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Die
Erfindung betrifft Verfahren und Vorrichtungen zum Bearbeiten von
Gelenkinnenteilen von Kugelgleichlaufdrehgelenken, die auch als
Kugelnaben bezeichnet werden. Solche Gelenkinnenteile weisen eine
Längsachse
A auf und umfassen zumindest eine Führungsfläche, mittels derer das Gelenkinnenteil
relativ zu einem Kugelkäfig
umlaufend winkelbeweglich geführt
ist. Auf dieser Führungsfläche ist
eine Mehrzahl über
dem Umfang verteilter Kugelbahnen ausgebildet, die die Führungsfläche in eine entsprechende
Mehrzahl von Führungsstegen
teilen. In den Kugelbahnen können
drehmomentübertragende
Kugeln des Kugelgleichlaufdrehgelenks längsverschieblich gehalten werden.
Kugelgleichlaufdrehgelenke dieser Art umfassen, wie allgemein bekannt,
ein Gelenkaußenteil
mit ersten Kugelbahnen, einen Kugelkäfig, in dem eine Mehrzahl von
Kugeln gehalten ist, sowie das hier in Rede stehende Gelenkinnenteil
mit zweiten, nachfolgend nicht näher differenzierten
Kugelbahnen. Die Gelenkinnenteile der vorstehend bezeichneten Art
sind insbesondere, wenn auch nicht ausschließlich, für Kugelgleichlaufdrehgelenke
geeignet, die von der Anmelderin als AC (angular contact), UF (undercut
free), DO (double offset), HAI (high angle inbord) und TBJ (twin
ball joint) bezeichnet werden. Diese Bezeichnungen haben sich bereits
weitgehend zu Gattungsbegriffen entwickelt.
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Bei
der Herstellung von Gelenkinnenteilen der bekannten Art ist es bereits
bekannt, an den Werkstücken
in einer gemeinsamen Aufspannung zunächst Bearbeitungsschritte an
den einzelnen Kugelbahnen und anschließend Bearbeitungsschritte an
den Führungsstegen
vorzunehmen. Hierbei wird bei der Bearbeitung der Kugelbahnen die
Kugelnabe festgehalten und mittels rotierender Werkzeuge die Kugelbahnen
Bahn für
Bahn mechanisch bearbeitet. Insbesondere werden hierbei die bereits
ge härteten Bahnen
geschliffen. Danach wird bei drehend angetriebener Kugelnabe diese
zunächst überdreht
und danach formgeschliffen.
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Aus
der
DE 103 18 408
A1 ist ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Herstellung
von Kugellaufbahnen an Gleichlaufgelenknaben unter Verwendung spanabhebender
Schneidwerkzeuge bekannt. Dabei ist vorgesehen, daß in einem
Arbeitsgang mehrere Laufbahnen und in einem weiteren Arbeitsgang
weitere Laufbahnen jeweils gleichzeitig spanabhebend gefertigt werden.
Das Verfahren wird im Zusammenhang mit der Fertigung von VL-Gelenken beschrieben,
deren Laufbahnen geradlinig sind.
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Aus
der
DE 197 49 939
C2 ist ein Verfahren zur Bearbeitung von Kurbelwellen oder
Nockenwellen bekannt. Die Hublagerzapfen der Kurbelwelle werden
mittels eines Drehfräswerkzeuges
bei stillstehender Kurbelwelle bearbeitet. Demgegenüber erfolgt
die Bearbeitung der Mittellager mittels eines Drehwerkzeuges bei
schnell drehend angetriebener Kurbelwelle.
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Die
DE 199 47 588 A1 offenbart
eine Werkzeugmaschine mit ersten Haltemitteln für ein erstes Werkstück und zweiten
Haltemitteln für
ein zweites Werkstück.
Das erste Haltemittel und das zweite Haltemittel sind zueinander
positionierbar, so daß zwei Werkstücke in ein
und demselben Bearbeitungsprozeß bearbeitet
werden können.
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Aus
der
US 6 044 684 A ist
eine Vorrichtung zum Massivumformen von Gelenkinnenteilen für ein Gleichlaufdrehgelenk
bekannt.
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Aus
der
US 3 618 191 A ist
ein Verfahren zum Bearbeiten eines Gelenkinnenteils bekannt, bei dem
zwei einander gegenüberliegende
Kugelbahnen gleichzeitig geläppt
werden.
