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DE1117247B - Verfahren zur Herstellung von gemischten hellfarbigen, hochwirksamen Trocknungsbeschleunigern - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von gemischten hellfarbigen, hochwirksamen Trocknungsbeschleunigern

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Publication number
DE1117247B
DE1117247B DEF25842A DEF0025842A DE1117247B DE 1117247 B DE1117247 B DE 1117247B DE F25842 A DEF25842 A DE F25842A DE F0025842 A DEF0025842 A DE F0025842A DE 1117247 B DE1117247 B DE 1117247B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
weight
colored
cobalt
drying
percent
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEF25842A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Rudolf Endres
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Hoechst AG
Original Assignee
Hoechst AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Priority to NL239632D priority Critical patent/NL239632A/xx
Application filed by Hoechst AG filed Critical Hoechst AG
Priority to DEF25842A priority patent/DE1117247B/de
Priority to FR795942A priority patent/FR1225594A/fr
Publication of DE1117247B publication Critical patent/DE1117247B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09FNATURAL RESINS; FRENCH POLISH; DRYING-OILS; OIL DRYING AGENTS, i.e. SICCATIVES; TURPENTINE
    • C09F9/00Compounds to be used as driers, i.e. siccatives

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Compositions Of Macromolecular Compounds (AREA)
  • Paints Or Removers (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von gemischten hellfarbigen, hochwirksamen Trocknungsbeschleunigern Es ist bekannt, daß eine Reihe von organischen öl- und kohlenwasserstofflöslichen Metallverbindungen, wie beispielsweise die leinölsauren, naphthensauren oder abietinsauren Salze des Kobalts, Mangans, Bleis, Zinks, Zirkons u. a. die Eigenschaft aufweisen, die Verfilmung bzw. Polymerisation ungesättigter Verbindungen, wie beispielsweise der sogenannten trocknenden Öle, zu beschleunigen. Die vorstehend genannten Metallverbindungen werden zu diesem Zwecke in den katalytisch zu beeinflussenden Substanzen gelöst oder letzteren in Form einer geeigneten Lösung, beispielsweise in benzinischer Lösung, zugesetzt.
  • Der Grad der beschleunigenden Wirkung der genannten Metallverbindungen ist sehr verschieden. So haben die Verbindungen des Kobalts und Mangans eine sehr hohe beschleunigende Wirkung, während die analogen Verbindungen des Bleis oder Zinks hinsichtlich ihrer beschleunigenden Wirkung stark abfallen. So erstarrt beispielsweise eine Schicht rohen Leinöles auf Glas unter normalen Bedingungen in etwa 110 Stunden zu einem Film, während dasselbe Leinöl unter denselben Bedingungen bei einem Zusatz von 0,5 Gewichtsprozent Kobaltnaphthenat in etwa 6 Stunden, bei einem Zusatz von 2 Gewichtsprozent Bleinaphthenat in etwa 25 Stunden verfilmt.
  • Die genannten Beschleuniger unterscheiden sich nicht nur in der Stärke ihrer beschleunigenden Wirkung, sondern auch in der Art ihrer katalytischen Wirkungsweise. So ist es bekannt, daß die Kobaltverbindungen vor allem als Sauerstoffüberträger wirken, wodurch sie eine schnelle Abtrocknung der Oberfläche des Ölfilmes zur Folge haben, während die Bleiverbindungen die intermolekulare Vernetzung der Moleküle bewirken und auf diese Weise die Polymerisatbildung beschleunigen. Daher werden die Kobaltverbindungen und auch bis zu einem gewissen Grad die Manganverbindungen als Oberflächentrockner, die Blei- und ferner beispielsweise die Zink-und Zirkonverbindungen als Tiefentrockner bezeichnet.
  • Die beispielsweise genannten trocknungsbeschleunigenden Metallverbindungen unterscheiden sich ferner in. ihrer Eigenfarbe. Die Kobalt- und Manganverbindungen sind stark in Richtung Dunkelviolett oder Rotbraun gefärbt, während die Blei-, Zink-, Zirkon- oder Calciumverbindungen nur eine schwache Eigenfarbe aufweisen. Diese dunkle Eigenfarbe der Kobalt- und Manganverbindungen wirkt sich nun in den Fällen, bei denen eine Verfärbung des Filmbildners unerwünscht ist, wie insbesondere bei hellfarbigen Anstrichmitteln auf Basis trocknender Öle (Weißlacke), sehr störend aus. Andererseits hat es sich gezeigt; daß in den meisten Fällen die gewünschte beschleunigende Wirkung nur dann erreichbar ist, wenn die hellfarbigen Tiefentrockner mit den stark gefärbten Oberflächentrocknern kombiniert werden.
