DE1111445B - Quetschrolle fuer Stengelbrecher und Verfahren zu ihrer Herstellung - Google Patents
Quetschrolle fuer Stengelbrecher und Verfahren zu ihrer HerstellungInfo
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Classifications
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A01—AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
- A01D—HARVESTING; MOWING
- A01D82/00—Crop conditioners, i.e. machines for crushing or bruising stalks
Landscapes
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- Adjustment And Processing Of Grains (AREA)
Description
Die Erfindung bezieht sich auf die besondere Ausbildung und Herstellungsweise einer Quetschrolle für
Stengelbrecher, wobei die Rolle durch eine Vielzahl von auf einer Welle zusammengepreßten Scheiben
gebildet ist. Derartige Stengelbrecher dienen dazu, geschnittenes Futter oder angewelktes Heu aufzunehmen
und die Stengel zu quetschen, um den Trocknungsvorgang zu beschleunigen und ein hochwertiges
Erntegut zu erhalten.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine neuartige, preiswerte und haltbare Quetschrolle zu scharfen, die vorzugsweise
aus elastischem, mit Gummi imprägniertem Gewebematerial hergestellt ist. Derartige Rollen
sind aus Einzelscheiben zusammengesetzt, die im entspannten Zustand meist eine gewisse Biegung aufweisen.
Bisher wurden diese Scheiben entsprechend ihrer Krümmung einfach aufeinandergelegt und dann
in ihrer Gesamtheit zusammengepreßt, wobei sie ausgerichtet und in ihrer Lage zueinander gesichert werden
sollten. Dieses Verfahren hat sich für den vorliegenden Anwendungsfall jedoch als unzweckmäßig
erwiesen, weil sich bei auch nur geringen Unregelmäßigkeiten in der Dicke der Scheiben an der Peripherie
der Rolle eine ungleichmäßige Druckverteilung ergibt, so daß an den Berührungsstellen extrem hohe
Drücke auftreten, während andererseits Lücken und Spalten gebildet werden. Bei der Arbeit bewirkt eine
solche Druckverteilung ein laufendes Verbiegen der Scheiben, das ein solches Ausmaß annehmen kann,
daß durch das Verschieben der Scheiben gegeneinander Reibungswärme erzeugt wird, die zur Zerstörung
der Rolle durch Verbrennung führt.
Durch die erfindungsgemäße Ausbildung des Rollenaufbaus wird diese Gefahr ausgeschaltet, da
eine gleichmäßige Druckverteilung gewährleistet ist. Diese wird dadurch erreicht, daß die Scheiben im
spannungslosen Zustand um zur Rollenachse senkrechte Achsen gekrümmt sind und daß die Krümmungsachsen
aufeinanderfolgender Scheiben jeweils senkrecht zueinander stehen. Dadurch ergibt sich eine
gleichmäßige innere Spannung und dadurch auch eine gleichmäßige Anlage der Scheiben gegeneinander.
Die vorzugsweise aus gummiimprägniertem Gewebematerial hergestellten, gekrümmt ausgebildeten
Scheiben sind zweckmäßig derart um 90° versetzt nebeneinander angeordnet, daß die aufgebogenen
Enden einer Scheibe gegen die im Krümmungsbauch liegenden Enden der benachbarten Scheiben zur Anlage
kommen.
Um die Stellung der Scheiben zueinander beim Zusammenbau zu gewährleisten und um sicherzustellen,
daß auch bei der Arbeit im Laufe der Zeit keine un- - Quetschrolle für Stengelbrecher
und Verfahren zu ihrer Herstellung
und Verfahren zu ihrer Herstellung
Anmelder:
International Harvester Company,
Chicago, 111. (V. St. A.)
Chicago, 111. (V. St. A.)
