DE1116503B - Werkstueck-Wendevorrichtung fuer Mehrspindel-Stangen-Drehautomaten - Google Patents
Werkstueck-Wendevorrichtung fuer Mehrspindel-Stangen-DrehautomatenInfo
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Description
Zum beidendigen Bearbeiten von Werkstücken ist es bei selbsttätigen Drehbänken bekannt, nach Vornahme
der erforderlichen Bearbeitungsstufen das Werkstück von einer Spannvorrichtung stirnseitig aufzunehmen,
welche von einem Werkstückträger getragen wird und dann das so eingespannte Werkstück
einer weiteren Bearbeitungsstelle zuzuführen. Hierbei wird also das Werkstück von vorn erfaßt und muß
daher, um an einer anderen Stelle bearbeitet werden zu können, eine räumliche Bewegung mit dem eigentliehen
Werkzeugträger ausführen.
Eine ähnliche Vorrichtung ist bei einem Drehautomaten mit Revolverkopf vorgesehen, bei welcher
das Werkstück ebenfalls an seiner Stirnseite erfaßt, mit dem Revolverkopf gedreht und dann einer zur
ersten Bearbeitungsstelle gegenüber dem Revolverkopf liegenden zweiten Bearbeitungsstelle zugeführt
wird. Diese Ausführung wie auch die vorerläuterte setzt somit zwei einander gegenüberliegende Bearbeitungsstellen
voraus, zwischen denen dieser Revolverkopf angeordnet ist.
Bei einer weiteren bekannten Ausführung wird ein Werkstück zum Transport an seiner Stirnseite erfaßt
und durch einen sich um eine waagerechte Achse drehenden Turm einer zweiten gegenüberliegenden Bearbeitung
zugeführt. Auch diese Ausführung setzt die Anordnung zweier sich gegenüberliegender Bearbeitungsstellen
voraus, zwischen denen der sich drehende Turm angeordnet ist.
Es ist auch bei einer solchen Schwenkeinrichtung bekannt, das Werkstück erst nach Aufnahme in die
Schwenkeinrichtung abzustechen.
Des weiteren ist eine Umspannvorrichtung für Arbeitsstücke an Werkzeugmaschinen bekannt, bei
welcher zwischen zwei räumlich feststehenden Spannfuttern eine Schwenkvorrichtung vorgesehen ist, die
das Arbeitsstück nach der Bearbeitung an der einen Stelle von oben und unten her durch Spitzenlager erfaßt,
um 180° dreht und dem zweiten Spannfutter zuführt. Die Anordnung einer solchen Wendevorrichtung
zwischen zwei Spannfuttern einer Werkzeugmaschine schließt die Anwendung einer solchen Umspannvorrichtung
für Mehrspindelautomaten mit sich absatzweise drehender Spindel aus, weil die Anordnung
der Wendevorrichtung und ihres Antriebs zwischen den beiden Spannfuttern eine räumliche Bewegung
dieser Spannfutter nicht zuläßt. Bei dieser Ausführung wird außerdem in das Spannfutter,
welchem das bearbeitete Werkstück entnommen ist, von Hand ein neues Werkstück eingesetzt.
Der Hauptzweck der vorliegenden Erfindung besteht darin, eine Werkstück-Wendevorrichtung für
Werkstück -Wendevorrichtung
für Mehrspindel-Stangen-Drehautomaten
für Mehrspindel-Stangen-Drehautomaten
Anmelder:
The National Acme Company,
Cleveland, Ohio (V. St. A.)
Cleveland, Ohio (V. St. A.)
Vertreter: Dr. E. Wiegand, München 15,
und Dipl.-Ing. W. Niemann,
Hamburg 1, Ballindamm 26, Patentanwälte
Hamburg 1, Ballindamm 26, Patentanwälte
Mehrspindel-Stangendrehautomaten zu schaffen, bei welcher das Werkstück von einer Spindelstation der
schaltbaren Spindeltrommel des Mehrspindelautomaten abgenommen und an einer folgenden Spindelstation
der gleichen Spindel des Automaten zugeführt wird.
