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DE1118634B - Abzapf-Kolbenschieber fuer dickfluessige Stoffe, insbesondere Speiseeis - Google Patents

Abzapf-Kolbenschieber fuer dickfluessige Stoffe, insbesondere Speiseeis

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Publication number
DE1118634B
DE1118634B DEC20235A DEC0020235A DE1118634B DE 1118634 B DE1118634 B DE 1118634B DE C20235 A DEC20235 A DE C20235A DE C0020235 A DEC0020235 A DE C0020235A DE 1118634 B DE1118634 B DE 1118634B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
piston
housing
slide
ice cream
valve
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEC20235A
Other languages
English (en)
Inventor
Poerio Carpigiani
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Individual
Original Assignee
Individual
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
Publication of DE1118634B publication Critical patent/DE1118634B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A23FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
    • A23GCOCOA; COCOA PRODUCTS, e.g. CHOCOLATE; SUBSTITUTES FOR COCOA OR COCOA PRODUCTS; CONFECTIONERY; CHEWING GUM; ICE-CREAM; PREPARATION THEREOF
    • A23G9/00Frozen sweets, e.g. ice confectionery, ice-cream; Mixtures therefor
    • A23G9/04Production of frozen sweets, e.g. ice-cream
    • A23G9/22Details, component parts or accessories of apparatus insofar as not peculiar to a single one of the preceding groups
    • A23G9/28Details, component parts or accessories of apparatus insofar as not peculiar to a single one of the preceding groups for portioning or dispensing
    • A23G9/281Details, component parts or accessories of apparatus insofar as not peculiar to a single one of the preceding groups for portioning or dispensing at the discharge end of freezing chambers

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Food Science & Technology (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Confectionery (AREA)

Description

  • Abzapf-Kolbenschieber für dickflüssige Stoffe, insbesondere Speiseeis Die Erfindung betrifft einen Abzapf-Kolbenschieber für zähflüssige oder teigartige Stoffe, insbesondere Speiseeis, bei dem das hohlzylindrische und im wesentlichen vertikale Schiebergehäuse einen trichterförmigen Boden mit mittlerer Ausflußöffnung und einen seitlich über diesem Boden einmündenden Eintrittskanal aufweist, wobei der in diesem Gehäuse verschiebbare Abschlußkolben ein unteres, zu dem Gehäuseboden genau passend geformtes Ende besitzt.
  • Bei einem bekannten Schieber dieser Art besteht der Abschlußkörper aus elastischem Material. In Schließstellung wird dieser elastische Abschlußkörper zwar dichtend gegen den passend geformten, trichterartigen Gehäuseboden gedrückt, doch er kann die an den Gehäusewandungen haftenden Reste des teigartigen oder zähflüssigen Ausgabestoffes, insbesondere von Speiseeis, schwer aus der mittleren Ausflußöffnung herausdrücken, da er keine abstreifende Wirkung auf diese Wandungen ausübt und beim Andrücken federnd nachgibt. Zwischen dem Gehäuseboden und dem zwar dagegengedräckten, doch elastisch stellenweise nachgiebigen Abschlußkörper können sich also kleine, mit Stoffresten gefüllte Taschen bilden. Bei Speiseeis tauen diese nach dem Schließen des Schiebers im Schiebergehäuse verbleibenden Speiseeisreste und tropfen in unerwünschter und wenig appetitlicher Weise aus der Ausflußöffnung des z. B. an einer Speiseeismaschine angebrachten Abzapfschiebers.
  • Es sind auch Absperrschieber bekannt, bei denen der kolbenartige Abschlußkörper zwei seitliche Dichtungsringe aufweist, jedoch nicht mit einem passend geformten Gehäuseboden zusammenwirkt, gegen den er in Schließstellung gedrückt werden kann. Auch dieser bekannte Schieber kann deshalb nicht als Abzapfschieber für Speiseeis verwenden werden, da die Speiseeisreste, die den Ausgabestutzen des Schiebers füllen, nach dem Abschließen tauen und aus der Ausflußöffnung tropfen würden.
