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TECHNISCHES GEBIET
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Die
vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Direktschmelzanlage
und ein Direktschmelzverfahren zum Herstellen von geschmolzenem
Metall aus einem metallhaltigen Beschickungsmaterial, wie Erzen,
teilweise reduzierten Erzen und metallhaltigen Abfallströmen.
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Der
Begriff "Schmelzen" wird hier als thermisches
Bearbeiten verstanden, wobei chemische Reaktionen erfolgen, die
metallhaltiges Beschickungsmaterial reduzieren, um geschmolzenes
Metall zu erzeugen.
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In
allgemeinen Begriffen bezieht sich die vorliegende Erfindung auf
eine Direktschmelzanlage mit einem Direktschmelzbehälter zum
Schmelzen von metallhaltigem Beschickungsmaterial zu Metall, einer Vorbehandlungseinheit
zum Vorbehandeln von metallhaltigem Beschickungsmaterial und zum
Erzeugen eines vorbehandelten metallhaltigen Beschickungsmaterials
mit einer Temperatur von wenigstens 200°C zum Schmelzen in dem Behälter, und
einer Transportvorrichtung für
metallhaltiges Beschickungsmaterial zum Lagern von vorbehandeltem metallhaltigem
Beschickungsmaterial mit einer Temperatur von wenigstens 200°C und Transportieren von
heißem
vorbehandelten metallhaltigem Beschickungsmaterial, d.h. Beschickungsmaterial
mit einer Temperatur von wenigstens 200°C, unter Druck zu Feststofffördermitteln
des Direktschmelzbehälters.
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In
allgemeinen Begriffen bezieht sich die vorliegende Erfindung auch
auf ein Direktschmelzverfahren zum Erzeugen von geschmolzenem Metall aus
einem metallhaltigen Beschickungsmaterial in einer solchen Direktschmelzanlage.
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Die
vorliegende Erfindung bezieht sich insbesondere, jedoch keineswegs
ausschließlich
auf metallhaltiges Beschickungsmaterial in Form von eisenhaltigem
Beschickungsmaterial, wie Eisenfeinerz.
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Ein
bekanntes Direktschmelzverfahren zum Erzeugen von geschmolzenem
Metall, das vorwiegend auf einem Schmelzbad als Reaktionsmedium beruht
und allgemein als das Hlsmelt-Verfahren bezeichnet wird, ist in
der internationalen Anmeldung PCT/AU96/00197 (WO 96/31627) und anderen
Patentanmeldungen, wie der jüngst
eingereichten provisorischen australischen Anmeldung 2003901693 (die
sich auf das Erzeugen von geschmolzenem Eisen aus Eisenfeinerz konzentriert)
im Namen der Technological Resources Pty. Limited beschrieben.
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Das
Hlsmelt-Verfahren umfasst die Schritte:
- (a)
Ausbilden eines Bades aus geschmolzenem Metall und Schlacke in einem
Direktschmelzbehälter;
- (b) Einspeisen in das Bad:
- (i) ein metallhaltiges Beschickungsmaterial, typischerweise
Metalloxide; und
- (ii) ein festes kohlenstoffhaltiges Material, typischerweise
Kohle, das als Reduktionsmittel des metallhaltigen Beschickungsmaterials
und als Energiequelle dient; und
- (c) Schmelzen des metallhaltigen Beschickungsmaterials zu Metall
in dem Bad.
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Bei
dem Hlsmelt-Verfahren werden metallhaltiges Beschickungsmaterial
und festes kohlenstoffhaltiges Material durch Feststofffördermittel
in Form von Lanzen, die zur Vertikalen geneigt sind, so dass sie
sich durch die Seitenwand des Direktschmelzbehälters nach unten und innen
und in einen unteren Bereich des Behälters erstrecken, um wenigstens
einen Teil des Feststoffmaterials in die Metallschicht am Boden
des Behälters
zu fördern,
in das Schmelzbad eingespeist.
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Das
Hlsmelt-Verfahren ermöglicht
die Erzeugung von großen
Mengen an geschmolzenem Metall durch direktes Schmelzen in einem
einzelnen kompakten Behälter.
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Das
Hlsmelt-Verfahren ist insbesondere beim Schmelzen von eisenhaltigem
Beschickungsmaterial in Form von Eisenfeinerz anwendbar.
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Eine
mögliche
Art der Anlagengestaltung zum Betreiben des Hlsmelt-Verfahrens und
anderer Direktschmelzverfahren auf Schmelzbadbasis umfasst eine
Vorbehandlungseinheit zum Vorbehandeln von metallhaltigem Beschickungsmaterial
vor der Zufuhr des Materials zu einem Direktschmelzbehälter. Die
Vorbehandlung kann auf das Vorheizen von metallhaltigem Beschickungsmaterial
begrenzt sein. Die Vorbehandlung kann das wenigstens teilweise Reduzieren
von Beschickungsmaterial in einem festen Zustand umfassen. Als weiteres
Beispiel kann die Vorbehandlung das Rösten von Beschickungsmaterial umfassen.
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Die
vorliegende Erfindung schafft eine wirksame und zuverlässige Anlage,
die metallhaltiges Beschickungsmaterial vorbehandeln und ein vorbehandeltes
Beschickungsmaterial bei einer Temperatur von wenigstens 200°C erzeugen
und heißes
vorbehandeltes metallhaltiges Beschickungsmaterial während einer
Direktschmelzkampagne zu Feststofffördermitteln eines Direktschmelzbehälters transportieren
kann.
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BESCHREIBUNG
DER ERFINDUNG
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In
allgemeinen Worten sieht die vorliegende Erfindung eine Direktschmelzanlage
zum Erzeugen von Metallschmelze, beispielsweise geschmolzenem Eisen,
aus metallhaltigem Beschickungsmaterial, wie Eisenfeinerz, vor,
die folgende Elemente umfasst:
- (a) eine Vorbehandlungseinheit
zum Vorbehandeln von metallhaltigem Beschickungsmaterial und zum
Erzeugen eines vorbehandelten Beschickungsmaterials mit einer Temperatur
von wenigstens 200°C;
- (b) einen Direktschmelzbehälter
zum Schmelzen von vorbehandeltem metallhaltigem Beschickungsmaterial
zu geschmolzenem Metall, wobei der Behälter so ausgestaltet ist, dass
er ein Schmelzbad aus Metall und Schlacke aufnimmt, wobei der Behälter ein
Feststoffzufuhrmittel zur Aufnahme und anschließendem Zuführen von vorbehandeltem metallhaltigem
Beschickungsmaterial mit einem Druck über Atmosphärendruck und einer Temperatur
von wenigstens 200°C
in den Behälter
aufweist;
- (c) eine Transportvorrichtung für heißes Beschickungsmaterial zum
Transferieren von vorbehandeltem metallhaltigem Beschickungsmaterial
von der Vorbehandlungseinheit zu dem Feststoffzufuhrmittel des Direktschmelzbehälters, wobei
die Transportvorrichtung aufweist:
- (i) ein Lagermittel für
heißes
Beschickungsmaterial zum Speichern von vorbehandeltem metallhaltigem
Beschickungsmaterial bei we nigstens 200°C und einem Druck oberhalb des
Atmosphärendrucks;
- (ii) eine Transportleitung für
heißes
Beschickungsmaterial zum Transferieren von vorbehandeltem metallhaltigem
Beschickungsmaterial bei wenigstens 200°C unter Druck zu dem Feststoffzufuhrmittel
des Direktschmelzbehälters;
- (iii) einem Druckaufbringungsmittel für die Zufuhr von Gas mit einem
Druck oberhalb des Atmosphärendrucks
zu dem Lagermittel für
heißes
Beschickungsmaterial zum Unterdrucksetzen des Lagermittels und zu
der Transportleitung für
das heiße
Beschickungsmaterial, um die Transportleitung unter Druck zu setzen
und als Trägergas zum
Transportieren von vorbehandeltem metallhaltigem Beschickungsmaterial
entlang der Transportleitung zu dem Feststoffzufuhrmittel zu dienen.
