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DE1119588B - Verfahren und Vorrichtung zur Anzeige von Fischschwaermen ueber Grund mittels Echolotung in der Schleppnetzfischerei - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Anzeige von Fischschwaermen ueber Grund mittels Echolotung in der Schleppnetzfischerei

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Publication number
DE1119588B
DE1119588B DEA36564A DEA0036564A DE1119588B DE 1119588 B DE1119588 B DE 1119588B DE A36564 A DEA36564 A DE A36564A DE A0036564 A DEA0036564 A DE A0036564A DE 1119588 B DE1119588 B DE 1119588B
Authority
DE
Germany
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transducers
fish
ship
echo
sound
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Granted
Application number
DEA36564A
Other languages
English (en)
Other versions
DE1119588C2 (de
Inventor
Dr Willy Kunze
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Atlas Werke AG
Original Assignee
Atlas Werke AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Atlas Werke AG filed Critical Atlas Werke AG
Priority to DEA36564A priority Critical patent/DE1119588B/de
Publication of DE1119588B publication Critical patent/DE1119588B/de
Application granted granted Critical
Publication of DE1119588C2 publication Critical patent/DE1119588C2/de
Granted legal-status Critical Current

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Classifications

    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01SRADIO DIRECTION-FINDING; RADIO NAVIGATION; DETERMINING DISTANCE OR VELOCITY BY USE OF RADIO WAVES; LOCATING OR PRESENCE-DETECTING BY USE OF THE REFLECTION OR RERADIATION OF RADIO WAVES; ANALOGOUS ARRANGEMENTS USING OTHER WAVES
    • G01S15/00Systems using the reflection or reradiation of acoustic waves, e.g. sonar systems
    • G01S15/88Sonar systems specially adapted for specific applications
    • G01S15/96Sonar systems specially adapted for specific applications for locating fish
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01KANIMAL HUSBANDRY; AVICULTURE; APICULTURE; PISCICULTURE; FISHING; REARING OR BREEDING ANIMALS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; NEW BREEDS OF ANIMALS
    • A01K79/00Methods or means of catching fish in bulk not provided for in groups A01K69/00 - A01K77/00, e.g. fish pumps; Detection of fish; Whale fishery

Landscapes

  • Remote Sensing (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Radar, Positioning & Navigation (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
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  • Animal Husbandry (AREA)
  • Biodiversity & Conservation Biology (AREA)
  • Acoustics & Sound (AREA)
  • Computer Networks & Wireless Communication (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Measurement Of Velocity Or Position Using Acoustic Or Ultrasonic Waves (AREA)

Description

  • Verfahren und Vorrichtung zur Anzeige von Fischschwärmen über Grund mittels Echolotung in der Schleppnetzüscherei In der Hochseefischerei mit Schleppnetzen, die von einem Fischdampfer über den Grund gezogen werden, benutzt man zur Feststellung von Fischschwärmen am Grund registrierende Echolotanlagen. Zu diesem Zweck ist am Boden des Fischdampfers ein Schallschwinger angeordnet, von dem, senkrecht nach unten gerichtet, in einem gewissen Sektor Schallimpulse zum Meeresgrund ausgestrahlt werden und der gleichzeitig als Empfänger für die rückkehrenden Echos dient.
  • Durch die Schallimpulse wird nur eine gewisse Fläche des Meeresbodens senkrecht unter dem Schiff abgetastet, und zwar hängt die Größe der bestrahlten Fläche von der Winkelöffnung der Richtcharakteristik des Schwingers und von der Meerestiefe ab. Es wird bei dieser Art von Echolotung als nachteilig empfunden, daß Flächen des Meeresbodens, die seitlich von der angestrahlten Fläche liegen, nicht erfaßt werden. Der Führer des Fischdampfers ist aber daran interessiert, zu erkennen, ob eventuell seitlich der angestrahlten Fläche Fischschwärme vorhanden sind, die er durch Kursänderung mit dem Schleppnetz erfassen könnte.
  • Es ist deshalb bereits vorgeschlagen worden, außer einem senkrecht nach unten strahlenden Schwinger auf dem Fischdampfer zusätzlich einen schräg nach Backbord und einen schräg nach Steuerbord unten strahlenden Schwinger vorzusehen, und zwar in Verbindung mit einem zweiten bzw. dritten Echolotgerät.
