DE1110220B - Bistabile Kippschaltung - Google Patents
Bistabile KippschaltungInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine bistabile Kippschaltung mit mehreren Leitern, die aus einem supraleitfähigen!
Material bestehen und von Magnetfeldern aus,dem supraleitenden Zustand in den normalleitenden oder
umgekehrt übergeführt werden.
Eine Anzahl metallischer Elemente und Legierungen wird bei Temperaturen in der Nähe des absoluten
Nullpunktes supraleitend; sie verlieren also jeglichen Widerstand. Wenn einem derartigen supraleitenden
Material ein Magnetfeld aufgeprägt wird, dessen Stärke gesteigert wird, so nimmt bei einer bestimmten
magnetischen Feldstärke der Widerstand des Materials plötzlich von Null aus auf den normalen
Widerstand zu; diese magnetische Feldstärke wird auch als »magnetische Überführungsfeldstärke« bezeichnet
und hängt von dem speziellen Material, der Temperatur und anderen Faktoren ab.
Bei einigen elektronischen Schaltungen läßt sich diese magnetische Überführungsfeldstärke neuerdings
vorteilhafterweise ausnutzen. Eine solche Schaltung kann z. B. einen supraleitenden Draht mit einer relativ
geringen, magnetischen Überführungsfeldstärke enthalten, der in der Mitte einer supraleitenden Wicklung
mit einer höheren magnetischen Überführungsfeldstärke eingelegt ist. Wenn ein elektrischer Strom
durch die Wicklung hindurchgeleitet wird, der ein magnetisches Feld erzeugt, dessen Überführungsfeldstärke
größer als die des in der Mitte liegenden Drahtes, aber geringer als die der Wicklung ist, wird
der Widerstand des in der Mitte liegenden Drahtes von Null auf den normalen Widerstand übergeführt,
während der Widerstand der Wicklung Null bleibt.
Diese Schaltung wird z. B. parallel zu einer Stromquelle und zu einer Belastung angeschlossen. Wenn
der in der Mitte liegende Draht sich im supraleitenden Zustand befindet, geht der gesamte Strom durch
ihn hindurch. Wenn er jedoch einen gewissen endlichen Widerstand zeigt, wird der Strom zwischen ihm
und der Belastung aufgeteilt.
Wenn man eine derartige Schaltung als Relais oder aktiven Teil einer bistabilen Kippschaltung anwendet,
wird in der Wicklung ein Haltestrom benötigt, um den in der Mitte gelegenen Draht in dem normalleitenden
Zustand zu halten.
Ziel der Erfindung ist eine bistabile Kippschaltung mit mehreren aus einem supraleitfähigen! Material
bestehenden Leitern, die ohne Zufuhr eines zusätzlichen Haltestromes arbeitet.
In einer bistabilen Kippschaltung mit aus supraleitfähigen! Material bestehenden Leitern, die durch
entsprechende Magnetfelder vom supraleitenden Zustand in den normalleitenden oder umgekehrt über-Bistabile
Kippschaltung
Anmelder:
General Electric Company,
Schenectady, N. Y. (V. St. A.)
Schenectady, N. Y. (V. St. A.)
