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Vergleichseinrichtung für Servo-Steuersysteine in Flugregelanlagen
Die Erfindung bezieht sich auf Servo-Steuersysteme in Flugregelanlagen, die bei
Abweichungen des Flugzeuges von einem gegebenen Kurs und/oder einer Fluglage das
von der Flugregelanlage gebildete Abweichungssignal auf die Ruderflächen übertragen
und das Flugzeug auf den Sollkurs oder die Sollfluglage zurückführen.
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Es ist bereits vorgeschlagen worden, in einer Flugregelanlage eine
kurzzeitige Stabilisierung durch paarweise angeordnete lineare Beschleunigungsmesser
hervorzurufen, wobei diese Beschleunigungsmesser ein Maß der Winkelbeschleunigung
um die Längsachse des Flugzeuges bewirken. Dabei sind für eine langdauernde Stabilisation
Kreiselgeräte vorgesehen, die ein Maß der Abweichung des Flugzeuges von einer vorbestimmten
Flugbahn liefern, wobei die von diesen Messungen abhängigen Signale dem Eingang
eines Servo-Steuersystems zugeführt werden.
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Tritt bei einer derartigen Steuereinrichtung eine Störung auf, z.
B. wenn das das Eingangssignal für das Servo-Steuersystem erzeugende Instrument
gestört ist oder ein fehlerhaftes Signal erzeugt, ist es von größter Wichtigkeit,
daß die Steuereinrichtung außer Betrieb gesetzt wird oder daß der Pilot gewarnt
wird, damit die Sicherheit des Flugzeuges nicht gefährdet wird.
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Zur Vermeidung dieser Störeinflüsse sieht die Erfindung eine Vergleichseinrichtung
für Servo-Steuersysteme in Flugregelanlagen vor, die davon ausgeht, daß zum Anstellen
einer Ruderfläche ein Servo-Steuersystem dient, wodurch die Bewegungen des Flugzeuges
um eine seiner Achsen geregelt werden, wobei ein erstes Instrument ein erstes Steuersignal
und ein zweites Instrument ein zweites Steuersignal erzeugt und bei der ein Servosteuersignal,
das die ersten und zweiten Steuersignale als Komponenten enthält, als Eingang dem
Servo-Steuersystem zugeführt wird. Diese Vergleichseinrichtung kennzeichnet sich
erfindungsgemäß durch eine Einrichtung, die auf das erste Signal anspricht und ein
drittes Signal erzeugt, das eine Funktion der Bewegung des Flugzeuges um die jeweilige
Achse ist, ferner durch eine auf das zweite Signal ansprechende Einrichtung, die
ein viertes Signal erzeugt, das eine Funktion der Bewegung des Flugzeuges um die
gleiche Achse darstellt, und durch eine Schaltanordnung, die auf das dritte und
vierte Signal anspricht und ein charakteristisches Signal erzeugt, wenn die Differenz
der Größen des dritten und vierten Signals einen bestimmten Betrag überschreitet.
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Auf diese Weise wird ein von einem der Instrumente erzeugtes fehlerhaftes
Signal durch Vergleich mit einem von dem Ausgang eines anderen Instrumentes abhängigen
Signal herausgefunden und ein charakteristisches Signal erzeugt. Dieses charakteristische
Signal kann eine Wameinrichtung auslösen, die den Piloten die Störung erkennen läßt
oder die Flugregelung unwirksam macht.
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Wenn das erste Signal ein Maß für die Winkelverstellung des Flugzeuges
um die Steuerachse und das zweite Signal ein Maß der Winkelbeschleunigung des Flugzeuges
um diese Steuerachse ist, kann das erste Steuersignal differenziert und das zweite
integriert werden, um ein drittes bzw. ein viertes Signal zu erzeugen. Derartige
Vergleichssignale, die das erste und zweite Signal repräsentieren, werden erzeugt,
um einen unmittelbaren Vergleich vornehmen zu können.