Das Schalten der Spindeltrommel in ihre verschiedenen Stellungen muß dabei ermöglicht werden,
ohne daß die Wendevorrichtung die freie Bewegung der Spindel stört, so daß an den an der gleichen
Spindel angeordneten Werkstücken gleichzeitig und ohne Störung durch die Werkstück-Wendevorrichtung
die erforderlichen Bearbeitungsvorgänge, wie Herstellung von Bohrungen, Innengewinde, Außengewinde
usw., vorgenommen werden können.
Bei einer Werkstück-Wendevorrichtung für Mehrspindel-Stangendrehautomaten
zum beidendigen Bearbeiten von Werkstücken, wobei das Werkstück nach Bearbeitung der einen Seite in einer Spindelstellung
vor dem Abstechen von einem um eine quer zur Drehachse liegende Achse schwenkbaren Werkstückaufnehmer
erfaßt, um 180° geschwenkt und einer zweiten Bearbeitungsstelle zugeführt wird, ist gemäß
der Erfindung die Vorrichtung mit ihrem die Achse des schwenkbaren Werkstückaufnehmers enthaltenden
Gehäuse auf einem Querschlitten des Automaten anbringbar, wobei die Einrichtung an dem Werkstückaufnehmer
zum Erfassen und Halten des Werkstückes aus beweglichen, unter Federeinfluß stehen-
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den Rollen besteht, die durch einen an der Maschine angeordneten festen Teil, z. B. Nocken, steuerbar
sind und wobei die Wendevorrichtung durch die vorhandene Steuereinrichtung des Automaten betätigt
werden kann.
Die Erfindung ist des weiteren auf Einzelheiten der praktischen Ausführungsformen abgestellt.
In der Zeichnung ist eine beispielsweise Ausführungsform der Erfindung zur Darstellung gebracht.
Fig. 1 ist eine schaubildliche Teilansicht eines Mehrspindelautomaten, an welcher der Zusatzapparat
in Form einer Werkstück-Wendeeinrichtung angebracht ist, wobei der Werkstückaufnehmer sich
in einer Stellung zum Erfassen eines Werkstückes von einer ersten Spindel der Maschine befindet;
Fig. 2 ist die gleiche Ansicht wie die der Fig. 1, gibt jedoch den Werkstückaufnehmer in einer Stellung
zum Wiedereinsetzen des Werkstückes in eine andere Spindel wieder, nachdem das Werkstück um 180°
umgedreht worden ist;
Fig. 3 ist eine Seitenansicht der Werkstück-Wendeeinrichtung;
Fig. 4 ist eine Draufsicht der in Fig. 3 dargestellten Wendeeinrichtung.
der Maschine, und in Fig. 2 in Ausrichtung mit der zweiten Spindel, d. h. der Spindel in der sechsten
Stellung an der Maschine wiedergegeben. Der Werkstückaufnehmer 16 ist an dem Halter 15 schwenkbar,
so daß er aus der Stellung der Fig. 1 in die Stellung der Fig. 2 verschwenkt werden kann und dadurch
das von ihm getragene Werkstück um 180° umdreht. Die von dem Spindelträger 10 getragene Spindel
in der fünften Stellung hat das Bezugszeichen 18 und
ίο die Spindel in der sechsten Stellung das Bezugszeichen 19. In Fig. 3 ist die Stellung des Werkstückaufnehmers
16 zum Einsetzen eines Werkstückes 20 in die sechste Spindelstellung 19 in strichpunktierten
Linien dargestellt. Der Werkstückaufnehmer 16 erfaßt das Werkstück 20 weich, bevor es von dem
Stangenvorrat durch das Abstechwerkzeug abgestochen worden ist.
