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HINTERGRUND DER ERFINDUNG
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Gebiet der Erfindung
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Die
vorliegende Patentanmeldung betrifft das Gebiet der Druckdichtungsvorrichtungen
in Radarfüllstandsmesssystemen
und genauer eine Druckdichtungsvorrichtung, die Reduzierung eines Wellenleiterdurchmessers
erlaubt, jedoch mit aufrechterhaltener Grenzfrequenz, und ein Verfahren
für eine
solche Dichtung.
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Radarfüllstandsmessgeräte werden
heutzutage weitverbreitet zum Messen der Höhe einer Oberfläche eines
in einem Behälter,
wie beispielsweise einem Tank, aufbewahrten Produktes verwendet. Diese
Radarfüllstandsmessgeräte müssen fähig sein,
unter sehr unterschiedlichen Bedingungen zu funktionieren. Die in
den Behältern
aufbewahrten Produkte können
eine Vielzahl von verschiedenen Produkten sein, wie beispielsweise
Erdölraffinerieprodukte,
Flüssiggas
und andere chemische Komponenten. Daher können die Drücke und Temperaturen in den
Behältern
einen großen
Wertebereich aufweisen. Typische Drücke können 4 bis 10 MPa sein und typische
Temperaturen können
innerhalb des Bereichs von –40°C bis +200°C liegen,
wobei auch Drücke
und Temperaturen außerhalb
dieser Werte möglich
sind.
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Die
Füllstandsmessgeräte umfassen üblicherweise
eine durch einen Wellenleiter gespeiste Antenne, beispielsweise
eine ein durch einen runden Wellenleiter gespeistes Horn verwendende
Antenne. Andere verwendete Antennen sind eine durch einen Trichter
gespeiste Parabolantenne, eine dielektrische Stabantenne oder eine
durch einen Wellenleiter gespeiste Gruppenantenne. Üblicherweise
ist der Wellenleiter und ein Teil des Trichters durch ein dielektrisches
Material gefüllt
und durch einen oder mehrere O-Ringe abgedichtet. Das dielektrische
Material ist angeordnet, um eine Sperre für Dämpfe oder Flüssigkeiten
zu bilden, die in dem Inneren des Behälters sind, und um die Dämpfe daran
zu hindern, an die Umgebung abgegeben zu werden. Da die Behälter oftmals
Chemikalien enthalten, ist das verwendete dielektrische Material
vorzugsweise PTFE (Polytetrafluorethylen), das die Einschätzung der
chemischen Kompatibilität
erleichtert. PPS (Polyphenylsulfid) ist ein anderes Material für geringfügig höhere Temperaturen,
das jedoch eine geringfügig
niedrigere chemische Widerstandsfähigkeit aufweist. Bei Temperaturen,
die 200°C
erreichen, sind die mechanischen Eigenschaften von PTFE dramatisch
verschlechtert, so dass die Kombination von hohem Druck und Temperatur
eine gute Konstruktion der Druckdichtung voraussetzt, die eine gute
seitliche Fixierung des dielektrischen Materials ermöglicht.
Noch höhere
Temperaturen verlangen natürlich
andere Materialien, wie Quartz oder keramische Materialien, und
aufgrund solcher Materialien muss die Form entsprechend angepasst
werden. Ein anderes für
Wellenleiterdichtungen verwendetes Material ist Glas. In jedem Fall
wird der Wellenleiter verwendet, um die Mikrowellenübertragung
gleichmäßig und
frei von Reflektionen zu gestalten, um die Radarmessgenauigkeit
zu verbessern, die Dichtung des Wellenleiters ist jedoch ein wichtiges
Teil, nicht zuletzt bei hohen Drücken.
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Ein
bisher verwendeter Ansatz des Standes der Technik ist in 2 gezeigt. Diese Druckdichtung des
Standes der Technik umfasst einen aus einem dielektrischen Material
(beispielsweise PTFE) hergestellten Stopfen, der einen Wellenleiter
ausfüllt,
der Mikrowellen an eine aus einem metallischen Material hergestellte
Hornantenne überträgt. Die
Antenne umfasst einen Flansch, der angeordnet ist, um die Antenne
auf dem Dach eines Behälters
zu montieren. Der dielektrische Stopfen und die Hornantenne sind der
Behälterumgebung
teilweise ausgesetzt. Eine Radarelektronik (in 1 schematisch gezeigt) speist die Antenne
durch den Wellenleiter und ist außerhalb des Behälters angeordnet.
Der dieelektrische Stopfen ist an einem metallischen kurzen Flansch
befestigt, der an der Hornantenne und dem Flansch durch Schrauben
oder ähnliche
Elemente befestigt ist. Der Stopfen ist an dem Flansch durch eine
Anzahl von kleinen sich in Umfangsrichtung erstreckenden Graten
fixiert, die eine gute seitliche Fixierung des Stopfens ermöglichen.
Weiterhin sind ein oder mehrere Dichtungselemente (nicht gezeigt),
wie beispielsweise O-Ringe,
zwischen dem Stopfen und der Hornantenne angeordnet.
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Dieser
Ansatz des Standes der Technik verringert jedoch den Durchmesser
des Wellenleiters um die kleinen sich in Umfangsrichtung erstreckenden
Grate. Der kleinere Durchmesser erhöht die Grenzfrequenz auf eine
unerwünschte
Weise und der Durchmesser außerhalb
des schmaleren Bereichs ist bereits so klein wie möglich ausgebildet
und die Funktion eines Füllstandsmesssystems
benötigt
eher eine große
Bandbreite. Daher ist wenig Raum für einen schmaleren Bereich
vorhanden, um eine Möglichkeit
zu erhalten, den typischen mechanischen durch den Containerdruck
erzeugten Kräften
zu widerstehen. Dieser Typ von Dichtung ist ausreichend und weit
verbreitet für
Containerdichtungen bei moderaten Drücken und Temperaturen.
