♦ das Erreichen eines stationären Zustands mit stillstehendem Rotor abgewartet wird, ♦ ein Wert, der die Spannung repräsentiert, mit der die Statorwicklung des Aktuators in dem stationären Zustand beaufschlagt ist, als Referenzkommutierungswert x0 für die Kommutierungsspannung bestimmt wird, ♦ und bei laufendem Motor der Zeitpunkt T bestimmt wird, bei dem im Fall des Betriebs mit dem Referenzkonstantstrom der Referenzwert auftritt oder durchlaufen wird oder im Falle eines Betriebsstroms, der vom Referenzstrom abweicht, ein aus dem Referenzwert für den aktuellen Betriebstrom berechneter Kommutierungswert auftritt oder durchlaufen wird, ♦ und die Kommutierung eine vorbestimmte Zeitdifferenz, die grösser oder gleich Null ist, nach dem Zeitpunkt T ausgelöst wird, wobei die Zeitdifferenz so gewählt ist, dass ein Polaritätswechsel des Drehmoments des Aktuators im wesentlichen nicht auftritt.
  2. Verfahren gemäss Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein Aktuator mit einer oder zwei Statorwicklungen (W1, W2) verwendet wird.
  3. Verfahren gemäss Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein Permanentmagnetmotor oder ein Reluktanzmotor als Aktuator verwendet wird.
  4. Verfahren gemäss einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Zeitdifferenz Null ist.
  5. Verfahren gemäss einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Konstantstrom (IPWM) durch wiederholtes Einschalten einer Versorgungsspannung US während einer Zeit TON und Ausschalten während einer Zeit TOFF eingestellt wird, wobei ein Schaltverhältnis TON geteilt durch die Summe aus TON und TOFF (d = TON/[TON + TOFF]) ist und der Referenzkommutierungswert das Referenzschaltverhältnis d0= TON0 / (TON0 + TOFF0) oder ein dieses repräsentierender Wert ist.
  6. Verfahren gemäss Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Referenzkommutierungswert die Einschaltzeit TON ist, wobei die Ausschaltzeit TOFF konstant ist.
  7. Verfahren gemäss einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass während der Messung des Referenzkommutierungswerts alle Statorwicklungen (W1, W2) des Aktuators mit dem Konstantstrom beaufschlagt werden und die Referenzkommutierungswerte für die Statorwicklungen individuell gemessen werden, um die Kommutierung bei dem für die jeweilige Statorwicklung bestimmten Kommutierungswert durchführen zu können.
  8. Verfahren gemäss einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass nach Beaufschlagen mit dem Referenzkonstantstrom eine vorgegebene Zeit Twait gewartet wird, nach der sich der stationäre Zustand eingestellt hat.
  9. Verfahren gemäss einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass nach Beaufschlagen mit dem Referenzkonstantstrom unter Messung des Referenzkommutierungswerts gewartet wird, bis sich der Referenzkommutierungswert eine vorgegebene Zeit lang nicht mehr ändert, um das Eintreten des stationären Zustands zu bestimmen.
  10. Verfahren gemäss einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass bei einem vom Referenzstrom I0 abweichenden Betriebskonstantstrom IS der aktuelle Kommutierungswert x aus dem Referenzwert x0 mit der Formel: x = x 0 * I s / I 0
