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Mischventil Die Erfindung betrifft ein Mischventil zum Vermischen
von Heiß- und Kaltwasser und geht aus von einem bekannten Mischventil, bestehend
aus einem Gehäuse, das aus einem Ober- und einem Unterteil gebildet ist, welche
in einer im wesentlichen ebenen Trennebene unter Zwischenfügung einer Dichtung verbunden
sind, einem auf den Heiß- und Kaltwasserdruck ansprechenden Durchflußregler, welcher
zwei Drosselventile, von denen eines in der Heiß- und eines in der Kaltwasserzuleitung
angeordnet ist, gegensinnig zueinander verstellt, einem das Mischungsverhältnis
mittels eines Thermostaten auf eine vorbestimmte Maximaltemperatur einregelnden
Ventils und einem von außen her manuell zu betätigenden Temperaturregelventil, durch
welches dem Gemisch zusätzlich Kaltwasser zuführbar ist, wobei der Thermostat und
die Betätigungselemente des Temperaturregelventils im Gehäuseoberteil angeordnet
sind.
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Mit diesem bekannten Mischventil ist es möglich, ein Wassergemisch
mit einer vorbestimmten Maximaltemperatur zu erhalten, dem dann wahlweise durch
ein von außen her manuell betätigtes Temperaturregelventil Kaltwasser zugesetzt
wird. Verbrühungen, wie sie bei den sonst üblichen Mischventilen leicht auftreten
können, werden mit dieser Ventilanordnung mit Sicherheit vermieden.
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Das bekannte Ventil, von dem die Erfindung ausgeht, ist im Aufbau
außerordentlich aufwendig, in der Fertigung kostspielig und im Betrieb störanfällig,
weil das vom Thermostat gesteuerte Ventil zwei Querschnitte gegensinnig drosselt
und als Hülse ausgebildet ist, die in der Mitte eine Wand durchsetzt und an dieser
Stelle klemmen kann, mindestens aber eine Reibung verursacht. So werden z. B. zum
Mischen der beiden Medien zwei Ventile benötigt, während erfindungsgemäß hierfür
nur ein Ventil benötigt werden soll. Auch soll nach der Erfindung ein wesentlich
einfacherer Aufbau erreicht werden, der eine leichte Zugänglichkeit zu den inneren
Teilen und einen wesentlich leichteren Zusammenbau gestattet. Das Innere des Mischventils
soll, ohne irgendeine der Leitungen abbauen zu müssen, freigelegt werden, können,
um gegebenenfalls schadhaft gewordene Teile ohne große Schwierigkeiten austauschen
zu können.
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Zur Lösung dieser Aufgabe besteht die Erfindung darin, daß der Sitz
sowohl des thermostatischen Ventils, das den Zutritt von Kaltwasser zur Mischkammer
steuert, als auch der Sitz des von Hand betätigten Ventils in der Trennebene des
Gehäuses angeordnet sind und in dieser Trennebene auch die Membran liegt, die die
beiden sich gegensinnig bewegenden Ventile im Kalt- und Heißwasserzulauf steuert
und einerseits vom Druck im Heißwasserstrom, andererseits vom Druck im Kaltwasserstrom
beaufschlagt ist und einen vorbestimmten überdruck im Kaltwasserstrom aufrechterhält.
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Weiter besteht die Erfindung darin, daß die Steuerinembran gleichzeitig
die Trennebene zwischen den beiden Gehäuseteilen abdichtet.
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Gemäß der Erfindung sind dabei in der einen Gehäusehälfte die Verschlußstücke
und in der anderen Hälfte der Thermostat und der Antrieb der Handbetätigung angeordnet.
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Vorzugsweise sind alle Ventile als Kugelventile ausgebildet und durch
Federkraft in Richtung auf ihren Sitz vorgespannt.
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Weiterhin sind gemäß der Erfindung sämtliche Leitungsanschlüsse am
Gehäuseunterteil angeordnet, wobei der Heißwasseranschluß über einen die Trennebene
durchsetzenden Kanal mit einem vor dem Drosselventil des Heißwasserzuflusses liegenden
Raum im Gehäuseoberteil verbunden ist, während der Mischwasserraum im Gehäuseoberteil
über einen die Trennebene durchsetzenden Kanal mit einem Raum im Gehäuseunterteil
verbunden ist, der gegenüber dem Kaltwasserraum abgetrennt ist und in den der Gemischwasseranschluß
mündet.
