DE1116081B - Zwangslenkung fuer luftbereifte Fahrzeuge - Google Patents
Zwangslenkung fuer luftbereifte FahrzeugeInfo
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- E—FIXED CONSTRUCTIONS
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- E01B—PERMANENT WAY; PERMANENT-WAY TOOLS; MACHINES FOR MAKING RAILWAYS OF ALL KINDS
- E01B25/00—Tracks for special kinds of railways
- E01B25/28—Rail tracks for guiding vehicles when running on road or similar surface
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B62—LAND VEHICLES FOR TRAVELLING OTHERWISE THAN ON RAILS
- B62D—MOTOR VEHICLES; TRAILERS
- B62D1/00—Steering controls, i.e. means for initiating a change of direction of the vehicle
- B62D1/24—Steering controls, i.e. means for initiating a change of direction of the vehicle not vehicle-mounted
- B62D1/26—Steering controls, i.e. means for initiating a change of direction of the vehicle not vehicle-mounted mechanical, e.g. by a non-load-bearing guide
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Description
Die Erfindung betrifft eine Zwangslenkung für luftbereifte Fahrzeuge mit lenkbaren Laufrädern, die an
einem oder mehreren Laufradträgern, wie Achsen oder Drehgestellen, sitzen und mit mindestens einem
unter dem Fahrzeug angeordneten, in einem unter der Fahrbahn liegenden Führungskanal laufenden,
um eine senkrechte Achse drehbaren Führungsaggregat mit auf den senkrechten Wänden des Führungskanals
abrollenden Führungsrädern versehen sind.
Es sind zwei Gruppen von Zwangslenkungen bekannt, nämlich solche, bei denen Rollen mit horizontaler,
zur Laufradachsrichtung parallelen Achsen in einem Kanal von der Breite der Rollen- oder, bei
Anordnung von zwei Rollen auf der gleichen Achse, von der Breite beider Rollen zuzüglich des Abstandes
der Rollenlaufen, und solche, bei denen Rollen mit vertikaler Achse an den vertikalen Wänden eines
Kanals oder eines Steges laufen.
Die folgenden Nachteile der beiden Systeme sind bekannt, und es ist auch bereits versucht worden,
diese Nachteile zu beseitigen.
Bei den Systemen mit Führungsrollen mit horizontalen Achsen und Führungskanal oder -nut besteht
die Führungswirkung natürlich nicht zwischen dem Boden· des K|&als und den Rollen, sondern zwischen
den SeitenwitÄ» des Kanals und den Rollen. An
dieser Stelle tritt aim aber keine rein rollende, sondern
eine vorwiegend gleitende Reibung auf, die nicht nur die Verwendung gummibereifter Führungsrollen
unmöglich macht, sondern darüber hinaus ein besonders widerstandsfähiges und verschleißfestes Material
sowohl für die Rollen als auch für die Wände des Führungskanals erforderlich macht. Außerdem tritt
die Belastung nicht gleichmäßig über die Fläche der Führungsrollen auf, sondern jeweils einseitig an einem
Teil dieser Fläche, der von der Achse der Rollen verhältnismäßig weit entfernt ist, so daß auch eine besonders
robuste Konstruktion der Achse und Rolle Voraussetzung für eine einwandfreie Führungsfunktion ist.
Die Systeme mit Führungsrollen mit vertikaler Achse machen entweder einen Steg als Führungselement
erforderlich, der sich über das Niveau der Fahrbahn erhebt oder einen Kanal, der unter die
Fahrbahnhöhe zurücktritt. Abgesehen davon, daß Fahrzeuge mit oder ohne Führungssystem eine mit
einem solchen Führungskanal oder Führungssteg versehene Fahrbahn nicht kreuzen können, ergeben sich
auch für den Betrieb von Fahrzeugen mit einem solchen Führungssystem Schwierigkeiten an Gabelungsund
Einmündungsstellen der Fahrbahn, wo Weichen erforderlich sind. An diesen Stellen müßte nämlich
Anmelder:
Raffaello Maestrelli, Mailand (Italien)
Raffaello Maestrelli, Mailand (Italien)
Vertreter: Dipl-Chem. Dr. W. Koch, Hamburg 4,
und Dr.-Ing. R. Glawe, München 27, Cuvilliesstr. 16,
Patentanwälte
Beanspruchte Priorität:
Italien vom 9. Oktober 1957
Italien vom 9. Oktober 1957
Raffaello Maestrelli, Mailand (Italien),
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
der Führungskanal oder -steg wie auch an allen Kreuzungsstellen unterbrochen werden.
