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DE1119896B - Dreiachsiges Triebdrehgestell fuer Schienenfahrzeuge - Google Patents

Dreiachsiges Triebdrehgestell fuer Schienenfahrzeuge

Info

Publication number
DE1119896B
DE1119896B DEM43616A DEM0043616A DE1119896B DE 1119896 B DE1119896 B DE 1119896B DE M43616 A DEM43616 A DE M43616A DE M0043616 A DEM0043616 A DE M0043616A DE 1119896 B DE1119896 B DE 1119896B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
axle
bogie
drive shaft
main drive
shaft
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEM43616A
Other languages
English (en)
Inventor
Dipl-Ing Siegfried Kademann
Dipl-Ing Walter Hohbach
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Atlas Werke AG
Original Assignee
Atlas Werke AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Atlas Werke AG filed Critical Atlas Werke AG
Priority to DEM43616A priority Critical patent/DE1119896B/de
Publication of DE1119896B publication Critical patent/DE1119896B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B61RAILWAYS
    • B61FRAIL VEHICLE SUSPENSIONS, e.g. UNDERFRAMES, BOGIES OR ARRANGEMENTS OF WHEEL AXLES; RAIL VEHICLES FOR USE ON TRACKS OF DIFFERENT WIDTH; PREVENTING DERAILING OF RAIL VEHICLES; WHEEL GUARDS, OBSTRUCTION REMOVERS OR THE LIKE FOR RAIL VEHICLES
    • B61F3/00Types of bogies
    • B61F3/02Types of bogies with more than one axle
    • B61F3/04Types of bogies with more than one axle with driven axles or wheels
    • B61F3/06Types of bogies with more than one axle with driven axles or wheels with three or more axles

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Arrangement Of Transmissions (AREA)