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Vorzugsweise
wird die Vorbehandlungseinheit aus einer Gruppe ausgewählt, die
einen Vorheizer, einen Vorreduzierer und einen Röster umfasst. Bei der Verwendung
heizen der Vorreduzierer und der Röster metallhaltiges Beschickungsmaterial
als Teil einer Standardoperation zur Ausführung ihrer Primärfunktionen
des Vorreduzierens und Röstens von
metallhaltigem Beschickungsmaterial.
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Vorzugsweise
umfasst die Anlage außerdem Transportmittel
für heißes Beschickungsmaterial
zum Transportieren von vorbehandeltem metallhaltigem Beschickungsmaterial
von der Vorbehandlungseinheit zu der Transportvorrichtung für heißes Beschickungsmaterial.
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Vorzugsweise
weist das Transportmittel für heißes Beschickungsmaterial
einen Trogbandförderer
auf.
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Vorzugsweise
ist das metallhaltige Beschickungsmaterial ein eisenhaltiges Beschickungsmaterial,
und das Schmelzbad enthält
geschmolzenes Eisen. Das eisenhaltige Beschickungsmaterial kann
Eisen mit einem Reduktionsgrad zwischen 0 und 100%, vorzugsweise
Eisen mit einem Reduktionsgrad zwischen 8 und 95% aufweisen und
weitere Komponenten, beispielsweise Kohlenstoff oder dergleichen
enthalten.
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Vorzugsweise
liegt das eisenhaltige Beschickungsmaterial in Form von Eisenfeinerz
vor.
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Im
Allgemeinen liegt die Obergröße der Eisenfeinerzteile
im Bereich zwischen 6 und 8 mm. Vorzugsweise hat wenigstens 30%
des Eisenfeinerzes eine Partikelgröße von weniger als 0,5 mm,
wobei der d_50 Durchmesser zwischen 0,8 und 1,0 mm bei einer breiten
Partikelgrößenverteilung
liegt. Damit haben beispielsweise 95% der Partikel eine Partikelgröße von weniger
als 6,3 mm.
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Vorzugsweise
beträgt
der Druck in dem Lagermittel für
heißes
Beschickungsmaterial wenigstens 3 bar absolut, stärker bevorzugt
wenigstens 4 bar absolut.
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Vorzugsweise
beträgt
der Druck in der Transportleitung für heißes Beschickungsmaterial im Bereich
einer Stelle, an welcher das vorbehandelte metallhaltige Beschickungsmaterial
von den Lagermitteln für
heißes
Beschickungsmaterial in die Transportleitung eingeführt wird,
wenigstens 3 bar absolut, stärker
bevorzugt wenigstens 4 bar absolut.
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Vorzugsweise
ist das Feststofffördermittel ein
Feststoffeinspeisungsmittel zum Einspeisen von vorbehandeltem metallhaltigem
Beschickungsmaterial unter Druck in den Direktschmelzbehälter.
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Vorzugsweise
ist das Feststofffördermittel ein
Feststoffeinspeisungsmittel zum Einspeisen oder Injizieren von vorbehandeltem
metallhaltigem Beschickungsmaterial in das Schmelzbad.
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Vorzugsweise
ist das Feststoffeinspeisungsmittel eine Lanze.
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Vorzugsweise
umfasst die Transportvorrichtung für heißes Beschickungsmaterial ein
Mittel zum Steuern des Durchflusses von vorbehandeltem metallhaltigem
Beschickungsmaterial aus dem Lagermittel für heißes Beschickungsmaterial in
die Transportleitung für
heißes
Beschickungsmaterial.
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Vorzugsweise
ist das Lagerdurchflusssteuermittel ein Mittel für die Zufuhr einer festgelegten
Massendurchflussrate vorbehandelten metallhaltigen Beschickungsmaterials
zu der Transportleitung für
heißes
Beschickungsmaterial.
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Vorzugsweise
ist das Lagerdurchflusssteuermittel eine Förderschnecke mit einem Einlass
für vorbehandeltes
metallhaltiges Beschickungsmaterial, einem Gaseinlass und einem
Auslass für
vorbehandeltes metallhaltiges Beschickungsmaterial, das mit der
Transportleitung für
heißes
Beschickungsmaterial verbunden ist.
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Vorzugsweise
umfasst das Lagermittel für heißes Beschickungsmaterial
(a) einen oberen Schleusentrichter oder Bunker mit einem Einlass
für vorbehandeltes
metallhaltiges Beschickungsmaterial, einem Gaseinlass zum Unterdrucksetzen
des Schleusenbunkers und einem Auslass für vorbehandeltes metallhaltiges
Beschickungsmaterial, (b) einen unteren Schleusentrichter oder Bunker
mit einem Einlass für
vorbehandeltes metallhaltiges Beschickungsmaterial, einem Gaseinlass
zum Unterdrucksetzen des Schleusenbunkers und einem Auslass für vorbehandeltes
metallhaltiges Beschickungsmaterial und (c) eine Leitung, die den
Auslass des oberen Schleusenbunkers und den Einlass des unteren
Schleusenbunkers miteinander verbindet.
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Vorzugsweise
umfasst das Lagermittel für heißes Beschickungsmaterial
außerdem
eine Leitung, die den Auslass des unteren Schleusenbunkers und den
Beschickungsmaterialeinlass der Förderschnecke verbindet.
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Vorzugsweise
umfasst die Transportvorrichtung für heißes Beschickungsmaterial außerdem ein Mittel
zur Steuerung des Durchflusses von vorbehandeltem metallhaltigem
Beschickungsmaterial entlang der Transportleitung für heißes Beschickungsmaterial
von dem Lagermittel für
heißes
Beschickungsmaterial zu dem Feststofffördermittel.
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Vorzugsweise
ist das Transportleitungsdurchflusssteuermittel betätigbar,
um den Durchfluss von vorbehandeltem metallhaltigem Beschickungsmaterial
entlang der Transportleitung für
heißes
Beschickungsmaterial auf eine Geschwindigkeit zu steuern, die das
vorbehandelte metallhaltige Beschickungsmaterial in Suspension in
dem Trägergas
in der Transportleitung hält.