    Figure DE112005000118B4_0037
    berechnet wird.
  11. Verfahren gemäss einem der Ansprüche 6 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Summe TCH0 der Ausschaltzeit TOFF0 und der Einschaltzeit TON0, die für die Kommutierung gelten, konstant gehalten wird, so dass TON0 proportional zu dem Schaltverhältnis d0 ist, um TON0 einfacher auf andere Betriebsbedingungen umrechnen zu können.
  12. Verfahren gemäss Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass als Betriebsbedingung ein Betriebsstrom und/oder eine Betriebsspannung verwendet wird.
  13. Verfahren gemäss einem der Ansprüche 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Wert für TON0 durch Variieren der Summe TCH0 während einer Messung des Referenzkommutierungswertes bei stillstehendem Motor auf einen für eine binäre Recheneinheit günstigen Wert eingestellt wird.
  14. Verfahren gemäss Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Wert für TON0 auf einen Maximalwert des Zahlenbereichs der Recheneinheit, und/oder eine ganzzahligen Potenz von 2 eingestellt wird.
  15. Verfahren gemäss einem der Ansprüche 7 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass bei einer Änderung der Versorgungsspannung US die Summe TCH aus Einschaltzeit TON und Ausschaltzeit TOFF für das Kommutierungsschaltverhältnis mittels der Formel T C H = U S U S 0 T C H 0
    Figure DE112005000118B4_0038
    bestimmt wird, wobei TCH0 die Summe des Referenzschaltverhältnisses und US0 die Versorgungsspannung während der Messung des Referenzschaltverhältnisses ist.
  16. Verfahren gemäss Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausschaltzeit TOFF als Differenz zwischen Schaltzeitsumme TCH und Einschaltzeit TON bestimmt wird, wobei TON nicht verändert wird.
  17. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens gemäss einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass Treiber (D1, D2) zur Versorgung der Wicklungen (W1, W2) eines kommutatorlosen, elektromechanischen Aktuators mit Konstantstrom und eine Steuereinheit (1) mit einem digitalen Prozessor und einem Speicher vorhanden sind, die Treiber (D1, D2) von der Steuereinheit (1) ein Steuersignal erhalten, das den Strom in der zugeordneten Wicklung festlegt, und die Steuereinheit von den Treibern je ein Signal (8) erhält, das ein Mass für die an die Wicklung angelegte Spannung ist, wobei im Speicher ein Programm zur Steuerung des Prozessors abgelegt ist, bei dessen Ausführung durch den Prozessor die Steuereinheit (2) das Verfahren ausführt.
  18. Anwendung des Verfahrens gemäss einem der Ansprüche 1 bis 16 für die vibrationsarme Ansteuerung von Servomotoren in Fahrzeugen.
  19. Anwendung des Verfahrens gemäss Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass Aktuatoren für Lüftungsklappen, Hydraulik, Pneumatik und/oder Scheinwerfer angesteuert werden.
  20. Anwendung des Verfahrens gemäss einem der Ansprüche 18 und 19, dadurch gekennzeichnet, dass Servomotoren mit einer Leistung von 1 bis 10 W angesteuert werden.
DE112005000118.0T 2004-01-19 2005-01-17 Verfahren und Vorrichtung zur Kommutierung elektromechanischer Aktuatoren und Anwendung des Verfahrens Expired - Lifetime DE112005000118B4 (de)