Der Werkstückaufnehmer 16 weist einen Rollenblockhalter oder Tragteil 22 mit Schaft 23 auf, der
sich in Querrichtung zur Achse der Spindeltrommel 10 und daher quer zu den Werkstückspindeln 18 und
19 erstreckt. Der Halter 15 hat eine den Schaft 23 aufnehmende Bohrung. Der Tragteil 22 trägt vermittels
Schwenkzapfen 26 und 27 nachgiebig Rollen-
Die Einrichtung zum Erfassen und Verschwenken 25 blöcke 24 und 25. An dem Rollenblock 24 befinden
eines Werkstückes aus einer ersten Spindel und Ab- sich im Abstand voneinander angeordnet zwei am
Werkstück angreifende Rollen 28 und 29, die mit dem Werkstück 20 an im Abstand voneinander an
setzen an einer zweiten Spindel eines Sechsspindelautomaten ist in Fig.l und 2 dargestellt. Der in der
Hauptsache in strichpunktierten Linien dargestellte
Automat hat einen Spindelträger 10 mit einer Mehr- 3° ist im Abstand von dem Schwenkzapfen 26 des
zahl von Spindeln. Die erste Spindel befindet sich in Rollenblockes 24 angeordnet, während die Rolle 29
geordneten Stellen in Berührung treten. Die Rolle 28
der fünften Stellung und die zweite Spindel in der sechsten Stellung des Arbeitskreislaufs des Automaten.
Der Spindelträger 10 wird bei jeder Schaltung um zwei Abstände geschaltet, und daher wird der
Stangenvorrat aus der ersten zur dritten und dann zur fünften Stellung jeweils mit maschineller Bearbeitung
bewegt. In dieser Stellung wird das Werkstück, nachdem es an seinem einen Ende maschinell bearbeitet
worden ist, von dem Stangenvorrat abgestochen. Dabei erfaßt die Wendevorrichtung das Werkstück und bewegt
es nach dem Abstechen aus dieser Spindel zu der Spindel in der sechsten Stellung, wobei das Werkstück
von einem Ende zum anderen umgedreht wird, so daß zwischen dem Schwenkzapfen 26 und der Achse des
Werkstückes 20 angeordnet ist. Daher verschwenkt eine Schwenkbewegung des Rollenblockes 24 in dem
Tragteil 22 die Rolle 28 weiter von der Achse des Werkstückes 20 als die Rolle 29. Ein elastischer,
innerhalb des Tragteiles 22 angestützter und sich gegen den Rollenblock 24 legender Teil, z. B. eine
Schraubenfeder 30, drückt den Rollenblock 24 mit den Rollen 28 und 29 um den Schwenkzapfen 26
gegen das Werkstück 20.
Der Rollenblock 25 ist mit einer Rolle 31 versehen, die an dem Werkstück 20 etwa gegenüber den
Rollen 28 und 29 angreift. Ein elastischer Teil, z. B.
sein anderes Ende in der zweiten und vierten Stellung 45 eine Feder 32, in dem Schaft 23 und dem Tragteil 22
maschinell bearbeitet werden kann. Das Werkstück des Werkstückaufnehmers 16 legt sich gegen den
Rollenblock 25, um die Rolle 31 gegen das Werkstück 20 in Richtung gegen die Rollen 28 und 29 zu
wird dann aus der sechsten Stellung aus der Maschine als fertiger Gegenstand abgegeben. Die Bearbeitung
und die maschinellen Arbeitsvorgänge auf beiden drücken.
Enden des Werkstückes erfolgen somit vollständig 50 Häufig sind sehr dünnwandige oder empfindliche
automatisch, ohne daß das Werkstück von Hand be- Werkstücke in der Maschine herzustellen. Da das
Werkstück 20 abgestochen wird, nachdem es von den Rollen 28, 29 und 31 erfaßt worden ist, sind die
dient wird, ^er Automat hat weiterhin in der fünften
Stellung ein η Abstechwerkzeughalter 11 für ein Abstechwerkzeug.