  • Es sind auch schon Einrichtungen bekannt, mit denen man von einem Fischdampfer aus die seitlich liegenden Gebiete anlotet und ein besonderes Echolotgerät verwendet, bei dem über das Registrierpapier zwei Schreibgriffel von einer mittleren Nullage aus, der eine nach rechts, der andere nach links, laufen und auf den beiden Hälften des Papierstreifens die von der Steuerbordseite bzw. Backbord seite kommenden Echos niederschreiben.
  • Die Erfindung geht von dem Gedanken aus, daß dasselbe Lotgerät, mit dem man bisher nur die Bodenfläche senkrecht unter dem Schiff anlotet, auch benutzt werden kann, um seitlich liegende Bodenflächen zu erfassen und getrennt auf demselben Registrierpapier zur Darstellung zu bringen. Wenn man neben dem senkrecht nach unten strahlenden Schwinger auf dem Fischdampfer noch je einen unter einem gewissen Winkel schräg nach unten strahlenden Schwinger auf Backbord- und Steuerbordseite anordnet, so sind die Laufzeiten der Schallimpulse und der rückkehrenden Echos in diesen seitlichen Sektoren größer als in dem senkrecht nach unten gerichteten Sektor. Wenn man also sämtliche Schwinger gleichzeitig beim Durchgang des Schreib stiftes durch die Nullinie der Tiefenskala zur Aussendung von Schallimpulsen veranlaßt, so kommen die Echos aus dem Gebiet senkrecht unter dem Schiff zuerst zurück; es tritt dann in der Echoniederschrift eine Pause ein, und danach treffen die Echos aus den beiden seitlich gerichteten Sektoren ein. Die Niederschriften des Meeresbodens senkrecht unter dem Schiff und der Gebiete seitlich davon sowie eventuell darüber befindlicher Fischschwärme erscheinen also auf dem Registrierstreifen mit einer gewissen Lücke nacheinander.
  • Anstatt alle Schwinger gleichzeitig zur Abgabe eines Schallimpulses beim Durchgang des Schreibstiftes durch die Nullinie zu veranlassen, kann man auch so vorgehen, daß man durch einen selbsttätigen Umschalter in schneller Folge abwechselnd den senkrecht nach unten strahlenden Schwinger und danach die beiden seitlich strahlenden Schwinger gleichzeitig oder abwechselnd einschaltet. Infolge der schnellen Lotfolge, wie sie bei Echolotgeräten üblich ist, und des verhältnismäßig langsamen Papiervorschubs erscheinen trotzdem die Bodenanzeigen des Gebietes senkrecht unter dem Schiff und der seitlich davon liegenden Gebiete als kontinuierliche Registrierungen.
  • Man kann also auf demselben Registrierpapier erkennen, ob Fischschwärme sich in dem Sektor senkrecht unter dem Schiff oder seitlich davon befinden.
  • Wenn die schräg nach unten strahlenden beiden Schwinger dieselbe Neigung gegen die Vertikalrichtung haben, so treffen bei ebenem Meeresboden die von Backbord- und Steuerbordseite kommenden Echos nach derselben Zeit ein, werden also an derselben Stelle des Registrierstreifens niedergeschrieben.
  • Es muß deshalb eine Vorrichtung vorgesehen werden, die es ermöglicht, zu entscheiden, ob am Grunde angezeigte Fischschwärme sich auf der Backbord- oder Steuerbordseite befinden. Man kann zu diesem Zweck z. B. einen Schalter vorsehen, der wahlweise den Backbord- oder Steuerbordschwinger auszuschalten gestattet, so daß neben dem Vertikalschwinger zeitweilig nur der eine oder andere Schwinger wirksam ist, und man kann dann beobachten, ob die Fischanzeigen noch erscheinen oder nicht. Eine andere Möglichkeit besteht darin, daß man bei in schneller Folge abwechselndem Betrieb der Schwinger eine Vorrichtung vorsieht, durch die die Aussendung eines Schallimpulses durch den einen seitlichen Schwinger von vornherein um einen gewissen zeitlichen Betrag gegenüber dem anderen seitlichen Schwinger verzögert wird. Das bedeutet, daß die Schallaussendung bei diesem Schwinger nicht beim Durchgang des Schreibstiftes durch die Nullinie, sondern um einen bekannten Zeitbetrag später erfolgt und infolgedessen die Niederschrift der Echos an einer anderen Stelle auf dem Registrierpapier erscheint als die Registrierung der Echos des anderen seitlich strahlenden Schwingers.
