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DE1110130B - Verfahren zum Entschlichten und Bleichen von Geweben und Textilwaren - Google Patents

Verfahren zum Entschlichten und Bleichen von Geweben und Textilwaren

Info

Publication number
DE1110130B
DE1110130B DED33565A DED0033565A DE1110130B DE 1110130 B DE1110130 B DE 1110130B DE D33565 A DED33565 A DE D33565A DE D0033565 A DED0033565 A DE D0033565A DE 1110130 B DE1110130 B DE 1110130B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
desizing
bleaching
liquor
carried out
agent
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DED33565A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Peter Ney
Dr Karl Vieweg
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Evonik Operations GmbH
Original Assignee
Degussa GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Degussa GmbH filed Critical Degussa GmbH
Priority to DED33565A priority Critical patent/DE1110130B/de
Publication of DE1110130B publication Critical patent/DE1110130B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06LDRY-CLEANING, WASHING OR BLEACHING FIBRES, FILAMENTS, THREADS, YARNS, FABRICS, FEATHERS OR MADE-UP FIBROUS GOODS; BLEACHING LEATHER OR FURS
    • D06L1/00Dry-cleaning or washing fibres, filaments, threads, yarns, fabrics, feathers or made-up fibrous goods
    • D06L1/12Dry-cleaning or washing fibres, filaments, threads, yarns, fabrics, feathers or made-up fibrous goods using aqueous solvents
    • D06L1/14De-sizing
    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06LDRY-CLEANING, WASHING OR BLEACHING FIBRES, FILAMENTS, THREADS, YARNS, FABRICS, FEATHERS OR MADE-UP FIBROUS GOODS; BLEACHING LEATHER OR FURS
    • D06L4/00Bleaching fibres, filaments, threads, yarns, fabrics, feathers or made-up fibrous goods; Bleaching leather or furs
    • D06L4/20Bleaching fibres, filaments, threads, yarns, fabrics, feathers or made-up fibrous goods; Bleaching leather or furs using agents which contain halogen
    • D06L4/22Bleaching fibres, filaments, threads, yarns, fabrics, feathers or made-up fibrous goods; Bleaching leather or furs using agents which contain halogen using inorganic agents
    • D06L4/24Bleaching fibres, filaments, threads, yarns, fabrics, feathers or made-up fibrous goods; Bleaching leather or furs using agents which contain halogen using inorganic agents using chlorites or chlorine dioxide
    • D06L4/26Bleaching fibres, filaments, threads, yarns, fabrics, feathers or made-up fibrous goods; Bleaching leather or furs using agents which contain halogen using inorganic agents using chlorites or chlorine dioxide combined with specific additives

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Detergent Compositions (AREA)

