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DE1110914B - Anordnung zur Erfassung von Temperaturaenderungen und des Differentialquotienten hierzu - Google Patents

Anordnung zur Erfassung von Temperaturaenderungen und des Differentialquotienten hierzu

Info

Publication number
DE1110914B
DE1110914B DEI12519A DEI0012519A DE1110914B DE 1110914 B DE1110914 B DE 1110914B DE I12519 A DEI12519 A DE I12519A DE I0012519 A DEI0012519 A DE I0012519A DE 1110914 B DE1110914 B DE 1110914B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
temperature
arrangement according
differentiator
voltage
circuit
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEI12519A
Other languages
English (en)
Inventor
David Savidge Lees
George Omar Morgan
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Imperial Chemical Industries Ltd
Original Assignee
Imperial Chemical Industries Ltd
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Imperial Chemical Industries Ltd filed Critical Imperial Chemical Industries Ltd
Publication of DE1110914B publication Critical patent/DE1110914B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01KMEASURING TEMPERATURE; MEASURING QUANTITY OF HEAT; THERMALLY-SENSITIVE ELEMENTS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • G01K7/00Measuring temperature based on the use of electric or magnetic elements directly sensitive to heat ; Power supply therefor, e.g. using thermoelectric elements
    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01DMEASURING NOT SPECIALLY ADAPTED FOR A SPECIFIC VARIABLE; ARRANGEMENTS FOR MEASURING TWO OR MORE VARIABLES NOT COVERED IN A SINGLE OTHER SUBCLASS; TARIFF METERING APPARATUS; MEASURING OR TESTING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • G01D1/00Measuring arrangements giving results other than momentary value of variable, of general application
    • G01D1/10Measuring arrangements giving results other than momentary value of variable, of general application giving differentiated values
    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01DMEASURING NOT SPECIALLY ADAPTED FOR A SPECIFIC VARIABLE; ARRANGEMENTS FOR MEASURING TWO OR MORE VARIABLES NOT COVERED IN A SINGLE OTHER SUBCLASS; TARIFF METERING APPARATUS; MEASURING OR TESTING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • G01D9/00Recording measured values
    • G01D9/02Producing one or more recordings of the values of a single variable
    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01NINVESTIGATING OR ANALYSING MATERIALS BY DETERMINING THEIR CHEMICAL OR PHYSICAL PROPERTIES
    • G01N25/00Investigating or analyzing materials by the use of thermal means
    • G01N25/02Investigating or analyzing materials by the use of thermal means by investigating changes of state or changes of phase; by investigating sintering
    • G01N25/04Investigating or analyzing materials by the use of thermal means by investigating changes of state or changes of phase; by investigating sintering of melting point; of freezing point; of softening point

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Description

  • Anordnung zur Erfassung von Temperaturänderungen und des Differentialquotienten hierzu Die Erfindung bezieht sich auf eine Anordnung zur selbsttätigen, gleichzeitigen Erfassung von Temperaturänderungen und des Differentialquotienten hierzu, insbesondere an den Punkten der Zustandsänderung eines Stoffes, mittels eines Temperaturschreibers, dem eine von dem Temperaturfühler abgeleitete Meßspannung zugeführt wird.
  • Es ist bekannt, Kurven von Röhrencharakteristiken zu bestimmen unter der Annahme, daß der Anodenstrom in Abhängigkeit von der Gitterspannung linear verläuft. Hierbei wird die Differenz zwischen je zwei Anodenstromwerten bei konstanten Gitterspannungsänderungen festgestellt, indem diese Differenz unmittelbar von der Skala eines Amperemeters abgelesen wird. Vor jeder Spannungsänderung muß der Nullpunkt des Amperemeters neu justiert werden.
  • Es ist ebenfalls bekannt, die Registrierung eines diskontinuierlichen Vorganges der kontinuierlichen Zeitaufzeichnung eines anderen Vorganges zu überlagern.
