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Farbiges Band zum Absperren von Straßen, Plätzen, Baustellen od. dgl.
Die Erfindung bezieht sich auf ein farbiges Band mit an den Enden angeordneten Befestigungsmitteln
zum Absperren von Straßen, Plätzen" Baustellen od. dgl.
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Bei Straßenschildern, Straßensperrschildern, Absperrungsschranken
oder anderen Sperrgeräten wird besonderer Wert darauf gelegt, daß diese durch ihre
Farbe, insbesondere durch die Verwendung sich stark voneinander unterscheidender
Farben, auffällig wirken. In der Regel kommen die Farben Rot und Weiß im Wechsel
zur Anwendung. So weisen beispielsweise Absperrungsschranken,deren Schrankenkörper
durch einen zusammenhängenden Blechstreifen oder einzelne Blechstreifen gebildet
ist, im Wechsel rote und weiße Felder auf. Soweit zur Absperrung, insbesondere auch
zur Längsabsperrung von Baustellen und Bürgersteigen Bänder zur Anwendung gekommen
sind, setzen sich diese Bänder aus Einzelstücken verschiedener Einfärbung, beispielsweise
aus roten und weißen Stücken zusammen. Derartige Bänder sind verhältnismäßig wenig
widerstandsfähig, und es können mit ihnen nur verhältnismäßig kurze Sperrstrecken
überbrückt werden. Die Bänder bleiben obendrein, vor allem, wenn sie nicht besonders
sorgfältig aufgehängt werden, nicht in der vertikalen Lage hängen, sondern legen
sich leicht flach. Auch der Wind kann sie so ungünstig anblasen, daß sie nur als
Strich zu sehen sind. Es ist daher nicht sichergestellt, daß stets eine auffallende
Sichtfläche vorhanden ist.
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Es sind auch bereits Absperrseile aus Kunststoff oder ähnlichem Werkstoff
bekannt, auf welchen in mehr oder weniger weitem Abstand im Wechsel rote und weiße
Fähnchen od. dgl. aufgezogen sind. Das Aufziehen der Fähnchen ist umständlich, und
sie werden leicht auf zu enge Abstände zusammengeschoben, so daß ein Teil des Bandes
von Fähnchen frei ist. Damit geht aber die Sperrwirkung verloren. Hinzu kommt auch
bei diesen Absperrseilen der Nachteil, daß die Fähnchen unter der Wirkung des Windes
in der waagerechten Ebene flattern, so daß nur ein kleiner Teil ihrer Fläche in
der Blickebene sichtbar wird.
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Zur Schaffung eines farbigen Bandes mit an den Enden angeordneten
Befestigungsmitteln zum Absperren von Straßen, Plätzen, Baustellen od. dgl., welches
eine beliebige Breite und eine verhältnismäßig große freie Länge aufweisen kann,
sieht die Erfindung vor, daß die beiden Flächen des Bandes voneinander unterschiedliche
Farben aufweisen, z. B. Weiß und Rot, und daß das Band bei seiner Verwendung als
Absperrmittel um seine Längsachse gleichmäßig schraubenförmig verdreht ist. Das
schraubenförmige Verdrehen des Bandes hat zur Folge, daß seine verschieden eingefärbten
Seiten im Wechsel nach allen Seiten hin sichtbar werden, gleichgültig, in welcher
Ebene der Blick auf die Absperrung gerichtet ist. Die beispielsweise roten und weißen
Flächen wechseln jeweils in gleicher Größe miteinander ab und lenken so die Aufmerksamkeit
einer Person auf sich, die sich der Absperrung nähert.
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Eine vollkommen gleichmäßige schraubenförmige Verdrehung über die
ganze Länge kann nach der Erfindung dadurch gewährleistet sein, daß das Band aus
einer Kunststoffolie besteht oder aus einem stark verdrehbaren Blechband geringer
Dicke hergestellt ist.
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Mit einer Kunststoffolie ist neben hoher Verschleißfestigkeit ein
wirkungsvoller Schutz gegen Verschmutzung und gegen Verblassen der Farbe durch Witterungseinflüsse
gewährleistet, während bei einem Blechband insbesondere der Vorteil einer hohen
Verschleißfestigkeit in Erscheinung tritt.
