DE1114566B - Pneumatischer oder hydraulischer Antrieb fuer in Ein- und Ausschaltrichtung betaetigte Schaltkontakte von Hochspannungsschaltern - Google Patents
Pneumatischer oder hydraulischer Antrieb fuer in Ein- und Ausschaltrichtung betaetigte Schaltkontakte von HochspannungsschalternInfo
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- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01H—ELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
- H01H33/00—High-tension or heavy-current switches with arc-extinguishing or arc-preventing means
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- H01H33/28—Power arrangements internal to the switch for operating the driving mechanism
- H01H33/30—Power arrangements internal to the switch for operating the driving mechanism using fluid actuator
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Description
- Pneuraatischer oder hydraulischer Antrieb für in Ein- und Ausschaltrichtung betätigte Schaltkontakte von Hochspannungsschaltern Um die Eigenzeit von Hochspannungsschaltem, die pneumatisch angetrieben werden, herabzusetzen, ist es bekannt, die Zuführungsventile für das anstehende Druckmittel auf Hochspannungspotential anzuordnen und diese vom Erdpotential aus pneumatisch oder hydraulisch zu steuern. Auf diese Weise wird außerdem eine starke mechanische Beanspruchung des Isolierstützers vermieden, da das Druckmittel, besonders bei Druckgasschaltern, nicht mit hoher Geschwindigkeit in den Stützer hineinströmt. Zur pneumatischen oder hydraulischen Betätigung müssen normalerweise bei zwei der Ein- und Ausschaltung zugeordneten Ventilen drei Leitungen innerhalb des Stützers vorgesehen sein, von denen zwei Steuerleitungen sind und die dritte das anstehende Druckmittel für den Antrieb aufnimmt.
- Die Erfindung bezieht sich auf einen pneumatischen oder hydraulischen Antrieb für in Ein- und Ausschaltrichtung betätigte Schaltkontakte von Hochspannungsschaltern, bei dem die Zuführungsventile für das pneumatische Druckmitel auf Hochspannungspotential angeordnet sind und vom Erdpotential aus pneumatisch oder hydraulisch gesteuert werden. Um eine Zuführungsleitung im Stützer zu sparen, sind erfindungsgemäß die Zuführungsventile für eine Differentialbeaufschlagung ausgebildet und diese mit auf Erdpotential liegenden Entlüftungsventilen über zwei Leitungen derart verbunden, daß das in beiden Leitungen anstehende Druckmittel sowohl die größere Fläche des zugehörigen Ventils als auch durch eine Überkreuzführung am oberen Ende der Leitung die kleinere Fläche des benachbarten Ventils beaufschlagL Wird bei einem solchen Antrieb z. B. beim Einschaltvorgang das entsprechende Entlüftungsventil betätigt, so wird die größere Differentialfläche des Zuführungsventils vom Druck entlastet, und das über die andere Leitung anstehende Druckmittel kann nun durch Öffnung des Zuführungsventils in den Antriebszylinder einströmen und die Einschaltung vornehmen. Wird umgekehrt das »Aus «-Entltiftungsventil betätigt, so wird die größere Differentialfläche des »Aus«-Zuführungsventils vom Druck entlastet, so daß nunmehr der in der Einschaltleitung anstehende Druck des Druckn:littels das »Aus«-Zuführungsventil öffnet und damit dem Druckmittel den Weg zum Antriebszylinder für den Ausschaltvorgang freigibt.
- An Stelle von zwei Bohrungen oder Leitungen innerhalb eines Stützers kann man auch mit einem Hohlstützer und nur einer Leitung auskommen, wenn der Hohlraum des Stützers ebenfalls mit dem benachbarten Ventil über eine zusätzliche Leitung verbunden wird. Eine solche Ausführungsforin der Erfindung eignet sich besonders für Druckgasschalter, da hier für den Ausschaltvorgang ein größerer Querschnitt für das durchströmende Druckgas zur Verfügung stehen muß.
- In der Zeichnung sind zwei Ausführungsformen der Erfindung für einen pneumatischen Antrieb der Schaltkontakte näher dargestellt.