  • Bisher wurden nun bestimmte Mischungsverhältnisse, bezogen auf den Metallanteil der stark gefärbten Oberflächentrockner zu dem Metallanteil der hellfarbigen Tiefentrockner, verwendet. In diesen Gemischen betrug der Anteil der der ersten Gruppe angehörenden Metalle (Cobalt, Mangan) mindestens 10"/" allgemein 10 bis 250/, des Gewichtes -des Anteils der der zweiten Gruppe angehörenden Metalle (Blei, Zink, Zirkon, Calcium). Der einschlägigen Literatur ist zu entnehmen, daß dieser verhältnismäßig hohe Anteil an stark gefärbten Metallsalzen als optimal und die einzelnen in diesem Bereich liegenden Trockenstoffkombinationen als feste Werte angesehen wurden und daß man ferner durch planmäßige Versuche ermittelt hat, welche ganz bestimmten Metallmengen im Öl enthalten sein dürfen, um bestes bzw. schnellstes Trocknen zu erzielen.
  • Die nachfolgende Tabelle I zeigt eine Reihe dieser der Literatur entnommenen optimalen Mischungsverhältnisse
    Tabelle 1
    Metallverhältnis
    Kombination
    hellfarbig / stark gefärbt
    0,50 Pb
    0,06 Mn Co -f- Mn, bezogen auf
    0,03 Co Pb + Ca . . . . . . . . . . . . . . = 9 0/0
    0,50 Ca
    0,0 Mn J Mn, bezogen auf Pb ..... = 10'/o
    0,1 Mn
    0,5 Pb Mn, bezogen auf Pb -f- Ca = 10%
    0,5 Ca
    0,5 Pb
    0,1 Mn J Mn, bezogen auf Pb ..... = 20 0/0
    0,5 Pb Co, bezogen auf Pb . ..... = 100/,
    0,05 Co
    0,2 Zn f Co, bezogen auf Zn ...... = 25 0/0
    0,05 Co
    0,5 Pb
    0,1 Mn J Mn, bezogen auf Pb ..... = 20 0/0
    0,5 Pb j Co, bezogen auf Pb ...... = 100/0
    0,05 Co
    0,2 Zn J Co, bezogen auf Zn ...... = 25 0/0
    0,05 Co
    Bei den verhältnismäßig hohen Anteilen an stark gefärbten Metallsalzen in den Trocknungsbeschleunigermischungen mußte man bisher eine beträchtliche Verfärbung des hellfarbigen Trocknungsbeschleunigers und damit auch der mit diesem behandelten filmbildenden Substanz in Kauf nehmen.
  • Es wurde nun überraschenderweise gefunden, daß man erheblich von den bekannten, bisher als optimal angesehenen Mischungsverhältnissen der Trocknungsbeschleuniger abweichen kann, ohne daß hierdurch die Trockenwirkung der Mischungen beeinträchtigt wird. Dies geschieht erfindungsgemäß dadurch, daß man die stark gefärbten, hochwirksamen Trocknungsbeschleuniger nur in Mengen von etwa 20 bis etwa 5 Gewichtsprozent, bezogen auf die bisher üblichen bekannten Zusätze an diesen Trocknungsbeschleunigern, anwendet. Diese Mischungen erweisen sich praktisch als ebenso wirksam in ihrer Trockenwirkung wie die bisher bekannten Mischungen. Bei der beträchtlichen Einsparung an der stark gefärbten, hochwirksamen Metallkomponente bei gleicher Wirksamkeit der Gesamtmischung hat man aber noch den zusätzlichen großen Vorteil, daß diese hochwirksamen Trocknungsbeschleuniger die obengenannten Nachteile, unerwünschte dunkelgefärbte Filme und Polymerisate zu bilden, nicht mehr aufweisen.
  • Wenn es auch zu erwarten war, daß bei Verringerung des Prozentgehaltes der stark gefärbten hochwirksamen Salzkomponenten in den Mischungen die intensive Farbe der letzteren aufgehellt würde, so war doch nicht zu erwarten, daß trotz einer energischen Reduzierung dieses Prozentgehaltes auf etwa 20 bis etwa 5 Gewichtsprozent, bezogen auf die bisher üblichen bekannten Zusätze, gleichzeitig die hohe Wirksamkeit der Trocknungsbeschleunigermischungen erhalten bliebe.