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Weiterhin
benötigen
verschiedene Typen von Behältern
und das Messen in unterschiedlichen Situationen die Verwendung von
unterschiedlichen Frequenzen. Typische in Radarfüllstandsmessgeräten verwendete
Frequenzen sind 6, 10 oder 26 GHz. Unter der Annahme, dass zwei
Versionen der Elektronikschaltung für die Verwendung in unterschiedlichen
Situationen erhältlich
sind (wie beispielsweise 6 und 26 GHz), wäre es praktisch, dieselbe Druckdichtung
mit einem gemeinsamen Antennentyp zu verwenden. Mit derselben Druckdichtung
wäre es
möglich,
die Frequenz nach der ersten Installation zu ändern, und es würde auch
die Logistik vereinfachen. Die Informationen über die Betriebsbedingungen könnten im
Voraus spärlich
sein, so dass beide Fälle, dass
die Flüssigkeit
durch Schaum abgedeckt ist, wobei bei 26 GHz Probleme zu erwarten
sind, und dass der Behälter
stärker
strukturiert ist als erwartet und ein 6 GHz-Sender zu Problemen
führen
könnte, auftreten
werden. Eine mögliche
Anordnung bei solchen Füllstandsmessgeräten ist,
das Messgerät
in zwei Teile aufzuteilen, wobei ein Teil eine Druckdichtung und
der andere Teil eine Elektronikeinheit in einem separaten Gehäuse ist.
Die Druckdichtung, einschließlich
der Antenne, ist an einer Öffnung
des Behälters
montiert und dichtet den Behälter
ab. Das Radarelektronikgehäuse
einschließlich
der Wellenleitereinspeisung ist auf der Druckdichtung montiert und kann
ohne Öffnung
des Behälters
montiert oder entfernt werden.
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Ein
Problem mit einer Anordnung, bei der dieselbe Druckdichtung in einem
Dualbandsystem verwendet wird, ist, dass der Durchmesser eines Wellenleiters
zum Übertragen
der niedrigen Frequenz (6 GHz) wesentlich größer sein muss als der Durchmesser
eines die hohe Frequenz (26 GHz) übertragenden Wellenleiters.
Falls die Wellenleiter mit PTFE gefüllt sind, ist der Durchmesser
für die niedrige
Frequenz 24 bis 25 mm und der Durchmesser für die hohe Frequenz 6 mm. Daher
muss, um dieselbe Druckdichtung zu verwenden, ein Wellenleiter mit
dem größeren Durchmesser
verwendet werden. Wenn sich jedoch die hohe Frequenz in einem Wellenleiter
mit einem größeren Durchmesser
als benötigt
ausbreitet, können
sich eine Reihe von unerwünschten
Wellenleiter-Modes ausbreiten und es muss große Sorgfalt darauf gelegt werden,
ihre Anregung zu vermeiden.
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ZUSAMMENFASSUNG
DER ERFINDUNG
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Dementsprechend
ist es eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine verbesserte
Druckdichtungsvorrichtung bereitzustellen, die eine verbesserte
mechanische Befestigung des dielektrischen Wellenleiterfüllmaterials
durch einen lokal geringeren Durchmesser des Wellenleiters ermöglicht,
ohne die Grenzfrequenz zu erhöhen,
wobei dies in einer reduzierten mechanischen Belastung und einer
reduzierten Anzahl von unerwünschten
Wellenleiter-Modes resultiert.
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Diese
Aufgabe wird durch Bereitstellen eines koaxial angeordneten leitenden
Zylinders in dem Wellenleiter über
eine begrenzte Strecke entlang des Wellenleiters gelöst.
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Eine
andere Aufgabe der Erfindung ist es, ein Verfahren zum Verbessern
der mechanischen Befestigung des dielektrischen Wellenleiter-Füllmaterials
durch einen lokal kleineren Durchmesser des Wellenleiters zu verbessern,
ohne die Grenzfrequenz zu erhöhen,
wobei dies in einer verminderten mechanischen Belastung und einer
verminderten Anzahl von unerwünschten
Wellenleiter-Modes resultiert.
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Diese
Aufgabe wird durch ein Verfahren gelöst, das einen koaxial angeordneten
leitenden Zylinder in dem Wellenleiter über eine begrenzte Strecke entlang
des Wellenleiters bereitstellt.
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Es
wurde eine Druckdichtungsvorrichtung und ein Verfahren zum Vermindern
der Grenzfrequenz in einer Druckdichtungsvorrichtung erfunden, wobei
der Durchmesser des Wellenleiters aufgrund eines in dem Wellenleiter
vorgesehenen mittigen Leiters wesentlich kleiner als zuvor ausgeführt werden kann.
Die Möglichkeit,
den Durchmesser zu reduzieren, ist an einem Teil entlang des Wellenleiters
ausgenutzt (wie beispielsweise λ/2),
wobei dies die Bildung von Schultern oder konischen Teilen ermöglicht,
die eine durch einen Druck in dem Behälter hervorgerufene wesentliche
mechanische Kraft entlang des Wellenleiters aufnehmen. Der Ansatz
gemäß der vorliegenden
Erfindung ist vorteilhaft im Vergleich zu dem zuvor diskutierten
Ansatz des Standes der Technik, der die Grenzfrequenz in einer ungewünschten Weise
erhöht.
Die vorliegende Erfindung beseitigt den Nachteil dieses Ansatzes
nach dem Stand der Technik durch einen kleineren Durchmesser des
Wellenleiters mit einer gleichgebliebenen Grenzfrequenz.