  • Dieses als Nullinienverschiebung bei Echolotgeräten bezeichnete Verfahren ist an sich bekannt. Das Verfahren. die Schwinger nicht gleichzeitig, sondern abwechselnd zur Abgabe von Schallimpulsen einzuschalten, hat den Vorteil, daß man mit einem kleineren Generator für die Lieferung elektrischer Energie zum Betrieb der Schwinger auskommt.
  • Die Erfindung betrifft also die Echolotung von Fischschwärmen am Meeresgrunde auf Fischdampfern, die mit Grundschleppnetzen arbeiten und auf denen ein registrierendes Echolot angeordnet ist, das eine bestimmte Fläche des Meeresbodens unter dem Schiff mit einem senkrecht nach unten lotenden Schwinger abtastet und bei dem außerdem zwei auf Backbord-und Steuerbordseite angeordnete, schräg seitlich nach unten strahlende Schwinger vorgesehen sind, die den Meeresboden seitlich davon anloten, und das Wesen der Erfindung besteht darin, daß unter Benutzung desselben Echolotgerätes die Schwinger gleichzeitig oder in schneller Folge abwechselnd im Augenblick des Durchganges eines das Registrierpapier überstreichenden Schreibstiftes durch die Nullinie zur Aussendung von Schallimpulsen veranlaßt werden, so daß die Niederschriften der von den verschiedenen Bodenflächen kommenden Echos infolge der Laufzeitunterschiede bzw. infolge einer bei der abwechselnden Aussendung der Schallimpulse vorgesehenen Nulllinienverschiebung auf demselben Registrierpapierstreifen unter- bzw. nebeneinander zur Darstellung gebracht werden. Der Vorteil dieser Methode gegenüber den bisher bekannten Verfahren besteht darin, daß mit ein und demselben registrierenden Echolotgerät normaler Ausführung sowohl die Bodenfläche senkrecht unter dem Schiff als auch die seitlich davon liegenden Flächen gleichzeitig und dauernd beobachtet werden können.
  • Um sicherzustellen, daß das Gebiet des Meeresbodens senkrecht unter dem Schiff und seitlich davon liegende Bodenflächen deutlich getrennt zur Darstellung kommen, werden gemäß der Erfindung die Richtcharakteristiken der Schwinger und die Winkel zwischen den Hauptstrahlungsrichtungen so gewählt, daß infolge der verschiedenen Laufzeiten in den verschiedenen Strahlungsrichtungen auf dem Registrer- papier eine deutliche Trennung der Niederschriften der vom Meeresboden senkrecht unter dem Schild und der von seitlich davon liegenden Flächen zurückkehrenden Echowirkungen eintritt.
  • Die Erfindung möge an Hand der Abb. 1 und 2 näher erläutert werden: In Abb. 1 ist die Meeresoberfläche mit 1, der Meeresgrund mit 2 bezeichnet. Im Punkt 3 befindet sich der Fischdampfer, auf dem am Boden ein in der Hauptstrahlungsrichtung 4 senkrecht nach unten strahlender Schwinger und auf Backbord- und Steuerbordseite je ein schräg nach unten in den Hauptstrahlungsrichtungen 5 und 6 strahlender Schwinger angeordnet sind. Der erstgenannte Schwinger strahlt Schallimpulse in einem schraffiert gezeichneten Sektor 7 mit dem Winkel a ab, während die beiden seitlich strahlenden Schwinger die Sektoren 8 und 9 mit dem Winkel y bestrahlen, wobei die Hauptstrahlungsrichtung 5 und 6 der schräg nach unten strahlenden Schwinger um den Winkel fl gegenüber der Strahlungsrichtung 4 des senkrecht nach unten strahlenden Schwingers geneigt ist. Die Richtcharakteristiken der Schwinger und der Winkel fl sind so bemessen, daß zwischen den Strahlungssektoren eine deutliche Lücke bleibt, in der kein Schall ausgesandt wird. Dies ist notwendig, damit auch bei rollendem Schiff eine Überlappung der aus der Bodenfläche senkrecht unter dem Schiff und den seitlich davon liegenden Flächen zurückkehrenden Echos nicht eintritt.
