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DE1116499B - Verfahren zum Herstellen von Titanborid-UEberzuegen auf Metallen der Eisengruppe und deren Legierungen - Google Patents

Verfahren zum Herstellen von Titanborid-UEberzuegen auf Metallen der Eisengruppe und deren Legierungen

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Publication number
DE1116499B
DE1116499B DEM38176A DEM0038176A DE1116499B DE 1116499 B DE1116499 B DE 1116499B DE M38176 A DEM38176 A DE M38176A DE M0038176 A DEM0038176 A DE M0038176A DE 1116499 B DE1116499 B DE 1116499B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
titanium boride
metals
boride
reaction
intermediate layer
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEM38176A
Other languages
English (en)
Inventor
Irmtraut Friedrich
Dr Arnold Muenster
Dr Guenther Schlamp
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
GEA Group AG
Original Assignee
Metallgesellschaft AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Metallgesellschaft AG filed Critical Metallgesellschaft AG
Priority to DEM38176A priority Critical patent/DE1116499B/de
Publication of DE1116499B publication Critical patent/DE1116499B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C23COATING METALLIC MATERIAL; COATING MATERIAL WITH METALLIC MATERIAL; CHEMICAL SURFACE TREATMENT; DIFFUSION TREATMENT OF METALLIC MATERIAL; COATING BY VACUUM EVAPORATION, BY SPUTTERING, BY ION IMPLANTATION OR BY CHEMICAL VAPOUR DEPOSITION, IN GENERAL; INHIBITING CORROSION OF METALLIC MATERIAL OR INCRUSTATION IN GENERAL
    • C23CCOATING METALLIC MATERIAL; COATING MATERIAL WITH METALLIC MATERIAL; SURFACE TREATMENT OF METALLIC MATERIAL BY DIFFUSION INTO THE SURFACE, BY CHEMICAL CONVERSION OR SUBSTITUTION; COATING BY VACUUM EVAPORATION, BY SPUTTERING, BY ION IMPLANTATION OR BY CHEMICAL VAPOUR DEPOSITION, IN GENERAL
    • C23C16/00Chemical coating by decomposition of gaseous compounds, without leaving reaction products of surface material in the coating, i.e. chemical vapour deposition [CVD] processes
    • C23C16/22Chemical coating by decomposition of gaseous compounds, without leaving reaction products of surface material in the coating, i.e. chemical vapour deposition [CVD] processes characterised by the deposition of inorganic material, other than metallic material
    • C23C16/30Deposition of compounds, mixtures or solid solutions, e.g. borides, carbides, nitrides
    • C23C16/38Borides
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C23COATING METALLIC MATERIAL; COATING MATERIAL WITH METALLIC MATERIAL; CHEMICAL SURFACE TREATMENT; DIFFUSION TREATMENT OF METALLIC MATERIAL; COATING BY VACUUM EVAPORATION, BY SPUTTERING, BY ION IMPLANTATION OR BY CHEMICAL VAPOUR DEPOSITION, IN GENERAL; INHIBITING CORROSION OF METALLIC MATERIAL OR INCRUSTATION IN GENERAL
    • C23CCOATING METALLIC MATERIAL; COATING MATERIAL WITH METALLIC MATERIAL; SURFACE TREATMENT OF METALLIC MATERIAL BY DIFFUSION INTO THE SURFACE, BY CHEMICAL CONVERSION OR SUBSTITUTION; COATING BY VACUUM EVAPORATION, BY SPUTTERING, BY ION IMPLANTATION OR BY CHEMICAL VAPOUR DEPOSITION, IN GENERAL
    • C23C28/00Coating for obtaining at least two superposed coatings either by methods not provided for in a single one of groups C23C2/00 - C23C26/00 or by combinations of methods provided for in subclasses C23C and C25C or C25D
    • C23C28/04Coating for obtaining at least two superposed coatings either by methods not provided for in a single one of groups C23C2/00 - C23C26/00 or by combinations of methods provided for in subclasses C23C and C25C or C25D only coatings of inorganic non-metallic material
    • C23C28/044Coating for obtaining at least two superposed coatings either by methods not provided for in a single one of groups C23C2/00 - C23C26/00 or by combinations of methods provided for in subclasses C23C and C25C or C25D only coatings of inorganic non-metallic material coatings specially adapted for cutting tools or wear applications

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  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Metallurgy (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Vapour Deposition (AREA)