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Außerdem ist eine zweite Vergleichseinrichtung vorgesehen, die auf
das Servosteuersignal und auf ein fünftes Signal anspricht, das ein Maß der Ausgangsgröße
des Servo-Steuersystems ist und ein charakteristisches Signal erzeugt, wenn die
Differenz zwischen dem fünften Signal und dem Servosteuersignal einen vorbestimmten
Betrag überschreitet.
Dieses charakteristische Signal, das beim
Auftreten einer Störung im Servo-Steuersystern erscheint, kann auch eine Warneinrichtung
betätigen oder die Flugregelanlage unwirksam machen.
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Die Flugregelanlage ist in der Weise ausgebildet, daß die beiden zu
vergleichenden Signale und ein weiteres Signal, das einem der anderen beiden zu
vergleichenden Signale entspricht, der Vergleichseinrichtung zugeführt werden und
daß der Ausgang der Vergleichseinrichtung zusammen mit dem anderen der beiden anderen
Signale der anderen Vergleichseinrichtung zugeführt wird, wobei diese letztere Vergleichseinrichtung
das charakteristische Signal erzeugt.
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Eine auf Druck ansprechende Vorrichtung verändert das fünfte Signal
im umgekehrten Verhältnis zu dem dynamischen Druck und sieht einen der Vergleichseinrichtung
zugeordneten Kompensator vor, dem ein fünftes Signal zur Kompensation der auftretenden
Veränderung zugeführt wird.
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Die Flugregelanlage sieht auch eine Handsteuereinrichtung zur Einstellung
einer Komponente des Servosteuersignals zusammen mit einem Schalter vor, wobei der
Schalter durch die Handsteuereinrichtung betätigt wird und dazu dient, die Vergleichseinrichtung
unwirksam zu machen, damit bei Einstellung der Komponente des Servosteuersignals
durch die Handsteuereinrichtung das charakteristische Signal erzeugt und die automatische
Steuerung außer Betrieb gesetzt wird.
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In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel einer Vergleichseinrichtung
in Verbindung mit einer Längsneigungssteuereinrichtung schematisch dargestellt.
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Die Längsneigungssteuereinrichtung sieht ein Steuergerät
39 vor, das wahlweise über einen Wählschalter 62 mit einer Längsneigungsberechnungsstufe
61 verbunden ist. Die durch das Steuergerät 39
gelieferten Signale
für den Sollwert der Längsneigungsänderung werden durch Handeinstellung eines in
dem Steuergerät vorgesehenen Längsneigungsknopfes 55 verändert. Ein Funknavigationsempfänger
86, der ebenfalls wahlweise über einen Wählschalter 88 mit der Längsneigungsberechnungsstufe
61 verbunden ist, liefert Vertikal-Weg-Steuersignale, die beispielsweise
von einem Gleitwegempfänger einer Instrumentenlandeanlage stammen. Die Selbststeuereinrichtung
kann auch mit Signalen aus einem Höhensteuergerät 80 und von auf den Luftstrom
ansprechenden Einrichtungen gespeist werden, beispielsweise einem Machzahlüberwachungsgerät
60 und einem auf die Fluggeschwindigkeit ansprechenden überwachungsgerät
81, die wahlweise mit der Längsneigungsberechnungsstufe 61 über Schalter
82 bzw. 83 und 84 verbunden werden. Die auf den Luftstrom ansprechenden
Einrichtungen 60
und 81 bewirken eine Winkeldrehbewegung zweier Wellen
59 und 89, die sich mit einer Funktion der Machzahl M bzw. dem dynamischen
Druck g ändern. Der Ausgang der Längsneigungsberechnungsstufe 61
und
der Ausgang des Längsneigungsgebers 45 eines Vertikalkreisels 44 werden einer Vergleichseinrichtung
46 zugeführt, und ihr Differenzbetrag bildet den einen Eingang einer zweiten Vergleichseinrichtung
47.