  • Es sind schließlich Kolbenschieber bekannt, die zwei ringförinige, in dem Schiebergehäuse festgeklemmte Dichtungspackungen aufweisen. Diese Dichtungspackungen üben infolgedessen eine abstreifende Wirkung auf den Abschlußkörper und nicht auf die Gehäusewandungen aus. Außerdem wirkt auch bei diesen bekannten Kolbenschiebern der Abschlußkörpe.r nicht mit einem passend dazu geformten Gehäuseboden zusammen, so daß auch in diesem Fall die den Ausgabestutzen des Schiebers füllenden Speiseeisreste nicht ausgestoßen werden, Bei den bekannten Abzapf-Kolbenschiebern der anfangs genannten Art wird außerdem der Abschlußkörper durch eine Schraubenspindel mit Handrad od. dgl. betätigt. Diese Betätigungsvorrichtung ist ziemlich platzraubend und erfordert eine umständliche, für die Hand ermüdende Drehbewegung für die Bedienung. Die Abzapf-Kolbenschieber für direkt an den Verbraucher zu verkaufende Ausgabestoffe, insbesondere Speiseeis, müssen aber sehr häufig und im allgemeinen von Hand betätigt werden. Dabei muß beim Schließen des Schiebers ein verhältnismäßig großer Druck auf den Abschlußkolben ausgeübt werden, um die in der Durchflußkammer des Schiebergehäuses enthaltene zähflüssige Masse auszustoßen.
  • Es sind auch Absperrschieber bekannt, die durch einen Zahnsektor betätigt werden. Dieser Zahnsektor wirkt mit einer Verzahnung des Abschlußkörpers zusammen und wird durch einen Handhebel bewegt. Die Lagerung des Zahnsektors und die Führung des Abschlußkörpers im Bereich seiner Verzahnung sind jedoch bei dieser bekannten Ausführung von dem Ventilgehäuse getrennt, d. h., der verschiebbare Abschlußkörper ist nicht durchgehend, sondern praktisch nur an seinen Enden geführt. Es ist infolgedessen möglich, den Abschlußkörper im Bereich seines offenen, nicht geführten Teiles zwischen dem eigentlichen Schiebergehäuse und dem Zahnsektor in LQuerrichtung auf Biegung zu belasten. Dadurch kann die abdichtende Wirkung des Abschlußkörpers stark beeinträchtigt werden.
  • Aufgabe der Erfindung ist es, die genannten Nachteile zu beheben, d. h. einen Abzapf-Kolbenschieber der eingangs genannten_Art für dickflüssige Stoffe, insbesondere Speiseeis, zu schaffen, bei dem beim Schließen des Schiebers möglichst alle Stoffreste, die an den inneren Wandungen des durchflossenen Schiebergehäuseteiles haften bleiben, selbsttätig ausgestoßen werden, um dadurch unerwünschte nachträgliche Tropferscheinungen aus der Ausflußöffnung zu vermeiden. Gleichzeitig muß es möglich sein, den Abzapf-Kolbenschieber sehr schnell und mit einer sehr einfachen Betätigungsbewegung auch mit großer Druckausübung zu öffnen und zu schließen, wobei der Abschlußkolben so geführt werden soll, daß er im Schiebergehäuse nicht klemmen bzw. in Querrichtung nicht belastet werden kann. Es soll ferner ein Abzapf-Kolbenschieber von sehr gedrungener Konstruktion geschaffen werden, der - im Falle von Speiseeis - die Kälteverhiste auf ein Mindestmaß herabsetzt und mit großer Leichtigkeit auseinandergenommen und gründlich gesäubert werden kaiin.
  • Außerdem soll der neue Abzapf-Kolbenschieber ohne besondere Schwierigkeiten aus einem nichtmetallischen, kälteisolierenden und korrosionsbesfändigen Material, insbesondere Kunststoff, herstellbar sein. Wasser- und Gashähne aus Kunststoff, insbesondere Laborarmaturen, sind an sich bekannt. Erfindungsgemäß soll jedoch eine möglichst gute Abdichtung auch bei verhältnismäßig hohen Drücken erzielt werden, ohne die aus Kunststoff hergestellten Teile (Gehäuse und Abschlußkörper) des Abzapf-Kolbenschiebers einer besonderen bzw. besonders feinen Nachbearbeitung zwecks Anpassung der Dichtungsflächen aufeinander zu unterwerfen.