Description

  • Dreiachsiges Triebdrehgestell für Schienenfahrzeuge Die Erfindung bezieht sich auf Schienenfahrzeuge, bei denen jedes Drehgestell von einem besonderen Hauptgetriebe aus angetrieben wird, das im Oberrahmen des Fahrzeuges gelagert ist, wobei die Leistungszufuhr zu den einzelnen, sonst voneinander unabhängigen Hauptgetrieben von dem Fahrzeugführer für alle Getriebe gemeinsam geregelt wird. Bei großen Antriebsleistungen und beschränkten zulässigen Raddrücken müssen die Drehgestelle solcher Fahrzeuge oft dreiachsig ausgeführt werden. Dabei sind zahlreiche Forderungen an sie zu stellen, deren gleichzeitige Erfüllung nicht ohne weiteres möglich ist. Solche Forderungen sind: 1. Das Reibungsgewicht soll beim Anfahren möglichst gut ausgenutzt werden, das bedingt: a) daß die Belastung der einzelnen Drehgestelle gleichbleibt, d. h., daß ein Aufbäummoment des Wagenkastens unter der Wirkung der Zugkraft möglichst vermieden wird; denn sonst könnte der Fahrzeugführer die Leistungszufuhr zu den Getrieben nur so hoch einstellen, daß das an den Achsen entstehende Drehmoment die Gleitgrenze in dem am geringsten belasteten Drehgestell nicht überschreitet. Das Reibungsgewicht der stärker belasteten Gestelle würde dabei nicht voll ausgenutzt.
  • b) Innerhalb eines Drehgestells müssen die Achsen starr miteinander gekuppelt sein, damit den stärker belasteten Achsen auch ein größeres Drehmoment zugeführt werden kann. Größere Elastizitäten in der Verbindung der Achsen würden dazu führen, daß die Räder der zuerst angetriebenen Achse so lange gleiten müßten, bis sich die Verbindungsglieder genügend weit vorgespannt haben, daß sie auch den dem Hauptgetriebe entfernter gelegenen Achsen das volle Drehmoment zuführen können. Es sind Konstruktionen bekanntgeworden, bei denen Achsdruckänderungen innerhalb eines Drehgestells vermieden werden. Bei ihnen wird aber bei Ausübung der Zugkraft die Belastung des vorderen Drehgestells kleiner als die des hinteren, so daß die Bedingung a) nicht erfüllt ist.
  • 2. Ein Drehzapfen hat sich als übertragungsmittel für die horizontalen Längs- und Querkräfte einem ideellen Drehzapfen gegenüber hinsichtlich Einfachheit und Zuverlässigkeit bisher überlegen gezeigt. Für seine Anordnung ist der notwendige Raum frei zu lassen.
  • 3. Es ist auf zweckmäßige Betriebsbedingungen der Hauptantriebswelle zu achten, die aus baulichen Gegebenheiten oft eine große Länge erhalten muß und dadurch zu gefährlichen Biegeschwingungen neigt.
  • 4. Die Belange des Betriebes und der Wirtschaftlichkeit sind zu berücksichtigen, wie gute Zugänglichkeit zu den Achsgetrieben, Drehmomentstützen, Bremsgestänge und die Verwendung möglichst vieler Austauschteile, um Fertigung und Ersatzteilhaltung zu verbilligen.
  • Ein Aufbäummoment des Wagenkastens wird bekanntlich vermieden, wenn die Drehzapfenanlenkung im Drehgestell in gleicher Höhe liegt wie die Zug-und Stoßvorrichtung. Bei den festgelegten Höhen dieser Organe taucht dann aber der Drehzapfen beträchtlich in das Drehgestell ein. Das gibt besonders bei dreiachsigen Triebdrehgestellen Anlaß zu räumlichen Schwierigkeiten, da bei solchen Drehgestellen in Drehgestellmitte auch das Achsgetriebe der Mittelachse liegt.
  • Der Forderung, die Verdrehung der einzelnen Achswellen eines Drehgestells gegeneinander .möglichst klein zu halten, wird am einfachsten entsprochen, wenn die Hauptantriebswelle nicht in einen Endachs-, sondern in den Mittelachsantrieb eingeführt wird. Da der Mittelachsantrieb hierzu eine besondere Eingangsstufe erhalten muß, die ihn vergrößert, wird der Raum in der Drehgestellmitte noch weiter verringert.
  • Diese Schwierigkeiten werden durch die Erfindung durch die Kombination folgender für sich bekannter Merkmale gelöst: a) Auf dem Mittelachsantrieb ist ein Hochachsgetriebe zum Anschluß der Hauptantriebswelle aufgebaut, das gegenüber der Mittelachswelle in Fahrzeuglängsrichtung zur Hauptantriebswelle hin verschoben ist und damit über der Achswelle Raum für die Drehzapfenlagerung frei läßt.