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Zwei Beschleunigungsmesser 35 und 36 zur Messung der
Beschleunigungen um die Querachse werden mit einem Teil ihrer kombinierten Ausgänge
durch einen Demodulator 37 über eine Verstärkungsstufe 49 zu einer Integrationsstufe
48 geführt. Die Stufe 49 bildet einen Teil der Integrationsstufe 48 und ist mit
der Welle 89 verbunden, wodurch sich die Verstärkung entsprechend einer Funktion
des dynamischen Druckes g ändert. Der Ausgang der Integrationsstufe und der
verbleibende Teil der demodulierten kombinierten Ausgänge der Beschleunigungsmesser
sind durch einen Modulator 38 verbunden und bilden den Eingang eines Vergleichsgerätes
47. Der Ausgang des Vergleichsgerätes 47 wird dem Neigungsservosystem 12 zugeführt,
dessen Ausgang, falls erforderlich, mit einem Höhenruder 69 des Flugzeuges
über eine Kupplung 68 verbunden sein kann.
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Der Ausgang des Servosystems ist weiterhin zum Antrieb eines Tachometergenerators
vorgesehen, dessen Ausgang mit dem Eingang des Servosystems 12 rückgekoppelt ist.
Ein Schaltelement 14 (in der Figur schematisch als veränderlicher Widerstand dargestellt)
dient dazu, bei Drehung der Welle 89 das Ansprechen des Tachometergenerators
gemäß der Funktion des dynamischen Druckes zu verändern.
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Die folgenden überwachungssignale werden vom Längsneigungskanal des
Selbststeuergerätes abgeleitet: 1. Ein Steuerüberwachungssignal für die Fluglageänderung,
das vom Ausgang des Vergleichssystems 46 abgenommen wird und der Differenz zwischen
dem Steuersignal der Stufe 61 und dem Längsneigungssignal des Vertikalkreisels
44 entspricht; 2. ein auf die Fluglage ansprechendes überwachungssignal, das vom
Ausgang des Modulators 38 abgenommen wird und eine Funktion der wirklichen
Änderung der Fluglage um eine gegebene Achse darstellt; 3. ein Servosteuerüberwachungssignal,
das vom Ausgang des Vergleichssystems 47 abgenommen wird und eine Funktion der Differenz
zwischen dem Lageänderungssteuersignal und dem Lageansprechsignal darstellt; 4.
ein auf ein Servosystem ansprechendes überwachungssignal, das vom Ausgang des Tachometergenerators
13 abgenommen wird.
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Eine Überwachungseinrichtung 11, die im Längsneigungskanal
liegt, weist drei überwachungskanäle auf, und zwar einen Lageänderungsüberwachungskanal,
einen Servosteuerkanal und einen kombinierten Lage- und Servoansprechkanal.
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In der überwachungseinrichtung 11 werden die den Lageänderungssteuersignalen
und Fluglageansprechsignalen entsprechenden Signale verglichen, und beim Auftreten
einer Abweichung, die größer ist als die festgesetzten Grenzwerte nach Phase und/oder
Amplitude, wird ein Signal erzeugt, das die Kupplung 68 abschaltet und da
s Servosystem 12 von dem Höhenruder 69 trennt.
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Die dem Servosteuersignal und dem Servosystemansprechsignal entsprechenden
Signale werden auf ähnliche Weise nach Phase und Amplitude verglichen, und Abweichungen,
die die festgesetzten Grenzwerte überschreiten, setzen auf ähnliche Weise das Servosystem
außer Betrieb.
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Der Steuerkanal für die Fluglageänderung enthält einen magnetischen
Modulator 24, der einen Ausgang gemäß dem Steuersignal der Fluglageänderung erzeugt.