Vertreter: Dr.-Ing. W. Reichel, Patentanwalt,
Frankfurt/M. 1, Parkstr. 13
Frankfurt/M. 1, Parkstr. 13
Beanspruchte Priorität:
V. St. v. Amerika vom 20. Oktober 1958
V. St. v. Amerika vom 20. Oktober 1958
Robert Henry Pry, Schenectady, N. Y. (V. St. A.), ist als Erfinder genannt worden
führbar sind, ist gemäß der Erfindung ein erster Leiter aus einem Material mit einer vorgegebenen magnetischen
Uberführungsfeldstärke vorhanden; ein zweiter Leiter, dessen Material eine höhere Uberführungsfeldstärke
als das Material des ersten Leiters aufweist, bildet rund um den ersten Leiter einen
Stromweg; ferner ist ein dritter Leiter vorhanden, der rund um den ersten Leiter einen weiteren Stromweg
bildet, und die magnetischen Überführungsfeldstärken und die Anordnung der Leiter sind derart gewählt,
daß bei Zuführung eines Steuerimpulses entsprechender Stärke an den dritten Leiter in dem zweiten Leiter
ein Dauerstrom induziert wird, der ein Magnetfeld erzeugt, das den ersten Leiter im normalleitenden
Zustand hält, und daß bei darauffolgender Zuführung eines Steuerimpulses entsprechender Stärke an
den zweiten Leiter dieser in den normalleitenden Zustand übergeführt wird, wodurch der Dauerstrom zu
fließen aufhört und der erste Leiter in seinen ursprünglichen, supraleitenden Zustand zurückkehrt.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung sind der erste und zweite Leiter als konzentrische
Zylinder ausgebildet, während der dritte Leiter als Wicklung rund um die beiden Zylinder herumgeführt
ist. Der innere Zylinder wird von einem Material mit einer geringen Uberführungsfeldstärke, der
äußere Zylinder von einem Material mit einer mittleren Uberführungsfeldstärke und die Wicklung von
einem Material mit einer hohen Uberführungsfeldstärke gebildet. Ein der Wicklung zugeführter Stromimpuls
erzeugt ein magnetisches Feld, dessen Stärke größer als die Überführungsfeldstärke beider Zylinder
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ist, so daß diese einen endlichen Widerstand annehmen. Wenn dieser Impuls zu Ende ist, induziert das
ausschwingende magnetische Feld Ströme im äußeren Zylinder, die unendlich lange in dem dann supraleitenden
äußeren Zylinder weiterfließen, wenn die Stärke dieses Feldes unter die Überführungsfeldstärke
des äußeren Zylinders abgenommen hat. Durch diesen Stromfluß wird ein magnetisches Feld erzeugt,
dessen Stärke größer als die Überführungsfeldstärke des inneren Zylinders ist, die diesen Zylinder in einem
Zustand mit einem gewissen endlichen Widerstand hält.
Weitere Vorteile und Weiterbildungen der Erfindung werden an Hand der Figuren beschrieben.
Fig. 1 ist ein Schaltbild einer bistabilen Kippschaltung gemäß der einen Ausführungsform der Erfindung;
Fig. 2 ist ein Schaltbild einer weiteren bistabilen Kippschaltung gemäß der Erfindung;
Fig. 3 und 4 zeigen jeweils hintereinander geschaltete, voneinander unabhängige bistabile Kippschaltungen
nach Fig. 1 bzw. 2.
Die bistabile Kippschaltung gemäß der einen Ausführungsform der Erfindung enthält einen inneren
Zylinder 1 aus einem supraleitenden Material mit einer niedrigen Überführungsfeldstärke, der von
einem äußeren Zylinder 2 aus einem supraleitenden Material mit einer mittleren Überführungsfeldstärke
umgeben und durch eine isolierende Hülle 3 von diesem isoliert ist. Eine mit Isoliermaterial überzogene
Wicklung 4 mit einer hohen Überführungsfeldstärke ist um den Zylinder 2 herumgewickelt.
Vorzugsweise unterscheiden sich die Überführungsfeldstärken zwischen den Zylindern 1 und 2
und ebenfalls zwischen dem Zylinder 2 und der Wicklung 4 um einen Faktor 2 oder größer, wenn auch
der Unterschied geringer sein kann. Die Beeinflussung des supraleitenden Zustandes der einzelnen Bestandteile
braucht weniger genau zu sein, wenn sehr große Unterschiede zwischen den Überführungsfeldstärken
bestehen. Die Zylinder 1 und 2 und die Wicklung 4 können z. B. aus Zinn, Blei bzw. Niob hergestellt
sein. Bei 3,5° K beträgt die Überführungsfeldstärke dieser Elemente ungefähr 30, 600 bzw.
2000 Oersted. Eine andere mögliche Kombination ist Tantal, Vanadin und Blei oder Niob. Bei 4,2° K beträgt
die Überführungsfeldstärke dieser Stoffe 50, 330 bzw. 540 oder 2000 Oersted.
Der Zylinder 1 ist mit Leitungen 5 an Klemmen 6 angeschlossen, die mit einer Schaltung (nicht gezeigt)
verbunden sein können. Der Zylinder 2 ist mit Leitungen 7 über einen Schalter, der in Form zweier
Kontakte 8 und eines Ankers 9 angegeben ist, parallel an einer Reihenschaltung aus einer Gleichstromquelle
10 und einem den Strom begrenzenden Widerstand 11 angeschlossen. Die Wicklung 4 ist an diese
Reihenschaltung über Leitungen 12 und außerdem über einen Teil der Leitung 7 und einen Schalter angeschlossen,
der in Form zweier Kontakte 13 und eines Ankers 14 dargestellt ist.