  • Aufgabe der Erfindung ist es, kennzeichnende Punkte bzw. Abschnitte in der Temperaturzeitkurve, beispielsweise Temperaturschwankungen bestimmter Geschwindigkeit, welche durch Zustandsänderungen von Stoffen bedingt sind, automatisch besonders kenntlich zu machen. Bisher konnten diese den Zustandsänderungen entsprechenden Kurvenabschnitte nur aus dem registrierten Temperaturlctirvenverlauf herausgelesen werden. Die bisher bekannten Temperaturkontrollgeräte, bestehend aus Temperaturfühler und von diesem gesteuerten Temperaturschreiber, schreiben nämlich nur eine solche Temperaturkurve auf, welche bei nicht sehr schnell verlaufenden Temperaturschwankungen eingetretene Zustandsänderungen nur durch genauere Betrachtung erkennen lassen.
  • Selbstverständlich kann die erfindungsgemäße Anordnung auch für die Bestimmung von beliebigen Schwankungen in der Temperaturzeitkurve benutzt werden, die von anderen Ursachen als von Zustandsänderungen von Stoffen herrühren.
  • Die weiter oben umrissene Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Meßspannung in an sich bekannter Weise vom Schreibgerät aufgezeichnet wird und daß diese Spannung gleichzeitig unter Einschaltung von Differenziergleichern, welche die erhaltenen Anzeigen zweifach in bezug auf die Zeit differenzieren, einem Relaisstromkreis zugeführt wird, derart, daß bei Überschreiten eines vorbestimmten Wertes des Differentialquotienten ein Impuls ausgelöst und dieser den aufzuschreibenden Meßwerten in an sich bekannter Weise überlagert wird.
  • Vorzugsweise wird die Temperaturmessung mit einem im Eingangskreis der Differenzierschaltung liegenden Thermistor und einem unmittelbar an den Temperaturschreiber angeschalteten Widerstandsthermometer durchgeführt. Es kann auch nur ein einziger Temperaturfühler beispielsweise ein Thermistor verwendet werden, dessen Ausgangsspannung einerseits an einem Differenzierglied und andererseits über einen zu diesem parallel geschalteten Verstärker unmittelbar am Temperaturschreiber liegt.
  • Bei der ersten Ausführungsform ist der Temperaturschreiber vorzugsweise von- der Art einer sich selbst kompensierenden Wheatstonschen Brücke. Im zweiten Fall ist der Temperaturschreiber zweckmäßig eine Potentiometertyp.
  • Der Erfindungsgegenstand ist vorzugsweise anwendbar bei Verfahren, bei denen ein fester Stoff kontinuierlich abgekühlt bzw. ausgefroren wird. Hierbei tritt nämlich bei einer Phasenumwandlung nur eine verhältnismäßig geringe Wärmemenge auf, insbesondere dann, wenn die betreffende Menge des umzuwandelnden Stoffes gering ist. Der Erfindungsgegenstand ist von besonderer.-Bedeutung einerseits für die Bestimmung und/oder Regelung des Temperaturbereiches, in dem p-Xylol in wirksamer Weise und im wesentlichen frei von den binären oder ternären Eutektika mit anderen Xylolen aus entsprechenden gemischten Xylolen ausgefroren werden kann, und andererseits, um hierdurch die Temperatur in der nachfolgenden Zentrifugierungsstufe regeln zu können, die zur Ausscheidung des p-Xylols dient, so daß die maximale Menge an im wesentlichen reinem p-Xylol aus der Flüssigkeit ausgeschieden werden kann. Für den erstgenannten Zweck sind die wesentlichen Temperaturgrenzen einmal der Punkt, bei dem das feste p-Xylol sich auszuscheiden beginnt, und dann der Punkt, bei dem sich das p-Xyloleutektikum ausscheidet. Eine Kontrolle erfolgt hierbei dadurch, daß die Geschwindigkeit der Kältezufuhr genau eingestellt wird, so daß die Temperatur innerhalb dieses Bereiches aufrechterhalten wird.