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Weitere
Aufgaben und Merkmale der vorliegenden Erfindung werden aus der
folgenden genauen Beschreibung unter Berücksichtigung der begleitenden
Zeichnungen ersichtlich werden. Es sollte jedoch klar sein, dass
die Zeichnungen lediglich zum Zweck der Illustration und nicht als
eine Definition der Grenzen der Erfindung angegeben sind, für die auf die
beigefügten
Ansprüche
Bezug genommen wird. Es sollte weiterhin klar sein, dass die Zeichnungen nicht
unbedingt maßstabsgerecht
gezeichnet sind und dass sie, soweit nicht anders angegeben, lediglich
dazu vorgesehen sind, die hierin beschriebenen Konstruktionen und
Verfahren konzeptionell darzustellen.
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KURZE BESCHREIBUNG
DER ZEICHNUNGEN
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Die
Zeichnungen, worin gleiche Bezugszeichen ähnliche Elemente in den verschiedenen
Ansichten bezeichnen, zeigen:
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1 ist
eine schematische Darstellung eines Behälters, in dem ein Radarfüllstandsmesssystem
installiert ist, das eine Druckdichtung nach dem Stand der Technik
oder der vorliegenden Erfindung umfasst;
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2 zeigt
eine axiale Schnittansicht einer Druckdichtung nach dem Stand der
Technik für
einen Wellenleiter;
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3 ist
eine schematische Ansicht eines Radarfüllstandsmessgeräts nach
dem Stand der Technik oder der vorliegenden Erfindung;
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4 zeigt
eine axiale Schnittansicht einer erfindungsgemäßen Druckdichtung nach einer
allgemeinen Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung;
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5 zeigt
eine axiale Schnittansicht einer erfindungsgemäßen Druckdichtung nach einer
Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung;
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6 ist
eine radiale Schnittansicht eines erfindungsgemäßen runden Wellenleiters, das
die elektrischen Feldlinien zeigt;
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7 ist
eine radiale Schnittansicht eines erfindungsgemäßen rechteckigen Wellenleiters,
das die elektrischen Feldlinien zeigt;
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8 ist
eine radiale Schnittansicht eines erfindungsgemäßen mit Ausnehmungen versehenen runden
Wellenleiters, wobei die elektrischen Feldlinien gezeigt sind.
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9 ist
ein Diagramm, das die relative Impedanz in einem erfindungsgemäßen Wellenleiter
bei verschiedenen Durchmessern zeigt, welche dieselbe Grenzfrequenz
aufweisen;
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10 ist
ein Diagramm, das Reflektionen bei verschiedenen Konstruktionen
zeigt;
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11 zeigt
eine axiale Schnittansicht einer erfindungsgemäßen Druckdichtung, die in einem
Dualbandsystem integriert ist;
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12a zeigt eine axiale Schnittansicht einer erfindungsgemäßen Druckdichtung,
die an ein Niedrigfrequenzband angepasst ist;
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12b zeigt eine axiale Schnittansicht einer erfindungsgemäßen Druckdichtung,
die an ein Hochfrequenzband angepasst ist.
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GENAUE BESCHREIBUNG
DER MOMENTAN BEVORZUGTEN AUSFÜHRUNGSFORMEN
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Unter
Bezugnahme auf die 1 ist ein allgemein mit 10 gekennzeichneter
Behälter
mit einem Produkt 11 gefüllt, dessen Höhe oder
Füllstand
unter Verwendung eines Radarfüllstandsmessgeräts 13, das
den Abstand zu einer Oberfläche 12 des
Produktes 11 misst, zu bestimmen ist. Der Behälter 10 kann beispielsweise
ein Tank auf einem Schiff, in einer Verfahrensindustrieanlage oder
in einer Ölraffinerie sein.
Das Produkt kann eine Flüssigkeit,
wie beispielsweise Öl,
ein Gas, ein pulverisierter Feststoff, wie beispielsweise Sand oder
Steinmehl, oder andere chemische Komponenten sein. Das Radarfüllstandsmessgerät 13 ist
an einer Behälteröffnung am oberen
Ende des Behälters 10 montiert
und ist ihm gegenüber
abgedichtet. Das Radarfüllstandsmessgerät 13 umfasst
eine Hornantenne 15, die Mikrowellen zu der Produktoberfläche 12 überträgt und reflektierte
Mikrowellen von der Produktoberfläche 12 empfängt, um
eine Anzeige für
den Füllstand
des in dem Behälter 10 aufbewahrten
Produktes 11 anzugeben. Anzumerken ist, dass das Radarfüllstandsmessgerät 13 den
Abstand von dem oberen Ende zu der Oberfläche 12 des Produktes 11 misst,
da aber die Höhe
des Behälters
bekannt ist, ist es einfach, diesen Abstand zu der Füllstandshöhe, welche
die Höhe
des Produktes 11 ist, zu berechnen.
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Das
Radarfüllstandsmessgerät 13 umfasst weiterhin
einen Wellenleiter 16, der Mikrowellen zwischen der Hornantenne 15 und
einer elektronischen Einheit 17 überträgt, in der die Mikrowellen
erzeugt werden und in der empfangene Mikrowellen zu elektrischen
Signalen umgewandelt werden. Die zur Übertragung von Mikrowellen
und zum Empfang der reflektierten Mikrowellen verwendete elektronische Einheit 17 ist
gut bekannt und ist lediglich schematisch gezeigt. Das Radarfüllstandsmessgerät umfasst
weiterhin eine Kommunikationsschnittstelle, um Informationen senden
und empfangen zu können, beispielsweise
um die empfangenen Mikrowellensignale an eine Signalverarbeitungseinheit
zu senden. Ein aus einem dielektrischen Material gebildeter Dichtungsstopfen 14 ist
angeordnet, um den Wellenleiter 16 gegenüber der
Behälteratmosphäre abzudichten,
und falls die elektronische Einheit 17 ein explosionssicheres (feuersicheres)
Gehäuse
aufweist, ist auch ein feuersicherer Stopfen 18 vorgesehen.