Die bistabile Kippschaltung gemäß der Fig. 1 wird mit einer Einrichtung (nicht gezeigt) auf einer sehr
geringen Temperatur gehalten, die bei den bis jetzt bekannten supraleitenden Stoffen im Bereich der
Temperaturen des flüssigen Heliums oder Wasserstoffs hegt. Zum Beispiel kann diese Schaltung in
flüssigem Helium eingetaucht sein, das in einem Dewargefäß enthalten ist. das wiederum von flüssigem
Stickstoff umgeben wird, der in einem größerer. Dewargefäß enthalten ist. Diese Tiefkühlanordnung
wird als Kryostat bezeichnet.
Um den Betrieb aufzunehmen, werden alle Teile der Schaltung in den supraleitenden Zustand übergeführt.
Wenn dann der Anker 14 vorübergehend an die Kontakte 13 angelegt und der Stromkreis von der
Quelle 10 über die Wicklung 4 geschlossen wird, ist die Stärke des axialen, magnetischen Feldes, das von
ίο dem sich in der Wicklung 4 ergebenden Strom erzeugt
wird, so groß, daß der endliche Widerstand in den Zylindern 1 und 2 wiederhergestellt wird. Nach
Beendigung dieses Stromimpulses wird ein Strom im Zylinder 2 von dem axialen Feld induziert, das dann
auf Null abzunehmen beginnt. Wenn das axiale Feld unter die Überführungsfeldstärke des Zylinders 2 abfällt,
hält dieser Strom, der dann unendlich lange in dem dann supraleitenden Zylinder 2 weiterfließen
kann, das axiale Feld am Zylinder 1 mit einer Stärke nur ein wenig unterhalb der Überführungsfeldstärke
des Zylinders 2 und somit oberhalb der Überführungsfeldstärke des Zylinders 1 aufrecht. Der Zylinder
1 kann dann unendlich lange in seinem Zustand mit einem endlichen Widerstand verharren.
Der Zylinder 1 kann in den supraleitenden Zustand zurückgebracht werden, wenn der Anker 9
gegen die Kontakte 8 angelegt und ein Weg für den Strom von der Quelle 10 axial durch den Zylinder 2
hindurch hergestellt wird. Das konzentrische magnetische Feld, das durch den sich ergebenden Stromfluß
erzeugt wird, ist so stark, daß der Zylinder 2 in seinen Zustand mit einem endlichen Widerstand zurückkehrt.
Wenn die in Umfangsrichtung fließenden Ströme vom Widerstand des Zylinders 2 aufgezehrt
werden, nimmt das axiale Feld innerhalb des Zylinders 1 auf Null ab, der dabei in seinen supraleitenden
Zustand zurückkehrt. Wenn der Anker 9 von den Kontakten 8 getrennt wird, kehrt der Zylinder 2 in
seinen supraleitenden Zustand wegen des sich ergebenden Abfalls des konzentrischen, magnetischen
Feldes zurück.
Dieses ausschwingende, konzentrische, magnetische Feld induziert im Zylinder 2 oder der Wicklung 4
keine Ströme, da ein induzierter Strom in Längsrichtung der Zylinder fließen müßte. In dieser Richtung
ist jedoch kein geschlossener Stromkreis für den Strom vorhanden. In dem Zylinder 1 wird kein Strom
induziert, da dieses Feld nicht durch den Zylinder 1 hindurchgeht.
Damit die bistabile Kippschaltung arbeiten kann, braucht die Wicklung 4 nicht aus einem supraleitenden
Material hergestellt zu sein. Wenn sie supraleitend ist, wird nämlich keine Energie in der
Wicklung 4 vernichtet. Wenn die Wicklung 4 einen endlichen Widerstand aufweist, kann die Supraleitfähigkeit
durch die vom Strom in der Wicklung 4 erzeugten Jouleschen Wärme und nicht durch das magnetische
Feld zerstört werden, das vom Strom durch den Zylinder 2 erzeugt wird.
Bei dieser Schaltung kann der Nullzustand cder der Zustand des normalen Widerstandes zwischen
den Klemmen 6 hergestellt und unendlich lange ohne einen Haltestrom aufrechterhalten werden, der von
einer äußeren Quelle geliefert werden müßte.