Die Wendevorrichtung ist an dem unteren Seiten- 55 gung mit Anschlagbolzen ?3 bzw. 34 versehen, die
schlitten 12 der Maschine quer verschiebbar an- mit den in den Tragteil 22 eingeschraubten Stell
Rollenblöcke 24 und 25 zur Begrenzung ihrer Bewe-
geordnet. Der übliche Stirnwerkzeugschlitten ist bei 13 angedeutet-
Die Wendevorrichtung zum Erfassen eines Werketückes aus einer ersten Spindel und Wiedereinsetzen
:~ die zweite Spindel ist in den Fig. 3 und 4 im einzelnen
dargestellt. Die Vorrichtung hat einen Halter 15, der mit dem unteren Seitenschlitten 12 quer zu
den Spindeln verschiebbar ist. Ein Werkstückaufnehmer 16 ist an dem Halter 15 schwenkbar. In Fig. 1
ist der allgemein mit 16 bezeichnete Werkstückaufnehmer mit Tragteil 22 in Ausrichtung mit der ersten
Spindel, d. h. der Spindel in der fünften Stellung an schrauben 36 bzw. 35 die Bewegung der Rollenblöcke
24 und 25 begrenzen, und sie steuern daher die Anfangslage und den Mindestabstand zwischen den
Rollen 28, 29 und 31, wenn kein Werkstück zwischen ihnen erfaßt ist. Auf diese Weise kann der
Druck, mit dem ein Werkstück anfänglich durch die Rollen erfaßt wird, eingestellt werden. Um weiterhin
eine Beschädigung des Werkstückes zu vermeiden, ist der Rollenblock 25 mit einem Nockenzapfen 37
und der Stirnwerkzeugschlitten 13 der Maschine mit einem Nocken 38 versehen. Wenn der Werkstückaufnehmer
16 in Querrichtung zur Achse des Werk-
Stückes 20 auf dem Schlitten 12 bewegt wird, damit die Rollen an dem Werkstück 20 angreifen, greift
dieser Nockenzapfen 37 an dem Nocken 38 an, und der Nocken 38 und der Zapfen 37 bewegen in Zusammenarbeit
den Rollenblock 25 gegen den Druck der Feder 32, um die Rolle 31 von dem Werkstück
20 wegzubewegen. Nachdem die Rollen 28 und 29 mit dem Werkstück 20 in Berührung getreten sind,
ermöglicht der Nocken 38 durch seine Formgebung, daß die Rolle 31 mit dem Werkstück 20 weich in Be- to
rührung tritt. Auf diese Weise wird dann das Werkstück 20 von den Rollen 28, 29 und 31 getragen,
ohne daß eine der Rollen einen übermäßigen Druck auf das Werkstück 20 ausübt.
Der Schaft 23, welcher den Tragteil 22 an dem Halter 15 schwenkbar trägt, ist mit einem Zahnrad
40 versehen, und eine Drehbewegung dieses Zahnrades 40 durch eine mit ihm im Eingriff stehende
Zahnstange 41 (Fig. 3 und 4) dreht den Werkstückaufnehmer 16 und das von ihm getragene Werkstück
20 aus der in Fig. 1 dargestellten Stellung in die in Fig. 2 dargestellte Stellung um oder aus der fünften
Spindelstellung 18 zur sechsten Spindelstellung 19 (Fig. 3). Die Zahnstange 41 ist in dem Halter 15
quer zum Schaft 23 im wesentlichen parallel zur Achse der Spindeln 18 und 19 verschiebbar und wird
durch die Steuereinrichtung des Automaten gesteuert. Wenn die Zahnstange 41 von dem Spindelträger weg
aus der in Fig. 1 dargestellten Stellung in die in Fig. 2 dargestellte Stellung gestoßen wird, dreht sich der
Werkstückaufnehmer 16 aus der fünften in die sechste Spindelstellung.
Die Zahnstange 41 wird durch eine Verbindungsstange 42 und einen in den Fig. 1 und 2 dargestellten
Schwingarm 43 vor- und zurückbewegt. Die Verbindiungsstange 42 ist mit dem Schwingarm 43 über
Federn 44 elastisch verbunden, um zwischen der Umkehrbewegung des Werkstückaufnehmers 16 und der
Steuerkurve einen elastischen Puffer einzuschalten. Die Feder 44 ermöglicht eine einwandfreie Ausrichtung
der Rollen 28, 29 und 31 mit einem Werkstück 20 sowohl in der fünften Spindelstellung 18 als auch
in der sechsten Spindelstellung 19. Die Rollen 28, 29, 31 sollen zur Achse der Spindel parallel liegen, um
ein ungewünschtes Verkanten des Werkstückes 20 zu verhindern, während es in der fünften Spindelstellung
18 abgestochen und während es in die sechste Spindelstellung 19 eingesetzt wird. Von dem Halter 15
getragene einstellbare Anschlagbolzen 45 und 46 gewährleisten eine einwandfreie Ausrichtung des Werk-Stückaufnehmers
16 mit den Spindeln 18 bzw. 19.