  • Solid-Phase Diffusion Into Metallic Material Surfaces (AREA)

Description

  • Verfahren zum Herstellen von Titanborid-Überzügen auf Metallen der Eisengruppe und deren Legierungen Zusatz zur Patentanmeldung M 36438 VI/48b (Auslegeschrift 1092 271) In der Hauptpatentanmeddung M 36438 VI/48b ist ein Verfahren zum Gasplattieren von Gegenständen geschützt, deren Oberfläche ganz oder teilweise aus einem oder mehreren Nitriden und/oder Karbiden der Metalle der 11I. bis - V1. Gruppe des Periodischen Systems besteht, wobei auf den Gegenständen ein Boridüberzug der gleichen Metalle aufgebracht wird und wobei der zu überziehende Gegenstand vor dem Aufbringen des Boridüberzugs durch Glühen oberhalb 900° C in einer Borhalagenid-Wasserstoff-Atmosphäre an seiner Oberfache in die Boride der dort befindlichen Metalle umgewandelt wird. Es wurde festgestellt, daß ebenso wie beim Gasplattieren von Gegenständen mit Hartstoffoberfläche die unmittelbare Abscheidung von Titanborid auf Gegenständen, deren Oberfläche aus Stahl oder Metallen der VIII. Gruppe des Periodischen Systems besteht, zu Überzügen führt, die mit dem Untergrund keine festhaftende Verbindung eingehen, sondern leicht abplatzen. Dies beruht in erster Linie auf Spannungen infolge des Unterschiedes der thernuschen Ausdehnungskoeffizienten von Grundmaterial und Überzug. Diese betragen bei Stählen etwa 1,4 bis 2-10-5, bei Titanbörid dagegen nur 3.10-6. Es ist weiterhin bekannt, auf Metallen der Eisengruppe und deren Legierungen Boridüberzüge herzustellen durch Eindiffundieren von Bor oder Reaktion eines Borhalogenides in Gegenwart von Wasserstoff an der Metalloberfläche. Diese Überzüge besitzen jedoch nicht die hohe Härte und Verschleißfestigkeit des Titanborides.
  • Es wurde nun gefunden, daß sich das Verfahren des Hauptpatentes vorteilhaft auf das Gasplattieren von Gegenständen anwenden läßt, deren Oberfläche aus Stahl oder Metallen der VIII. Gruppe des Periodischen Systems besteht. Hierbei wird bei Temperaturen oberhalb 600° C eine Boridzwischenschicht von mindestens 3 tt Dicke gebildet, und zwar auch hier aus Boriden von Legierungsbestandteilen des Grundmetalls. Nach Bildung dieser Boridzwischenschicht werden bei Temperaturen zwischen 780 und 950° C die Titanboridüberzüge durch Gasplattieren aufgebracht. Durch diese Maßnahme wird ein allmählicher Übergang sowohl vom Grundrneterial zur Boridzwischenschicht, als auch von der Zwischenschicht zur harten Außenschicht erreicht, der eine sehr feste Haftung des Gesamtüberzuges zur Folge hat. Gleichzeitig wird hiermit erreicht, daß die äußere harte Boridschicht auf einer relativ harten Stützschicht ruht, die mindestens die Härte des Grundmaterials besitzt und bei hochlegierten Stählen Mikrohärten bis etwa 1700 HV 50 g aufweisen kann.
  • Die Boridzwischenschichten können in an sich bekannter Weise durch Reaktion von Borhalogenid in Gegenwart von Wasserstoff an der Metalloberfläche hergestellt werden. Ihre Aufbringung wird vozteilhaft so vorgenommen, daß man das Grundmaterial bei Temperaturen von 600° C an aufwärtis einige Zeit de:r Einwirkung eines Borhalogenids in. Gegenwart von Wasserstoff aussetzt und dann anschließend im gleichen Arbeitsprozeß den Titanboridüberzug abscheidet.
  • Bei urlegierten oder nur wenig legierten Stählen kann die Ausbildung der tragenden und verklammernden Zwischenschicht bereits dadurch erreicht werden, daß man beim Anheizen des Werkstückes, also schon vor dem Erreichen der Abscheidungstemperatur der harten Außenschicht, vorteilhaft von etwa 600° C an aufwärts, das gesamte Reaktionsgasgemisch über das Werkstück leitet. Hierdurch wird mit steigender Temperatur Titanborid gebildet, während sich die Borhalogenidkonzentration, die für die Diffusionsschicht maßgebend ist, automatisch verringert. Man erreicht durch diese Maßnahme zweierlei: Einmal wird dabei die Stärke der Zwischenschicht auf das gewünschte Maß beschränkt, und andererseits wird durch die langsam zunehmende und gleichzeitig erfolgende Bildung des Titanborides aus der Gasphase eine besonders intensive Verklammerung der harten Außenschicht mit der Zwischenschicht erzielt.