  • Die Bodenfläche, die von dem senkrecht nach unten strahlenden Schwinger erfaßt wird, ist, wenn man kreisförmige Schwingerfläche annimmt, eine Kreisfläche mit dem Radius 10. Von dieser Fläche kehrt als erstes Echo das von einem senkrecht unter dem Schiff liegenden Punkte 11 kommende Echo zurück und wird als Tiefenlinie auf dem Registrierpapier angezeigt. Danach kehren mit einer gewissen Verzögerung als rollendes Echo die von den seitlich von Punkt 11 liegenden Punkten reflektierten Echos zurück und werden auf dem Registrierpapier in Form von Strichen zur Anzeige gebracht. Die Länge dieser Striche ist gegeben durch die Laufzeitdifferenz zwischen den vom Punkt 12 und voln Punkt 11 zurückkehrenden Echos. Wenn das vom Punkt 12 zurückkehrende Echo eingetroffen ist, entsteht in der Anzeige eine Lücke, bis der Punkt 13 als erster der von den seitlich strahlenden Schwingern erfaßten Punkte des seitlich liegenden Bodenstückes Echos zurückstrahlt. Auch in diesem seitlichen Sektor folgen dann weitere Echos, die ebenfalls als Strichmarkierungen auf dem Registrierpapier erscheinen.
  • Wenn man z. B. annimmt, daß eine Tiefe von 200 m vorliegt, der Winkel a = 200, der Winkel p 300 und der Winkel; 100 beträgt, dann wird senkrecht unter dem Schiff eine Fläche des Meeresbodens von etwa 70 m Durchmesser und in einem gewissen Abstand davon auf Backbord- und Steuerbordseite je eine Fläche von etwa 50 m Durchmesser angelotet. Zwischen dem vom Punkt 12 und dem vom Punkt 13 zurückkehrenden Echo ergibt sich ein Weglängenunterschied von etwa 18 m. Dieser Weglängenunterschied genügt, um zwischen der Anzeige des zuletzt aus dem senkrecht nach unten gerichteten Sender a und des zuerst aus den Seitensektoren ^ zurückkehrenden Echos eine deutliche Lücke in der Registrierung der Echos eintreten zu lassen, so daß Fischschwärme, die sich über einer seitlich liegenden Fläche befinden, in dieser Lücke angezeigt und erkannt werden können.
  • In Abb. 2 ist der Ausschnitt eines Registrierstreifens 14 eines registrierenden Echolotes dargestellt, der von einer rechts im Bild gedachten Vorratsrolle in der Pfeilrichtung 15 nach links abgelaufen ist.
  • Die horizontalen Linien sind Tiefen- bzw. Echoweglängenmarken. Im vorliegenden Falle ist der Streifen von 0 bis 200 m Tiefe markiert. Die vertikalen Linien stellen Zeitmarken dar. Bei einem angenommenen Papiervorschub von 36 cm pro Stunde beträgt der zeitliche Abstand zweier in 3 cm Abstand voneinander befindlichen Linien 5 Minuten. Auf vorliegendem Registrierstreifen sind diese Zeitmarkierungen mit Zeitangaben von 1200 bis 1220 bezeichnet worden.
  • Am rechten Rande des Registrierstreifens bewegt sich auf der Linie 16 ein Schreibstift 17, der an einem umlaufenden Band befestigt ist, in der Pfeilrichtung 18 von oben nach unten, und zwar beispielsweise einmal pro Sekunde. Wenn dieser Schreibstift 17 auf seinem Lauf die Nullinie des Registrierpapiers passiert, werden Schallimpulse ausgesandt. Die nach der Schallaussendung aus den verschiedenen Richtungen zurückkehrenden Echos werden an den dem Schallaufweg entsprechenden Stellen aufgezeichnet. Von den drei in Abb. 2 untereinanderliegenden Registrierungen 19, 20 und 21 sollen zunächst die beiden oberen diskutiert werden.