  • Infolge der Tendenz des Xylolsystems, sich zu unterkühlen, ist es vorteilhaft, für die Bestimmung dieser beiden Umwandlungspunkte die betreffende Probe unter den ersten binären eutektischen Punkt des p-Xylols abzukühlen und dann die Probe allmählich zu erwärmen, um hierdurch die beiden charakteristischen Temperaturen auf der Schmelzpunktkurve zu bestimmen. Unter Zugrundelegung dieser Werte kann das Ausfrierungsverfahren wirksam innerhalb eines Temperaturbereiches durchgeführt werden, innerhalb dessen p-Xylol von einem gewünschten Reinheitsgrad und/oder in gewünschter Menge anfällt. Die Arbeitsweise zur Durchführung des Verfahrens verläuft beispielsweise wie folgt: Eine Probe einer Xylol-Mischung wird in ein Vakuumgefäß eingebracht, das mit einem Ventilauslaß versehen ist, welcher mit dem Raum zwischen dessen Wandungen in Verbindung steht. Das Gefäß ist in ein zweites größeres Vakuumgefäß eingetaucht, das ein Gefriermittel enthält, beispielsweise flüssigen Stickstoff oder eine Mischung von festem Kohlendioxyd mit Methanol. Der Raum zwischen den beiden Doppelwandungen des ersten Gefäßes ist mit einer Pumpe verbunden. Durch Einstellung des Druckes in diesem Raum kann die Temperaturänderung des Xylols in der gewünschten Weise verändert werden.
  • Die Mischung wird dann zunächst unter den binären eutektischen Punkt abgekühlt, beispielsweise mit Hilfe von flüssigem Stickstoff. Der flüssige Stickstoff wird dann durch ein Eisbad ersetzt. Die Mischung wird auf diese Weise allmählich erwärmt. Ein Widerstandsthermometer wird in das Xylol, das ständig gerührt wird, eingetaucht, und die Temperatur wird mittels eines selbsttätigen Temperaturschreibers aufgezeichnet. Ferner wird in die Xylolmischung ein Thermistor eingetaucht, dessen Ausgangsspannung nach zweimaliger Differentitation und elektronischer Verstärkung als Zeichenimpuls in der noch zu beschreibenden Weise dem Temperaturschreiber zugeführt wird, so daß Änderungen des Temperaturverlaufs durch Spitzen in der Temperatur-Zeitkurve deutlich sichtbar werden. Auf diese Weise werden die Temperatur, bei der das Binär zu schmelzen beginnt und diejenige, bei der das letzte feste p-Xylol schmilzt, bestimmt. Unter Ausnutzung dieser Werte läßt sich der Temperaturbereich bestimmen, der bei dem p-Xylol-Ausfrierungsverfahren vorteilhafterweise angewandt wird.
  • Die Erfindung ist an Hand der Zeichnungen an einem Ausführungsbeispiel erläutert. In den Zeichnungen stellt dar Fig. 1 die Schaltung des erfindungsgemäßen Geräts als Blockschaltbild in einpoliger Darstellungsweise, Fig. 2 die Schaltung nach Fig. 1 in Einzelheiten.
  • Die XylolmischungX befindet sich in einem mit einer Rührvorrichtung ausgestatteten Gefäß Q. In diese Mischung taucht ein Widerstandsthermometer T ein, das an einen Temperaturzeiger und -schreiber 1 angeschlossen ist. Ferner taucht in die Mischung ein Thermistor t ein, der an eine erste elektrische Differenzierschaltung D1 angeschlossen ist, an deren Ausgang ein Röhrenverstärker A liegt. An diesem ist eine zweite Differenzierschaltung D2 angeschlossen, welche mit einem empfindlichen Schalterstromkreis S in Verbindung steht, an den wiederum ein Relaisstromkreis R angeschaltet ist, welcher die Zeichenimpulse an den Temperaturschreiber 1 liefert. Als Thermistor zur Bestimmung der Temperatur in einem p-Xylol-Ausfrierungsverfahren ist einer der Standard Telephone and Cables Type A.5412/100 geeignet, der mit einer Spannung von 85 Volt unter Verwendung eines 3,3-Megohm-Vorschaltwiderstandes betrieben werden kann und hierbei eine Empíindlichkeit von etwa 1 Volt je 10 C im Bereich von - 653 C, d. h. in der Nähe der hier interessierenden Temperatur, aufweist.