  • In anderen Fällen, insbesondere bei höher legierten Stählen, kann man auf der Boridzwischenschicht, die entweder bereits beim Erhitzen des Werkstückes ab 600° C oder danach bei höheren Temperaturen gebildet ist, eine harte Außenschicht durch direkte Abscheidung aus der Gasphase aufbringen, indem man dem Reaktionsgasgemisch .das Titanhalogenid erst im Anschluß an die Bildung der Zwischenschicht zusetzt. Dabei ist es zweckmäßig, die Abscheidungstemperatur wegen des großen Unterschiedes der Ausdehnungskoeffizienten von Außenschicht und Grundmaterial so niedrig wie möglich zu wählen. Man erhält bereits sehr gute und dichte Titanboridüberzüge bei Reaktionstemperaturen von 780° C an, wobei es sich als zweckmäßig erwiesen hat, das Reaktionsgasgemisch durch Vorwärmen zu aktivieren. Dies läßt sich z. B. ohne besondere Einrichtungen dadurch erreichen, daß man die Reaktion in einem von außen durch einen Ofen geheizten Reaktionsrohr durchführt. Die so erhaltenen Titanboridüberzüge sind außerordentlich feinkörnig und glatt und besitzen Mikrohärten bis zu 7000 HV5o , Die Titanboridschicht und die Zwischenschicht kann aber auch auf einem direkt beheizten Werkstück, beispielsweise durch die Anwendung induktiver Heizung abgeschieden werden.
  • Für die chemische Zusammensetzung des überzugs ist bei der Abscheidungsreaktion des Titanborides auf der Zwischenschicht das Verhältnis von Metallhalogenid zu Borhalogenid im Gasraum in einem weiten Zusammensetzungsbereich praktisch ohne Bedeutung. Es ist aber zweckmäßig, Metallhalogenid zu Borhalogenid im Verhältnis 1: 2 einzusetzen.
  • Es wurde festgestellt, daß für die Reaktion nur die stöchiometrische Menge an Wasserstoff, z. B. nach der Bruttogleichung Ti C14 + 2 B C13 -1- 5 Hz -> Ti B2 -I-10 H Cl notwendig ist. Diese Tatsache ist für die technische Durchführung des Prozesses von außerordentlicher Bedeutung, da sie es ermöglicht, als Hauptträgergas ein inertes Gas, beispielsweise Argon, zu verwenden. Hierdurch wird die eventuelle Explosionsgefahr bei Beschädigung des Tiegels oder sonstigen Störungen stark herabgemindert oder bei genügender Verdünnung praktisch ganz unterbunden. Weiterhin wurde gefunden, d'aß unter den beschriebenen Abscheidungsbedingungen auch Stickstoff sich als inertes Gas verhält und daher aus wirtschaftlichen Gründen zweckmäßig an Stelle von Argon als Hauptträgergas eingesetzt wird.
  • Es ist ohne besondere Schwierigkeiten möglich, den Abscheidungsprozeß zur Bildung eines Titanboridüberzuges mit einer Wärmebehandlung des Grundmaterials zu verbinden. Dies geschieht im einfachsten Falle dadurch, daß man die Abscheidungsreaktion bei der Haltetemp--ratur des verwendeten Stahles ausführt, nach Beendigung des Prozesses den Reaktionsraum mit Stickstoff ausspült und nach Öffnen des Reaktionsbehälters das überzogene Werkstück beispielsweise in Wasser, Öl oder einem Salzbad abschreckt. Es hat sich gezeigt, daß die nach den beschriebenen Bedingungen hergestellten Boridüberzüge ohne Beschädigung von der Reaktionstemperatur auf Raumtemperatur in Wässer abgeschreckt werden können. Die Titanboridüberzüge können deshalb besonders vorteilhaft auf wasserhärtenden Stählen (z. B. Riffelstähle), mit denen man durch die Härtebehandlung Grundmaterialhärten bis zu 69 HRc erzielt, aufgebracht werden.
