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DE1114199B - Verfahren zur Herstellung von antagonistisch gegen Morphin und schmerzstillend wirkenden quartaeren Salzen des Normorphins und dessen acylierten Derivaten - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von antagonistisch gegen Morphin und schmerzstillend wirkenden quartaeren Salzen des Normorphins und dessen acylierten Derivaten

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Publication number
DE1114199B
DE1114199B DEB50919A DEB0050919A DE1114199B DE 1114199 B DE1114199 B DE 1114199B DE B50919 A DEB50919 A DE B50919A DE B0050919 A DEB0050919 A DE B0050919A DE 1114199 B DE1114199 B DE 1114199B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
vol
morphine
normorphine
bromide
allyl
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEB50919A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Karl Zeile
Dr Kurt Freter
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
CH Boehringer Sohn AG and Co KG
Original Assignee
CH Boehringer Sohn AG and Co KG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by CH Boehringer Sohn AG and Co KG filed Critical CH Boehringer Sohn AG and Co KG
Priority to DEB50919A priority Critical patent/DE1114199B/de
Priority to CH7878759A priority patent/CH382180A/de
Publication of DE1114199B publication Critical patent/DE1114199B/de
Pending legal-status Critical Current

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  • Pharmaceuticals Containing Other Organic And Inorganic Compounds (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von antagonistisch gegen Morphin und schmerzstillend wirkenden quartären Salzen des Normorphins und dessen acylierten Derivaten Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung neuer quartärer Salze des Normorphins und deren durch niedermolekulare Acylreste an den beiden Sauerstoffatomen substituierter Derivate.
  • Es ist bereits bekannt, daß N-Allylnormorphin, bekannt unter der Handelsbezeichnung »Nalorphin«, gegen Morphin antagonistisch wirkt, also dessen Haupt- und Nebenwirkungen je nach der angewendeten Menge aufhebt, während es für sich allein schmerzstillend wirksam ist. Seine Verwendung wird indessen durch die zahlreichen Nebenwirkungen, wie Unruhe, Übelkeit und Sinnestäuschung, stark beeinträchtigt (vgl. A. S. Keats und J. Telford, Journal of Pharmacology and Experimental Therapeutics, Bd. 117, 1956, S. 190 bis 196; N. B. Eddy, H. Halbach, und O. 1. Braenden, Bulletin of the World Health Organization, Bd.14, '1956, S.399, und Bd. 17, 1957, S. 704).
  • Weiter ist es bekannt, daß auch (-)-N-Allyl-3-hydroxy-morphinan gegen Morphin antagonistisch wirksam ist. Jedoch ist der Zeitschrift Arzneimittelforschung, Bd. 7, 1957, S. 286, rechte Spalte, Absatz 2 bis 4, zu entnehmen, daß diese Verbindung in Mengen von 1, 2 und 4 mg bereits Wohlbefinden (Euphorie), Schwindelgefühl, Benommenheit sowie Sprachstörungen hervorruft.
  • Das aus dem Journal of Organic Chemistry, Bd. 23, 1958,# S. 1378, bekannte N-Phenyl-äthyl-normorphin ist zar stärker wirksam als Morphin, zeigt aber überhaupt keine antagonistische Wirkung und dürfte daher wie das 2'-Hydroxy-5,9-dimethyl-2-(phenyläthyl)-6,7-benzomorphan, das der internationalen Betätibungsmittelkontrolle unterstellt ist (vgl. UNO, Report to the Economic and Social Council an the Work of the Board in 1959), suchtmachend sein. Es wird nämlich als Hinweis für das Fehlen einer suchtmachenden Wirkung angesehen, wenn eine Verbindung mit schmerzstillenden Eigenschaften gleichzeitig eine morphinantagonistische Wirkung zeigt (vgl. C. A. Winter und Mitarbeiter, Archives internationales de Pharmacodynamie et de Therapie, Bd. 110, 1957, S. 186 bis 202).
  • Auch das aus Nature, Bd. 175, 1955, S.3881389, bekannte 2,4-Diamino-5-phenylthiazol ist in therapeutischen Mengen nicht antagonistisch gegen Morphin wirksam, wie anfänglich angenommen wurde (vgl Nature, Bd. 169, 1952, S. 712).
  • Überraschenderweise wurde nun festgestellt, daß die durch Umsetzung von N-Allylnormorphin oder dessen durch niedermolekulare Acylreste substituierten Derivaten mit Allylhalogeniden erhaltenen quarkären Salze der allgemeinen Formel in der R gleich Wasserstoff' oder ein niedermolekularer Acylrest und X gleich Chlor, Brom oder Jod ist, eine wesentlich stärkere antagonistische Wirksamkeit gegen Morphin aufweisen als die tertiäre Base,: während Nebenwirkungen bisher nicht beobachtet werden konnten.