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Aus
der
WO 99/30051 A1 ist
ein Verfahren zum Fertigbearbeitung des Kugelsterns eines Gleichlaufdrehgelenks
bekannt, bei dem die kugelringförmige
Lagerfläche
für die
Lagerung im Kugelkäfig
und die Führungsbahnen
für die
Kugeln durch eine Drehbearbeitung hergestellt werden.
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Aus
der
WO 02/08624 A1 ist
ein Kugelgleichlauffestgelenk mit Kugelpaaren bekannt, deren Bahnen
in symmetrischen Ebenen liegen.
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Aus
der
DE 197 04 761
A1 ist ein Kugelgleichlaufdrehgelenk in Form eines Verschiebegelenks
bekannt, bei dem jeweils zwei Kugeln von in Umfangsrichtung benachbarten
Kugelbahnen gemeinsam in einem Käfigfenster
gehalten sind.
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Aus
der
US 5 916 013 A ist
ein Verfahren zum Schleifen von Kugelbahnen eines Gelenkinnenteils
eines Gleichlaufdrehgelenks bekannt.
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Der
vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, das Verfahren
zur Herstellung von Kugelnaben der genannten Art weiter zu rationalisieren und
eine Vorrichtung zur Durchführung
des aufgezeigten Verfahrens bereitzustellen.
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Eine
Lösung
liegt in einem Verfahren zum Bearbeiten von Gelenkinnenteilen von
Kugelgleichlaufdrehgelenken, die eine Längsachse aufweisen und zumindest
eine Führungsfläche umfassen,
mittels derer das Gelenkinnenteil in einen Kugelkäfig umlaufend
winkelbeweglich geführt
ist, und die eine Mehrzahl von über
den Umfang der Führungsfläche verteilten
Kugelbahnen aufweisen, die die Führungsfläche in eine
entsprechende Mehrzahl von Führungsstegen
teilen und in denen drehmomentübertragende
Kugeln längsverschieblich
gehalten werden können,
das sich dadurch auszeichnet, daß jeweils zumindest eine Kugelbahn
und zumindest ein Führungssteg
simultan mechanisch bearbeitet werden.
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Mit
dem erfindungsgemäßen Verfahren
können
bei gleich günstigen
Rüstzeiten
wie bisher üblich, also
in einer Aufspannung, die Bearbeitungszeiten verkürzt und
die Stillstandszeiten der einzelnen Werkzeuge wesentlich reduziert
werden. Die genannte mechanische Bearbeitung kann sowohl Fräsverfahren
als auch Schleifverfahren sowie deren Kombination umfassen. Mit
dem erfindungsgemäßen Verfahren
sind bei gegebener Ausbringung erheblich reduzierte Investitionskosten
erforderlich.
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Qualitätsverbesserungen
sind insbesondere bei Einhaltung der nachstehenden weiteren Ausgestaltungsformen
möglich,
nämlich
daß bei
ungeradzahligen Kugelbahnen und Führungsstegen jeweils eine Kugelbahn
und ein radial gegenüberliegender Führungssteg
bearbeitet werden, bzw. daß bei
geradzahligen Kugelbahnen und Führungsstegen
jeweils eine Kugelbahn und ein der radial gegenüberliegenden Kugelbahn benachbarter
Führungssteg
simultan bearbeitet werden. Hiermit werden keine oder nur geringe
Querkräfte
auf die Einspannung des Werkstückes
ausgeübt,
so daß die
Bahn- und Führungsstege
mit erhöhter
Präzision
gefertigt werden können.
Da die eingesetzten rotierenden Werkzeuge Formwerkzeuge sind, können Bahnen
jedes beliebigen Querschnitts erzeugt werden.
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Eine
weitere Steigerung der Produktivität ist dadurch möglich, daß jeweils
zwei Kugelbahnen und zwei Flächen
simultan bearbeitet werden oder daß jeweils zumindest zwei – insbesondere
in zueinander parallelen Ebenen liegende – Kugelbahnen synchron in Längsrichtung
zeitgleich und zumindest teilweise simultan dazu ein oder zwei Führungsstege
bearbeitet werden.