  • Eine weitere Verringerung des Zusatzes an der stark gefärbten Komponente unter 5 Gewichtsprozent - bezogen auf die bisher üblichen zugesetzten Mengen - hat insofern keinen Vorteil mehr, als einmal praktisch keine weitere Aufhellung der Mischung aus - den Trocknungskomponenten mehr erfolgt und zum anderen die Trocknungszeiten wieder merklich ansteigen.
  • Im einzelnen wurde festgestellt, daß man hellfarbige, stark trocknungsbeschleunigende Produkte dadurch erhalten kann, daß man hellfarbige und verhältnismäßig schwach wirkende Trocknungsbeschleuniger, wie beispielsweise Bleinaphthenat, mit sehr geringen Mengen eines stark gefärbten und besonders wirksamen Trocknungsbeschleunigers, wie beispielsweise Kobaltnaphthenat, kombiniert. Die Verringerung des Anteiles an stark gefärbten Trocknungsbeschleunigern kann hierbei, wie genannt, bis auf etwa 5 bis 20 Gewichtsprozent des bisher üblichen Anteiles erfolgen, wobei man trotzdem noch eine unerwartet starke Trocknungsbeschleunigung erhält.
  • Der Zusatz der Metallsalze zu den trocknenden Ölen kann in freier Salzform oder in Lösung, beispielsweise in Benzin, Terpentinöl oder Dipenten erfolgen. So wird die Trocknungszeit eines Filmes aus rohem Leinöl, der unsikkativiert etwa 110 Stunden zur Verfilmung benötigt, durch die Zugabe von 0,055 Gewichtsprozent Kobalt, welches in Form von Kobaltnaphthenat zugesetzt wurde, auf etwa 7Stunden herabgesetzt. Wird dieser Anteil an Kobalt auf 100/, der genannten Menge, d. h. auf 0,055 Gewichtsprozent herabgesetzt, dann verlängert sich die Trockenzeit auf etwa 85 Stunden. Bei einer Verringerung der Kobaltmenge auf 5 % der ursprünglich genannten Menge steigt die Trockenzeit auf etwa 100 Stunden an, eine Zeit, die der Trocknungsdauer des nicht sikkativierten Leinöles nahekommt.
  • Ein Zusatz von 0,62 Gewichtsprozent Blei, welches in Form von Bleinaphthenat zu rohem Leinöl zugegeben worden war, ergibt eine Trocknungszeit des Leinölfilmes von 26 Stunden.
  • Bei der kombinierten Anwendung von 0,055 Gewichtsprozent Kobalt und 0,62 Gewichtsprozent Blei (je als Kobalt- bzw. Bleinaphthenat zugesetzt) erhält man eine Trocknungszeit von etwa 6 Stunden für den Leinölfilm. Diese Trocknungskombination ist stark in Richtung Dunkelviolett gefärbt.
  • Setzt man den Anteil an Kobalt in der genannten Kombination - bei gleichbleibendem Bleigehalt -auf 200/, der ursprünglichen Menge herab, also auf 0,011 Gewichtsprozent Kobalt, so erhält man eine Trocknungszeit von etwa 8 Stunden, wobei der Trockner selbst in der Eigenfarbe deutlich aufgehellt ist. Setzt man den Anteil an Kobalt in der genannten Kombination auf 100/, des ursprünglichen Anteiles, also auf 0,0055 Gewichtsprozent herab, dann erhält man eine Trocknungszeit von etwa 10 Stunden, wobei die Eigenfarbe des Trockners sehr stark aufgehellt ist. Verringert man den Anteil an Kobalt auf 501, des ursprünglichen Anteiles, also auf 0,00275 Gewichtsprozent, dann erhält man eine Trocknungszeit von etwa 11 Stunden, wobei sich die Eigenfarbe des Trockners nur noch sehr wenig von der der reinen hellfarbigen Bleiverbindungen unterscheidet. Wie sich aus den vorstehend genannten Zahlenverhältnissen ergibt, gelingt es beispielsweise, durch den auf 5010 verringerten Anteil des Kobalts bei fast gleicher Eigenfarbe wie der des reinen hellen Bleitrockners, die Trocknungswirkung des Beschleunigers gegenüber dem reinen Bleitrockner um das etwa Dreifache zu erhöhen.
