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DE1116244B - Verfahren zur Herstellung von nicht staubenden Handelsduengemitteln aus organischen und mineralischen Duengemitteln - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von nicht staubenden Handelsduengemitteln aus organischen und mineralischen Duengemitteln

Info

Publication number
DE1116244B
DE1116244B DEE17806A DEE0017806A DE1116244B DE 1116244 B DE1116244 B DE 1116244B DE E17806 A DEE17806 A DE E17806A DE E0017806 A DEE0017806 A DE E0017806A DE 1116244 B DE1116244 B DE 1116244B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
fertilizers
organic
mineral
fermentation
commercial
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEE17806A
Other languages
English (en)
Inventor
Ludwig Engelhart
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Individual
Original Assignee
Individual
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
Priority to DEE17806A priority Critical patent/DE1116244B/de
Publication of DE1116244B publication Critical patent/DE1116244B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C05FERTILISERS; MANUFACTURE THEREOF
    • C05FORGANIC FERTILISERS NOT COVERED BY SUBCLASSES C05B, C05C, e.g. FERTILISERS FROM WASTE OR REFUSE
    • C05F1/00Fertilisers made from animal corpses, or parts thereof
    • C05F1/005Fertilisers made from animal corpses, or parts thereof from meat-wastes or from other wastes of animal origin, e.g. skins, hair, hoofs, feathers, blood
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y02TECHNOLOGIES OR APPLICATIONS FOR MITIGATION OR ADAPTATION AGAINST CLIMATE CHANGE
    • Y02ATECHNOLOGIES FOR ADAPTATION TO CLIMATE CHANGE
    • Y02A40/00Adaptation technologies in agriculture, forestry, livestock or agroalimentary production
    • Y02A40/10Adaptation technologies in agriculture, forestry, livestock or agroalimentary production in agriculture
    • Y02A40/20Fertilizers of biological origin, e.g. guano or fertilizers made from animal corpses
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y02TECHNOLOGIES OR APPLICATIONS FOR MITIGATION OR ADAPTATION AGAINST CLIMATE CHANGE
    • Y02PCLIMATE CHANGE MITIGATION TECHNOLOGIES IN THE PRODUCTION OR PROCESSING OF GOODS
    • Y02P20/00Technologies relating to chemical industry
    • Y02P20/141Feedstock
    • Y02P20/145Feedstock the feedstock being materials of biological origin
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y02TECHNOLOGIES OR APPLICATIONS FOR MITIGATION OR ADAPTATION AGAINST CLIMATE CHANGE
    • Y02WCLIMATE CHANGE MITIGATION TECHNOLOGIES RELATED TO WASTEWATER TREATMENT OR WASTE MANAGEMENT
    • Y02W30/00Technologies for solid waste management
    • Y02W30/40Bio-organic fraction processing; Production of fertilisers from the organic fraction of waste or refuse

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Environmental & Geological Engineering (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Fertilizers (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von nicht staubenden Handelsdüngemitteln aus organischen und mineralischen Düngemitteln Die Erfindung betrifft die Herstellung von hochwertigen, nicht staubenden Handelsdüngemitteln.
  • Schon frühzeitig hat man festgestellt, daß ein hochwertiges Düngemittel, insbesondere für Gartenerde, einen großen Anteil an organischen Substanzen aufweisen muß.
  • Seit Justus v. Liebigs Düngerlehre hat man angefangen, Düngemittel in konzentrierter Form zu erzeugen. Diese wurden dann als »Handelsdüngemittel« bezeichnet.
  • Da bekannt ist, daß tierische Abfallstoffe dem Pflanzenwachstum besonders förderlich sind, war man bestrebt, auch aus Abfällen, wie Knochen, Horn, Blut usw., Handelsdüngemittel herzustellen.