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In
bevorzugter und anhand der Zeichnungen näher erläuterter Verfahrensführung wird
vorgeschlagen, daß die
Kugelbahnen mit rotierenden Werkzeugen bearbeitet werden, deren
Drehachsen die Längsachse
des Gelenkinnenteils senkrecht kreuzen und deren Mittelpunkt in
relativ zum Gelenkinnenteil durch die Längsachse verlaufenden Radialebenen geführt wird.
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Alternativ
hierzu ist möglich,
daß die
Kugelbahnen mit rotierenden Werkzeugen bearbeitet werden, deren
Drehachse im wesentlichen radial zur Längsachse des Gelenkinnenteils
ausgerichtet ist, wobei die Drehachse relativ in radialen Ebenen
durch die Längsachse
des Gelenkinnenteils geführt
wird.
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Bezüglich der
Herstellung der Führungsstege
ist vorgesehen, daß die
Führungsstege
mit rotierenden Werkzeugen bearbeitet werden, deren Drehachse die
Längsachse
des Gelenkinnenteils senkrecht kreuzt und deren Mittelpunkt relativ
zum Gelenkinnenteil in durch die Längsachse des Gelenkinnenteils
verlaufenden Radialebenen geführt
wird, da aufgrund der Hohlform der Bearbeitungsfläche hier
nur Scheibenwerkzeuge, nicht jedoch Fingerwerkzeuge einsetzbar sind.
Um die Möglichkeit
zu bieten, daß mit
einem Werkzeug ohne Verdrehen des aufgespannten Werkstückes mehrere
Führungsstege
bearbeitet werden können,
ist nach einer ergänzenden Verfahrensführung vorgesehen,
daß die
Führungsstege
mit rotierenden Werkzeugen bearbeitet werden, deren Mittelpunkt
relativ zum Gelenkinnenteil zusätzlich
Schwenkbewegungen um dessen Längsachse
ausführt.
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Entsprechend
der eingangs genannten Aufgabenstellung umfaßt die Erfindung weiterhin
eine Vorrichtung zum Bearbeiten von Gelenkinnenteilen von Kugelgleichlaufdrehgelenken,
die eine Längsachse
aufweisen und zumindest eine Führungsfläche umfassen,
mittels derer das Gelenkinnenteil in einem Kugelkäfig umlaufend
winkelbeweglich geführt
ist, und die eine Mehrzahl von über
dem Umfang der Führungsfläche verteilten
Kugelbahnen aufweisen, die die Führungsfläche in eine
entsprechende Mehrzahl von Führungsstegen
teilen und in denen drehmomentübertragende
Kugeln längsverschieblich
gehalten werden können,
wobei sie eine Aufspannung für
ein Gelenkinnenteil und zumindest zwei rotierende Werkzeuge zum
simultanen Bearbeiten zumindest einer Kugelbahn und zumindest eines
Führungssteges
in Längsrichtung
aufweist.
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Aufgrund
der jeweils gleichzeitigen Bearbeitung mehrerer Funktionsflächen am
erfindungsgemäßen Gelenkinnenteil
wird die Produktivität
bei gegebenen Investitionskosten verbessert. Hierbei kann die Vorrichtung
besonders einfach und kostengünstig ausgeführt werden,
wenn vorgesehen ist, daß die Aufspannung
für ein
Gelenkinnenteil zumindest Vorschubmittel für den Vorschub in Längsrichtung
des Gelenkinnenteils aufweist und daß die zumindest zwei rotierenden
Werkzeuge Vorschubmittel für
einen Vorschub jeweils ausschließlich radial zur Längsachse
des Gelenkinnenteils aufweisen. Hierbei ist ergänzend vorgesehen, daß die Aufspannung
des Gelenkinnenteils zusätzlich über Verstellmittel
zur drehenden Verstellung der Aufspannung um die Längsachse
des Gelenkinnenteils verfügt.
Die Aufspannung kann das Gelenkinnenteil insbesondere axial einspannen.
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Jeweils
nach Zurückfahren
der drehenden Werkzeuge in radialer Richtung nach außen kann das
Werkstück
in seiner Aufspannung um den Teilungswinkel der Kugelbahnen verdreht
werden und der nächste
synchrone Bearbeitungsschritt für
zwei Funktionsflächen
unter rein axialem Vorschub des Werkstückes und rein radialer Vorschubbewegung der
rotierenden Werkzeuge wiederholt werden. Es können auch alternativ Verstellmittel
zur drehenden Verstellung der drehenden Werkzeuge um die Längsachse
des Gelenkinnenteils vorgesehen werden.
