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DE1111408B - Einrichtung zur Schweremessung auf bewegter Plattform, insbesondere Seegravimeter - Google Patents

Einrichtung zur Schweremessung auf bewegter Plattform, insbesondere Seegravimeter

Info

Publication number
DE1111408B
DE1111408B DEA32673A DEA0032673A DE1111408B DE 1111408 B DE1111408 B DE 1111408B DE A32673 A DEA32673 A DE A32673A DE A0032673 A DEA0032673 A DE A0032673A DE 1111408 B DE1111408 B DE 1111408B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
gravimeter
platform
acceleration
gravity
carriage
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEA32673A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Anton Graf
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Continental Elektronidustrie AG
Original Assignee
Continental Elektronidustrie AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Continental Elektronidustrie AG filed Critical Continental Elektronidustrie AG
Priority to DEA32673A priority Critical patent/DE1111408B/de
Publication of DE1111408B publication Critical patent/DE1111408B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01VGEOPHYSICS; GRAVITATIONAL MEASUREMENTS; DETECTING MASSES OR OBJECTS; TAGS
    • G01V7/00Measuring gravitational fields or waves; Gravimetric prospecting or detecting
    • G01V7/16Measuring gravitational fields or waves; Gravimetric prospecting or detecting specially adapted for use on moving platforms, e.g. ship, aircraft

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Aviation & Aerospace Engineering (AREA)
  • Ocean & Marine Engineering (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • General Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Geophysics (AREA)
  • Gyroscopes (AREA)

Description

  • Einrichtung zur Schweremessung auf bewegter Plattform, insbesondere Seegravimeter Gegenstand der Erfindung ist eine Einrichtung zur Messung der Erdschwere auf schwankendem Fundament, bei der die der Schwerewirkung unterworfene Gravimetermasse elastisch an eine Gleichgewichtslage gefesselt und durch Richtkräfte, vorzugsweise durch Verspannungen mittels Fäden, so in ihrer Bewegungsfreiheit eingeengt ist, daß sich die Masse unter dem Einfluß äußerer Kräfte im wesentlichen nur in vertikaler Richtung verlagern kann, wobei Mittel zur starken Dämpfung dieser Bewegung vorgesehen sind.
  • Bekanntlich haben sich solche Gravimeter nach A. Graf - wie sie beispielsweise im deutschen Patent 1006170 beschrieben sind - in jüngster Zeit zur Schweremessung auf See eingeführt, wobei es die Besonderheiten in der Konstruktion dieses Gravimetertyps mit sich bringen, daß horizontale Beschleunigungskomponenten, die etwa durch Stampf- und Rollbewegungen des das Gravimeter befördernden Fahrzeuges entstehen, keinen Einfluß auf die Bewegung der Gravimetermasse nehmen, solange sich diese nur in vertikaler Richtung bewegen kann. Es wird deshalb mit Gravimetern dieser Art im wesentlichen neben dem Einfluß des statischen Schwerewertes der Einfluß vertikal ausgerichteter Beschleunigungskomponenten erfaßt, die im wesentlichen zu harmonischen Schwingungen der Gravimetermasse Anlaß geben. Die Schwingungen werden aufgezeichnet und aus der Aufzeichnung der statische Schwerewert ermittelt.
  • Es ist auch bekannt, daß die Auswertung der Gravimeterregistrierung hinsichtlich zweier Effekte, die bei statischen Schweremessungen nicht vorkommen, korrigiert werden muß. Sie sind unter dem Namen Eötvös-Effekt und Browne-Effekt bekannt (second order corrections).
  • Der erste Effekt betrifft die Verringerung der zu messenden Erdbeschleunigung durch die Fliehkraftänderung. Fährt man das Gravimeter mit einem Fahrzeug von West nach Ost, also in Richtung der Erddrehung, so wird die Fliehkraft vergrößert, die Erdbeschleunigung also verkleinert, und die Korrektion, die von der Schiffsgeschwindigkeit, der geografischen Breite und dem Schiffskurs abhängt, muß zum Meßwert addiert werden. Das umgekehrte ist bei einer Ost-West-Fahrt der Fall. Praktisch bemüht man sich deshalb, das Gravimeter während der Messung auf einem Nord-Süd-Kurs zu transportieren.