  • Die zu diesem Zweck hergestellten Knochen- oder Hornmehle wurden dabei zwecks Aufschlusses oft noch einer umständlichen Behandlung durch zugeführte Wärme unterworfen. Blut wurde so verwendet, daß es entweder frisch oder nach Entfernung der Fibrinsubstanz anorganischen Salzen, wie Phosphaten, Carbonaten, Nitraten, Sulfaten und Silicaten, zugesetzt wurde.
  • Im Gegensatz zu den mineralischen Handelsdüngemitteln werden die Knochen, Horn oder Blut enthaltenden Produkte »organische Handelsdüngemittel« genannt. Ein Hauptnachteil dieser organischen Handelsdüngemittel ist nun ihre mangelnde Staubfreiheit. Zur Erzielung einer raschen Düngewirkung werden nämlich höchste Feinheitsgrade gefordert. Je feiner nun die Zerkleinerung oder Mahlung von Knochen oder Hornsubstanzen ist, desto stärker ist die Staubbildung. Es entstehen dabei z. B. mehlfeine und sogar puderfeine Knochen- oder Hornmehle. Beim Ausstreuen solcher Düngemittel entstehen schon bei geringer Luftbewegung Streuverluste durch Verwehen; der Staub erschwert die Arbeit der Gärtner oder Landwirte mit solchen Düngemitteln sowohl beim Abpacken als auch beim Ausstreuen, wobei neben der Unwirtschaftlichkeit hauptsächlich auch die Möglichkeit gesundheitlicher Schädigung der weitergehenden Verwendung dieser Produkte trotz ihrer hervorragenden Düngeeigenschaften im Wege stehen.
  • Bei den mineralischen Düngemitteln ist die Industrie teilweise dazu übergegangen, staubende Düngemittel durch Granulieren oder ölen streufähig zu machen. Beim ölen oder Fetten von Horn- und Knochenmehlen entsteht jedoch ein klumpiges Produkt, ganz abgesehen davon, daß es äußerst schädlich ist, dem Boden Fett zuzufügen.
  • Ziel der Erfindung ist es, bei staubenden organischen Knochen- oder Hornmehlen die Staubplage zu beseitigen. Hierzu wird erfindungsgemäß vorgeschlagen, in solchen Handelsdüngemitteln durch Zusatz von frischem Schlachtblut den Staub zu binden.
  • Dies geschieht dadurch, daß man die betreffenden Knochen- oder Hornmehle oder Mischungen mit einer solchen Menge von frischem Blut anteigt, daß eine krümelige Masse entsteht, die dann auf einen Haufen geschaufelt und der Fermentation überlassen wird.
  • Zur Erzielung dieses Effektes waren größere Reihenversuche erforderlich, da nicht vorauszusehen war, daß der Zusatz von Frischblut bis zu einer bestimmten Menge zum angestrebten Ziele führen würde: Die Menge des zuzusetzenden Blutes richtet sich insbesondere nach Feinheit und Saugfähigkeit der einzelnen gemahlenen Produkte und beträgt etwa 5 bis 250/u, berechnet auf die Gesamtmenge der Ausgangsstoffe.
  • Es hat sich erfindungsgemäß gezeigt, daß die beabsichtigte Wirkung nur dann in optimaler Weise erzielt wird, wenn man frisches Schlachtblut verwendet, also das Gesamtblut und nicht etwa Blutabfälle. Gerade die Fibrinsubstanzen des frischen Schlachtblutes erweisen sich erfindungsgemäß als starke Staubbinder.
  • Nach guter Durchmischung der Knochen- oder Hornmehle mit dem Blut wird die Masse auf einen Haufen geschaufelt und der anaeroben Fermentation bis zu Temperaturen von 70° C überlassen, nach deren Abschluß die jetzt krümelige und nicht mehr . staubende Masse in Packungen abgefüllt werden kann. Durch die Fermentation der Knochen- und Hornmehle unter Zusatz von Frischblut werden die den Pflanzen nur langsam zugänglichen Pflanzennährstoffe in den Ausgangsstoffen, z. B. Stickstoff- und Phosphorsäureverbindungen, außerdem in leichter pflanzenaufnehmbare Verbindungen umgewandelt.
