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DE1109624B - Sicherungs- und Zuendvorrichtung fuer einen Brenner - Google Patents

Sicherungs- und Zuendvorrichtung fuer einen Brenner

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Publication number
DE1109624B
DE1109624B DESCH21188A DESC021188A DE1109624B DE 1109624 B DE1109624 B DE 1109624B DE SCH21188 A DESCH21188 A DE SCH21188A DE SC021188 A DESC021188 A DE SC021188A DE 1109624 B DE1109624 B DE 1109624B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
burner
switch
circuit
power source
ignition
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DESCH21188A
Other languages
English (en)
Inventor
Dipl-Ing Guido Hoenger
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
SCHWEIZ GASAPP FABRIK SOLOTHUR
Original Assignee
SCHWEIZ GASAPP FABRIK SOLOTHUR
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by SCHWEIZ GASAPP FABRIK SOLOTHUR filed Critical SCHWEIZ GASAPP FABRIK SOLOTHUR
Publication of DE1109624B publication Critical patent/DE1109624B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F23COMBUSTION APPARATUS; COMBUSTION PROCESSES
    • F23NREGULATING OR CONTROLLING COMBUSTION
    • F23N5/00Systems for controlling combustion
    • F23N5/02Systems for controlling combustion using devices responsive to thermal changes or to thermal expansion of a medium
    • F23N5/10Systems for controlling combustion using devices responsive to thermal changes or to thermal expansion of a medium using thermocouples
    • F23N5/105Systems for controlling combustion using devices responsive to thermal changes or to thermal expansion of a medium using thermocouples using electrical or electromechanical means

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Control Of Combustion (AREA)

Description

  • Sicherungs- und Zündvorrichtung für einen Brenner Die Erfindung betrifft eine Sicherungs- und Zündvorrichtung für einen Brenner mit einer bei Erhitzung durch die Brennerfiamme wirksamen Stromquelle, z. B. einem Thermoelement, mit welcher ein Elektromagnet verbunden ist, welcher direkt oder über einen Verstärkungs- oder Servomechanismus indirekt in erregtem Zustand ein unter dauernder Schließwirkung stehendes, z. B. durch eine Schließfeder belastetes Abschlußorgan in der Brennstoffzuleitung zum Brenner entgegen der Schließwirkung offen hält, und mit einer elektrischen Zündvorrichtung.
  • Alle bekannten Brennersicherungen dieser Art arbeiten mit einer bestimmten minimalen Trägheit, die es erforderlich macht, den die Schließmittel der Sicherungseinrichtung unwirksam machenden Zustand, im allgemeinen den brennenden Zustand des Brenners, bei Inbetriebnahme des Brenners für eine bestimmte Zeit künstlich aufrechtzuerhalten bzw. nachzuahmen. Hierzu sind im wesentlichen zwei Möglichkeiten gegeben. Die eine besteht darin, das von der Sicherungseinrichtung überwachte Abschlußorgan zu öffnen, das Gas am Brenner anzuzünden und dann das Abschlußorgan in seiner Offenstellung festzuhalten, bis die Sicherungseinrichtung angesprochen hat. Die andere Möglichkeit besteht darin, bei einem Sicherungssystem, welches eine Einleitung der Brennstoffzufuhr zum Brenner nur gestattet, wenn bereits der Betriebszustand des Brenners nachgeahmt ist, z. B. ein Zündholz für einige Zeit am Thermoelement wirken zu lassen, bis nach einiger Zeit die Sicherung die Einleitung des Brennstoffes gestattet, wobei dann durch das noch brennende Zündholz der Brennstoff gezündet wird. Das erstgenannte Vorgehen hat den Nachteil, daß das Abschlußorgan einige Zeit willkürlich offengehalten werden muß, während das zweite Vorgehen den Nachteil mit sich bringt, daß das Zündholz längere Zeit in Brennähe gehalten werden muß und daß bei Einleitung des Brennstoffes die Gefahr besteht, daß man sich die Finger verbrennt.