Der Servosteuerkanal und die kombinierten Fluglage- und Servoansprechkanäle werden
einem magnetischen Modulator 63 zugeführt, der mit zwei
Eingangswie.klungen
ausgestattet ist. Der Ausgang jedes magnetischen Modulators wird je einer
der zwei Spulen des Relais 30 zugeführt. Das Signal in der einen Spule wird
mit dem Signal in der anderen Spule verglichen, und falls entweder in Phase oder
Amplitude eine Ungleichheit in dem System auftritt, wird der Relaiskontakt geöffnet,
die Kupplung 68
abgeschaltet und das Servosystem außer Betrieb gesetzt. Beide
magnetischen Modulatoren haben eine Erregerwicklung, die von einer Wechselspannungsquelle
gespeist wird, und eine die Vorspannung bewirkende Wicklung, die von einer Gleichspannungsquelle
gespeist wird. Bei einwandfreiem Betrieb der Selbststeuereinrichtung ergeben die
der überwachungseinrichtung zugeführten Signale, die dem Servosteuersignal und dem
Ansprechsignal des Servosystems entsprechen, im magnetischen Modulator
63 und im Ausgang dieses magnetischen Modulators 63 den Wert Null,
der somit dem Fluglageansprechsignal entspricht und dem dem Fluglageänderungssignal
entsprechenden Ausgang des magnetischen Modulators 24 gleich ist. Bei einwandfreiem
Betrieb wird daher das Relais 30 nicht betätigt, und das Servosystern bleibt
in Betrieb.
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gend wird die Wirkungsweise der einzelnen Nachfolg überwachungseinrichtungen
beschrieben.
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Der Eingang eines jeden Kanals der überwachungseinrichtung
11 weist einen phasenempfindlichen Demodulatorverstärker auf, in dem die
Signale, die jeder überwachungseinrichtung zugeführt werden, demoduliert werden.
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In dem Fluglageänderungssteuerkanal läuft das überwachungssignal vom
Vergleichsgerät 46 durch einen phasenempfindlichen Demodulatorverstärker
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und wird nach Demodulation einem Hochpaßfilterkreis zugeführt, der aus
einem Sperrkonde,-.isator 16
und einem Widerstand 17 besteht, der an
den Ausgangsklemmen des Demodulators liegt. Die Ausgangsklemme, die mit einem Ende
des Widerstandes 17 verbunden ist ' ist geerdet. Das gefilterte Signal,
das am Widerstand 17 entsteht, läuft durch einen Differenzierungskreis, der
in Reihenschaltung einen Kondensator 18 und ein Potentiometer 19 zur
Erzeugung eines der Änderungsgeschwindigkeit des Längsneigungslageänderungs
- Steuersignals entsprechenden Signals aufweist. Dieses Signal, das über
der Potentiometerwicklung entsteht, wird über einen Schleifer 20 abgenommen und
über einen Widerstand 21 dem einen Ende einer Eingangswicklung 23 des magnetischen
Modulators 24 eingespeist. Die Stellung dieses Potentiometers bestimmt die Fluglageänderungssteuergröße,
bei der das Relais 30 anspricht. Zwischen dem Widerstand 21 und der Eingangswicklung
23 ist ein Ende eines Kondensators 22 angeschlossen, der auf der anderen
Seite geerdet ist und zusammen mit dem Widerstand 21 einen Tiefpaß bildet.
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Das von der Ausgangswicklung 25 des magnetischen Modulators
24 abgenommene Signal wird in einem Transistorverstärker 26 verstärkt, durch
einen Gleichrichter 28 gleichgerichtet und der ersten Spule 29 des Gleichstromzweispulenrelais
30 zugeführt.
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Das überwachungssignal, das dem vom Modulator 38 gelieferten
Fluglageansprechsignal entspricht, gelangt über einen phasenempfindlichen Demodulatorverstärker
70 im kombinierten Fluglage- und Servoansprechkanal, über einen veränderlichen
Widerstand 71, einen in Reihenschaltung liegenden Kondensator 74 und einen
Reihenwiderstand 75 an das eine Ende der ersten Signaleingangswicklung
65
des mit zwei Eingangswicklungen ausgestatteten magnetischen Modulators
63. Im Nebenschluß zum Ausgang des Demodulators 70 und des Widerstandes
71 liegt ein Kondensator 73. Das andere Ende der Eingangswicklung
65 ist mit der geerdeten Ausgangs-C t3 klemme des phasenempfindlichen Demodulatorverstärkers
70 verbunden. Der Widerstand 75 und der Kondensator 74 bilden ein
Hochpaßfilter, das in Verbindung mit dem veränderlichen Widerstand 71
und
dem Kondensator 73 als Bandpaßfilter wirkt. Der Ausgang des mit zwei Eingangswicklungen
ausgestatteten magnetischen Modulators wird an der Ausgangswicklung 66 abgenommen,
in einem Transistorverstärker 76 verstärkt, in einem Gleichrichter
79 gleichgerichtet und der zweiten Spule 78 des Gleichstromzweispulenrelais
30 zugeführt.