- In Fig. 1 trägt ein auf einem Druckgasbehälter 1 ruhender Isolator 2 am oberen Ende eine Schaltkamrn r 3 mit zwei gegenläufig bewegten Schaltstiften 4 und 5. Diese sind in Antriebszylindem 6 und 7 angeordnet. Zur Betätigung der Schaltstifte wird den Antriebszylindem über die Leitungen 8 und 9 Druckluft zugeführt, die bereits in diesen Leitungen ansteht. Am oberen Ende des Stützers 2 sind die Differentialkolbenventile 10 und 11 angebracht. Beide stehen mit ihren Steuerventflen 12 und 13, die als Entlüftungsventile ausgebildet sind, über die Rohrleitungen 8 und 9 in Verbindung. Es sind nun überkreuzführangen 14 und 15 vorgesehen, die jeweils Druckluft auf die kleinere Kolbenfläche leiten. Bei Nichtbetätigung der Ventile 12 und 13 schließt der auf die größere Kolbenfläche wirkende Druck die beiden Ventile 10 und 11. Wird beispielsweise das Ventil 13 betätigt, so legt sich sein Kolben 16 auf die VentilsitZfläche 17 und schließt damit die Zufuhr vom Druckgaskessel ab, und außerdem kann das in der Leitung 9 enthaltene Druckmittel ins Freie abströmen. Dadurch wird die untere Kolbenfläche des Ventils 11 entlastet, und der in der Leitung 8 und 15 anstehende Druck auf die kleinere Kolbenfläche genügt zum Öffnen äes Ventils 11. Das Druckmittel strömt nun über die Leitungen 8 und 15 in den Antriebszylinder. In ähnlicher Weise erfolgt der Schaltvorgang bei Betätigung des Ventils 12.
- In Fig. 2 ist ein Hohlstützer 18 mit nur einer Leitung 19 vorgesehen. Der Hohlraum des Stützers, der einen größeren Querschnitt als die Leitung 19 hat, ist hierbei in der Druckmittelzuführung dem Ausschaltvorgang zugeordnet, da nicht nur Druckluft für die Betätigung des Schaltkontaktes, sondern auch für die Beblasung des Lichtbogens benötigt wird.
- An Stelle eines Druckluftkessels wird bei hydraulischer Betätigung der Schaltkontakte ein ölkraftspeicher vorgesehen. Die Wirkungsweise der erfindungsgemäßen Anordnung bleibt hierbei die gleiche wie bei der pneumatischen Ausführungsform, nur das aus den Entlüftungsleitungen abströmende Öl wird einem Sammelbehälter und von hier aus wieder über eine Pumpe dem Ölkraftspeicher zugeführt.
Claims (2)
- PATENTANSPRÜCHE-1. Pneumatischer oder hydraulischer Antrieb für in Ein- und Aussehaltrichtung betätigte Schaltkontakte von Hochspannungsschaltern, bei dem die Zuführungsventile für das anstehende Druckmittel auf Hochspannungspotential angeordnet sind und vom Erdpotential aus pneumatisch oder hydraulisch gesteuert werden, dadurch gekennzeichnet, daß die Zuführungsventile (10, 11) für eine Differentialbeaufschlagung ausgebildet sind und diese mit auf Erdpotential liegenden Entlüftungsventilen (12, 13) über zwei Leitungen (8, 9) derart verbunden sind, daß das in beiden Leitun-,en anstehende Druckmittel sowohl die größere Fläche des zugehörigen Ventils als auch durch eine überkreuzführung (14, 15) am oberen Ende der Leitungen die wirksame kleinere Fläche des benachbarten Ventils beaufschlagt.
- 2. Antrieb nach Ansprach 1, insbesondere für Druckgasschalter, dadurch gekennzeichnet, daß an Stelle eines Stützers mit zwei Bohrungen oder Leitungen ein Hohlstätzer mit nur einer Leitung (19) vorgesehen ist, wobei der Hohlraum des Stätzers (18) in der Druckmittelzufahr dem Ausschaltvorgang zugeordnet ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEL31445A DE1114566B (de) | 1958-10-07 | 1958-10-07 | Pneumatischer oder hydraulischer Antrieb fuer in Ein- und Ausschaltrichtung betaetigte Schaltkontakte von Hochspannungsschaltern |
Applications Claiming Priority (1)
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| DEL31445A DE1114566B (de) | 1958-10-07 | 1958-10-07 | Pneumatischer oder hydraulischer Antrieb fuer in Ein- und Ausschaltrichtung betaetigte Schaltkontakte von Hochspannungsschaltern |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1114566B true DE1114566B (de) | 1961-10-05 |
Family
ID=7265571
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEL31445A Pending DE1114566B (de) | 1958-10-07 | 1958-10-07 | Pneumatischer oder hydraulischer Antrieb fuer in Ein- und Ausschaltrichtung betaetigte Schaltkontakte von Hochspannungsschaltern |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1114566B (de) |
-
1958
- 1958-10-07 DE DEL31445A patent/DE1114566B/de active Pending
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