  • Um diese Nachteile zu vermeiden, ist bereits vorgeschlagen worden, eine Hilfs- oder Fremdstromquelle vorzusehen, welche entweder bei Betriebsaufnahme des Brenners vorübergehend oder durch Betätigung eines im Bereiche des Brenners befindlichen Thermoschalters dauernd einen Hilfs- oder Fremdstrom liefert, welcher dazu dient, die Schließmittel der automatischen Brennersicherung zeitweise oder dauernd unwirksam zu machen.
  • Bei einer bekannten Brennersicherung dieser Art sind eine elektrische Zündvorrichtung für den Brenner und eine elektrische Einrichtung zur Aufhebung der Schließwirkung des Sicherungssystems in Serie geschaltet und können entweder durch Druck auf einen Schalter willkürlich während beliebiger Zeit oder aber durch Schluß eines im Bereiche der Brennerflamme befindlichen Thermoschalters dauernd an die Hilfsstromquelle angeschaltet werden. Diese Anordnung hat den wesentlichen Nachteil, daß sowohl die Zündvorrichtung als auch die Einrichtung zum Aufheben der Schließwirkung des Sicherungssystems während der vollen Betriebsdauer die Hüfsstromquelle belasten, was denn auch dazu geführt hat, daß man die Sicherungsvorrichtung vom Lichtnetz her speist. Das hat wiederum den erheblichen Nachteil, daß das gasbeheizte Gerät auf einen elektrischen Anschluß angewiesen ist.
  • Eine ähnliche Lösung wurde dadurch gefunden, daß die elektrische Zündvorrichtung und die Einrichtung zum Aufheben der Schließwirkung von einem Wechselstromnetz über einen Transformator gespeist werden, welcher vom Thermostrom eines im Bereiche des Brenners befindlichen Thermoelement gesteuert wird. Diese mit großem Aufwand arbeitende Einrichtung gestattet lediglich, durch den Transformator die elektrische Zündvorrichtung während der normalen Betriebsperioden praktisch auszuschalten und damit eine gewisse Energieeinsparung zu erzielen. Es läßt sich jedoch nicht die dauernde Abhängigkeit von einer Wechselstrom-Hilfsquelle und ein erheblicher Aufwand vermeiden.
  • Es sind weiterhin auch Schaltungen bekannt, bei welchen die Hilfs- oder Fremdstromquelle nur zur Inbetriebnahme des Brenners willkürlich eingeschaltet wird und wobei ein stets geschlossener Sicherungsstromkreis, bestehend aus einem Thermoelement und einem Haltemagneten, die Schließwirkung während des normalen Betriebs des Brenners unwirksam macht. Hierbei sind jedoch stets getrennte Stromkreise für die der Hilfs- oder Fremdstromquelle entnommenen Ströme vorgesehen, was schaltungstechnisch einen erheblichen Aufwand und viel Raum erfordert.
  • Alle Nachteile der erwähnten bekannten Sicherungs- und Zündvorrichtungen können nun gemäß der Erfindung dadurch vermieden werden, daß die Vorrichtung in an sich bekannter Weise eine Hilfsstromquelle bzw. an eine Hilfsstromquelle anschließbare Kontaktstellen aufweist, wobei die Hilfs- bzw. Fremdstromquelle zwecks Einschaltung des Brenners bzw. Öffnens des erwähnten Abschlußorgans willkürlich, z. B. durch Schalterbetätigung, vorübergehend zur Einwirkung direkt auf den den Elektromagnet und die Stromquelle enthaltenden Sicherungskreis selbst gebracht werden kann, um im Elektromagnet und in einer Zündvorrichtung, z. B. einer Zündspirale, einen Stromfluß zu erzeugen und damit ein Öffnen des Abschlußorgans zu bewirken bzw. zu gestatten und den Brenner zu zünden, worauf die durch die Brennerflamme erhitzte Stromquelle die Erregung des Elektromagnets übernimmt. Da also der ohnehin vorhandene Sicherungsstromkreis, bestehend aus einem Thermoelemept, einer Thermosäule od. dgl. Stromquelle, selbst auch der Übertragung des Fremd-oder Hilfsstromes dient, kann die Schaltung wesentlich vereinfacht ;;erden. Thermoelektrische Sicherungsstromk-reise sind stets äußerst niederohmig.