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Wenn das System ordnungsgemäß arbeitet, sind die von den Spulen
29 und 78 des Relais 30 erzeugten Felder im Gleichgewicht,
und der Relaiskontakt ist geschlossen, so daß die Kupplung 68 erregt ist.
Wenn die Ausgänge der beiden magnetischen Modulatoren sich nicht mehr im Gleichgewicht
befinden, dann wird der Kontakt des Relais 30 geöffnet, und die Kupplung
68 wird abgeschaltet, um das Höhenruder von dem Servosystern 12 zu entkuppeln.
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Der Vergleich des Ausgangs des mit zwei Eingangswicklungen versehenen
magnetischen Modulators 63, der vom Fluglageansprechsignal abhängig ist,
mit dem Ausgang des magnetischen Modulators 24, der vom Flugglageänderungssteuersignal
abhängig ist, überwacht das Steuersystern und das Fluglageansprechsystem.
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Im Betrieb wird das die Lageänderung des Flugzeuges angebende Steuersignal
aus dem Vergleichsgerät 46 (dieses Signal ist eine Funktion der Längsneigungsänderung)
im Lageänderungssteuerkanal differenziert, um ein Signal zu erzeugen,
- das dem Betrag des Steuersignals der Längsneigungsänderung gleich ist.
Dagegen wird aus dem Flugzeuglageansprechsignal, das eine Funktion der Beschleunigung
und der Geschwindigkeit der Bewegung des Flugzeuges um die Querachse ist, die Beschleunigungsfunktion
durch die Filterstufen in dem kombinierten Lage- und Servoansprechkanal ausgeschieden,
wobei ein Lageansprech-Längsneigungssignal übrigbleibt. Dieses Lageansprech-Längsneigungssignal
wird mit dem Betrag des Steuersignals der Längsneigungslageänderung in den Spulen
29 und 78 verglichen. Der Vergleich dieser beiden Signale überwacht
den Vertikalkreisel, die Steuerungsberechnungsstufe und ihre Signalquelle, die Beschleunigungsmesser
und die überwachungsstufen, nachdem die Kupplung 68
beim Nachweis eines inkorrekten
Betriebes abgeschaltet wird.
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Um den Rückstand des Selbststeuergerätes zu überwachen, wird ein überwachungssignal,
das dem Servosteuersignal entspricht und dem Servosteuerkanal zugeführt ist, mit
einem Überwachungssignal, das dem Ansprechsignal des Servosysterns entspricht, verglichen
und dem Lage- und Servoansprechkanal zugeführt.
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Das Seiiosteuersignal, das den Ausgang des Vergleichssysterns 47 enthält,
ist die Differenz zwischen dem Lageänderungssteuersignal und den gemessenen Längsneigungsbeschleunigung
,s- und -geschwindigkeitssignalen vom Modulator 38. Das Servoansprechsignal
vom Tachometergenerator 13 ist proportional
dem Ansprechen
des Servosystems, d. h. der Geschwindigkeit der Höhensteuerbewegung (unter
der Annahme, daß kein toter Gang zwischen dem Servosystern und den Höhenrudern auftritt).
Das Servoansprechsignal erzeugt ein zweites Eingangssignal am Lage- und Servoansprechkanal,
wobei der Kanal auf dieses Signal in ähnlicher Weise wie auf das Neigungsansprechsignal
wirkt.