  • Der sogenannte Browne-Effekt bewirkt, daß auf einer schwankenden Plattform nicht die gleiche Erdbeschleunigung gemessen wird wie auf festem Untergrund. Ein kardanisch aufgehängtes Gravimeter stellt sich dort wegen des Vorhandenseins von Horizontalbeschleunigungskräften in ein Scheinlot ein, in dem der Meßwert nicht frei von Anteilen horizontalgerichteter Beschleunigungskomponenten ist. In diesem Scheinlot ist der Meßwert also größer als auf nicht schwankendem Fundament.
  • Zu einem beliebigen Zeitpunkt setzt sich der Meßwert auf schwankendem Fundament unter gewissen Annahmen über die Natur der äußeren Kräfte wie folgt zusammen: In (1) bezeichnet g die gemessene Erdbeschleunigung, gz die Schwerkraft im wahren Lot, hx und hy Beschleunigungsbeträge von orthogonalen Horizontalkomponenten und Zx bzw. zy die Beträge vertikal gerichteter Komponenten entsprechender Frequenz.
  • Da Zx und zy mit gz gleichgerichtet sind, ist der Mittelwert, über eine Schwingungsperiode genommen, gleich gz. Da ferner der Mittelwert von hX2 cos2 w1 und h 2 co hy % ist e und hy2 cos2 C1)2 , t gleich hX212 bzw. 2 ist, ergibt sich unter Berücksichtigung der Tatsache, daß gz wesentlich größer als alle anderen Größen ist, aus der binomischen Entwicklung der Quadratwurzel in (1) 4g=g-g=(h2th2)/4/g. (2) Zur Erfassung der Browne-Korrektion ist deshalb also eine Messung der Horizontalbeschleunigungskomponenten hx und hy erforderlich. Vening-Meines z gelang die Ermittlung der Horizontalbeschleunigungskomponenten indirekt durch Messungen an Pendeln langer Schwingungsdauer. Diese Methode läßt sich jedoch nur auf U-Booten anwenden, da Pendel an der Wasseroberfläche sehr.wenig stabil sind. Eine solche Erfassung der Browne-Korrektion ist zudem aus theoretischen Gründen -problematisch.
  • Untersucht man nämlich, wie genau die Horizontalkomponenten zur Durchführung der Korrektur bekannt sein müssen, so -findet man, daß gerade, wenn diese Komponenten relativ leicht zu ermitteln sind, nämlich bei kleinen Werten, der Betrag dieser Komponenten nur relativ grob bekannt sein muß (auf 1000 bis 2000 mGal), daß aber, wenn diese Komponenten relativ schwer zu bestimmen sind, nämlich bei großen Beschleunigungen, diese auch relativ sehr genau bekannt sein müssen (bei Beschleunigungswerten von etwa 60 000 auf etwa 33 mGal). Diese ist darauf zurückzuführen, daß die Beschleunigungskomponenten quadratisch in die Browne-Korrektur eingehen.
  • Zur Vermeidung dieser Schwierigkeiten ist es deshalb auch bereits bekannt, auf die kardanische Aufhängung des Gravimeters zu verzichten und das Gerät auf einer kreiselstabilisierten Plattform anzuordnen. Das Gravimetersystem stellt sich dann nicht in das erwähnte Scheinlot ein, sofern die Stabilisation genügend exakt ist. Diese Methode hat sich bislang allgemein bei seegravimetrischen Messungen eingeführt. Die erzielbare Horizontierung des Instrumentes ist mit den zur Verfügung stehenden technischen Mitteln hinsichtlich der Browne-Korrektur befriedigend.
  • Neuere dynamische Untersuchungen von C. Harrison und B. Loncarevic zeigten jedoch die Notwendigkeit einer weiteren Korrektion, die höhere Anforderungen an die Stabilität der Plattform stellt. Ist die Plattform nicht genau horizontal und weicht die Lage der Plattform etwa um den Winkel a vom Horizont ab, so mißt man für den Fall, daß die Horizontalkomponenten mit diesem Winkel in Phase sind, noch die Sinuskomponente der Beschleunigung mit und erhält so eine Korrektion, die dem Produkt des halben Neigungswinkels mit dem Betrag der Beschleunigungskomponente im zeitlichen Mittel proportional ist.
