DE1117682B - Herstellungsverfahren fuer Hohlleiter - Google Patents
Herstellungsverfahren fuer HohlleiterInfo
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- H—ELECTRICITY
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Description
- Herstellungsverfahren für Hohlleiter Zur Übertragung hochfrequenter elektromagnetischer Energie bedient man sich bekanntlich neben anderen Leitungen auch der Hohlleiter, die dafür vorzugsweise einen rechteckigen oder wenigstens annähernd rechteckigen Querschnitt aufweisen, um so Leitungen mit günstigen elektrischen Eigenschaften (z. B. vorteilhafter Dämpfung) zustande kommen zu lassen. Derartige Hohlleiter sind früher als profilierte Messing- oder Aluminiumrohre bzw. als innen mit Kupfer bewehrte Stahlblechrohre ausgebildet gewesen. Darüber hinaus ist es auch schon bekanntgeworden, solche Hohlleiter als nahtlose oder aus einem Band gebogene Isolierstoffrohre mit auf ihrem Inneren aufgebrachten Metallüberzug herzustellen. Bringt man in dieser Weise den Metallüberzug zunächst auf einem Isolierstoffband auf, formt man dieses Band dann zu einem Rohr und dichtet man die verbleibende Längsnaht ab, so ergibt sich dennoch kein einwandfreier Hohlleiter, weil die dünne Metallbewehrung durch das Biegen des Bandes gestaucht und in unerwünschter Weise verformt wird. Es hat sich gezeigt, daß sich der Metallüberzug bei der geschilderten Herstellungsweise sogar vom Isolierstoffband abhebt bzw. auf seinem Träger Falten bildet. Die andere der beiden erwähnten bekannten Herstellungsarten macht noch größere Schwierigkeiten, weil es .auf einfache Weise überhaupt nicht möglich ist, den Metallüberzug auf der Innenfläche eines zunächst für sich hergestellten Isolierrohres von einer gewissen Länge aufzubringen.
- Es ist auch bereits ein Verfahren bekanntgeworden, bei welchem die elektrisch leitende Auskleidung auf einen massiven Formkern beispielsweise durch Aufsprühen aufgebracht, sodann der Kunststoff aufgewickelt und der elektrisch leitende überzug nach dem Aushärten des Kunststoffes durch starke Wärmeeinwirkung geschmolzen wird, um sich auf diese Weise mit dem Kunststoffmantel zu verbinden. Es handelt sich dabei aber um ein ebenso zeitraubendes, kompliziertes und kostspieliges Verfahren, wie wenn in ebenfalls bekannter Weise geschmolzenes Metall auf die Innenseite des mittels des massiven Dornes hergestellten und bereits fertigen Kunststoff-Tragkörpers aufgesprüht wird.
- Diese Nachteile sind bei einem Herstellungsverfahren für Hohlleiter, die zur Übertragung hochfrequenter elektromagnetischer Energie dienen und einen vorzugsweise annähernd rechteckigen Querschnitt aufweisen, bei welchem ein erforderlichenfalls durch Füllmittel verfestigter Tragkörper aus einem dabei noch formbaren, danach aber steif werdenden Kunststoff; z. B. Polyesterharz, auf einen entsprechend gestalteten dünnwandigen Hohlkörper aus elektrisch leitendem Werkstoff aufgebracht wird, erfindungsgemäß dadurch vermieden, daß der dünnwandige Hohlkörper von innen her durch einen nächstenbaren Kern in seine gewünschte Form gebracht wird, worauf die Aufbringung des. gegenbenenfalls mit Glasfasergeweben gefüllten Kunststoffes durch Ummantelung des Hohlkörpers erfolgt. Durch die Verwendung eines formbaren, d. h. in seinem Querschnittveränderlichen Kernes ist ein besonders- einfaches Verfahren vermittelt, welches die erforderliche Abstützung des dünnwandigen Hohlkörpers während des Aufbringens des Kunststoffmantels gewährleistet, ohne daß der Hohlkörper erst durch Aufschmelzen oder Aufsprühen geschmolzenen Materials mit dem Kunststoff verbunden werden muß.
