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Einrichtung zur automatischen Telefonanrufbeantwortung und Aufnahme
von Gesprächen Es ist bekannt, in Verbindung mit Telefonapparaten Geräte einzusetzen,
die es gestatten, bei Abwesenheit des Teilnehmers ein ankommendes Gespräch aufzuzeichnen.
Eine bekannte Einrichtung arbeitet mit einem Mehrspurmagnettongerät, dessen Magnetband
auf einer Ansagespur in mit Zwischenräumen ständiger Wiederholung eine für den anrufenden
Teilnehmer bestimmte Mitteilung enthält, während eine weitere Spur zur Aufzeichnung
der für den abwesenden Teilnehmer bestimmten Nachricht dient.
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Beim Ankommen eines Rufes wird dann zunächst das auf Bereitschaft
geschaltete Gerät anlaufen und auf der Ansagespur dem Anrufer Name, Rufnummer sowie
die Abwesenheit des Angerufenen mitteilen und den Anrufenden zum Sprechen auffordern.
Hat der Anrufende seine Mitteilung aufgesprochen, muß das Gerät wieder in seine
Bereitschaftsstellung umgeschaltet werden. Bei der bekannten Einrichtung wird dieser
Schaltvorgang durch eine Sprachsteuerung bewirkt, d. h., die Umschaltung
des Tonbandgerätes und die Auflösung der Verbindung erfolgen, sobald eine Sprechpause
bestimmter Dauer, z. B. von 10 Sekunden, überschritten wird.
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Ist eine Begrenzung der Dauer einer Verbindung erwünscht, so kann
eine Steuerung dieses Vorganges durch das Magnetband erfolgen. Zwischen den gleichlautenden
Ansagetexten wird dann ein Zwischenraum gelassen, dessen Länge die Zeit bestimmt,
die dem Anrufenden zur Aufsprache seiner Mitteilung zur Verfügung gestellt wird.
Es ist bereits vorgeschlagen worden, ein Signal am Ende des Zwischenraumes aufzuzeichnen,
durch das die Anlage wieder in ihre Bereitschaftsstellung zurückgeschaltet wird,
und am Anfang der Ansage ein weiteres Signal aufzuzeichnen, das verhindern soll,
daß eine Verbindung #zustande kommt, wenn versehentlich ein falsches Band eingelegt
wurde. Die Schaltung ist dabei so, daß das Tonbandgerät durch einen Anruf, und zwar
nur während der Dauer der Rufsignale, zum Anlaufen gebracht wird, es jedoch nur
dann weiterläuft und die Gleichstromschleife bei einem Anruf nur dann geschlossen
wird, wenn das Anfangssignal den Hörkopf passiert. Wenn beide Impulse in die Ansaggespur
aufgezeichnet werden, müssen die Signale zum Zwecke ihrer Unterscheidung unterschiedliah
lang bemessen werden. Es sind daher weitere Maßnahmen erforderlich, um in Abhängigkeit
von der Impulslänge gesteuerte verschiedene Schaltvorgänge auszulösen. Diese Maßnahmen
bedingen einen erheblichen Schaltungsaufwand. Zudem besteht bei der vorgeschlagenen
Einrichtung der Nachteil, daß, wenn der Bedienende das Band so eingelegt hat, daß
das Anfangssignal bereits jenseits des Hörkopfes der Ansagespur liegt, der Anrufende
so lange warten muß, bis das Tonbandgerät durch viele Anrufsignale bis zur nächsten
Anfangsmarkierung gelaufen ist, die dann die Verbindung herstellt. Diese Zeit ist
aber normalerweise so groß, daß die Gefahr besteht, daß der Anrufer auflegt in der
Annahme, der Teilnehmer sei abwesend.
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Die Erfindung zeigt eine einfache Lösung dafür, wie man dem Bedienenden
eine Manipulation ersparen kann, um den Anfang des Ansagetextes in die richtige
Lage zum Hörkopf zu bringen, und wie man verhindern kann, das mit einem falschen
Band versehene Gerät in Betrieb zu nehmen.
