DE1113193B - Hydraulischer Grubenstempel - Google Patents
Hydraulischer GrubenstempelInfo
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- E21—EARTH OR ROCK DRILLING; MINING
- E21D—SHAFTS; TUNNELS; GALLERIES; LARGE UNDERGROUND CHAMBERS
- E21D15/00—Props; Chocks, e.g. made of flexible containers filled with backfilling material
- E21D15/50—Component parts or details of props
- E21D15/51—Component parts or details of props specially adapted to hydraulic, pneumatic, or hydraulic-pneumatic props, e.g. arrangements of relief valves
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Description
Die Erfindung betrifft einen hydraulischen Grubenstempel mit einem die Druckflüssigkeit aufnehmenden
Vorratsraum im Innenstempel und einem von der Druckflüssigkeit völlig ausgefüllten Druckraum
im Außenstempel. Zum Setzen des Grubenstempels dient Preßluft, die durch ein als Rückschlagventil
ausgebildetes Einlaßventil in den Vorratsraum im Innenstempel einströmt, Druckflüssigkeit aus diesem
in den Außenstempel verdrängt und dadurch den Innenstempel an das Hangende anlegt. Im Kopf des
Grubenstempels ist eine Kolbenpumpe angeordnet, die von einem tragbaren.Druckluftmotor angetrieben
wird und die Druckflüssigkeit über ein Rückschlagventil aus dem Vorratsraum in den Außenstempel
fördert. Hierdurch wird der Grubenstempel vorgelastet. An die Druckleitung vom Innen- zum Außenstempel
ist ein Sicherheitsventil angeschlossen. Sinkt der Innenstempel unter der Wirkung des Gebirgsdruckes
ein, so tritt beim Erreichen der Höchstlast das Sicherheitsventil in Tätigkeit und laßt Druckflüssigkeit
aus dem Außenstempel in den Innenstempel zurücktreten. Der Andruck des Grubenstempels
an das Gebirge bleibt während des ganzen Einsinkvorganges konstant. "
Soll der Grubenstempel geraubt werden, so wird ein Raubventil betätigt. Nach einem nicht zum
Stande der Technik gehörigen Vorschlag, ist :;d;äsj
Raubventil im Grubenstempelkopf angeordnet und derart ausgebildet, daß zunächst ein ins Freie ragender
Stößel mittels eines geeigneten Werkzeugs nach innen gedrückt wird, einen Ventilteller im Lufteinlaßventil
lüftet und die zum Setzen in den Vorratsraum im Innenstempel eingepreßte Druckluft nach außen
entweichen läßt. Bei diesem ersten Arbeitsgang zum Rauben wird also der Gegendruck des eingeschlossenen
Luftpolsters beseitigt und damit die Voraussetzung für eine rasche Rückführung der Druckflüssigkeit
aus dem Außen- in den Innenstempel geschaffen. Nach diesem ersten Arbeitsgang bleibt der
Grubenstempel noch hydraulisch verriegelt. Diese Verriegelung wird durch einen anschließenden getrennten
Arbeitsgang aufgehoben. Durch Drehen des gleichen Raubventils wird ein Ventilkegel gelüftet,
der die Hochdruckleitung zwischen dem Außen- und dem Innenstempel öffnet und nunmehr die Druckflüssigkeit
in den vom Luftdruck entlasteten Vorratsraum zurückströmen läßt.
Das Rückströmen der Druckflüssigkeit und damit das Einsinken des Innenstempels wird zweckmäßig
durch eine Rückholfeder beschleunigt, die innen am Außen- und am Innenstempel angebracht ist.
Die Erfindung ermöglicht es, beim Rauben mit Hydraulischer Grubenstempel
Anmelder:
Kronprinz Aktiengesellschaft,
Solingen-Ohligs, Weyerstr. 112
Solingen-Ohligs, Weyerstr. 112
Hermann Davids, Lank/Rhein,
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
einem Handgriff dea Vorratsraum zu entlüften und die Druckflüssigkeit in den vom Luftdruck entlasteten
Vorratsraum, zurückströmen zu lassen. Hierdurch wird* der Raubvorgang wesentlich beschleunigt, der
Innenstempel sinkt rasch in den. Außenstempel ehi
und kann, vor dem Einsinken des Gebirges aus. der-Gefahrenzone
gezögen werden. Weiterhin wird ein. Arbeitsgang eingespart und der .Arbeitsablauf selbsttätig sichergestellt '
*
_.. Erfiadnngsgemäß sind im Stempelkopf ein Luftauslaßventil und das Raubventil parallel zueinander
angeordnet; sie werden mittels einer Vorrichtung gemeinsam betätigt. Beide Ventile sind Rückschlagventile
bekannter Ausführungsformen. Entlüftungsventile dieser Art sind gleichfalls bekannt. Gegenstand
der Erfindung ist die Anordnung und gemeinsame Betätigung beider Ventile.
Eine einfache Betätigungsvorrichtung ist eine Exzenterwelle, die vor den Stößern des Luftauslaßventils
und des Raubventils vor diesen gelagert ist und mittels eines Hebels schwenkbar ist. Der Hebel
ist in der Regel ein Schäkel, in dessen freies Ende das Raubseil oder die Raubkette eingehängt ist.
Der Raubvorgang wird weiterhin erleichtert, wenn erst das Luftauslaßventil und anschließend, wenn der
Vorratsraum vom Luftdruck entlastet ist, das Raubventil betätigt wird. Die Druckflüssigkeit kann dann
praktisch drucklos überströmen, und die Rückholfeder kann schwächer bemessen sein. Hierzu sind die
Exzenter für die beiden Ventile auf der Exzenterwelle gegeneinander versetzt, die Ventile werden dadurch
aacheiaaader betätigt.