  • Es sind allerdings auch bereits einfache Zünd- und Sicl!eiiingsjorrichicingen bekannt, welche nur einen thermoelektrischen Sicherungsstromkreis der obenerwähiiten Art auAveisea und bei welchen zur Betriebsaufnahme das Thermoelemeni mittels einer Zündflaonme erhitzi wird, wobei der dadurch entwikkeite Thermostroin den Haupthahn zum Hauptbrenner öffnen soll. Damit war jedoch nicht die erfindun,sgemäße Maßnahme nahegelegt, eine elektrische Hilfs- oder Fremdstromquelle direkt auf den niederolimigen Sicherungsstromkreis einwirken zu lassen. Wird bei der letztgenannten bekannten Vorrichtung die Zündramme nicht vorschriftsgemäß ausgeschaltet, wenn der Brenner in Betrieb ist, so kann bei einem gleichzeitigen Erlöschen des Brenners und der Zündflamme bei der letzteren genügend Gas unverbrannt ausströmen, um eine giftige oder explosive Atmosphäre zu erzeugen. Dieser erhebliche Nachteil ist beim Erfindungsgegenstand ganz vermieden, indem stets eine ungefährliche Hilfs- oder Fremdstromquelle verwendet wird, um den Brenner wieder in Betrieb zu setzen.
  • Im folgenden ist die Erfindung an Hand schematisch dargestellter, thermisch gesicherter Brenner bzw. schematisch dargestellter Vorrichtungen zum Anzünden des Brenners näher erläutert. Es zeigt Fig. 1 schematisch einen Brenner mit seinem thermoelektrisch gesicherten Regelorgan und ein Zündgerät gemäß der Erfindung, Fig. 2 eine Variante zu Fig. 1, F!-, 3 eine Sicherungseinrichtung und ein Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Zündgerätes in teilweise schematischer Darstellung, Fig. 4 eine schematische Darstellung eines weiteren Ausführungsbeispiels der erfindungsgemäßen Vorrichtung, Fig.5 eine der Fig.4 entsprechende Darstellung eines weiteren Ausführungsbeispiels, Fig. 6 eine Ausführungsvariante der Zündvorrichtung, Fig. 7 eine schematische Darstellung einer weiteren Ausführungsform der erfindungsgemäßen Zündvorrichtung in einer ersten Betriebslage und Fig. 8 einen Teil der Vorrichtung nach Fig. 7 in einer anderen Betriebslage.
  • Der in Fig. 1 schematisch dargestellte Gasbrenner, welcher z. B. als Herdbrenner geeignet ist, weist ein Mischrohr 1 und einen Brennerdeckel 2 auf. Die kranzartige Brennerflamme brennt in der angedeuteten Weise im Bereich eines Thermoelementes 3, welches über Leiter 4 und 5 an die Erregerspule 6 eines Hufeisen- oder Topfmagneten 7 angeschlossen ist. Der Magnet 7 ist zusammen mit einem Teller 8 auf dem Regelbolzen 9 des Brennerventils befestigt. Das Brennerventil weist ein durch eine Membran 10 dicht verschlossenes Gehäuse 11 mit einer Gaseinfaßöffnung 12 und einer derselben gegenüberliegenden Regeldüse 13 auf. Die Gaseinlaßöffnung 12 ist in nicht dargestellter Weise an eine Gasleitung angeschlossen, und die Düse 13 ist in den Eingang des Mischrohres 1 gerichtet. Am oberen Ende des Regelbolzens 9 ist ein Regelkegel 14 angebracht, welcher bei Axialbewegung des Regelbolzens die Düse 13 mehr oder weniger öffnet und somit den in das Mischrohr austretenden Gasstrom regelt. Am unteren Teil des Regelbolzens 9 ist ein Ventilteller 15 axial verschiebbar gelagert, welcher unter der Wirkung einer zwischen ihre und dem Teller 8 angebrachten Drucldeder 16 gegen einen Ventilsitz 17 gepreßt wird. Der Ventilteller 17 und der Magnet 7 bestehen aus hochremanenzfreiem Material hoher magnetischer 1'ermeabilität. Zwischen dem Ventilteller 15 und dein Ventilgehäuse 11 ist eine weitere Feder 1.8 vorgesehen, die schwächer ist als die Feder 16 und grundsätzlich die Tendenz hat, den Ventilteller 15 vom Ventilsitz 17 abzuheben. Der Regelbolzen 9 ist mit dem einen Ende eines bei 19' am Ventilgehäus-.2 drehbar gelagerten Hebels 19 gelenkig verbunden, dessen anderes Ende gegen die Membran 10 anliegt oder an derselben befestigt ist. Diesem Hebelende gegenüber liegt das Ende einer Betätigungsschraube 20 gegen die Membran an, die mit dem dem Brenner zugeordneten Betätigungsorgan in nicht näher dargestellter Weise gedreht und dabei in Axialrichtung verschoben werden kann.