Der Tragteil 22 hat einen Knopf 47, welcher sich gegen den Anschlagbolzen 45 legt, wenn der Werkstückaufnehmer
16 in die fünfte Spindelstellung 18 verschwenkt ist (Fig. 1, 3 und 4). Auf der anderen
Seite des Werkstückaufnehmers 16 befindet sich ein weiterer Knopf 48, der sich gegen den Anschlagbolzen
46 legen kann, wenn der Werkstückaufnehmer zur Ausrichtung mit der sechsten Spindelstellung
umgedreht worden ist. Beim Arbeiten bewegt der untere Seitenschlitten 12
die Werkstück-Wendevorrichtung einwärts, damit die Rollen 28, 29 und 31 das Werkstück 20 in der
fünften Spindelstellung 18 erfassen können. Nachdem das Werkstück 20 erfaßt worden ist, wird es durch
das Schneidwerkzeug 11 abgestochen. Dann wird der Werkstückaufnehmer 16 vermittels der Zahnstange 41
und des Zahnrades 40 um den Schaft 23 gedreht, um das Werkstück 20 unter Wenden in die sechste Spindelstellung
zu bewegen (strichpunktierte Linien in Fig. 3 und ausgezogene Linien in Fig. 2). Zugleich
wird das Werkstück ausgerichtet. Die Maschine ist mit einem durch Luft betätigten Kolben 49 versehen.
Dieser Kolben 49 ist mit der Spindel in der sechsten Spindelstellung 19 axial ausgerichtet und stößt das
Werkstück 20 in seiner Längsrichtung zwischen den Rollen 28, 29 und 31 heraus in das Spindelfutter, wo
es eingespannt wird.
Sobald das Werkstück 20 in der sechsten Spindelstellung 19 eingespannt ist, bewegt sich der Kolben
49 von der Spindel weg, und der untere Seitenschlitten 12 bewegt die Werkstück-Wendevorrichtung
nach außen von der Spindel weg. Die Steuerkurven arbeiten weiterhin über den Schwingarm 43, um den
Werkstückaufnehmer 16 in eine Stellung gemäß Fig. 1 in Bereitschaft zum Erfassen eines neuen Werkstückes
zu bringen. Dann wird der Spindelträger 10 in die nächste Werkstückstellung geschaltet.
Die Wendevorrichtung gemäß der Erfindung wurde in Anwendung und in Verbindung mit einem Sechsspindelautomaten
beschrieben. Diese Werkstück-Wendevorrichtung ist in ihrer Ausführung sehr einfach
und kann einer beliebigen Maschinengröße angepaßt werden. Sie wird durch die Nockensteuerungen
der Maschine zwangläufig gesteuert und ist billig. Die beschriebene Wendevorrichtung kann für
verschiedene Durchmesser eines Werkstückes leicht abgeändert werden, indem die Rollenhalter 24 und
25 eingestellt oder ausgewechselt werden.
Der Halter 15 einschließlich des Werkstückaufnehmers 16 kann für verschiedene Längen von Werkstücken
20 eingestellt werden, indem der Halter 15 seitlich zum Schlitten 12 bewegt wird, wodurch der
Halter 15 zur Spindeltrommel 10 näher heranbewegt oder weiter entfernt wird. Die Wendevorrichtung gemäß
der Erfindung kann auch an Maschinen mit entweder vier, acht oder einer anderen Zahl von Spindeln
angewendet werden.
Claims (9)
1. Werkstück-Wendevorrichtung für Mehrspindel-Stangen-Drehautomaten
mit schaltbarer Spindeltrommel zum beidendigen Bearbeiten von Werkstücken, wobei das Werkstück nach Bearbeitung
der einen Seite in einer Spindelstellung vor dem Abstechen von einem um eine quer zur
Drehachse liegende Achse schwenkbaren Werkstückaufnehmer erfaßt, um 180° geschwenkt und
einer zweiten Bearbeitungsstelle zugeführt wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorrichtung mit
ihrem die Achse (23) des schwenkbaren Werkstückaufnehmers (16) enthaltenden Gehäuse (15)
auf einem Querschlitten (12) des Automaten angeordnet ist, daß die Einrichtung an dem Werkstückaufnehmer
(16) zum Erfassen und Halten des Werkstückes (20) aus beweglichen, unter Federeinfluß stehenden Rollenhaltern (24, 25) mit
Rollen (28, 29, 31) besteht, die durch einen an der Maschine festen Teil (Nocken 38) steuerbar
sind, und daß die Wendevorrichtung durch die vorhandene Steuereinrichtung des Automaten betätigbar
ist.
2. Wendevorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß an einem der beweg-
lichen Rollenhalter (24) zwei Rollen (28, 29) gelagert sind, deren eine zwischen der Schwenkachse
(26) des Rollenhalters (24) und der Achse des Werkstückes (20) angeordnet ist.
3. Wendevorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der zweite Rollenhalter
(25) eine Rolle (31) und einen Anschlag (37) od. dgl. trägt, der mit dem an der Maschine
festen Teil (Nocken 38) zum Spreizen des Rollenhalters
zusammenarbeitet.
4. Wendevorrichtung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Rollenhalter
(24, 25) jeweils mit Anschlägen (33, 34) versehen
sind, die mit am Tragteil (22) gelagerten, einstellbaren Gegenanschlägen (35, 36) zusammenarbeiten,
um die Bewegung der Rollenhalter (24, 25) und der Rollen (28, 29, 31) in die Schließlage
zu begrenzen.
5. Wendevorrichtung nach Ansprach 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Tragteil (22) des
Werkstückaufnehmers (16) zum axialen Ausrichten mit Bezug auf die Spindelachse mit Anschlägen
(47, 48) versehen ist, die mit je einem an der Wendevorrichtung festen Anschlag zusammenarbeiten.
6. Wendevorrichtung nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der die Rollenhalter
(24, 25) steuernde Teil (Nocken 38) an dem zentralen Längsschlitten (13) der Maschine
angeordnet ist.
7. Wendevorrichtung nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Schwenkachse
(23) des die Rollenhalter (24, 25) tragenden Teiles (22) des Werkstückaufnehmers (16) ein
Zahnrad (40) trägt, mit welchem eine Zahnstange (41) kämmt, die zur Vornahme der Wendebewegung
des Tragteiles (22) von einem Antriebsteil des Mehrspindelautomaten im Arbeitsrhythmus
der Maschine steuerbar ist.
8. Wendevorrichtung nach Anspruch 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß in den Antrieb des
Tragteiles (22) des Werkstückaufnehmers eine elastische Kupplung (44) eingeschaltet ist.
9. Wendevorrichtung nach Ansprach 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß an der Maschine ein
in axialer Richtung beweglicher und in Ausrichtung mit einer Spindelstellung liegender Kolben
(49) vorgesehen ist, durch den das Werkstück (20) in seiner Längsrichtung zwischen den Rollen
(28, 29, 31) heraus in ein Futter der Spindel gestoßen wird.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschriften Nr. 595 656, 829 393;
österreichische Patentschrift Nr. 39 546;
USA.-Patentschrift Nr. 2363 033.
Deutsche Patentschriften Nr. 595 656, 829 393;
österreichische Patentschrift Nr. 39 546;
USA.-Patentschrift Nr. 2363 033.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 109 737/149 10.61
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEN12881A DE1116503B (de) | 1956-10-29 | 1956-10-29 | Werkstueck-Wendevorrichtung fuer Mehrspindel-Stangen-Drehautomaten |
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEN12881A DE1116503B (de) | 1956-10-29 | 1956-10-29 | Werkstueck-Wendevorrichtung fuer Mehrspindel-Stangen-Drehautomaten |
| DE19732345217 DE2345217A1 (de) | 1973-09-07 | 1973-09-07 | Vielzweck-fertigungseinrichtung mit wendevorrichtung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1116503B true DE1116503B (de) | 1961-11-02 |
Family
ID=25765756
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEN12881A Pending DE1116503B (de) | 1956-10-29 | 1956-10-29 | Werkstueck-Wendevorrichtung fuer Mehrspindel-Stangen-Drehautomaten |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1116503B (de) |
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- 1956-10-29 DE DEN12881A patent/DE1116503B/de active Pending
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|---|---|---|---|---|
| DE1290031B (de) * | 1962-07-20 | 1969-02-27 | Reid & Sigrist Ltd | Mehrstationen-Bearbeitungsmaschine zum automatischen Herstellen von Gewindestiften |
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