DE1113755B - Elektrolytkondensator - Google Patents
ElektrolytkondensatorInfo
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Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
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Description
ESTERNAT.KL. H 01 g
DEUTSCHES
PATENTAMT
BEKANNTMACHUNG
DER ANMELDUNG
UND AUSGABE DER
AUSLEGESCHRIFT: 14. SEPTEMBER 1961
Die Erfindung bezieht sich auf Elektrolytkondensatoren, und zwar vor allem auf solche, bei denen als
Elektrolyt Schwefelsäure oder ähnliche Chemikalien benutzt werden, die ein starkes Bestreben haben,
längs Oberflächen zu kriechen.
Durch die bei Betrieb entstehende Wärme wird dieses Bestreben noch weiter unterstützt, da diese
Wärme dazu führt, daß die als Elektrolyt benutzte Säure chemisch stärker aktiv wird und sich der Druck
innerhalb des abgedichteten Kondensators steigert, wodurch die Kriechneigung noch verstärkt wird. Ein
hermetisches Abdichten derartiger elektrolytischer Bauelemente bereitet daher große Schwierigkeiten,
die insbesondere bei Verwendung zu militärischen Zwecken oder in der Luftfahrt ins Gewicht fallen,
wo die Elemente im allgemeinen extremen Temperaturen standhalten müssen, die von etwa — 60° C bis
zu etwa 85° C und darüber reichen und oft innerhalb weniger Minuten oder Stunden wechseln.
Elektrolytkondensatoren sind in vielfältigen Formen bekannt. Diese weisen im allgemeinen ein die
eine Elektrode bildendes und die Elektrolytflüssigkeit enthaltendes zylindrisches Gehäuse aus ziehbarem
Metall auf, das an einer Stirnseite offen ist. Zwischen einer Schulter in dem Gehäuse und dem umgebördelten
Rand ist eine Unterstützung für die andere Elektrode isoliert und dicht eingeklemmt. Zu diesem
Zweck ist es bekannt, die zweite Elektrode durch einen Abschlußdeckel für das Gehäuse hindurchzuführen,
der aus einer Scheibe aus nachgiebigem Material und zwei diese außen und innen abdeckenden
festen Plastikscheiben besteht. Um den Deckel zwischen der Gehäuseschulter und dem eingebördelten
Gehäuserand abzudichten, dient eine den Rand des Deckels von beiden Seiten her umgreifende elastische
Dichtung aus Gummi. Um Leckverluste entlang der durch den Deckel herausgeführten Elektrodenzuleitung
zu vermeiden, hat man die Zuleitung bereits um den Rand einer Deckelscheibe aus Hartgummi
od. dgl. herumgeführt, der wieder mit einer den Rand der Scheibe umgreifenden Gummidichtung zwischen
Gehäuseschulter und Bördelrand eingeklemmt ist.
Die durch die Herausführung der zweiten Elektrode auftretenden Abdichtungsprobleme sind bei
anderen Elektrolytkondensatoren vermieden. Bei diesen Kondensatoren, bei denen das Gehäuse beispielsweise
aus Tantal oder Silber und die Anode aus einem Sinterkörper, beispielsweise aus Tantal bestehen
können, ist die Anode unmittelbar an eine Metallplatte angeschweißt oder angesintert, die auf
ihrer Außenseite den Anodenanschluß trägt. Die Metallscheibe ist wiederum mittels einer den Rand
Elektrolytkondensator
Anmelder:
Fansteel Metallurgical Corporation, North Chicago, IU. (V. St. A.)
Vertreter: Dr.-Ing. F. Wuesthoff, Dipl.-Ing. G. Puls
und Dipl.-Chem. Dr. rer. nat. E. Frhr. v. Pechmann, Patentanwälte, München 9, Schweigerstr. 2
Oliver Samuel Aikman, Libertyville, 111. (V. St. A.),
ist als Erfinder genannt worden
der Scheibe von beiden Seiten umfassenden elastischen Dichtung zwischen Gehäuseschulter und
Bördelrand eingesetzt. Die Verbindung der Anode nach außen erfolgt also unmittelbar über die das
Gehäuse abschließende Metallscheibe, die nach außen noch durch eine Isolierscheibe abgedeckt sein kann.