  • Die vorstehend prinzipiell dargestellte Schaltung arbeitet folgendermaßen: Die von einem Widerstandsthermometer, das in den unter Kontrolle stehenden Stoff eingeführt ist, abgegebene Ausgangsspannung wird direkt dem Temperaturschreiber zugeführt und bewirkt auf diesem die Aufzeichnung der Temperaturkurve in Abhängigkeit von der Zeit. In den Stoff wird außerdem ein Thermistor eingeführt, dessen abgegebene Spannung ebenfalls der Temperatur des Stoffes entspricht. Jedoch ergibt sich bei kontinuierlicher Änderung der Temperatur hinter den Differenziergliedern keine Spannungsänderung. Während dieser Zeit verbleibt der Schalterstromkreis im Ruhezustand. Bei Auftreten einer Phasenänderung od. dgl. ergibt sich jedoch eine mit großer Geschwindigkeit verlaufende Änderung der vom Thermistor abgegebenen Spannung, die sich hinter dem zweiten Differenzierglied in Form eines Spannungssprungs bemerkbar macht. Dieser Spannungssprung steuert den Schalterstromkreis aus, welcher seinerseits die Betätigung eines Relais bewirkt. Durch diese Arbeitsweise wird ein Impuls erzeugt, welcher dem Temperaturschreiber zugeführt wird und welcher in der Temperaturkurve als eine aus dem Kurvenzug besonders herausspringende Zacke erscheint.
  • Die Einzelheiten der in Fig. 1 schematisch dargestellten Schaltung ergeben sich aus Fig. 2 der Zeichnungen.
  • Die jeweilige Spannung des Thermistors t liegt über die als Stecker und Büchse zweiteilig gezeichnete Steckkontaktverbindung P am Eingang der Schaltung, die aus folgenden Teilkreisen besteht.
  • 1. Differenzierglied Da Diese enthält einen Kondensator C1 und einen Widerstand Rt und ist derart bemessen, daß sie für die bei diesem Verfahren auftretende Temperaturänderung/Zeit, die latente Wärme, die Menge der auftretenden latenten Wärme und die Eigenschaften des Thermistors geeignet ist. Im allgemeinen ist eine Zeitkonstante von 1 Sekunde bis 1 Minute ein geeigneter Bereich, der einmal durch die Dauer des Verlaufs der Umwandlung und andererseits von dem praktischen Erfordernis einer möglichst raschen Arbeitsweise, soweit sich das mit der Zuverlässigkeit vereinbaren läßt, bestimmt wird. Beim Abkühlen von Mischungen, welche p-Xylol enthalten, ist eine Zeitkonstante von 30 Sekunden vorteilhaft.
  • Der Druckknopfschalter DS ist gewöhnlich geschlossen und hat keine Bedeutung für den Normalbetrieb der Schaltung; er kann zum Anlegen von Eichsignalen für Prüfzwecke benutzt werden.
  • 2. Verstärker Dieser besteht aus einer Pentode Y1 mit einem an ihrem Steuergitter liegenden Glättungsschaltglied. Das verstärkte Signal wird von der Anode abgenommen.
  • An diese kann ein weiterer Glättungskondensator c2 angeschaltet werden. Die Regelung der Gittervorspannung erfolgt in der in Fig. 2 dargestellten Weise.
  • 3. Zweites Differenzierglied D2 Dieses besitzt eine ähnliche Zeitkonstante wie Dt, jedoch wird der Widerstandswert von R2 und kleiner als der von Bl, die Kapazität C3 größer als die von gewählt, um die Ausgangsspannung gegenüber Einwirkungen durch die Begrenzungsdioden V4 weniger empfindlich zu machen.