  • Beispiel 1 Ein rohrförmiges, außen feingeschliffenes, zunderfreies Fadenführerröllchen aus Baustahl mit 0,35 % C wird in einem waagerecht in einen aufklappbaren Ofen passenden Reaktionsrohr aus Rotosil (Quarz) so befestigt, daß die zylindrische Außenseite frei im Reaktionsraum von der Reaktionsgasmischung umspült wird. Die Probe wird zunächst im langsamen Stickstoffstrom, dem geringe Mengen an Wasserstoff zur Blankreduktion von Oxydspuren an der Oberfläche beigegeben werden können, aufgeheizt. Die Gesamtströmungsgeschwindigkeit kann in der Größenordnung von 11/h liegen. Nach: Erreichen einer Temperatur von 600° C wird dem Stickstoff-Wasserstoff-Gemisch Ti C14 und B C13 im Verhältnis 1: 2 zugesetzt und der Wasserstoffgehalt auf die stöchiometrisch notwendige Menge erhöht. Man erreicht dies beispielsweise, indem man. durch Ti C14 von Raumtemperatur Stickstoff mit einer Strömungsgeschwindigkeit von 8 1/h leitet, dem Wasserstoff mit einer Strömungsgeschwindigkeit von 0,71/h beigemischt wird, und ebenso durch B C13 von 0° C Wasserstoff mit einer Strömungsgeschwindigkeit von 0,41/h. Es ist hierbei völlig gleichgültig, durch welche der beiden Halogenide der Wasserstoff geleitet wird. Es ist lediglich im Hinblick auf die Ausbeute der Reaktion zu beachten, daß man zweckmäßig den Anteil Wasserstoff im Gesamtreaktionsgasgemisch so bemißt, daß er mindestens im Verhältnis 5:2 zum eingeführten: Borhalogenid steht. Man läßt nun die Temperatur in einem Zeitraum von etwa 30 Minuten auf 820° C ansteigen und leitet noch 2 Stunden bei dieser Temperatur die Reaktionsgasmischung über das Werkstück. Danach wird das Rohr aus dem Ofen genommen und die Probe unter Stickstoff abgekühlt. Der Fadenführer ist danach mit einer silbergrauen, feinkörnigen, festhaftenden und sehr harten Oberflächenschicht aus Titanborid überzogen. Ihre Stärke beträgt rund 10 #t. Die Titanboridschicht ist tiefgreifend verzahnt mit einer rund 35 R, starken Diffusionsschicht, welche ihrerseits fest und tief verzahnt ist mit dem Grundmaterial. Die Gesamtzunahme der Dicke der Probe beträgt etwa 30 [, im Durchmesser.
  • Beispiel 2 Eine Drahtziehdrüse aus Schnellstahl der Zusammensetzung 1,21/o C, 8% W, 5% Mo, 4% Cr, 2,5 % V, 12% Co, Rest Fe, wird im Reaktionsrohr so befestigt, daß das Gasgemisch durch die Innenbohrung strömt. Das blanke, feinstpolierte und zunderfreie Werkstück wird wie im Beispiel 1 aufgeheizt, wobei jetzt schon ab 600° C dem Gesamtgasstrom zunächst nur B C13 und H2 zugemischt wird. Es genügt hierzu ein zusätzlicher Wasserstoffstrom von 0,41/h durch B C13 von 0° C. Man läßt nun im Zeitraum von etwa 40 Minuten die Temperatur auf 820° C steigen und das Gasgemisch bei dieser Temperatur noch 1 Stunde einwirken. Anschließend wird der Stickstoffstrom mit einer Strömungsgeschwindigkeit von 81/h durch Ti C14 von Raumtemperatur geleitet, wobei man dem Stickstoff zweckmäßig Wasserstoff mit einer Strömungsgeschwindigkeit von 0,71/h zumischt. Nach einer weiteren Einwirkungsdauer von 2 Stunden wird das Reaktionsrohr aus dem Ofen genommen und die Probe im Stickstoffstrom erkalten lassen. Sie besitzt im Ziehkanal einen silbergrauen, festhaftenden, feinkristallinen und sehr harten 'Überzug aus Titanborid von 7 EL Stärke, zwischen Grundmaterial und Außenschicht hat sich eine beiderseits verklammerte Diffusionisboridschicht von 8 w Stärke ausgebildet. Das Werkstück kann nunmehr einer zunderfreien Schnellstahlhärtung in entsprechenden Salzbädern unterzogen werden. Danach besitzt die Ziehdüse. eine bis 560° C anlaßbeständige Härte im Grundmaterial von 1000 HV30 1;g., die Härte der Zwischenschicht beträgt 1500 bis 1700 HV50 9, die Härte der Außenschicht bis zu 7000 HV7,0,.