  • Die Erfindung besteht nun darin, daß bei einem Abzapf-Kolbenschieber der anfangs genannten Art der Abschlußkolben zwei seitliche und untereinander im Abstand angeordnete Dichtungsringe trägt, die sich bei in Schließstellung gesenktem und gegen den Gehäuseboden angedrückten Abschlußkolben je oberhalb und unterhalb des seitlichen Eintrittskanals einstellen, wobei der Abschlußkolben oberhalb des oberen Dichtungsringes eine seitliche achsparaUele Verzahnung aufweist, mit der ein am Schiebergehäuse gelagerter, durch einen Handgriff od. dgl. verdrehbarer und durch einen schmalen Durchbruch des Schiebergehäuses in dieses vorspringender Zahnsektor od. dgl. im Eingriff steht.
  • Bei dieser Ausbildung des Abzapf-Kolbenschiebers werden die seitlichen Innenwandungen des Schiebergeliäuses durch die Dichtungsringe des Abschlußkolbens von den daran haftenden Resten des Ausgabegutes, insbesondere von den Speiseresten, abgestreift. Dabei werden diese Reste durch einen starren und genügend harten Abschlußkolben gegen den passend dazu geformten Boden des Schiebergehäuses gedrückt und deshalb zwischen diesen Körpern zerquetscht und vollständig durch die Austrittsöffnung herausgedrückt. Die seitlichen Dichtungsringe des Abschlußkolbens ermöglichen es, den Kolben und das Gehäuse als Formstücke aus Kunststoff herzustellen und ohne besondere bzw. besonders feine, zeitraubende und kostspielige Nachbearbeitung dieser Teile eine einwandfreie Abdichtung zwischen Kolben und Gehäuse zu erzielen. Schließlich ist die Hebelbetätigung des Abschlußkolbens sehr einfach und wenig ermüdend, wobei der Abschlußkolben bis zum Betätigungssektor durchgehend und allseitig durch das Schiebergehäuse umgeben und geführt ist.
  • Nach einer zweckmäßigen Ausführungsform der Erfindung kommt beim Schließen des Abzapf-Kolbenschiebers der untere Dichtungsring des Abschlußkolbens unterhalb des seitlichen Eintrittskanals zu hegen und schließt diesen Kanal ab, noch bevor das Kolbenende gegen den passend dazu geformten Gehäuseboden anliegt bzw. gedrückt wird. Bei dieser Ausbildung erfolgt das Herauspressen der Reste des Ausgabegutes, insbesondere des Speiseeises, zwischen dem Abschlußkolben und dem Gehäuseboden erst, nachdem der seitliche Eintrittskanal durch die Dichtungsringe des Abschlußkolbens abgeschlossen, d. h. erst wenn ein weiteres Zufließen von neuem Speiseeis bzw. ein Zurückfließen der gepreßten Speiseeisreste mit Sicherheit unterbunden ist.
  • Eine weitere Aufgabe der Erfindung besteht darin, einen mehrfachen Abzapf-Kolbenschieber der vorstehend beschriebenen Art zu schaffen, der an mehrere verschiedene Zuleitungen und z. B. an mehrere, je eine verschiedene Eissorte enthaltende Gefrierkammern einer kontinuierlichen Speiseeismaschine anschließbar ist und sowohl das getrennte Abzapfen aus jeder einzelnen Zuleitung bzw. Gefrierkammer als auch das Abzapfen einer Mischung aus zwei oder mehreren Ausgabegütem, z. B. aus zwei oder mehreren verschiedenen Eissorten erlaubt.
  • Zu diesem Zweck sieht die Erfliidung mindestens drei in einem gemeinsamen Gehäusekörper vereinigte Einzelschieber mit unabhängig voneinander bewegbaren Abschlußkolben vor, wobei zwei dieser Einzelschieber (Einsorten-Abzapfschieber) an je einen getrennten Eintrittskanal und der andere Einzelschieber (Mischungsschieber) an beide Eintrittskanäle durch davon abgezweigte Zuleitungskanäle angeschlossen sind.
  • Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung sind aus nachstehender Beschreibung einiger Ausführungsbeispiele zu ersehen, die in der Zeichnung dargestellt sind. Es zeigt Fig. 1 einen nach der Erfindung ausgebildeten Abzapf-Kolbenschieber, in Vorderansicht Fig. 2 eine Draufsicht des Kolbenschiebers nach Fig. 1, mit abgebrochenem Handgriff, Fig. 3 den senkrechten Schnitt durch den Kolbenschieber nach Fig. 1 und 2 bei seiner Anordnung als Abzapforgan an einer kontinuierlichen Speiseeismaschine, Fig. 4 einen dreifachen Abzapf-Kolbenschieber nach der Erfindung mit zwei seitlichen Einsorten-Abzapfschiebem und einem mittleren Mischungsschieber, in Vorderansicht und teilweise im Schnitt, bei ausgehobenem Abschlußkolben, Fig. 5 einen waagerechten Querschnitt durch den Schieber nach Fig. 4 und Fig. 6 einen fünffachen Abzapf-Kolbenschieber mit drei Einsorten-Abzapfschiebern und zwei Mischungsschiebern, in waagerechtem Querschnitt.
  • Bei der in Fig. 1 bis 3 dargestellten Ausführungsform besteht der Abzapf-Kolbenschieber aus einem hohlzylindrischen, im wesentlichen vertikalen Gehäuse 5, das in einem Stück mit einer zu der Zylinderachse parallelen, seitlichen Anschlußplatte 2 hergestellt ist. Diese Anschlußplatte 2 dient zur Befestigung des Kolbenschiebers an dem Behälter des abzuzapfenden, dickflüssigen Stoffes und insbesondere an dem vorderen Kopfende der Gefrierkammer F einer kontinuierlichen Speiseeismaschine. In diesem letzteren, in Fig. 3 veranschaulichten Fall dient die Anschlußplatte 2 gleichzeitig auch zum Abschluß der Gefrierkammer F.
  • Das Schiebergehäuse 5 besitzt einen trichterförmigen, z. B. kegel- oder halbkugelförinigen Boden mit vorzugsweise mittlerer Ausflußöffnung 8. Der Eintrittskanal 6 des Abzapfschiebers ist quer zu der Achse des Schiebergehäuses 5 gerichtet und oberhalb des trichterförmigen Gehäusebodens in der Anschlußplatte 2 vorgesehen, wobei er einerseits in das Innere des Schiebergehäuses 5 und andererseits auf die Außenfläche der Anschlußplatte 2, z. B. direkt in die von dieser Platte abgeschlossene Gefrierkammer F der Speiseeismaschine oder in einen Vorratsbehälter od. dgl. mündet. Selbstverständlich kann das Schiebergehäuse 5 an Stelle der Anschlußplatte 2 einen beliebigen, rohrförmigen und den Eintrittskanal 6 bildenden Stutzen od. dgl. aufweisen.
  • In dem Schiebergehäuse 5 ist der Abschlußkolben 9 verschiebbar gelagert. Das untere Kopfende 109 dieses Abschlußkolbens 9 ist zu dem trichterförmigen Boden des Schiebergehäuses 5 genau passend profiliert und ist also z. B. kegel- oder halbkugelfönnig ausgebildet. Oberhalb seines profilierten Kopfendes 109 weist der Abschlußkolben 9 zwei umlaufende, seitliche, untereinander im Abstand vorgesehene Nuten auf, in denen je ein Dichtungsring 14 eingeklemmt ist.
  • Die Auf- und Abwärtsbewegung des Abschlußkolbens 9 erfolgt mit Hilfe eines Zahnsektors 10, der einen Handgriff 13 aufweist und auf der Vorderseite des Schlebergehäuses 5 zwischen zwei daran angeformten, vorspringenden Flügeln 21 um einen Zapfen 11 drehbar gelagert ist. Dieser Zahnsektor 10 steht mit einer entsprechenden seitlichen, achsparallelen Verzahnung 209 des Abschlußkolbens 9 im Eingriff. Durch Verdrehen des Handgriffes 13 nach unten (siehe strichpunktiert eingezeichnete Stellung in Fig. 3) wird der Abschlußkolben 9 so weit gehoben, daß er den Eintrittskanal 6 freigibt und dadurch den Austritt des abzuzapfenden, dickflüssigen Stoffes z. B. des aus der Gefrierkammer F herausgedrückten Speiseeises durch den unteren Gehäuseteil und aus der Ausflußöffnung 8 des Gehäusebodens gestattet. Dabei stellen sich die beiden seitlichen Dichtungsringe 14 des Abschlußkolbens 9 oberhalb des Eintrittskanals 6 ein und bewirken dadurch den oberen, dichten Abschluß des Schiebergehäuses 5.
