DE1116443B - Geraet zum qualitativen Nachweis der Anwesenheit kleiner fester Teilchen, z.B. von Rauch, die in einem Gasstrom schwebend mitgefuehrt werden - Google Patents
Geraet zum qualitativen Nachweis der Anwesenheit kleiner fester Teilchen, z.B. von Rauch, die in einem Gasstrom schwebend mitgefuehrt werdenInfo
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Description
Es ist im Zusammenhang mit Verfahren zur Messung des Staubgehalts in einem Gas auf elektrostatischem
Wege bereits vorgeschlagen worden, eine Elektrode zum Aufladen der Staubteilchen in einem
Abschnitt des Gasstroms zu benutzen und eine andere Elektrode zum Sammeln der Teilchen und Messen
der Gesamtaufladung — wodurch die gesamte Menge des Staubes ermittelt wird — in einem anderen Abschnitt
des Gasstroms zu verwenden.
Die Erfindung richtet sich auf eine verbesserte Einrichtung mit einer geerdeten Fangelektrode, die
zwischen einer ionisierenden oder aufladenden Elektrode und einer Sammelelektrode angeordnet ist. Auf
diese Weise werden Erscheinungen wie Streukorona und Rückionisierung vermieden, und das Potential
in dem Sammelabschnitt der Einrichtung kann niedriger sein als diejenige im aufladenden Abschnitt.
Demgemäß bezieht sich die Erfindung auf ein Gerät zum qualitativen Nachweis der Anwesenheit
kleiner fester Teilchen, z. B. von Rauch, die in einem Gasstrom schwebend mitgeführt werden. Dabei wird
eine an einer Stelle des Gasstroms angeordnete, mit einer Quelle hoher negativer Spannung verbundene,
aufladende Elektrode verwandt, während an anderer Stelle des Stroms eine Niederschlags- oder Sammelelektrode
angeordnet ist.
Ein derartiges Gerät ist erfindungsgemäß gekennzeichnet durch eine zwischen der aufladenden Elektrode
und der Niederschlagselektrode angeordnete geerdete Fangelektrode.
Gemäß einer praktischen Ausführungsform der Erfindung wird aus dem die festen Teilchen enthaltenden
Gasstrom ein im wesentlichen im Verhältnis zum Hauptstrom gleichbleibender Nebenstrom
abgezweigt, in dem die aufladende Elektrode und die Niederschlagselektrode angeordnet werden. Dabei
können die aufladende Elektrode wie die Niederschlagselektrode in je einer rohrförmig ausgebildeten,
z. B. aus Metall bestehenden Kammer angeordnet sein, die zweckmäßig axial hintereinander angeordnet
und lösbar miteinander verbunden sind.
In der ersten Kammer werden die festen Teilchen, ohne zurückgehalten zu werden, elektrostatisch aufgeladen,
während die aufgeladenen Gasionen gesammelt und zurückgehalten werden. Die aufgeladenen
festen Teilchen wandern weiter mit dem sie mitführenden Strom zu der erwähnten zweiten Kammer,
wo ihre elektrische Ladung auf die Niederschlagselektrode übertragen wird. Die erwähnte, zwischen
der aufladenden Elektrode und der Niederschlagselektrode angeordnete, in geeigneter Form ausgebildete
Fangelektrode, die auf Erdpotential gehalten
der Anwesenheit kleiner fester Teilchen,
z. B. von Rauch, die in einem Gasstrom
schwebend mitgeführt werden
Anmelder:
The British Thomson-Houston Company
Limited, London
Limited, London
Vertreter: Dr. M. Herzfeld, Patentanwalt,
Düsseldorf, Kreuzstr. 32
Düsseldorf, Kreuzstr. 32
Beanspruchte Priorität:
Großbritannien vom 23. Mai 1956 (Nr. 15 962/56)
Großbritannien vom 23. Mai 1956 (Nr. 15 962/56)
Duncan Hohnes Grindell,
Northwood, Middlesex (Großbritannien),
ist als Erfinder genannt worden
wird und z. B. in der Nähe der Auslaßöffnung der ersten Kammer angeordnet sein kann, bewirkt, daß
der größere Anteil der im Strom befindlichen Ionen an der Fangelektrode angesammelt wird.
