DE112004000556B4 - Stapel mit variablem Druckabfall und Betriebsverfahren - Google Patents
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Abstract
Brennstoffzellenstapel mit:
einer Vielzahl von Brennstoffzellen, die zueinander benachbart angeordnet sind, wobei zumindest eine Brennstoffzelle der Vielzahl von Brennstoffzellen eine Elektrodenplatte mit einem darin ausgebildeten Strömungsfeld, eine Membranelektrodenanordnung und ein komprimierbares fluiddurchlässiges Diffusionsmedium aufweist, das zwischen der Membranelektrodenanordnung und der Elektrodenplatte angeordnet ist; und
einem Kompressionselement, das dazu dient, die Vielzahl von Brennstoffzellen im Betrieb variabel aneinander zu pressen, wobei die Brennstoffzellen durch das Kompressionselement so aneinander gepresst werden, dass in der zumindest einen Brennstoffzelle als eine Funktion der Kompression durch das Kompressionselement ein Anteil des Diffusionsmediums variabel in das Strömungsfeld der benachbarten Elektrodenplatte eindringt.
einer Vielzahl von Brennstoffzellen, die zueinander benachbart angeordnet sind, wobei zumindest eine Brennstoffzelle der Vielzahl von Brennstoffzellen eine Elektrodenplatte mit einem darin ausgebildeten Strömungsfeld, eine Membranelektrodenanordnung und ein komprimierbares fluiddurchlässiges Diffusionsmedium aufweist, das zwischen der Membranelektrodenanordnung und der Elektrodenplatte angeordnet ist; und
einem Kompressionselement, das dazu dient, die Vielzahl von Brennstoffzellen im Betrieb variabel aneinander zu pressen, wobei die Brennstoffzellen durch das Kompressionselement so aneinander gepresst werden, dass in der zumindest einen Brennstoffzelle als eine Funktion der Kompression durch das Kompressionselement ein Anteil des Diffusionsmediums variabel in das Strömungsfeld der benachbarten Elektrodenplatte eindringt.
Description
- Die vorliegende Erfindung betrifft Brennstoffzellen und insbesondere Brennstoffzellen, die beim Betrieb mit variierenden Beträgen komprimiert werden, so dass ein gewünschter Betrieb der Brennstoffzelle erreicht wird.
- Brennstoffzellen sind bei vielen Anwendungen als eine Energie- bzw. Antriebsquelle verwendet worden. Beispielsweise sind Brennstoffzellen zur Verwendung in elektrischen Fahrzeugantriebsanlagen als Ersatz für Verbrennungsmotoren vorgeschlagen worden. Bei Brennstoffzellen mit Protonenaustauschmembran (PEM) wird Wasserstoff an die Anode der Brennstoffzelle geliefert, und Sauerstoff wird als das Oxidationsmittel an die Kathode geliefert. PEM-Brennstoffzellen umfassen eine Membranelektrodenanordnung (MEA) mit einer dünnen, protonendurchlässigen, nicht elektrisch leitenden Festpolymerelektrolytmembran, die den Anodenkatalysator auf einer Seite und den Kathodenkatalysator auf der entgegengesetzten Seite aufweist. Die MEA ist zwischen einem Paar nicht poröser elektrisch leitender Elemente oder Platten schichtartig angeordnet, die (1) als Stromkollektoren für die Anode und Kathode dienen und (2) geeignete Kanäle und/oder Öffnungen enthalten, die darin ausgebildet sind, um die gasförmigen Reaktanden der Brennstoffzelle über die Oberflächen der jeweiligen Anoden- und Kathodenkatalysatoren zu verteilen.
- Der Begriff ”Brennstoffzelle” wird typischerweise dazu verwendet, abhängig vom Kontext entweder eine einzelne Zelle oder eine Vielzahl von Zellen (Stapel bzw. Stack) zu bezeichnen. Typischerweise wird eine Vielzahl einzelner Zellen miteinander gebündelt, um einen Brennstoffzellenstapel zu bilden, die üblicherweise in elektrischer Reihe angeordnet sind. Jede Zelle in dem Stapel umfasst die Membranelektrodenanordnung (MEA), die vorher beschrieben wurde, und jede derartige MEA liefert ihren Spannungszuwachs. Eine Gruppe benachbarter Zellen in dem Stapel wird als ein Cluster bezeichnet.
- Bei PEM-Brennstoffzellen ist Wasserstoff (H2) der Anodenreaktand (d. h. Brennstoff) und Sauerstoff ist der Kathodenreaktand (d. h. Oxidationsmittel). Der Sauerstoff kann entweder in reiner Form (O2) oder als Luft (eine Mischung aus O2 und N2) vorliegen. Die Festpolymerelektrolyte bestehen typischerweise aus Ionentauscherharzen, wie beispielsweise perfluorierter Sulfonsäure. Die Anode bzw. Kathode umfassen typischerweise fein geteilte katalytische Partikel, die oftmals auf Kohlenstoffpartikeln getragen und mit einem protonenleitenden Harz gemischt sind. Die katalytischen Partikel sind typischerweise teure Edelmetallpartikel. Somit sind diese MEAs relativ teuer herzustellen und erfordern bestimmte Bedingungen einschließlich eines richtigen Wassermanagements wie auch einer richtigen Befeuchtung und Steuerung katalysatorschädigender Bestandteile, wie beispielsweise Kohlenmonoxid (CO), für einen effektiven Betrieb.
- Die elektrisch leitenden Platten, die die MEAs schichtartig anordnen, können eine Gruppierung aus Nuten in ihren Seiten umfassen, die ein Reaktandenströmungsfeld definieren, um die gasförmigen Reaktanden der Brennstoffzelle (d. h. Wasserstoff und Sauerstoff in der Form von Luft) über die Oberflächen der jeweiligen Kathode und Anode zu verteilen. Diese Reaktandenströmungsfelder umfassen allgemein eine Vielzahl von Stegen, die eine Vielzahl von Strömungskanälen dazwischen definieren, durch die die gasförmigen Reaktanden von einer Versorgungssammelleitung an einem Ende der Strömungskanäle zu einer Austragssammelleitung an dem entgegengesetzten Ende der Strömungskanäle strömen.