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Hierbei
ist es bevorzugt, daß die
Drehachsen aller gleichzeitig im Bearbeitungseingriff befindlichen rotierenden
Werkzeuge in einer Ebene liegen.
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Nach
einer weiterführenden
Ausführungsform
wird vorgesehen, daß die
Drehachsen der rotierenden Werkzeuge in zumindest zwei zueinander
parallelen Ebenen liegen, wobei insbesondere Werkzeuge zum Abziehen
der Führungsstege
in einer zweiten gemeinsamen Ebene liegen. Auf diese Weise können mit
einfachen Mitteln bei unveränderter gleicher
Aufspannung weitere Werkzeuge zum Einsatz gebracht werden, die sich
in einer Ringanordnung in einer Ebene in Bezug auf die Längsachse des
Werkstückes
nicht unterbringen lassen würden.
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Wie
bereits angedeutet, können
die rotierenden Werkzeuge für
die Kugelbahnen Scheibenwerkzeuge sein, deren Drehachse die Längsachse
des Gelenkinnenteils mit Abstand kreuzen. Die rotierenden Werkzeuge
für die
Kugelbahnen können
jedoch auch Fingerwerkzeuge sein, deren Drehachsen im wesentlichen
radial zur Längsachse
des Gelenkinnenteils ausgerichtet sind. Für die rotierenden Werkzeuge
der Stegflächen
gilt, daß diese
als Scheibenwerkzeuge auszuführen
sind.
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Darstellungen
bevorzugter Durchführungsformen
des erfindungsgemäßen Verfahrens,
aus dem sich bevorzugte Ausführungsformen
erfindungsgemäßer Vorrichtungen
ersehen lassen, sind in den Zeichnungen dargestellt und werden nachstehend beschrieben.
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1 zeigt ein erfindungsgemäßes Verfahren
mit gleichzeitiger Bearbeitung einer Kugelbahn und einer Stegfläche
- a) in axialer Ansicht auf die Längsachse
des Gelenkinnenteils
- b) in radialer Ansicht auf die Längsachse des Gelenkinnenteils
in einer ersten Variante
- c) in radialer Ansicht auf die Längsachse des Gelenkinnenteils
in einer zwei ten Variante
- d) in radialer Ansicht auf die Längsachse des Gelenkinnenteils
an einem anderen Gelenkinnenteil;
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2 zeigt
ein erfindungsgemäßes Verfahren
mit gleichzeitiger Bearbeitung von zwei Kugelbahnen und zwei Stegflächen in
axialer Ansicht auf die Längsachse
des Gelenkinnenteils;
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3 zeigt
die Durchführung
eines nicht erfindungsgemäßen Verfahrens
mit gleichzeitiger Bearbeitung von zwei Kugelbahnen in axialer Ansicht auf
die Längsachse
des Gelenkinnenteils;
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4 zeigt
die Durchführung
eines nicht erfindungsgemäßen Verfahrens
mit gleichzeitiger Bearbeitung von zwei Stegflächen in axialer Ansicht auf die
Längsachse
des Gelenkinnenteils
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5 zeigt
die Durchführung
eines erfindungsgemäßen Verfahrens
mit gleichzeitiger Bearbeitung von zwei zueinander parallelen Kugelbahnen und
einer Stegfläche.
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In 1a ist
die erfindungsgemäße mechanische
Bearbeitung eines Gelenkinnenteils 11 eines Gleichlaufdrehgelenks
gemäß einer
ersten Lösungsform
gezeigt. Gelenkinnenteile von Kugelgleichlaufdrehgelenken werden
häufig
auch als Kugelnaben bezeichnet. Die Längsachse des Gelenkinnenteils 11 ist
mit A bezeichnet und dient im weiteren wiederholt zur Bezugnahme
für die
Anordnung und die Bewegungen der verwendeten Werkzeuge. Am Gelenkinnenteil 11 sind
sechs umfangsverteilte Kugelbahnen 12 erkennbar, die in
Längsrichtung
im wesentlichen gleichbleibenden Querschnitt haben und hier als
etwa halbkreisförmige
Rundbahnen ausgeführt sind.