Die Praxis hat jedoch gezeigt, daß mit einem einheitlichen Dichtkörper, der den Rand der MetaUscheibe
von beiden Seiten umgreift, eine zuverlässige und hermetische Abdichtung gegen Leckverluste des
Elektrolyten nicht erreicht werden kann, insbesondere dann nicht, wenn der Kondensator den obenerwähnten
erschwerenden Bedingungen ausgesetzt ist. Da es sich bei diesen elektrolytischen Bauelementen im aU-gemeinen
um Elemente von geringen Abmessungen mit einer nur geringen Menge an Elektrolytflüssigkeit
handelt, rufen bereits geringe Leckverluste eine merkliche Änderung der elektrischen Eigenschaften des
Bauelements hervor.
Um die Leckverluste entlang der elastischen Abdichtung zu verringern, ist bereits eine besondere
Formgebung und Befestigungsart für den Dichtkörper bekanntgeworden. Bei dieser bekannten Anordnung
handelt es sich um eine PrimärzeUe, bei der die auf der Innenseite der Metallscheibe liegende Lippe des
den Rand der Scheibe voUständig umfassenden elastischen Dichtkörpers an einem zentralen Ansatz
der Scheibe durch eine Art Nietvorgang festgelegt ist.
Eine solche Maßnahme mag bei einer PrimärzeUe, die im allgemeinen unter überwachten, gleichbleibenden
Verhältnissen aufbewahrt wird, zu den gewünsch-
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ten Ergebnissen führen. Bei Elektrolytkondensatoren, die häufig wesentlich kleinere Abmessungen besitzen
und extremen Änderungen der Umgebungsverhältnisse ausgesetzt sind, wird auch mit dieser bekannten
Maßnahme keine hermetische Abdichtung erzielt.
Es ist Aufgabe der Erfindung, einen Elektrolytkondensator zu schaffen, der auch unter extremen
Bedingungen und über eine lange Betriebsdauer vollständig abgedichtet ist und bei dem eine Änderung
der elektrischen Eigenschaften durch Leckverluste praktisch vollständig vermieden ist. Diese Aufgabe
wird gemäß der Erfindung dadurch gelöst, daß die Dichtung aus zwei ringförmigen Scheiben verschiedenen
Materials besteht, wobei die innere Scheibe aus einem gegenüber dem Elektrolyten widerstandsfähigen
Stoff besteht, und daß das umgebördelte Gehäuseende toroidförmig eingerollt ist.
Die Erfindung bietet gegenüber den bekannten Elektrolytkondensatoren mit umgebördeltem Rand
durch den toroidförmig eingerollten Rand eine wesentlich größere Anpreßkraft für die zwischen dem
Rand und der Gehäuseschulter eingeklemmten Teile. Vor allem aber schafft sie die Möglichkeit, den dem
Elektrolyten ausgesetzten Dichtungsring aus einem gegenüber der Wirkung des Elektrolyten völlig inerten
Material und den außenliegenden Dichtungsring aus einem Material mit besonders guten Dichtungseigenschaften
herzustellen. Der innenliegende Dichtungsring schützt dabei den außenliegenden Dichtungsring
vor der Einwirkung des Elektrolyten, so daß bei der Wahl des Materials für den außenliegenden Dichtungsring
auf die Art und Wirkung des Elektrolyten keine Rücksicht genommen zu werden braucht. Auf
Grund dieser Maßnahmen beruht offenbar die Tatsache, daß die Anordnung gemäß der Erfindung eine
den bekannten Anordnungen erheblich überlegene Dichtungswirkung auch über lange Betriebszeiten
aufweist. Die Erfindung ist besonders in den Fällen von Vorteil, in denen Kondensatoren mit sehr kleinen
Abmessungen erlangt werden, deren zuverlässige Abdichtung bisher besonders große Schwierigkeiten bereitete.
Die Erfindung wird an Hand schematischer Zeichnungen an mehreren Ausführungsbeispielen näher erläutert.
Fig. 1 ist eine Seitenansicht eines Elektrolytkondensators mit einer Ausbildungsform der erfindungsgemäßen
Abdichtung;
Fig. 2 zeigt den Kondensator nach Fig. 1 im Grundriß;
Fig. 3 ist ein in größerem Maßstab gezeichneter Längsschnitt, der die Konstruktion des Elektrolytkondensators
nach Fig. 1 erkennen läßt;
Fig. 4 ähnelt Fig. 3, zeigt jedoch ein anderes Ausführungsbeispiel;
Fig. 5 ähnelt ebenfalls Fig. 3, zeigt jedoch ein weiteres abgeändertes Ausführungsbeispiel.