Diese Nachteile werden bisher dadurch beseitigt, daß die beiden Führungssysteme kombiniert werden.
Dabei werden die Fahrzeuge mit den Einrichtungen sowohl für das eine als auch für das andere Führungssystem
eingerichtet und das Führungssystem mit Rollen mit horizontaler Achse nur an Kreuzungsoder Weichenpunkten verwendet, an welchen das im
übrigen vorgesehene Führungssystem mit Rollen mit vertikaler Achse Unterbrechungen aufweist. In den
Streckenabschnitten ohne Kreuzungen und Weichen wird das System der Rollen mit horizontaler Achse
außer Funktion gehalten, indem zwischen den Rollen und den Führungsflächen dieses Systems ein ausreichendes
Spiel vorgesehen ist, das gewährleistet, daß diese Führungselemente außer Berührung bleiben.
Der Aufwand, der sich daraus ergibt, daß zwei verschiedene Führungssysteme vorgesehen sind, die abweckselnd
in verschiedenen Streckenabschnitten zur Wirkung gelangen, verteuert den Bau derartiger Anlagen
erheblich.
Nach der Erfindung werden die eingangs für Führungssysteme mit um vertikale Achsen drehbaren
Führungsrollen beschriebene Nachteile unter Umgehung der Kombination mit einem System mit Führungsrollen
mit horizontaler Achse dadurch beseitigt, daß an einem in Richtung der Längsmittelachse des
Führungskanals sich erstreckenden waagerechten Arm mehrere, insbesondere vier, waagerechte Führungsräder
sitzen, deren Durchmesser fast der Kanalbreite entspricht, wobei diese Räder derart versetzt
zueinander sind, daß .das eine Führungsrad jeweils eines Räderpaares gegen die eine und das andere
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Führungsrad gegen die andere Seitenwand des Führungskanals liegt.
Durch diese Anordnung erhält man einen möglichst schmalen und bis auf die senkrechte Drehachse des
drehbaren Führungsaggregates abdeckbaren Kanal, der mühelos von anderen, nicht mit einem derartigen
Führungsaggregat ausgerüsteten Fahrzeugen in der Querrichtung und in der Regel — abgesehen von
Fahrrädern — auch in der Längsrichtung befahrbar ist. ίο
An Kreuzungs- und Weichenstellen erforderliche Unterbrechungen der Führungskanäle können auf ein
ungefährliches Maß beschränkt werden.
Vorzugsweise kann an jedem Ende des Armes des Führungsaggregates je ein Räderpaar mit übereinanderliegenden
Rädern sitzen. Diese Anordnung ermöglicht eine noch gedrungene Bauweise des Führungsaggregates.
Nach einem weiteren vorteilhaften Merkmal der Erfindung können bei einem Fahrzeug oder Fahrgestell,
das zusätzlich zu den an den Enden vorgesehenen Laufrädern auch mit Laufrädern in der
Fahrzeugmitte ausgestattet ist, die in der Fahrzeugmitte befindlichen Laufräder an einem beim Kurvenfahren
sich in Querrichtung des Fahrzeuges und in Richtung des Kurvenradius verschiebenden, mit einem
Führungsaggregat versehenen Laufradträger am Fahrzeug sitzen. Auf diese Weise wird die Anwendung
des Erfindungsgedankens auch bei Fahrzeugen und Fahrgestellen mit einer beliebigen Anzahl von
Laufradachsen ermöglicht, die für den Transport besonders schwerer Lasten unentbehrlich sind.
An den Ausweichstellen kann der Führungskanal vorteilhafterweise verbreitert und an oder in der
einen Seitenwand kann eine bewegliche Weichenzunge vorgesehen sein.
