DE111957C - - Google Patents
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Classifications
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B61—RAILWAYS
- B61L—GUIDING RAILWAY TRAFFIC; ENSURING THE SAFETY OF RAILWAY TRAFFIC
- B61L1/00—Devices along the route controlled by interaction with the vehicle or train
- B61L1/02—Electric devices associated with track, e.g. rail contacts
- B61L1/04—Electric devices associated with track, e.g. rail contacts mechanically actuated by a part of the vehicle
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Automation & Control Theory (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Train Traffic Observation, Control, And Security (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf einen selbsttätigen Signalapparat für Eisenbahnen,
welcher die Ankunft eines Zuges schon aus beträchtlicher Ferne anzeigt.
Der Apparat ist ganz besonders dazu bestimmt, den auf der Strecke, in der Nähe einer
Curve oder in einem Tunnel beschäftigten Leuten, sowie den Schrankenwärtern und den
Bahnhofsbeamten die Annäherung der Züge anzuzeigen. Er vermeidet die Verwendung von Leitungsdrähten vollständig, da die
Schienen selbst als Leitungsorgane dienen. Aufserdem ist er leicht zu transportiren und
kann an irgend einer Stelle der Strecke, ohne besondere Installationsarbeiten zu verlangen,
angebracht und gebraucht werden.
In beiliegender Zeichnung sind beispielsweise drei Ausführungsformen dieser Signalvorrichtung
dargestellt.
Die Fig. 1 und 5 sind gleiche senkrechte Schnitte durch die Contactanordnung.
Fig. 2 ist eine Seitenansicht der Fig. 1.
Die Fig. 3, 4 und 6 sind schematische Darstellungen der Gesammtanordnung in drei verschiedenen
Ausführungen.
Die Signalanordnung setzt sich im Wesentlichen zusammen aus einer Batterie a, einem
selbstthätigen Contacte b und einem Läutewerke c. .
Die Batterie α enthält beispielsweise sechs Trockenelemente für eine· Uebertragungsentfernung
von ungefähr 500 m.
Diese Elemente sind in einem Holzkasten d Und zwischen den beiden Schienen f untergebracht.
An einem Ende des Kastens d und in der Nähe einer der Schienen f befindet sich der
selbstthätige Contact b (Fig. 1 und 2).
Letzterer besteht aus einem Hebel j k, welcher
auf der Achse q eines in der Wand des Kastens d angeordneten Böckchens gelagert ist.
Der Arm k dieses Hebels ist mit einer Spiralfeder I oder dergl. verbunden, welche mit ihrem anderen
Ende an einer mit Gewinde versehenen Stange m befestigt ist und durch diese je nach
Bedürfnifs mehr oder weniger gespannt werden kann. Sie zieht den Arm k nach unten und
den Arm j gegen einen Anschlag, welcher hier beispielsweise durch die Kappe r gebildet wird.
An dieser befindet sich, durch die Scheibe ο oder auf andere Weise isolirt, ein Contactknopf
κ, welcher durch den Gewindebolzen der Klemmschraube p, die ihrerseits von dem
Kasten d bezw. der Kappe r durch die Scheibe s isolirt ist, festgehalten wird. Die Klemmschraube
ρ ist mit einem der Batteriepole vermittelst eines beliebigen Leiters h elektrisch
verbunden.
Die Kappe r schützt den Contact bezw. dessen Theile gegen Witterungseinflüsse aller
Art.
Die Achse q des Hebels kj ist mit der Schiene / durch einen Metalldraht i elektrisch
verbunden. Dieser Metalldraht ist durch eine Mutter auf dein Bolzen q festgehalten und
steckt mit seinem anderen Ende in dem Blocke g, welcher eine im Kasten d befindliche
Oeffnung verschliefst. Der Block g besitzt eine mit Gewinde versehene Bohrung, in welcher
sich eine Schraube u führt, deren Spitze gegen die Schiene gerichtet ist. Die Schraube u
ist mit einem Sechskant, einer Bohrung oder einer anderen Handhabe versehen, um sie dem
jeweiligen Bedürfnifs entsprechend leicht und bequem verstellen zu können.
Das Läutewerk c ist von bekannter Construction und in einem Kasten t untergebracht,
welcher ähnlich wie d mit Contacten ver-
sehen ist, die durch je eine Schraube u gebildet sind.
Wenn die Kästen if und d zwischen den
Schienen auf die Schwellen gelegt sind, werden die Schrauben u so eingestellt, dafs sie sich
mit ihren Spitzen gegen die Schienen stützen. Dadurch werden ausgezeichnete elektrische Con tacte
hergestellt, gleichzeitig aber auch die Kästen festgehalten.
Die Contacte u des Kastens t sind mit der Polklemme des Läutewerkes c elektrisch verbunden,
während bei dem Kasten d der auf der Seite des selbstthätigen Apparates b angeordnete
Contact in den elektrischen Stromkreis nur durch die Wirkung dieses Contactes eingeschaltet wird, der andere Contact jedoch
mit dem einen der Pole der Batterie verbunden wird, deren anderer Pol mit dem Contact u
des Apparates b in Verbindung gebracht wird.