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Weitere Eigenschaften und Vorteile der Erfindung gehen aus der Beschreibung
eines Ausführungsbeispiels
in Verbindung mit der Zeichnung hervor.
Es zeigt Fig. 1 eine Draufsicht auf ein teihnontiertes erfindungsgemäßes
Mischventil und . -Fig. 2 eine von vorn gesehene Schnittansicht des zusammengebauten
Mischventils der Fig. 1.
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Bevor die vorliegende Erfindung im einzelnen erläutert wird, sei noch
darauf hingewiesen, daß ihre Anwendung nicht auf Einzelheiten der Konstruktion und
der Anordnung, wie sie die Zeichnung zeigt, beschränkt ist, da die Erfindung auch
in anderer Weise ausgeführt werden und zur Anwendung kommen kann. Ferner versteht
es sich, daß die hier verwendete Phraseologie und Terminologie nur der Beschreibung,
nicht aber der Begrenzung dient.
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Nachfolgend wird an Hand der Zeichnungen eine ausführlichere Beschreibung
der Erfindung gegeben. Das zusammengebaute Ventil weist zwei zusammengehörige Gehäuseteile
10 und 11 auf, die einander gegenüberliegen und an ihrer Trennebene
miteinander verbunden werden. Der obere Gehäuseteil 10,
welcher einen von
außen verstellbaren Regler aufweist der als von außen verstellbare Ventilspinde112
dargestellt ist, ist an dem unteren Gehäuseteil 11 mit Hilfe von neun Schraubbolzen
13, welche durch die Dichtung 14 hindurchgehen, befestigt. Der untere Gehäuseteil
11 enthält den für das heiße Strömungsmittel vorgesehenen Einlaß
15, den für das kalte Strömungsmittel vorgesehenen Einlaß 16 und den
für das Strömungsmittelgemisch vorgesehenen Auslaß 17. Ein- und Auslässe
befinden sich in einer gemeinsamen Ebene außerhalb des Außenrandes des oberen Gehäuseteiles
10. Der für das heiße Strömungsmittel vorgesehene g Einlaß 15 ist axial auf
den für das kalte Strömungsmittel vorgesehenen Einlaß 16 ausgerichtet. Obwohl
es möglich ist, den für das heiße Strömungsmittel vorgesehenen Einlaß
15 im oberen Gehäuseteil 10 anzuordnen, ist es doch vorzuziehen, die
beiden Einlässe 15 und 16 und den Auslaß 17 in einem gemeinsamen
Gehäuseteil anzuordnen. Bei der bevorzu,o ,ten Anordnung läßt sich das Mischventil
einfacher bezüglich seiner innenliegenden Teile reparieren. Es kann dann bei der
Ausführungsform gemäß Fig. 1
und 2 der obere Gehäuseteil 10 von dem
unteren Gehäuseteil 11 abgenommen werden, ohne hierzu irgendwelche mit den
Einlässen 15 und 16 oder dem Auslaß 17 verbundene Rohrleitungen
(nicht dargestellt) lösen zu müssen. Es ist somit nur erforderlich, die neun Schraubbolzen
13 zu entfernen. Auf diese Weise können sämtliche inneren Bauelemente des
oberen Gehäuseteiles 10 oder des unteren Gehäuseteiles 11 sehr leicht
zum Austausch, zur Reinigung oder Reparatur erreicht werden. Des weiteren ermöglicht
die Anbringung sämtlicher drei Anschlüsse in dem unteren Gehäuseteil
11, wenn das Mischventil zum Mischen von heißem und kaltem Wasser, beispielsweise
im Brausebad verwendet wird, -eine sehr einfache Installation und auch eine bequeme
Reparatur, da sich die Anschlüsse an der Rückseite verstecken lassen und trotzdem
das Ventil noch von außen repariert werden kann. Auch erfordert die Anordnung der
Anschlüsse in einer gemeinsamen Ebene nur ein Minimum an Raum zur Unterbringung
der Wasserleitungen.