- Zwischen den Reaktandenströmungsfeldern und der MEA ist ein Diffusionsmedium angeordnet, das mehrere Funktionen besitzt. Eine dieser Funktionen ist die Diffusion von Reaktandengasen hindurch zur Reaktion mit der jeweiligen Katalysatorlage. Eine andere ist die Diffusion von Reaktionsprodukten, wie beispielsweise Wasser, über die Brennstoffzelle. Um diese Funktionen richtig ausführen zu können, muss das Diffusionsmedium ausreichend porös sein, während eine ausreichende Festigkeit beibehalten wird. Die Festigkeit ist erforderlich, um zu verhindern, dass das Diffusionsmedium reißt, wenn es in den Brennstoffzellenstapel eingebaut wird.
- Die Strömungsfelder werden sorgfältig bemessen, so dass bei einer bestimmten Strömungsrate bzw. einem bestimmten Durchsatz eines Reaktanden ein festgelegter Druckabfall zwischen dem Strömungsfeldeinlass und dem Strömungsfeldauslass erhalten wird. Bei höheren Strömungsraten wird ein höherer Druckabfall erhalten, während bei geringeren Strömungsraten ein geringerer Druckabfall erhalten wird. Jedoch kann der Druckabfall, der zwischen dem Strömungsfeldeinlass und dem Strömungsfeldauslass auftritt, von dem festgelegten Druckabfall abweichen. Derartige Abweichungen können durch Abweichungen bei der Herstellung der Brennstoffzellen und des Stapels und/oder in den Toleranzen der in den Brennstoffzellen und den Stapeln verwendeten Komponenten bewirkt werden. Derartige Abweichungen von dem festgelegten Druckabfall können für den Betrieb und/oder die Leistungsfähigkeit der Brennstoffzellen und des Stapels nachteilig sein.
- Zusätzlich können Brennstoffzellen und Stapel während niedriger Leistungsentnahmen instabil werden. Dies bedeutet, dass bei einer Niedrigleistungsanforderung der Brennstoffzellen und des Stapels die Strömung von Reaktanden durch die Brennstoffzellen und den Stapel verringert ist und die Geschwindigkeit der Reaktanden durch die Strömungsfelder abnimmt, was zur Folge haben kann, dass der Brennstoffzellenstapel instabil wird. Eine Folge der Instabilität besteht darin, dass die verringerte Geschwindigkeit des Reaktanden keine ausreichende Scherkraft oder keinen ausreichenden dynamischen Druck vorsieht, um Reaktionsprodukte (H2O) aus den Brennstoffzellen heraus zu transportieren. Die unzureichende Scherkraft oder der unzureichende dynamische Druck kann bewirken, dass die gasförmigen Reaktanden ihren Zugang auf die Reaktionsflächen (Katalysatorlagen) nicht freimachen können, und kann ermöglichen, dass sich Wasser und/oder andere Reaktanden von den Strömungsfeldern innerhalb der Strömungskanäle aufbauen können. Ein Verfahren zur Verbesserung des Niedrigleistungsbetriebs eines Brennstoffzellenstapels besteht darin, die Strömungskanäle so auszubilden, dass sie einen höheren Druckabfall besitzen, so dass bei den niedrigen Leistungsentnahmen eine höhere Strömungsgeschwindigkeit resultiert. Dies ist jedoch unpraktisch durchzuführen, da der Druckabfall allgemein linear mit der Strömungsrate ansteigt. Wenn somit der Druckabfall bei einem Funkt mit niedriger Leistung um 10% erhöht wird, dann steigt der Druckabfall bei einem Punkt mit höherer Leistung ebenfalls um 10%. Da der Druckabfall die verschwendete Energie darstellt, ist es nicht erwünscht, den Druckabfall bei den höheren Leistungsausgaben des Brennstoffzellenstapels zu erhöhen. Daher besteht Bedarf nach einer verbesserten Brennstoffzelle und/oder einem verbesserten Brennstoffzellenstapel mit einer verbesserten Strömungsfeldgestaltung.
- Die vorliegende Erfindung sieht eine Brennstoffzelle und/oder einen Brennstoffzellenstapel vor, die bzw. der dynamisch gesteuert werden kann, so dass verschiedene Druckabfälle in den Reaktandenströmungen durch den Brennstoffzellenstapel hindurch auftreten können. Die dynamische Steuerung erlaubt, dass der Betrieb der Brennstoffzelle und/oder des Brennstoffzellenstapels an einen gewünschten Betriebszustand angepasst werden kann.
- Ein Brennstoffzellenstapel gemäß der vorliegenden Erfindung besitzt eine Vielzahl von benachbart zueinander angeordneten Brennstoffzellen. Zumindest eine Brennstoffzelle der Vielzahl von Brennstoffzellen besitzt eine Elektrodenplatte mit einem darin ausgebildeten Strömungsfeld, eine Protonenaustauschmembran und ein komprimierbares fluiddurchlässiges Diffusionsmedium, das benachbart der Elektrodenplatte angeordnet ist. Das Kompressionselement dient dazu, die Vielzahl der Brennstoffzellen variabel aneinander zu pressen bzw. zu komprimieren. Die Brennstoffzellen werden durch das Kompressionselement so aneinander gepresst, dass ein Anteil der Diffusionsmedien in der zumindest einen Brennstoffzelle in das Strömungsfeld in der benachbarten Elektrodenplatte eindringt.
- Die vorliegende Erfindung sieht auch ein Verfahren zum Betrieb eines Brennstoffzellenstapels mit einer Vielzahl von Brennstoffzellen vor, wobei zumindest eine Brennstoffzelle der Vielzahl von Brennstoffzellen eine Elektrodenplatte mit einem darin ausgebildeten Strömungsfeld, eine Protonenaustauschmembran und ein komprimierbares fluiddurchlässiges Diffusionsmedium umfasst, das benachbart der Elektrodenplatte angeordnet ist und in das Strömungsfeld komprimierbar ist. Das Verfahren umfasst die Schritte, dass: (a) Reaktandenzufuhrströme an einen Brennstoffzellenstapel geliefert werden; und (b) eine Kompression des Brennstoffzellenstapels in Ansprechen auf einen Betriebszustand des Brennstoffzellenstapels eingestellt wird, so dass sich das Diffusionsmedium relativ zu dem Strömungsfeld bewegt, um dessen effektive Strömungsfläche zu ändern.
- Wie zu sehen ist, sieht die vorliegende Erfindung eine Brennstoffzelle und einen Stapel vor, die bzw. der einen einstellbaren Druckabfall aufweist, der geändert werden kann, während die Brennstoffzelle und der Stapel arbeiten, so dass der Druckabfall geändert und ein gewünschter Betriebszustand der Brennstoffzelle und des Stapels erreicht werden kann.