  • Fig. 1 zeigt den Zustand, in welchem das schematisch dargestellte Gerät zum Zünden des Brenners angelegt wurde und den aus dem Brenner ausströmenden Brennstoff bereits gezündet hat. Dieses Gerät weist einen Teil 21 auf, in welchem eine aus einem oder mehreren Elementen bestehende elektrische Batterie oder gegebenenfalls ein elektrischer Akkumulator untergebracht ist. Die Klemmen der Batterie sind mit zwei schematisch dargestellten Leitern 22 und 23 verbunden, deren äußere Enden so gestaltet sind, daß sie leicht mit ebenfalls schematisch dargestellten Kontaktstellen 24 bzw. 25 in der Nähe des Brenners in Berührung gebracht werden können. Im Leiter 22 ist ein Heizfaden 28 eingeschaltet, welcher durch den verfügbaren Batteriestrom zum Glühen gebracht werden kann. Die feststehenden, voneinander elektrisch isolierten Kontaktstellen 24 und 25 sind über Leiter 26, 27 an die Klemmen der Erregerwicklung 6 des Magnets 7 angeschlossen.
  • Es ist aus Fig. 1 ersichtlich, daß im dargestellten Betriebszustand von der Batterie des Gerätes 21 über den Heizfaden 28, dessen Leiter 22, die Kontaktstelle 24, den Leiter 26, die Erregerspule 6, den Leiter 27, die Kontaktstelle 25 und den Leiter 23 ein Stromkreis geschlossen ist, durch welchen ein Strom fließt, welcher infolge des sehr niedrigen Widerstandes aller Leiter mit Ausnahme des Heizfadens 28 durch den Widerstand des letzteren bestimmt wird und dessen Leistung praktisch ausschließlich zur Erhitzung des Heizfadens 28 dient. Der Erregerwicklung 6 ist dabei die aus den Leitern 4 und 5 und dem Thermoelement 3 gebildete Leiterschleife parallel geschaltet, deren Widerstand in derselben Größenordnung liegt wie der Widerstand der Erregerspule 6, so daß z. B. etwa die Hälfte des Batteriestromes durch die Erregerspule 6 fließt. Dieser Spulenstrom genügt, um den Magnet 7 so stark zu erregen, daß er den Ventilteller 15 entgegen dem Druck der Feder 16 zu halten vermag. Dieser Betriebszustand ist in Fig. 1 dargestellt, wobei der Ventilteller bereits aus seiner Schließlage entfernt ist, so daß eine bestimmte Gasmenge bei der Düse 13 in das Mischrohr 1 ausströmt. Das somit beim Brenner austretende Gas-Luft-Gemisch ist durch den glühenden Heizfaden bereits ,gezündet worden und beginnt nun, das Thermoelement 3 zu erhitzen, wodurch ein Thermostrom zu fließen beginnt. Es ist darauf zu achten, daß dieser Thermostrom in derselben Richtung durch die Erregerspule G fließt wie der Strom der immer noch angelegten Batterie des Gerätes 21.