  • 4. Schalterstromkreis mit Relais Dieser Stromkreis enthält eine Pentode V2 und eine Triode V3 (A) mit zugehörigen Schaltgliedern und mit einer positiven Rückkopplung von V3 (A) nach V2, die von der Kathode von V3 (A) abgenommen und über das Hilfsschaltgliedr und den veränderlichen Widerstand an die Kathode und das Bremsgitter von V2 gelegt wird. Wenn die Steuergitterspannung von V2 den Wert übersteigt, der durch die Gittervorspannung der Röhre V2 festgelegt ist, erreicht der Anodenstrom in V2 einen so hohen Wert, daß der Anodenstrom in V3 (A) durch Absenkung deren Gitterspannung unterbrochen wird und somit das Relais RLt, das gewöhnlich erregt ist, abfällt.
  • Das Hilfsschaltglied r ist ein als Buchse ausgebildeter Doppelkontakt, der im Normalbetrieb der Schaltung keine Rolle spielt. In diese Buchse kann eine Klinke für Prüf- und Überwachungszwecke eingesteckt werden. Wenn, wie gewöhnlich, die Klinke nicht eingesteckt ist, verläuft die Rückkopplung von V3 (A) zu V über den in der Kathodenzuleitung von V2 liegenden Rückkopplungswiderstand in seiner Normaleinstellung. Ist die Klinke eingesteckt, fließt der Strom in V2 lediglich durch den veränderlich abgreifbaren Widerstand, der dann zur Regelung der Spannung verwendet wird, die über die Klinke an einen nicht dargestellten, zur Überwachung des in Vo fließenden Stromes benutzten Prüfschreiber geliefert wird.
  • 5. Relaisstromkreis Dieser dient dazu, einen Impuls zu erzeugen, der über die AnschlußklemmeZ dem Temperaturzeiger und -schreiber zugeführt wird. Wenn RLi abfällt, schließt der Kontakt Ru11, und die Röhre V3 (B) wird für einen gewissen Zeitraum stromlos, die durch die Zeitkonstante des an ihrem Steuergitter liegenden Stromzweiges bestimmt ist. Das Relais RL2, das gegewöhnlich unter Strom steht, wird auf diese Weise für diesen Zeitraum abgeschaltet, und ein Paar seiner Kontakte wird dazu verwendet, dem Galvanometerstromkreis des Temperaturschreibers l einen Ablenkstrom zuzuleiten. Dieser läßt in der von dem Temperaturschreiber aufgezeichneten Temperatur-Zeitkurve eine Markierungsspitze entstehen, welche die zu kennzeichnende Temperatur anzeigt.
  • Die Stromversorgung ist von üblicher Art. Sie weist einen Transformator Tt, einen Röhrengleichrichter Va und ein aus einer Drosselspule L und zwei Kondensatoren C4 und C5 bestehendes Glättungsfilter auf. Schwankungen der Netzspannung werden mit Hilfe von Neonröhren V6 und V7 und deren Vorschaltwiderständen R3 und R4 auf ein Minimum verringert. Das Neonrohr V6 dient dazu, die Anodenspannung der Röhren V2 und V3 zu stabilisieren. Das andere Neonrohr V7 stabilisiert die Anodenspannung der Röhre, und ist ferner mit einem weiteren Neonrohr V5 verbunden, damit dem Thermistor eine stabile Spannung, d. h. eine Spannung mit Schwankungen von weniger als 0,1 ovo, zugeführt wird.
  • Eine negative Spannung wird durch einen Metallgleichrichter M und dessen Glättungskondensator c6 erzeugt und durch ein Neonrohr V9 stabilisiert, dem ein Widerstand R5 vorgeschaltet ist.
  • Die Heizdrähte von V, und V2 werden von einem Transformator T2 mit konstanter Spannung gespeist.
  • Vorteilhafterweise kann eine Widerstandslampen-Stabilisierung angewandt werden. Die beschriebene Einrichtung kann mit Anzeigelampen ausgestattet sein, die in jedem Augenblick den Zustand in den Differentialkreis erkennen lassen.