Die Fig. 1 bis 3 zeigen einen Elektrolytkondensator, bei dem mindestens ein Pol aus Tantal besteht
und der im Hinblick auf seine Abmessungen eine große Kapazität aufweist. Dieser Kondensator besitzt
ein Gehäuse bzw. eine topfförmige Hülse 9. Dieses Gehäuse besteht aus Metall, vorzugsweise aus
einem geschmeidigen Metall, das sich leicht ziehen läßt, ζ. B. Silber oder Tantal oder Silber, das auf der
Innenseite mit einem Überzug aus Tantal versehen ist. Silber erweist sich als besonders zweckmäßig,
denn bei seiner Verwendung als Kathodenmaterial neigt es nicht zur Bildung eines Films, und es reagiert
auch nicht chemisch mit dem Elektrolyten oder mit geeigneten Dichtungsmaterialien. Ferner besitzt Silber
eine ausgezeichnete Leitfähigkeit für Wärme und Elektrizität, und es ist geschmeidig, so daß es sich
leicht ziehen und bördeln läßt. Wenn für das Gehäuse 9 Tantal verwendet werden muß, kann man das
Tantal auf elektrolytischem Wege auf der Innenfläche eines Gehäuses aus Silber niederschlagen, und man
ίο kann an der Innenseite des Gehäuses zusätzliches
gesintertes Tantalmaterial anbringen, um die Kapazität des Kondensators zu vergrößern.
Das Gehäuse 9 trägt ein Elektrodenaggregat 10. Dieses Aggregat umfaßt eine Scheibe 11 aus Tantal,
einen an der Außenseite der Scheibe 11 angebrachten Stift 12 und einen an der Innenseite der Scheibe 11
befestigten Tragstift 13. Diese Stifte 12 und 13 bestehen vorzugsweise aus Tantal und sind mit der
Scheibe 11 durch Punktschweißung oder auf beliebige andere geeignete Weise verbunden.
An dem Tragstift 13 ist ein Körper 14 aus porösem Tantalmetall angebracht, der mit der Scheibe 11 und
dem Tragstift 13 durch einen Sintervorgang verbunden ist. Dieser poröse Tantalkörper trägt einen Oxydfilm
von außerordentlich geringer Dicke und mit einer hohen Dielektrizitätskonstante. Wenn ein nicht
polarisierter Kondensator hergestellt werden soll, kann man das gleiche poröse Tantalmaterial auf die
Innenfläche des Gehäuses 9 aufbringen, wie es bereits angedeutet wurde. Das Gehäuse 9 enthält ferner den
Elektrolyten 15. Im Falle eines Tantalkondensators, insbesondere bei einem solchen Kondensator, der den
erwähnten extremen Temperaturen standhalten soll, kann als Elektrolyt 4O°/oige Schwefelsäure vorgesehen
sein. Es lassen sich jedoch auch andere Konzentrationen sowie andere Elektrolyten verwenden.
Es ist zweckmäßig, Zuführungen für den Kondensator vorzusehen, so daß man den Kondensator
leicht mit den zugehörigen Leitungen verlöten kann, ohne daß die Gefahr einer Beschädigung des eigentlichen
Kondensators besteht. Dementsprechend können in der dargestelten Weise Zuleitungen 15« und
15 b vorgesehen sein, die mit dem Stift 12 bzw. dem Gehäuse 9 durch Löten, Schweißen oder auf andere
Weise dauerhaft verbunden sind. Diese Zuleitungen bestehen vorzugsweise aus Kupfer und sind von
zweckentsprechender Länge.
Bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 3 ist unterhalb des ringförmigen Randes der Scheibe 11 ein
innerer Dichtungsring 16 vorgesehen, während oberhalb des Randes der Scheibe 11 ein äußerer Dichtungsring
17 angeordnet ist. Vorzugsweise ist an einem der beiden Dichtungsringe eine Aussparung
vorgesehen, deren Tiefe der Dicke des Randes der Scheibe 11 entspricht. Naturgemäß können solche
Aussparungen auch in beiden Dichtungsringen vorgesehen sein. Es ist jedoch einfacher, nur einen der
Dichtungsringe mit einer Aussparung zu versehen, und bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 3 ist
diese Aussparung an der Oberseite des inneren Dichtungsrings 16 vorgesehen.
Der innere Dichtungsring 16 stützt sich an einer nach außen ragenden Schulter 18 des Gehäuses 9 ab.