  • Die Verbindungen der vorstehenden allgemeinen Formel entstehen dadurch, daß man entweder 1 Mol N-Allylnormorphin oder seine an den Sauerstoffatomen durch niedermolekulare Acylreste substituierten Derivate mit mehr als 1 Mol eines Allylhalogenids der allgemeinen Formel CH, = CH-CH?-x, in der X gleich Chlor, Brom oder Jod ist, oder 1 Mol Normorphin oder seine vorstehend genannten Derivate mit mindestens 2 Mol eines der vorstehend genannten Allylhalogenide, gegebenenfalls in Gegenwart eines Lösungsmittels, in an sich bekannter Weise umsetzt.
  • Die neuen quartären Salze besitzen nicht nur eine stärkere antagonistische Wirkung gegenüber Morphin als die tertiäre Base, sondern sie sind darüber hinaus selbst zentralschmerzstillend wirksam.
  • Die zentrale Wirkung der quartären Salze ist besonders bemerkenswert und konnte in keiner Weise vorhergesehen werden, da quartäre Salze eine solche Wirksamkeit nicht zeigen (vgl. O. J. Braenden, N. B. Eddy und H. Halbach, Bulletin of the World Health Organization, Bd. 13, 1955, S. 939; Deutsche Apothekerzeitung, Bd. 98, 1958, S. 656, linke Spalte, Absatz 9, und C. A. Winter und Mitarbeiter, Archives Internationales de Pharmacodynamie et de Therapie, a. a. O., S. 192, Verbindung Nr. 27 und 28).
  • Um die antagonistische Wirkung der neuen quartären Salze im Vergleich zu dem bekannten N-Allylnormorphin gegenüber Morphin nachzuweisen, wurde untersucht, welche Menge der betreffenden Verbindung, zusammen mit einer jeweils gleichen Menge Morphin verabreicht, die zentral schmerzstillende Wirkung des Morphins ganz oder teilweise aufzuheben vermag. Die in der zweiten Spalte der folgenden Tabelle aufgeführten Angaben in Prozent sind ein Maß für diese Aufhebung der zentral schmerzstillenden Wirkung, d. h., je geringer der Anteil der Mäuse ist (in °/o ausgedrückt), bei denen noch eine schmerzstillende Wirkung nachweisbar war, um so größer ist die antagonistische Wirkung der betreffenden Verbindungen gegenüber Morphin.
  • Vergleichtmandie schmerzstillende Wirkung von Gemischen aus Morphin und N-Allylnormorphin einerseits und Morphin undN-Diallylnormorphiniumbromid oder Diacetyl-N-diallylnormorphiniumbromid andererseits, so findet man, daß die schmerzstillende Wirkung des Morphins durch N-Allylnormorphin nur teilweise unterdrückt wird, während sie durch einen Zusatz des neuen N-Diallylnormorphiniumbromids vollständig verschwindet, wie die nachstehende Tabelle zeigt. Diacetyl-N-diallylnormorphiniumbromid hat ebenfalls eine stärkere antagonistische Wirkung als N-Allylnormorphin.
  • Bei der Durchführung der Versuche werden die Verbindungen unter die Haut eingespritzt. Die schmerzstillende Wirkung wurde an Mäusen nach der Methode von F. Haffner bestimmt (vgl. Deutsche medizinische Wochenschrift, Bd. 54, 1929, S. 731 bis 733). Die Methode besteht darin, daß weiße Mäuse an der Schwanzwurzel mit einer Pinzette unter gleichbleibendem Druck gekniffen werden. Unvorbehandelte Tiere zeigen hierbei deutlich Schmerzreaktion wie Piepsen und Abwehrbewegungen; durch starke zentralwirkende schmerzstillende Mittel lassen sich diese Abwehrbewegungen abschwächen oder ganz unterdrücken. In der rechten Spalte der folgenden Tabelle ist der Anteil in °/o der verwendeten Mäuse festgestellt, bei denen eine schmerzstillende Wirkung nachweisbar war.