  • In diese Korrektion geht sonst der Betrag der Beschleunigungskomponente - im Gegensatz zur Browne-Korrektur - lediglich linear ein, und die Bestimmung dieser Komponente ist deshalb praktisch relativ unkritisch, jedoch ist es schwierig, den Neigungswinkel der Plattform gegen den wahren Horizont auf offener See zu messen. Man ist deshalb bereits so vorgegangen, daß man den verwendeten Kreiseltisch an Land hinsichtlich seiner Abweichungen bei künstlich erzeugten Horizontalbeschleunigungen untersuchte und die Abweichungen vom wahren Horizont in Tabellenform festhielt. Dieses Vorgehen ist umständlich und unsicher, wobei zudem die einfache Harrison-Korrektur nur bei der Phasendifferenz Null zwischen dem Neigungswinkel und der Horizontalbeschleunigungskomponente gültig ist, so daß man praktisch immer mit Korrekturfehlern nicht vernachlässigbarer Größe rechnen muß. Die Untersuchungen über diese Erscheinungen und über deren praktische Auswirkungen sind noch im Gange.
  • Es war die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, die aus dem obigen Sachverhalt resultierenden Schwierigkeiten zu beseitigen.
  • Erfindungsgemäß wird eine Einrichtung zur Messung der Erdschwere auf schwankendem Fundament. bei der die der Schwerewirkung unterworfene Gravimetermasse elastisch an eine Gleichgewichtslage gefesselt und durch Richtkräfte vorzugsweise durch Verspannungen mittels Fäden so in ihrer Bewegungsfreiheit eingeengt ist, daß sich die Masse unter dem Einfluß äußerer Kräfte im wesentlichen nur in vertikaler Richtung verlagern kann, wobei Mittel zur starken Dämpfung dieser Bewegung vorgesehen sind, vorgeschlagen, die sich dadurch kennzeichnet, daß das Gravimetersystem starr oder in kardanischer Aufhängung auf einem nach zwei Richtungen horizontal verschiebbaren Schlitten gelagert ist und daß Horizontalbeschleunigungsfühler über eine Servosteuerung den Schlitten gegenphasig zu den Fundamentbewegungen verschieben.
  • Der Einrichtung nach der Erfindung liegt der Gedanke zugrunde, die Wirkung von Horizontalbeschleunigungskräften auf das Gravimetersystem durch Kompensation der Kräfte selbst zu vermeiden. Auf die Ausbildung des Gravimetersystems kommt es hierbei nicht an, sofern dieses nur zur Schweremessung auf schwankendem Fundament geeignet ist.
  • In den Figuren sind bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt.
  • Fig. 1 zeigt das Gravimetersystem schematisch im Detail; in Fig. 2 ist ein Beispiel einer Anordnung nach der Erfindung dargestellt; Fig. 3, 4 und 5 zeigen weitere Ausführungsbeispiele.
  • In Fig. 1 bezeichnen 1 und 1' zwei Torsionsfedern. deren Federachsen horizontal angeordnet sind. Sie sind mit ihren freien Enden sowohl an einem Rahmen 2 als auch an der Gravimetermasse 3 befestigt und so weit vortordiert, daß der Schwerpunkt der Gravimetermasse 3 und die Federachse eine horizontale Ebene bilden. Die elastischen Kräfte der Federn halten also der Gravimetermasse unter dem Einfluß der normalen Erdbeschleunigung in einer Horizontalebene das Gleichgewicht.
  • Um den störenden Einfluß von Horizontalbeschleunigungen aus dem Meßergebnis zu eliminieren, ist die Gravimetermasse 3 durch Verspannungen 4, 4', 5, 5'.
  • 6, 6' und zwei weitere, nicht sichtbare Verspannungen so in ~ ihrer Bewegungsfreiheit eingeengt, daß sie sich nur in einer vertikalen Richtung bewegen kann.
  • Da es nur schwer möglich ist, einen den Anforderungen entsprechenden völlig linearen Ausschlag über den gesamten Bereich der praktisch auftretenden Beschleunigungsänderungen zu verwirklichen, ist das Meßsystem nach einem Vorschlag von A. Graf unter Verwendung von Dämpfungsmitteln extrem stark in seiner Schwingungsfähigkeit gedämpft. Im vorliegenden Ausführungsbeispiel dient hierzu die magnetische Dämpfung 7, die so ausgebildet ist, daß sie proportional der Geschwindigkeit des bewegten Systems wirkt.