Applications Claiming Priority (3)

Application Number Priority Date Filing Date Title
PCT/CH2004/000028 WO2005069479A1 (de) 2004-01-19 2004-01-19 Verfahren und vorrichtung zur kommutierung elektromechanischer aktuatoren
CHPCT/CH2004/000028 2004-01-19
PCT/CH2005/000020 WO2005069480A1 (de) 2004-01-19 2005-01-17 Verfahren und vorrichtung zur kommutierung elektromechanischer aktuatoren

Publications (2)

Publication Number Publication Date
DE112005000118A5 DE112005000118A5 (de) 2007-07-26
DE112005000118B4 true DE112005000118B4 (de) 2021-05-12

Family

ID=34754195

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE112005000118.0T Expired - Lifetime DE112005000118B4 (de) 2004-01-19 2005-01-17 Verfahren und Vorrichtung zur Kommutierung elektromechanischer Aktuatoren und Anwendung des Verfahrens

Country Status (3)

Country Link
US (1) US7518328B2 (de)
DE (1) DE112005000118B4 (de)
WO (2) WO2005069479A1 (de)

Families Citing this family (18)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP2036197B1 (de) * 2006-07-05 2010-04-28 Micro-Beam SA Sensorlose technologie, schätzung von abgetasteten gegen-emk-spannungswerten und/oder der abgetasteten induktivitätswerte auf der basis der impulsbreitenmodulationsperioden
JP4345839B2 (ja) * 2007-04-16 2009-10-14 株式会社デンソー 電力変換装置
BG66312B1 (bg) * 2007-11-15 2013-03-29 БлаговестNachev Blagovest НАЧЕВ Метод за управление на синхронен електродвигател
JP4680280B2 (ja) * 2008-05-22 2011-05-11 株式会社デンソー ブラシレスモータのロータ位置推定装置、ブラシレスモータの起動制御システム、および、ブラシレスモータの起動制御方法
JP4722962B2 (ja) * 2008-05-22 2011-07-13 株式会社日本自動車部品総合研究所 ブラシレスモータのロータ位置推定装置、ブラシレスモータの起動制御システム、および、ブラシレスモータの起動制御方法
WO2010130802A2 (de) * 2009-05-13 2010-11-18 Elmos Semiconductor Ag Verfahren zur blockiererkennung von elektrisch kommutierten elektromotoren
US8164293B2 (en) 2009-09-08 2012-04-24 Hoffman Enclosures, Inc. Method of controlling a motor
US8297369B2 (en) 2009-09-08 2012-10-30 Sta-Rite Industries, Llc Fire-extinguishing system with servo motor-driven foam pump
US20110056707A1 (en) * 2009-09-08 2011-03-10 Jonathan Gamble Fire-Extinguishing System and Method for Operating Servo Motor-Driven Foam Pump
US8183810B2 (en) 2009-09-08 2012-05-22 Hoffman Enclosures, Inc. Method of operating a motor
CN102540074A (zh) * 2012-01-18 2012-07-04 范示德汽车技术(上海)有限公司 电机驱动回路脉冲电压诊断方法
KR101993656B1 (ko) * 2012-11-16 2019-06-26 휴렛-팩커드 디벨롭먼트 컴퍼니, 엘.피. 화상 형성 장치 및 그 제어 방법, 모터 상태 검출 장치
US20150249419A1 (en) * 2014-02-28 2015-09-03 Kia Motors Corporation System and method for controlling inverter
GB2549741B (en) 2016-04-26 2020-06-17 Dyson Technology Ltd Method of controlling a brushless permanent-magnet motor
GB2549742B (en) 2016-04-26 2020-06-17 Dyson Technology Ltd Method of determining the rotor position of a permanent-magnet motor
US10063170B2 (en) 2016-06-15 2018-08-28 Texas Instruments Incorporated Methods and apparatus for robust and efficient stepper motor BEMF measurement
BR102020023991A2 (pt) * 2020-11-24 2022-06-07 Embraco Indústria De Compressores E Soluções Em Refrigeração Ltda. Métodos de partida para motores bldc aplicados a compressores alternativos
WO2024148338A1 (en) * 2023-01-05 2024-07-11 Estat Actuation, Inc. Design and methods for electrostatic governor

Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US4520302A (en) * 1983-03-15 1985-05-28 National Research Development Corporation Stepping motors and drive circuits therefor
DE3623517A1 (de) * 1985-07-12 1987-01-22 Marelli Autronica Konstantstrom-steuerschaltung fuer einen einpoligen schrittmotor, insbesondere fuer kraftfahrzeuge

Family Cites Families (7)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3404127A1 (de) * 1984-02-07 1985-08-14 Berger Lahr GmbH, 7630 Lahr Steuerschaltung fuer einen schrittmotor
SE464213B (sv) * 1989-07-28 1991-03-18 Electrolux Mecatronik Ab Foerfarande och anordning foer sensorfri styrning av en eluktansmotor
US5254914A (en) * 1990-06-29 1993-10-19 Seagate Technology, Inc. Position detection for a brushless DC motor without Hall effect devices using a mutual inductance detection method
US5841252A (en) * 1995-03-31 1998-11-24 Seagate Technology, Inc. Detection of starting motor position in a brushless DC motor
BR9807658B1 (pt) * 1997-02-05 2011-05-31 motor de corrente contìnua sem escova eletronicamente comutado.
US6140792A (en) * 1997-02-17 2000-10-31 Canon Kabushiki Kaisha Motor drive control apparatus and method, and image forming apparatus using the method
US6720686B1 (en) * 2000-10-03 2004-04-13 Emerson Electric Co. Reduced noise dynamoelectric machine

Patent Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US4520302A (en) * 1983-03-15 1985-05-28 National Research Development Corporation Stepping motors and drive circuits therefor
DE3623517A1 (de) * 1985-07-12 1987-01-22 Marelli Autronica Konstantstrom-steuerschaltung fuer einen einpoligen schrittmotor, insbesondere fuer kraftfahrzeuge

Also Published As

Publication number Publication date
US20080224639A1 (en) 2008-09-18
US7518328B2 (en) 2009-04-14
WO2005069480A1 (de) 2005-07-28
DE112005000118A5 (de) 2007-07-26
WO2005069479A1 (de) 2005-07-28