  • Hat der Thermostrom eine genügende Stärke erreicht, um den Magneten 7 selbst genügend zu erregen, damit er den Ventilteller 15 entgegen der Wirkung der Feder 16 zu halten vermag, so kann das Gerät 23 entfernt werden. Der Batteriestrom setzt nun aus, und die Vorrichtung bleibt dank dem Thermostrom im dargestellten Zustand. Erlischt der Brenner während des Betriebes z. B. unter der Einwirkung überkochenden Gutes, so erkaltet das Thermoelement 3, und der Thermostrom sinkt entsprechend ab bis die Haftkraft des Magnets 7 unter die durch die Druckkraft der Feder 18 verminderte Druckkraft der Feder 16 absinkt. In diesem Augenblick wird der Ventilteller 15 vom Magnet 7 abgerissen und durch die Feder 16 gegen seinen Sitz 17 gepreßt, so daß jeder Gaszufluß zum Brenner unterbunden wird.
  • Soll nun der Brenner wieder in Betrieb genommen werden, so muß durch Drehen der Betätigungsschraube 20 das Brennerventil in seine Schließstellung gebracht werden. Die axiale Einwärtsbewegung der Schraube 20 wird dabei auf den Hebel 19 übertragen, welcher den Regelbolzen 9 und damit den Magnet 7 nach unten schiebt, bis der Magnet auf den auf seinem Sitz befindlichen Ventilteller 15 auftrifft. In diesem Zustande wird nun das Gerät 21 wieder in der beschriebenen und dargestellten Weise angelegt, wobei der Magnet 7 in der erwähnten Weise durch Batterie3trom erregt und mit dem Ventilteller 15 gekuppelt wird, wobei die Schließfeder 16 unwirksam gemacht wird.
  • Wird nun das Ventil durch Herausschrauben der Schraube 20 geöffnet, so nimmt der dabei angehobene Magnet 7 den Ventilteller 15 nach oben mit und gibt in der erwähnten Weise den Gaszufluß zum Brenner, welcher durch Verschieben des Ventilkegels 14 geregelt werden kann, frei. Sobald das Gas-Luft-Gemisch beim Brenner austritt, wird es vom Heizfaden 28 gezündet. Wie erwähnt, wird nun das Thermoelement durch die Brennerflamme erhitzt, und nach einer kleinen Weile kann das Gerät 21 entfernt werden.
  • Das Gerät 21 liefert also bei der Inbetriebnahme des Brenners einerseits die zum Unwirksammachen der Schließmittel der Sicherungseinrichtung des Brenners erforderliche elektrische Energie und zugleich die zum Zünden des Brenners erforderliche thermische Energie.
  • Fig. 2 zeigt eine Anordnung, die der in Fig. 1 dargestellten weitgehend entspricht. Der Unterschied liegt darin, daß der Batteriestrom nicht an der Erregerwicklung 6 angelegt wird, sondern an den vorstehenden Teilen des Thermoelementes 3. Das in Fig. 2 mit 29 bezeichnete Gerät ist mit an den Batterieklemmen angeschlossenen Leitern 30 und 31 ausgerüstet, deren Enden so beschaffen sind, daß sie leicht mit zwei möglichst weit auseinanderliegenden Punkten des Thermoelementes in Verbindung gebracht werden können. Im Leiter 31 ist ein Heizfaden 32 eingeschaltet, durch welchen der Batteriestrom durchfließen muß und welcher dadurch auf eine zur sicheren Zündung des Brenners genügende Temperatur erhitzt wird. Die Arbeitsweise mit diesem Gerät ist grundsätzlich genau dieselbe wie mit dem Gerät nach Fig. l . Werden die Leiter 30 und 31 des Gerätes 29 in der in Fig. 2 dargestellten Weise mit dem Thermoelement in Verbindung gebracht, so fließt ein Strom über Leiter 31, den Heizfaden 32, das Ende des Leiters 31, die eine Elektrode des Thermoelementes 3 und den Leiter 30 zurück zur Batterie; dieser Strom ist praktisch nur durch den Widerstand des Heizfadens 32 begrenzt. Allerdings entsteht auch in der einen unter Strom stehenden Elektrode des Thermoelementes ein sehr geringer Spannungsabfall, welcher jedoch in der Größenordnung der üblicherweise durch das im Betrieb erhitzte Thermoelement erzeugten Thermospannung lieb und daher über den durch die andere Elektrode des Thermoelementes und die Erregerspule 6 gebildeten elektrischen Parallelpfad einen Strom auftreten läßt, welcher den Magnet 7 genügend erregt, um die Kupplung des Magnets entgegen dem Druck der Feder 16 zu ermöglichen. In der beschriebenen Weise kann nun das Ventil geöffnet werden, wobei das am Brenner ausströmende Gas-Luft-Gemisch durch den erhitzten Heizfaden 32 gezündet wird.
