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Fahrbarer hydraulischer Wagenheber Es ist bereits ein fahrbarer hydraulischer
Wagenheber bekannt, bei dem der Hubstempel und die Pumpe getrennt angeordnet und
durch eine Rohrkonstruktion miteinander verbunden sind, die Zugleich als Ölleitung
zwischen der Pumpe und dem Hubstempel dient. Die Transporträder dieses Hebers sind
an der dem Pampengehäuse abgekehrten Seite des Hubstempels angeordnet, und das Pumpengehäuse
ist mit Füßen versehen.
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Es ist ferner ein Wagenheber bekannt, der klappbare Transporträder
aufweist, die mittels Bedienungshebel und Gestänge lieb- und senkbar sind.
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Die Erfindung bezweckt, einen Wagenheber zu schaffen, der nicht nur
bequem an die vorgesehene Stelle unterhalb des Fahrzeuges zu bringen und bequem
zu bedienen ist, sondern der auch bei möglichst wenig Platzbedarf in hochgekippter
Lage aufbewahrt werden kann, ohne daß die Gefahr besteht, daß die im ölbehälter
des Hubstempels beflndliche Luft in das zur Pumpe führende Ansaugrohr oder in das
übrige System gelangt.
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Dies wird dadurch erreicht, daß die als Saugleitung dienenden Verbindungsrohre
in dem den Hubstempel umgebenden Ölbehälter bis auf die der Pumpe abgewandte Seite
geführt sind, so daß sich die Ansaugöffnungen sowohl in der Betriebsstellung als
auch in der hochgekippten Aufbewahrungsstellung des Hebers unter dem Ölspiegel befinden.
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In den Zeichnungen ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt.
Es zeigt Fig. 1 den fahrbaren Wagenheber in schaubildlicher Darstellung,
Fig. 2 die Pumpvorrichtung und das Bedienungsgestänge in Seitenansicht, Fig.
3 eine Draufsicht zu Fig. 2, Fig. 4 eine Seitenansicht des Hubstempels und
Fig. 5 eine Draufsicht zu Fig. 4.
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Der fahrbare Wagenheber besteht im wesentlichen aus einem Hubstempel
1 und einer Pumpvorrichtung 2, die durch eine Rohrkonstruktion
3 miteinander verbunden sind. Der Abstand zwischen dem Hubstempel und der
Pumpvorrichtung entspricht zweckmäßig der Breite eines Kraftfahrzeuges, wie z. B.
der eines Omnibusses oder Lastwagens. Der Hubstempel 1 enthält in bekannter
Weise einen Ölbehälter, einen Arbeitszylinder mit Zuführungskanal für Drucköl und
einen darin beweglichen Hubkolben 4, der unter dem EMuß von Rückzugfedem
5 steht. Die Pumpvorrichtung 2 besteht aus zwei Pumpen 6 und
7 mit den Bedienungshebeln 8 bzw. 9, wobei eine der beiden
Pumpen als Niederdruckpumpe zum schnellen Verschieben des Hubkolbens und die andere
als Hochdruckpumpe zum Heben unter Last ausgebildet ist. Beide Pumpen sind mittels
eines gemeinsamen Druckrohres 10 in bekannter Weise mit dem Druckraum des
Hubstempels verbunden. Der ölvorratsraum im Hubstempel steht mit einem Ansaugrohr
11 in Verbindung, welches in eine den Pumpen gemeinsame, im Pumpengehäuse
vorgesehene ölkammer 12 mündet. Das Druckrohr 10 und das Ansaugrohr
11 können zusammen die gestellartige Rohrkonstruktion bilden, welche den
Hubstempel mit der Purapvorrichtung oder dem Pumpengehäuse verbindet. Gemäß dem
gezeigten Ausführungsbeispiel weist die Gestellkonstruktion noch zwei Rohre
13 und 14 auf, die beiderseits der Rohre 10, 11
angeordnet sind. Die
Rohre 13 und 14 bilden eine Verstärkung des Gestells, sie können aber auch
als Behälter und als Leitungen für öl Anwendung finden. Sie erfüllen in diesem
Falle dann dieselbe Aufgabe wie die Rohre 10 und 11.