- Weitere Anwendungsgebiete der vorliegenden Erfindung sind nachfolgend detaillierter beschrieben. Es sei zu verstehen, dass die detaillierte Beschreibung wie auch spezifische Beispiele, während sie die bevorzugte Ausführungsform der Erfindung angeben, nur zu Zwecken der Veranschaulichung und nicht dazu bestimmt sind, den Schutzumfang der Erfindung zu beschränken.
- Die vorliegende Erfindung wird im Folgenden nur beispielhaft unter Bezugnahme auf die begleitenden Zeichnungen beschrieben, in welchen:
-
1 eine perspektivische Explosionsansicht einer einzelligen Brennstoffzelle gemäß den Grundsätzen der vorliegenden Erfindung ist; -
2 eine teilweise perspektivische Schnittansicht eines Abschnitts eines PEM-Brennstoffzellenstapels, der eine Vielzahl der Brennstoffzellen von1 umfasst, ist, die die Lagenanordnung einschließlich des Diffusionsmediums zeigt; -
3 eine detaillierte Ansicht des in2 gezeigten Abschnittes ist; und -
4A und4B vereinfachte Schnittansichten eines Brennstoffzellenstapels, der mit einem einstellbaren Kompressionselement komprimiert wird, wie beispielsweise einer Fluidblase bzw. einer Druckkolbeneinrichtung, gemäß den Grundsätzen der vorliegenden Erfindung sind. - Die folgende Beschreibung der bevorzugten Ausführungsformen ist lediglich beispielhafter Natur und nicht dazu bestimmt, die Erfindung, ihre Anwendung bzw. ihren Gebrauch zu beschränken.
- In
1 ist eine einzellige Brennstoffzelle10 mit einer MEA12 und einem Paar Diffusionsmedien32 gezeigt, die schichtartig zwischen einem Paar elektrisch leitender Elektrodenplatten14 angeordnet sind. Es sei jedoch angemerkt, dass die vorliegende Erfindung, wie nachfolgend beschrieben ist, gleichermaßen auf Brennstoffzellenstapel15 anwendbar ist, die eine Vielzahl einzelner Zellen umfasst, die in Reihe angeordnet und voneinander durch bipolare Elektrodenplatten getrennt sind, die in der Technik üblicherweise bekannt sind. Derartige Brennstoffzellenstapel15 sind in den4A und4B gezeigt. Der Kürze halber wird weiter Bezug auf entweder den Brennstoffzellenstapel15 oder eine einzelne Brennstoffzelle10 genommen, wobei jedoch zu verstehen sei, dass die Diskussionen und Beschreibungen in Verbindung mit dem Brennstoffzellenstapel15 auch gleichermaßen auf einzelne Brennstoffzellen10 und umgekehrt anwendbar sind und dennoch innerhalb des Schutzumfangs der vorliegenden Erfindung liegen. - Die Platten
14 können aus Kohlenstoff, Graphit, beschichteten Platten oder korrosionsbeständigen Metallen ausgebildet sein. Die MEA12 und die Elektrodenplatten14 sind zwischen Endplatten16 aneinander geklemmt. Die Elektrodenplatten14 umfassen jeweils eine Vielzahl von Stegen18 , die eine Vielzahl von Strömungskanalen20 definieren, die ein Strömungsfeld22 zur Verteilung von Reaktandengasen (d. h. H2 und O2) an entgegengesetzte Seiten der MEA12 bilden. In dem Fall eines mehrzelligen Brennstoffzellenstapels15 wird ein Strömungsfeld auf jeder Seite der bipolaren Platte ausgebildet, nämlich eines für H2 und eines für O2. Nichtleitende Dichtungsscheiben24 sehen Abdichtungen wie auch eine elektrische Isolierung zwischen den verschiedenen Komponenten der Brennstoffzelle10 vor. - Wie insbesondere in den
2 und3 gezeigt ist, umfasst die MEA12 eine Membran26 , die zwischen einer Anodenkatalysatorlage28 und einer Kathodenkatalysatorlage30 schichtartig angeordnet ist. Ein Anodendiffusionsmedium32a und ein Kathodendiffusionsmedium32c sind zwischen der MEA12 und der Platte14 angeordnet. Wie gezeigt ist, liegen H2-Strömungskanäle20 , die das anodenseitige H2-Strömungsfeld bilden, unmittelbar benachbart des Anodendiffusionsmediums32a und stehen in direkter Fluidverbindung damit. Ähnlicherweise liegen O2-Strömungskanäle20 , die das kathodenseitige O2-Strömungsfeld bilden, unmittelbar benachbart des Kathodendiffusionsmediums32c und stehen in direkter Fluidverbindung damit. Die Membran26 ist bevorzugt eine Protonenaustauschmembran (PEM), und die Zelle, die die PEM umfasst, wird als eine PEM-Brennstoffzelle beschrieben. - Im Betrieb strömt der H2-haltige Reformatstrom oder reine H2-Strom (Brennstoffzufuhrstrom) in eine Einlassseite des anodenseitigen Strömungsfeldes, und gleichzeitig strömt der O2-haltige Reformatstrom (Luft) oder reine O2-Strom (Oxidationsmittelzufuhrstrom) in eine Einlassseite des kathodenseitigen Strömungsfeldes. H2 strömt durch das Anodendiffusionsmedium
32a , und die Anwesenheit des Anodenkatalysators28 bewirkt, dass der H2 in Wasserstoffionen (H+) aufbricht, wobei jedes ein Elektron abgibt. Die Elektronen wandern von der Anodenseite zu einer elektrischen Schaltung (nicht gezeigt), in der sie Arbeit verrichten (d. h. die Rotation eines Elektromotors). Die Membranlage26 ermöglicht, dass H+ Ionen hindurchströmen können, während ein Elektronenfluss durch diese verhindert wird. Somit fließen die H+-Ionen direkt durch die Membran an den Kathodenkatalysator28 . Auf der Kathodenseite kombinieren sich die H+-Ionen mit dem O2 und den Elektronen, die von der elektrischen Schaltung zurückkehren, wodurch Wasser gebildet wird. - In den
2 und3 sind die Strömungskanäle20 und die MEA12 gezeigt. Die Strömungskanäle20 sind so bemessen, dass sie eine spezifische Strömungsfläche34 besitzen, durch die die Zufuhrströme strömen. Die Strömungsfläche34 ist so bemessen, dass bei einem bestimmten Durchsatz der Zufuhrströme durch die Strömungskanäle20 ein spezifischer Druckabfall über das Strömungsfeld22 auftritt. Dies bedeutet, dass bei einem bestimmten Durchsatz die gasförmigen Reaktanden, die durch die Kanäle20 strömen, einem Druckabfall zwischen einem Einlass und einem Auslass des Strömungsfeldes22 ausgesetzt sind. Der Durchsatz der Zufuhrströme durch das Strömungsfeld22 kann abhängig von dem Betrieb des Brennstoffzellenstapels15 variieren, wie beispielsweise wenn eine höhere oder niedrigere Leistungsabgabe erforderlich ist. Wie oben beschrieben wurde, soll es möglich werden, den spezifischen Druckabfall zu andern, der über das Strömungsfeld22 auftritt, um den Betrieb des Brennstoffzellenstapels15 einzustellen und/oder zu optimieren. - Um den Druckabfall zu ändern, der über das Strömungsfeld