Die Wirkungsweise des Apparates ist leicht begreiflich. Wenn ein Zug vorbeifährt, drücken
die Radkränze n> der Räder auf den Hebelarm j (Fig. i), und der Arm k kommt mit
dem Metallknopf η in Contact. Der elektrische Stromkreis ist alsdann durch hpnkqigufu,
die Glocke c ufu und die Batterie (Fig. 3) gebildet, und das Läutewerk tritt in Thätigkeit.
Wirken die Räder des Zuges nicht mehr auf den Hebel j k, so wird der Arm k durch die
Feder / angezogen, wodurch der Hebel j k in seine normale Stellung zurückkehrt, wie dies
in punktirten Linien angedeutet ist.
Wenn die Uebertragung des Signals auf grofse Entfernung ausgeführt werden soll, so
schaltet man in bekannter Weise ein Relais in den Stromkreis ein (Fig. 4), so dafs der Strom
der Batterie α eine Spule \ durchläuft, welche infolge Magnetisirung ihres Eisenkernes einen
Hebel y anzieht. Der eine Arm desselben schliefst dann den Stromkreis e einer aus
Elementen gebildeten Batterie, deren Strom alsdann das Läutewerk in Thätigkeit setzt.
In dieser Anordnung sowohl, wie in der vorigen dienen die Schienen f als Leiter, um
den Strom der Batterie α nach dem Läutewerke c oder der Spule \ und umgekehrt, zu
übertragen.
Zur Erreichung der beabsichtigten Wirkung müssen bei den beiden beschriebenen Ausführungsformen
sowohl die Schienen von einander und von der Geleisbettung, als auch sämmtliche Räder des Zuges auf der einen Seite
von denen auf der anderen Seite gut isolirt sein.
Eine weitere dritte Ausführungsform des beschriebenen Signalapparates (Fig. 5 und 6)
vermeidet diese Isolirung dadurch, dafs beide Kästen, deren einer den Stromscbliefser und
deren anderer den Signalapparat aufnimmt, nicht in der Geleisbettung, sondern zwischen
den beiden, neben einander liegenden Geleisen angebracht werden.
Der hierzu verwendete Contactapparat (Fig. 5) unterscheidet sich von dem in Fig. 1 dargestellten
nur durch die andere Form des Hebels j, welcher an seinem äufseren Ende nach
oben gebogen ist.
Wie aus der schematischen Darstellung Fig. 6 ersichtlich ist, werden in diesem Falle die Kästen
zwischen den beiden inneren Schienen fundf1
der beiden Geleise ff bezw. flfl befestigt.
Dadurch wird der Bildung eines Kurzschlusses sowohl durch die Gleisbettung, als auch durch
die Räder der Lokomotive oder der Wagen in zuverlässiger Weise vorgebeugt. Es wird wohl
ein wenig Strom durch die Sohle hindurch1 gehen, aber die so verlorene Menge wird nicht
genügen, um einem guten Arbeiten des Apparates hinderlich zu sein.
In dem Falle, dafs der durch die Räder des Eisenbahnzuges gebildete elektrische Stromkreis
infolge des u. U. stattfindenden Verstellens einer Weiche unterbrochen wird, empfiehlt es sich,
sowohl vor wie hinter derselben Contacte u (Fig. ι und 5) anzubringen, welche alsdann
durch Leitungsdrähte mit einander verbunden werden, um die Stetigkeit des Stromkreises zu
sichern.
Claims (3)
1. Selbstthätiger Signalapparat für Eisenbahnen, gekennzeichnet durch zwei tragbare, einen
Streckenstromschliefser bezw. ein Läutewerk aufnehmende Kästen (dt), welche an
jeder beliebigen Stelle zwischen zwei Schienen vermittelst verstellbarer Contactschrauben
(u) leicht befestigt werden können, zum Zwecke, den elektrischen
Strom durch die als Leiter dienenden Schienen zu übertragen.
2. Ausführungsform des Signalapparates nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch einen
durch die Räder des Wagens niederzudrückenden zweiarmigen Hebel (j k), dessen
einer Arm (k) sich in der Arbeitslage gegen ein isolirtes Contactstück (n) stützt, während
seine Achse (q) mit einer Schiene (f).leitend verbunden ist.
3. Ausführungsform des Signalapparates nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine in
einer festen Mutter (g) geführte Gewjndestange (u), welche mit ihrer Spitze gegen
eine Fahrschiene (f) gedrückt und in der Mutter vermittelst einer beliebigen Handhabe
(beispielsweise eines Sechskanles) dem jeweiligen Bedürfnifs entsprechend verstellt
werden kann. N
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE111957C true DE111957C (de) |
Family
ID=381655
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT111957D Active DE111957C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE111957C (de) |
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0
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