  • Nur in diesem Falle ist der Mittelwert der gedämpften Schwingung unabhängig vom Dämpfungsgrad des Systems.
  • In die Anzeige des Gravimeters gehen also infolge seiner Ausbildung nun nur noch Vertikalbeschleunigungen ein, die sich durch die diesen Beschleunigungen entsprechenden mehr oder weniger periodischen Bewegungen der Gravimetermasse um diejenige Lage, die dem gerade vorherrschenden Erdschwerewert entsprechen würde, zu erkennen geben. Infolge der linearen bzw. symmetrischen Anzeige des Gravimeters lassen sich jene Beschleunigungen durch Mittelwertbildung in einfacher Weise aus den Messungen eliminieren.
  • Die Bewegungen der Gravimetermasse werden hierzu auf den Lichtzeiger 8 übertragen, der über einen mit der Gravimetermasse 3 fest verbundenen Reflektor 9 läuft und am ortsfesten Spiegel 10 reflektiert wird. Der über den Spiegel zurücklaufende Lichtzeiger 11 wird im Gesichtsfeld eines (nicht dargestellten) Ablesemikroskops beobachtet, wobei beispielsweise die Umkehrpunkte der Lichtzeigerbewegung an einer Skala beobachtet werden können.
  • Im allgemeinen werden die Schwingungen der Gravimetermasse z. B. über fotoelektrische Einrichtungen registriert, so daß aus der Registrierung die zu ermittelnden Schwerewerte entnommen werden können.
  • Hierzu kann entweder der Lichtzeiger 11 direkt zur fotografischen Registrierung benutzt werden oder aber auch auf eine lichtelektrische Einrichtung einwirken, die je nach Lage des Lichtzeigers 11 einen mehr oder weniger großen elektrischen Strom liefert, der seinerseits zur Aussteuerung eines Schreibers herangezogen werden kann.
  • In Fig.2 ist in der rechten Hälfte ein Kreuzschlitten und in der linken eine kreiselstabilisierte Plattform dargestellt. Der Kreuzschlitten besteht aus einer Bodenplatte 12 mit den Seitenteilen 13, 14, in welche Führungsstangen 15, 16 eingelassen sind. Auf diesen Stangen sind die Teile 17, 18 mit Hilfe von Kugellagern verschiebbar gelagert. Diese Teile tragen eine Platte 19, die wie die Bodenplatte 12 mit Seitenteilen 20, 21 und Führungsstangen 22, 23 versehen ist. Auf den Stangen 22, 23 sind die eine Platte 28 tragenden Teile 24, 25 ebenfalls mit Hilfe von Kugellagern, von denen zwei, 26, 27, dargestellt sind, gelagert. Mit der Platte 28 ist ein Träger 29 mit dem an einem Kugelgelenk 31 aufgehängten Gravimetersystem 30 verbunden.
  • Das Teil 19 kann mit Hilfe des Motors 32 über die Antriebswelle 33, Rollen 34, 35, 36, einer weiteren nicht sichtbaren Rolle und Ketten 37, 38, die an den Teilen 17, 18 befestigt sind, verschoben werden. Ganz analog wird Teil 28 auf den Stangen 22, 23 bewegt.
  • Es sind 39 der Motor, 40 die Antriebswelle, 41, 42 die Rollen - zwei weitere Rollen sind nicht sichtbar -und 43, 44 die Ketten.
  • Die kreiselstabilisierte Plattform besteht aus einem Fuß 45 und einem mit ihm fest verbundenen Rahmen 46. Auf diesem Rahmen ist ein Motor 47 befestigt, der über ein aus den Zahnrädern 48, 49 bestehendes Getriebe einen zweiten Rahmen 50 mit darauf befestigtem Motor 51 um die Achse 52 verdrehen kann.
  • Der Motor 51 verstellt die Plattform 53 über die Zahnräder 54, 55 um die zur Achse 52 senkrechte Achse 56. Die beiden Motoren werden von einem Neigungsmesser, der mit 57 angedeutet ist, über die leitenden Verbindungen 64, 65 derart gesteuert, daß die Plattform 53 stets horizontal gerichtet ist.