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Das überwachungssignal, das dem Servosteuersignal entspricht, wird
einem phasenempfindlichen Demodulatorverstärker 50 zugeführt, der den Eingang
des Servosteuerkanals enthält.
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Das demodulierte Signal wird dann über einen einstellbaren Widerstand
51, einen Kondensator 54 und einen weiteren einstellbaren Widerstand
56 zu einer zweiten Eingangswicklung 64 des magnetischen Modulators
63 geleitet. Ein Kondensator 53 liegt im Nebenschluß über dem Ausgang
des Demodulators 50 und dem Widerstand 51. Das andere Ende der zweiten
Eingangswicklung 64 ist mit der geerdeten Ausgangsklemme des Demodulators
50 verbunden.
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Im Magnetmodulator 63 wird das Servosteuerüberwachungssignal
an der Wicklung 64 mit dem Servoansprechüberwachungssignal an der Wicklung
65 verglichen. Da das Servoansprechsignal außer bei kleinen Frequenzen in
seiner Phase proportional zum Servosteuersignal sein sollte, ergeben die vorerwähnten
in dem Signale Servoverstärker, den Wert Null, dem wenn Servosystem, nicht eine
Störung dem -' Tachometergenerator oder den überwachungsstufen eintritt.
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Wenn die vorerwähnten Signale einander in Phase und Größe auslöschen,
ist der Ausgang des magnetischen Modulators 63 proportional zum Lageansprechüberwachungssignal,
das in der Eingangswicklung 65
überlagert wird. Die Ausgänge des magnetischen
Modulators 63 werden verstärkt und der einen oder anderen Wicklung des Zweispulenrelais
30 zugeführt.
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Die Ausgangswicklung 25 des magnetischen Modulators 24 ist
an einem Ende über eine Hälfte einer Sekundärwicklung eines Transformators
93 geerdet und mit ihrem anderen Ende am Strahler eines Transistors
26 über einen Widerstand 27 verbunden. Der Kollektor des Transistors
26 ist über einen Gleichrichter 28 und die Spule 29 des Relais
30 geerdet. Im Nebenschluß zu der Spule 29 liegt ein Abstimmkondensator
31. Die Leitungen von den normalerweise geschlossenen Kontakten des Relais
30
sind mit der Kupplung 68 verbunden.
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Die Ausgangswicklung des mit zwei Eingangswicklungen versehenen magnetischen
Modulators 63
ist auf ähnliche Weise über eine gleiche Transistorstufe, die
einen Widerstand 77, einen Transistor 76,
einen Gleichrichter
79 und einen Abstimmkondensator 85 aufweist, mit der Spule
78 des Relais 30
verbunden.
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Die Primärwicklung des Transformators 93 ist an eine geeignete
Wechselstromquelle angeschlossen, so daß die Transformatorsekundärwicklung, die
in der Mitte geerdet ist, eine Spannung für die Transistorverstärkerstufen
32 und 33 über die Modulatorausgangswicklungen 25 und
66 liefert und die Spulen 29 und 78 des Relais 30 gleichmäßig
erregt. Deshalb wird beim Auftreten einer Störung in einem der beiden Transistorverstärker
während einer Zeitdauer, in der keine Signale durch die überwachungskanäle geleitet
werden, z. B. wenn das Flugzeug im waagerechten Flug in einer gewünschten Höhe fliegt,
der Ausgang des richtig arbeitenden Transistorverstärkers veranlassen, daß das Relais
30 die Kupplung 68
abschaltet.
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Im Selbststeuergerät wird das dem Servosystern gemäß der Ansprechgeschwindigkeit
des Flugzeugs zugeführte und durch Integration eines Teiles des Ausgangs der zwei
Beschleunigungsmesser 35, 36
erhaltene Signal in Übereinstimmung mit einer
Funktion des dynamischen Druckes verändert. Diese Veränderung des an das Servosystern
gegebenen Signals mit dem dynamischen Druck muß natürlich durch die überwachungseinrichtung
11 berücksichtigt werden, und dementsprechend werden die charakteristischen
Größen der Kanäle im überwachungsgerät in Übereinstimmung mit einer Funktion des
dynamischen Druckes verändert.
