DE1115568B - Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen von Traggriffen mit einem Tragband und zwei Laschen zum Verbinden der Traggriffe mit einer Packung sowie nach dem Verfahren hergestellte Gegenstaende - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen von Traggriffen mit einem Tragband und zwei Laschen zum Verbinden der Traggriffe mit einer Packung sowie nach dem Verfahren hergestellte GegenstaendeInfo
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Description
- Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen von Traggriffen mit einem Tragband und zwei Laschen zum Verbinden der Traggriffe mit einer Packung sowie nach dem Verfahren hergestellte Gegenstände Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Herstellen von gegebenenfalls zu Rollen aufzuwickelnden Traggriffen mit einem Tragband aus Fasermaterial, Kunststoff od. dgl. und zwei Laschen zum Verbinden der Traggriffe mit einer Packung.
- Es ist bereits bekannt, Traggriffe mit einem Tragband und einem durchgehenden Klebband zum Verbinden des Traggriffes mit einer Packung in der Weise herzustellen, daß das Tragband einem durchgehenden Klebband von einer Seite her zugeführt wird, wobei die Enden des Tragbandes durch Löcher, Schlitze od. dgl. des Klebbandes durchgesteckt und ihre Enden auf der Rückseite des Klebbandes befestigt werden. Das Aufwickeln zu Rollen eines derartigen mit Traggriffen versehenen Klebbandes ist schwierig bzw. nicht möglich, da die Traggriffe entweder auf das Klebband heruntergefaltet werden müssen, so daß ein glattes Wickeln des Bandes zu einer Rolle nicht zu erreichen ist. Wenn die Traggriffe aber nicht auf das Klebband heruntergefaltet werden, sondern seitlich weit überstehen, ist eine Rollenbildung ebenfalls nicht möglich. Wenn an den Enden des Traggriffes nur kurze Befestigungslaschen benötigt werden, muß bei dem bekannten Verfahren der Teil des Klebbandes, der zwischen den Durchsteckpunkten der Enden der Traggriffe liegt, aus dem Klebband herausgeschnitten werden, was einen erheblichen Mehrverbrauch an Papier bedeutet.
- Das erfindungsgemäße Verfahren ist demgegenüber wesentlich einfacher, schneller und mit weniger Arbeitsvorgängen durchführbar, vermeidet einen unnötigen Papierverbrauch des gummierten Laschenbandes und ermöglicht eine einwandfreie Rollenbildung und damit eine einfache und wirtschaftliche Weiterverwendung des nach dem Verfahren hergestellten Traggriffbandes.
- Das erfindungsgemäße Verfahren besteht darin, daß auf das Tragband jeweils im Abstand der Traggrifflänge Streifenstücke von solcher Länge aufgebracht werden, daß sie nach Unterteilen des Tragbandes in Einzeltraggriffe für einen ersten Traggriff die zweite Lasche und für den nächstfolgenden Traggriff dessen erste Lasche bilden. Dabei wird auf das Tragband an den Stellen, an denen die Streifenstücke aufgebracht werden, vor deren Aufbringung Klebstoff oder Schweißmasse aufgetragen. Statt dessen kann auch auf die auf das Tragband aufzubringenden Streifenstücke vor ihrer Aufbringung auf das TragbandKlebstoff oderSchweißmasse aufgetragenwerden. Nach dem Zusammenfügen des Tragbandes und der Streifenstücke wird vorzugsweise ein Preßdruck auf das mit Streifenstücken versehene Tragband ausgeübt. Ein wesentlicher Vorteil des Verfahrens liegt darin, daß beim Aufbringen der die Laschen bildenden Streifen das die Traggriffe bildende Tragband gespannt gehalten werden und anschließend sofort zu Rollen verarbeitet bzw. direkt einer Maschine zur Herstellung von Packungen, z. B. Tragbeuteln, zugeführt werden kann, so daß als Tragband auch Bänder aus sehr sperrigem, mit Drall behaftetem Material, z.B. schmaleBastbänder, für dieTraggriffe verwendet werden können.
- Die zur Durchführung des Verfahrens verwendete Vorrichtung ist gekennzeichnet durch ein umlaufendes Rad, auf dessen Umfang das von einer Vorratsrolle zugeführte Tragband geführt wird, durch eine mit dem Radumfang zusammenwirkende Klebstoffauftragvorrichtung, die auf die Oberseite des Tragbandes an denjenigen Stellen, an denen die Streifenstücke später aufgebracht werden, Klebstoff oder Schweißmaterial aufträgt, durch eine am Radumfang angeordnete Vorrichtung, die ein Band von einer Vorratsrolle abzieht, das Band in einzelne, die Streifenstücke bildendeStücke zerschneidet und diese auf das Tragband aufbringt, und gekennzeichnet durch eine an der Abgabestelle des Rades angeordnete Aufwickelrolle zum Aufwickeln des fertigen Tragbandes. Vorzugsweise ist ein endloses Preßband vorgesehen, welches einen erheblichen Teil des Umfanges des Rades umschließt und das die Traggriffe bildende Band zusammen mit den in Abständen aufgebrachten Laschen oder Streifen an den Umfang des Rades angedrückt hält. Ferner kann an derAbgabestelle des Rades ein Schneidwerk vorgesehen sein, das wahlweise in und außer Tätigkeit gesetzt werden kann.