Description

  • Verfahren zum Entschlichten und Bleichen von Geweben und Textilwaren Es ist bekannt, stärkegeschlichtete Textilgewebe in einem Zweibadverfahren zu bleichen, indem man die Gewebe mit enzymatischen Entschlichtungsmitteln imprägniert oder im Bottich benetzt, dann bei Zimmertemperatur oder mäßiger Erwärmung das Entschlichtungsmittel einwirken läßt, anschließend spült bzw. auswäscht und sodann in einer zweiten Stufe mit oxydativen Bleichmitteln bleicht.
  • Es ist ferner bekannt, das Entschlichten und Bleichen in einem Bad durchzuführen, indem man die stärkegeschlichteten Gewebe mit einer neutralen Bleichflotte imprägniert, welche neben Natriumchlorit ein Entschlichtungsmittel und einen sogenannten Aktivator enthält, der erst oberhalb 60° C Säure abspaltet. Das mit dieser Flotte imprägnierte Gewebe wird anschließend erhitzt, so daß die neutral eingestellte Bleichflotte durch die Säureabspaltung des Aktivators nach dem Erhitzen sauer reagiert und den Bleichprozeß in Gang bringt. Dieses Verfahren eignet sich nur für Gewebe, welche mit Bleichflotte imprägniert, aufgeheizt und anschließend abgelegt werden.
  • Die Erfindung ermöglicht dagegen das Entschlichten und Bleichen von Geweben und Textilwaren in einem Bad, das so zusammengesetzt ist, daß zuerst das Entschlichten und dann - durch Zusatz der das Bleichen bewirkenden oder auslösenden Bestandteile - das Bleichen stattfindet.
  • Erfindungsgemäß wird das zu bleichende Gut zuerst mit einer neutralen, alkalischen oder schwach sauren Flotte eines vorzugsweise enzymatischen Entschlichtungsmittels und eines Alkali- oder Erdalkalichlorits, vorzugsweise Natriumchlorits, getränkt oder in der Flotte behandelt, wodurch schon bei Zimmertemperatur oder mäßig erhöhter Temperatur ein Entschlichten stattfindet, ohne daß ein Bleichen vor sich geht. Dann setzt man der Flotte ein Aktivierungsmittel oder eine Säure, vorzugsweise Essigsäure oder Ameisensäure, zu und läßt die Flotte einwirken, bis der gewünschte Bleichgrad erreicht ist. Das Bleichen wird zweckmäßig bei erhöhter Temperatur, z. B. bei 40 bis 100° C, und in einem sauren Medium, vorzugsweise bei einem pH-Wert von 3,8 bis 5,5, durchgeführt. Schließlich wird das gebleichte Gut in an sich bekannter Weise gewaschen und getrocknet.
  • Man kann auch so verfahren, daß das Gut zuerst, zweckmäßig bei Zimmertemperatur oder mäßig erhöhter Temperatur, mit einer Flotte behandelt wird, die das Entschlichtungsmittel und einen Aktivator oder eine Säure enthält. Nach Beendigung des Entschlichtens setzt man dann das Chlorft zu und bleicht, wie es oben beschrieben ist. Nach der Erfindung ist es möglich, das Entschlichten und Bleichen in einem Bad durchzuführen, ohne das Bleichgut nach dem Entschlichten zu spülen oder umzupacken. Man erzielt je nach Aufwand von Entschlichtungsmitteln und Chlorft eine befriedigende Entschlichtung und eine gute Bleichwirkung. Beispiel 1 Ein mit Kartoffelmehl geschlichtetes Baumwollgewebe von 100 g/m2 wird mit einer Flotte getränkt, welche, auf das Warengewicht bezogen, 1,211/o Natriumchlorit, 4,00!o Pankreasamylase, 0,5% eines nicht ionogenen Netzmittels, 0,6% Natriumnitrat, 0,31/o sekundäres Natriumphosphat (calc.) enthält. Das Flottenverhältnis beträgt 1:5. Die schwach alkalisch reagierende Entschlichtungsflotte läßt man bei 40°C 2 Stunden einwirken, anschließend wird die Flotte mit Essigsäure auf pH 4,2 eingestellt. Man bleicht bei zirkulierender Flotte 3 Stunden bei 80° C. Nach dem üblichen Spülen weist das Gewebe einen befriedigenden Weißgrad auf und zeigt bei Zusatz von Kaliumjodid nur noch eine sehr schwache Stärkereaktion.
  • Beispiel 2 Ein mit Kartoffelmehl geschlichtetes Baumwollgewebe von 100 g/m- wird mit einer Flotte getränkt, welche, auf das Warengewicht bezogen, 4,0% Pankreasamylase, 0,5°/o eines nicht ionogenen Netzmittels, 0,6% Natriumnitrat, 0,3% sekundäres Natriumphosphat (calc.) enthält und mit Essigsäure auf pH 5 eingestellt ist. Das Flottenverhältnis beträgt 1:5. Das so getränkte Gewebe läßt man 2 Stunden bei 40° C verweilen oder läßt die Flotte zirkulieren. Anschließend wird der Flotte 1,5% Natriumchlorit (auf das Warengewicht berechnet) zugesetzt und die Bleichflotte auf 80° C gebracht. Nach 2stündigem Zirkulierenlassen der Flotte wird wie üblich gespült. Das so behandelte Gewebe zeigt bei Zusatz von Kaliumjodid nur noch eine sehr schwache Stärkereaktion und ist gut gebleicht.

Claims (5)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Verfahren zum Entschlichten und Bleichen von stärkegeschlichteten Geweben oder Textilwaren mittels wäßriger Chloritlösungen, dadurch gekennzeichnet, daß man das Gewebe zunächst mit einer wäßrigen Flotte behandelt, die ein Entschlichtungsmittel und ein Alkali- oder Erdalkalichlorit enthält, und darauf nach durchgeführter Entschlichtung der Flotte eine Säure oder ein Aktivierungsmittel zusetzt oder aber, daß man das zu bleichende Gut zunächst mit einer wäßrigen Flotte behandelt, die ein Entschlichtungsmittel und eine Säure oder ein Aktivierungsmittel enthält, und darauf nach durchgeführter Entschlichtung der Flotte ein Alkali- oder Erdalkalichlorit zusetzt und bleicht.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man das Entschlichten bei Zimmertemperatur oder mäßig erhöhter Temperatur durchführt.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß man das Bleichen bei erhöhter Temperatur, vorzugsweise bei 40 bis 100° C, durchführt.
  4. 4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß man das Entschlichten in einem neutralen, alkalischen oder schwach sauren Medium durchführt.
  5. 5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß man das Bleichen in einem sauren Medium, vorzugsweise bei einem pH-Wert von 3,8 bis 5,5, durchführt.
DED33565A 1960-06-15 1960-06-15 Verfahren zum Entschlichten und Bleichen von Geweben und Textilwaren Pending DE1110130B (de)

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DE1110130B true DE1110130B (de) 1961-07-06

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ID=7041797

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DE (1) DE1110130B (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE2148278A1 (de) * 1970-09-29 1972-03-30 Unilever N.V., Rotterdam (Niederlande) Mittel zum Weichmachen von Textilien

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE2148278A1 (de) * 1970-09-29 1972-03-30 Unilever N.V., Rotterdam (Niederlande) Mittel zum Weichmachen von Textilien

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