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Eine
typische Konstruktion eines Radarfüllstandsmessgeräts 13,
bei dem die elektronische Einheit 17 (irgendeiner Art)
mit der Hornantenne 15 über den
Wellenleiter 16 verbunden ist, ist in der 3 gezeigt.
Die Hornantenne 15 ist an einem Flansch 19 montiert
(geschweißt),
der an der Behälteröffnung am
oberen Ende des Behälters 10 mittels
beispielsweise Schrauben (nicht gezeigt) gehalten ist. Der Wellenleiter 16 tritt
durch den Flansch 19 hindurch und ist ihm gegenüber abgedichtet.
Der aus einem dielektrischen Material gebildete Dichtungsstopfen 14 ist
angeordnet, um den Wellenleiter 16 gegenüber der
Behälteratmosphäre abzudichten.
Der Wellenleiter 16 ist vorzugsweise mit einer Verbindung
ausgerüstet,
die es ermöglicht,
die elektronische Einheit 17 ohne Öffnen des Behälters auszutauschen,
wobei innerhalb des Behälters
oft ein hoher Druck und/oder gefährliche
Substanzen vorhanden sind. Die elektronische Einheit 17 ist
mit einem Kabel verbunden und ist ebenfalls vorzugsweise durch eine
Abdeckung geschützt,
d.h. um die Wellenleiterverbindung und die Kabelverbindung gegenüber Wettereinflüssen zu schützen.
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Die
Ausbreitung in geschlossenen Wellenleitern irgendwelcher Querschnitte
kann in verschiedenen Wellenleiter-Moden beschrieben werden, vergleiche
irgendein Buch über
diesen Gegenstand, wie beispielsweise Marcuwicz: „Waveguide
handbook", [McGraw
Hill 1951, S. 3–6
und 72–80
oder Peter Peregrinus 1986], R. Collin: Field Theory of guided waves,
[IEEE 1991, S. 173, 329–337
und 411–412] oder
R. Johnson: Antenna engineering handbook [McGraw Hill 1993, S. 42–20 bis
42–29],
die in vier Gruppen klassifiziert sind:
- – TEM-Moden
ohne Feldkomponente entlang des Wellenleiters. Bei einer Koaxialleitung
als das am weitesten verbreitete Beispiel werden zwei oder mehr
Leiter benötigt.
Es gibt keine untere Grenzfrequenz und die praktische Verwendung
ist auf Frequenzen beschränkt,
bei denen sich keine anderen Moden ausbreiten können (d.h. eine obere Frequenzgrenze
in der Praxis);
- – Querverlaufende
elektrische Moden (TE-Moden oder H-Moden) mit keinem elektrischen
Feld entlang des Wellenleiters. Der niedrigste Mode in den meist
hohlen Wellenleitern ist aus dieser Gruppe, wie beispielsweise H11 in runden Wellenleitern und H10 in
rechteckigen Wellenleitern. Die H-Moden können auch in Konstruktionen
mit mehr als einem Leiter auftreten, sie werden jedoch vollständig andere
Eigenschaften als ein TEM-Mode in der gleichen mechanischen Konstruktion
aufweisen;
- – Transversale
magnetische Moden (abgekürzt TM-Moden
oder E-Moden) gehören zu den
höheren
Moden in einem beliebigen hohlen Wellenleiter; und
- – Hybrid-Moden
(HE-Moden) können
in einem hohlen Wellenleiter auftreten, falls das Material nicht
homogen ist, wie es beispielsweise dort der Fall ist, wo ein Teil
des Querschnitts mit einem dielektrischen Material gefüllt ist
und der Rest mit einem anderen Material.
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Der
in der vorliegenden Erfindung verwendete Mode kann der transversale
elektrische Mode, der transversale magnetische Mode oder der Hybrid-Mode
sein, in der bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung wird jedoch der transversale elektrische Mode (H-Mode)
bevorzugt. Im Gegensatz zu einer Standardkoaxialleitung wird der
TEM-Mode in der typischen Anwendung der Erfindung nicht verwendet.
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In 4 ist
eine allgemeine Ausführungsform
einer Druckdichtung nach der vorliegenden Erfindung gezeigt. Die
Druckdichtung umfasst einen dielektrischen Stopfen 14,
der den Wellenleiter ausfüllt, der
Mikrowellen an die vorzugsweise aus einem metallischen Material
gebildete Hornantenne 15 überträgt. Die Antenne 15 umfasst
einen Flansch 19, der angeordnet ist, um die Antenne 15 an
dem Dach des Behälters 10 zu
montieren (gezeigt in der 3). Der dielektrische
Stopfen 14 ist angeordnet, um eine Barriere für Dämpfe oder
Flüssigkeiten
zu bilden, die in dem Inneren des Behälters 10 vorhanden
sind, und um die Dämpfe
daran zu hindern, an die Umgebung abgegeben zu werden. Das dielektrische
Material ist in der bevorzugten Ausführungsform PTFE oder PPS. Bei
200°C erreichenden
Temperaturen sind die mechanischen Eigenschaften von PTFE und/oder PPS
stark eingeschränkt,
so dass die Druckdichtung mit einem Befestigungsflansch 21 ausgerüstet ist. Der
Befestigungsflansch 21 kann an der Hornantenne 15 mit
Hilfe von Gewinden oder Ähnlichem
befestigt werden und führt
zu einem Abschnitt 23 des Wellenleiters 16, der
einen kleineren Durchmesser als der Rest des Wellenleiters 16 aufweist
und der es einer eher breiten Schulter 22 ermöglicht,
eine durch einen hohen Druck in dem Behälter 10 verursachte axiale
Kraft auf den Stopfen 14 aufzunehmen. Der Abschnitt mit
einem kleineren Durchmesser wird ab hier der schmalere Abschnitt 23 genannt.