Dieser innere Dichtungsring steht in unmittelbarer Berührung mit dem Elektrolyten, so daß dieser
Dichtungsring aus einem Material bestehen muß, das innerhalb eines großen Temperaturbereiches stabil ist
und nicht mit dem Elektrolyten reagiert. Als Beispiel
für ein vorzugsweise verwendetes Material sei der synthetische Kunststoff Polytetrafluoräthylen genannt.
Ein weiteres geeignetes Material ist der synthetische Kunststoff Polytrifluorchloräthylen. Auch andere
Materialien, wie polymerisiertes Tetrachloräthylen u. dgl., lassen sich ebenso wie Glimmer u. dgl. verwenden.
Diese Materialien sind verhältnismäßig unelastisch und neigen zum Fließen im kalten Zustand.
Aus diesem Grunde wird für eine erhebliche Nachgiebigkeit des ganzen Dichtungsaggregats gesorgt, indem
man den äußeren Dichtungsring 17 aus einem nachgiebigen Material herstellt, z. B. aus synthetischem
Gummi, beispielsweise dem gummiähnlichen Mischpolymerisat aus Butadien und Acrylnitril
(Buna N) oder dem gummiähnlichen Mischpolymerisat des Butadiens und des Styrols (Buna S), und insbesondere
aus Butylkautschuk.
Die Außenflächen der beiden Dichtungsringe liegen an einem Wandabschnitt 19 des Gehäuses 9 an, der
sich axial von der Schulter 18 weg erstreckt. Dieser Wandabschnitt 19 des Gehäuses erstreckt sich über
die beiden Dichtungsringe hinaus und ist nach innen umgebördelt, um einen hohlen und allgemein toroidförmig
eingerollten Flansch 20 zu bilden. Bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 3 ist das den Flansch
bildende Metall nach innen umgebördelt, und dieser Bördelvorgang wird auf beliebige geeignete Weise,
z. B. mittels eines Werkzeugs geeigneter Form, durchgeführt.
Zwischen dem äußeren Dichtungsring 17 und dem nach innen umgebördelten Flansch 20 liegt eine ringförmige
Scheibe 21 aus Metall, z. B. aus Silber oder Tantal. Diese Scheibe 21 hat die Aufgabe, die durch
den Flansch 20 ausgeübte Druckkraft über die ganze Stirnfläche des Dichtungsrings 17 zu verteilen.
Um eine hohe Lebensdauer der Dichtung zu gewährleisten, versieht man die Scheibe 11 und das
Gehäuse 9 zweckmäßigerweise mit ringförmigen Rippen oder Sicken 23 bzw. 24. Wie aus den Zeichnungen
ersichtlich, befindet sich die Rippe 24 des Gehäuses an der Übergangsstelle zwischen der Seitenwand
des eigentlichen Gehäuses und der Schulter 18. Diese Rippe wölbt sich von der Außenseite des Gehäuses
nach innen, so daß sie sich in den unteren Teil des inneren Dichtungsrings 16 eindrückt. Die
Anordnung der Rippe 24 an dieser Stelle ist besonders günstig, denn in jedem Falle muß das Metall zu
einer abgerundeten Kante gebogen werden, um ein Reißen des Metalls zu verhindern. Die Rippe 24
wirkt somit als Damm, um das im kalten Zustand fließende Material des unteren Teils des inneren
Dichtungsrings 16 zurückzuhalten. Die Rippe 23 ermöglicht eine gewisse Zusammenziehung und Dehnung
der Scheibe 11 bei wechselnden Temperaturen.
Die Rippe 23 ist so ausgebildet, daß sie sich in das Material des inneren Dichtungsrings 16 eindrückt,
und diese Rippe ist vorzugsweise gegenüber der Rippe 24 seitlich versetzt. Somit wird durch die
Aussparung im Oberteil des inneren Dichtungsrings 16, welche den Rand der Scheibe 11 aufnimmt, zusammen
mit den Rippen 23 und 24 ein Fließen des Materials des inneren Dichtungsrings 16 im kalten
Zustand im wesentlichen auf eine Stelle beschränkt, an der die Lebensdauer der Dichtung durch das
Fließen des Materials nur in einem vernachlässigbar kleinen Ausmaß beeinflußt wird. Die beiden Dichtungsringe
besitzen annähernd die gleiche Dicke und sind erheblich dicker als die Scheibe 11. Bei der
fertigen Vorrichtung nach Fig. 3 ist der Flansch 20 derart umgebördelt, daß die beiden Dichtungsringe
unter Druck stehen.