  • Durch die Erfindung ist es möglich geworden, dem Verbraucher organische Düngemittel größter Feinheit und damit maximaler Düngewirkung zu bieten, die aber infolge ihrer krümeligen Beschaffenheit nicht stauben.
  • Es hat sich als ein weiterer besonderer Vorteil dieser Erfindung herausgestellt, daß der bei der Mahlung der Knochen- und Hornmehle anfallende feine Staub, der bisher abgesichtet werden mußte und verworfen wurde, durch das erfindungsgemäße Verfahren ebenfalls gebunden und der Verwendung zugeführt werden kann.
  • Zu den erfindungsgemäß hergestellten Mischungen können beliebige andere organische und mineralische Handelsdüngemittel zugesetzt werden, wodurch dann staubfreie Mischdüngemittel entstehen.
  • Nachstehend wird die Erfindung an Hand einiger Beispiele noch näher erläutert.
  • Beispiel 1 In einer Mischtrommel werden 150 kg staubiges Hornmehl und 200 kg feines Knochenmehl vermischt und mit frischem Schlachtblut angeteigt, bis eine krümelige Masse entsteht. Hierzu werden im vorliegenden Fall etwa 50 kg frisches Schlachtblut benötigt. Bei Verwendung einer geeigneten Mischvorrichtung ist dieser Zustand in wenigen Minuten erreicht. Nunmehr wird das Mischgut aus der Mischtrommel entleert, zu einem Haufen geschichtet und einer anaeroben Fermentation überlassen, wobei Temperaturen bis zu 70° C entstehen, die gleichzeitig das Mischgut austrocknen.
  • Erfindungsgemäß ist es möglich, eine zweite Partie und weitere Partien auf den gleichen Haufen aufzubringen, bis zu 100 t und mehr, wobei sich ergibt, daß mit zunehmender Größe der Haufen der Fermentationsvorgang beschleunigt abläuft. Nach beendeter Fermentation wird die erfindungsgemäße krümelige, nicht mehr staubende Masse abgesackt.
  • Beispiel 2 150 kg Horn- und 150 kg Knochenmehl werden mit 50 kg Kalisalz und etwa 50 kg Schlachtblut vermengt und dann, wie im Beispiel l beschrieben, weiterverarbeitet. Es entsteht so ein staubfreies Mischdüngemittel.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Verfahren zur Herstellung von Handelsdüngemitteln aus organischen bzw. organisch-mineralischen Düngemitteln aller Art unter Fermentation des Gemisches, dadurch gekennzeichnet, daß stark staubende Knochen- und Hornmehle in natürlichem, nicht vorbehandeltem Zustand, gegebenenfalls unter Zusatz weiterer organischer Abfallprodukte pflanzlichen oder tierischen Ursprungs, mit geringen Mengen (etwa 5 bis 25"/o) frischen Schlachtblutes angeteigt werden, bis eine krümelige Masse anfällt, die auf Haufen geschichtet, einer anaeroben Fermentation und Austrocknung bei Temperaturen bis zu 70° C unterworfen wird, worauf die krümelige, nicht mehr staubende Masse nach beendeter Fermentation abgesackt wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Masse vor oder nach dem Anteigen mineralische Stickstoffdüngemittel und/ oder Kalisalze zugesetzt werden. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr.1013 300, 36 094, 34 015; schweizerische Patentschrift Nr. 95 668; britische Patentschriften Nr. 705 730, 488 639; USA.-Patentschrift Nr. 2158 918.
DEE17806A 1959-06-22 1959-06-22 Verfahren zur Herstellung von nicht staubenden Handelsduengemitteln aus organischen und mineralischen Duengemitteln Pending DE1116244B (de)

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