- Gegenstand der Erfindung ist schließlich ein nach dem obigen Verfahren hergestelltes, aus einer Vielzahl von Traggriffen bestehendes Traggriffband, bei dem die zwischen den die Griffe bildenden Tragbandteilen vorgesehenen Streifenstücke paarweise aus einem Streifen bestehen. Dabei kann der den Griff bildende Tragbandteil mit einem Streifen aus geeignetem Werkstoff, der breiter als das Tragband ist, versehen und z. B. durch Klebung verbunden sein.
- Ein Ausführungsbeispiel des den Gegenstand der Erfindung bildenden Traggriffes und der den Gegenstand der Erfindung bildenden Vorrichtung ist in der Zeichnung dargestellt, es zeigt Fig. 1 einen Traggriff in Form eines Bandes, das an beiden Enden mit je einer Lasche oder einem Streifen versehen ist, Fig.2 einen Traggriffteil in Form eines Bandes, das nur an einem Ende mit einer Lasche oder einem Streifen versehen ist; zwei solcher Bänder bilden später den Traggriff, nachdem die freien Enden der Bänder miteinander verbunden sind, z. B. verknotet sind; Fig. 3 zeigt den Traggriff nach Anspruch 1 von derjenigenSeite aus gesehen, mit der dieLaschen sich beim Ankleben an die Tasche od. dgl. an diese anlegen, Fig. 4 eine Gesamtansicht der den Gegenstand der Erfindung bildenden Vorrichtung zur Herstellung der Traggriffe.
- Zur Bildung des bandförnügen Traggriffes gemäß der Erfindung wird ein Band 1 von einer nicht dargestellten Vorratsrolle über eine Führungsrolle 2 einem Rad 3 zugeführt und läuft über den Umfang dieses Rades. Das Rad 3 kann als Doppelrad ausgebildet sein, wobei das zweite Rad zum Antrieb der verschiedenen Zusatzvorrichtungen dient. Der Antrieb des Rades 3 kann über eine Rolle 4 erfolgen, die über ein Vorgelege 6, 7, 8, von denen das Rad 8 das Hauptwechselrad ist, ein weiteres Antriebsrad 5 antreibt.
- Während der Bewegung des Bandes 1 über den Umfang des Rades 3 wird das Band l durch ein Preßband 9, das über Führungsrollen 10 geführt ist, fest gegen den Umfang des Rades 3 gedrückt. Das Preßband 9 dient gleichzeitig dazu, die auf das Band 1 aufgebrachten Laschen oder Streifen 25 fest gegen das Band 1 zu drücken und diese Teile miteinander zu verbinden.
- Eine Leimauftragscheibe 11, die über eine Tauchscheibe 12 mit Leim versehen wird, trägt Leim auf das Band 1 an denjenigen Stellen auf, auf die die Laschen oder Streifen 25 aufgebracht werden.
- Die Laschen oder Streifen 25 werden gebildet von einem Band 1.4, welches von einer Vorratsrolle 15 durch Vorzugsrollen 16 abgezogen wird. Das Band 14 läuft über ein Schneidwerk 17, welches das Band 14 in einzelne, den Laschen oder Streifen 25 entsprechende Stücke zerschneidet. Die Laschen oder Streifen werden durch Führungsrollen 19, die von einem Zwischenrad 20 aus angetrieben sein können, gegen das Rad 3 geführt und auf die Oberseite des Bandes 1 aufgebracht. Der Antrieb der Vorzugswalze 16 und des Schneidwerks 17 kann über Zwischenräder 18 von der zweiten Scheibe des Doppelrades 3 abgeleitet sein. Am Ablaufende des Rades 3 ist eine Vorratsrolle 22 angeordnet, auf die das mit Laschen oder Streifen 25 versehene Band 1 über eine Rolle 21 aufgewickelt wird. Es kann auch ein Schneidwerk 23 vorgesehen sein, welches das vom Rad 3 ablaufende Band 1 mit den Laschen oder Streifen 25 in einzelne Längen zerschneidet, wobei der Schneidvorgang etwa in der Mitte der Laschen erfolgt. Die so hergestellten einzelnen Tragbänder können dann in einem besonderen Arbeitsgang auf die Taschen od. dgl. aufgeklebt werden. Das Schneidwerk 23 ist zweckmäßig nach Bedarf ein- und ausschaltbar.
- Wird das Schneidwerk 23 nicht benutzt und das mit Laschen versehene Tragband zusammenhängend auf der Rolle 22 aufgewickelt, dann erfolgt die Trennung in einzelne Tragbänder später in einer weiteren Vorrichtung, die das Aufkleben der Bänder auf die Tragtasche od. dgl. mechanisch, eventuell halb- oder vollautomatisch bewirkt. Es besteht auch die Möglichkeit, das Tragband an den späteren Trennstellen zu perforieren und dieTrennung imVerlauf des weiteren Arbeitsvorganges an den perforierten Stellen vorzunehmen.