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Vorzugsweise
steuert das Transportleitungsdurchflusssteuermittel den Durchfluss
des Trägergases
in die Transportleitung für
heißes
Beschickungsmaterial, um den Durchfluss von vorbehandeltem metallhaltigem
Beschickungsmaterial entlang der Transportleitung für heißes Beschickungsmaterial
zu steuern.
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Wenn
das metallhaltige Beschickungsmaterial Eisenfeinerz mit einer Obergröße im Bereich
von 6 bis 8 mm und vorbehandelt ist und dadurch eine Temperatur
von bis zu 680°C
erreicht, und das Trägergas
wenigstens im Wesentlichen N2 ist und der Transportleitung
bei Umgebungstemperatur zugeführt
wird, liegt die Geschwindigkeit des Trägergases, welches das vorbehandelte
metallhaltige Beschickungsmaterial in der Transportleitung fördert, vorzugsweise
bei wenigstens 19 m/s.
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Vorzugsweise
ist das Durchflusssteuermittel betätigbar, um den Durchfluss von
vorbehandeltem metallhaltigem Beschickungsmaterial entlang der Transportleitung
für heißes Beschickungsmaterial
zu steuern, um vorbehandeltes metallhaltiges Beschickungsmaterial
dem Feststofffördermittel
zuzuführen,
so dass das Feststofffördermittel
das Trägergas und
vorbehandeltes metallhaltiges Beschickungsmaterial mit einer festgelegten
Geschwindigkeit in den Direktschmelzbehälter transportieren kann.
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Vorzugsweise
liegt die vorbestimmte Geschwindigkeit des Trägergases im Bereich von 70
bis 120 m/s.
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Stärker bevorzugt
beträgt
die vorbestimmte Geschwindigkeit des Trägergases 112 m/s.
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Vorzugsweise
gibt es einen Druckverlust von 1 bar über das Feststofffördermittel.
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Vorzugsweise
umfasst das Trägergas
wenigstens im Wesentlichen ein Inertgas.
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Vorzugsweise
ist das Inertgas N2.
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Vorzugsweise
umfasst die Transportvorrichtung für heißes Beschickungsmaterial ein
Mittel zum Rückführen des
vorbehandelten metallhaltigen Beschickungsmaterials zu der Vorbehandlungseinheit.
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Vorzugsweise
ist das Mittel zum Rückführen des
heißen
metallhaltigen Beschickungsmaterials zu der Vorbehandlungseinheit
so ausgestaltet, dass es arbeitet, während der Direktschmelzbehälter im Stand-by-Betrieb
arbeitet und kein vorbehandeltes metallhaltiges Beschickungsmaterial
erfordert.
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Vorzugsweise
umfasst das Mittel zum Rückführen heißen metallhaltigen
Beschickungsmaterials zu der Vorbehandlungseinheit (a) eine Rückführtransportleitung,
die die Transportleitung für
heißes Beschickungsmaterial
und die Vorbehandlungseinheit verbindet, und (b) Ventile in den
Leitungen, die wahlweise betätigbar
sind, um das Rückführen von vorbehandeltem
metallhaltigem Beschickungsmaterial, das entlang der Transportleitung
für heißes Beschickungsmaterial
fließt,
zu der Vorbehandlungseinheit über
die Rückführtransportleitung
erlaubt.
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Vorzugsweise
umfasst die Transportvorrichtung für heißes Beschickungsmaterial ein
Mittel zum Deblockieren der Transportleitung für heißes Beschickungsmaterial ohne
das Erfordernis einer manuellen Intervention an der Leitung oder
des Abstellens des Betriebs des Direktschmelzkessels.
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Vorzugsweise
umfasst das Mittel zum Deblockieren der Transportleitung für heißes Beschickungsmaterial
eine Vielzahl von Mitteln zur wahlweisen Unterdrucksetzung der Transportleitung
für heißes Beschickungsmaterial
an einer Reihe von Stellen entlang der Länge der Leitung, so dass die
Leitung stromaufwärts
und/oder stromabwärts
einer Blockade in der Leitung wahlweise unter Druck gesetzt und
drucklos gemacht werden kann.
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Vorzugsweise
umfasst das Mittel zum Deblockieren der Transportleitung für heißes Beschickungsmaterial
eine Vielzahl von Ausströmleitungen zum
Abführen
von Material, das sich von einer Blockade in der Transportleitung
für heißes Beschickungsmaterial
gelöst
hat, an einer Reihe von Stellen entlang der Länge der Leitung.
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Vorzugsweise
ist die Rückführtransportleitung
eine solche Ausströmleitung.
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Vorzugsweise
umfasst das Mittel zum Deblockieren der Transportleitung für heißes Beschickungsmaterial
eine Vielzahl von Detektoren zur Erfassung der Stelle einer Blockade
in der Transportleitung für
heißes
Beschickungsmaterial.
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Vorzugsweise
ist der Direktschmelzbehälter ein
fixierter Schmelzbehälter
zum Halten eines Schmelzbades aus Metall und Schlacke und einem Gasraum
oberhalb des Bades, und die Feststoffzufuhrmittel umfassen zwei
oder mehr Paare von Feststoffeinspeisungslanzen, die um den Behälter angeordnet
sind und sich in diesen erstrecken, wobei die Lanzen jedes Lanzenpaares
einander diametral gegenüberliegen,
wobei wenigstens ein Lanzenpaar vorgesehen ist, um vorgeheiztes
metallhaltiges Beschickungsmaterial einzuspeisen und wenigstens
eines der anderen Lanzenpaare vorgesehen ist, um festes kohlenstoffhaltiges
Material einzuspeisen, und wobei die Lanzenpaare so um den Behälter angeordnet
sind, dass benachbarte Lanzen Lanzen sind, die zum Einspeisen unterschiedlicher
Materialien vorgesehen sind.
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Vorzugsweise
umfasst der Direktschmelzbehälter
ein Gasinjektionsmittel, das sich nach unten in den Behälter erstreckt,
um ein sauerstoffhaltiges Gas in den Gasraum und/oder das Bad in
dem Behälter einzuspeisen.
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Vorzugsweise
umfasst der Direktschmelzbehälter
ein Gasförderleitungsmittel,
das sich von einer Gaszufuhrstelle weg von dem Behälter zu
einer Förderstelle
oberhalb des Behälters
erstreckt, um das sauerstoffhaltige Gas in das Gasinjektionsmittel
zu fördern.
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Vorzugsweise
umfasst der Direktschmelzbehälter
ein Abgasleitungsmittel zur Erleichterung der Abgasströmung aus
dem Kessel weg von dem Kessel.
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Vorzugsweise
umfasst der Direktschmelzbehälter
ein Metallabstichmittel zum Abstechen von Metallschmelze aus dem
Bad und Transportieren der Metallschmelze weg von dem Behälter.