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Die Erfindung besteht darin, daß nur am Anfang jeder Ansage ein lediglich
der Schaltung der Einrichtung auf Anrufbereitschaft dienendes Steuersignal aufgezeichnet
ist und daß Mittel vorgesehen sind, die bei Inbetriebnahme der Einrichtung den Bandtransport
des Tonbandgerätes zwangläufig so lange einschalten, bis ein Steuersignal abgetastet
wird.
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Durch die Erfindung wird die Bedienung eines Telefonbeantworters vereinfacht
und narrensicher gemacht. Der Bedienende legt sein Band ein und schaltet das Gerät
auf Anrufbereitschaft, d. h., er wird beim Tonbandgerät den Hauptschalter
betätigen, der den Tonmotor zum Anlaufen bringt, und dann eine Schnellstoptaste
drücken, die lediglich den Tonbandtransport des für eine Spur auf Aufnahme und für
die andere Spur auf Wiedergabe geschalteten Gerätes unterbricht. Durch die erfindungsgemäßen
Mittel läuft das Tonbandgerät trotz betätigter Schnellstoptaste an und so lange
weiter, bis ein Signal erscheint,
durch das das Gerät stillgesetzt
wird. Da das Signal am Anfang des Ansagetextes angebracht ist, ist somit immer die
richtige Ausgangsposition für das Magnetband sichergestellt. Ist dagegen versehentlich
ein falsches Band eingelegt, so wird das Tonbandgerät bei Inbetriebnahme unaufhörlich
weiterlaufen. Es gibt damit dem Bedienenden ein sicheres Zeichen, daß nicht das
richtige Band im Gerät liegt. Die erfindungsgemäßen Mittel sind dabei so ausgebildet,
daß die Gleichstromschleife der Fernsprechverbindung nicht geschlossen werden kann.
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Die Erfindung wird im folgenden an Hand eines in der Zeichnung dargestellten
Ausführungsbeispiels näher erläutert.
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Es ist mit M ein Magnetband bezeichnet, in dessen einer Spur
1 in ständiger Wiederholung über die gesamte Bandlänge der AnsagetextAT mit
Zwischenräumen Z aufgesprochen ist. Die Zwischenräume Z sind so bemessen, daß dem
anrufenden Teilnehmer für die Aufsprache einer Mitteilung in die andere Spur 2 eine
bestimmte Zeit, z. B. 30 Sekunden, zur Verfügung steht. Die Ansagespur
1 enthält ferner noch am Anfang jedes Ansagetextes ein Signal I, das gemäß
einem älteren Vorschlag als Rauschsignal ausgebildet sein kann, um eine Beeinträchtigung
anderer auf der Fernsprechleitung betriebener Fernmeldeeinrichtungen zu vermeiden.
Da die Ansagespur immer wieder verwendbar ist, genügt es, dieser Spur nur einen
Hörkopf HK zuzuordnen.
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Im vorliegenden Beispiel sind die die Schaltfunktionen bewirkenden
Elemente in einem Zusatzgerät untergebracht, das an vorhandene Buchsen Bu. bis Bli;,
des Tonbandgerätes einerseits und über ein Buchsenpaar BU4 an den Telefonapparat
TA andererseits angeschlossen ist. Der Anschluß an die Fernsprechleitungen
a, b erfolgt hinter dem Gabelumschalter G des Telefonapparates,
um diesen bei angeschlossenem Anrufbeantworter auch normal benutzen zu können. Beim
Einschalten des Tonbandgerätes oder beim Einstecken der Anschlüsse des Zusatzbauteiles
in die Buchsen Bul bis Bu. gelangt über die eine Buchse Bu. eine Betriebsspannung
auf die Leitung L und damit an die aus dem Relais A, dem mit einem Widerstand
W2 überbrückten Kondensator C, und dem Widerstand W, bestehende Reihenschaltung,
so daß das Relais A kurzzeitig von einem Strom durchflossen wird, bis der
Kondensator C2
aufgeladen ist. Dieser Strom ist so groß, daß das Relais
A zum Anziehen gebracht wird und sich mittels des Kontaktes a. selbst hält.