Vertreter: Dipl.-Ing. H. Zoepke, Patentanwalt,
München 5, Erhardtstr. 11
München 5, Erhardtstr. 11
Beanspruchte Priorität:
V. St. v. Amerika vom 30. Juli 1958
V. St. v. Amerika vom 30. Juli 1958
Peter Sammarco, Bellwood, 111. (V. St. Α.),
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
gewollte Verdrehung stattfindet, sind auf der Welle zweckmäßig Führungen angeordnet, die im Zusammenwirken
mit entsprechenden Nuten in den Bohrungen der Scheiben die Lage der Scheiben zueinander
sichern. Diese Führungen können entweder lose auf der Welle angeordnet und durch Endstücke
in ihrer Lage gesichert sein, oder die Welle kann selbst durch ihre Querschnittsform so ausgebildet
sein, daß sie ein Verdrehen. der Scheiben gegeneinander nicht zuläßt.
In besonders zweckmäßiger Weise wird der Zusammenbau der Quetschrolle so vorgenommen, daß
die Scheiben gruppenweise auf die Welle aufgezogen, zusammengepreßt und nach dem Zusammenpressen
durch Endstücke zusammengehalten werden und daß schließlich der Rolle durch Schleifen eine konvexe
Form gegeben wird.
Weitere Einzelheiten der Erfindung werden an einigen Ausführungsbeispielen erläutert.
Fig. 1 zeigt in schaubildlicher Ansicht eine erfindungsgemäße Quetschrolle nach dem Aufziehen der
ersten Scheibengruppe;
Fig. 2 zeigt die gleiche Ansicht nach dem Zusammenpressen der Gruppe und dem Aufziehen der
nächsten Scheibengruppen;
Fig. 3 zeigt eine Seitenansicht der fertig montierten Rollen mit teilweisem Schnitt;
Fig. 4 zeigt eine Endansicht einer Rolle;
109 648/33
Fig. 5 und 6 geben Ansichten der beiden zur Verwendung kommenden Scheibenformen;
Fig. 7 und 8 zeigen zwei andere Ausführungsmöglichkeiten der Erfindung.
Wie aus Fig. 1 ersichtlich, werden auf einer Welle 1 wechselweise Scheiben 2 und 3 aufgezogen. Die
Scheiben sind ringförmig ausgebildet und bestehen aus gummiimprägniertem Gewebematerial. Zwei verschiedene
Scheibenformen finden Verwendung. Die Ringe 4 der Scheiben 2 sind um die Achse x-x
(Fig. 5) gebogen und besitzen daher eine konvexe Seite 5 und eine konkave Seite 6. In der Mittelöffnung 7
sind zwei entgegengesetzt angeordnete Nuten 8,8 vorgesehen, die zur Aufnahme von losen Führungen 9,9
dienen, die auf der Welle 1 auf entgegengesetzten Seiten angeordnet sind.
Ähnlich sind die Scheiben 3 ausgebildet. Sie sind um die Achse y-y (Fig. 6) gebogen, und ihr Ring 11
besitzt eine konvexe Seite 12 und eine konkave Seite 13. Die Größe der Mittelöffnung 14 ist mit enger
Passung zum Durchmesser der Welle 1 gewählt. In der Öffnung 14 sind ebenfalls Nuten 15,15 zur Aufnahme
der Führungen 9, 9 vorgesehen.
Ein Vergleich der Scheiben nach Fig. 5 und 6 zeigt, daß der wesentliche Unterschied der beiden Scheibenarten
darin besteht, daß ihre Krümmungsachsen um etwa 90° gegeneinander verdreht sind.
Nach den bisher üblichen Verfahren wurden gleiche Scheiben aufeinandergelegt und, nachdem alle Scheiben
auf der Welle aufgezogen waren, durch Endstücke auf den beiden Seiten der Welle zusammengepreßt,
um ihnen eine ebene Lage und damit eine kreisrunde Form zu geben. In der Praxis ergab sich
dadurch jedoch eine ungleiche Pressung der Scheiben, weil die Pressung an den ersten Berührangsstellen zu
groß war und die Scheiben an den Punkten größter Krümmung nur relativ lose gehalten wurden.