Weitere Merkmale und Ausbildungsformen des vorstehend erläuterten Geräts sind aus der Zeichnung
ersichtlich, in der ein solches Gerät schematisch und beispielsweise veranschaulicht ist.
Gemäß der Zeichnung enthält ein Schornstein 1 einen Strom eines Fluidums, dessen Rauchdichte
gemessen werden soll. Lediglich ein geringer Bruchteil dieses Stroms wird von einem (nicht dargestellten)
Gebläse beispielsweise durch einen Prüfabschnitt gesaugt, der allgemein mit 2 bezeichnet wird und ein
Ansatzrohr 3 besitzt, welches in den erwähnten Strom hineinragt. Der Prüfabschnitt umfaßt eine
erste Kammer, die durch ein kurzes, gerades Rohr 4 gebildet wird, welches eine zentral angeordnete
Drahtelektrode 5 umgibt, an die ein hohes negatives Potential über einen Leiter 6 angelegt wird, der
mittels einer isolierenden Durchführung 7 in die Wand eines Kniestücks des Rohrs 4 eingeschlossen
ist. Das obere Ende des Drahts 5 ist unter Einschaltung eines Isolators 9 an einer Fangelektrode 8 aufgehängt.
Die Fangelektrode 8 und die Wandung der Kammer oder des Rohrs 4 sind geerdet. Eine zweite
Kammer wird durch ein gerades Rohr 10 gebildet,
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das eine größere Länge aufweist als der gerade Teil des Rohrs 4. Die Enden der Rohre 4 und 10 sind
miteinander durch Flanschen 11, 12 verbunden, wobei ein isolierender Dichtring 13 zwischen den
Flanschen angeordnet ist. Eine zentral angeordnete Elektrode 14, die sich in die Kammer 10 erstreckt
und einen wesentlich größeren Durchmesser besitzt als der Draht 5, hängt von einem Kniestück 15 herab,
das mit dem Rohr 10 mit Hilfe der Flanschen 16, 17, die durch einen Dichtring 18 isoliert sind, verbunden
ist. Das Kniestück 15 leitet den Strom des Fluidums zu dem (nicht dargestellten) Gebläse. Die
Elektrode 14 wird über einen Leiter 19 mit einem hohen, negativen Potential gespeist, wobei der Leiter
19 und die Elektrode 14 mittels einer Durchführung
20 in die Wandung des Kniestücks 15 eingeschlossen und von dieser Wandung isoliert sind. Die Wandung
des Rohrs 10 ist über einen Belastungswiderstand 21 mit Erde verbunden; und ein Voltmesser 22 ist parallel
zu dem Belastungswiderstand in den Stromkreis geschaltet. Es ist zu bemerken, daß diese Anordnung
in der vorstehend erläuterten Weise arbeitet und daß der Voltmesser 22 die Aufladegeschwindigkeit der
Wandung des Rohrs 10 anzeigt, wenn die festen Teilchen ihre Elektrizität auf diese Wandung entladen.
Es ist offensichtlich, daß der Voltmesser geeicht werden kann zwecks unmittelbarer Ablesung des
Gehalts an festen Teilchen pro Einheit der Stromwege oder der Rauchdichte in dem Kanal.
In vielen Fällen genügt der im Schornstein herrschende Zug, um einen ausreichenden Zweigstrom
durch die Vorrichtung aufrechtzuerhalten. Es kann indes für diesen Zweck eine Hilfseinrichtung, wie
z. B. eine an sich bekannte Luftstrahlpumpe, vorgesehen sein, Zugregler oder Ventile können am
Düsenende und am Eingang der Strahlpumpe vorgesehen werden. In ähnlicher Weise können Abdeckoder
Verschlußeinrichtungen am Eingangs- und Ausgangsende der Einrichtung derart angeordnet sein,
daß sie den Durchgang von Schornsteingasen und die Ablagerung von Staub in der Einrichtung verhindern,
wenn keine Rauchuntersuchungen durchgeführt werden.