  • b) Ein durchgehender Wellenstrang durch alle drei Achstriebe ist vorhanden, der unmittelbar durch die Eingangsstufe angetrieben wird, so daß die elastischen Verdrehungen der beiden Endachsen gegenüber der Mittelachse klein sind und untereinander gleichbleiben.
  • c) Die in Höhe der Zug-Stoß-Vorrichtung liegende Drehzapfenlagerung ist um ein kleines Maß aus der Mitte des Drehgestells heraus in der Längsrichtung verschoben, während zwei seitliche Stützpunkte für die Lastaufnahme in der Drehgestellmitte verbleiben.
  • Während man bei der Hauptantriebswelle aus der Erkenntnis heraus, daß kleine Kardanfehler unter einer gewissen Größe unbedenklich sind, bewußt auf eine genaue Gleichhaltung der Beugungswinkel verzichtet, wird das Verhältnis Abstand der Gelenke der Hauptantriebswelle voneinander zum Abstand ihres Gelenks an der Hochachsgetriebeseite vom Drehzapfen groß gewählt, um die absolute Größe der Beugungswinkel und die Längendifferenz (Schiebeweg in der Muffe) beim Drehgestellausschlag möglichst klein zu halten. Genügend kleine Längendifferenzen können ohne Schiebemuffe durch die Elastizität der Drehmomentstützen aufgenommen werden. Die Querschnittsfläche und das Trägheitsmoment des Querschnitts der Hauptgetriebewelle werden gleichzeitig so auf ihre Länge abgestimmt, daß die Eigenfrequenz ihrer Biegeschwingungen nicht in Resonanz zu ihrer mit der Fahrgeschwindigkeit veränderlichen Drehzahl geraten kann. Um dies zu ermöglichen, kann die Hauptantriebswelle durch den Einbau eines Zwischenlagers verkürzt werden. Am Oberrahmen befestigte Zwischenlager in der Hauptantriebswelle sind zwar an sich bekannt. Jedoch wurden sie bisher zu anderen Zwecken und mit entsprechend anderer Unterteilung der Hauptantriebswelle angewandt.
  • Die Zugänglichkeit zu den Gelenkwellen, Achsgetrieben und Drehmomentstützen wird dadurch gewahrt, daß die Achsgetriebe mit den Drehmomentstützen nicht in der Längsachse des Fahrzeugs liegen, sondern seitlich nach rechts oder links verschoben sind. Dadurch bleibt auf der anderen Seite genügend Raum, um von der Arbeitsgrube aus zwischen den Radachsen hochzusteigen und an die genannten Teile von der Seite heranzukommen, ohne daß das Drehgestell unter dem Rahmen des Wagenkastens herausgefahren werden müßte.
  • Bei der beschriebenen Anordnung können nicht nur Endradsätze mit ihren Achsgetrieben, Drehmomentstützen und Gelenkwellenanschlüssen aus völlig gleichen Teilen aufgebaut werden, sondern es kann auch der Hochachstrieb der Mittelachse dadurch hergestellt werden, daß auf ein Endachsgetriebe die Eingangs-Getriebestufe aufgeschraubt wird. Zur Anpassung an geänderte Drehgestellachsstände ist lediglich ein längerer oder kürzerer Wellenschaft in die zu den Endachstrieben führenden Gelenkwellen einzubauen. Bei zweiachsigen Drehgestellen wurden bereits Vorgelegestufen vorgeschlagen, welche an den Achsgetrieben anzuflanschen sind. Diese vorgeschlagenen Vorgelege sind aber nicht für dreiachsige Drehgestelle mit durchgehendem Antriebswellenstrang verwendbar.
  • In den Zeichnungen ist der Erfindungsgegenstand in einem Ausführungsbeispiel dargestellt. Es zeigt Abb. 1 einen Längsschnitt durch ein Schienenfahrzeug mit einem dreiachsigen Drehgestell und Abb. 2 die Draufsicht unter Fortlassung der Antriebsmaschine.
  • Der Fahrzeugrahmen 1 trägt die Zug-Stoß-Vorrichtung 2, die ungefähr in Höhe des Drehzapfens 3 für das Drehgestell liegt. Der Drehzapfen 3 ist in der Lagerung 7 des Drehgestells gelagert.
  • Auf dem Fahrzeugrahmen 1 ist die Antriebsmaschine 4 aufgebaut, die ihr Drehmoment über die Welle 19 an das Getriebe 5 abgibt. Vom Getriebe 5 führt die Hauptantriebswelle 15 zum Hochachsgetriebe 13, welches auf demAchsgetriebe12 desmittlerenRadsatzes 10 aufgebaut ist. Falls der Abstand a der Gelenke 20 und 21 für die Beherrschung der Biegeschwingungen der Hauptantriebswelle unzweckmäßig groß ist, kann die Hauptantriebswelle 15 durch Einschaltung des im Lager 17 geführten Wellenstückes 16 und des Kardangelenkes 22 verkürzt werden. Der Abstand a der Gelenke 20 und 22 voneinander ist wesentlich größer als der Abstand b des Gelenkes 20 vom Drehzapfen 3, wodurch die Absolutwerte der Beugungswinkel und die Längsschiebung in der Muffe 23 klein gehalten werden. Die äußeren Radsätze 9 tragen die Achsgetriebe 11. Ein Wellenstrang 18 verbindet alle Achsgetriebe 11 und 12 miteinander. Der Drehgestellrahmen 6 trägt in seiner Mitte seitliche Lastabstützungen B. Die Achsgetriebe 11 und 12 sind über Drehmomentstützen 14 am Drehgestellrahmen 6 angeschlossen.