In der Zeichnung sind schematisch einige Ausführungsbeispiele der Erfindung wiedergegeben. Es zeigt
Fig. 1 zwei Laufräder nebst Laufradträger und Führungsaggregat in der Ansicht sowie einen Querschnitt
durch die Fahrbahn nebst Führungskanal,
Fig. 2 einen Schnitt durch Fig. 1 in Richtung II-II,
Fig. 3 einen senkrechten Schnitt durch einen Führungskanal nebst Weichenzungen,
Fig. 4 einen Grundriß eines Führungskanals nebst zwei Fahrzeugen oder Fahrgestellen, welche einen
quer verschiebbaren mittleren Laufradträger haben, und
Fig. 5 eine weitere Ausführung.
In der Zeichnung ist 1 die Fahrbahn für die gummibereiften Laufräder 2, die auf der Achse oder dem
Träger 3 sitzen und eventuell mit Sicherheitsrädern 4 vereinigt sind. Die Achse 3 ist um den Zapfen 5 drehbar,
der senkrecht an der Unterseite des Kastens 6 des Fahrzeugs oder des Fahrgestells sitzt. Die Anordnung
ist derart, daß ein Federn ermöglicht wird.
In Längsrichtung der Fahrbahn 1 ist ein Führungskanal 7 angeordnet, in den ein Führungsaggregat hineinragt,
das zwei Paar übereinanderliegende Räder 9 a, 9 b aufweist, die an einem waagerechten Arm 8 in
horizontalen Ebenen drehbar sitzen. Die Räder 9 α,
9 b sind leicht seitlich zueinander versetzt, so daß das Rad 9 a gegen die eine und das Rad 9 b gegen die andere
Seitenwand des Führungskanals 7 liegt. Das Aggregate, 9 ist symmetrisch zu der Querachse der
Radachse 3. Es ist über einem Arm 10 starr mit der Radachse oder dem Träger 3 der Laufräder 2 verbunden.
Die Verbindung muß anstatt starr mittels eines in entsprechender Weise ausgeführten Gelenks erfolgen,
wenn die Lauf räder 2 auf Drehzapfen montiert sind.
Fig. 3 zeigt eine Weichenanordnung. Zu diesem Zweck ist der Führungskanal bei Ta verbreitert und
mit einer beweglichen Weichenzunge 11 versehen.
Um die Kontinuität der Straßenebene sowohl bei den Kreuzungen als auch auf gerader Strecke zu
gewährleisten, ist der Führungskanal 7 oben durch Platten 12 od. dgl. abgedeckt, wobei der freie Raum
zwischen ihnen nur so groß sein soll, daß der Arm 10
oder ein äquivalenter Träger ungehindert hindurchtritt.
Falls es sich um Fahrzeuge 14 (Fig. 4) oder Fahrgestelle mit an den Enden und in der Fahrzeugmitte
sitzenden Laufrädern handelt, wird der zentrale Laufradträger 15 seitlich verschiebbar angeordnet. Die
tragenden Räder der Radachsen an den Enden sind auch in diesem Falle gelenkte Räder.
Nach der Fig. 5 liegt die Fahrbahndecke 18 auf im Abstand voneinander angeordneten Trägern 19. Die
seitlichen Flansche 18« dienen zur Führung der Führangsräder 20. Die Kanalwand ist so in diesem
Falle wirksam entlastet.
Die hauptsächlichsten Vorteile der Erfindung sind:
1. Es ist eine große Sicherheit gegen jegliche Abweichung gegeben, da die Seitenwände des Führungskanals 7 eine genügende Höhe haben, die verhindert,
daß bei Auf- und Abbewegungen des Fahrzeuges das Führungsaggregat 8, 9 aus dem Kanal 7 herausspringt.
2. Das Führungsaggregat wird mit Rädern 9 a, 9 b von entsprechendem Durchmesser versehen, die die
Laufräder leicht lenken. Die seitliche Reibung, die bei Schienenfahrzeugen an den Radkränzen der Räder
besonders in Kurven auftritt, wird vermieden.
3. Die einfache und wirtschaftliche Gestaltung der Führungsstraße gestattet zum Unterschied von
den Eisenbahnschienen und anderen Typen von Führungsstraßen die Verwendung einer Fahrbahndecke
für luftbereifte Laufräder. Die Straße hat eine fast ebene einheitliche Oberfläche, welche auch von anderen
Fahrzeugen durchquert oder befahren werden kann, die keine fahrbahngebundene Führung haben.