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Der
Wellenleiter 16 umfasst bei dem schmaleren Abschnitt 23 einen
mittigen Leiter 20, der beispielsweise ein in eine gebohrte
koaxiale Öffnung
in dem dielektrischen Stopfen 14 eingesteckter metallischer
Stift sein kann. Der mittige Leiter 20 kann ein aus einem
metallischen Material gebildeter homogener Zylinder sein oder lediglich
die einhüllende
Oberfläche
aus einem metallischen Material aufweisen. Der mittige Leiter 20 weist
im Wesentlichen die gleiche Länge
auf wie der schmalere Abschnitt 23, der in der bevorzugten
Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung λ/2
der tatsächlichen
Wellenleiterwellenlänge
beträgt.
Der Wellenleiter 16 umfasst in der bevorzugten Ausführungsform
weiterhin eine oder mehrere Dichtungen, wie beispielsweise O-Ringe 24 zwischen
dem dielektrischen Stopfen 14 und der Hornantenne 15.
In der bevorzugten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung sind die zwei O-Ringe 24 λ/4 voneinander entfernt angeordnet,
um Reflektionen von ihnen zu minimieren. Eine zusätzliche
oder alternative Dichtungsvorrichtung kann an der Schulter 22 angeordnet
sein. Weiterhin umfasst der Wellenleiter 16 in einer bevorzugten
Ausführungsform
eine Verbindungsstelle zwischen dem Flansch 19 und dem oberen
Wellenleiter 16, da die Dichtung des Containers auch erhalten
bleiben muss, falls die Elektronikeinheit entfernt ist.
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Unter
Bezugnahme auf die 5 wird eine andere Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung mit einer verbesserten Bandbreite gezeigt.
Die Druckdichtung umfasst einen dielektrischen Stopfen 14,
der zumindest einen Teil des Wellenleiters 16 ausfüllt, der
Mikrowellen zu der Hornantenne 15 überträgt. Die Antenne 15 umfasst
einen Flansch 19, der angeordnet ist, um die Antenne 15 an
dem Dach des Containers 10 zu montieren (in der 1 gezeigt).
Die Druckdichtung ist mit einem Befestigungsflansch 21 ausgerüstet, der
an der Hornantenne 15 mit Hilfe von Gewinden oder ähnlichem
befestigt werden kann und der zu dem schmaleren Abschnitt 23 des
Wellenleiters 16 führt,
der es einer eher breiten Schulter 22 ermöglicht,
eine aufgrund von hohem Druck in dem Behälter 10 entstehende
axiale Kraft auf den Stopfen 14 aufzunehmen. Der Wellenleiter 16 ist
bei dem schmaleren Abschnitt 23 mit dem mittigen Leiter 20 ausgerüstet, der
im Wesentlichen die gleiche Länge
wie der schmalere Abschnitt 23 aufweist, vorzugs weise λ/2 der tatsächlichen
Wellenleiterwellenlänge.
Zwei Impedanztransformatorabschnitte 25 sind an den gegenüberliegenden
Enden des zentralen Leiters 20 angeordnet und sie sind
in einer bevorzugten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung jeweils λ/4-Wellenlängen lang, wobei die Bandbreite
stark verbessert wird.
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Die 6 zeigt
schematisch elektrische Feldlinien 52 in einem erfindungsgemäßen runden Wellenleiter 51,
der einen H11-Wellenleiter-Mode gemäß einer
bevorzugten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung überträgt. Der
mittige Leiter 20 ist koaxial in dem runden Wellenleiter 51 angeordnet, wobei
dieser Wellenleiter trotz der geometrischen Ähnlichkeit in keiner Weise
als eine Koaxialübertragungsleitung
wirkt. Das Feldmuster 52 wird durch den zylinderförmigen mittigen
Leiter 20 modifiziert und der Einfluss auf die Grenzfrequenz
des Grund-Mode und höherer
Moden kann berechnet werden.
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Die 7 zeigt
schematisch elektrische Feldlinien 62 in einem erfindungsgemäßen rechteckigen
Wellenleiter 61, der einen H10-Wellenleiter-Mode gemäß einer
anderen Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung überträgt. Der
mittige Leiter 20 ist koaxial in dem rechteckigen Wellenleiter 61 und
entlang eines begrenzten Teils von dessen Länge angeordnet, wie beispielsweise λ/2 der tatsächlichen
Wellenleiterwellenlänge.
Das elektrische Feldmuster 62 wird durch den zylinderförmigen mittigen
Leiter 20 modifiziert und der Einfluss auf die Grenzfrequenz des
Grundmode und von höheren
Moden kann berechnet werden. Die Funktion ähnelt der eines Stegwellenleiters
(ridge waveguide), jedoch mit „invertierten
Stegen". Der Wellenleiter 61 ist
dort, wo der mittige Leiter 20 angeordnet ist (λ/2 lang),
schmaler, wobei dies durch die durchgezogenen Striche 63 in
der 7 angezeigt ist. Der Wellenleiter 61 ist
breiter, angezeigt durch die strichlierten Linien 64, wo bei
dort kein mittiger Leiter 20 vorhanden ist, um die gleiche Grenzfrequenz
zu erhalten. Der schmalere Abschnitt ermöglicht es, das dielektrische
Füllmaterial
zu befestigen und großen,
durch den Druck innerhalb des Behälters hervorgerufenen Kräften zu
widerstehen.