Wenn man es wünscht, kann ein Bündel supraleitender Drähte an die Stelle des Zylinders 1 gesetzi
und jeder Draht zwischen einem anderen Klemmenpaar 6 angeschlossen werden. Die Schaltung arbeitet
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dann als selbsthaltendes Relais mit mehreren Kon- zerstört der sich ergebende Strom die Supraleitfähig-
takten. keit des Zylinders 2 der Schaltung 18 und bringt da-
In Fig. 2 ist eine Schaltung gemäß der Erfindung durch den inneren Zylinder 1 der Schaltung 18 in den
mit einer Wicklung 15 zu sehen, die mit einer Isola- supraleitenden Zustand zurück. Der Widerstand des
tion überzogen und rund um den Zylinder 1 entweder 5 Zylinders 2 der Schaltung 18 zerstört nämlich die in
unter, über oder mit der Wicklung 4 aufgewickelt ist. Umfangsrichtung fließenden Ströme, die eine magne-
Die Enden der Wicklung 15 sind durch einen Draht tische Feldstärke erzeugen, die größer als die Über-
16 aus supraleitendem Material miteinander verbun- führungsfeldstärke des Zylinders 1 ist.
den, der aus demselben Material, aus dem die Wick- Derselbe Stromimpuls, der ebenfalls durch die
lung 15 hergestellt ist, oder aus einem anderen Mate- io Wicklung 4 der Schaltung 19 hindurchgeht, erzeugt
rial bestehen kann. Die spezielle Überführungsfeld- ein magnetisches Feld, das den Widerstand des Zystärke
für den Draht 16 ist ohne Bedeutung, für die linders 1 dieser Schaltung 19 wiederherstellt. Nach
Wicklung 15 soll sie aber größer als die des Zylin- Beendigung dieses Stromimpulses hält der im Zylinders
1 sein. Auf dem Draht 16 ist eine Steuerwicklung der 2 der Schaltung 19 induzierte, in Umfangsrich-
17 aufgewickelt, die mit der Quelle 10 über den 15 tung fließende Strom diesen Widerstand aufrecht.
Anker 9 und die Kontakte 8 in Verbindung steht. Dann erscheint dieser Widerstand zwischen der rech-
Zu Anfang werden die Anker 9 und 14 von den ten und mittleren Klemme 6, während zwischen der
Kontakten 8 und 13 gelöst, und die Schaltung wird mittleren und linken Klemme 6 kein Widerstand vorvollständig
in den supraleitenden Zustand gebracht. handen ist.
Der Stromfluß durch die Wicklung 4, der bei der 20 Die Flip-Flop-Schaltung kann in ihre ursprüngvorübergehenden
Schließung der Kontakte 13 mit liehe stabile Lage durch Anlegen eines Stromimpulses
dem Anker 14 erhalten wird, erzeugt ein axiales ma- an den Klemmen 21 und 22 zurückgestellt werden,
gnetisches Feld, das größer als die Überführungsfeld- Der durch den Zylinder 2 der Schaltung 19 fließende,
stärke der Wicklung 15 und des Zylinders 1 ist, so sich ergebende Strom, der die Supraleitfähigkeit
daß der normale Widerstand dieser Bestandteile wie- 25 dieses Zylinders 2 zerstört, bewirkt eine Aufzehrung
derhergestellt wird. Wenn dieser Stromfluß aufhört, des supraleitenden Stroms, der zuvor den Zylinder 1
induziert das axiale magnetische Feld, das bei seinem der Schaltung 19 im Zustand mit dem endlichen
Ausschwingen eine Rückkehr der Wicklung 15 in den Widerstand gehalten hat. Folglich kehrt dieser Zylinsupraleitenden
Zustand ermöglicht, in der Wicklung der 1 in seinen supraleitenden Zustand zurück.