  • Beispiel 3 Ein feinstgeschliffener Ziehdorn aus einem Stahl der Zusammensetzung 1,3% C, 4,5% W, 0,2% Cr, 0,2% V wird, wie unter Beispiel l beschrieben, im Reaktionsrohr montiert und aufgeheizt. Beim Erreichen einer Temperatur von 810° C setzt man B C13 und 14 wie im Beispiel 2 zu und läßt bei dieser Temperatur das Gasgemisch eine Stunde einwirken. Anschließend wird bei gleicher Temperatur 2 Stunden lang über das Werkstück eine Gasmischung geleitet, die wie folgt hergestellt wird: Man leitet durch Ti C14 von Raumtemperatur 81/h Stickstoff +0,71/h Wasserstoff und getrennt hiervon durch B Cl 3 von 0° C 0,41/h Wasserstoff.
  • Danach wird das Reaktionsrohr mit Stickstoff gespült, geöffnet und das auf 810° C befindliche Werkstück unmittelbar einer Grundmaterialhärtung durch Abschrecken in Wasser zugeführt. Der Ziehdorn besitzt danach eine Grundmaterialhärte von rund 950 HV" 1", eine etwa 15 #L starke Zwischenschicht von 1300 bis 1500 HV 50 g und eine etwa 8 #t starke ; festhaftende Außenschicht aus Titanborid mit einer Härte bis zu 7000 HV 50 g.
  • Beispiel 4 Eine Kunststoffspritzdüse aus Duranickel der Zusamm,ensetzung: 4,4 % Al, 0,17 % C, 0,5 % Si, Rest Nickel, wird so im Reaktionsrohr montiert, daß die zu überziehenden Teile frei im Reaktionsraum von der Gasmischung bespült werden können. Sie wird wie im Beispiel 1 aufgeheizt und mit B C4 -I- H2 wie im Beispiel 2 so lange vorbehandelt, bis. nach 40 Minuten eine Temperatur von 8201 C erreicht ist. Anschließend führt man bei dieser Temperatur über das Werkstück einen Gasstrom, der wie im Beispiel 3 hergestellt wurde, und läßt diese Behandlung 2 Stunden andauern. Danach wird das Reaktionsrohr aus dem Ofen genommen und die Düse im Stickstoffstrom abgekühlt. Sie weist nach dieser Behandlung einen 8 [, starken Titanboridüberzug auf, der über eine Zwischenschicht von 25 #t Stärke mit dem Grundmaterial fest verbunden ist.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Anwendung des Verfahrens zum Gasplattieren von: Gegenständen mit Hartstoffoberflächen mit Boriden der Metalle der III. bis VI. Gruppe des Periodischen Systems., wobei die zu überziehenden Gegenstände vor dem Gasplattieren in einer Borhalogenid-Wasserstoff-Atmosphäre geglüht werden, wodurch auf dem Grundmaterial eine Boridzwischenschicht gebildet wird, nach Patentanmeldung M 36438 VI/48b,-zum Gasplattieren von Stahl oder Metallen der VIII. Gruppe des Periodischen Systems und deren Legierungen mit Titanborid, wobei die Zwischenschicht aus Boriden des Grundmaterials bei Temperaturen oberhalb 600° C in einer Stärke von mindestens 3 #x gebildet wird und die Abscheidungstemperatur für das Titanborid zwischen: 780 und 950° C liegt.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß an die Herstellung der Überzüge unmittelbar eine Wärmebehandlung der Werkstücke angeschlossen wird. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 954 301.
DEM38176A 1958-07-05 1958-07-05 Verfahren zum Herstellen von Titanborid-UEberzuegen auf Metallen der Eisengruppe und deren Legierungen Pending DE1116499B (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE2253745A1 (de) * 1971-11-12 1973-05-17 Sandvik Ab Hartmetallkoerper

Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE954301C (de) * 1953-11-26 1956-12-13 Metallgesellschaft Ag Feinmaschinenlager mit gehaerteter Oberflaeche

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