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In der Fig. 2 ist die von außen einstellbare Ventilbetätigun 'üsvorrichiun»"r,
12 im oberen Gehäuseteil 10
als manuell verstellbare Schraubspindel dargestellt,
welche durch den Handgriff 18 gedreht werden kann, um den Stößel
19 zu verschieben und mit diesem das Kugelventil 20 zu bedienen, wie dies
nachfolgend noch näher erläutert wird.
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In der Trennebene zwischen den zwei Gehäuseteilen befindet sich eine
schwimmend gelagerte Meinbran 21. An den gegenüberliegenden Seiten der schwimmend
gelagerten Membran 21 sind Stößel 22 und 23 angebracht, welche mit
zwei sich diametral --egenüberliegenden Kugelventilen 24 bzw. 25 zusammenarbeiten.
Die Ventile 24 und 25 sind in einer Kammer 26 des oberen Gehäuseteiles
10, die das heiße Strömungsmittel empfängt, bzw. in einer Kammer
27 des unteren Gehäuseteiles 11, die das kalte Strömungsmittel empfängt,
angeordnet. Wie nachfolgend noch ausführlicher erläutert, spricht diese schwimmende
Membran 21 auf Änderungen des Druckverhältnisses zwischen dem heißen Strömungsmittel
und dem kalten Strömungsmittel an, um sehr schnell relativ plötzlich auftretende
Änderungen des Druckverhältnisses zu kompensieren, damit eine gleichfönnige eingeregelte
Strömungsmittelmischtemperatur am Auslaß 17 erhalten wird. Die schwimmende
Membran 21, die von einem flexiblen Teil der Dichtung 14 gebildet wird, ist auf
beiden Seiten mit zwei nach außen geöffneten schalenartigen Abstützungen
28 und 29 verstärkt. Der flexible Teil der Dichtung 14 und die Abstützungen
28 und 29 sind aneinander mit Hilfe des mit einem Gewinde versehenen
Abschnittes des Stößels 22 befestigt, welcher durch drei Bauteile hindurchragt und
in ein Muttergewinde des Stößels 23 hineingeschraubt ist. Bei dieser Anordnung
kann die Länge der Stößel 22 und 23 leicht nachgestellt werden. Es ist günstiger,
die Stößel 22 und 23 mit rechteckigem Querschnitt auszubilden als mit einem
kreisförmigen Querschnitt, da die Stößel im ersteren Falle beim Zusammen- oder Auseinanderschrauben
leichter erfaßt werden können. Zwischen den Stößeln und den Kanälen, durch die,
sie hindurchragen, befindet sich ein ausreichendes Spiel, welches ein Festklemmen
der Bauelemente verhindert.
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Die Dichtung 14 kann aus einem beliebigen flexiblen Werkstoff bestehen,
welcher nicht durch die Strömungsmittel geschädigt wird. Wie die Fig. 2 zeigt, kann
dieDichtung sich über die gesamte Trennebene zwischen den Gehäuseteilen erstrecken,
um diese abzudichten. Andererseits kann sich die Dichtung 14 aber auch um den Umfang
beider Gehäuseöffnungen erstrecken, welche die Membrananordnung 21 aufnehmen sollen.
In diesem letzteren Falle wird eine zweite Dichtung benötigt, um den übrigen Teil
der Trennebene zwischen zwei Gehäuseabschnitten 10 und 11 abzudichten.
In beiden Fällen sorgt der flexible Teil der Dichtung aber für eine begrenzt bewegliche
Trennwand zwischen den zwei zu vermischenden Strömungsmitteln, welche in Abhängigkeit
von Änderungen des Druckverhältnisses zwischen den Strömungsmitteln an entgegengesetzten
Seiten der Membran zum Schwingen kommt, so daß die Stößel 22 und 23 die ihnen
zugeordneten Ventile öffnen oder schließen, um das Durchflußverhältnis der beiden
durch die Membran getrennten Strömungsmittel zu steuern.