Die Kugelbahnen 12 werden voneinander getrennt durch Stegflächen 13,
die Teilflächen einer
gedachten teilkugeligen Führungsfläche des
Gelenkinnenteils 11 sind, mit denen das Gelenkinnenteil 11 abwinkelbar
relativ gegenüber
einem Kugelkäfig
geführt
wird. Üblicherweise
ist die genannte Führungsfläche ein
Scheibenabschnitt einer Kugel. Die Führungsfläche kann jedoch auch durch
mittige Überdrehungen
unterbrochen sein, so daß sie
als imaginäre Führungsfläche zwei
axial voneinander beabstandetete Kugelscheiben bildet, zwischen
denen ein nicht führender
Zwischenbereich liegt. An den Führungsstegen 13 bzw.
an den Begrenzungskanten der Kugelbahnen 12 sind jeweils
Kantenbrechungen 14, 15 erkennbar, die für den erfindungsgemäßen Herstellprozeß keine
wesentliche Bedeutung haben. Koaxial zur Längsachse A weist das Gelenkinnenteil 11 eine Durchgangsöffnung 16 mit
einer inneren Wellenverzahnung 17 auf, die zum Einstecken
eines antreibenden Wellenzapfens vorgesehen ist. In gleichzeitigem erfindungsgemäßen Werkzeugeingriff
mit dem Gelenkinnenteil 11 ist ein erstes rotierendes Werkzeug 21,
das ein Formwerkzeug zur rotierenden Bearbeitung der Kugelbahnen 12 bildet,
sowie ein zweites rotierendes Werkzeug 31, das ein rotierendes
Formwerkzeug zur Bearbeitung der Führungsstege 13 bildet,
vorgesehen. Die Rotationsachse des Werkzeugs 21 ist mit
R21 und die Rotationsachse des Werkzeugs 31 mit
R31 bezeichnet. Jeweils senkrecht zur Richtung
der Längsachse
A sind zwei Achsen X21 und X31 eingezeichnet,
die die Längsachse
A im gleichen Punkt schneiden und auf deren Bedeutung im Zusammenhang
mit der folgenden Figur eingegangen wird. Ein strichpunktiert gezeichneter
bogenförmiger Pfeil
P deutet eine Verstellmöglichkeit
der Werkzeuge 21, 31 im Verhältnis zum Gelenkinnenteil 11 an, wobei
das Bewegungszentrum auf der Längsachse
A liegt. Diese Bewegungsmöglichkeit
bildet jedoch nur eine Option. Alternativ kann eine Halterung für das Gelenkinnenteil 11 drehend
verstellbar ausgeführt sein.
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In
den 1b, 1c ist das Verfahren und die
Vorrichtung nach 1a in einem abgewinkelten Längsschnitt
durch die Achse A und die Achsen X21, X31 gezeigt. Das Gelenkinnenteil 11 ist
mit seiner koaxial zur Längsachse
A verlaufenden Durchgangsöffnung 16 mit
Innenverzahnung 17 erkennbar. Eine der Kugelbahnen 12 ist
im Eingriff mit dem rotierenden Werkzeug 21 dargestellt.
Eine der Stegflächen 13 ist im
Eingriff mit dem rotierenden Werkzeug 31 dargestellt. Die
Bewegung der Werkzeuge 21, 31 relativ zum Gelenkinnenteil 11 ist
so, daß das
Gelenkinnenteil 11 auf der Aufspannachse Z rein axial in
Richtung des Doppelpfeils Z11 verfahren
wird, während
die Rotationswerkzeuge 21, 31 jeweils ausschließlich in Richtung
der Doppelpfeile X12, X13 entlang
der Achsen X21, X31 verfahren
werden. Die Achsen X21, X31 liegen
hierbei in einer gemeinsamen, radial zur Aufspannachse Z liegenden
Ebene, wobei sie nach 1b zusammenfallen und nach 1c parallel zueinander
versetzt sind. Um nach der vollständigen simultanen Bearbeitung
einer Kugelbahn 12 und einer Stegfläche 13 zur Bearbeitung
einer weiteren Kugelbahn und einer weiteren Stegfläche überzugehen, können die
Werkzeuge 21, 31 radial zur Aufspannachse Z aus
dem Eingriff mit Gelenkinnenteil 11 herausgefahren werden
und dieses um die Aufspannachse Z um einen Teilungswinkel der Kugelbahnen 12 verdreht
werden. Die notwendig erforderlichen Bewegungs- und Steuerungsarten
der Vorrichtung sind damit Drehung der Aufspannung und Verschiebung
der Aufspannung in Richtung Z sowie rein axiale Verschiebung der
Drehachsen R21, R31 längs der Radialachsen
X21, X31.