22 für einen festgelegten Durchsatz eines Zufuhrstroms auftritt, ist ein Diffusionsmedium32 , wie in den2 und3 gezeigt ist, komprimierbar und kann in die Strömungskanäle20 des Strömungsfeldes22 komprimiert werden. Genauer wird die MEA12 zwischen benachbarten Elektrodenplatten14 komprimiert, so dass ein Anteil36 des komprimierbaren Mediums32 in die Strömungskanäle20 eindringt. Wie in den4A und4B gezeigt ist, wird der Brennstoffzellenstapel15 durch ein einstellbares Kompressionselement38 komprimiert, das eine Kompressionskraft F ausübt, die zur Folge hat, dass die Vielzahl von Brennstoffzellen10 aneinander gepresst werden, und zur Folge hat, dass das komprimierbare Diffusionsmedium32 in die Strömungskanäle20 des Strömungsfeldes22 gepresst wird und in diese eindringt. Bevorzugt verformt sich das komprimierbare Medium32 elastisch zwischen etwa 0–50%. Genauer verformt sich eine Querschnittsfläche des komprimierbaren Mediums32 bevorzugt elastisch zwischen etwa 0–50%. Das Eindringen der Abschnitte36 des Diffusionsmediums36 in die Strömungskanäle20 verringert die Strömungsfläche34 . Die Verringerung der Strömungsfläche34 begrenzt eine Strömung eines Zufuhrstromes durch den Strömungskanal20 und das Strömungsfeld22 . Die Beschränkung bewirkt, dass für einen gegebenen Durchsatz des Zufuhrstromes ein erhöhter Druckabfall auftritt. Der Betrag des Eindringens des Mediums32 in die Strömungskanäle20 ist abhängig von einer Vielzahl von Faktoren, wie beispielsweise den spezifischen Eigenschaften des Diffusionsmediums32 , der Geometrie bzw. den Abmessungen (Tiefe und Breite) der Strömungskanäle20 und der ausgeübten Größe der Kraft F. Eine variable Beschränkung der Strömungskanäle20 erlaubt eine Steuerung eines durch den Strömungskanal20 strömenden Zufuhrstromes. - Das Diffusionsmedium
32 , wie oben beschrieben wurde, wird sowohl als ein Anodendiffusionsmedium32a als auch als ein Kathodendiffusionsmedium32c verwendet. Das Diffusionsmedium32 kann bei den typischen Kräften F, die auf den Brennstoffzellenstapel15 aufgebracht werden, komprimierbar oder nicht komprimierbar sein. Typischerweise wird der Brennstoffzellenstapel15 um einen Betrag komprimiert, der bewirkt, dass ein Druck in einem Bereich zwischen etwa 172 kN/m2–1379 kN/m2 (etwa 25–200 psi) über eine Gesamtquerschnittsfläche des Brennstoffzellenstapels15 ausgeübt wird. Aufgrund von Spalten, Poren und Räumen in den verschiedenen Komponenten, die die Brennstoffzellen10 und der Brennstoffzellenstapel15 umfassen, treten typischerweise nur etwa 50% der Gesamtquerschnittsfläche in Kontakt mit anderen Komponenten. Daher wird ein typischer Brennstoffzellenstapel15 um einen Betrag komprimiert, der zur Folge hat, dass eine Kompressionskraft oder ein Druck in einem Bereich zwischen etwa 344 kN/m2–2758 kN/m2 (etwa 50–400 psi) auf den Brennstoffzellenstapel15 ausgeübt wird. Es sei jedoch angemerkt, dass andere Kompressionskräfte aufgebracht werden können, die dennoch innerhalb des Schutzumfangs der vorliegenden Erfindung liegen. Es sei ebenfalls angemerkt, dass die hier verwendeten Begriffe ”komprimierbar” und ”nicht komprimierbar” relative Begriffe darstellen, die dazu verwendet werden, die Fähigkeit eines Diffusionsmediums32 zur Kompression und zum Eindringen in Strömungskanäle20 in dem Bereich von Kompressionskräften, die in einem Brennstoffzellenstapel15 zu erwarten sind, bezüglich eines oder mehrerer anderer Diffusionsmediums32 zu beschreiben, die bei einer signifikanten Größe in demselben Bereich von Druckkräften, die zu erwarten sind, nicht in die Strömungskanäle20 eindringen. Ein signifikanter Betrag eines Eindringens in den Strömungskanal20 ist der, der ermöglicht, dass eine Strömung in dem Strömungskanal eingestellt und gesteuert werden kann, wie hier beschrieben ist. Mit anderen Worten beschreibt ”nicht komprimierbar”, dass das Medium im Wesentlichen keine erkennbare oder funktionale Wirkung auf die Strömung durch den Kanal hindurch besitzt. - Wie in den
4A und4B gezeigt ist, legt ein einstellbares Kompressionselement38 eine Kompressionskraft F an den Brennstoffzellenstapel15 an. Die Größe der Kompressionskraft F, die durch das Kompressionselement38 angelegt wird, kann während sowohl des Betriebs (statisch oder dynamisch) als auch Nichtbetriebs des Brennstoffzellenstapels15 eingestellt werden. Das Kompressionselement38 ist so bemessen, dass es eine Kompressionskraft F mit einer Größe aufbringen kann, die ermöglicht, dass ein Brennstoffzellenstapel15 in einem gewünschten Betriebszustand betrieben werden kann. Es kann eine Vielzahl verschiedener Kompressionselemente38 verwendet werden, um die Kompressionskraft F aufzubringen. Beispielsweise kann, wie in4A gezeigt ist, das Kompressionselement38 eine Fluidblase40 sein. Die Blase40 besitzt ein Inneres, das mit variierenden Mengen eines Fluids (beispielsweise Luft, Wasser) bei einem gegebenen Druck gefüllt werden kann. Die Blase40 dehnt sich in Ansprechen auf die Menge und/oder den Druck des Fluids in der Blase40 aus oder zieht sich in Ansprechen darauf zusammen. Wenn Fluid hinzugefügt wird, dehnt sich die Blase40 aus und ein Fluiddruck baut sich auf, was zur Folge hat, dass die Kompressionskraft F zunimmt, was in einer Zunahme der Kompression des Brennstoffzellenstapels15 resultiert. Wenn umgekehrt Fluid entfernt wird, zieht sich die Blase40 zusammen und der Fluiddruck nimmt ab, was zur Folge hat, dass die Kompressionskraft F abnimmt, was in einer Abnahme der Kompression des Brennstoffzellenstapels resultiert. - Ein anderes Beispiel eines Kompressionselements