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In einer Kammer 31 des oberen Gehäuseteiles
10,
welche zur Mischung des heißen und kalten Strömungsmittels dient, befindet
sich in einer strahlenartig ausgebildeten Halterung 8 ein Thermostat
30.
-Däs',#--Kölbenende dieses Thermostaten 30 ragt Über die Trennebene
der Gehäuseteile hinaus, um in Ab-
hängigkeit von einer zuvor
festgelegten maximalen Auslaßtemperatur des Strömungsmittelgemisches ein Kugelventil
32 zu betätigen, welches in der dem kalten Strömungsmittel zugeordnetenKammer27
im unteren Gehäuseteil 11 angeordnet ist, um den Durchfluß des kalten Strömungsmittels
durch das Kugelventil32 in die Strömungsmittelmischkammer 31 zu steuern.
Der Thermostat 30 ist vorzugsweise so ausgebildet, daß er ein temperaturempfindliches
verforrnbares Medium (nicht dargestellt) enthält, welches in einem Gehäuse des Thermostaten
30 gelagert ist und auf einen verformbaren Körper (nicht dargestellt) so
einwirkt, daß das Kolbenende des Thermostaten in axialer Richtung verschoben wird.
Den inneren Aufbau eines solchen Thermostaten zeigt ausführlicher die USA.-Patentschrift
2 636 886. Die Arbeitsweise dieses Thermostaten 30 wird nachfolgend
noch ausführlicher beschrieben.
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über die Trennebene der Gehäuseteile hinweg arbeitet der manuell bedienbare
Regler, der als von außen einstellbare Ventilspindel 12 dargestellt ist, deren Stößel
19 über die Trennebene hinwegragt und in übereinstimmung mit einer gewünschten
minimalen Auslaßtemperatur des Strömungsmittelgemisches manuell oder mechanisch
verstellt oder verdreht werden kann. Der Stößel 19 betätigt das Kugelventil
20, welches ebenfalls in der dem kalten Strömungsmittel zugeordneten Kammer
27 angeordnet ist, um den Durchfluß des kalten Strömungsmittels durch das
Kugelventil 20 zur Strömungsmittelmischkammer 31 zu steuern.
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Zusätzlich zum Einlaß 15 im unteren Gehäuseteil 11 ist
für das heiße Strömungsmittel eine Kammer angeordnet, die nicht im einzelnen in
den Zeichnungen dargestellt ist und zur Aufnahme des eintretenden heißen Strömungsmittels
dient. Diese Kammer ist an der Trennebene zwischen den zwei Gehäuseteilen geöffnet
und steht mit der dem heißen Strömungsmittel zugeordneten Kammer 26 und dem
Kanal 33 in Verbindung.
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Die dem kalten Strömungsmittel zugeordnete Kammer27 im unteren Gehäuseteilll
empfängt über den Einlaß 16 das kalte Strömungsmittel. Die Kammer
27 weist in der Trennebene zwischen den zwei Gehäuseteilen drei Öffnungen
auf, vor denen jede zur Aufnahme eines Kugelventilsitzes dient. Die eine Öffnung
mit dem Kugelventilsitz 34 nimmt den mit der schwimmenden Membran 21 verbundenen
Stößel 23 auf. Die Ventilkugel 25 wird beispielsweise mit einer Feder
35 auf den Ventilsitz 34 der dem kalten Strömungsmittel zugeordneten Kammer
27 gedrückt und berührt somit unmittelbar den sie betätigenden Stößel
23. Eine weitere Öffnung mit dem Kugelventilsitz 36 innerhalb der
dem kalten Strömungsmittel zugeordneten Kammer 27 nimmt das Kolbenende des
Thermostaten 30 auf, welcher sich über die Trennebene zwischen den zwei Gehäuseabschnitten
hinweg erstreckt. Die Ventilkugeln 32, welche in unmittelbarer Berührung
mit dem sie betätigenden Kolben des Thermostaten 30 steht, wird beispielsweise
mit der dargestellten Feder 37 gegen den Ventilsitz 36 der dem kalten
Strömungsmittel zugeordneten Kammer 27 gedrückt. Die dritte Öffnung mit dem
Kugelventilsitz 38 nimmt den Stößel 19 auf, welcher sich über die
Trennebene zwischen den zwei Gehäuseabschnitten erstreckt. Die Ventilkugel 20, welche
unmittelbar den sie betätigenden, von außen verstellbaren Stößel 19 berührt,
wird federnd, beispielsweise mit der dargestellten Feder 39,- gegen den Kugelventilsitz
38 gedrückt.