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Vorzugsweise
umfasst der Direktschmelzbehälter
ein Schlackeabstichmittel zum Abstechen von Schlacke aus dem Bad
und Transportieren der Schlacke weg von dem Behälter.
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Vorzugsweise
sind die Feststoffeinspeisungslanzen so angeordnet, dass sie sich
nach unten und durch Öffnungen
in einer Seitenwand des Behälters
in den Behälter
hinein erstrecken.
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Vorzugsweise
sind die Lanzenöffnungen
in der Seitenwand des Behälters
auf der gleichen Höhe des
Behälters
angeordnet und weisen voneinander gleiche Abstände um den Umfang des Behälters auf.
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Gemäß der vorliegenden
Erfindung wird auch ein Direktschmelzverfahren zum Erzeugen von Metallschmelze
aus metallhaltigem Beschickungsmaterial, wie Eisenfeinerz, vorgeschlagen,
das folgende Schritte umfasst:
- (a) Vorbehandeln
von metallhaltigem Beschickungsmaterial in einer Vorbehandlungseinheit und
Erzeugen von vorbehandeltem Beschickungsmaterial mit einer Temperatur
von wenigstens 200°C;
- (b) Lagern von vorbehandeltem metallhaltigem Beschickungsmaterial
mit einer Temperatur von wenigstens 200°C unter Druck in einem Lagermittel
für heißes Beschickungsmaterial;
- (c) Transportieren von vorbehandeltem metallhaltigem Beschickungsmaterial
mit einer Temperatur von wenigstens 200°C unter Druck in einer Transportleitung
für heißes Beschickungsmaterial
zu einem Feststofffördermittel
eines Direktschmelzbehälters;
- (d) Fördern
von vorbehandeltem metallhaltigem Beschickungsmaterial in den Direktschmelzbehälter und
Schmelzen des metallhaltigen Beschickungsmaterials zu Metallschmelze
in dem Behälter.
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Vorzugsweise
umfasst das Verfahren das Rückführen von
vorbehandeltem metallhaltigem Beschickungsmaterial zu einer Vorbehandlungseinheit, während der
Direktschmelzbehälter
im Stand-by-Betrieb ist und kein vorbehandeltes metallhaltiges Beschickungsmaterial
erfordert.
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Zur
Reaktion auf eine Blockade, die in der Transportleitung für heißes Beschickungsmaterial auftritt,
umfasst das Verfahren vorzugsweise das Deblockieren der Transportleitung
für heißes Beschickungsmaterial
ohne das Erfordernis einer manuellen Intervention an der Leitung
oder des Abschaltens des Direktschmelzbehälters durch wahlweises Drucklosmachen
der Transportleitung für
heißes
Beschickungsmaterial stromaufwärts
und/oder stromabwärts
einer Blockade in der Leitung.
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Vorzugsweise
umfasst das Verfahren das Deblockieren der Transportleitung für heißes Beschickungsmaterial
durch wahlweises Unterdrucksetzen der Transportleitung für heißes Beschickungsmaterial
stromaufwärts
oder stromabwärts
einer Blockade in der Leitung und anschließendes Drucklosmachen der Leitung
an der der unter Druck gesetzten Seite gegenüberliegenden Seite der Leitung.
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Vorzugsweise
umfasst das Verfahren das plötzliche
Drucklosmachen der Leitung.
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Vorzugsweise
umfasst das Verfahren die Wiederholung der obigen Sequenz des Unterdrucksetzens
und Drucklosmachen der Leitung an gegenüberliegenden Seiten der Blockade.
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Insbesondere
wenn das metallhaltige Beschickungsmaterial ein eisenhaltiges Material
ist, umfasst vorzugsweise Schritt (a) das Vorbehandeln von Beschickungsmaterial
durch Vorheizen des Beschickungsmaterials auf eine Temperatur von
wenigstens 400°C
und stärker
bevorzugt auf wenigstens 600°C.
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Vorzugsweise
beträgt
die Temperatur wenigstens 660°C.
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Stärker bevorzugt
liegt die Temperatur im Bereich von 670°C bis 690°C.
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Vorzugsweise
umfasst Schritt (b) das Lagern von vorbehandeltem metallhaltigem
Beschickungsmaterial unter Druck in dem Lagermittel für heißes Beschickungsmaterial
durch Zufuhr eines Druckgases zu dem Lagermittel für heißes Beschickungsmaterial.
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Vorzugsweise
umfasst das Druckgas wenigstens im Wesentlichen ein Inertgas.
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Vorzugsweise
umfasst Schritt (c) das Transportieren von vorbehandeltem metallhaltigem
Beschickungsmaterial unter Druck in die Transportleitung für heißes Beschickungsmaterial
durch Zufuhr eines Trägergases
zu der Transportleitung für
heißes Beschickungsmaterial
zum Transportieren von vorbehandeltem metallhaltigem Beschickungsmaterial entlang
der Leitung.
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Vorzugsweise
umfasst das Trägergas
wenigstens im Wesentlichen ein Inertgas.
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Vorzugsweise
wird das Trägergas
der Transportleitung für
heißes
Beschickungsmaterial bei Umgebungstemperatur zugeführt.
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Vorzugsweise
umfasst Schritt (c) das Steuern des Durchflusses von vorbehandeltem
metallhaltigem Beschickungsmaterial entlang der Transportleitung
für heißes Beschickungsmaterial
auf eine Geschwindigkeit, welche das heiße metallhaltige Beschickungsmaterial
in dem Trägergas
in der Transportleitung in Suspension hält.
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Vorzugsweise
umfasst Schritt (c) das Steuern des Durchflusses des Trägergases
entlang der Transportleitung für
heißes
Beschickungsmaterial, um den Durchfluss von vorbehandeltem metallhaltigem
Beschickungsmaterial entlang der Transportleitung für heißes Beschickungsmaterial
zu steuern.
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Wenn
das metallhaltige Beschickungsmaterial Eisenfeinerz ist, das eine
maximale Größe im Bereich
von 6 bis 8 mm aufweist und vorbehandelt wurde, indem es auf eine
Temperatur von 680°C
vorgeheizt wurde, und wenn das Trägergas wenigstens im Wesentlichen
N2 ist und der Transportleitung bei Umgebungstemperatur
zugeführt
wird, beträgt
die Geschwindigkeit des Trägergases
in der Transportleitung vorzugsweise wenigstens 19 m/s.
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Vorzugsweise
umfasst Schritt (d) das Fördern
von vorbehandeltem metallhaltigem Beschickungsmaterial in den Direktschmelzbehälter bei
einem Druck oberhalb des Atmosphärendrucks.
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Vorzugsweise
umfasst Schritt (d) das Fördern
von vorbehandeltem metallhaltigem Beschickungsmaterial in den Direktschmelzbehälter bei
einer Temperatur oberhalb von 200°C,
stärker
bevorzugt oberhalb von 400°C
und noch stärker
bevorzugt oberhalb von 600°C.