- Der Antrieb des Schneidwerks 23 kann über ein Räderpaar 24 von dem Doppelrad 3 abgeleitet sein. Es ist schließlich auch möglich, die auf das Band 1 aufgeklebten Laschen oder Streifen 25 vor dem Ankleben an die Tragtasche od. dgl. auch an denjenigen Stellen mit Klebstoff oder Schweißmaterial zu versehen, an denen sich das Band beim Verbinden der Laschen mit der Tragtasche an die Tragtasche anlegt, wie es durch die schraffierten Flächen in Fig. 3 dargestellt ist.
Claims (9)
- PATENTANSPRÜCHE: 1. Verfahren zum Herstellen von gegebenenfalls zu Rollen aufzuwickelnden Traggriffen mit einem Tragband aus Fasermaterial, Kunststoff od. dgl. und zwei Laschen zum Verbinden der Traggriffe mit einer Packung, dadurch gekennzeichnet, daß auf das Tragband jeweils im Abstand der Traggriftlänge Streifenstücke von solcher Länge aufgebracht werden; daß sie nach Unterteilen des Tragbandes in Einzeltraggriffe für einen ersten Traggriff die zweite Lasche und für den nächstfolgenden Traggriff dessen erste Lasche bilden.
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß auf das Tragband an den Stellen, an denen die Streifenstücke aufgebracht werden, vor deren Aufbringung Klebstoff oder Schweißmasse aufgetragen wird.
- 3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß auf die auf das Tragband aufzubringenden Streifenstücke vor ihrer Aufbringung auf das Tragband Klebstoff oder Schweißmasse aufgetragen wird.
- 4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß nach dem Zusammenfügen des Tragbandes und der Streifenstücke ein Preßdruck auf das mit Streifenstücken versehene Tragband ausgeübt wird.
- 5. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 4, gekennzeichnet durch ein umlaufendes Rad (3), auf dessen Umfang das von einer Vorratsrolle zugeführte Tragband (1) geführt wird, durch eine mit dem Radumfang zusammenwirkende Klebstoffauftragvorrichtung (11, 12), die auf die Oberseite des Tragbandes an denjenigen Stellen, an denen die Streifenstücke später aufgebracht werden, Klebstoff oder Schweißmaterial aufträgt, durch eine am Radumfang angeordnete Vorrichtung (16, 17, 19), die ein Band (14) von einer Vorratsrolle (15) abzieht, das Band in einzelne, die Streifenstücke bildende Stücke zerschneidet und diese auf das Tragband aufbringt, und gekennzeichnet durch eine an der Abgabestelle des Rades angeordnete Aufwickelrolle (22) zum Aufwickeln des fertigen Tragbandes.
- 6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß ein endloses Preßband (9) vorgesehen ist, welches einen erheblichen Teil des Umfanges des Rades (3) umschließt und das die Traggriffe bildende Band (1) zusammen mit den in Abständen aufgebrachten Laschen oder Streifen(25) an den Umfang des Rades (3) angedrückt hält.
- 7. Vorrichtung nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß an der Abgabestelle des Rades (3) ein Schneidwerk (23) vorgesehen ist, das wahlweise in und außer Tätigkeit gesetzt werden kann. B.
- Aus einer Vielzahl von Traggriffen bestehendes Traggriffband, hergestellt nach den in den Ansprüchen 1 bis 4 gekennzeichneten Verfahren, dadurch gekennzeichnet, daß die zwischen den die Griffe bildenden Tragbandteilen (1) vorgesehenen Streifenstücke (25) paarweise aus einem Streifen bestehen.
- 9. Traggriff nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß der den Griff bildende Tragbandteil mit einem Streifen aus geeignetem Werkstoff, der breiter als das Tragband ist, versehen und z. B. durch Klebung verbunden ist. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 638 534, 624 531; deutsches Gebrauchsmuster Nr. 1732 308; französische Patentschrift Nr. 771636; britische Patentschriften Nr. 638 744, 623182, 562 529, 112192; USA.-Patentschriften Nr. 2 387 329, 2194 898, 2164 935, 2 006 786, 1492100.
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DEK28729A DE1115568B (de) | 1956-04-30 | 1956-04-30 | Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen von Traggriffen mit einem Tragband und zwei Laschen zum Verbinden der Traggriffe mit einer Packung sowie nach dem Verfahren hergestellte Gegenstaende |
Applications Claiming Priority (1)
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| DE1115568B true DE1115568B (de) | 1961-10-19 |
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| DEK28729A Pending DE1115568B (de) | 1956-04-30 | 1956-04-30 | Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen von Traggriffen mit einem Tragband und zwei Laschen zum Verbinden der Traggriffe mit einer Packung sowie nach dem Verfahren hergestellte Gegenstaende |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1115568B (de) |
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