  • Wird der Handgriff 13 nach oben verschwenkt, so senkt sich der Abschlußkolben 9, bis sein unteres, proßhertes Kopfende 109 satt gegen den entsprechend geformten, trichterförmigen Boden des Schiebergehäuses 5 anliegt# wobei einerseits die Ausflußöffnung 8 durch das Kopfende 109 des Abschlußkolbens 9 direkt verschlossen wird und andererseits die zwei seitlichen Dichtungsringe 14 dieses Kolbens sich je oberhalb und unterhalb des Eintrittskanals 6 einstellen. Dadurch wird auch der Eintrittskanal 6 abgeschlossen, und zwar durch den oberen Dichtungsring 14 des Abschlußkolbens 9 in bezug auf das obere offene Ende des Schiebergehäuses 5 und durch den unteren Dichtungsring in bezug auf die Ausflußöffnung 8.
  • Es sei bemerkt, daß während des Schließvorganges zuerst der untere Dichtungsring 14 des Abschlußkolbens 9 unterhalb des Eintrittskanals 6 zu liegen kommt und erst dann das untere profilierte Kolbenende 109 gegen den entsprechend geformten Gehäuseboden anliegt. Dabei werden durch die abstreichende Wirkung des unteren Dichtungsringes 14 einerseits und durch die anschließende herausquetschende Wirkung zwischen Kolbenende 109 und Gehäuseboden andererseits alle eventuellen Reste des abgezapften Stoffes und insbesondere alle Speiseeisreste, die auf den Innenwandungen des Schiebergehäuses 5 haften geblieben sind, abgestreift und aus dem Gehäuse 5 durch die Ausflußöffnung 8 herausgedrückt. Infolgedessen werden unerwünschte Tropferscheinungen nach dem Abschluß des Abzapfschiebers vermieden.
  • Der Abschlußkolben9 kann ferner ohne weiteres aus dem oberen, offenen Ende des Schiebergehäuses 5 z. B. zu Reinigungszwecken herausgezogen werden. Man braucht dazu nur den Handgriff 13 so weit nach unten zu verdrehen, bis sich der Zahnsektor 10 aus der Verzahnung 209 des Abschlußkolbens 9 löst. Der Kolben 9 kann dann an seinem oberen, aus dem Schiebergehäuse 5 vorspringenden Ende erfaßt und ausgehoben werden. Das Wiedereinsetzen des Abschlußkolbens 9 erfolgt in umgekehrter, ähnlich einfacher Weise.
  • Nach dem Ausheben des Abschlußkolbens 9 sind alle Innenflächen des Schiebergehäuses 5 durch das breite obere Ende desselben außerordentlich leicht zugänglich und können deshalb mit der insbesondere bei dickflüssigen Nahrungsmitteln bzw. Speiseeis erforderlichen Gründlichkeit und Häufigkeit gereinigt werden. Auch der breite Eintrittkanal 6 erweist sich ganz oder größtenteils» bei abgehobenem Abschlußkolben 9 vom Inneren des Schiebergehäuses 5 sehr leicht zugänglich.
  • Der vorstehend beschriebene Abzapf-Kolbenschleber wird ganz oder größtenteils, z. B. nur mit Ausnahme des Drehzapfens 11, aus nichtmetallischem, korrosionsbeständigem und bei seiner Anwendung an Speiseeismaschinen auch kälteisoherendem Material, insbesondere Kunststoff, hergestellt. Es wird dadurch vermieden, daß die Außenflächen des Abzapfschiebers durch das durchfließende Speiseeis bzw. durch die angeschlossene Gefrierkammer so stark abgekühlt werden, daß sich darauf Eisniederschläge bilden, die nach Ausschalten der Speiseeismaschine tauen und lästige Pfützen am Boden bilden können. Außerdem wird bei der dargestellten Ausführungsform ein einwandfreier kälteisolierender Abschluß der Gefrierkammer F durch die Platte 2 gewährleistet.