Mit gleicher Zweckbestimmung kann der Stößel des Luftauslaßventils länger ausgebildet sein als der
Stößels des Raubventils. Die Exzenter sind dann nicht gegeneinander versetzt. Luftauslaßventil und
109 680/55
Raubventil werden dann gleichfalls zeitlich hinter- >"
einander in Tätigkeit gesetzt.
Abb. 1 der Zeichnung zeigt einen Grubenstempel gemäß der Erfindung im Längsschnitt,
Abb. 2 den Querschnitt A-A nach Abb. 1.
Im Innenstempel 1 befindet sich der Vorratsraum 2 für die Druckflüssigkeit. Der Außenstempel 3
enthält den Druckraum 4, der mit Druckflüssigkeit angefüllt ist. Abgeschlossen ist der Innenstempel 1
einerseits durch den Boden 5, andererseits durch den Stempelkopf 6, verbunden durch das zentrale Hochdruckrohr
7. In diesem ist die hier nicht dargestellte Rückholfeder eingebaut. In den Stempelkopf 6 ist die
Kolbenpumpe 8 eingebaut, die den Vorlastdruck erzeugt. Ihre Teile sind bezeichnet: Pumpenkolben 9,
Druckfeder 10 und Zylinder 11. Zur Betätigung der Kolbenpumpe 8 dient der Preßluftmotor 12, der hier
nur schematisch angedeutet ist. Die Kolbenpumpe 8 saugt aus dem Vorratsraum 2 über Saugrohr 14 und
Saugventil 13 Druckflüssigkeit an, komprimiert und fördert sie durch das Druckventil 17, den Druckkanal
18 und das Hochdruckrohr 7 in den Druckraum 4. Dadurch wird der Innenstempel 1 an das
Hangende gedruckt. Dem Vorlasten geht das Setzen mittels Druckluft voraus, die durch den Ansatzstutzen
19 eingeführt wird, der zugleich zum Anschließen des Preßluftmotors 12 mittels des Bajonettverschlusses
21 dient. Die Druckluft tritt durch den Umführungskanal 22 in den Ringraum 24 und die
Bohrung 25 über das Rückschlagventil 26 in den Druckluftraum 27. Dieser mündet in den Vorratsraum 2.
Zum Rauben des Grubenstempels dienen zwei Ventile: Das Luftauslaßventil 31 ist an den Druckluftraum
27 angeschlossen. Es ist ein Rückschlagventil mit dem Stößel 32, dem Ventilteller 33 und
der Feder 34. Ebenfalls ein Rückschlagventil ist das Raubventil 38, das die Druckflüssigkeit vom Druckraum
4 durch das Hochdruckrohr 7, dem Druckkanal 18, den Ventilraum 15 und die Ablaufbohrung
in den Vorratsraum 2 zurückströmen läßt. Zum gleichzeitigen Betätigen des Luftauslaßventils 31 und
des Raubventils 38 ist die Exzenterwelle 35 in den Lagern 36 schwenkbar gelagert. Geschwenkt wird sie
zum Rauben durch den Schäkel 37, in dessen freies Ende ein hier nicht dargestelltes Raubseil oder eine
Raubkette eingehängt ist.
Claims (4)
1. Hydraulischer Grubenstempel mit einem die Druckflüssigkeit aufnehmenden Vorratsraum im
Innenstempel und einem mit Druckflüssigkeit angefüllten Druckraum im Außenstempel, bei dem
zum Setzen Druckluft in den Vorratsraum eingepreßt und zum Vorlasten Druckflüssigkeit
mittels einer im Stempelkopf angeordneten Kolbenpumpe aus dem Vorratsraum in den
Druckraum gepreßt wird, dadurch gekennzeich net, daß ein Luftauslaßventil (31) und das Raubventil
(38) im Stempelkopf (6) parallel zueinander angeordnet sind und beiden Ventilen (31,
38) eine gemeinsame Betätigungsvorrichtung (35, 37) zugeordnet ist.
2. Hydraulischer Grubenstempel nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine vor den
Stößern des Luftauslaßventils (31) und des Raubventils (38) senkrecht zu diesen gelagerte Exzenterwelle
(35), die mittels eines Hebels (37) schwenkbar ist.
3. "Hydraulischer Grubenstempel nach Anspruch
2, dadurch gekennzeichnet, daß die Exzenter für die beiden Ventile (31, 38) auf der
Exzenterwelle (35) derart gegeneinander versetzt sind, daß das Luftauslaßventil (31) und das
Raubventil (38) nacheinander betätigt werden.
4. Hydraulischer Grubenstempel nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Stößel
(32) des Luftauslaßventils (31) langer ist als der Stößel des Raubventils (38).
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 109 680/55 8.61
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|---|---|---|---|
| BE567926D BE567926A (de) | 1957-05-23 | ||
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Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEK32022A DE1113193B (de) | 1957-05-23 | 1957-05-23 | Hydraulischer Grubenstempel |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
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Family
ID=7219329
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
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| DE (1) | DE1113193B (de) |
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Families Citing this family (1)
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|---|---|---|---|---|
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1957
- 1957-05-23 DE DEK32022A patent/DE1113193B/de active Pending
-
1958
- 1958-05-22 FR FR1196318D patent/FR1196318A/fr not_active Expired
- 1958-05-22 GB GB1647758A patent/GB866242A/en not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
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