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Vorzugsweise
sind die Feststofffördermittel Feststoffeinspeisungslanzen
und Schritt (d) umfasst das Fördern
von vorbehandeltem metallhaltigem Beschickungsmaterial in den Direktschmelzbehälter durch
Einspeisen von vorbehan deltem metallhaltigem Beschickungsmaterial über die
Feststoffeinspeisungslanzen mit einer Trägergasgeschwindigkeit im Bereich
von 70 bis 120 m/s.
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KURZE BESCHREIBUNG
DER ZEICHNUNGEN
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Ausführungsformen
der vorliegenden Erfindung werden nachfolgend im Detail mit Bezug
auf die beigefügten
Zeichnungen beschrieben, wobei:
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1 ein
Flussdiagramm ist, das vereinfacht die Hauptkomponenten einer Direktschmelzanlage gemäß einer
Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung darstellt;
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2 die
Positionen der Hauptkomponenten, nämlich die Vorbehandlungseinheit
(in Form eines Vorheizers), den Direktschmelzbehälter und eine Transportvorrichtung
für heißes eisenhaltiges
Beschickungsmaterial, bei einer besonderen Ausführungsform der Anlage gemäß 1 zeigt;
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3 eine
Seitenansicht der Schleusenbunker und Förderschnecken ist, die einen
Teil der Transportvorrichtung für
das heiße
eisenhaltige Beschickungsmaterial gemäß 2 bilden;
und
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4 diagrammartig
die unteren Schleusenbunker, Förderschnecken,
Transportleitungen und Rückführleitungen
zeigt, die einen Teil der Transportvorrichtung für heißes eisenhaltiges Beschickungsmaterial
gemäß 2 bilden.
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DETAILLIERTE
BESCHREIBUNG DER BEVORZUGTEN AUSFÜHRUNGSFORM
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Nachfolgende
Beschreibung einer bevorzugten Ausführungsform einer Direktschmelzanlage
und eines Verfahrens gemäß der vorliegenden
Erfindung steht im Kontext des Schmelzens von Eisenfeinerz. Es wird
darauf hingewiesen, dass die vorliegende Erfindung nicht auf eisenhaltiges
Material in dieser Form beschränkt
ist und sich auf eisenhaltige Materialien in anderen Formen erstreckt
und auch nicht auf eisenhaltiges Material per se beschränkt ist,
sondern sich auf metallhaltige Beschickungsmaterialien im Allgemeinen
erstreckt.
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Soweit
die vorliegende Ausführungsform
betroffen ist, sind mit Bezug auf 1 die Hauptkomponenten
der Direktschmelzanlage:
- (a) eine Vorbehandlungseinheit
in Form eines Vorheizers 3 zum Vorheizen von eisenhaltigem Beschickungsmaterial
in Form von Eisenfeinerz;
- (b) ein Direktschmelzkessel oder -behälter 5 zum Schmelzen
des vorgeheizten Eisenfeinerzes zu Eisenschmelze; und
- (c) eine Transportvorrichtung für heißes eisenhaltiges Beschickungsmaterial,
die allgemein durch das Bezugszeichen 7 bezeichnet wird,
zum Lagern von vorgeheiztem Eisenfeinerz und Transportieren der
Feinteilchen unter Druck zu Feststoffeinspeisungslanzen des Direktschmelzbehälters.
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Der
Vorheizer 3 kann jeder geeignete Vorheizer, beispielsweise
ein Schachtofen oder eine zirkulierende Wirbelschicht sein, die
Eisenfeinerz typischerweise auf eine Temperatur in der Größenordnung
von 680°C
vorheizen kann.
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Der
Direktschmelzbehälter 5 kann
jeder geeignete Behälter
zum Ausführen
eines Direktschmelzprozesses, beispielsweise des oben beschriebenen
Hlsmelt-Verfahrens sein.
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Die
australische provisorische Anmeldung 2003901693 im Namen des Anmelders
umfasst eine Beschreibung des allgemeinen Aufbaus eines Hlsmelt-Behälters und
die Offenbarung der australischen provisorischen Anmeldung wird
durch Bezugnahme in die vorliegende Anmeldung aufgenommen.
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In
allgemeinen Begriffen umfasst der Hlsmelt-Behälter, der in der australischen
provisorischen Anmeldung 2003901693 beschrieben ist, einen Herd mit
einer Basis und Seiten, die aus feuerfesten Steinen hergestellt
sind, Seitenwänden,
die eine im Wesentlichen zylindrische Trommel bilden, welche sich von
den Seiten des Herdes nach oben erstreckt, und einen oberen Trommelabschnitt
und einen unteren Trommelabschnitt, die aus wassergekühlten Paneelen
geformt sind, aufweist, ein Dach, einen Auslass für Abgase,
einen Vorherd zum kontinuierlichen Abführen von Metallschmelze und
ein Abstichloch zum Abführen
von geschmolzener Schlacke.
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Bei
der Verwendung enthält
der Behälter
ein Schmelzbad aus Eisen und Schlacke, das eine Schicht aus Metallschmelze
und eine Schicht aus geschmolzener Schlacke auf der Metallschicht
aufweist.
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In
den Behälter
ist eine sich nach unten erstreckende Gasinjektionslanze zur Förderung
eines heißen
Luftstroms in den oberen Bereich des Behälters eingesetzt. Die Gasinjektionslanze
empfängt
einen mit Sauerstoff angereicherten heißen Luftstrom durch eine Heißgasförderleitung,
die sich von einer Heißgaszufuhrstation,
welche mit einigem Abstand von dem Reduktionsbehälter angeordnet ist, erstreckt.
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In
den Behälter
sind außerdem
acht Feststoffeinspeisungslanzen eingesetzt, die sich durch die Seitenwände nach
unten und einwärts
und in die Schlackeschicht des Schmelzbades erstrecken, um vorgeheiztes
Eisenfeinerz, festes kohlenstoffhaltiges Material und Zuschlagstoffe,
die in einem Trägergas mit
Sauerstoffmangel in die Metallschicht mitgeführt werden, einzuspeisen. Die
Positionen der Feststoffeinspeisungslanzen sind so gewählt, dass
ihre Auslassenden während
des Prozessbetriebes oberhalb der Oberfläche der Metallschicht liegen.
Diese Positionen der Feststoffeinspeisungslanzen reduzieren das Risiko
von Beschädigungen
durch Kontakt mit geschmolzenem Metall und ermöglichen es, die Lanzen durch
erzwungene innere Wasserkühlung
zu kühlen, ohne
dass ein signifikantes Risiko besteht, dass Wasser in Kontakt mit
der Metallschmelze in dem Behälter
kommt.
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Die
Feststoffeinspeisungslanzen liegen in zwei Gruppen von vier Lanzen
vor, wobei die Lanzen in einer Gruppe vorgeheiztes heißes Eisenfeinerz aufnehmen
und die Lanzen (nicht dargestellt) in der anderen Gruppe Kohle und
Zuschlagstoffe (über
ein Kohlenstoffmaterial/Zuschlageinspeisungssystem – nicht
dargestellt) während
eines Schmelzvorgangs aufnehmen. Die Lanzen in den beiden Gruppen
sind abwechselnd um den Umfang des Behälters angeordnet. Die Lanzen,
die vorgeheiztes heißes
Eisenfeinerz aufnehmen, sind in 4 mit dem
Bezugszeichen 27 bezeichnet.