    Anteil der
    Mäuse in °/o,
    Milligramm Morphin oder Morphin- bei denen eine
    gemische, die je Kilogramm Maus unter schmerz-
    die Haut eingespritzt wurden stillende
    Wirkung
    nachweisbar
    war
    5 mg Morphin je Kilogramm Maus 13,3
    10 mg Morphin je Kilogramm Maus 30,0
    20 mg Morphin je Kilogramm Maus 73,4
    30 mg Morphin je Kilogramm Maus 93,4
    2,5 mg Morphin je Kilogramm Maus
    2,5 mg N-Allylnormorphin
    je Kilogramm Maus ....... 0
    5 mg Morphin je Kilogramm Maus
    -f- 5 mg N-Allylnormorphin
    je Kilogramm Maus ....... 20
    10 mg Morphin je Kilogramm Maus
    10 mg N-Allylnormorphin
    je Kilogramm Maus .... ... 10
    15 mg Morphin je Kilogramm Maus
    15 mg N-Allylnormorphin
    je Kilogramm Maus ....... 10
    20 mg Morphin je Kilogramm Maus
    20 mg N-Allylnormorphin
    je Kilogramm Maus ....... 0
    2,5 mg Morphin je Kilogramm Maus
    -I- 2,5 mg N-Diallylnormor-
    phiniumbromid je Kilogramm
    Maus .................... 0
    5 mg Morphin je Kilogramm Maus
    5 mg N-Diallylnormor-
    phiniumbromid je Kilogramm
    Maus .................... 0
    10 mg Morphin je Kilogramm Maus
    10 mg N-Diallylnormor-
    phiniumbromid je Kilogramm
    Maus .................... 0
    15 mg Morphin je Kilogramm Maus
    15 mg N-Diallylnormor-
    phiniumbromid je Kilogramm
    Maus .................... 0
    20 mg Morphin je Kilogramm Maus
    20 mg N-Diallylnormor-
    phiniumbromid je Kilogramm
    Maus .................... 0
    2,5 mg Morphin je Kilogramm Maus
    2,5 mg Diacetyl-N-Diallyl-
    normorphiniumbromid ..... 0
    5 mg Morphin je Kilogramm Maus
    5 mg Diacetyl-N-Diallyl-
    normorphiniumbromid ..... 0
    10 mg Morphin je Kilogramm Maus
    -I- 10 mg Diacetyl-N-Diallyl-
    normorphiniumbromid ..... 10
    15 mg Morphin je Kilogramm Maus
    15 mg Diacetyl-N-Diallyl-
    normorphiniumbromid ..... 20
    20 mg Morphin je Kilogramm Maus
    -f- 20 mg Diacetyl-N-Diallyl-
    normorphiniumbromid ..... 20
    Um die zentralschmerzstillenden Eigenschaften der nach dem Verfahren der Erfindung herstellbaren Verbindungen nachzuweisen, wurden folgende Untersuchungen durchgeführt: Bekanntlich läßt sich im pharmakologischen Versuch für N-Allylnormorphin nur eine sehr geringe schmerzstillende Wirkung nachweisen. Durch zwei verschiedene Kunstgriffe gelingt es jedoch, für N-Allylnormorphin und N-Diallylnormorphiniumbromid eine eindeutige schmerzstillende Wirkung im Tierversuch nachzuweisen. Die Abb. 1 zeigt nun, daß bei weiterer Verringerung der N-Allylnormorphin- (»Nalorphin«) bzw. N-Diallylnormorphiniumbromidmengen die Morphinwirkung eindeutig verstärkt wird, und zwar durch N-Diallylnormorphiniumbromid deutlich stärker als durch N-Allylnormorphin. Ein Höchstwert wird erreicht, wenn man 1 y N-Diallylnormorphiniumbrom.id bzw. N-Allylnormorphin in Mischung mit 15 mg Morphin je Kilogramm Tier anwendet. Der fast gesetzmäßige Übergang vom Antagonismus zum Synergismus stützt die Anschauung, daß diese Verstärkungswirkung keine Täuschung ist. Die statistische Kontrolle ergab, daß die Höchstwerte dieser Mengenwirkungskurve bei der Menge von 15 mg Morphin je Kilogramm Tier allein eindeutig nach den statistischen Rechenmethoden bei einer Wahrscheinlichkeit von p = 0,001 verschieden (»statistisch signifikant«) sind.
  • Die Verbindungen des Verfahrens haben außerdem, für sich allein angewendet, beim Menschen eine schmerzstillende Wirkung.