  • Mit der dargestellten Anordnung wird erreicht, daß an dem Gravimetersystem und somit auch an der Gravimetermasse keine Horizontalbeschleunigungen die bei der Bewegung des Fundamentes 63, etwa ein Schiffsboden, auftreten, angreifen. Es handelt sich hierbei um eine Anordnung, bei der die Horizontalbeschleunigung in zwei zueinander senkrechte Komponenten zerlegt wird.
  • Zwei Beschleunigungsmesser 58, 59, die die Beschleunigung in Richtung ihrer größten Ausdehnung messen sollen, sind auf der kreiselstabilisierten Plattform angeordnet. Sie sind so eingerichtet, daß sie eine der Beschleunigung proportionale Spannung erzeugen, die zur Steuerung der Motoren ausgenutzt wird, und zwar wird die von dem Beschleunigungsmesser 59 erzeugte Spannung durch die leitende Verbindung 66 einem diese Spannung in eine über die leitende Verbindung 68 den Motor 32 beeinflussende, geeignete Steuerspannung umformenden Gerät 60 zugeführt. In gleicher Weise steuert der Beschleunigungsmesser 58 über die Verbindung 67, das Gerät 61 und die Verbindung 69 den Motor 39. mindert das Fundament 63 seinen Bewegungszustand, so tritt eine Horizontalbeschleunigung 4 auf. Diese wird von den Beschleunigungsmessem 58, 59 in zwei zueinander senkrechte Komponenten zerlegt gemessen.
  • Bezeichnet f;1 den von dem Beschleunigungsmesser 58 gemessenen Anteil und 02 den von 59 gemessenen, so ist f,fT), bl+1)2=t. Die Beschleunigung t greift auch an dem Gravimetersystem an. Die Beschleunigungsmesser 58 bzw. 59 erzeugen den Beschleunigungen , bzw. b, proportionale Spannungen, die nach Umformung in den Geräten 61 bzw. 60 die Motoren 39 bzw. 32 steuern. Es greifen also an dem Gravimetersystem auch noch die durch diese Motoren geregelten Beschleunigungen an, die f 2 entgegengerichtet sind und deren Beträge gleich denen von 15 2 sind. Die an dem Gravimetersystem angreifende Summe der Horizontalbeschleunigungen ist also immer 1)1 + 1)2L) 2 = 0.
  • In Fig. 2 ist mit 62 der vorgenannte Schreiber bezeichnet, dem der Strom, der ein Maß für die Lage der Gravimetermasse ist, über die Verbindung 70 zugeführt wird.
  • Ein weiteres Ausführungsbeispiel einer Einrichtung nach der Erfindung ist in Fig. 3 dargestellt. Hier bedeutet 28 wieder die Platte des in der rechten Hälfte der Fig. 2 dargestellten Kreuzschlittens. Auf diesem Teil 28 ist die kreiselstabilisierte Plattform 53 angeordnet, auf der die Beschleunigungsmesser 58, 59 und das Gravimetersystem 30' angeordnet sind. Das Gravimetersystem braucht hierbei nicht kardanisch aufgehängt zu werden. Die für die kreiselstabilisierte Plattform notwendigen Stellmotoren sind nicht dargestellt. Bei dieser Anordnung müssen die Motoren (32, 39 in Fig. 2) das Teil 28 so beschleunigen, daß die Beschleunigungsmesser 58, 59 stets die Beschleunigung Null messen, was durch eine geeignete Ausbildung der Nachlaufsteuerung erreicht wird.
  • Fig. 4 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel einer Einrichtung nach der Erfindung. Hier ist auf einer größeren kreiselstabilisierten Plattform 53 der Kreuzschlitten angeordnet (die Antriebsmittel des Schlittens sind nicht dargestellt). Auf dem Teil 28 des Kreuzschlittens ist das Gravimetersystem 30', das wie beim zweiten Ausführungsbeispiel nicht kardanisch aufgehängt ist, angeordnet. Die Beschleunigungsmesser können entweder auf der Plattform 53 (gestrichelt gezeichnete Lage) oder auf dem Teil 28 angebracht sein. Im ersten Fall muß die Nachlaufsteuerung wie im Beispiel 1, im zweiten dagegen wie im Beispiel 2 ausgebildet sein.