  • Dasselbe gilt für die Kombinationen Bleinaphthenat-Mangannaphthenat, Zirkonnaphthenat-Kobaltnaphthenat oder Calciumnaphthenat-Kobaltnaphthenat. Neben den genannten Salzen der Naphthensäure sind auch die entsprechenden Salze der Isooctansäure, Leinölfettsäure oder Abietinsäure als Bestandteile von Mischungen hochwirksamer, hellfarbiger Trocknungsbeschleuniger gemäß der vorliegenden Erfindung verwendbar.
  • Die hellfarbigen, schwach wirksamen Trocknungsbeschleuniger wie auch die stark gefärbten, hochwirksamen Trocknungsbeschleuniger können je einzeln oder kombiniert bei der erfindungsgemäßen Herstellung gemischter hellfarbiger, hochwirksamerTrocknungsbeschleuniger zur Anwendung gelangen. Beispiel 1 100 Gewichtsteile Bleinaphthenat, in Testbenzin im Gewichtsverhältnis 1:1 gelöst, werden mit 25 Gewichtsteilen Kobaltnaphthenat, in Testbenzin im Gewichtsverhältnis 1:1 gelöst, gemischt. Es entsteht eine dunkelviolett gefärbte Lösung. Von dieser Lösung werden einem rohen Leinöl 5 Gewichtsprozent (0,55 Gewichtsprozent Kobalt und 0,62 Gewichtsprozent Blei) zugesetzt. Man erhält einen dunkelbraungefärbten Firnis, dessen Film in etwa 6 Stunden trocknet.
  • Mischt man 100 Gewichtsteile Bleinaphthenat, in Testbenzin im Gewichtsverhältnis 1:1 gelöst, mit 5 Gewichtsteilen Kobaltnaphthenat, in Testbenzin im Gewichtsverhältnis 1:1 gelöst, so erhält man eine viel hellere, nur schwach rotbraun gefärbte Lösung. Von dieser Lösung werden einem rohen Leinöl 4,2 Gewichtsprozent (0,011 Gewichtsprozent Kobalt und 0,62 Gewichtsprozent Blei) zugesetzt, wobei man einen goldgelbgefärbten Firnis erhält, dessen Film in etwa 7 Stunden trocknet.
  • Mischt man 100 Gewichtsteile Bleinaphthenat, in Testbenzin im Gewichtsverhältnis 1:1 gelöst, mit 2,5 Gewichtsteilen Kobaltnaphthenat, in Testbenzin im Gewichtsverhältnis 1:1 gelöst, so erhält man eine helle, noch schwächer rotbraungefärbte Lösung. Von dieser Lösung werden einem rohen Leinöl 4,1 Gewichtsprozent (0,0055 Gewichtsprozent Kobalt und 0,62 Gewichtsprozent Blei) zugesetzt, wobei man einen goldgelbgefärbten Firnis erhält, dessen Film in etwa 9 Stunden trocknet.
  • Mischt man 100 Gewichtsteile Bleinaphthenat, in Testbenzin im Gewichtsverhältnis 1:1 gelöst, mit 1,25 Gewichtsteilen Kobaltnaphthenat, in Testbenzin im Gewichtsverhältnis 1:1 gelöst, so erhält man eine hellbraungefärbte Lösung. Von dieser Lösung werden einem rohen Leinöl 4,05 Gewichtsprozent (0,00275 Gewichtsprozent Kobalt und 0,62 Gewichtsprozent Blei) zugesetzt, wobei man einen hellgoldgefärbten Firnis erhält, dessen Film in etwa 101/2 Stunden trocknet. Beispiel 2 Mischt man 100 Gewichtsteile Zinknaphthenat, in Testbenzin im Gewichtsverhältnis 1:1 gelöst, mit 25 Gewichtsteilen Kobaltnaphthenat, in Testbenzin im Gewichtsverhältnis 1:1 gelöst, so erhält man eine dunkelrotviolette Lösung. Von dieser Lösung werden einem rohen Leinöl 5 Gewichtsprozent (0,055 Gewichtsprozent Kobalt und 0,24 Gewichtsprozent Zink) zugesetzt, wobei man einen rotbraungefärbten Firnis erhält, dessen Film in etwa 6 Stunden trocknet.