  • Eine Möglichkeit zum Nachweis der schmerzstillenden Wirkung von N-Diallylnormorphiniumbromid und N-Allylnormorphin im Tierversuch bietet die Methode von S. Stender und C. Amsler (Archiv für experimentelle Pathologie und Pharmakologie, Bd. 160, 1931, S. 195 bis 204). Diese Methode besteht darin, daß eine schwache Cocainlösung in das Auge eines Kaninchens eingeträufelt wird, die gerade noch keine örtlich-schmerzstillende Wirkung auslöst. Wird das Tier jedoch vorher mit einem zentralschmerzstillend wirkenden Mittel vorbehandelt, so ist diese gleiche schwache Cocainlösung jetzt in der Lage, eine vollständige örtliche Schmerzstillung hervorzurufen. Das schmerzstillend wirkende Cocain und das zentralschmerzstillend wirkende Mittel wirken somit synergistisch und unterstützen sich gegenseitig, so daß es zu einer völligen örtlichen Schmerzstillung am Auge kommt, was durch Verhinderung des Lidschlußreflexes nachgewiesen wird, wenn man mit einer Reizborste die Hornhaut des Auges berührt. In der Abb. 2 ist das Ergebnis graphisch dargestellt. N-Diallylnormorphiniumbromid wirkt stärker als N-Allylnormorphin oder Morphin.
  • Neuerdings ist es möglich, mit einer verhältnismäßig einfachen Versuchsmethode die schmerzstillende Wirkung von N-Diallylnormorphiniumbromid direkt im Vergleich mit N-Allylnormorphin zu prüfen. Dieser Vergleich ist durch die Verwendung der Methode der »Heißen Plattee möglich, die von Eddy und Mitarbeitern im Journal of Pharmacology and experimental Therapeutics, Bd. 98, 1950, S. 121, beschrieben worden ist. Nach dieser Methode werden Mäuse auf eine Metallplatte gesetzt, die durch einen Thermostaten auf einer Temperatur von 55°C gehalten wird. Nach einigen Sekunden Aufenthalt auf der heißen Platte zeigen die Tiere deutliches Unbehagen und lecken sich die Vorder- oder Hinterpfötchen. Durch Einspritzen schmerzstillend wirkender Verbindungen kann das Auftreten dieser Leckbewegungen verzögert werden; die Verlängerung dieser Reaktionszeit auf den Schmerzreiz in 4/o kann zum Vergleich der schmerzstillenden Wirkung verwendet werden. In der Abb. 3 ist in °/o die Zunahme der Reaktionszeit nach N-Allylnormorphin und N-Diallylnormorphiniumbromid dargestellt; jeder Punkt der Kurve bedeutet den Mittelwert der Reaktionszeit von 20 Tieren. Wie aus dem Kurvenverlauf zu ersehen ist, ergibt sich für N-Allylnormorphin keine klare Abhängigkeit der Reaktionszeit von der Menge, während N-Diallylnormorphiniumbromid eine sehr schöne mengenabhängige Wirkungskurve zeigt..
  • Die Herstellung der quartären Salze des Verfahrens erfolgt in an sich bekannter Weise.
  • Die Umsetzung des N-Allylnormorphins oder von dessen acylierten Derivaten mit einem Allylhalogenid wird entweder in Gegenwart oder in Abwesenheit eines Lösungsmittels, vorzugsweise eines Halogenkohlenwasserstoffs, bei Zimmertemperatur oder bei erhöhter Temperatur, im zuletzt genannten Fall zweckmäßig bei der Siedetemperatur des Reaktionsgemisches, durchgeführt. Es ist stets ein Überschuß des Allylhalogenids erforderlich, der bei der Abwesenheit eines Lösungsmittels zweckmäßig die 10-bis 15fache Gewichtsmenge der eingesetzten Base beträgt. Die Ausbeuten an gereinigten N-Diallylmorphiniumhalogeniden betragen 60 bis 800/, der Theorie.
  • Bei einer anderen Ausführungsweise des Verfahrens geht man vom Normorphin aus und setzt dieses mit mehr als der doppelt molaren Menge eines Allylhalogenids um. In diesem Falle ist jedoch die Reinigung des Rohproduktes erheblich schwieriger. Beispiel 1 N-Diallylnormorphiniumbromid 20g N-Allylnormorphin werden mit 300 g Allylbromid unter Rühren und Rückfluß 12 Stunden erhitzt. Nach dem Abkühlen der Lösung wird die feste Verbindung abgesaugt und mit Äther gewaschen. Die in quantitativer Ausbeute erhaltene rohe Verbindung wird aus siedendem Alkohol unter Zusatz von Chloroform umkristallisiert. Man erhält 21 g reines N-Diallylnormorphiniumbromid vom F. = 190'C unter Zersetzung. Die Verbindung ist leicht löslich in Wasser. Die Ausbeute beträgt 75 °/o der berechneten. Beispiel 2 N-Diallylnormorphiniumjodid Zu einer Lösung von 20g N-Allylnormorphin in 200 ccm Chloroform gibt man 50g Allyljodid und läßt die Lösung bei Zimmertemperatur stehen. Nach einigen Stunden hat sich N-Diallylnormorphiniumjodid abgeschieden, das wie im Beispiel l gereinigt wird. Man erhält 18 g reines N-Diallylnormorphiniumjodid vom F. = 164°C. Die Ausbeute beträgt 590/, der berechneten.