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE112005000118B4 (de) Verfahren und Vorrichtung zur Kommutierung elektromechanischer Aktuatoren und Anwendung des Verfahrens
DE112007001630B4 (de) Verfahren und Vorrichtung zur Bestimmung der Rotorposition bei einem bürstenlosen und sensorlosen Elektromotor
EP2220755B1 (de) Elektronisch kommutierter motor
EP2068436B1 (de) Verfahren und Vorrichtung zum Erkennen von Schrittverlusten eines Schrittmotors
EP1499008B1 (de) Verfahren und Steuersystem zur elektronischen Kommutierung eines bürstenlosen Gleichstrommotors
DE10054594B4 (de) Vorrichtung zum Erfassen der Rotorposition in einem bürstenlosen Gleichstrommotor
DE10357969B4 (de) Vorrichtung zum Ansteuern eines Schrittmotors
EP2596577B1 (de) Verfahren und vorrichtung zum ansteuern einer mehrphasigen elektronisch kommutierten elektrischen maschine sowie ein motorsystem
DE19620808A1 (de) Stromrichter- und Steuersystem sowie -verfahren für einen Motor mit induktiver Last
DE102017102105B4 (de) INTELLIGENTE ERKENNUNGSEINHEIT (iDU) ZUM ERKENNEN DER POSITION EINES MIT EINER PULSMODULATION GESTEUERTEN ROTORS
DE102011056901A1 (de) Steuervorrichtung eines bürstenlosen Motors und bürstenloser Motor
DE112009000209T5 (de) Bürstenlose Vorrichtung und Steuervorrichtung
EP1611670B1 (de) Schaltungsanordnung und verfahren zur ansteuerung eines bürstenlosen permanenterregten gleichstrommotors
DE10256045A1 (de) Verfahren zur Verarbeitung von Daten bei einem elektronisch kommutierten Motor, und Motor zur Durchführung eines solchen Verfahrens
DE102013218041A1 (de) Verfahren zum Betreiben eines Elektromotors
EP0741449A1 (de) Elektronisch kommutierter Motor, und Verfahren zur Ansteuerung eines solchen Motors
DE102014107949A1 (de) Verfahren und Vorrichtung zur Erkennung eines Nulldurchgangs eines Stroms durch einen Strang eines bürstenlosen Gleichstrom- motors
DE102018108193A1 (de) Steuereinrichtung und Steuerungsverfahren eines Schrittmotors
DE102016215175B4 (de) Verfahren zum Betreiben einer elektrischen Maschine und elektrische Maschine
EP1950882A2 (de) Verfahren und Vorrichtung zur Steuerung einer mittels Pulsweitenmodulation steuerbaren Drehstrommaschine mit mehreren Phasenwicklungen
EP2583379B1 (de) Verfahren und vorrichtung zur anpassung eines drehzahlbereichs eines elektromotors
EP1689072A2 (de) Verfahren und Schaltungsanordnung zur Regelung eines mehrphasigen bürstenlosen Elektromotors
DE112020001316T5 (de) Motorantriebssteuerungsvorrichtung und Motorantriebsteuerungsverfahren
DE102005059585A1 (de) Verfahren und Vorrrichtung zum Bestimmen der Drehzahl einer elektrischen Maschine
DE102022113009A1 (de) Motorantriebsregelvorrichtung, motoreinheit und motorantriebsregelverfahren

Legal Events

Date Code Title Description
R082 Change of representative

Representative=s name: ISARPATENT, DE

Representative=s name: ISARPATENT, 80801 MUENCHEN, DE

R081 Change of applicant/patentee

Owner name: JOHNSON ELECTRIC SWITZERLAND AG, CH

Free format text: FORMER OWNER: SAIA-BURGESS MURTEN AG, MURTEN, CH

Effective date: 20120113

R082 Change of representative

Representative=s name: ISARPATENT PATENTANWAELTE BEHNISCH, BARTH, CHA, DE

Effective date: 20120113

Representative=s name: ISARPATENT - PATENTANWAELTE- UND RECHTSANWAELT, DE

Effective date: 20120113

Representative=s name: ISARPATENT GBR PATENT- UND RECHTSANWAELTE, DE

Effective date: 20120113

R012 Request for examination validly filed

Effective date: 20120116

R079 Amendment of ipc main class

Free format text: PREVIOUS MAIN CLASS: H02P0006180000

Ipc: H02P0008120000

Effective date: 20130425

R016 Response to examination communication
R081 Change of applicant/patentee

Owner name: JOHNSON ELECTRIC INTERNATIONAL AG, CH

Free format text: FORMER OWNER: JOHNSON ELECTRIC SWITZERLAND AG, MURTEN, CH

R082 Change of representative

Representative=s name: ISARPATENT - PATENT- UND RECHTSANWAELTE BEHNIS, DE

Representative=s name: ISARPATENT - PATENT- UND RECHTSANWAELTE BARTH , DE

R018 Grant decision by examination section/examining division
R020 Patent grant now final
R071 Expiry of right