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Anordnung zur Entfernungseinstellung an Lichtbildaufnahmegeräten mit
Objektiv-Vorsatzgliedern Zusatz zum Patent 1084 564 Die vorliegende Erfindung betrifft
die weitere Ausbildung einer Anordnung zur Entfernungseinstellung an Lichtbildaufnahmegeräten
mit axial verstellbarem Objektiv und einem Blendeneinstellglied. Die Anordnung des
Hauptpatentes weist einen axial verstellbaren Objektivfassungsteil auf; in welchem
entweder das ganze Objektiv oder nur eine Frontlinse eingebaut ist. Dieser Objektivfassungsteil
ist von einem axial unverstellbaren Stellring umfaßt, durch welchen er gegen Federdruck
mittels Hubkurven axial verstellt wird. Diese Lagerung des Objektivs ist wesentlich
weniger stabil als die übliche Lagerung in einem Verstellgewinde. Daraus folgen_
gewisse Schwierig-@keiten, :wenn ein Vorsatzglied; eta eine Vorsatzlinse oder ein
Filter, äug das--.Objektiv aufgesetzt werden soll. . ...
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Zur Behebung dieser Schwierigkeiten -sind gemäß der vorliegenden Erfindung
die Befestgungsmitglfür die Vorsatzglieder nicht an dem verstellbaren Objektivfassungsteil,
sondern an dem axial unverstellbaren Stellring angebracht.
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In weiterer Ausbildung der Erfindung besteht die Fassung für das Vorsatzglied
aus zwei Teilen, deren einer die Mittel zur Befestigung an dem Stellring, z. B.
Bajonettvorsprünge, enthält und deren anderer in dem ersten axial geführt ist und
durch Federkraft auf den verstellbaren Objektivteil aufgedrückt wird. Je nach Art
des Vorsatzgliedes ist dabei mehr oder weniger sorgfältig auf dessen Justierung
(Zentrierung, axialer Abstand von der Frontlinse) zu achten.
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Weitere Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der Beschreibung des
in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispieles in Verbindung mit den Patentansprüchen.
Die Zeichnung zeigt ein Objektiv mit aufgesetztem Filter im Querschnitt.
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An der Vorderseite einer Kamera 10 bekannter Art und Arbeitsweise
ist ein Halter 12 befestigt, an dem das Gehäuse 14 eines Objektivverschlusses angebracht
ist. Der Objektivverschluß weist die übliche zylindrische Form auf, und in seinem
Ringraum 16 ist sein Antriebsmechanismus untergebracht.
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An der Frontseite des Verschlußgehäuses ist ein mit Steuerkurven üblicher
Art ausgerüsteter Zeitsteuerring 20 drehbar gelagert, dessen Arm 20 a sich nach
hinten erstreckt und mit einem am Umfang des Verschlußgehäuses drehbar gelagerten
Zeiteinstellring 20 b im Eingriff steht. Dieser ist mit zwei Griffen
20 c versehen. Eine am Ring 20 b angebrachte Belichtungsskala 20d
arbeitet mit einer ortsfesten Marke 21 zusammen.
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Vor dem Zeitstellring 20 b ist am Umfang des Verschlußgehäuses
ein Blendenstellring 22 b angebracht, welcher zur Einstellung der im Verschlußgehäuse
untergebrachten Blendenlamellen 22 auf die gewünschte Öffnung dient. Zu diesem Zweck
ist der Ring 22b mit dem die Blendensteuerschlitze aufweisenden Blendensteuerring
22a über einen an der Rückseite des Verschlußgehäuses 14 drehbar gelagerten
Ring 22 c verbunden, der bei 22 ä mit dem Ring 22 a und über den abgebogenen Arm
22 c' mit dem Ring 22 b im Eingriff steht. Eine am Umfang des Blendenstellringes
22 b vorgesehene Blendenskala 22 d arbeitet mit der bereits erwähnten ortsfesten
Marke 21 zusammen und dient zur Ablesung der eingestellten Blendenöffnung.
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Zwischen den Einstelhingen 20 b und 22 b kann in an sich bekannter
Weise eine lösbare Kupplung vorgesehen sein, um die Einstellung der Belichtungszeit
und der Blendenöffnung im Sinne einer Belichtungswerteinstellung vornehmen zu können.
Diese Kupplungseinrichtung ist zur besseren Übersichtlichkeit nicht dargestellt.
Ein Entkupplungsdrücker 20 e in einem der Griffe 20 c dient zum Lösen der
Kupplung.
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An der Frontseite des Verschlußgehäuses 14 ist eine Tragplatte
24 mittels einiger Schrauben befestigt. In dieser Tragplatte sitzt ein feststehendes
Objektivglied 26a. Ein weiteres, ebenfalls feststehendes Objektivglied 26 b sitzt
in einer Fassung 28 b, welche im hinteren Objektivrohr des Verschlußgehäuses 14
eingeschraubt ist. Die Entfernungseinstellung des Objektivs geschieht durch Verstellen
des vorderen, verschiebbaren
Objektivgliedes 26 c (FrontIuse)
in Richtung der optischen Achse. Dasselbe ist in einer Fassung 28c mit zylindrischem
Ansatz 28c befestigt,-welcher in einer zylindrischen Ausdrehung 24c der Tragplatte
24 geführt ist. In der Fassung 28c der Frontlinse 26 c ist radial
ein Führungsstift 28 c" -eingesetzt, der in einen axialen Schlitz
30 a eines Stellringes 30 eingreift. Derselbe ist in einer am Verschlußgehäuse
14 befestigten Frontplatte 32 drehbar, jedoch axial nicht verschiebbar gelagert.
Eine federbelastete Rastkugel 34 greift in eine Rast 30 b des Stellringes
30 ein und sichert diesen in seiner Winkelstellung gegen unbeabsichtigtes
Verdrehen.
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Zur Axialverschiebung der Frontlinse 26 c dienen zwei wahlweise
in Wirkstellung schaltbareEntfernungs-Einstelleinrichtungen, deren Einzelheiten
im Hauptpatent beschrieben sind. Ihre Unterschiede sind für die vorliegende Erfindung
jedoch unwichtig, weshalb hier nur eine von ihnen erläutert wird. Die Fassung 28c
der Frontlinse wird über Steuerkurven 36a, die auf dem mit der Blendensteuereinrichtung
22 bis 22 d über den Arm 22c' verbundenen Stellring 36 angeordnet
sind, und über die Steuerstifte 36 b gegen den Druck der Federn 38 beim Verdrehen
des Blendenstellringes 22b axial verschoben, wobei sie gegen Drehung durch
den Führungsstift 28 c' mit dem Stellring 30 gekuppelt ist.
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An der Vorderseite des Stellringes 30 sind Bajonettvorsprünge
40 angebracht, in welchen ein Haltering 42 lösbar befestigt ist, der
einen Frontring 44
trägt. Zwischen dem Frontring 44 und einem Fassungsteil
48, der in dem Flansch 50 des Halteringes 42 sitzt, befindet sich
eine Wellenfeder 46. Der Fassungsteil enthält die Filterscheibe 52 und sitzt
auf der Stirnfläche der Frontlinsenfassung 28 c auf. Beim axialen Verschieben
der Frontlinsenfassung folgt der Fassungsteil 48 mit der Filterscheibe unter dem
Einfluß, der Feder-46. der Axialbewegung.
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Enthält der Fassungsteil 48 an Stelle der Filterscheibe eine Vorsatzlinse,
so ist diese in an sich bekannter Weise gegenüber der Frontlinse zu justieren.