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Dehnbares Gliederband Zusatz zum Patent 1030 598
Die Erfindung
betrifft eine weitere Ausgestaltung des Gegenstandes des Patents 1030 598,
eines dehnbaren Gliederbandes vorbekannter Bauart aus Hohlgliedern und diese miteinander
gelenkig und auseinanderziehbar verbindenden Zwischengliedern, die gegen Federwirkung
verschwenkbar sind, wobei die Hohlglieder durch zwei zueinander in Bandlängsrichtung
versetzte Lagen von Hülsen und die Verbindungsglieder durch in den Bandlängskanten
angeordnete U-förmige Verbindungsbügel gebildet sind, die mit ihrem einen Schenkel
in die offenen Enden einer Hülse der einen Lage und mit ihrem anderen Schenkel in
die benachbarte, versetzt liegende Hülse der anderen Lage eingeschoben sind und
in jeder Hülse eine Blattfeder angeordnet ist, welche dem Verschwenken der Verbindungsbügel
entgegenwirkt und die letzteren in der Hülse festhält.
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Im besonderen betrifft das Hauptpatent ein solches Band der oben beschriebenen
Bauart, bei welchem je ein hülsenförmiges Glied der einen Lage mit einem
versetzt zu ihm angeordneten hülsenförrnigen Glied der anderen Lage zu einem aus
einem Blechstanzstück zusammengebogenen starren Doppelglied verbunden ist, dessen
quer zur Dehnungsrichtung des Bandes liegenden Wände zwei schräg übereinanderliegende
Hohlräume begrenzen, in denen Blattfedem angeordnet sind, daß in je einen
unteren Hohlraum des einen Doppelgliedes und in je einen oberen Hohlraum
des benachbarten Doppelgliedes von den Bandlängskanten der U-förmige Verbindungsbügel
eingeschoben sind, deren in die Hohlräume hineinragende Schenkel zwischen den Enden
der gebogenen Blattfedern und der benachbarten Hohlraumwand liegen, und wobei Mittel
vorgesehen sind, durch welche die Bügel gegen Herausfallen aus den Doppelgliedem
gesichert sind.
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Gemäß der Erfindung ist mindestens der eine der längs in die Hülsen
eingeführten Schenkel der U-förmigen Verbindungsbügel längsgespalten und die eine
Längsschenkelhälfte unter, die andere über die in denHülsen befindlichenBlattfedern
unter gegen diese gerichteter eigener Vorspannung geschoben. Dabei sind in den Doppelgliedem
gemeinsame, über die gleichen Diagonalen beider Gliedhülsen sich erstrekkende, ebene
Blattfedern angeordnet.Die U-förmigen Verbindungsbügel können mit ihren beiden Halbschenkeln
auf die in der einen Hülse befindliche Hälfte der Blattfedem geschoben sein, während
ihre vollbreiten Schenkel in der anderen Hülse eines benachbarten Doppelgliedes
mit einer Sperrnase in eine Ausnehmung der dort befindlichen anderen Hälfte der
Blattfedem eingreifen. In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes
in sieben Abbildungen dargestellt; von diesen zeigt Abb. 1 das Gliederband
in zusammengezogenem Zustand, links inSeitenansicht, rechts in senkrechtem Längsschnitt
nach der Schnittlinie 1-1 der Abb. 2, Abb. 2 dasselbe in gleichem Zustand
in zur Bandebene parallelem Längsschnitt nach der Schnittlinie 2-2 der Abb.
1,
Abb. 3 dasselbe in gedehntem Zustand, links in Seitenansicht, rechts
in senkrechtem Längsschnitt, Abb. 4 einen Schnitt quer zur Bandlängsrichtung nach
der Schnittlinie 4-4 der Abb. 3,
Abb. 5 den Verbindungsbügel in Perspektive,
Abb. 6 eine Ausführungsform der Blattfeder in Draufsicht, Abb.
7 eine andere Ausführungsform der Blattfeder in Draufsicht.