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Die
Transportvorrichtung 7 für heißes, eisenhaltiges Beschickungsmaterial
umfasst:
- (a) ein Lagermittel für heißes Beschickungsmaterial
zum Lagern von vorgeheiztem Eisenfeinerz unter Druck, das allgemein
mit dem Bezugszeichen 61 bezeichnet ist;
- (b) eine Reihe von Transportleitungen 11 (lediglich
eine von ihnen ist in dem Flussdiagramm von 1 dargestellt)
zum Transportieren von vorgeheiztem Eisenfeinerz unter Druck von
dem Lagermittel 61 zu Feststoffeinspeisungslanzen;
- (c) eine Quelle von N2 Gas 13 und
N2 Gasleitungen 15 für die Zufuhr
von N2 Gas zum Unterdrucksetzen des Lagermittels 61 und
zum Transportieren von vorgeheiztem Eisenfeinerz entlang der Transportleitungen 11;
und
- (d) eine Rückführleitung 17 zum
Rückführen von vorgeheiztem
Eisenfeinerz zu dem Vorheizer 3 in Situationen, in denen
der Direktschmelzbehälter 5 im
Stand-by-Betrieb ist und kein Eisenfeinerz erfordert – dies ist
ein wesentliches Merkmal unter Sicherheitsgesichtspunkten, wenn
eine Direktschmelzanlage mit vorgeheizten oder anderen Formen vorbehandelter
Beschickungsmaterialien betrieben wird, da es im Fall einer Blockade
oder im Leerlaufbetrieb des Schmelzbehälters 5 das Eindämmen solcher
Materialien in der Vorbehandlungseinheit, der Rückführleitung 17 oder
der Transportleitung 11 erlaubt. Die Rückführleitung 17 erlaubt
außerdem
die Kommissionierung und Untersuchung der Transportleitungen 11 und
der Lagermittel 61 ohne das Erfordernis, den Schmelzbehälter 5 zu
betreiben oder ihm Beschickungsmaterial zuzuführen.
-
Die 2 bis 4 zeigen
eine besondere Ausführungsform
einer Anlagengestaltung gemäß 1.
-
Das
Lagermittel 61 umfasst eine Reihe von Lagerbehältern 21, 23, 25,
die in der Lage sind, vorgeheiztes Eisenfeinerz unter Druck zu lagern,
und Förderschne cken 39 zum
Steuern des Durchflusses von vorgeheiztem Eisenfeinerz aus den Lagermitteln 61 in
die Transportleitungen 11.
-
2 zeigt
die relativen Positionen des Vorheizers 3, des Direktschmelzbehälters 5 und
der Lagermittel 61 als die Spitzen eines Dreiecks.
-
Der
Vorheizer 3 umfasst einen Trogbandförderer 71 (3),
der vorgeheiztes Eisenerz aus dem Vorheizer, welcher vorzugsweise
eine zirkulierende Wirbelschicht ist, zu den Lagerbehältern 9 transportiert.
-
2 zeigt
auch die Anordnung der Transportleitungen 11 zum Transportieren
von vorgeheiztem Eisenfeinerz von dem Lagermittel 61 zu
den Feststoffeinspeisungslanzen des Direktschmelzbehälters 5 und
die Anordnung der Rückführleitungen 17 zum
Rückführen von
vorgeheiztem Eisenfeinerz zu dem Vorheizer 3.
-
Das
Lagermittel 61 der Transportvorrichtung 7 für heißes, eisenhaltiges
Beschickungsmaterial ist in zwei Gruppen 9a und 9b unterteilt,
wobei eine Gruppe über
eine Transportleitung 11 mit einem Paar von Feststoffeinspeisungslanzen 27 und
die andere Gruppe über
eine andere Transportleitung 11 mit dem anderen Paar von
Feststoffeinspeisungslanzen 27 verbunden ist.
-
Wie
am besten aus 3 ersichtlich ist, umfasst jede
Gruppe 9a, 9b der Lagermittel 61 drei
vertikal ausgerichtete Behälter 21, 23, 25.
Die Behälter 23 sind
Bunker, die so angeordnet sind, dass sie vorgeheiztes Eisenerz aufnehmen,
das von dem Trogbandförderer
des Vorheizers abgeführt
und über
einen Strömungssplitter 29 den
Einlässen
in den oberen Enden der Bunker zugeführt wird. Die Behälter 23 und 25 sind
obere bzw. untere Schleusenbunker, die angeordnet sind, um vorgeheiztes
Eisenfeinerz unter Druck zu lagern.
-
Die
Auslässe
der Bunker 21 sind mit jeweiligen Einlässen in den oberen Enden der
oberen Schleusenbunker 23 über Transportleitungen 31a verbunden.
Die Auslässe
der oberen Schleusenbunker 23 sind mit den jeweiligen Einlässen in
den oberen Enden der unteren Schleusenbunker 25 über Transportleitungen 31b verbunden.
Der Durchfluss von vorgeheiztem Eisenfeinerz durch die Transportleitungen 31a, 31b wird
durch Ventile 33a, 33b in den Leitungen gesteuert.
-
Eine
Druckausgleichsleitung (nicht dargestellt) verbindet außerdem die
oberen und unteren Schleusenbunker 23, 25 jeder
Gruppe. Der Gasstrom durch die Druckausgleichsleitungen wird durch Strömungssteuerventile
(nicht dargestellt) gesteuert.
-
Jede
Gruppe 9a, 9b von Lagermitteln 61 umfasst
außerdem
eine der Förderschnecken 39,
wobei der Auslass des unteren Schleusenbunkers 25 über eine
Transportleitung 41 mit einem Einlass für vorgeheiztes Eisenfeinerz
in die Förderschnecke 39 verbunden
ist.
-
Bei
der Verwendung umfasst eine Füllsequenz
für eine
der Gruppen 9a, 9b der Lagerbehälter 9 die
folgenden Schritte:
Bei geschlossenem unteren Schleusenbunker 25 öffne Ventil 33a,
so dass vorgeheiztes Eisenfeinerz durch Schwerkraftförderung
von dem Bunker 21 abwärts
in den oberen Schleusenbunker 23 fließen kann und den oberen Schleusenbunker 23 füllt;
wenn
das vorgeheizte Eisenfeinerz ein festgelegtes Niveau in dem oberen
Schleusenbunker 23 erreicht, schließe das Ventil 33a und
setze den oberen Schleusenbunker 23 unter den gleichen
Druck wie den Druck in dem unteren Schleusenbunker 25,
typischerweise 4 bar absolut, durch N2 Gas,
das von der N2 Gasquelle 13 über Leitung 15 zugeführt wird;
wenn
der geforderte Druck erreicht ist, öffne Ventil 33b und
das Ventil in der Ausgleichsleitung (nicht dargestellt) zwischen
den oberen und unteren Schleusenbunkern 23, 25,
so dass vorgeheiztes Eisenfeinerz durch Schwerkraftförderung
von dem oberen Schleusenbunker 23 abwärts in den unteren Schleusenbunker 25 fließen kann;
und
wenn das vorgeheizte Eisenfeinerz ein festgelegtes Niveau
in dem unteren Schleusenbunker 23 erreicht, schließe das Ventil 33b.