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In 1d ist
ein Verfahren und eine Vorrichtung ähnlich 1a für ein abweichendes
Gelenkinnenteil 11 in einem abgewinkelten Längsschnitt durch
die Achse A und die Achsen X21, X31 gezeigt. Das Gelenkinnenteil 11 ist
in einer zweiteiligen Aufspannung 18 axial eingespannt.
Das Gelenkinnenteil 11 ist mit seiner koaxial zur Längsachse
A verlaufenden Durchgangsöffnung 16 erkennbar.
Eine der geraden Kugelbahnen 12 ist im Eingriff mit dem
rotierenden Werkzeug 21 dargestellt. Eine der Stegflächen 13 ist
im Eingriff mit dem rotierenden Werkzeug 31 dargestellt.
Mit strichpunktierten Linien ist der Weg der Werkzeuge 21, 31 relativ
zum Gelenkinnenteil 11 angedeutet. Die tatsächliche
Bewegung ist jedoch so, daß das
Gelenkinnenteil 11 auf der Aufspannachse Z rein axial in
Richtung des Doppelpfeils Z11 verfahren
wird, während
die Rotationswerkzeuge 21, 31 jeweils ausschließlich in
Richtung der Doppelpfeile X12, X13 entlang der Achsen X21,
X31 verfahren werden, ersteres hierbei nur
zur Einstellung, letzteres während
des gesamten Prozesses. Die Achsen X21, X31 liegen hierbei in einer gemeinsamen, radial
zur Aufspannachse Z liegenden Ebene. Um nach der vollständigen simultanen
Bearbeitung einer Kugelbahn 12 und einer Stegfläche 13 zur
Bearbeitung einer weiteren Kugelbahn und einer weiteren Stegfläche überzugehen,
können
die Werkzeuge 21, 31 radial zur Aufspannachse
Z aus dem Eingriff mit Gelenkinnenteil 11 herausgefahren
werden und dieses um die Aufspannachse Z um einen Teilungswinkel
der Kugelbahnen 12 verdreht werden. Die notwendig erforderlichen
Bewegungs- und Steuerungsarten der Vorrichtung sind damit Drehung
der Aufspannung 18 und Verschiebung der Aufspannung 18 in
Richtung Z sowie rein axiale Verschiebung der Drehachsen R21, R31 längs der
Radialachsen X21, X31.
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Wie
in 1a erkennbar, ist zum Kräfteausgleich eine weitgehend
radial gegenüberliegende
Anordnung der beiden Werkzeuge 21, 31 günstig. Bei der
hier gezeigten geradzahligen Anzahl von Kugelbahnen 12 ist
eine Abweichung von diesem Ideal um einen halben Teilungswinkel
der Kugelbahnen notwendig.
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Sofern
die mechanische Bearbeitung mehrere aufeinanderfolgende Schritte
erfordert, z. B. Fräsen
und Schleifen, können
weitere Sätze
von Werkzeugpaaren in zur Zeichnungsebene der 1a parallelen
Ebenen angeordnet werden, so daß das
Gelenkinnenteil 11 ohne Umspannen und unter Ausnutzung
der rein axialen Vorschubmöglichkeit
dem oder den weiteren Werkzeugsätzen
zugeführt
werden kann. Auch diese Werkzeugsätze benötigen ihrerseits nur eine axiale
Vorschubmöglichkeit
in radialer Richtung in Bezug auf die Aufspannachse Z.
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In 2 ist
eine abgewandelte und weiterführende
Ausführungsform
des in 1 dargestellten Verfahrens
gezeigt, wobei die Darstellung wiederum in axialer Ansicht auf die
Längsachse
A des Gelenkinnenteils 11 analog zu 1a erfolgt.
Gleiche Einzelheiten sind mit gleichen Bezugsziffern wie in der 1 beschrieben, so daß auf die dortige Beschreibung
Bezug genommen werden kann. Abweichend und ergänzend ist hierbei zusätzlich zum
rotierenden Werkzeug 21 für eine Kugelbahn 12 ein
zweites rotierendes Werkzeug 22 für eine radial gegenüberliegende
Kugelbahn 12' gezeigt.