  • Am linken Rande zum Zeitpunkt 1200 weisen diese beiden Registrierungen 19 und 20 einen glatten, geradlinigen Verlauf auf. Die obere Registrierung 19 ist entstanden durch die Echowirkungen aus dem senkrecht nach unten gerichteten Sektor und zeigt an dieser Stelle an, daß die Wassertiefe etwa 125 m beträgt und daß über dem durch den geradlinigen Strich angezeigten Meeresboden keine Fischschwärme vorhanden sind. Erst etwa 1203 treten über dieser den Meeresboden anzeigenden Linie Anzeigen 22 auf, die als Fischschwärme gedeutet werden müssen. Die darunterliegende Registrierung 20 ist entstanden durch die Echos der in seitlicher Richtung abgestrahlten Schallimpulse, die infolge der größeren Schallweglänge entsprechend später eintreffen. Man erkennt, daß in den seitlich liegenden Flächen zu diesem Zeitpunkt keinerlei Fischanzeigen auftreten. Erst etwa 1205 erkennt man, daß auch in diesen seitlich liegenden Flächen über dem Meeresboden Fischschwärme 23 zur Anzeige kommen. Zum Zeitpunkt 1205 befinden sich also Fischschwärme nicht nur senkrecht unter dem Schiff, sondern auch in einem der seitlichen Sektoren. Es ist angenommen, daß der Betrieb des Gerätes zunächst in der Form vorgenommen wird, daß gleichzeitig beim Durchgang des Schreibstiftes 17 durch die Nullinie alle drei Schwinger zur Aussendung von Schallimpulsen veranlaßt werden.
  • Wenn in den seitlich liegenden Sektoren durch die Registrierung 2O Fischschwärme 23 angezeigt werden, muß der Schiffsführer feststellen, ob sich diese Schwärme auf der Backbordseite oder auf der Steuerbordseite befinden. Zu diesem Zweck kann er wahlweise den einen der seitlich strahlenden Schwinger vorübergehend ausschalten und prüfen, ob dann trotzdem die Fischanzeigen erscheinen oder nicht.
  • Wenn er auf diese Weise feststellt, daß die seitlich erscheinenden Fischschwärme z. B. auf Backbordseite stehen, so wird er, falls die senkrecht unter dem Schiff erscheinenden Fischanzeigen verschwinden und nur noch, wie etwa zum Zeitpunkt 1207, auf Backbord- seite Fischschwärme auftreten, sich entschließen, den Kurs nach Backbord hin zu ändern. Im vorliegenden Falle ist angenommen, daß er dies getan hat und sich 1210 mit seinem Schiff über diesen ursprünglich seitlich liegenden Fischschwärmen befindet. Dann treten auch wieder in der Registrierung 19, d. h. in dem Sektor senkrecht unter dem Schiff, Fischanzeigen 24 auf. Der Schiffsführer kann also annehmen, daß er bei Beibehaltung des dann erreichten Kurses mit seinem Netz diese Fischschwärme 24 erfassen kann. Im vorliegenden Beispiel erkennt man, daß etwa 1214 die in den seitlichen Sektoren erscheinenden Fischanzeigen 23 nachlassen, während in dem Sektor senkrecht unter dem Schiff noch einige Zeit die Anzeigen vorhanden sind, um dann etwa 1217 ebenfalls zu verschwinden.
  • Die Registrierung 21 soll darstellen, wie man eine getrennte Aufzeichnung der Bodenflächen auf Backbordseite und Steuerbordseite erzielen kann. Zu diesem Zweck ist das vorn beschriebene Verfahren vorgesehen, bei dem nicht alle drei Sender gleichzeitig beim Durchgang des Schreib stiftes 17 durch die Nulllinie zur Aussendung von Schallimpulsen veranlaßt werden, sondern nur der senkrecht nach unten strahlende Schwinger und einer der beiden Seitenschwinger, z. B. der nach Backbordseite schräg unten gerichtete Schwinger. Der nach Steuerbordseite schräg unten strahlende Schwinger wird erst beim nächsten Umlauf des Schreibstiftes zur Aussendung eines Schallimpulses veranlaßt, und zwar nicht beim Passieren der Nullinie, sondern zu einem Zeitpunkt, der später liegt, etwa wenn der Schreib stift 17 die Tiefenlinie 20 des Registrierpapiers passiert. Die von der auf Steuerbordseite liegenden Fläche des Meeresbodens zurückkehrenden Echos erscheinen dann, wenn ebener Meeresboden vorliegt, als Registrierung 21 mit einer Tiefenverschiebung von etwa 20 m gegenüber der Registrierung 20, die in diesem Falle nur die Registrierungen, die durch den Backbordsender entstehen, darstellt. In dem Echogramm ist zu erkennen, daß in der Registrierung 21, also in der angestrahlten Bodenfläche auf Steuerbordseite, bis 1215 keinerlei Fischanzeigen vorhanden sind. Erst etwa 1220 erkennt man in diesem Sektor Fischanzeigen 25, und diese werden den Schiffsführer veranlassen, seinen Kurs nach dieser Seite hin zu ändern, um die dort stehenden Fischschwärme mit dem Netz erfassen zu können.