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Die 6 und 7 zeigen
zwei verschiedene Schnittansichten eines Wellenleiters, rund und rechteckig.
Der Fachmann erkennt, dass andere Formen als ein runder oder ein
rechteckiger Querschnitt möglich
sind. Zur besseren Abdichtung wird in der bevorzugten Ausführungsform
ein runder Wellenleiter verwendet, da ein runder Querschnitt wesentlich einfacher
abzudichten ist als ein rechteckiger Querschnitt. Andererseits weist
ein runder Wellenleiter eine eher schlechte Bruttobandbreite von
1:1,31 oder 26% für
eine Einfach-Mode-Ausbreitung auf, zu vergleichen mit 1:2 für einen
rechteckigen Wellenleiter oder 1:4 für einen Stegwellenleiter, wobei
dies eine Systembandbreite (10–15%)
enthalten sollte und einen 10%-igen Abstand zu der Grenzfrequenz
aufweisen kann. In diesem Zusammenhang bedeutet der Ausdruck „Aufrechterhalten
der Grenzfrequenz" nicht notwendigerweise
exakt die gleiche Grenzfrequenz, sondern kann die Grenzfrequenz ± 5% sein.
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In
der bevorzugten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung ist der mittige Leiter 20 als
ein glatter Zylinder ausgeführt.
Wie aus der 8 ersichtlich ist, kann der
mittige Leiter 20 jedoch mit Ausnehmungen 73 versehen
sein, um die laterale Induktivität
zu erhöhen
und es dadurch zu ermöglichen, den
gleichen Effekt durch einen Leiter mit einem kleineren Durchmesser
zu erhalten. Daher zeigt die 7 schematisch
elektrische Feldlinien 72 in einem erfindungsgemäßen runden
Wellenleiter 71, der einen H11-Wellenleiter-Mode
gemäß einer
anderen Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung überträgt. Der
mittige Leiter 20 ist koaxial in dem runden Wellenleiter 71 angeordnet,
im Gegensatz zu der geometrischen Ähnlichkeit agiert dieser Wellenleiter
jedoch in keiner Weise als eine koaxiale Übertragungsleitung. Das Feldmuster 72 wird
durch den zylinderförmigen
mittigen Leiter 20 modifiziert und der Einfluss auf die
Grenzfrequenz des Grund-Modes und höherer Moden kann berechnet
werden. Der mittige Leiter 20 ist in dieser Ausführungsform
mit vier Ausnehmungen 73 versehen, es sind jedoch natürlich andere
Anzahlen von Ausnehmungen möglich.
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Die
erfindungsgemäße Druckdichtung
basiert auf der Beobachtung, dass eine als ein Wellenleiter in dem
H11-Mode verwendete koaxiale Konstruktion
(d.h., nicht als eine koaxiale Leitung verwendet) eine niedrigere
Grenzfrequenz als das gleiche Rohr ohne den mittigen Leiter aufweist.
Dies ist durch das in der 9 gezeigte
Diagramm dargestellt, welches die Durchmesser für eine Anzahl von koaxialen
Konstruktionen angibt, wobei alle die gleiche geplante Grenzfrequenz
für ihren
H11-Mode aufweisen. Die horizontale Achse
ist der normalisierte äußere Durchmesser
an dem schmaleren Abschnitt, wobei dieser 1 ist für den leeren
runden Wellenleiter. Die normalisierten Durchmesser (äußerer/innerer) sind
auf der vertikalen Achse aufgetragen und durch Einfügen des
mittigen Leiters und Anwachsenlassen seines Durchmessers kann der äußere Durchmesser verkleinert
werden, falls alle Änderungen
unter einer konstanten Grenzfrequenz für den H11-Mode
ausgeführt
werden. Die Impedanz des koaxialen H11-Mode verringert
sich wie in dem Diagramm gezeigt, so dass einige Mittel notwendig
sind, um die Mikrowellenimpedanz übereinstimmend zu halten. Unter
Impedanz wird in diesem Kontext die Spannung im Quadrat geteilt
durch die übertragene
Leistung verstanden. Zunächst
sollte der schmalere Abschnitt λ/2-Wellenlängen lang
ausgeführt
sein. Dies ergibt eine Übereinstimmung,
jedoch möglicherweise
ein schmales Band Eins. Durch Hinzufügen von λ/4-Transformierabschnitten in
der Konstruktion kann dies verbessert werden.
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Drei
Beispiele können
aus dem in der 9 gezeigten Diagramm entnommen
werden, die 90%, 80% und 70% des Originaldurchmessers an dem schmaleren
Abschnitt ergeben. Mit dem kleinsten Durchmesser können 51%
der Oberfläche,
die für
die in der 2 gezeigte Schulter 22 verbleiben,
den Druck aufnehmen, wobei dies einen Druck von beispielsweise 4
MPa mit einer guten Toleranz ermöglichen
sollte. Die nächsthöheren Moden
wurden für
die drei obigen Fälle
getestet und funktionieren für
die zwei niedrigsten Moden (H21 und E01).
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Die Übereinstimmung
wird durch die Kurven in dem in der 10 gezeigten
Diagramm illustriert, wobei die drei obigen Fälle (90%, 80% und 70% Durchmesser)
und der Fall mit 70% Durchmesser plus enthaltenen zwei λ/4-Transformierabschnitten
in Bezug auf eine Fehlanpassung berechnet sind. Der 90% schmalere
Abschnitt ergibt eine niedrige Fehlanpassung, jedoch auch der 80%
schmalere Abschnitt ergibt ein Stehwellenverhältnis unter 1:1,5 (Reflektionsfaktor
0,2) über ± 12% Bandbreite.