- In weiterer Vervollkommnung des neuen Verfahrens können aus Kunststoff und Füllmittel gebildete Bahnen zunächst um den Hohlkörper aus elektrisch leitendem Werkstoff gewickelt und die Formgebung der Kunststoffumkleidung durch anschließendes Rufpressen von Formenteilen vorgenommen werden. Weiterhin ist es für das hier in Rede stehende Herstellungsverfahren dann, wenn die Hohlleiterenden Verbindungsflansche aufweisen, einer Weiterbildung der Erfindung entsprechend vorteilhaft, die Befestigung der Flanschen am Hohlkörper im Zuge der Kunststoffaufbringung und seiner nachfolgenden Aushärtung vorzunehmen. Dabei kann eine derartige Flanschaufsetzung auf den Hohlkörper so erfolgen, daß dessen Enden um ein geringes Stück über die Stirnfläche des Flansches hinausragen und der. .vorstehende Hohlkörperring gegen die Flanschstim umgebördelt wird.
- Weitere Einzelheiten - der -Erfindung -sind in der nachstehenden Beschreibung an Hand der Zeichnung erläutert.
- Fig. 1 läßt in perspektivischer Darstellung einen nach dem neuen Verfahren .hergestellten Hohlleiter erkennen, dessen innerer Aufbau durch eine Ausbrechung erkenntlich ist; Fig. 2 gibt den nachstellbaren Kern für das bereits charakterisierte Herstellungsverfahren ebenfalls in perspektivischer Darstellung wieder; in Fig. 3 ist der Kern nach Fig. 2 im Querschnitt gezeigt, und Fig. 4 läßt seine Anwendung bei der Formgebung des Hohlleiters erkennen; Fig. 5 zeigt Beispiele für zusätzliche Halte- und Befestigungsmittel, die auf dem Hohlkörper aus elektrisch leitendem Werkstoff vorgesehen sein können; in Fig. 6 ist dann schließlich in einem Längsschnitt noch gezeigt, wie ein Hohlleiterflansch auf dem Hohlkörper aus elektrisch leitendem Werkstoff befestigt sein kann.
- Nach Fig. 1 besteht ein Hohlleiter, der nach dem neuen Verfahren hergestellt ist, aus dem Kunststofftragkörper 1 und seiner inneren Bewehrung mittels einer dünnwandigen Schicht 2 aus elektrisch leitendem Werkstoff: Die beiden freien Enden des Hohlleiters sind mit den Befestigungsflanschen 3 und 4 versehen, in denen sich Löcher z. B. 5 bzw. 6 zur Verbindung des betreffenden Hohlleiterstücks mit anderen gleich ausgebildeten Stücken befinden. Der Flansch 3 läßt um seine innere Begrenzungslinie herum innerhalb der Befestigungslöcher 5 die Rahmendichtung 7 erkennen.
- Nach Fig. 2 besteht der Kern, um den herum der Hohlleiteraufbau nach dem neuenVerfahren zustande gebracht wird, aus den Winkelschienen 8 bis 11 und den keilförmigen Spannplatten 12 bis 15.
- Nach Fig. 3 ist der hier im Querschnitt dargestellte Kern durch ein Einpressen der Spannplatten 12 bis 15 in ihre Aufnahmeöffnungen zwischen den Winkelschienen 8 bis 11 dazu benutzt worden, den dünnwandigen Hohlkörper 16 aus elektrisch leitendem Werkstoff in eine rechteckige Querschnittsform zu bringen. Um den in dieser Weise gestalteten Hohlkörper 16 herum könnte unter Beibehaltung seiner Verspannung durch den Kern 8 bis 15 der Kunststofftragkörper in der im Vorstehenden bereits geschilder-Weise aufgebracht werden.
- Diese Art der Aufbringung ist aus Fig. 4 allerdings auf einem Hohlkörper 17 aus elektrisch leitendem Werkstoff gezeigt, der zwecks leichterer Bedienung der Formungswerkzeuge 18 und 19 eine doppelt trapezförmige Gestalt aufweist. In diese Gestalt ist der Hohlkörper 17 durch den entsprechend ausgebildeten Kern 20 gebracht. Der Tragkörper 21 aus Polyesterharz mit Glasfasergewebefüllung ist durch die Formungswerkzeuge 18, 19 um den metallischen Hohlkörper 17 gepreßt, nachdem der Tragkörper vorher durch Umwicklung getränkter Glasfasergewebebänder um den Hohlkörper 17 herum vorbereitend zustande gebracht war. Durch das Umpressen mittels derWerkzeuge 18 und 19 entstehen zu beiden Seiten die Randwulste 22 und 23. Die Hohlkörperflächen aus elektrisch leitendem Werkstoff können, wie es im vorstehenden schon erwähnt und aus der Fig. 5 im einzelnen ersichtlich ist, mit zusätzlichen Haltemitteln versehen sein. Sie können, wie es die Fig. 5 zeigt, im Zuge der Metallwandungen 24; 25 bzw. 26 entweder in Form von Dellen 27, von pilzförmigen Warzen 28 oder aufgetriebenen Löchern 29 bestehen.