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Die für das Strömungsmittelgemisch vorgesehene Kammer 40 und der mit
dieser verbundene Auslaß 17 sind von der für das kalte Strömungsmittel vorgesehenen
Kammer 27 getrennt. In der Trennebene der beiden Gehäuseabschnitte ist die
Kammer 40 geöffnet und steht dort unmittelbar mit der Mischkammer 31 des
oberen Gehäuseteiles 10 in Verbindung. In dem oberen Gehäuseteil 10 ist die
für das heiße Strömungsmittel vorgesehene Kammer26, welche das eintretende heiße
Strömungsmittel aus dem Einlaß 15 empfängt, mit einer nicht dargestellten
inneren Öffnung versehen, die mit dem Kanal 33, welcher zum unteren Gehäuseteil
11 fährt, in Verbindung steht. Insgesamt gesehen sind die für das heiße Strömungsmittel
im unteren Gehäuseteil 11 vorgesehene Kammer (nicht dargestellt), der Kanal
33 und die für das heiße Strömungsmittel im oberen Gehäuseteil
10 vorgesehene Kammer 26 zu einem gemeinsamen Raum vereinigt, dem
das heiße Strömungsmittel aus dem Einlaß 15 zugeführt wird. In der Trennebene
zwischen den Gehäuseteilen weist die für das heiße Strömungsmittel vorgesehene Kammer
26 eine mit Kugelventilsitz 41 versehene Öffnung auf, in welche der mit der
schwimmenden Membran 21 verbundene Stößel 22 hineinragt. Die Ventilkugel 24 berührt
unmittelbar den Betätigungsstößel 22 und wird federnd mit der Schraubenfeder 42
gegen den Ventilsitz 41 gedrückt. Die Öffnung und der Ventilsitz 41 im oberen Gehäuseteil
sind so angeordnet, daß sie der Öffnung und dem Ventilsitz 34 des unteren Gehäuseteiles
11 genau gegenüberliegen, so daß im Betriebe die schwimmende Membran 21 eine
begrenzt bewegliche Trennwand bildet, welche physikalisch das kalte Strömungsmittel
im unteren Gehäuseteil 11 von dem heißen Strömungsmittel in dem oberen Gehäuseteil
10 trennt.
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Die Mischkammer 31, welche von der das heiße Strömungsmittel
enthaltenden Kammer 26 teilweise abgetrennt ist, weist in der Trennebene
zwischen den beiden Gehäuseteilen drei öffnungen auf. Die eine Öffnung liegt unmittelbar
der Öffnung und dem Ventilsitz 36 in der dem kalten Strömungsmittel zugeordneten
Kammer 27 gegenüber. Der temperaturempfindliche Thermostatenkolben
30 ragt durch diese öffnung über die Trennebene hinweg und beaufschlag ,t
unmittelbar das Kugelventil 32 in der dem kalten Strömungsmittel zugeordneten
Kammer 27.
Eine weitere öffnung steht mit der Öffnung und dem Ventilsitz
38 in der dem kalten Strömungsmittel zugeordneten Kammer 27 in Verbindung
und ist genau gegenüberliegend angeordnet. Durch diese Öffnung über die Trennebene
hinweg ragt der Stößel 19 der von außen verstellbaren Ventilspindel 12, welche
unmittelbar das Kugelventil 20 beaufschlagt. Die dritte Öffnung befindet sich unmittelbar
der für das Strömungsmittelgemisch vorgesehenen Kammer 40 gegenüber.
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Im oberen Gehäuseteil 10 ist ferner in der Außenwand,
d. h. nicht in der Trennebene, eine Öffnung 43 vorgesehen, welche dazu dient,
die verstellbare Ventilbetätigungsspindel 12 aufzunehmen. Diese Öffnung 43 ist auf
die Öffnung der Trennebene ausgerichtet, welche den Stößel 19 der verstellbaren
Ventilspindel 1-2 aufnimmt, die über die Trennebene hinwegragt und unmittelbar das
in der dem kalten Strömungsmittel
zugeordneten Kammer
27 angeordnete Kugelventil 20 beaufschlagt.