38 , das verwendet werden kann, ist eine Druckkolbeneinrichtung42 , wie in4B gezeigt ist. Die Druckkolbeneinrichtung42 besitzt eine Länge, die einstellbar ist und fluidgesteuert oder mechanisch gesteuert werden kann. Eine fluidgesteuerte Druckkolbeneinrichtung42 besitzt einen Kolben, die in Ansprechen auf ein Fluid bewegt wird (beispielsweise hydraulisch, pneumatisch). Wenn das Fluid an die Druckkolbeneinrichtung42 geliefert wird bzw. von dieser entfernt wird, nimmt die Länge zu bzw. nimmt die Länge ab, was zur Folge hat, dass die Kompressionskraft F zunimmt bzw. abnimmt, was in einer erhöhten oder verringerten Kompression des Brennstoffzellenstapels15 resultiert. Eine mechanisch gesteuerte Druckkolbeneinrichtung42 kann einen Aktuator in der Form eines Rotationskranzes bzw. einer Rotationsmuffe und einer Hebeschraube aufweisen, die sich in Ansprechen auf eine Rotation des Kranzes bewegt. Alternativ dazu kann eine nocken- oder zahnradbetriebene Stange als der Aktuator verwendet werden. Wenn sich der Aktuator bewegt, ändert sich die Größe der Kompressionskraft F, was in einer Änderung der Kompression des Brennstoffzellenstapels15 resultiert. - Das Kompressionselement
38 ist zu beispielhaften Zwecken als eine Blase38 oder eine Druckkolbeneinrichtung42 gezeigt oder beschrieben worden. Es sei jedoch zu verstehen, dass andere Vorrichtungen und/oder Anordnungen für das Kompressionselement38 verwendet werden können, das eine Änderung der Kompression des Brennstoffzellenstapels15 in Ansprechen auf ein Steuersignal während des Betriebs zulässt, die dennoch innerhalb des Schutzumfangs der vorliegenden Erfindung liegen. - Wie oben beschrieben wurde, kann das Diffusionsmedium
32 entweder in einer komprimierbaren Form oder in einer nicht komprimierbaren Form abhängig von der Anwendung und den Konstruktionsfestlegungen für die Brennstoffzelle10 vorgesehen werden. Bevorzugt ist nur eines der Diffusionsmedien32a oder32c komprimierbar, während das andere nicht komprimierbar ist. Dadurch, dass nur ein Typ (Anode oder Kathode) des Diffusionsmediums32 komprimierbar ist, kann ein Satz von Strömungskanälen20 für einen festgelegten Druckabfall bei einem gegebenen Durchsatz bemessen sein, während der andere Satz von Kanälen20 eine Strömungsfläche34 aufweist, die mit der Kompression der Brennstoffzellen10 variieren. Dies ermöglicht seinerseits, dass der Betrieb des Brennstoffzellenstapels15 auf einen gewünschten Betrieb eingestellt werden kann, wie nachfolgend detaillierter beschrieben ist. Es sei jedoch angemerkt, dass beide Diffusionsmedien32a und32c komprimierbar sein können und dennoch innerhalb des Schutzumfangs der vorliegenden Erfindung Liegen. Es sei ebenfalls angemerkt, dass nicht alle Brennstoffzellen10 , die der Brennstoffzellenstapel15 umfasst, ein komprimierbares Medium32 haben messen, um innerhalb des Schutzumfangs der vorliegenden Erfindung zu liegen. Dies bedeutet, dass die Anzahl von Brennstoffzellen10 , die ein komprimierbares Medium32 besitzen und die der Brennstoffzellenstapel15 umfasst, abhängig von der Konstruktion des Brennstoffzellenstapels15 variieren kann. Daher kann der Brennstoffzellenstapel15 einige Brennstoffzellen10 umfassen, die kein komprimierbares Medium32 besitzen, und dennoch innerhalb des Schutzumfangs der vorliegenden Erfindung liegen. - Die Auswahl, ob ein komprimierbares Anodendiffusionsmedium
32a oder ein komprimierbares Kathodendiffusionsmedium32c verwendet wird, hängt von einem gewünschten Betrieb und einer gewünschten Steuerung des Brennstoffzellenstapels15 ab. Wenn beispielsweise der an die Brennstoffzelle10 gelieferte Brennstoff ein H2-haltiger Reformatstrom von einem Reformiersystem ist, ist es bevorzugt, die Strömungsfläche34 in den Anodenströmungskanälen20 einzustellen, indem ein komprimierbares Anodendiffusionsmedium32a vorgesehen wird. Die Verwendung eines komprimierbaren Anodendiffusionsmediums32a erlaubt, dass die Menge an Reformatbrennstoff, die durch die Anodenströmungskanäle20 strömt, genau gesteuert werden kann. Dies ist bevorzugt, da der Reformatbrennstoff typischerweise durch ein an Bord befindliches Reformiersystem vorgesehen wird, das Energie verwendet, die durch das Brennstoff zellensystem erzeugt wird, um den Reformatbrennstoff zu erzeugen. Da Energie zur Erzeugung des Reformatbrennstoffes aufgewendet wird, ist es bevorzugt, nur die benötigte (erforderliche) Menge an Reformatbrennstoff zu liefern, um Abfall bzw. Ausschuss zu minimieren. Die Verringerung der Menge an Reformatbrennstoff in dem Anodenaustrag (Abfall) erlaubt einen effizienteren Betrieb des Brennstoffzellensystems, in dem die Brennstoffzellen10 arbeiten. Daher ist es, wenn ein Reformatbrennstoff verwendet wird, bevorzugt, dass das Anodendiffusionsmedium32a komprimierbar ist, während das Kathodendiffusionsmedium32c nicht komprimierbar ist. - Im Gegensatz dazu ist es, wenn der Brennstoffzufuhrstrom H2 von einem an Bord befindlichen H2-Speichertank ist, bevorzugt, die Strömungsfläche