Claims (9)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Anordnung zur selbsttätigen, gleichzeitigen Erfassung von Temperaturänderungen und des Differentialquotienten hierzu, insbesondere an den Punkten der Zustandsänderung eines Stoffes, mittels eines Temperaturschreibers, dem eine von dem Temperaturfühler abgeleitete Meßspannung zugeführt wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Meßspannung in an sich bekannter Weise vom Schreibgerät aufgezeichnet wird und daß diese Spannung gleichzeitig unter Einschaltung von Differenziergliedern, welche die erhaltenen Anzeigen zweifach in bezug auf die Zeit differenzieren, einem Relais stromkreis zugeführt wird, derart, daß bei Überschreitung eines vorbestimmten Wertes des Differentialquotienten ein Impuls ausgelöst und dieser den aufzuschreibenden Meßwerten in an sich bekannter Weise überlagert wird.
  2. 2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Temperaturmessung von einem im Eingangskreis der Differenzierschaltung liegenden Thermistor und einem unmittelbar an den Temperaturschreiber angeschalteten Widerstandsthermometer erfolgt.
  3. 3. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein einziger Temperaturfühler, beispielsweise ein Thermistor verwendet wird, dessen Ausgangsspannung einerseits an einem Differenzierglied und andererseits über einen zu diesem parallel geschalteten Verstärker unmittelbar am Temperaturschreiber liegt.
  4. 4. Anordnung nach den Ansprüchen 1 bis 3, gekennzeichnet durch ein erstes, einen Kondensator und einen Widerstand enthaltendes Differenzierglied mit einer Zeitkonstanten von höchstens einer Minute, einen diesem nachgeschalteten Verstärker mit einer Verstärkerröhre, an deren Steuergitter ein Glättungsschaltglied liegt, ein hieran angeschlossenes, einen Kondensator und einen Widerstand enthaltendes zweites Differenzierglied mit einer Zeitkonstanten ähnlich der ersten und einen über das zweite Differenzierglied ausgesteuerten Schaltstromkreis mit zwei Elektronenröhren, von denen die zweite auf die erste rückgekoppelt ist und von denen ein im Betriebsfall unter Strom stehendes Relais in einem Relaisstromkreis so betätigt wird, daß es, wenn die Gitterspannung der ersten Röhre einen bestimmten Wert überschreitet, stromlos wird.
  5. 5. Anordnung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß in dem zweiten Differenzierglied Begrenzungsdioden angeordnet sind und daß der Widerstand in dem zweiten Differenzierglied kleiner und die Kapazität größer ist als die entsprechenden Werte im ersten Differenzierglied.
  6. 6. Anordnung nach einem der Ansprüche 4 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Relaisstromkreis ein Relais, einen ersten Kontaktgeber, eine Röhre und einen zweiten Kontaktgeber aufweist.
  7. 7. Anordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß eine Stabilisierung der Betrtebsgleichspannungen durch Neonröhren erfolgt.
  8. 8. Anordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß eine Stabilisierung der Spannung des Thermistorstromkreises durch eine Neonröhre erfolgt.
  9. 9. Anordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch die Anwendung der Anordnung zur Bestimmung des Gefrierpunktes von Xylolmischungen, wobei die Zeitkonstante des ersten Differentiators etwa 30 Sekunden beträgt.
    In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 681 137; USA.-Patentschriften Nr. 2 447 018, 2672751.
DEI12519A 1955-12-02 1956-11-30 Anordnung zur Erfassung von Temperaturaenderungen und des Differentialquotienten hierzu Pending DE1110914B (de)

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Citations (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE681137C (de) * 1936-10-02 1939-09-16 Willy Bittorf Dipl Ing Vorrichtung zum Messen des Differenzen-Quotienten der Kennlinien von gesetzmaessig verlaufenden elektrischen Vorgaengen
US2447018A (en) * 1945-04-18 1948-08-17 Keinath George Three-magnitude recorder
US2672751A (en) * 1951-09-24 1954-03-23 Phillips Petroleum Co Automatic time-temperature curve apparatus

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