  • Mischt man 100 Gewichtsteile Zinknaphthenat, in Testbenzin im Gewichtsverhältnis 1:1 gelöst, mit 5 Gewichtsteilen Kobaltnaphthenat, in Testbenzin im Gewichtsverhältnis 1:1 gelöst, so erhält man eine hellrosagefärbte Lösung. Von dieser Lösung werden einem rohen Leinöl 4,2 Gewichtsprozent (0,011 Gewichtsprozent Kobalt und 0,24 Gewichtsprozent Zink) zugesetzt, wobei man einen goldgelbgefärbten Firnis erhält, dessen Film in etwa 18 Stunden trocknet.
  • Mischt man 100 Gewichtsteile Zinknaphthenat, in Testbenzin im Gewichtsverhältnis 1:1 gelöst, mit 2,5 Gewichtsteilen Kobaltnaphthenat, in Testbenzin im Gewichtsverhältnis 1:1 gelöst, so erhält man eine schwachrosagefärbte Lösung. Von dieser Lösung werden 4,1 Gewichtsprozent (0,0055 Gewichtsprozent Kobalt und 0,24 Gewichtsprozent Zink) einem rohen Leinöl zugesetzt. Man erhält einen hellgoldgelbgefärbten Firnis, dessen Film in etwa 22 Stunden trocknet. Beispiel 3 100 Gewichtsteile Bleilinoleat, in Testbenzin im Gewichtsverhältnis 1:1 gelöst, werden mit 21,3 Gewichtsteilen Kobaltlinoleat, in Testbenzin im Gewichtsverhältnis 1:1 gelöst, gemischt. Es entsteht eine dunkelviolettgefärbte Lösung. Von dieser Lösung werden einem rohen Leinöl 6,26 Gewichtsprozent (0,055 Gewichtsprozent Kobalt und 0,62 Gewichtsprozent Blei) zugesetzt. Man erhält einen dunkelbraungefärbten Firnis, dessen Film in etwa 6 Stunden trocknet.
  • Mischt man 100 Gewichtsteile Bleilinoleat, in Testbenzin im Gewichtsverhältnis 1:1 gelöst, mit 4,3 Gewichtsteilen Kobaltlinoleat, in Testbenzin im Gewichtsverhältnis 1:1 gelöst, so entsteht eine hellviolettgefärbte Lösung. Von dieser Lösung werden 5,38 Gewichtsteile (0,011 Gewichtsprozent Kobalt und 0,62 Gewichtsprozent Blei) einem rohen Leinöl zugesetzt. Es entsteht ein sehr heller Firnis, dessen Film in 8 Stunden trocknet. Beispiel 4 100 Gewichtsteile Bleiresinat, in Testbenzin im Gewichtsverhältnis 1:1 gelöst, werden mit 34,0 Gewichtsteilen Kobaltresinat, in Testbenzin im Gewichtsverhältnis 1:1 gelöst, gemischt. Man erhält eine dunkelviolette Lösung. Von dieser Lösung setzt man 14,5 Gewichtsteile einem rohen Leinöl zu (0,055 Gewichtsteile Kobalt und 0,62 Gewichtsteile Blei). Es entsteht ein dunkelbraunviolettgefärbter Firnis, dessen Film in 6 Stunden trocknet.
  • Mischt man 100 Gewichtsteile einer Lösung von Bleiresinat in Testbenzin (Gewichtsverhältnis 1:1) mit 6,8 Gewichtsteilen einer Lösung von Kobaltresinat in Testbenzin (Gewichtsverhältnis 1:1), so entsteht eine hellviolette Lösung. Von dieser Lösung setzt man 11,5 Gewichtsteile (0,011 Gewichtsteile Kobalt und 0,62 Gewichtsteile Blei) einem rohen Leinöl zu. Es entsteht ein hellfarbiger Firnis, dessen Film in 8 Stunden trocknet.
  • Der Übersichtlichkeit halber sind die Ergebnisse der Beispiele 1 bis 4 nochmals in den Tabellen Il und III zusammengefaßt. Diese Tabellen entsprechen in ihrer Darstellung der Tabelle I, die die bisher bekannten Mischungsverhältnisse, also etwa 10 bis 25 Gewichtsprozent an Cobalt bzw. Mangan, bezogen auf das in der Mischung befindliche Blei, Zink, Zirkon bzw. Calcium, enthält.