  • Die in Fig. 1 dargestellte Anordnung hat den Nachteil, daß weitere Leiter 26 und 27 erforderlich sind, während die Anordnung nach Fig. 2 ein schlechtes Verhältnis von Batteriestrom zu Erregerstrom ergibt. Diese Nachteile können weitgehend behoben werden, wenn eine Anordnung gemäß Fig. 3 getroffen wird. Entsprechende Teile sind hier gleich bezeichnet wie in Fig. 1. Das aus einem Rohr und einer einseitig damit verschweißten Stange bestehende Thermoelement 3 ist mittels einer hitzebeständigen Isolation, z. B. eines Porzellanringes 33, in einem leitenden Apparateteil 34, z. B. einem Teil des Brennerdekkels 2, montiert. Das Thermoelement ist an eine niederohmige Erregerspule 6 angeschlossen. Fig. 3 zeigt in schematischer Weise auch den Magnetkern 7 und einen Magnetanker 15, die den gleich bezeichneten Teilen in Fig. 1 entsprechen können. Es ist das vordere Ende des Gerätes dargestellt, dessen Batterie 35 mit dem einen Pol an einen elektrisch isolierten Stift 36 und mit dem anderen Pol an ein leitendes, den Stift 36 umgebendes Rohr 37 angeschlossen ist. Der Stift 36 ist von einem Heizfaden 38 umgeben, welcher in bekannter Weise zwischen die Pole der Batterie geschaltet wird, wenn das Gerät benutzt wird. Die Innenwand des Rohres 37 ist mit einer feuerfesten Auskleidung 39 versehen, die mit etwas Spiel über das Thermoelement geschoben werden kann. Im Rohr 37 und in dessen Auskleidung 39 sind Öffnungen vorgesehen, durch welche ein brennbares Gemisch durchtreten kann. Die Erregerwicklung 6 ist mit einer weiteren Erregerwicklung 40 verbunden, deren anderes Ende an den leitenden Apparateteil 34 angeschlossen ist.
  • Bei der dargestellten Lage der Teile fließt ein Batteriestrom von der Batterie 35 durch den Stift 36, das Thermoelement 3, die Wicklung 40, den leitenden Apparateteil 34 und das gegen den leitenden Teil 34 angelegte Rohr 37 zurück zur Batterie 35. Dieser Strom, der bei einer entsprechend hochohmigen Wicklung 40 sehr gering sein kann, genügt wiederum, um in der erwähnten Weise den Magnet 6, 7 entgegen der Wirkung einer Schließfeder zur Haftung zu bringen und damit die Einleitung des Gases in den Brenner zu ermöglichen. Das aus dem in Fig. 3 nicht dargestellten Brenner ausströmende brennbare Gemisch gelangt teilweise durch die Öffnungen des Rohres 37 an die dabei erhitzte Heizspirale 38 und wird entzündet. Im folgenden wird nun, wie auch im Zusammenhang mit Fig. 1 und 2 erläutert, das Thermoelement durch die Brennerflamme erhitzt und liefert einen Thermostrom, welcher schließlich selbst zur genügenden Erregung des Magneten 6, 7 genügt. Natürlich könnte auch hier der Heizfaden in Serie zur Wicklung 40 geschaltet sein, in welchem Falle sich auch ein besonderer Schalter im Gerät erübrigte.