  • Die in den Fig. 4 und 5 dargestellte Ausführungsform des Abzapf-Kolbenschiebers ist insbesondere für kontinuierliche Speiseeismaschinen mit nebeneinanderliegenden, verschiedene Eissorten enthaltenden Gefrierkammern bestimmt. Bei dieser Ausbildung sind drei nebeneinander angeordnete Kolbenschieber 5, 105, 205 der in den Fig. 1 bis 3 dargestellten Art zu einem mehrfachen Abzapfschieber in einem einzigen, gemeinsamen Gehäusekörper 1 vereinigt, der eine rückwärtig angeformte Platte 102 aufweist. Die Platte 102 dient zur Befestigung des Abzapfschiebers an der Speiseeismaschine und gleichzeitig auch zum dichten, kälteisoherenden Abschluß beider Gefrierkammern. Zu diesem Zweck weist die Platte 102 zwei hintere kreisförmige Ausnehmungen 103, 203 auf, die sich deckend auf das vordere offene Kopfende je einer Gefrierkammer legen. Jede Ausnehmung 103, 203 ist mit einem umlaufenden, zylindrischen Randvorsprung 4 versehen, der dichtend in das offene Kopfende der entsprechenden Gefrierkammer eingreift.
  • Jeder einzelne Kolbenschieber 5, 105, 205 besitzt eine eigene Ausflußöffnung 8 bzw. 108, 208 und einen trichterförmigen Gehäuseboden. Die nicht dargestellten Abschlußkolben dieser Einzelschieber werden getrennt in der bereits beschriebenen Weise durch je einen Zahnsektor 10 mit entsprechendem Handgriff 13 bewegt, wobei die untereinander unabhängigen Zahnsektoren 10 auf einem gemeinsamen, durchgehenden Zapfen 11 drehbar gelagert und in je einer oberen Ausnehmung 12 des Gehäusekörpers 1 angeordnet sind.
  • Die zwei seitlichen Einzelschieber 105, 205, stehen über je einen Eintrittskanal 106 bzw.206 mit je einer Gefrierkammer bzw. mit der entsprechenden, hinteren Ausnehmung 103, 203 der Platte 102 in Verbindung. Der mittlere Einzelschieber 105 ist dagegen mit beiden Gefrierkammern durch je zwei schräge, von beiden hinteren Ausnehmungen 103, 203 der Platte 102 bzw. von beiden Eintrittskanälen 106, 206 der zwei seitlichen Einzelschieber 105, 205 abgezweigte Zuleitungskanäle 107, 207 verbunden. Es folgt daraus, daß die zwei verschiedenen, in den beiden Gefrierkammern enthaltenen Speiseeissorten jeweils getrennt durch den entsprechenden, seitlichen Einzelschieber 105, 205 (Einsorten-Abzapfschieber) abgezapft werden können, während der mittlere Einzelschieber 5 (Mischungsschieber) ein gleichteiliges Gemisch von beiden Speiseeissorten liefert.