  • Die Tabelle 1I enthält die Zahlenangaben der Versuche l a, 2a, 3a und 4a der vorliegenden Erfindung, das sind also diejenigen Versuche, bei denen der obengenannte Prozentsatz mit mindestens 8,5 °/o noch nahe der unteren Grenze bzw. im Bereich der in Tabelle I genannten Angaben liegt. Diese nur zum Vergleich in den Beispielen aufgenommenen Versuche liefern rotbraun- bis dunkelbraungefärbte Firnisse.
    Tabelle 1I
    Kombination Metallverhältnis
    hellfarbig / stark gefärbt
    Beispiel 1 a 0,62 Pb Co, bezogen auf Pb . . . . . . . . . . . . . . = 8,9 °/a
    0,055 Co
    Beispiel 2a l 0,24 Zn Co, bezogen auf Zn . . . . . . . . . . . . . . = etwa 23 °/o
    0,055 Co
    Beispiel 3 a 0,62 Pb Co, bezogen auf Zn . . . . . . . . . . . . . . = 8,9 °/o
    0,055 Co
    Beispiel 4a i 0,62 Pb Co, bezogen auf Pb .............. = etwa 8,9°/o
    0,055 Co
    Hellfarbige, hochwirksame Trocknungsbeschleuniger werden erst erhalten, wenn man nach der Erfindung den Prozentsatz der Metallkomponenten der stark gefärbten, hochwirksamen Trocknungsbeschleuniger auf so geringe Werte, wie sie in Tabelle III angegeben sind, reduziert.
    Tabelle III
    Kombination Metallverhältnis
    hellfarbig / stark gefärbt
    Beispiel 1 b l 0,62 Pb Co, bezogen auf Pb . . . . . : . . . . . . . . = 1,75 °/o
    0,011 Co
    Beispiel 1 c 0'62 Pb Co, bezogen auf Pb . . . . . . . . . . . . . . = 0,88 11/0
    0,0055 Co °
    Beispiel 1 d 0,62 Pb Co, bezogen auf Pb . . . . . . . . . . . . . . = 0,44 °/a
    0,00275 Co
    Beispiel 2b 0,24 Zn Co, bezogen auf Zn . . . . . . . . . . . . . . = etwa 4,6 °/o
    0,011 Co
    Beispiel 2c l 0,24 Zn Co, bezogen auf Zn . . . . . . . . . . . . . . = etwa 2,3 °/o
    0,0055 Co
    Beispiel 3b 0'62 Pb Co, bezogen auf Pb .............. = 1,75°/o
    0,011 Co
    Beispiel 4b 0'62 Pb Co, bezogen auf Pb . . . . . . . . . . . . . . = 1,75 11/o
    0,011 CO

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Verfahren zur Herstellung von gemischten hellfarbigen, hochwirksamen Trocknungsbeschleunigern durch Kombination hellfarbiger, schwach wirksamer Trocknungsbeschleuniger mit stark gefärbten, hochwirksamen Trocknungsbeschleunigern, dadurch gekennzeichnet, daß man die stark gefärbten, hochwirksamen Trocknungsbeschleuniger in Mengen von etwa 20 bis etwa 5 Gewichtsprozent, bezogen auf die bisher üblichen bekannten Zusätze an diesen Trocknungsbeschleunigern, anwendet.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daB als hellfarbige, schwach wirksame Trocknungsbeschleuniger naphthen-, leinölfett-, abietin- oder isooctansaure Salze des Bleis, Zinks, Zirkons oder Calciums - einzeln oder in Mischung - verwendet werden.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daB als stark gefärbte, hochwirksame Trocknungsbeschleuniger naphthen-, leinölfett-, abietin- oder isooctansaure Salze des Cobalts oder Mangans - einzeln oder in Mischung -verwendet werden. In Betracht gezogene Druckschriften: Farbe und Lack, 1956, S. 488; 1954, S. 450; Fritz, Trocknende Öle und Trockenstoffe, 1949, S.70.
DEF25842A 1958-05-28 1958-05-28 Verfahren zur Herstellung von gemischten hellfarbigen, hochwirksamen Trocknungsbeschleunigern Pending DE1117247B (de)

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0549865A1 (de) * 1991-10-25 1993-07-07 Wilfried Dr. Heuser Pulverförmige Trockenstoffe, sowie ihre Anwendung in Beschichtungsstoffen

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