Ferner können zusätzliche Vorrichtungen vorgesehen sein, um den gegebenenfalls an den Oberflächen,
insbesondere der Oberfläche der Sammeloder Niederschlagselektrode, haftenden Staub zu
lösen. Eine solche Vorrichtung kann z. B. aus einer Abklopf vorrichtung bekannter Konstruktion bestehen.
Die Abklopfvorrichtung wird vorteilhaft so angeordnet, daß sie automatisch betätigt wird, z. B. wenn die
vorstehend erwähnten Abdeck- oder Verschlußeinrichtungen geöffnet sind.
Die Vorrichtung gemäß der Erfindung kann im Rahmen der wesentlichen Merkmale mannigfach abgeändert
und ausgestaltet werden. Bei einer vereinfachten Ausführungsform könnte z. B. die negative
Hochspannungselektrode in der zweiten Kammer weggelassen werden; statt dessen kann poröses oder
mehrwegiges Material, beispielsweise Metallspäne oder Stahlwolle, innerhalb der zweiten Kammer angeordnet
werden, um als Sammelelektrode zu wirken. Beim Durchgang der Teilchen entladen sich diese auf
das erwähnte Material und weiter über eine umgebende Wandung, welche elektrisch leitend ist, mit
15 dem Material in elektrischem Kontakt steht und von
dem restlichen Teil der Rohrleitungen isoliert ist, auf einen Belastungswiderstand, wobei die Anordnung
eines zur Messung der Aufladegeschwindigkeit dienenden Geräts ähnlich der gezeigten Anordnung
getroffen ist.
Claims (9)
1. Gerät zum qualitativen Nachweis der An-Wesenheit kleiner fester Teilchen, z. B. von Rauch,
die in einem Gasstrom schwebend mitgeführt werden, mit einer an einer Stelle des Gasstroms
angeordneten, mit einer Quelle hoher negativer Spannung verbundenen aufladenden Elektrode,
mit einer an anderer Stelle des Stroms angeordneten Niederschlags- oder Sammelelektrode, ge
kennzeichnet durch eine zwischen der aufladenden Elektrode und der Niederschlagselektrode angeordnete
geerdete Fangelektrode.
2. Gerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die aufladende Elektrode und die
Niederschlagselektrode in einer nur von einem Teil des Gasstroms durchflossenen Nebenleitung
angeordnet sind.
3. Gerät nach Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen der zweiten Elektrode
und der Erde ein Belastungswiderstand sowie ein zur Messung des Spannungsgefälles längs
des Belastungswiderstandes dienendes Gerät angeschlossen sind.
4. Gerät nach Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die aufladende Elektrode
wie die Niederschlagselektrode in je einer rohrförmig ausgebildeten, z. B. aus Metall bestehenden
Kammer angeordnet sind, die zweckmäßig axial hintereinander angeordnet und lösbar miteinander
verbunden sind.
5. Gerät nach Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der die erste Kammer bildende
rohrförmige Abschnitt geerdet ist, während eine zur Messung der Aufladegeschwindigkeit
dienende Einrichtung mit dem die zweite Kammer bildenden rohrförmigen Abschnitt verbunden ist.
6. Gerät nach Ansprüchen 4 und 5, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Kammern innerhalb
eines Rauchgasabzugskanals gleichachsig mit dem Strom des in den Kanal abgeführten
Fluidums angeordnet sind.
7. Gerät nach Ansprüchen 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß in der Nähe der Auslaßöffnung
der zweiten Kammer eine Luftstrahlpumpe vorgesehen ist.
8. Gerät nach Ansprüchen 2 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem Hauptgasstrom
und dem die Gerätekammern durchfließenden Zweigstrom Verschlußeinrichtungen vorgesehen sind.
9. Gerät nach Ansprüchen 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Niederschlagselektrode
mit einer mechanischen Einrichtung zum Abklopfen derselben verbunden ist.
25
3°
35
In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 833 865;
Zeitschrift des VDI, 97 (1955), S. 113 bis 117.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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