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Das Gliederband weist Doppelglieder 2 auf, die aus zwei Hülsen
3 und 4 von etwa quadratischem Querschnitt bestehen, die um ihre volle Höhe
und Breite gegeneinander versetzt sind, wobei die einen Hülsen 3 die obere
Lage, die anderen Hülsen 4 die zur erstgenannten versetzte untere Lage des Gliederbandes
bilden. Die Doppelglieder 2 sind aus einem rechteckigen Blech gebogen. Dabei liegen
der mittleren, zwischen den beiden Hülsen 3, 4 befindlichen Biegung
29 die Längskanten 30, 31 der an den Bandinnenseiten 24,
25 befindlichen Endflansche - 32, 33
gegenüber. Die beiden Bandinnenseiten
24, 25 und damit die Endflansche 32, 33 sind um eine Blechstärke entgegen
der Dehnungsrichtung des Gliederbandes geneigt.
Die U-förmigen Verbindungsbügel
lY (Abb. 5) bestehen aus einem Mittelschenkel 13, einem vollbreiten
Außenschenkel 14 und zwei halbbreiten, in der Höhe gegeneinander versetzten und
gegeneinander gebogenen Halbschenkeln 14', 14" mit V-förmigen, gegeneinander liegenden
Endabschrägungen 34. Der vollbreite Außenschenkel 14 besitzt eine spermasenförmige
Einbiegung 15'.
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,t in dergleichen Diago-In den Doppelgliedern 2 lieg nale der beiden
Hülsen 3 und 4 eine diesen gemeinsame, durch die Fuge zwischen deren mittlerer
Biegung 29 und den Längskanten 30, 31 der Endflansche 32, 33
übertretende, im Umriß rechteckige Blattfeder 9' bzw. 9"«, deren Breite der
erwähnten Glieddiagonale entspricht. Die Blattfeder 9' (Abb. 6) weist
an der gleichen Längsseite, die Blattfeder 9" (Abb. 7)
an der entgegengesetzten
Längsseite rechteckige Aussparungen 35 und in ihrer Mitte zwei Bohrungen
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auf, letztere zur Erzielung einer weichen Federung.
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Beim Zusammensetzen des Gliederbandes werden zunächst die Blattfedern
9' bzw. in der Diagonale der Gliedhülsen 3, 4 längs so eingeschoben,
daß ihre Ausnehmungen 35 sich in den einen, z. B. in den unteren Hülsen 4
befinden. Dann werden die Verbindungsbügel 12' durch die saumseitigen Öffnungen
der Glieder 3, 4 mit ihren Schenkeln 14, 14', 14" eingeschoben. Dabei wird
die obere Hälfte der Blattfeder 9'
von den beiden Halbschenkeln 14', 14" unter-
bzw. überfaßt, und durch deren Vorspannung und das Zusammenwirken mit der Blattfeder
9' werden die Bügel lr in Richtung der Seite ihres höher angebogeneu Halbschenkels
14" geschwenkt. Dadurch wird einerseits der Bügel 12' mit seiner spermasenförmigen
Ausbiegung 15' in Eingriff mit der vor ihr befindlichen Ausnehmung
35 der Blattfeder 9' gedrängt und dieser Eingriff gesichert und andererseits
der auf die Blattfeder 9' ausgeübte Druck auf die vor ihr stehende Wand der
unteren Gliedhülse 4 übertragen, ebenso wie der Druck der Halbschenkel U' auf die
obere Hälfte der Blattfeder 9' und von dieser auf die vor ihr stehende Gliedhülsenwand
übertragen wird. Dadurch werden die Doppelglieder 2 in Bandlängsrichtung gegeneinandergeschoben
und das Gliederband zusammengezogen, während es gegen die Wirkung der Bügel 12'
und Blattfedem 9' dehnbar ist. Bei Anwendung der Blattfeder 9" mit
an ihren entgegengesetzten Längsseiten vorgesehenen Ausnehmungen 35 sind
die Verbindungsbügel 12' mit ihren vollbreiten Schenkeln 14 und ihren halbbreiten
Schenkeln 14', U' an beiden Bandsaumseiten einander entgegengesetzt angeordnet.