- Die Fig. 6 zeigt, in welcher Weise die Stirnflanschen mit den Rohrstücken des Hohlleiters verbunden sein können. So ist der schwalbenschwanzförmig ausgebildete Flansch 30 vom Kunststoff des Tragkörpers 31 umfaßt. Der vorstehende Ring 32 des Hohlkörpers 33 ist umgebördelt und vermittelt beim Verbinden des Flansches 30 mit einem an seinem Ende entsprechend ausgebildeten anderen Hohlleiterstück den elektrischen Kontakt über die umgebördelte Ringscheibenfiäche.
- Bei dem Flansch 34 wird das gute Anhaften bzw. seine Befestigung am metallischen Hohlkörper 35 durch eine Wellung 36 auf der oberen Fläche des entsprechenden Schenkelstücks vermittelt, indem hier der Kunststoff bei seiner Aushärtung angepreßt wird. Der Hohlkörper 35 ist hierbei an dem Flansch 34 durch Verlötung an der Stelle 37 befestigt. Damit der Flansch 34 mit einem entsprechenden Gegenflansch eines anderen Hohlleiterstücks in der gleichen Weise Kontakt vermittelt, wie es im Zusammenhang mit der Schilderung des umgebördelten Ringstücks 32 erläutert ist, weist der Flansch 34 den ringscheibenförmigen Vorsprung 38 auf.
Claims (5)
- PATENTANSPRÜCHE: 1. Herstellungsverfahren für Hohlleiter, die zur Übertragung hochfrequenter elektromagnetischer Energie dienen und einenvorzugsweise annähernd rechteckigen Querschnitt aufweisen, bei welchem ein erforderlichenfalls durch Füllmittel verfestigter Tragkörper aus einem dabei noch formbaren, danach aber steif werdenden Kunststoff, z. B. Polyesterharz, auf einen entsprechend gestalteten dünnwandigen Hohlkörper aus elektrisch leitendem Werkstoff aufgebracht wird, dadurch gekennzeichnet, daß der dünnwandige Hohlkörper von innen her durch einen nachstellbaren Kern in seine gewünschte Form gebracht wird, worauf die Aufbringung des gegebenenfalls mit Glasfasergeweben gefüllten Kunststoffes durch Ummantelung des Hohlkörpers erfolgt.
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß aus Kunststoff und Füllmittel gebildete Bahnen zunächst um den Hohlkörper aus elektrisch leitendem Werkstoff gewickelt werden und die Formgebung der Kunststoffumkleidung durch anschließendes AufpressenvonFormteilen vorgenommen wird.
- 3. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 oder 2, wobei die Hohlleiterenden Verbindungsflansche aufweisen, gekennzeichnet durch deren Befestigung am Hohlkörper im Zuge der Kunststoffaufbringung und seiner nachfolgenden Aushärtung.
- 4. Verfahren nach Anspruch 3, gekennzeichnet durch eine derartige Flanschaufsetzung auf den Hohlkörper, daß dessen Enden um ein geringes Stück über die Stirnfläche des Flansches hinausragen und der vorstehende Hohlkörperring gegen die Flanschstim umgebördelt wird.
- 5. Hohlkörper bzw. Flansch zur Verwendung bei dem Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß seine für eine dauerhafte Verbindung mit dem Kunststoff bestimmten Bereiche zusätzliche Halte- oder Befestigungsmittel, z. B. pilzförmige Warzen oder schwalbenschwanzartige Aufnehmer aufweisen. In Betracht gezogene Druckschriften: Britische Patentschriften Nr. 696 900, 739 488.
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| DER25557A DE1117682B (de) | 1959-05-15 | 1959-05-15 | Herstellungsverfahren fuer Hohlleiter |
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| DE1117682B true DE1117682B (de) | 1961-11-23 |
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Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3195079A (en) * | 1963-10-07 | 1965-07-13 | Burton Silverplating | Built up nonmetallic wave guide having metallic coating extending into corner joint and method of making same |
| US3234489A (en) * | 1962-06-16 | 1966-02-08 | Felten & Guilleaume Carlswerk | Rectangular waveguide |
Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| GB696900A (en) * | 1950-07-06 | 1953-09-09 | Sydney Robson | Improvements in waveguides and aerials |
| GB739488A (en) * | 1952-12-01 | 1955-11-02 | Mini Of Supply | Improvements in or relating to flexible electromagnetic waveguides |
-
1959
- 1959-05-15 DE DER25557A patent/DE1117682B/de active Pending
Patent Citations (2)
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