4. Ein Wagen oder ein Fahrgestell kann in der Mitte mit einer tragenden Achse versehen werden,
die zwei oder mehr Paare luftbereifter Räder hat und seitlich verschiebbar ist, so daß sich die Räder in der
Kurve in normaler Ebene zu dem Radius der Kurve befinden. Dadurch kann die Tragfähigkeit des Fahrzeugs
erhöht werden.
5. Die Wand des Führungskanals kann beweglich gemacht werden (Fig. 3), so daß die tragenden
Räder leicht den Kanal beim Abbiegen überqueren können, dessen Weite an der Oberfläche in der Zone
der Weiche auf einen schmalen, für den Durchgang des Armes 10 genügenden Schlitz reduziert werden
kann. Der das Führungsaggregat tragende Arm 10 ist lediglich auf Torsion beansprucht.
Die Erfindung ist nicht auf die auf der Zeichnung dargestellten Beispiele beschränkt, die nur zur Erläuterung
dienen. Die Form und Anordnung der Teile kann hiervon im Rahmen der Patentansprüche abweichen.
Claims (4)
1. Zwangslenkung für luftbereifte Fahrzeuge mit lenkbaren Laufrädern, die an einem oder
mehreren Laufradträgern, wie Achsen oder Drehgestellen, sitzen und mit mindestens einem unter
dem Fahrzeug angeordneten, in einem unter der Fahrbahn liegenden Führungskanal laufenden,
um eine senkrechte Achse drehbaren Führungsaggregat versehen sind mit auf den senkrechten
Wänden des Führungskanals abrollenden Führungsrädern, dadurch gekennzeichnet, daß an
einem in Richtung der Längsmittelachse des Führungskanals (7) sich erstreckenden waagerechten
Arm (8) mehrere, insbesondere vier, waagerechte Führungsräder (9 α und 9 b) sitzen,
deren Durchmesser fast der Kanalbreite entspricht, wobei diese Räder derart versetzt zueinander
sind, daß das eine Führungsrad (9 a) jeweils eines Räderpaares gegen die eine und das andere Führungsrad
(9 b) gegen die andere Seitenwand des Führungskanals (7) liegt.
2. Zwangslenkung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß an jedem Ende des Armes
(8) je ein Räderpaar (9 a, 9 b) mit übereinanderliegenden Rädern sitzt.
3. Zwangslenkung nach den Ansprüchen 1 und 2 für Fahrzeuge oder Fahrgestelle mit an den
Enden und in der Fahrzeugmitte sitzenden Laufrädern, dadurch gekennzeichnet, daß die in der
Fahrzeugmitte befindlichen Räder an einem beim Kurvenfahren sich in Querrichtung des Fahrzeuges
und in Richtung des Kurvenradius verschiebenden mit einem Führungsaggregat (8, 9 a, 9 b)
versehenen Laufradträger (15) am Fahrzeug sitzen.
4. Zwangslenkung nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Führungskanal
(7) an den Ausweichstellen (7 a) verbreitert und an oder in der einen Seitenwand eine bewegliche
Weichenzunge (11) vorgesehen ist.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschrift Nr. 221586;
französische Patentschriften Nr. 514718, 609 117, 020 34I5 1126 508;
USA.-Patentschriften Nr. 1 602 066, 2 115 466,
396, 2 718194, 2737 902.
396, 2 718194, 2737 902.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 109 710/323 10.61
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| IT1189771X | 1957-10-09 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1116081B true DE1116081B (de) | 1961-10-26 |
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ID=11432944
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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| DEM36354A Pending DE1116081B (de) | 1957-10-09 | 1958-01-07 | Zwangslenkung fuer luftbereifte Fahrzeuge |
Country Status (2)
| Country | Link |
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| DE (1) | DE1116081B (de) |
| FR (1) | FR1189771A (de) |
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-
1958
- 1958-01-07 DE DEM36354A patent/DE1116081B/de active Pending
- 1958-01-14 FR FR1189771D patent/FR1189771A/fr not_active Expired
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