-
Der
Druck in den oberen und unteren Schleusenbunkern 23, 25 wird
auf einem Zieldruck, typischerweise 4 bar absolut, durch
N2 Gas gehalten, das von der N2 Gasquelle 13 über Leitung 15 zugeführt wird
(1 und 4).
-
Während der
oben beschriebenen Füllsequenz
bleibt die Leitung 41 zwischen dem unteren Schleusenbunker 25 und
der Förderschnecke 39 offen
und vorgeheiztes Eisenfeinerz fließt kontinuierlich aus dem unteren
Schleusenbunker 25 abwärts
in die Förderschnecke 39 und
wird mit einer festgelegten Massendurchflussrate entlang der Förderschnecke 39 transportiert
und über
eine Auslassleitung 43 der Transportleitung 11 zugeführt, welche
die Förderschnecke 39 mit
dem Paar von Feststoffeinspeisungslanzen 27 an den Enden
der Transportleitung 11 verbindet.
-
Die
Anordnung der Transportleitungen 11 und der Rückführleitung 17 lässt sich
am besten in den 2 und 4 erkennen.
-
Mit
Bezug auf diese Figuren ist, wie oben beschrieben wurde, das Lagermittel 61 der
Transportvorrichtung 7 für heißes, eisenhaltiges Beschickungsmaterial
in zwei Gruppen 9a und 9b unterteilt, wobei eine
Gruppe über
eine Transportleitung 11 mit einem Paar von Feststoffeinspeisungslanzen 27 und die
andere Gruppe über
eine andere Transportleitung 11 mit dem anderen Paar von
Fest stoffeinspeisungslanzen 27 verbunden ist. Bei der Verwendung
wird vorgeheiztes Eisenfeinerz über
die Förderschnecken den
Einlassenden 45 der Transportleitungen 11 zugeführt. N2 Gas unter Druck und bei Umgebungstemperatur
wird von der N2 Gasquelle 13 über Leitungen 47 ebenfalls
den Einlassenden 45 der Transportleitungen 11 zugeführt und
nimmt das vorgeheizte Eisenfeinerz auf und transportiert es entlang
der Transportleitungen 11 zu den Feststoffeinspeisungslanzen 27.
-
Jede
Transportleitung 11 verzweigt in zwei Unterzweige 11a, 11b im
Bereich des Direktschmelzbehälters 5 und
die Zweigleitungen liefern vorgeheiztes Eisenfeinerz zu einem diametral
gegenüberliegenden
Paar von Feststoffeinspeisungslanzen 27.
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Die
Rückführleitung 17 jeder
Transportleitung 11 erstreckt sich von der Transportleitung 11 zu dem
Vorheizer 3. Die Rückführleitungen 17 umfassen
geeignet angeordnete Isolierventile A zum Steuern des Durchflusses
von vorgeheiztem Eisenfeinerz in die Rückführleitungen 17.
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Die
Transportvorrichtung 7 für heißes, eisenhaltiges Beschickungsmaterial
umfasst außerdem Mittel
zum Steuern des Durchflusses von vorgeheiztem Eisenfeinerz entlang
der Transportleitungen 11 von dem Lagermittel 61 zu
den Feststoffeinspeisungslanzen 27.
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Die
Durchflusssteuermittel umfassen Durchflusssteuerventile 57 in
den Gasleitungen 47, welche die N2 Gasquelle 13 und
die Einlassenden 45 der Transportleitungen 11 verbinden,
und eine Reihe von Strömungsdetektoren
(nicht dargestellt) entlang der Leitungen 11 und an den
Feststoffeinspeisungslanzen 27.
-
Einer
der Antriebe zum Auswählen
der Durchflussrate von N2 Gas in die Transportleitungen 11 dient
der Aufrechterhaltung einer ausreichenden Geschwindig keit in den
Leitungen, um das vorgeheizte Eisenfeinerz in dem Gas zu suspendieren
und die Feinteilchen mit dem Gas mitzunehmen. Vorzugsweise wird
die Strömungsgeschwindigkeit
so weit wie möglich
minimiert, wobei gewährleistet
wird, dass die Geschwindigkeit ausreicht, um die Feinteilchen zu
tragen, da der Verschleiß der
Transportleitungen zunimmt, wenn die Geschwindigkeit steigt.
-
Ein
anderer der Antriebe zum Auswählen
der Strömungsrate
von N2 Gas in die Transportleitungen 11 dient
der Förderung
des vorgeheizten Eisenfeinerzes mit ausreichender Geschwindigkeit,
so dass die Spitzengeschwindigkeit des Gases, welches den eingespeisten
Feststoff von den Feststoffeinspeisungslanzen 27 in den
Direktschmelzbehälter 5 fördert, im Bereich
von 70 bis 120 m/s liegt.
-
In
jeder gegebenen Situation werden die tatsächlichen Durchflussraten des
N2 Gases und des vorgeheizten Eisenfeinerzes,
das den Transportleitungen 11 zugeführt wird, eine Funktion einer
Reihe von Variablen einschließlich
der Partikelgrößenverteilung
des Eisenfeinerzes, der Temperaturen des N2 Gases
und des Eisenfeinerzes und der Zielgeschwindigkeiten an der Spitze
der Feststoffeinspeisungslanzen 27 des N2 Gases
sein. Bei einer besonderen Ausführungsform,
die als Muster von der Anmelderin erstellt wurde, beträgt die Zielaufnahmegeschwindigkeit
des N2 Gases 19 m/s und die Zielgeschwindigkeit an
der Spitze beträgt
112 m/s und jede Gruppe 9a, 9b des Lagermittels 61 liefert
123 tph vorgeheiztes Eisenfeinerz (bei 680°C) zu der zugeordneten Transportleitung 11,
und das N2 Gas 13 liefert 3.100
Nm3/h N2 Gas bei
20°C zu
der Transportleitung 11.
-
Die
Transportvorrichtung 7 für heißes, eisenhaltiges Beschickungsmaterial
umfasst außerdem ein
Mittel zum Deblockieren der Transportleitungen 11.
-
Die
Deblockierungsmittel umfassen eine Reihe von geeignet angeordneten
N2 Gasinjektionsanschlüssen 55 entlang der
Länge der
Transportleitungen 11, eine Reihe von geeignet angeordneten Isolierventilen
B, D und G in den Transportleitungen 11, Isolierventile
E in den Leitungen 43 zwischen den Förderschnecken 43 und
den Transportleitungen 11, den Rückführleitungen 17, Auslassleitungen 53 an den
Einlassenden 45 der Transportleitungen 11, Isolierventile
A in den Rückführleitungen 17,
Isolierventile C in den N2 Gasinjektionsanschlüssen 55 nahe den
Feststoffeinspeisungslanzen 27 und Isolierventile F in
den Auslassleitungen 53.