Bei dem 70% schmaleren Abschnitt einschließlich der λ/4-Transformierabschnitte (70% Impedanz)
ist die Fehlanpassung über
die volle ± 20%
Bandbreite vernachlässigbar.
Demzufolge sind eine gute Übereinstimmung
und eine breite Schulter, um den axialen Druck aufzunehmen, trotz
des eher großen
Eindringkörpers,
erreicht worden.
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In
einer anderen bevorzugten Ausführungsform
wird die erfindungsgemäße Druckdichtung
in einem Dualbandradarfüllstandsmessgerät verwendet, wobei
das Füllstandsmessgerät angeordnet
ist, um Mikrowellen in zumindest einem ersten und einem zweiten
Frequenzband zu senden und zu empfangen und wobei die Mittenfrequenz
des zweiten Frequenzbandes zumindest 1,5 mal größer, vorzugsweise 2 mal größer ist
als die Frequenzmitte des ersten Frequenzbandes. Mit anderen Worten:
es wird die gleiche Druckdichtung für zwei Frequenzen, wie die
zwei Standardbänder
26 und 6 GHz, verwendet. Falls die Wellenleiter mit PTFE gefüllt sind,
wird der Durchmesser für
die tiefe Frequenz 24–25
mm und der Durchmesser für
die hohe Frequenz 6 mm sein. Durch Einfügen der mit einem mittigen,
einen Durchmesser von 10 mm aufweisenden Leiter, ausgerüsteten erfindungsgemäßen Druckdichtung
kann der größere Durchmesser
auf etwa 17 mm mit einer gleichgebliebenen Grenzfrequenz reduziert
werden. Ein unerwarteter Effekt der erfindungsgemäßen Druckdichtung,
d.h. Vorsehen eines mittigen Leiters und demzufolge umwandeln des
runden Wellenleiters in einen ringförmigen Wellenleiter, ist, dass
wesentlich weniger unerwünschte
höhere
Wellenleitermoden vorhanden sind.
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Unter
Bezugnahme auf 11 ist eine allgemeine Ausführungsform
einer Druckdichtung für
eine Breitband- oder eine Multiband-Antenne gezeigt. Die Antenne
ist durch eine metallische Halterung 101 mit einer eine
Hornantenne bildenden konischen Öffnung
gebildet. Die Halterung 101 ist mit einem Befestigungsflansch 102 ausgerüstet, der
angeordnet ist, um die Antenne an dem Dach des Behälters (nicht gezeigt)
zu befestigen. Die Hornantenne wird durch einen teilweise mit einem
zylinderförmigen
mittigen Leiter 103 gefüllten
runden Wellenleiter 103 gespeist, wobei der zylinderförmige mittige
Leiter 103 eine konische Form an beiden Enden aufweist,
um eine Breitbandübertragung
zu erreichen. Das Horn ist mit einem dielektrischen Material 104 gefüllt, wie
beispielsweise PTFE, das an der metallischen Halterung 101 durch
einen Gewindering 105 befestigt werden kann. Die Übertragung
von Mikrowellen von einer Elektronikeinheit (nicht gezeigt) zum
oberen Ende der Antenne erfolgt durch einen Wellenleiter 106,
der durch beispielsweise eine durch die Stege 107 angezeigte
4-Stege- Konstruktion
breitbandig ausgeführt ist.
Die Endabschlüsse
des mittigen Leiters 103 sind konisch gezeigt, wie der
Fachmann jedoch erkennen wird, kann eine nichtkonische Form verwendet
werden, um seine Leistung zu verbessern.
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Die 12a und 12b zeigen
die gleiche Druckdichtung wie die 11, die
jedoch mit zwei unterschiedlichen Verbindungen ausgerüstet ist.
Die 12a zeigt die Verbindung für das untere
Frequenzband, beispielsweise 6 GHz, und die 12b zeigt
die Verbindung für
das höhere
Frequenzband, beispielsweise 25 GHz. Die zum Abdichten des Behälters angeordnete
Druckdichtung ist die gleiche, wobei dies bedeutet, dass die Elektronikeinheit
(nicht gezeigt) und die Übertragungswellenleiter 111, 112 ohne Öffnen des
Behälters
ausgetauscht werden können.
Wie aus der 12a ersichtlich ist, ist der das
untere Frequenzband übertragende
eher breite Wellenleiter 111 mit dem Antennenwellenleiter
abgestimmt. Wobei, wie aus der 12b ersichtlich
ist, ein konischer Übergang 112 in
dem Wellenleiter der höheren
Frequenz verwendet wird, um den oberen Durchmesser von 7 bis 8 mm
mit dem unteren Durchmesser von 17 mm glatt zu verbinden und um
den Antennenwellenleiter in einen normalen H11-Wellenleiter
für diese
Frequenz zu transformieren. Der die koaxiale Struktur aufweisende
Abschnitt überträgt wesentlich
weniger Moden in dem hohen Frequenzband als das, was ein herkömmlicher
Wellenleiter, der eine Übertragung
des unteren Frequenzbandes ermöglichen
würde, übertragen
würde,
wobei dies das Erzeugen einer fehlerfreien Wellenfront in beiden Frequenzbändern erleichtert.
Ein glatter Übergang zu
dem Konus veranlasst den H11-Mode dazu, das gewünschte Feld über die
Antennenöffnung
zu übertragen,
möglicherweise
mit einer Art Linsenfunktion (nicht gezeigt), um den Konus kurz
zu halten, wobei jedoch die gewünschte
Antennenfunktion mit einer gleichphasigen Front über die Oberfläche bereitgestellt
wird.