Wenn sich der Temperaturbereich, innerhalb dessen die Dichtung wirksam bleiben muß, von dem
weiter oben erwähnten Temperaturbereich unterscheidet, kann man für den äußeren Dichtungsring
17 auch ein anderes Material verwenden, so daß diese Dichtung ihre Nachgiebigkeit innerhalb des vorgesehenen
Temperaturbereichs behält.
Ferner liegt es auf der Hand, daß man auch die innere Dichtung 16 aus einem anderen Material herstellen
kann, wenn ein anderer Elektrolyt benutzt wird. Die beschriebene Konstruktion hat sich jedoch
für die erwähnten Bedingungen als zweckmäßig erwiesen.
Bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 4 ähnelt die Konstruktion allgemein der in Fig. 3 dargestellten,
jedoch mit der Ausnahme, daß die ringförmige Metallscheibe 21 nach Fig. 3 hier fortgelassen ist und
daß der Flansch 22 nicht so weit nach innen umgebördelt ist wie der Flansch 20 in Fig. 3. Während die
Kante des den Flansch bildenden Metalls in Fig. 3 so weit nach innen gedrückt ist, daß eine sich über einen
erheblichen Winkel erstreckende doppelte Metallschicht vorhanden ist, ist die Kante in Fig. 4 weniger
weit umgebördelt, und die doppelte Metallschicht erstreckt sich über einen verhältnismäßig kleinen
Winkel.
Naturgemäß ist es möglich, den Flansch 20 nach Fig. 3 und den Flansch 22 nach Fig. 4 im wesentlichen
in der gleichen Weise auszubilden und die gewünschte Druckkraft durch geeignete Wahl der Blechstärke
sowie der Abmessungen bzw. der Krümmung des Flansches zu erzielen.
Das Ausführungsbeispiel nach Fig. 5 unterscheidet sich von den Ausführungsbeispielen nach Fig. 3 und 4
durch die Fortlassung der an dem Gehäuse 24 ausgebildeten Rippe. Das Gehäuse 9 besitzt gemäß Fig. 5
einen Flansch bzw. eine nach außen ragende Schulter 25, und das Metall ist an der entstehenden Kante in
der üblichen Weise gebogen. Das Elektrodenaggregat umfaßt hier eine Scheibe 26 und einen Stift 27. Innerhalb
des Gehäuses 9 befindet sich der Elektrolyt 30, bei dem es sich um ein beliebiges, für den Kondensator
geeignetes Material handeln kann.
Der innere Dichtungsring 28, der aus einem beliebigen geeigneten Material bestehen kann, das
gegenüber dem Elektrolyten chemisch träge ist und gleichzeitig nicht die nachteilige Eigenschaft des
Fließens im kalten Zustand aufweist, stützt sich unmittelbar auf der Schulter bzw. dem Flansch 25 ab.
Der innere Dichtungsring 28 kann somit aus dem gleichen Material bestehen wie der innere Dichtungsring
16. Ferner ist ein äußerer Dichtungsring 29 vorgesehen, der aus einem geeigneten nachgiebigen
Material, z. B. Gummi, hergestellt ist und der an seiner Unterseite eine Aussparung zur Aufnahme
der Scheibe 26 aufweist. Die übrigen Teile der abgedichteten Konstruktion, z. B. die ringförmige
Metallscheibe 21 und der Flansch 20, ähneln den entsprechend bezeichneten Teilen der Konstruktion nach
Fig. 3.
Bei den verschiedenen beschriebenen Ausführungsbeispielen besteht die einen Teil des Elektrodenaggregats
bildende Scheibe 11 oder 26 vorzugsweise aus dünnem Blech. Wenn die Vorrichtung Schwingungen
ausgesetzt ist, besitzt die Scheibe 11 bzw. 26 eine aus-
reichende Elastizität, um als Membran zu wirken und so eine erhebliche Schwingungsenergie aufzunehmen
bzw. zu vernichten. In der Praxis richtet sich die Dicke der Scheibe im Hinblick auf ihre Wirkung als
Membran nach dem Durchmesser der Scheibe und der mit ihrem Mittelpunkt starr gekuppelten Masse.
Bei Geräten größerer Abmessungen kann eine solche Schwingungswirkung eine erhebliche Bedeutung annehmen.