15 einen Strom, der das axiale Feld mit einer nur ein 30 Gleichzeitig erzeugt dieser Stromimpuls beim Durchwenig
geringeren Stärke als die Überführungsfeld- gang durch die Wicklung 4 der Schaltung 18 ein mastärke
des Materials der Wicklung 15 aufrechterhält. gnetisches Feld, das den normalen Widerstand der
Auf diese Weise bleibt der Zylinder 1 mit einem nor- Zylinder 1 und 2 der Schaltung 18 wiederherstellt,
malen Widerstand behaftet. Wenn dieser Impuls zu Ende ist, induziert das ab-
Der Zylinder 1 kann in den supraleitenden Zustand 35 nehmende Feld einen im Zylinder 2 der Schaltung 18
dadurch zurückgebracht werden, daß der Anker 9 in Umfangsrichtung fließenden Strom, der das axiale
gegen die Kontakte 8 gelegt wird. Hierdurch wird ein magnetische Feld auf einem größeren Wert als die
Stromkreis für den Strom über die Wicklung 17 ge- Überführungsfeldstärke des Zylinders 1 der Schaltung
schlossen, der dann ein magnetisches Feld erzeugt, 18 hält.
dessen Stärke größer als die Überführungsfeldstärke 40 In Fig. 4 ist ein Schaltbild einer Flip-Flop-Schaldes
Drahtes 16 ist, so daß der Teil des Drahtes 16 an tung zu sehen, in der als aktive Elemente zwei
der Wicklung 17 seinen normalen Widerstand erhält. bistabile Kippschaltungen 26 und 27 gemäß der Aus-Dieser
mit einem normalen Widerstand behaftete Ab- führungsform der Fig. 2 verwendet sind. Wenn der
schnitt des Drahtes 16 zerstört schnell den Strom in innere Zylinder 1 der Schaltung 26 zu Anfang einen
der Wicklung 15, der das axiale magnetische Feld her- 45 normalen Widerstand hat, zerstören die an den Klemvorruft.
Bei der Zerstörung des Stromes nimmt das men 24 und 25 angelegten Stromimpulse die Supraaxiale
magnetische Feld auf Null ab. leitfähigkeit eines Teiles des Drahtes 16, der die
In Fig. 3 ist eine Flip-Flop-Schaltung dargestellt. Enden der Wicklung 15 der Schaltung 26 miteinan-
in der die aktiven Elemente zwei voneinander unab- der verbindet. Der Widerstand der Leitung 16 zehrt
hängige bistabile Kippschaltungen 18 und 19 gemäß 50 schnell den in der Wicklung 15 zirkulierenden Strom
der Ausführungsform der Fig. 1 sind. Hierin ist die auf, der den inneren Zylinder 1 in dem Zustand dc3
Wicklung 4 der Schaltung 18 über Drähte 20 in Reihe normalen Widerstandes hält. Derselbe Stromimpuls,
mit dem äußeren Zylinder der Schaltung 19 an zwei der durch die Wicklung 4 der Schaltung 27 hindurch-
Klemmen 21 und 22 angeschlossen. Die Wicklung 4 geht, induziert in der Wicklung 15 der Schaltung 27
der Schaltung 19 ist über Drähte 23 in Reihe mit dem 55 nach dem zuvor erläuterten Verfahren einen Strom,
äußeren Zylinder 2 der Schaltung 18 an Klemmen 24 der ein Feld erzeugt, das den Zylinder 1 der Schal-
und 25 angeschlossen. iung 27 auf seinem normalen Widerstand hält. Ein
Der Zylinder 1 kann durch Anlegen von Strom- an den Klemmen 21 und 22 angelegter Impuls beimpulsen
an die Klemmen 21, 22 oder 24, 25 zwi- wirkt in ähnlicher Weise, daß der Zylinder 1 der
sehen der mittleren Klemme 6 und der linken oder 60 Schaltung 27 in den supraleitenden Zustand zurückrechten
Klemme 6 in einen endlichen Widerstand ver- kehrt und der Zylinder 1 der Schaltung 26 den Zuwandelt
werden. Wenn der innere Zylinder 1 der stand mit einem normalen Widerstand annimmt.
Schaltung 18 zu Anfang einen endlichen Widerstand Zusammenfassend gesehen, sind zuvor mehrere
besitzt, ist z. B. zwischen der mittleren und der lin- bistabile Kippschaltungen mit aus supraleitfähigen!
ken Klemme 6 ein endlicher Widerstand vorhanden, 65 Material bestehenden Leitern beschrieben worden,
während zwischen der mittleren und der rechten die keine Halteströme aus einer äußeren Stromquelle
Klemme 6 kein Widerstand existiert. Wenn ein benötigen. Statt dessen liefern diese Schaltungen ihre
Stromimpuls an die Klemmen 24 und 25 angelegt wird, eigenen Halteströme.