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In
den oben beschriebenen bevorzugten Ausführungsformen der vorliegenden
Erfindung wird eine Hornantenne als ein Beispiel verwendet. Der Fachmann
erkennt jedoch, dass die erfindungsgemäße Druckdichtung in irgendeiner
Wellenleiter-gespeisten Antenne, wie beispielsweise einer Parabolantenne,
einer Stabantenne, etc., verwendet werden kann. Weiterhin ist die
erfindungsgemäße Druckdichtung
vorzugsweise vorgesehen, um Druck in einer Richtung zu widerstehen,
sie kann jedoch für
eine bidirektionale Halterung modifiziert werden. Die Halterung,
um einen niedrigen Druck in dem Tank zu widerstehen, ist normalerweise
eher klein (maximal 1 Bar Druckdifferenz) und kann auf verschiedene
Weise ausgeführt
werden. Falls die Taille nicht für
diesen Zweck verwendet wird, können
ein paar radiale Befestigungselemente, wie beispielsweise Schrauben (üblicherweise
vier), oder eine Federhalterung in Ausnehmungen in Umfangsrichtung
verwendet werden. Eine andere offensichtliche Verwendung der erfindungsgemäßen Dichtung
ist eine explosionssichere Dichtung innerhalb derselben Wellenleiterkette von
der Elektronik zu der Antenne.
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Im
Folgenden wird ein Verfahren zum Aufrechterhalten einer Grenzfrequenz
mit einem verminderten Querschnitt in einer Druckdichtungsvorrichtung,
die in einem Radarfüllstandsmesssystem
zum Messen einer Füllstandshöhe eines
in einem Behälter
aufbewahrten Produktes verwendet wird, beschrieben, wobei die Dichtungsvorrichtung
einen Wellenleiter zum Übertragen
von Mikrowellen in zumindest einem der folgenden Mode-Typen umfasst: transversalelektrischer
Mode, transversalmagnetischer Mode oder Hybrid-Mode, wobei ein festes
dielektrisches Material angeordnet ist, um den Wellenleiter abzudichten
nach einer der oben beschriebenen Ausführungsformen, wobei das Verfahren
den Schritt des Vorsehens eines mittigen Leiters umfasst, der zumindest
teilweise in dem dielektrischen Material angeordnet ist.
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In
einer weiteren Ausführungsform
umfasst das Verfahren den Schritt: Bereitstellen zumindest eines
an einem der Enden des mittigen Leiters angeordneten Impedanztransformierabschnitts
und vorzugsweise zwei Transformierabschnitte, die jeweils etwa λ/4 lang sind
und an den gegenüberliegenden Enden
des mittigen Leiters angeordnet sind.
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In
einer weiteren Ausführungsform
umfasst das Verfahren weiterhin den Schritt: Bereitstellen eines
eine glatte Umfangsoberfläche
aufweisenden mittigen Leiters.
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In
einer weiteren Ausführungsform
umfasst das Verfahren den Schritt: Bereitstellen eines mittigen
Leiters, der eine mit Ausnehmungen versehene Umfangsoberfläche aufweist.
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In
einer zusätzlichen
Ausführungsform
umfasst das Verfahren die Schritte: Vorsehen zumindest eines O-Rings,
vorzugsweise zwei, die λ/4
voneinander entfernt angeordnet sind.
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Dementsprechend,
während
wesentliche neue Merkmale der auf eine bevorzugte Ausführungsform
angewendeten Erfindung gezeigt und beschrieben und herausgestellt
wurden, wird klar sein, dass verschiedene Auslassungen, Ersetzungen
und Veränderungen
in der Form und den Einzelheiten der dargestellten Vorrichtungen
und ihres Betriebs durch den Fachmann vorgenommen werden können, ohne den
Geist der Erfindung zu verlassen. Beispielsweise ist ausdrücklich vorgesehen,
dass alle Kombinationen der Elemente und/oder Verfahrensschritte,
die im Wesentlichen die gleiche Funktion in im Wesentlichen der
gleichen Weise ausführen,
um die gleichen Ergebnisse zu erzielen, innerhalb des Umfangs der Erfindung
liegen. Weiterhin sollte erkannt werden, dass Konstruktionen und/oder
Elemente und/oder Verfahrensschritte, die gezeigt, und/oder in Verbindung
mit irgendeiner offenbarten Form oder Ausführungsform der Erfindung beschrieben
sind, in einer anderen offenbarten oder beschriebenen oder vorgeschlagenen
Form oder Ausführungsform
in einer allgemeinen Konstruktionsauswahl vorgesehen werden können. Es
ist daher beabsichtigt, dass die Erfindung lediglich wie durch den
Umfang der hierzu beigelegten Ansprüche beschränkt wird.
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Zusammenfassung
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Die
Erfindung betrifft eine Druckdichtungsvorrichtung und ein Verfahren
zum Vermindern der Grenzfrequenz in einer solchen Druckdichtungsvorrichtung,
die in einem Radarfüllstandsmesssystem zum
Messen des Füllstandes
eines in einem Behälter (10)
aufbewahrten Produktes (11) verwendet wird, wobei die Dichtungsvorrichtung
einen Wellenleiter (16, 51, 61, 71, 106, 111, 112)
zum Übertragen
von Mikrowellen in zumindest einem der nachfolgenden Mode-Typen
umfasst: transversalelektrischer Mode, transversalmagnetischer Mode
oder Hybrid-Mode. Der Wellenleiter (16, 51, 61, 71, 106, 111, 112)
ist durch ein dielektrisches Material (14, 104)
abgedichtet. Ein mittiger Leiter (20, 103) ist
zumindest teilweise innerhalb des dielektrischen Materials (14, 104) angeordnet.