  • In Weiterentwicklung des Erlindungsgedankens ist in Fig. 6 ein mehrfacher Abzapf-Kolbenschieber für Speiseeismaschinen mit drei nebeneinanderliegenden Gefrierkammern dargestellt. In diesem Fall sind drei Einsorten-Abzapfschieber 105, 205, 305 vorgesehen, die durch getrennte Eintrittskanäle 106, 206, 306 mit je einer Gefrierkammer in Verbindung stehen. Ferner sind zwei Mischungsschieber 5, 51 vorgesehen, die zwischen den Einsorten-Abzapfschiebem 105, 205, 305 angeordnet und durch je zwei Zuleitungskanäle 7 byw. 71 mit den Eintrittskanälen 106, 206 bzw. 206, 306 der zwei benachbarten Einsorten-Abzapfschieber 105, 205 bzw. 205, 305 verbunden sind.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Aus nicht metallischem, kälteisoherendem und korrosionsbeständigem Material, insbesondere Kunststoff, bestehender Abzapf-Kolbenschieber für zähflüssige oder teigartige Stoffe, insbesondere Speiseeis, bei dem das hohlzylindrische und im wesentlichen vertikale Schiebergehäuse einen trichterfönnigen Boden mit mittlerer Ausflußöffnung und einen seitlich über diesem Boden einmündenden Eintrittskanal aufweist, wobei der in diesem Gehäuse verschiebbare Abschlußkolben ein unteres, zu dem Geläuseboden genau passend geformtes Ende besitzt, dadurch gekennzeichnet, daß der Abschlußkolben (9) zwei seitliche und untereinander ün Abstand angeordnete Dichtungsringe (14) trägt, die sich bei in Schließstellung gesenktem und gegen den Gehäuseboden angedrücktem Abschlußkolben je oberhalb und unterhalb des seitlichen Eintrittskanal (6) einstellen, wobei der Abschlußkolben oberhalb des oberen Dichtungsringes eine seitliche achsparallele Verzahnung (209) aufweist, mit der ein am Schiebergehäuse (5) gelagerter, durch einen Handgriff (13) od. dgl. verdrehbarer und durch einen schmalen Durchbruch des Schiebergehäuses in dieses vorspringender Zahnsektor (10) od. dgl. im Eingriff steht.
  2. 2. Abzapf-Kolbenschieber nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß beim Schließen des Schiebers der untere Dichtungsring des Abschlußkolbens (9) unterhalb des seitlichen Eintrittskanals (6) zu Regen kommt, bevor das Kolbenende (109) gegen den Gehäuseboden anliegt. 3. Abzapf-Kolbenschieber nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Schiebergehäuse (5, 1) eine angeformte Platte (2, 102) od. dgl. aufweist, die zur Befestigung des Schiebers an dem den abzuzapfenden Stoff enthaltenden Behälter, z. B. an der Speiseeismaschine, und zum dichten Abschluß der Abzapföffnung dieses Behälters dient. 4. Abzapf-Kolbenschieber nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Platte (2 bzw. 102) des Schiebergehäuses (5 bzw. 1) auf ihrer Rückseite im Bereich der Abzapföffnung des Behälters je eine entsprechende Ausnehmung (103 bzw. 203) aufweist, die einen in die Abzapföffnung des Behälters eingreifenden Randvorsprung (4) besitzt und mit den Eintrittskanälen (6, 106, 206) bzw. den Zuleitungskanälen (107, 207) des Kolbenschiebers in Verbindung steht. 5. Abzapf-Kolbenschieber nach Anspruch 1 bis 4, für mehrere verschiedene teigartige Stoffe, insbesondere Speiseeissorten, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens drei Einzelschieber (5, 105, 205) mit unabhängig voneinander bewegbaren Abschlußkolben in einem gemeinsamen Ge-Uäusekörper (1) vereinigt sind, wobei zwei dieser Einzelschieber (Einsorten - Abzapfschieber 105, 205) an je einen getrennten Eintrittskanal (106, 206) und der andere Einzelschieber (Mischungsschieber 5) an beide Eintrittskanäle durch davon abgezweigte Zuleitungskanäle (107, 207) angeschlossen sind. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 18 267; französische Patentschriften Nr. 933 323, 328 603; USA.-Patentschriften Nr. 2 359 369.
DEC20235A 1958-11-29 1959-11-25 Abzapf-Kolbenschieber fuer dickfluessige Stoffe, insbesondere Speiseeis Pending DE1118634B (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1243215B (de) * 1964-07-14 1967-06-29 Apaw Sa Deckel mit eingebauter Abzapfvorrichtung fuer den vorderen Abschluss der waagerechten Gefrierkammern in Speiseeismaschinen

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DE18267C (de) * M. GRUNDIG in Dresden, Gr. Plauensche Strafse 2 Bolzenhahn
FR328603A (fr) * 1903-01-19 1903-07-16 Servais Joseph Biname Colonne-fontaine pour l'eau, les boissons et autres liquides
US2359369A (en) * 1943-10-12 1944-10-03 J A Matthews Throttle valve
FR933323A (fr) * 1945-09-18 1948-04-16 Obturateur tel que robinet à bouchon auxiliaire d'étanchéité

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