In jedem Falle ist der Randabschnitt der Metallscheibe zwischen den beiden Dichtungsringen
hermetisch und nachgiebig eingespannt. Das Gehäuse 9 besitzt somit eine erweiterte Öffnung, die
durch die Abdichtungseinrichtung verschlossen ist. Es sei bemerkt, daß ein Gehäuse mehrere derartige Abdichtungen
aufweisen kann.
Claims (7)
1. Elektrolytischer Kondensator mit einem eine Elektrode bildenden und eine Elektrolytflüssigkeit
enthaltenden zylindrischen Gehäuse aus ziehbarem Metall, das auf der einen Stirnseite eine Öffnung
besitzt, in der zwischen einer schulterartigen Ausweitung des Gehäuses und dem eingebördelten
Gehäuseende der äußere, die Schulter überragende Rand einer die zweite Elektrode tragenden Metallscheibe
mittels einer den Rand von beiden Seiten umfassenden Dichtung isoliert gehaltert ist, da
durch gekennzeichnet, daß die Dichtung aus zwei ringförmigen Scheiben (16, 17 bzw. 28, 29) verschiedenen
Materials besteht, wobei die innere Scheibe (16 bzw. 28) aus einem gegenüber dem
Elektrolyten (15 bzw. 30) widerstandsfähigen Stoff besteht, und daß das umgebördelte Gehäuseende
(20 bzw. 22) toroidförmig eingerollt ist.
2. Elektrolytischer Kondensator nach Anspruch 1, bei welchem der innere Dichtungsring
aus einem Material besteht, das dazu neigt, im kalten Zustand zu fließen, gekennzeichnet durch
in der Schulter (18) und an der Scheibe (11) ausgebildete ringförmige Rippen (23 bzw. 24), die
jeweils im Abstand vom äußeren Rand des inneren Dichtungsringes (16) derart angeordnet sind,
daß sie den Querschnitt des inneren Dichtungsringes in der Nähe seines innen gelegenen Randes
einschnüren.
3. Elektrolytischer Kondensator nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden
Rippen (23, 24) in radialer Richtung ein wenig gegeneinander versetzt angeordnet sind.
4. Elektrolytischer Kondensator nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der
innere Dichtungsring (16) eine Aussparung zur Aufnahme des Randabschnitts der Scheibe (11)
aufweist.
5. Elektrolytischer Kondensator nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der
innere Dichtungsring (16 bzw. 28) aus Polytetrafluoräthylen besteht.
6. Elektrolytischer Kondensator nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der
äußere Dichtungsring (17 bzw. 29) aus synthetischem Gummi besteht.
7. Elektrolytischer Kondensator nach Anspruch 1 bis 6, gekennzeichnet durch eine ringförmige
Druckscheibe (21) aus Metall, die zwischen dem toroidförmigen Flansch (20) und dem
äußeren Dichtungsring (17 bzw. 29) angeordnet ist.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschriften Nr. 857 987, 892 937;
schweizerische Patentschrift Nr. 300 399;
britische Patentschriften Nr. 722789, 729494;
USA.-Patentschriften Nr. 2 243 814, 2 457 810,
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Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 109 688/157 9.61
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEF20197A DE1113755B (de) | 1951-09-29 | 1956-04-30 | Elektrolytkondensator |
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US248899A US2744217A (en) | 1951-09-29 | 1951-09-29 | Electrical apparatus |
| DEF20197A DE1113755B (de) | 1951-09-29 | 1956-04-30 | Elektrolytkondensator |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1113755B true DE1113755B (de) | 1961-09-14 |
Family
ID=25973969
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEF20197A Pending DE1113755B (de) | 1951-09-29 | 1956-04-30 | Elektrolytkondensator |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1113755B (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0065021A1 (de) * | 1981-05-15 | 1982-11-24 | WOCO Franz-Josef Wolf & Co. | Verbundabdeckscheibe und deren Verwendung |
Citations (11)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| GB722789A (de) * | 1900-01-01 | |||
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| DE857987C (de) * | 1951-04-29 | 1952-12-04 | Walter Brandt G M B H | Kondensator |
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| CH300399A (de) * | 1951-06-21 | 1954-07-31 | Standard Telephon & Radio Ag | Verfahren zum Herstellen von elektrischen Geräten mit Metallgehäuse und mindestens einer vom Gehäuse isolierten Polausführung. |
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-
1956
- 1956-04-30 DE DEF20197A patent/DE1113755B/de active Pending
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