34 in den Kathodenströmungskanälen20 durch Bereitstellung eines komprimierbaren Kathodendiffusionsmediums32c einzustellen. Dies ist bevorzugt, da wenig oder gar keine Energie von dem Brennstoffzellensystem verbraucht wird, um den H2-Brennstoffzufuhrstrom von dem Speichertank vorzusehen, während Energie von dem Brennstoffzellensystem dazu verwendet wird, den Oxidationsmittelzufuhrstrom in der Form von Kompressorarbeit vorzusehen. Durch Steuerung des Druckabfalls durch die Kathodenströmungskanäle20 über komprimierbare Kathodendiffusionsmedien32c kann die Verwendung des komprimierten Oxidationsmittelzufuhrstromes minimiert und/oder optimiert werden, so dass der Energieverlust in Verbindung mit überschüssiger Kompressorarbeit minimiert ist. Zusätzlich ist es durch Steuerung des Durchflusses durch die Kathodenströmungskanäle20 leichter, den Brennstoffzellenstapel15 befeuchtet zu halten. - In Bezug auf die Leistungsanforderungen des Diffusionsmediums
32 in Verbindung damit, ob es komprimierbar oder nicht komprimierbar ist, sollte das Kompressionsmedium32 ausreichend elektrisch leitend, wärmeleitend wie auch fluiddurchlässig sein. Die Fluiddurchlässigkeit des Diffusionsmediums32 muss für den Transport von Reaktandengas und/oder H2O unter den Stegen18 , die zwischen den Strömungskanälen20 angeordnet sind, hoch sein, die elektrische Leitfähigkeit muss zum Transport von Elektronen über die Strömungskanäle20 von den Stegen18 an die MEA12 hoch sein, und die Wärmeleitfähigkeit muss ausreichend sein, um Wärme an die Platte zu übertragen, die dann durch Kühlmittel in Kontakt mit der Platte dissipiert wird. - Das Diffusionsmedium
32 ermöglicht die Diffusion der Reaktanden (d. h. H2 und O2) wie auch der Reaktionsprodukte (d. h. H2O) hindurch. Auf diese Art und Weise können die Reaktanden von den Strömungskanälen20 durch das Diffusionsmedium32 und in Kontakt mit ihren jeweiligen Katalysatoren strömen, um die erforderliche Reaktion zu ermöglichen. Wie vorher beschrieben wurde, ist ein Produkt der Reaktion H2O. Die Umverteilung von H2O über die Brennstoffzelle10 ist von erheblicher Wichtigkeit für die Leistungsfähigkeit der Brennstoffzelle10 . Das Diffusionsmedium32 lässt die Strömung von H2O von hydrierteren bzw. befeuchteteren Bereichen hindurch an trockenere Bereiche zur homogenen Befeuchtung der Brennstoffzelle10 zu. Ferner ist auch der Elektronenfluss ein erheblicher Faktor hinsichtlich der Leistungsfähigkeit der Brennstoffzelle10 . Ein gehemmter Elektronenfluss resultiert in einer schlechten Leistungsfähigkeit und einem mangelhaften Wirkungsgrad. - Nicht komprimierbare Diffusionsmedien mit den oben beschriebenen Eigenschaften, wie beispielsweise 060 TORAY®-Kohlenstoffpapier, sind in der Technik bekannt und werden daher nicht weiter beschrieben. Ein Kompressionsmedium
32 mit diesen Eigenschaften kann aus einer Vielzahl von Materialien hergestellt werden. Beispielsweise kann ein gewobenes Kohlepapier, wie beispielsweise ”V3 elat single side diffuser”, das von E-TEK-Division von De Nora N. A. aus Sommerset, New Jersey, erhältlich ist, und CF-Gewebe, das von SGL Carbon AG aus Wiesbaden, Deutschland erhältlich ist, als ein komprimierbares Diffusionsmedium verwendet werden. Ferner können andere Materialien mit Eigenschaften, die denen der oben erwähnten Materialien ähnlich sind, ebenfalls verwendet werden. - Die Kompression des Brennstoffzellenstapels
15 kann während des Betriebs eingestellt werden, um einen spezifischen Druckabfall für einen gegebenen Betriebszustand vorzusehen. Typische Druckabfälle liegen im Bereich von etwa 0,69 kN/m2 bis etwa 41,4 kN/m2 (etwa 0,1 bis etwa 6 psi) über die Platte. Jedoch können auch andere Druckabfälle ohne Abweichung vom Schutzumfang der vorliegenden Erfindung verwendet werden. Der festgelegte Druckabfall, dem ein Zufuhrstrom unterliegt, variiert abhängig von einem Durchsatz bzw. einer Durchflussrate des Zufuhrstromes und der Größe der Strömungsfläche34 durch die Strömungskanäle20 . - Durch Einstellen der Kompression des Brennstoffzellenstapels
15 wird das Eindringen der Abschnitte36 des komprimierbaren Diffusionsmediums32 in die Strömungskanäle20 gesteuert. Die Steuerung des Eindringens erlaubt, dass der Druckabfall gesteuert werden kann. Das Steuern des Druckabfalls kann sicherstellen, dass eine Minimalgeschwindigkeit eines Zufuhrstromes, der durch die Strömungsfelder22 strömt, beibehalten wird, oder dass ein gewünschter Betriebszustand des Brennstoffzellenstapels15 erreicht wird. Beispielsweise kann bei einem Niveau mit niedriger Leistung (verringerte Strömung des Zufuhrstromes) eine Kompression des Brennstoffzellenstapels15 erhöht werden, wodurch das Eindringen des komprimierbaren Mediums32 in die Strömungskanäle20 gesteigert wird. Das gesteigerte Eindringen erhöht den Druckabfall über die Strömungskanäle20 und resultiert in einer Zunahme der Geschwindigkeit des Zufuhrstromes durch die Strömungskanäle20 . Bei einem anderen Beispiel kann während eines Niveaus mit hoher Leistung (erhöhte Strömung des Zufuhrstromes) eine Kompression des Brennstoffzellenstapels15 verringert werden, wodurch das Eindringen des komprimierbaren Mediums32 in die Strömungskanäle20 verringert wird. Das verringerte Eindringen verringert den Druckabfall über die Strömungskanäle20 und resultiert in einem niedrigeren Energieverlust. Die stärkere Strömung des Zufuhrstromes (aufgrund des Niveaus mit höherer Leistung) erfordert einen nicht so hohen Druckabfall wie bei niedrigerer Leistung, um eine minimale Strömungsgeschwindigkeit beizubehalten. Die Beibehaltung einer minimalen Geschwindigkeit ist erwünscht, um sicherzustellen, dass eine angemessene Scherkraft oder ein angemessener dynamischer Druck durch den Zufuhrstrom zum Transport von Reaktionsprodukten (H2O) aus den Brennstoffzellen10 heraus erzeugt wird, um zu ermöglichen, dass die gasförmigen Reaktanden einen Zugang zu den Katalysatorlagen28 und30 freimachen können. Somit kann der Betrieb des Brennstoffzellenstapels15 auf Grundlage seines Betriebszustandes angepasst werden. - Das komprimierbare Diffusionsmedium