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Bei Verwendung des erfindungsgemäßen Mischventils werden die dem heißen
und dem kalten Strömungsmittel zugeordneten Einlässe15 und 16 mit heißes
bzw. kaltes Strömungsmittel führenden Leitun-,en verbunden. Der für das Strömungsmittel
vorgesehene Auslaß 17 ist normalerweise mit einem Ab-
sperrventil verbunden,
das dazu dient, die abströge einzuregeln. Wird das Ventil als mdnde Meng Mischventil
für eine Duschanlage verwendet, kann es erwünscht sein, die Einlässe und den Auslaß
in gleicher Ebene in dem unteren Gehäuseteil 11 anzuordnen. Des weiteren
können auch bei dem vorerwähnten Anwendungszweck an den Einlässen Ab-
sperrventile
vorgesehen sein,- die zu einer weiteren Regelung des Durchflusses dienen.
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Für den Betrieb der schwimmenden Membran 21 ist es vorzuziehen, die
Federung 42 so auszubilden, daß sie normalerweise ihr Ventil 24 mit größerer Kraft
beaufschlagt als die Federung 35 das dort zugeordnete Ventil 25. Ein
Grund für diese Dimensionierung liegt darin, daß bei einer unerwarteten Unterbrechunc,
der Kaltwasserzufuhr zum Einlaß 16 oder einer sonstigen Unterbrechung das
Mischventil über den Auslaß kein siedend heißes Wasser abgeben soll, um jemanden
zu verletzen, wenn das erfindungsgemäße Ventil als Mischventil für eine Duschanlage
oder eine ähnliche Strömungsmittelverteilungsanlage verwendet wird.
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Wenn der Auslaß 17 geöffnet ist und einen Durchfluß durch das
Mischventil ermöglicht und Ströme von heißen und kalten Strömungsmitteln an den
entsprechenden Einlässen 15 und 16 mit im wesentlichen gleichförmigen
Drücken zugeführt werden, ist die Differenzkraft zwischen den Federn 35 und
42 bestrebt, die Membran 21 in Richtung der dem kalten Strömungsmittel zugeordneten
Kammer 26 zu bewegen. Durch diese Bewegung drückt der Stößel 23
das
Kugelventil 25 von seinem Sitz 34 fort und in die dem kalten Strömungsmittel
zugeordnete Kammer 27'
hinein. Durch diese Betätigung kann das kalte Strömungsmittel
die Kammer 27' verlassen und über die Ventilöffnung in die Kammer
27 eintreten. Die Bewegung des Kugelventils 25 vom Ventilsitz 34 fort
ist von einer entsprechenden Bewegung des Kugelventils 24 zu seinem Ventilsitz 41
hin begleitet, so daß der Durchstrom heißen Strömungsmittels durch den Kanal
33 gedrosselt wird und sich in der Kammer 31 der Druck des heißen
Strömungsmittels vermindert. Die Differenzkraft zwischen den Federn 35
und
42 bedingt, daß der Druck in der Kammer 3-1
etwas geringer wird als der Druck
in der Kammer 27.
Der Druck in der Kammer 31 kann beispielsweise
0,7 Atm. und der Druck in der Kammer 211,2 Atm. betragen. Durch diese Druckdifferenz
kann das kalte Strömungsmittel aus der Kammer 27 in die Kammer
31 hineinfließen, wenn die Strömungsmitteltemperatur in der Kammer 31 so
groß wird, daß der Thermostat 30 das Kugelventil 32 öffnet. Ohne diese
Druckdifferenz könnte im wesentlichen bei geöffnetem Kugelventil 32 kein
Zustrom von kaltem Strömungsmittel aus der Kammer 27 zur Kammer
31 erfolgen.