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Im Steuersignalkanal für die Lageänderung wird die Stellung des Abgriffs
des Potentiometers 19 in Abhängigkeit vom dynamischen Druck g durch
Drehung der Welle 89 verändert. Die folgende Änderung der Zeitkonstanten
im Lageänderungssteuerkanal 'und dessen Frequenzgang wird von einer gleichen Änderung
der Zeitkonstanten und des Frequenzganges des kombinierten Lage- und Servoansprechkanals
begleitet, die durch eine Änderung der Größe des einstellbaren Widerstandes
71 durch die Drehung der Welle 89 verursacht wird.
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Die Einstellung des einstellbaren Widerstandes 51
im Servosteuerkanal
wird ebenfalls in übereinstimmung mit Änderungen des dynamischen Druckes vorgenommen,
und zwar so, daß die charakteristischen Größen der Zeitkonstante und des Frequenzganges
des Servosteuerkanals mit denen des kombinierten Lage- und Servoansprechkanals identisch
bleiben mit der Ausnahme, daß im Servosteuerkanal durch Verstellung des einstellbaren
Widerstandes 56
mittels der Welle 89 auch eine Kompensation für Änderungen
im Ansprechen des Tachometergenerators vorgesehen ist.
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Die automatischen Steuersignale von der Steuerberechnungsstufe
61 werden während des automatischen Fluges mit einer gesteuerten Größe eingeführt.
Diese Größe ist niedrig und so gewählt, daß die automatischen Signale das Relais
30 nicht betätigen. Eine Störung, die innerhalb einer vorbestimmten beschränkten
Zeitdauer zu unerwünschten Steuervorgängen führt, bewirkt jedoch eine Außerbetrieb-Setzung.
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Um eine Außerbetriebsetzung während schneller, durch Betätigung des
Längsneigungsknopfes 55 am Steuergerät 39 ausgelöster Steuervorgänge
zu vermeiden, ist ein überbrückungsschalter 90, dessen zwei Kontakte
91, 92 mit den Kontakten des Relais 30 verbunden sind, mit dem Längsneigungsknopf
55
gemeinsam betätigbar verbunden. Bei Betätigung des Knopfes 55 wird
der Schalter 90 geschlossen, so daß die überwachungseinrichtung
11 zeitweilig überbrückt wird, um ungewollte Auslösungen zu vermeiden. Da
der Flugzeugführer während dieser Zeit die Handsteuerung des Flugzeuges betätigt,
würde er selbst jede Störung wahrnehmen und wirkt so selbst als überwachungsvorrichtung.
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Wenn im Falle einer Störung im Versorgungs-Stromkreis eine störsichere
Arbeitsweise der überwachungsanlage 11 und der dazugehörigen Schaltungen
gewünscht wird, kann der Verstärker, der den Strom der Spule 29 liefert,
von einer ersten Spannungsquelle erregt werden, während der Verstärker,
der
den Strom der Spule 78 liefert, durch eine andere Spannungsquelle erregt
werden kann. Der Ausfall einer der Spannungsquellen würde sodann infolge der entstehenden
Ungleichheit der durch die Spulen fließenden Ströme die Betätigung des Relais
30 bewirken. Andererseits ist es möglich, auch nur eine Stromquelle vorzusehen,
wenn z. B. diese gesondert durch ein weiteres, in Reihe mit dem Relais
30
liegendes Relais überwacht wird, so daß die Kupplung 68 bei Ausfall
der Stromversorgang außer Betrieb gesetzt würde.
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Es ist nicht notwendig, daß die charakteristischen Größen der Einrichtung
immer in Übereinstimmung mit dem dynamischen Druck verändert werden, vielmehr können
sie auch in Übereinstimmung mit irgendeinem anderen geeigneten Parameter, beispielsweise
als Funktion der Machzahl bei Drehung der Welle 59 verändert werden.