32 kann in unterschiedlichem Maße komprimiert werden, wie es durch die Anwendung bestimmt ist, innerhalb der das komprimierbare Diffusionsmedium32 verwendet wird. Es wird in Betracht gezogen, dass die typische Kompression im Bereich zwischen etwa 10 und etwa 50% liegt. Es sei jedoch zu verstehen, dass andere Beträge einer Kompression ohne Abweichung vom Schutzumfang der vorliegenden Erfindung verwendet werden können. Der tatsächliche Kompressionsbetrag variiert unter anderem abhängig von der Kanalgeometrie (Breite und Tiefe der Kanäle), dem gewünschten Betrieb des Brennstoffzellenstapels15 (gewünschter Druckabfall und/oder gewünschte Strömungsgeschwindigkeit) und dem bzw. den verwendeten spezifischen Diffusionsmedien. Die Elektrodenplatten14 können eine elektrisch leitende Beschichtung verwenden, die eine Kompression erfordert, um effektiv Elektrizität zu leiten. Dies bedeutet, dass die Beschichtungen auf den Elektrodenplatten14 einen Kontaktwiderstand aufweisen und ohne Kompression nicht ausreichend leitend sind. Die in Betracht gezogene 10%-ige Minimalkompression berücksichtigt Änderungen hinsichtlich der Herstellung und Toleranzen der Komponenten, die der Brennstoffzellenstapel15 umfasst, und stellt eine angemessene Kompression und einen angemessenen Kontakt zwischen den komprimierbaren Diffusionsmedien32 und benachbarten Elektrodenplatten14 sicher, so dass der Kontaktwiderstand der Elektrodenplatten14 kleiner als ein Nennwert ist. Die Kompressionsanforderungen derartiger Beschichtungen können abhängig von der exakten Beschaffenheit der Beschichtung und der Konstruktion der Platten14 variieren. - In den
4A und4B ist ein Brennstoffzellenstapel15 mit einer einstellbaren Kompression gemäß der vorliegenden Erfindung gezeigt. Eine Vielzahl von Brennstoffzellen10 ist zueinander benachbart in einer Brennstoffzellenanordnung44 angeordnet. Die Brennstoffzellenanordnung44 ist zwischen einem Paar von Anschlussplatten46 angeordnet, die dazu verwendet werden, elektrischen Strom an die Brennstoffzellenanordnung44 zu leiten bzw. elektrischen Strom von dieser zu entfernen. Benachbart der Anschlussplatten46 auf jeder Seite der Brennstoffzellenanordnung ist ein Paar von Endplatten16 angeordnet. Zwischen einer Endplatte16 und der Brennstoffzellenanordnung44 ist ein oder sind mehrere Kompressionselemente38 positioniert. Die Kompressionselemente38 werden in Ansprechen auf ein Steuersignal betrieben, um die Kompressionskraft F zu variieren, die durch die Kompressionselemente38 auf die Brennstoffzellenanordnung44 ausgeübt wird. Die Endplatten16 sind an den Seitenplatten48 durch mechanische Befestigungseinrichtungen62 oder durch andere in der Technik bekannte Verfahren befestigt. - Im Betrieb des Brennstoffzellenstapels
15 werden Reaktandenzufuhrströme an den Brennstoffzellenstapel15 mit einer Rate geliefert, die einer gewünschten Leistungsabgabe entspricht. Die Leistungsabgabe des Brennstoffzellenstapels15 zusammen mit dem Druckabfall von einem oder beiden der Zufuhrströme über den Brennstoffzellenstapel15 wird während des Betriebes gemessen und/oder überwacht. Optional dazu kann auch eine Geschwindigkeit von einem oder beiden der Zufuhrströme, die durch den Brennstoffzellenstapel15 strömen, während des Betriebs gemessen und/oder überwacht werden. Auf Grundlage des gemessenen Betriebszustandes des Brennstoffzellenstapels15 wird ein Steuersignal erzeugt, und die Kompression des Brennstoffzellenstapels15 wird durch das Kompressionselement38 in Ansprechen auf das Steuersignal eingestellt Die Kompression wird so lange eingestellt, bis ein gewünschter Betriebszustand erreicht ist (beispielsweise Druckverlust, Strömungsgeschwindigkeit). Das Einstellen der Kompression des Brennstoffzellenstapels15 erfolgt dahingehend dynamisch, dass der Betrag der Kompression auf Grundlage von Änderungen im Betrieb des Brennstoffzellenstapels15 kontinuierlich variiert werden kann, um einen gewünschten Betriebszustand beizubehalten. Beispielsweise kann, wie oben beschrieben ist, eine Regelungsrückkopplung verwendet werden, so dass die Kompression des Brennstoffzellenstapels15 so lange eingestellt wird, bis der Druckabfall über den Brennstoffzellenstapel15 eine vorbestimmte Größe besitzt oder bis eine minimale Strömungsgeschwindigkeit von einem oder mehreren der Zufuhrströme durch den Brennstoffzellenstapel15 überschritten ist. - Während die Strömungskanäle
20 allgemein mit einer rechtwinkligen Form gezeigt sind, sei zu verstehen, dass auch andere Formen und Ausgestaltungen, die ermöglichen, dass ein komprimierbares Diffusionsmedium32 in die Strömungskanäle20 eindringen und die Strömungsfläche34 verringern kann, ohne Abweichung vom Schutzumfang der vorliegenden Erfindung verwendet werden können. Ferner sei, während spezifische Druckabfälle und Leistungsniveaus beschrieben worden sind, um die vorliegende Erfindung zu beschreiben und zu veranschaulichen, zu verstehen, dass andere Druckabfälle und andere Betriebsbedingungen des Brennstoffzellenstapels15 und/oder der Brennstoffzellen10 ohne Abweichung vom Schutzumfang der vorliegenden Erfindung verwendet werden können. - Die Beschreibung der Erfindung ist lediglich beispielhafter Natur und somit sind Abwandlungen, die nicht von der Grundidee der Erfindung abweichen, als innerhalb des Schutzumfangs der Erfindung befindlich anzusehen. Derartige Abwandlungen sind nicht als Abweichung von der Grundidee und dem Schutzumfang der Erfindung zu betrachten.