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Das erflndungsgemäße Ventil ist mit einer von außen schnell bedienbaren
Verstellvorrichtung 12 versehen, mit der eine Strömungsmittehnischtemperatur unterhalb
einer vorgegebenen Maximaltemperatur ausgewählt werden kann, die automatisch vom
Thermostaten 30 aufrechterhalten wird. Durch eine Verdrehung des manuell
einstellbaren Handgriffes 18
kann bei dem Ventil der Fig. 2 die Ventilspindel
12 so bewegt werden, daß deren Stößel 19 das Kugelventil 20 von der Sitzfläche
38 abhebt. Wenn dies geschieht, fließt durch die zusätzliche Ventilöffnung
eine größere Menge des in der Kammer 27 enthaltenen kalten Strömungsmittels
in die Mischkammer 31
hinein, um das heiße Strömungsmittel weiter abzukühlen
und ein Strömungsmittelgemisch zu erhalten, dessenMinimaltemperatur tiefer als die
vomThennostatenkolben eingeregelte Maximaltemperatur, aber höher als die Temperatur
des zugeführten kalten Strömungsmittels liegt.
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Wie zuvor angedeutet, läßt sich die am Abfluß 17
abströmende
Menge der gemischten Strömungsmittel mit einem nachgeschalteten Absperrventil einregeln.
Die Menge des Strömungsmittelgemisches läßt sich aber auch mit Ventilen einregeln,
die in den zu den Einlässen 15 und 16 führenden Leitungen angeordnet
sind. Unabhängig von der Art der Mengeneinregelung des Strömungsmittelgemisches
stellt sich an den Ventilsitzen 34 und 41 bei großen Strömungsmittelmischmengen
ein großer und bei kleinen Strömungsmittelmischmengen ein kleiner Druckabfall ein.
Somit nähert sich der Strömungsmittelfluß am Abfluß 17 bei gedrosselten Drücken
dem Wert Null. Bei »gedrosseltem Druck« wird die Differenzkraft zwischen den Federn
35 und 42 relativ groß im Vergleich mit normalen Strömungsmitteldrücken,
d. h., die Federn wirken stärker auf die Stellung der Ventile 24 und
25 als die Strömungsmitteldrücke. Im Ergebnis stellt sich heraus, daß bei
jeder vorgegebenen »Temperatureinstellung« am Handgriff 18 das Ventil
25 für das kalte Strömungsmittel länger offenbleibt, als wenn es mit stärkerem
Durchfluß betrieben wird, und daß die Strömungsmittelmischtemperatur bei beliebiger
Temperatureinstellung am Handgriff 18 bei einem geringen Durchfluß kleiner
wird als bei großem Durchffuß. Um diese unerwünschten Temperaturschwankungen zu
korrigieren, wird erfindungsgemäß vorgeschlagen, eine relativ steife Feder 42 zu
verwenden, d. h. eine Feder, die im ausgestreckten Zustand relativ kleine
und im zusammengedrückten Zustand relativ große Kräfte erzeugt. Vorzugsweise wird
die Differenz der Federkräfte zu Null, wenn der Zustrom des heißen Strömungsmittels
aufhört, während die Federkraftdifferenz bei maximalem Zustrom des heißen Strömungsmittels
gleich 3,5 kg wird.
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Diese Änderung der Federkraftdifferenz (d. h. eine größere
Federkraftdifferenz bei großem Durchfluß und eine geringere Federkraftdifferenz
bei geringem Durchfluß) führt zu einer Verminderung von Temperaturfehlern, die sich
in dem Bereich verschiedener Durchflußmengen bezüglich des Verhältnisses Durchfluß
zu Federkraft ergeben. Letztlich ergibt sich, daß die Strömungsmittelgemischtemperaturen
für jede vorgegebene Temperatureinstellung des Handgriffes 18 bei größeren
Strömungen die gleichen sind wie die bei geringem Durchfluß.
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Es ist noch zu erwähnen, daß das Ventil 25 auch anders als
mit einer Feder 35 gegen den Stößel 23
bewegt werden kann und daß sich
die Stärke der Feder 42 verändern läßt, um die gewünschte »druckveränderliche« Betätigungskraft
an den Ventilkörpern 24 und 25 zu erzielen, d. h. daß an Stelle der
zwei Federn 35 und 42 auch eine einzige Feder verwendet werden kann.