Gleichzeitig wird der in Reihe mit der Schnellstoptaste liegende Kontakt a, geschlossen,
so daß das Tonbandgerät anläuft. Gelangt nun das Signal I an den Hörkopf
HK, so gibt dieser über den Verstärker Vi und den Transistor T, einen Spannungsimpuls
an den Primärkreis des Transformators Tr. Eine Sekundärwicklung des Transformators
Tr ist über einen Gleichrichter Gl mit einem Transistor T., gekoppelt, in dessen
Kollektorkreis ein Relais S liigi. Dieses wird für die Dauer des durch den
Impuls im Transistor T2 auftretenden Stromflusses erregt und öffnet seinen Kontakts,
wodurch das Relais A stromlos wird. Damit kommt auch der Kontakt a. in seine
Ruhelage, und das Tonbandgerät wird abgeschaltet. Der Kontakt s2 ist als Umschaltkontakt
ausgebildet und legt während der Dauer des Signals I das heiße Ende des Relais
A gegen Masse, so daß der Kondensator C., erneut aufgeladen wird und
somit nach Rückkehr des Kontaktes s2 in die gezeichnete Stellung ein Stromfluß über
das Relais A nicht mehr auftreten kann. Damit ist die Einrichtung betriebsbereit,
und der Beginn des Ansagetextes A T befindet sich unmittelbar vor dem Hörkopf
HK. Wenn nun ein Anruf erfolgt, so wird durch das Rufsignal das Relais R,
das an der Fernsprechleitung a, b liegt, erregt. Hierdurch wird der
Kontakt ri und damit der Stromkreis eines vorzugsweise anzugsverzögerten Relais
U geschlossen, das sich durch seinen Kontakt u. selbst hält. Durch das Anziehen
des Relais U wird mittels des Kontaktes ul die Leitungsschleife durchgeschaltet
und mittels des Kontaktes u. das Tonbandgerät eingeschaltet. Der Anrufende kann
nun nach Ablauf des Ansagetextes seine Mitteilung in den Zwischenraum Z des Bandes
auf dem Wege über den Transformator Tr, den Verstärker V2 und den Sprechkopf SK
aufsprechen. Erscheint nun am Ende des Zwischenraums Z das nächste Signal I, so
wird in der oben beschriebenen Weise das Relais S erregt. über den Kontakt
si wird das Relais U stromlos, und durch öffnen der Kontakte ul und u2 wird
die Fernsprechverbindung unterbrochen und das Tonbandgerät abgeschaltet. Die Anlage
ist nuninehr für den nächsten Anruf bereit.
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Um zu verhindern, daß bei der Inbetriebnahme des Gerätes eine Verbindung
zustande kommt, wenn ein falsches Band aufgelegt worden ist und der Bedienende nicht
abgewartet hat, ob tatsächlich das Tonbandgerät nach kurzer Zeit durch einen Impuls
stillgesetzt wird, ist im Stromkreis des Relais U ein Ruhekontakt a. des
Relais A vorgesehen. Wenn also dann bei laufendem Gerät ein Anruf kommt,
kann das Relais U nicht anziehen und die Verbindung durchschalten, bis das
Relais A stromlos geworden ist.
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Im vorliegenden Ausführungsbeispiel erfolgt die Erregung des Relais
A durch das Zusammenstecken der Zusatzeinrichtung mit dem Tonbandgerät. Es
ist aber auch möglich, die Betriebsspannung für das Relais durch einen im Tonbandgerät
vorhandenen Schalter, z. B. dessen Hauptschalter, aufzubauen.