-
Die
N2 Gasinjektionsverbindungen 55 und die
Isolierventile A, B, D, E, F und G ermöglichen es, dass N2 Gas
wahlweise unterschiedlichen Stellen entlang der Länge der
Transportleitungen 11 zuzuführen, um die Leitungen stromaufwärts und/oder stromabwärts von
blockierten Stellen in den Transportleitungen 11 wahlweise
unter Druck zu setzen und drucklos zu machen. Die Rückführleitungen 17 und
die Auslassleitungen 53 erleichtern die Abfuhr von gelöstem Material
aus den Transportleitungen 11 als Folge eines Deblockierungsvorgangs.
-
In
einer Situation, in der eine Blockade an der Stelle "X" in einer der Transportleitungen 11 vorliegt,
wird die folgende Betriebssequenz eingesetzt, um die Leitung durch
Unterdrucksetzen der Leitung stromaufwärts der Blockade und anschließendes Drucklosmachen
der Leitung stromabwärts
der Blockade zu deblockieren:
Schließe Ventile E, F, B, A und G;
Öffne Ventile
C in den N2 Gasinjektionsverbindungen 55 nahe
den Feststoffeinspeisungslanzen 27, um ein N2-Ausblasen
durch die Lanzen 27 zu erreichen, um einen Überdruck
in den Lanzen 27 zu erhalten;
Öffne Ventil D an dem Einlassende
der Transportleitung 11, damit N2 Gas
von der N2 Gasquelle 13 stromaufwärts der
Blockade X einen Druck aufbauen kann;
Öffne Ventil A in der Rückführleitung 17,
um dadurch den Druck in der Transportleitung 11 stromabwärts der
Blockade X plötzlich
zu reduzieren, im Hinblick auf ein Lösen der Blockade und Transportieren
von gelöstem
Material entlang der Rückführleitung 17; und
Stelle
anschließend
die Ventile zu den normalen Betriebseinstellungen zurück, um die
Zufuhr von vorgeheiztem Eisenfeinerz zu den Feststoffeinspeisungslanzen 27 wieder
aufzunehmen.
-
Die
oben beschriebene Schrittsequenz kann wiederholt werden.
-
Beim
Betrieb kann das Ventil C zuerst geöffnet werden, bevor eines der
Ventile E, F, B, A und G geschlossen wird. Dies dient der Lieferung
eines kontinuierlichen Gasstromes durch die Lanze unabhängig von
der Position eines dieser Ventile. Das Ventil H kann als Alternative
zu dem Ventil A verwendet werden.
-
In
einer Situation, in der eine Blockade an der Stelle "X" in einer der Transportleitungen 11 vorliegt,
wird die folgende Betriebssequenz verwendet, um die Leitung durch
Unterdrucksetzung der Leitung stromabwärts der Blockade und anschließendes Drucklosmachen
der Leitung stromaufwärts
der Blockade zu deblockieren:
Schließe Ventile B, A, F, D und E;
Öffne Ventile
C in den N2 Gasinjektionsverbindungen 55 nahe
den Feststoffeinspeisungslanzen 27, um ein N2 Ausblasen
durch die Lanzen 27 zu erreichen, um einen Überdruck
in den Lanzen 27 zu erhalten;
Öffne Ventile G in den Zweigleitungen 11a, 11b,
so dass N2 Gas stromabwärts der Blockade X einen Druck
aufbauen kann;
Öffne
Ventil F in der Auslassleitung 53, um den Druck in der
Transportleitung stromaufwärts
der Blockade X plötzlich
zu reduzieren, im Hinblick auf ein Lösen der Blockade und Transportieren
von gelöstem
Material entlang der Auslassleitung 53; und
Stelle
anschließend
die Ventile zu ihren normalen Betriebseinstellungen zurück, um die
Zufuhr von vorgeheiztem Eisenfeinerz zu den Feststoffeinspeisungslanzen 27 wieder
aufzunehmen.
-
Die
oben beschriebene Schrittsequenz kann wiederholt werden.
-
In
beiden oben beschriebenen Betriebssequenzen liegt das Schlüsselmerkmal
darin, die Abschnitte der Transportleitung 11 stromaufwärts und stromabwärts der
Blockade unter Druck zu setzen und drucklos zu machen.
-
Die
oben beschriebene Anlage ist in der Lage, heißes eisenhaltiges Beschickungsmaterial
dem Direktschmelzbehälter
für unterschiedliche
Betriebsbedingungen zuzuführen,
einschließlich
unerwarteter Störungen,
an unterschiedlichen Stufen einer Schmelzkampagne. Es ist in der
Lage, Situationen zu meistern, bei denen es notwendig ist, die Zufuhr
von heißem,
eisenhaltigem Beschickungsmaterial zu dem Direktschmelzbehälter vollständig zu
unterbrechen. Außerdem
ist die Vorrichtung in der Lage, in lange dauernden Schmelzkampagnen
zuverlässig
zu arbeiten, und ein Schlüsselaspekt
dieses Erfordernis ist es, dass die Vorrichtung in der Lage ist,
Transportleitungen für
heißes,
eisenhaltiges Beschickungsmaterial ohne manuelle Intervention an
den Leitungen oder ein Abstellen der Anlage zu deblockieren.
-
Viele
Modifikationen können
an der Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung, wie sie oben beschrieben wurde, vorgenommen
werden, ohne den Geist und Schutzumfang der Erfindung zu verlassen.
-
Zusammenfassung:
-
DIREKTSCHMELZANLAGE UND
-VERFAHREN
-
Die
vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Direktschmelzanlage
und ein Direktschmelzverfahren zum Erzeugen von Metallschmelze aus
einem metallhaltigen Beschickungsmaterial, beispielsweise Erz, teilweise
reduziertes Erz und metallhaltiger Abfallströme, wobei letzteres die Schritte
umfasst (a) Vorbehandeln von metallhaltigem Beschickungsmaterial
in einer Vorbehandlungseinheit und Erzeugen von vorbehandeltem Beschickungsmaterial
mit einer Temperatur von wenigstens 200°C, (b) Speichern von vorbehandeltem
metallhaltigem Beschickungsmaterial mit einer Temperatur von wenigstens
200°C unter
Druck in einem Lagermittel für
heißes
Beschickungsmaterial, (c) Überführen von
vorbehandeltem metallhaltigem Beschickungsmaterial mit einer Temperatur
von wenigstens 200°C
unter Druck in einer Transportleitung für heißes Beschickungsmaterial zu einem
Feststoffzufuhrmittel eines Direktschmelzbehälters, und (d) Fördern von
vorbehandeltem metallhaltigem Beschickungsmaterial in den Direktschmelzbehälter und
Schmelzen von metallhaltigem Beschickungsmaterial zu Metallschmelze
in dem Behälter.