  • Die in Fig.3 dargestellte Anordnung hat gegenüber den vorher beschriebenen auch den erheblichen Vorteil, daß die Erregerwicklung 40 eine derartige Erregung des Magnets 6, 7, 15 ermöglichen kann, daß dieser Magnet eine gewisse Arbeit zu verrichten imstande ist, die z. B. so groß sein kann, daß dadurch das Absperrorgan der Sicherungseinrichtung aus seiner Schließlage in eine Offenlage gebracht werden kann. Es ist also möglich, bei entsprechend kleiner Bemessung des Schließweges des Ventiltellers 15 in Fig. 1 den Magnet 7 so stark zu erregen, daß dieser den Ventilteller 15 aus geringem Abstand anzuziehen vermag, womit der Gaszufluß zum Brenner eingeleitet ist. Es könnte also in diesem Falle zur Inbetriebnahme des Brenners genügen, einfach das Gerät beim Brenner an der vorgeschriebenen Stelle anzulegen bzw. auf das Thermoelement aufzuschieben, was äußerst einfach ist und trotzdem eine absolute Sicherung ermöglicht.
  • Das in Fig.3 dargestellte Gerät kann natürlich sinngemäß auch bei Zündvorrichtungen gemäß Fig.1 und 2 verwendet werden, wobei z. B. in Fig. 1 die beiden Kontaktstellen 24 und 25 als Platte bzw. von derselben isolierter, vorstehender Stift ausgebildet sein müßten, wobei beim Anzünden das Rohr 37 des in Fig.3 dargestellten Zünders mit der plattenförmigen Kontaktstelle und der Stift 36 des Anzünders mit der stiftförmigen Kontaktstelle zusammenarbeiten würde. Bei der Vorrichtung nach Fig. 2 würde der einzige Unterschied gegenüber der Zündeinrichtung nach Fig. 3 darin bestehen, daß das Thermoelement 3 nicht isoliert in seinem Träger angeordnet würde und daß keine hochohmige Erregerwicklung 40 vorgesehen würde.
  • Die hier beschriebenen Verfahren zum Anzünden eines gesicherten Brenners können natürlich sinngemäß auch auf die eingangs erwähnten Anordnungen angewandt werden, bei denen das Absperrorgan der thermoelektrischen Sicherungseinrichtung zuerst in die Offenlage gebracht werden muß, wobei es dann durch den Batteriestrom in dieser Offenlage gehalten wird.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren ist auch nicht unbedingt auf die beschriebenen Anordnungen mit thermoelektrisch-magnetischer Sicherung beschränkt, sondern es wäre auch möglich, als Energiequelle im Gerät zum Zünden des Brenners z. B. ein Brennstoffreservoir vorzusehen und zur Inbetriebnahme des gesicherten Brenners das Thermoelement mittels einer Flamme zu erhitzen, die aus diesem Brennstoffreservoir gespeist wird. Als Brennstoffe kommen dabei besonders gasförmige und flüssige Stoffe, wie Butangas, Benzin od. dgl., in Frage.
  • Das Anzünden des Brenners und das Unwirksammachen der Schließmittel der Sicherungsvorrichtung des Brenners könnten natürlich auch mittels anderer Stromquellen vorgenommen werden. Es wäre z. B. möglich, Netzstrom unter Zwischenschaltung eines Transformators und Gleichrichters zu verwenden. Es wäre auch denkbar, die erforderliche elektrische Energie auf mechanischem Wege zu erzeugen, wie es z. B. für Taschenlampen bekannt ist, indem im Gerät ein kleiner Generator vorgesehen ist, welcher durch Betätigung eines Hebels in Betrieb gesetzt wird, wenn das Gerät in der erwähnten Weise verwendet wird.
  • In Fig. 4 ist ein z. B. als Herdbrenner verwendbarer Gasbrenner 1 schematisch dargestellt, welcher über die Gasleitung 12 und das Sicherungsventil 11 gespeist werden kann. Entsprechende Teile sind gleich bezeichnet wie in den Fig. 1 bis 3. Das Sicherungsventil, welches zugleich als Absperr- und Regelorgan dienen kann, wird durch ein im Bereiche der Brennerflamme angeordnetes Thermoelement 3 in der an Hand der Fig. 1 beschriebenen Weise überwacht. Im Bereich der aus dem Brenner 1 ausströmenden Gase und zugleich im Bereich des Thermoelementes 3 ist eine als Anzündvorrichtung dienende Heizspirale 49 angeordnet, welche durch Schließen eines Schalters 55 mit einer nicht dargestellten Stromquelle verbunden und damit auf eine zum Anzünden der aus dem Brenner ausströmenden Gase genügende Temperatur gebracht werden kann.