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Eine besonders vorteilhafte Ausführung nach der Erfindung sieht vor,
daß das Band aus zwei miteinander durch Schweißen oder Kleben verbundenen Streifen
verschiedener Farbe besteht, zwischen den Streifen ein Seil liegt und daß die Streifen
mit dem Seil und/oder mit an dessen Enden angeordneten Befestigungshaken oder -ösen
fest verbunden sind. Ist ein derartiges Band aufgewickelt, so weist das Seil die
Drehvorspannung auf. Beim Ausrollen des Bandes tritt eine Entspannung auf, die selbsttätig
eine schraubenförmige Verdrehung des Bandes hervorruft. Dies hat zur Folge, daß
die verschieden eingefärbten Streifen im Wechsel auf der einen und anderen Seite
sichtbar werden.
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In den Figuren ist ein Ausführungsbeispiel nach der Erfindung dargestellt.
Es zeigt
Fig. 1 ein zur Absperrung eines Bürgersteigs verwendetes
Absperrband nach der Erfindung, Fig. 2 das eine Ende eines Absperrbandes in vergrößerter
Darstellung, teilweise geschnitten, Fig. 3 einen Schnitt quer durch ein Absperrband
nach den Fig. 1 und 2.
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Bei dem als Ausführungsbeispiel gewählten Absperrband nach den Fig.
2 und 3 ist das Absperrband durch die Folienstreifen 1 und 2 gebildet, von denen
der Folienstreifen 1 beispielsweise weiß und der Folienstreifen 2 beispielsweise
rot eingefärbt ist. Die beiden Folienstreifen 1 und 2 sind miteinander verklebt
oder verschweißt. Zwischen die Folienstreifen 1 und 2 ist das Drahtseil 3 gebettet,
an dessen Enden jeweils eine hakenförmige Öse 4 befestigt ist. Von den Enden der
Folienstreifen ist mindestens das Ende des einen Folienstreifens durch die Öse durchgeführt
und umgeschlagen, wie es die Fig. 2 deutlich macht. Das Drahtseil 3 ist vor seiner
Einbettung zwischen die Folienstreifen 1 und 2 mit einer Drehvorspannung versehen.
Diese führt dazu, daß bei Entlastung oder entlasteter Aufhängung des Absperrbandes
eine Rückdrehung des Drahtseiles erfolgt, die eine schraubenförmige Verwindung des
Bandes bzw. der Folienstreifen 1 und 2 verursacht, so daß im Wechsel von allen Seiten
Flächenabschnitte in roter und weißer Farbe sichtbar sind, welche die Aufmerksamkeit
auf die Absperrung richten.
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Eine beispielsweise Anwendung des Absperrbandes ist im einzelnen aus
der Fig. 1 zu ersehen. Nach dieser dient das Absperrband der Absperrung eines Bürgersteigs,
wozu das Band mit dem Haken an seinem einen Ende an dem Gitter 5 und mit dem Haken
an dem anderen Ende an dem Ständer 6 befestigt ist. Ein weiteres, nur teilweise
gezeigtes Absperrband 7 ist parallel zum Bürgersteig verlaufend vorgesehen. Das
Absperrband nach der Erfindung kann in den verschiedensten Breiten ausgeführt sein,
wobei die Breite jeweils von der Art der Absperrung abhängt.
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Bei dem Ausführungsbeispiel nach den Fig.2 und 3 ist die übertragung
der Drehvorspannung des Seiles auf die beiden Kunststoffstreifen dadurch erzielt,
daß außer dem Seil auch die Streifen an den Haken befestigt sind. Die Übertragung
kann auch dadurch gewährleistet sein, daß die Streifen fest mit dem Draht- oder
Kunststoffseil verklebt oder verschweißt sind. In diesem Falle kann gegebenenfalls
auf einen Haken verzichtet werden, so daß die Befestigung lediglich mit einem entsprechend
langen und freien Seilende erfolgen kann.
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An die Stelle des Drahtseils 3 kann auch ein Seil aus Kunststoff treten.
Falls auf eine Drehvorspannung im Seil verzichtet wird oder das Seil fehlt, kann
das Absperrband auch von Hand schraubenförmig verwunden werden. Weist der Streifen
in sich eine gewisse Steifigkeit auf, so ist auch in diesem Falle eine gleichmäßige
schraubenförmige Verwindung über die Streifenlänge erzielbar. Das schraubenförmige
Verwinden kann schließlich durch eine besondere Vorrichtung erfolgen, die an einer
der Aufhängestellen vorgesehen wird. Schließlich können zur Erhöhung der Absperrwirkung
die Seiten des Absperrbandes rückstrahlend oder selbstleuchtend ausgeführt sein,
wie es von Straßenschildern od. dgl. her bekannt ist.