Claims (21)
- Brennstoffzellenstapel mit: einer Vielzahl von Brennstoffzellen, die zueinander benachbart angeordnet sind, wobei zumindest eine Brennstoffzelle der Vielzahl von Brennstoffzellen eine Elektrodenplatte mit einem darin ausgebildeten Strömungsfeld, eine Membranelektrodenanordnung und ein komprimierbares fluiddurchlässiges Diffusionsmedium aufweist, das zwischen der Membranelektrodenanordnung und der Elektrodenplatte angeordnet ist; und einem Kompressionselement, das dazu dient, die Vielzahl von Brennstoffzellen im Betrieb variabel aneinander zu pressen, wobei die Brennstoffzellen durch das Kompressionselement so aneinander gepresst werden, dass in der zumindest einen Brennstoffzelle als eine Funktion der Kompression durch das Kompressionselement ein Anteil des Diffusionsmediums variabel in das Strömungsfeld der benachbarten Elektrodenplatte eindringt.
- Brennstoffzellenstapel nach Anspruch 1, wobei die Kompression der Brennstoffzellen in Ansprechen auf einen Betriebszustand des Brennstoffzellenstapels durch das Kompressionselement variierbar ist.
- Brennstoffzellenstapel nach Anspruch 2, wobei der Betriebszustand eine Leistungsabgabe des Brennstoffzellenstapels ist.
- Brennstoffzellenstapel nach Anspruch 2, wobei der Betriebszustand ein Druckabfall eines durch den Brennstoffzellenstapel strömenden Zufuhrstromes ist.
- Brennstoffzellenstapel nach Anspruch 2, wobei der Betriebszustand eine Strömungsgeschwindigkeit eines durch den Brennstoffzellenstapel strömenden Zufuhrstromes ist.
- Brennstoffzellenstapel nach Anspruch 1, wobei das Kompressionselement eine Fluidblase umfasst.
- Brennstoffzellenstapel nach Anspruch 1, wobei das Kompressionselement eine fluidgesteuerte Druckkolbeneinrichtung umfasst.
- Brennstoffzellenstapel nach Anspruch 1, wobei das Kompressionselement eine mechanisch gesteuerte Druckkolbeneinrichtung umfasst.
- Brennstoffzellenstapel nach Anspruch 1, wobei die Elektrodenplatten Anodenplatten sind.
- Brennstoffzellenstapel nach Anspruch 1, wobei die Elektrodenplatten Kathodenplatten sind.
- Verfahren zum Betrieb eines Brennstoffzellenstapels, der eine Vielzahl von Brennstoffzellen aufweist, wobei zumindest eine Brennstoffzelle der Vielzahl von Brennstoffzellen eine Elektrodenplatte mit einem darin ausgebildeten Strömungsfeld, eine Membranelektrodenanordnung (MEA) und ein fluiddurchlässiges Diffusionsmedium umfasst, das zwischen der MEA und der Elektrodenplatte angeordnet ist, wobei Reaktandenzufuhrströme an den Brennstoffzellenstapel geliefert werden; und eine Kompression des Brennstoffzellenstapels in Ansprechen auf einen Betriebszustand des Brennstoffzellenstapels variiert wird, so dass sich das Diffusionsmedium als eine Funktion der Kompression während des Betriebs des Brennstoffzellenstapels relativ zu dem Strömungsfeld bewegt, um dessen effektive Strömungsfläche zu ändern.
- Verfahren nach Anspruch 11, ferner umfassend, dass ein Betriebszustand des Brennstoffzellenstapels überwacht wird und die Kompression des Brennstoffzellenstapels in Ansprechen auf den Betriebszustand eingestellt wird.
- Verfahren nach Anspruch 12, wobei das Überwachen umfasst, dass eine Leistungsabgabe des Brennstoffzellenstapels, ein Durchsatz eines durch den Brennstoffzellenstapel strömenden Reaktandenzufuhrstromes und/oder ein Druckabfall eines durch den Brennstoffzellenstapel strömenden Reaktandenzufuhrstromes überwacht wird.
- Verfahren nach Anspruch 11, wobei das Variieren umfasst, dass die Kompression des Brennstoffzellenstapels verringert wird, wenn eine Leistungsabgabe des Brennstoffzellenstapels zunimmt.
- Verfahren nach Anspruch 11, wobei das Variieren umfasst, dass die Kompression des Brennstoffzellenstapels erhöht wird, wenn eine Leistungsabgabe des Brennstoffzellenstapels abnimmt.
- Verfahren nach Anspruch 11, wobei das Variieren umfasst, dass die Kompression des Brennstoffzellenstapels so variiert wird, dass eine Strömungsgeschwindigkeit eines durch den Brennstoffzellenstapel strömenden Reaktandenzufuhrstroms oberhalb eines vorbestimmten Niveaus beibehalten wird.
- Verfahren nach Anspruch 11, wobei das Variieren umfasst, dass die Kompression des Brennstoffzellenstapels so variiert wird, dass ein vorbestimmter Druckabfall in einem durch den Brennstoffzellenstapel strömenden Zufuhrstrom auftritt.
- Verfahren nach Anspruch 17, wobei der vorbestimmte Druckabfall im Bereich von etwa 0,69 kN/m2 bis etwa 41,4 kN/m2 (etwa 0,1 bis etwa 6 psi) liegt.
- Verfahren nach Anspruch 11, wobei das Variieren umfasst, dass ein Fluiddruck in einer Blase variiert wird, die den Brennstoffzellenstapel komprimiert.
- Verfahren nach Anspruch 11, wobei das Variieren umfasst, dass ein Fluiddruck in einer Druckkolbeneinrichtung variiert wird, die den Brennstoffzellenstapel komprimiert.
- Verfahren nach Anspruch 11, wobei das Variieren umfasst, dass eine mechanische Druckkolbeneinrichtung variiert wird, die den Brennstoffzellenstapel komprimiert.
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