  • Anstatt nur für den Steuerbordsender eine Nulllinienverschiebung der geschilderten Art vorzunehmen kann man natürlich auch so vorgehen, daß man alle drei Sender nacheinander einschaltet und auch bei dem nach Backbord strahlenden Schwinger eine Nullinienverschiebung - und zwar von anderer Größe als beim Steuerbordschwinger - vorsieht.
  • Man hat es damit in der Hand, die Registrierungen für das Gebiet senkrecht unter dem Schiff und für das Gebiet auf Backbordseite sowie auf Steuerbordseite in beliebigen Abständen voneinander auf demselben Registrierstreifen untereinander zur Darstellung zu bringen.
  • Die Erfindung ist nicht auf die Anwendung von drei Schwingern zur gleichzeitigen Beobachtung des Meeresbodens beschränkt. Mit mehreren scharf gerichteten, in verschiedenen Richtungen auf jeder Seite schräg seitwärts strahlenden Schwingern kann man mehrere Bodenflächen auf jeder Schiffsseite untereinander auf demselben Registrierstreifen eines Echolotgerätes zur Darstellung bringen.

Claims (4)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Verfahren für die Fischerei mit Grundnetzen, die von einem Schiff geschleppt werden, auf dem zur Feststellung von Fischschwärmen am Grund registrierende Echolote benutzt werden, die eine bestimmte Fläche des Meeresbodens unter dem Schiff mit einem in einem gewissen Sektor senkrecht nach unten strahlenden Schwinger abtasten und bei denen außerdem zwei auf Backbord- und Steuerbordseite angeordnete, schräg seitlich nach unten strahlende Schwinger vorgesehen sind, die den Meeresboden seitlich davon anloten, dadurch gekennzeichnet, daß unter Benutzung desselben Echolotgerätes im Augenblick des Durchganges eines das Registrierpapier (14) überstreichenden Schreibstiftes (17) durch die Nullinie gleichzeitig oder abwechselnd Schallimpulse in dem senkrecht nach unten und je einem nach beiden Seiten schräg nach unten gerichteten Sektor (7 und 8, 9) ausgesandt und die von den verschiedenen angel strahlten Bodenflächen zurückkehrenden Echos infolge der Laufzeitunterschiede bzw. infolge einer bei der abwechselnden Aussendung der Schallimpulse vorgesehenen Nullinienverschiebung auf demselben Registrierstreifen (14) unter bzw. nebeneinander aufgezeichnet werden.
  2. 2. Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schwinger so bemessen und gegeneinander geneigt sind, daß die Sektoren (a, y"}) ihrer Richtcharakteristiken (7, 8, 9) und die Winkel (kl, (} zwischen den Hauptstrahlungsrichtungen (4, 5, 6) der Schwinger so gewählt sind, daß bei gleichzeitiger Aussendung der Schallimpulse infolge der verschiedenen Laufzeiten in den verschiedenen Strahlungsrichtungen auf dem Registrierpapier eine deutliche Trennung der Niederschriften (19, 20, 21) der vom Meeresboden (2) senkrecht unter dem Schiff und der von den seitlich liegenden Flächen zurückkehrenden Echowirkungen eintritt.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß durch eine Schalteinrichtung wahlweise neben dem Vertikalsender nur der Backbord- oder der Steuerbordsender für unterschiedlich lange Zeitintervalle eingeschaltet wird.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß bei in schneller Folge abwechselnder Aussendung der Schallimpulse durch die drei Schwinger die Einschaltung eines der beiden nach schräg unten strahlenden Schwinger erst eine bestimmte Zeit nach dem Passieren des Schreib stiftes durch die Nullinie des Registrierpapiers bewirkt wird.
DEA36564A 1961-01-24 1961-01-24 Verfahren und Vorrichtung zur Anzeige von Fischschwaermen ueber Grund mittels Echolotung in der Schleppnetzfischerei Granted DE1119588B (de)

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