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Die Gestellrohre 13 und 14 sind bei dem gezeigten Beispiel
über das Pumpengehäuse 12 hinausgeführt, wo sie die Schenkel 15 bzw.
16 eines bügelförmigen, etwas aufwärts gebogenen Handgriffes 17 bilden,
mit Hilfe dessen die Vorrichtung unter das Fahrzeug bis in die gewünschte Lage geschoben
werden kann.
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Der Wagenheber ist mittels der Räder 18, 19, die auf der den
Pumpen abgekehrten Seite des Hubstempels angeordnet sind, fahrbar. Die Transporträder
sind aus der in Fig. 4 gezeigten Lage nach unten ausschwenkbar, so daß die Räder
dann den Wagenheber tragen. Zu diesem Zweck sind die Radachsen 20, 21 am Ende der
Anne 22 befestigt, die mit einer Achse 23 fest verbunden sind. Die Achse
23 ist bei 24 auf dem Fundament 25 der Winde drehbar gelagert. Ein
an
der Achse 23 befestigter Arm 26 ist bei 27 mit einer Stange
28 gelenkig verbunden, die sich an den Pumpen vorbei erstreckt und an einem
Bedienungshebel 29 (Fig. 2) angelenkt ist. Dieser Hebel ist um einen Achszapfen
30 schwenkbar, der mit einer am Gestellrohr 14 festgeschraubten Konsole
31 fest verbunden ist. Der Bedienungshebel 29 wird mittels einer Reibungsbremse,
die aus einer federbelasteten Scheibe 32 besteht (Fig. J), in seiner jeweils
eingestellten Lage festgehalten, wobei die zusammenwirkenden Flächen des Arms und
der Scheibe geriffelt sein können. Die Reibungsbremse dient dem Zweck, den Wagenheber
beim Heben von Last selbsttätig aus der erhöhten Lage auf den Fußboden oder eine
Unterlage herabsinken zu lassen bzw. den unbelasteten Wagenheber in der angehobenen
Transportstellung zu sichern.
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Das Pumpengehäuse ist mit Füßen 33 versehen (Fig. 2), welche
auf den Gestellrohren 13, 14 montiert und dazu bestimmt sind, die Rohrkonstruktion
gegen mechanische überlastung zu schützen.
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Zum Absenken des Hubkolbens dient ein Handrad 34 (Fig. 2 und
3), dessen Stange 35 mit einem Ablaßventil verbunden ist, das in einem
mit dem Druckraum des Hubstempels kommunizierenden Bauteil angeordnet ist. Das Handrad
34 ist in der Nähe des Bedienungshebels 29 angebracht und somit leicht zugänglich.
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Sowohl die Pumpenhebel 8, 9 als auch das Handrad 34 können,
insbesondere bei Wagenhebern mit großer Hubkraft, durch Pedale ersetzt werden.
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Bei in Garagen verwendeten Wagenhebern ist es wesentlich, daß sie
in möglichst raumsparender Weise aufbewahrt werden können. Dies geschieht zweckmäßig
in aufrechter Lage, also auf dem Fundament 25
des Hubstempels stehend. Da
aber der Ölbehälter des Hubstempels zum Teil Luft enthält, muß dafür Vorsorge getroffen
werden, daß keine Luft in das Ansaugrohr oder in das übrige System eindringen kann.
Um CD dies zu erreichen, ist das Ansaugrohr im ölbehälter des Hubstempels bis auf
die den Pumpen abgekehrte Seite geführt, so daß sich die öffnung des Ansaugrohres
bei aufrechter Lage des Aggregates immer unter dem ölspiegel befindet.
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In Fig. 3 und 5 ist mittels strichpunktierter Linien
eine abgeänderte Rohrverlegung gezeigt. Das Ansaugrohr ist hier durch die Rohre
13, 14 ersetzt, welche mittels eines die genannten Rohre verbindenden, quer
verlaufenden Rohrteils 36 mit der Ölkammer 12 des Pumpengehäuses kommunizieren
und sowohl als Ansaugrohr als auch als Ölbehälter dienen. Die an den Hubstempel
angeschlossenen Enden der Rohre 13, 14 kommunizieren mit den Kanälen
37, 38, die nach der der Pumpvorrichtung abgekehrten Seite des Ölbehälters
der Winde führen.