Weiterhin ist zusätzlich
zum Werkzeug 31 für
einen Stegbereich 13 ein weiteres gleichartiges Werkzeug 32 für einen
radial gegenüberliegenden
Steg 13' gezeigt.
Die Achsen X21 und X31 bilden
hierbei einen Winkel 90°,
so daß am
Gelenkinnenteil 11 bei der mechanischen Bearbeitung weitgehend
Kräftegleichgewicht
in Bezug auf die Aufspannachse Z besteht, d. h. anders als in der
Ausführung
nach 1 wirken keinerlei resultierende
Kräfte
auf die Aufspannachse Z ein. Im übrigen
gilt auch hier, daß vorzugsweise
die Vorrichtung so aufgebaut ist, daß das Gelenkinnenteil 11 längs der
Aufspannachse Z verschiebbar und zum Wechsel zwischen einzelnen
Bearbeitungsvorgängen
um die Aufspannachse Z drehbar ist, während die Werkzeuge 21, 22, 31, 32 jeweils
nur in Richtung der radial zur Achse Z liegenden Einzelachsen X21, X22, X31, X32 verfahrbar
sind.
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In 3 ist
eine erfindungsgemäße Bearbeitung
nach einer dritten Lösung
dargestellt, wobei ein Gelenkinnenteil 11 wieder in axialer
Ansicht auf die Längsachse
A gezeigt ist. Gleiche Einzelheiten sind mit gleichen Bezugsziffern
wie in den vorangehenden Figuren bezeichnet, so daß auf die
vorausgehenden Zeichnungsbeschreibungen Bezug genommen werden kann.
Hierbei findet erfindungsgemäß die gleichzeitige
mechanische Bearbeitung zweier Kugelbahnen 12, 12' durch zwei
rotierende Werkzeuge 21, 22 statt, die den in 2 gezeigten
entsprechen und in gleicher Weise in radial gegenüberliegende
Kugelbahnen eingreifen. Auch hierbei erfolgt ein axialer Vorschub
der Längsachse
A des Gelenkinnenteils 11 entlang der Aufspannachse Z sowie
zusätzlich
eine Verdrehbarkeit des Gelenkinnenteils 11 um die Achse
Z jeweils um den Bahnteilungswinkel (a). Demgegenüber haben
die rotierend angetriebenen Werkzeuge 21, 22 nur
die Bewegungsmöglichkeit
ihrer Achsen in Richtung der Doppelpfeile X12,
X12' radial zur
Aufspannachse Z. Ihre Bewegungsachsen X21, X22 liegen hierbei in einer gemeinsamen Ebene,
d. h. speziell auf einer gemeinsamen Geraden. Gemäß dem strichpunktiert
gezeichneten Pfeil P' kann
auch hierbei eine relative Verstellbarkeit der Werkzeuge 21, 22 gegenüber dem
Gelenkinnenteil 11 um den Bewegungsmittelpunkt A vorgesehen
sein.
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In 4 ist
eine erfindungsgemäße Bearbeitung
nach einer vierten Lösung
dargestellt, wobei ein Gelenkinnenteil 11 wieder in axialer
Ansicht auf die Längsachse
A gezeigt ist. Gleiche Einzelheiten sind mit gleichen Bezugsziffern
wie in den vorangehenden Figuren bezeichnet, so daß auf die
vorausgehenden Zeichnungsbeschreibungen Bezug genommen werden kann.
Hierbei findet erfindungsgemäß die gleichzeitige
mechanische Bearbeitung zweier Stegbereiche 13, 13' durch zwei
rotierende Werkzeuge 31', 32 statt,
die den in 2 gezeigten entsprechen und
in gleicher Weise in radial gegenüberliegende Kugelbahnen eingreifen.