Claims (10)
1. Bistabile Kippschaltung mit aus supraleitfähigem Material bestehenden Leitern, die durch
entsprechende Magnetfelder vom supraleitenden Zustand in den normalleitenden oder umgekehrt
überführbar sind, dadurch gekennzeichnet, daß ein erster Leiter aus einem Material mit einer vorgegebenen
magnetischen Überführungsfeldstärke vorhanden ist, daß ein zweiter Leiter, dessen
Material eine höhere Überführungsfeldstärke als das Material des ersten Leiters aufweist, rund um
den ersten Leiter einen Stromweg bildet, daß ferner ein dritter Leiter vorhanden ist, der rund
um den ersten Leiter einen weiteren Stromweg bildet, und daß die magnetischen Überführungsfeldstärken und die Anordnung dieser Leiter derart
gewählt sind, daß bei Zuführung eines Steuerimpulses entsprechender Stärke an den dritten
Leiter in dem zweiten Leiter ein Dauerstrom induziert wird, der ein Magnetfeld erzeugt, das den ersten
Leiter im normalleitenden Zustand hält, und daß bei darauffolgender Zuführung eines Steuerimpulses
entsprechender Stärke an den zweiten Leiter dieser in den normalleitenden Zustand
überführt wird, wodurch der Dauerstrom zu fließen aufhört und der erste Leiter in seinen ursprünglichen
supraleitenden Zustand zurückkehrt.
2. Kippschaltung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der erste und zweite Leiter
als konzentrische Zylinder ausgebildet sind und der dritte Leiter als Wicklung rund um die beiden
Zylinder herumgeführt ist.
3. Kippschaltung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Material des dritten Leiters
einen normalen Widerstand aufweist.
4. Kippschaltung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der zweite und der dritte Leiter
Wicklungen mit mehreren Windungen bilden, die je um den ersten Leiter gewickelt sind und von
denen die eine aus einem supraleitenden Material mit einer größeren magnetischen Überführungsfeldstärke des Materials des ersten Leiters besteht.
5. Kippschaltung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß ein supraleitender Draht die
Enden der einen aus einem supraleitenden Material gebildeten Wicklung miteinander verbindet und
daß eine Steuerwicklung um den supraleitenden Draht herumgewickelt ist.
6. Kippschaltung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine Quelle an den dritten Leiter
einen Stromimpuls liefert, der ein magnetisches Feld hervorruft, dessen Stärke größer ist als die
Überführungsfeldstärke des ersten und zweiten Leiters, und daß von einer Einrichtung zu auswählbaren
Zeiten die Ströme aufgezehrt werden, die im zweiten Leiter durch die Abnahme des Feldes
bei der Beendigung des Stromimpulses induziert werden.
7. Kippschaltung nach Ansprüchen 2 und 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtung zur
Aufzehrung der induzierten Ströme einen in Längsrichtung fließenden Strom im äußeren
Zylinder erzeugt, der seinerseits ein Magnetfeld hervorruft, dessen Stärke größer als die magnetische
Überführungsfeldstärke des äußeren Zylinders ist.
8. Schaltung aus zwei Kippschaltungen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der
dritte Leiter der ersten Kippschaltung und der zweite Leiter der zweiten Kippschaltung in Reihe
geschaltet sind, daß der dritte Leiter der zweiten Kippschaltung und der zweite Leiter der ersten
Kippschaltung in Reihe liegen und daß die ersten Leiter beider Kippschaltungen in Reihe verbunden
sind.
9. Schaltung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß sich der Ausgang an der gemeinsamen
Verbindung der beiden ersten Leiter und an einem ihrer beiden anderen Enden befindet.
10. Schaltung aus zwei Kippschaltungen nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß beide
Kippschaltungen einen supraleitenden Draht aufweisen, der die Enden der einen Wicklung verbindet
und eine Steuerwicklung um einen Abschnitt dieses supraleitenden Drahtes herumgewickelt
ist, daß die Steuerwicklung der einen Kippschaltung und der dritte Leiter der anderen
Kippschaltung in Reihe geschaltet sind, daß der dritte Leiter der einen Kippschaltung und die
Steuerwicklung der anderen Kippschaltung in Reihe liegen und daß die ersten Leiter beider
Kippschaltungen in Reihe verbunden sind.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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-
1959
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- 1959-10-30 FR FR808974A patent/FR1239625A/fr not_active Expired
Also Published As
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|---|---|
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