Im Gegensatz dazu werden nach der Erfindung abwechselnd
Scheiben 2 und 3 mit jeweils um 90° verdrehter Krümmungsachse aufgezogen (Fig. 1 und 2),
so daß die aufgebogenen Enden 17 und 18 der Scheibe 2 mit den im Krümniungsbauch liegenden
Enden 19 und 20 auf der konvexen Seite 21a der Scheibe 3 zuerst in Berührung kommen. In gleicher
Weise berühren die aufgebogenen Enden 21 und 22 der Scheibe 3 zuerst die im Krümmungsbauch liegenden
Enden 23 und 24 auf der konvexen Seite der nächsten Scheibe 2. Zweckmäßig werden die Scheiben
2 und 3 auf den Führungen 9 gruppenweise aufgezogen und die erste Gruppe 25 von vorzugsweise
sechs oder sieben solcher Scheiben im Mittelteil der Welle 1 zusammengepreßt, wie Fig. 2 zeigt. Wenn die
erste Gruppe zusammengepreßt ist, dehnt sich das Material radial aus, und es wurde gefunden, daß die
Scheiben bei Pressung mit einem genügend hohen Druck auch nach Wegnahme des Druckes in dieser
Gruppe zusammenhalten, ebenso wie auch die nachfolgend aufgezogenen und zusammengepreßten Gruppen.
Die innere Reibung bei der Dehnung des Materials, wobei die Größe der Öffnungen 7 und 14 und
der Nuten 8 und 15 der Scheiben 2 und 3 verringert wird, preßt das Material gegen die Welle und die
Führungen, und die dadurch hervorgerufene Reibung ist völlig ausreichend, um die Scheiben zusammenzuhalten.
Nach der Bildung der Mittelgruppe 25 werden weitere Gruppen 26 und 27 auf beiden Seiten
aufgezogen und durch Pressung gegen die Mittelgruppe festgelegt, und zwar immer gruppenweise so
länge, bis die Rolle in der gewünschten Länge aufgebaut ist. Dann werden auf die Welle 1 die Endstücke
28 aufgesteckt, deren Ausnehmungen 30 die Enden 31 der Führungen 9 aufnehmen. Die Endstücke
werden gegeneinandergepreßt und durch Vorsteckbolzen 32 gesichert, die durch die Bohrungen 33
in den Endstücken und die Querbohrungen 34 in der Welle 1 geführt werden. Die Enden der Führungen
werden nunmehr durch in Bohrungen 34' eingesetzte
ίο Splinte 33' gesichert, und zwar an der Außenseite der
Wände 35 der Endstücke 28, so daß sie lose in ihrer Lage gehalten werden. Die Führungen 9 sind jedoch
durch die Endstücke 28 gegen Verdrehung gesichert, und die Vorsteckbolzen 32 halten den ganzen Rollenaufbau
zusammen, der somit mit der Welle 1 rotiert und wobei die Scheiben aus gummiimprägniertem
Gewebe den Rollenkörper bilden.
Nach dem Zusammenbau der Rolle wird ihr eine gewölbte Form gegeben, indem das überflüssige
Material z. B. durch Schleifen entfernt wird. Sie besitzt dann ihren größten Durchmesser in der Mitte
bei 37 und verjüngt sich nach beiden Seiten. Beim Schleifen der Peripherie des Rollenkörpers wird eine
solche gewölbte Form gewählt, daß ein etwa gleichmäßiger Auflagedruck gegen die Scheiben 41 der
Gegenrolle 40 erzielt wird und sich durch die Verformung
der Scheiben und der Wellen eine gleichmäßige Auflage der Rollen ergibt. Die Rolle 40 ist
in der gleichen Art aufgebaut wie die Rolle 42.