Auch hierbei erfolgt ein axialer Vorschub der Längsachse A des Gelenkinnenteils entlang
der Aufspannachse Z sowie zusätzlich
eine Verdrehbarkeit des Gelenkinnenteils um die Achse Z jeweils
um den Bahnteilungswinkel (a). Demgegenüber haben die rotierend angetriebenen
Werkzeuge 31', 32 nur
die Bewegungsmöglichkeit
ihrer Achsen in Richtung der Doppelpfeile X13,
X13' radial
zur Aufspannachse Z. Ihre Bewegungsachsen X31', X32 liegen hierbei in einer gemeinsamen Ebene,
d. h. speziell auf einer gemeinsamen Geraden. Gemäß dem strichpunktiert
gezeichneten Pfeil P'' kann auch hierbei
eine relative Verstellbarkeit der Werkzeuge 31', 32 gegenüber dem
Gelenkinnenteil 11 um den Bewegungsmittelpunkt A vorgesehen
sein.
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In 5 ist
eine weiterführende
Ausführungsform
eines erfindungsgemäßen Verfahrens
gezeigt, wobei hier das Gelenkinnenteil 11 vier jeweils paarweise
zueinander parallel verlaufende Kugelbahnen 121 , 122 umfaßt, die erste breitere Stegbereiche 131 bilden, die jeweils zwischen zwei
Paaren liegen, und zweite schmalere Stegbereiche 132 bilden, die
jeweils zwischen den zwei Bahnen 121 , 122 eines Paares liegen. Hierbei werden
jeweils die Bahnen 121 , 122 eines Paares von zwei rotierenden
Werkzeugen 23, 24 zur Bahnbearbeitung bearbeitet,
die eine gemeinsame Drehachse R23 haben
und in einer gemeinsamen Halterung 25 drehend antreibbar
gehalten sind. Die Bewegungsart der Halterung 25 und damit
der Werkzeuge 23, 24 ist radial zur Längsachse
A des Gelenkinnenteils bzw. zur Aufspannachse Z in Richtung des
Radialstrahls X23 zu verstehen. Die Stegbereiche 131 , 132 werden
jeweils von einem rotierenden Werkzeug 33 bearbeitet, das
eine Drehachse R33 hat und in einer Halterung 34 drehend
antreibbar aufgenommen ist. Die Bewegung der Halterung 34 und
damit des Werkzeuges 33 erfolgt ebenfalls radial zur Längsachse
A des Gelenkinnenteils 11 und damit zur Aufspannachse in
Richtung des Radialstrahls X33. Auch hierbei
liegen die Achsen R23, R33 bevorzugt
in einer gemeinsamen Ebene. Mit einem strichpunktiert dargestellten
Pfeil P''' ist eine zusätzliche relative Verstellbarkeit
der Halterung 34 gegenüber
der Halterung 25 dargestellt, mit der diese von der Bearbeitung
eines Stegbereiches 131 (wie dargestellt)
zur Bearbeitung eines Stegbereiches 132 um das
Bewegungszentrum A verstellt werden kann, ohne daß eine Verdrehung
des Werkstückes
um seine Aufspannachse erfolgen muß. Erst nachdem die Bearbeitung
von zwei Stegbereichen 131 , 132 zumindest teilweise simultan mit der
Bearbeitung der Bahnen 121 , 122 abgeschlossen ist, wird das Werkstück 11 um
seine Aufspannachse um den Teilungswinkel zwischen den Bahnpaaren
verdreht, in diesem Fall also jeweils um 90°. Die Halterung 34 wird
hierbei wieder in die Ausgangsposition zurückgeschwenkt. Alternativ kann
auch bei festgehaltenem Werkstück 11 eine
gemeinsame Verstellung beider Halterungen 25, 34 relativ
zu diesem um das Bewe gungszentrum A erfolgen.
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Abwandlungen
des vorstehend beschriebenen Verfahrens sind möglich, beispielsweise auch die
ergänzende
Ausgestaltung mit zwei Werkzeugen für die simultane Bearbeitung
zweier Stegbereiche, die dann jedoch verschiedene Rotationsachsen
aufweisen müssen.
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- 11
- Gelenkinnenteil
- 12
- Kugelbahn
- 13
- Führungssteg/Stegfläche
- 14
- Kantenbrechung
- 15
- Kantenbrechung
- 16
- Durchgangsöffnung
- 17
- Verzahnung
- 18
- Aufspannung
- 21
- Werkzeug
- 22
- Werkzeug
- 23
- Werkzeug
- 24
- Werkzeug
- 25
- Halterung
- 31
- Werkzeug
- 32
- Werkzeug
- 33
- Werkzeug
- 34
- Halterung
- A
- Längsachse
- Z
- Aufspannachse
- R
- Drehachse
- X
- Radialachse