  • Beispiel 3 Diacetyl-N-diallylnormorphiniumbromid 20 g Diacetyl-N-allylnormorphin werden mit 200 g Allylbromid 12 Stunden erhitzt. Nach dem Erkalten der Lösung wird der ausgefallene Niederschlag aus Chloroform umkristallisiert. Man erhält 21g reines Diacetyl-N-diallylnormorphiniumbromid vom F. = 188'C. Die Ausbeute beträgt 800/, der berechneten. Beispiel 4 Dipropionyl-N-diallylnormorphiniumbromid Dipropionyl-N-allylnormorphin wird mit der 10fachen Menge Allylbromid in gleicher Weise wie. im Beispie13 umgesetzt und aufgearbeitet. Man erhält Dipropionyl-N-diallylnormorphiniumbromid vom F. = 190 bis 193°C in 80°/oiger Ausbeute.
  • Beispiel 5 N-Diallylnormorphiniumchlorid 10g N-Allylnormorphin werden mit l00 g Aceton und 100 g Allylehlorid 24 Stunden zum Sieden erhitzt. Nach dem Erkalten der Lösung wird der ausgefallene Niederschlag abgesaugt, mit Äther gewaschen und aus Wasser umkristallisiert. Es werden 4,5 g N-Diallylnormorphiniumehlorid vom F. = 179°C in 35°/jger Ausbeute erhalten.
  • Beispiel 6 N-Diallylnormorphiniumbromid 20g Normorphin werden mit 200 ccm wasserfreiem Alkohol und 200 g Allylbromid in Gegenwart von 5,7 g Natriumbicarbonat unter Rühren und unter Rückfluß 24 Stunden erhitzt. Nach dem Abkühlen der Reaktionsmischung wird das Ungelöste abgesaugt, die Lösung im Vakuum zur Trockne eingedampft, der Rückstand in 100 ccm wasserfreiem Alkohol aufgenommen, erneut abgesaugt und im Vakuum zur Trockne eingedampft. Der Rückstand wird zweimal aus Wasser unter Zusatz von 2 g Entfärbungskohle umkristallisiert. Es werden 13 g N-Diallylnormorphiniumbromid (45 °/o der Theorie) erhalten.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Verfahren zur Herstellung von antagonistisch gegen Morphin und schmerzstillend wirkenden quartären Salzen des Normorphins und deren an den Sauerstoffatomen durch niedermolekulare Acylreste substituierten Derivaten der allgemeinen Formel in der R gleich Wasserstoff oder ein niedermolekularer Acylrest und X gleich Chlor, Brom oder Jod ist, dadurch gekennzeichnet, daß man entweder I Mol N-Allylnormorphin oder seine an den Sauerstoffatomen durch niedermolekulare Acylreste substituierten Derivate mit mehr als 1 Mol eines Allylhalogenids der allgemeinen Formel CHZ=CH-CHZ-X in der X die vorstehend genannte Bedeutung hat, oder 1 Mol Normorphin oder seine vorstehend genannten Derivate mit mehr als 2 Mol Allylchlorid, -bromid oder jodid in an sich bekannter Weise, gegebenenfalls in Gegenwart eines Lösungsmittels, umsetzt.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man die Umsetzung bei Zimmertemperatur oder bei der Siedetemperatur der aus den Reaktionsteilnehmern und dem Lösungsmittel bestehenden Lösung durchführt.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß man die Umsetzung in Gegenwart eines Halogenkohlenwasserstoffs durchführt. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 949 742, 951723, 1014 545; USA.-Patentschriften Nr. 2 740 788, 2 821 531; Helvetica Chimica Acta, Bd.39, 1956, S.429 bis 441; Arzneimittelforschung, Bd. 5, 1955, S. 252 bis 259, 630 bis 634; Bd. 7, 1957, S. 283 bis 288; Experientia, Bd. 8, 1952, S.394/395; Manufacturing Chemist, Bd. 28,1957, S. 271 bis 277; Deutsche Apotheker-Zeitung, Bd. 98, 1958, S.655; The Journal of Organic Chemistry, Bd. 23, 1958, S.1387/1388; Nature, Bd. 175, 1955, S. 388/389.
DEB50919A 1958-10-30 1958-10-30 Verfahren zur Herstellung von antagonistisch gegen Morphin und schmerzstillend wirkenden quartaeren Salzen des Normorphins und dessen acylierten Derivaten Pending DE1114199B (de)

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