Bei den in Fig. 7 und 8 gezeigten Ausführungsformen der Erfindung sind die Rollen im wesentlichen
in der gleichen Weise aufgebaut wie beim ersten Ausführungsbeispiel, und es werden daher
auch die gleichen Bezugszeichen lediglich mit einem Buchstabenzusatz verwendet. Der Unterschied liegt in
der Ausbildung der Welle. Nach Fig. 7 hat die Welle la quadratische Form, und entsprechend sind auch
die Öffnungen 7 α und 14 a der Scheiben 2 a und 3 a ausgebildet. Nach Fig. 8 ist die Welle 1 b im Querschnitt
sechseckig, und die Öffnungen 7 b und 14 b der Scheiben 2 b und 3 b sind entsprechend ebenfalls
sechseckig. Durch eine solche Ausbildung der Welle können die Führungen 9 entfallen, und ihre Aufgabe
wird von den Kanten 9 a und 9 b übernommen. Diese Ausführungen haben sich als noch günstiger erwiesen,
da durch die geringe Tiefe der Führungen Schwierigkeiten vermieden werden, die bei Herstellung und
Zusammenbau unter Verwendung von aufgeschweißten oder losen einfachen oder doppelten Führungen
noch aufgetreten sind.
Claims (8)
1. Quetschrolle für Stengelbrecher mit einer Vielzahl von auf einer Welle angeordneten, axial
zusammengepreßten, elastischen Scheiben, da durch gekennzeichnet, daß die Scheiben im spannungslosen
Zustand um zur Rollenachse senkrechte Achsen gekrümmt sind und daß die Krümmungsachsen (x-x, y-y) aufeinanderfolgender
Scheiben (2, 3) jeweils senkrecht zueinander stehen.
2. Quetschrolle nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Scheiben (2, 3) aus gummiimprägniertem
Gewebematerial hergestellt sind.
3. Quetschrolle nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die gekrümmt ausgebildeten
Scheiben (2, 3) derart um 90° versetzt nebenein-
ander angeordnet sind, daß die aufgebogenen Enden (17,18 bzw. 21, 22) einer Scheibe jeweils
gegen die im Krümmungsbauch liegenden Enden (19,20 bzw. 23,24) der benachbarten Scheibe zur
Anlage kommen.
4. Quetschrolle nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß auf der Welle (1) Führungen
(9) angeordnet sind, die zusammen mit entsprechenden Nuten (8, 15) in den Bohrungen
der Scheiben (2, 3) die Lage der Scheiben zueinander sichern.
5. Quetschrolle nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungen (9) lose auf der
Welle (1) angeordnet sind und durch Endstücke (28) in ihrer Lage gesichert sind.
6. Quetschrolle nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungen (9 ω, 9 έ) durch
die Querschnittsform der Welle (la, Ib) selbst gebildet sind.
7. Quetschrolle nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Rolle
eine konvex gewölbte Form besitzt und die Welle (1) elastisch ist, so daß sich unter dem Betriebsdruck eine gleichmäßige Auflage über die ganze
Länge ergibt.
8. Verfahren zur Herstellung einer Quetschrolle nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch
gekennzeichnet, daß die Scheiben (2, 3) gruppenweise auf die Welle (1) aufgezogen, zusammengepreßt
und nach dem Zusammenpressen durch Endstücke (28) zusammengehalten werden und daß schließlich der so zusammengebauten Rolle
durch Schleifen eine konvex gewölbte Form gegeben wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 109 648/33 7.61
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US1111445XA | 1958-07-30 | 1958-07-30 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
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| DE1111445B true DE1111445B (de) | 1961-07-20 |
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|---|---|---|---|
| DEI16787A Pending DE1111445B (de) | 1958-07-30 | 1959-07-28 | Quetschrolle fuer Stengelbrecher und Verfahren zu ihrer Herstellung |
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| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1111445B (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP2025218A1 (de) * | 2007-08-11 | 2009-02-18 | CLAAS Selbstfahrende Erntemaschinen GmbH | Konditioniereinrichtung für einen Feldhäcksler |
-
1959
- 1959-07-28 DE DEI16787A patent/DE1111445B/de active Pending
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP2025218A1 (de) * | 2007-08-11 | 2009-02-18 | CLAAS Selbstfahrende Erntemaschinen GmbH | Konditioniereinrichtung für einen Feldhäcksler |
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