  • Das Hochachsgetriebe 13 ist gegenüber der Mittelachse 10 in Fahrzeuglängsrichtung nach der Hauptantriebswelle 15 hin verschoben. Der Drehzapfen 3 ist um den Abstand d zur entgegengesetzten Seite gegenüber der Mittelachse 10 versetzt.
  • Die Ansprüche 2 bis 6 sind echte Unteransprüche und gelten nur in Verbindung mit dem Hauptanspruch.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Dreiachsiges Triebdrehgestell für Schienenfahrzeuge mit Gelenkwellenantrieb, gekennzeichnet durch die Vereinigung der für sich bekannten Merkmale: a) Das auf dem flach gebauten mittleren Achsgetriebe (12) aufgebaute Hochachsgetriebe (13) ist gegenüber der Mittelachse (10) in Fahrzeuglängsrichtung nach der Hauptantriebswelle (15) hin verschoben, um Raum für die Lagerung (7) eines Drehzapfens (3) frei zu lassen; b) das Hochachsgetriebe (13) ist mit einem durch die Achsgetriebe (11 und 12) aller Radachsen hindurchlaufenden Wellenstrang (18) verbunden, an den die einzelnen Achsen über Zahnräderpaare angeschlossen sind; c) die in Höhe oder annähernd in Höhe der Zug-Stoß-Vorrichtung (2) eingebaute Drehzapfenlagerung (7) ist um ein kleines Maß (d) aus der Mitte des Drehgestells heraus in der Längsrichtung verschoben, während die seitliche Lastabstützung (8) zwischen Drehgestell (6) und Fahrzeugrahmen (1) in der Drehgestellmitte verbleibt. 2. Dreiachsiges Triebdrehgestell nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstand (a) der Gelenke (20 und 22) der Hauptantriebswelle (15) voneinander so groß gegenüber dem Abstand (b) des Gelenks (20) an. der dem Hochachsgetriebe (13) zugekehrten Seite der Hauptantriebswelle (15) vom Drehzapfen (7) ist. 3. Dreiachsiges Triebdrehgestell nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Längen- und Querschnittsmaße der Hauptantriebswelle (15) so aufeinander abgestimmt sind, daß die Eigenfrequenz ihrer Biegeschwingungen oberhalb ihrer im Betrieb vorkommenden Drehzahlen liegt. 4. Dreiachsiges Drehgestell nach den Ansprüchen 1 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Hauptantriebswelle (15) durch Anordnung eines Zwischenlagers (17) so weit verkürzt ist, daß die gewünschte Eigenfrequenz ihrer Biegeschwingungen erreicht wird. 5. Dreiachsiges -Drehgestell nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Achsgetriebe (11 und 12) der drei Radachsen (9 und 10) einschließlich ihrer Drehmomentstützen (14) unsymmetrisch zu der Längsmittellinie des Fahrzeuges liegen. 6. Dreiachsiges Triebdrehgestell nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Hochachsgetriebe (12, 13) der Mittelachse (10) aus einem Achsgetriebe (11) mit einer aufgebauten Eingangsstufe (13) gebildet ist. In. Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 833 447; deutsche Auslegeschrift Nr. 1014 141; deutsche Patentanmeldung K 10012II/20b (bekanntgemacht am 18. 9. 1952); Zeitschrift »Eisenbahntechnische Rundschau«, Nr. 11 vom November 1954, S. 458 bis 460.
DEM43616A 1959-12-07 1959-12-07 Dreiachsiges Triebdrehgestell fuer Schienenfahrzeuge Pending DE1119896B (de)

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Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE833447C (de) * 1942-06-03 1952-03-10 Gen Motors Corp Fahrzeug mit mehreren Treibachsen
DE1014141B (de) * 1952-12-16 1957-08-22 Maschf Augsburg Nuernberg Ag Gelenkwellen-Einzelachsantrieb fuer die beiden in einem Schienenfahrzeug-Drehgestell elagerten Radsaetze

Patent Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE833447C (de) * 1942-06-03 1952-03-10 Gen Motors Corp Fahrzeug mit mehreren Treibachsen
DE1014141B (de) * 1952-12-16 1957-08-22 Maschf Augsburg Nuernberg Ag Gelenkwellen-Einzelachsantrieb fuer die beiden in einem Schienenfahrzeug-Drehgestell elagerten Radsaetze

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