  • Diese Anordnung hat trotz ihres äußeren technischen Aufwandes den Vorzug, daß man zur Bewegung des Gravimeters nur sehr geringe Kräfte aufzubringen hat, da weder Gewichtskomponenten (bei einer Neigung von 5' beträgt der Gewichtsanteil nur 75 g, bei einer Gesamtlast des Gravimeters plus Kreuzschlitten von 50 kg) noch Trägheitskräfte auftreten. Es sind lediglich Reibungskräfte zu überwinden, die unter den erwähnten Verhältnissen kleiner als 1 kg gehalten werden können.
  • Möglicherweise kann man in dem Fall, wo die Beschleunigungsmesser auf dem Teil 28 angeordnet sind, auf einen mit elektrischen Mitteln selbsttätig vor sich gehenden Nachlaufmechanismus ganz verzichten, da die Steuerung des Gravimeters auf der Plattform wegen der geringen Kräfte leicht von Hand vorgenommen werden kann. In diesem Falle würden zwei Beobachter die beiden Beschleunigungsmesser von Hand durch Vornahme von kleinen Verschiebungen des Gravimeters auf dem Kreuzschlitten auf Null einregeln.
  • In Fig. 5 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel einer Einrichtung nach der Erfindung dargestellt. Das Teil 28 des Kreuzschlittens trägt das kardanisch aufgehängte Gravimetersystem 30. Auf dem Teil 28 ist ferner eine kleine kreiselstabilisierte Plattform 53 angeordnet, die die Beschleunigungsmesser trägt. Die anderen Bezugszeichen bezeichnen bereits beschriebene Teile. Die Nachlaufsteuerung muß wie bei dem zweiten Beispiel ausgebildet sein. In diesem Fall hat man zwar größere Steuerungskräfte aufzubringen, aber die gesamte Anlage hat den Vorzug, daß sie gewichtsmäßig leichter und transportabler wird, denn die kreiselstabilisierte Plattform für die Beschleunigungsmesser kann sehr klein gehalten werden.

Claims (7)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Einrichtung zur Messung der Erdschwere auf schwankendem Fundament, bei der die der Schwerewirkung unterworfene Gravimetermasse elastisch an eine Gleichgewichtslage gefesselt und durch Richtkräfte, vorzugsweise durch Verspan- nungen mittels Fäden, so in ihrer Bewegungsfreiheit eingeengt ist, daß sich die Masse unter dem Einfluß äußerer Kräfte im wesentlichen nur in vertikaler Richtung verlagern kann, wobei Mittel zur starken Dämpfung dieser Bewegung vorgesehen sind, dadurch gekennzeichnet, daß das Gravimetersystem (30, 30') starr oder in kardanischer Aufhängung (31) auf einem nach zwei Richtungen horizontal verschiebbaren Schlitten (28) gelagert ist und daß Horizontalbeschleunigungsfühler (58, 59) über eine Servosteuerung (60, 32; 61, 39) den Schlitten (28) gegenphasig zu den Fundamentbewegungen verschieben.
  2. 2. Einrichtung nach Anspruch 1 mit kardanisch gelagertem Gravimetersystem, dadurch gekennzeichnet, daß die Beschleunigungsfühler (58, 59) auf einer selbsttätig horizontierten Plattform (53) angeordnet sind.
  3. 3. Einrichtung nach Anspruch 1, bei der das Gravimetersystem starr gelagert ist, dadurch gekennzeichnet, daß das System (30') auf einer selbsttätig horizontierten Plattform (53) auf dem Schlitten (28) angeordnet ist (vgl. Fig. 3).
  4. 4. Einrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Beschleunigungsfühler (58, 59) auf der Plattform (53) angeordnet sind.
  5. 5. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Schlitten (28) mit dem Gravimetersystem (30') auf einer selbsttätig horizontierten Plattform (53) angeordnet ist (vgl.
    Fig 4).
  6. 6. Einrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Beschleunigungsfühler (58, 59) auf dem Schlitten (28) starr befestigt sind.
  7. 7. Einrichtung nach Anspruch 1, bei der das Gravimetersystem mit dem Schlitten auf dem Fundament angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Beschleunigungsfühler (58, 59) auf einer kreiselstabilisierten Plattform (53) auf dem Schlitten (28) angeordnet sind (vgl. Fig. 5).
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