  • Die in Fig. 4 dargestellte Zünd- und Sicherungsvorrichtung arbeitet wie folgt: Im dargestellten Betriebszustand wird das Thermoelement 3 durch die Brennerflamme erhitzt und liefert einen Thermostrom, durch welchen der Magnet 7 des Sicherungsventils 11 genügend erregt wird, um den Ventilteller 15 entgegen der Wirkung der Druckfeder 16 zu halten. Erlischt die Brennerflamme aus irgendeinem Grunde, so erkaltet das nennoelement, und der Thermostrom sinkt ab, bis die Schließfeder 16 den Ventilteller 15 vom Magnet 7 zu lösen vermag, denselben gegen den oberen Rand der Gaszuleitung 12 preßt und damit die Gaszufuhr zum Brenner unterbindet.
  • Um den Brenner wieder in Betrieb zu nehmen, wird zuerst der Schalter 55 geschlossen, so daß die Heizspirale 49 erhitzt wird. Dieselbe erhitzt auch das Thermoelement 3, so daß dasselbe in kurzer Zeit einen genügenden Thermostrom liefert, um ein öffnen des Sicherungsventils zu gestatten. Dieses Öffnen geschieht in der an Hand der Fig. 1 beschriebenen Weise. Dabei kann wieder Gas zum Brenner 1 strömen und wird bei seinem Austritt aus demselben von der Heizspirale 49 gezündet. Die Erwärmung des Thermoelementes wird nun wieder von der Brennerflamme übernommen, und die Heizspirale kann, um die Brennersicherung wirksam werden zu lassen, ausgeschaltet werden.
  • Zum betriebsmäßigen Abstellen des Brenners wird der Magnet 7 mit dem daranhaftenden Ventilteller 15 nach unten gegen den Ventilsitz gepreßt.
  • Bei dem in Fig.4 dargestellten Ausführungsbeispiel ist es erforderlich, zur Inbetriebnahme des Brenners zuerst den Schalter 55 zu schließen, dann das Sicherungs- und Regelventil 11 zu öffnen und schließlich den Schalter 55 wieder zu öffnen. Besonders bei Brennern, die keine Betriebsregulierung erfordern, sondern mit konstanter Leistung arbeiten, wäre es erwünscht, diese Manipulationen zu vereinfachen. Das ist möglich, wenn man an Stelle eines einfachen Thermoelementes eine Thermosäule verwendet, die genügend elektrische Energie liefert, um mindestens ein Hilfsventil zu öffnen. Durch Öffnen des Hilfsventils kann mit Hilfe des Gasdruckes ein Hauptventil geöffnet werden, welches den Hauptgasstrom zum Brenner freigibt. Die Anordnung müßte ferner so getroffen sein, daß das Hauptventil beim Schließen des Hilfsventils auch geschlossen wird. Wird bei einer derartigen Anordnung die Thennosäule durch die Heiz- und Zündspirale 49 erhitzt, so liefert sie einen Thermostrom, durch welchen das Hilfsventil und folglich auch das Hauptventil geöffnet und der Brennstoff zum Brenner zugeführt wird. Ist der Brenner gezündet, so kann der Stromkreis zur Heizspirale 49 unterbrochen werden, und die weitere Erwärmung derThermosäule wird .durch die Brennerflamme übernommen. Erlischt der Brenner, so erkaltet die Thermosäule, das Hilfsventil schließt sich und bewirkt auch die Schließung des Hauptventils, wodurch die Gaszufuhr zum Brenner unterbrochen wird. Zum betriebsmäßigen Abstellen des Brenners können willkürlich betätigbare Mittel zum Schließen des Ventils vorgesehen sein.
  • Eine weitere Ausführungsform einer Zünd- und Sicherungsvorrichtung, die gestattet, den Brenner lediglich durch Schließen eines elektrischen Stromkreises in Betrieb zu nehmen, ist in Fig. 5 dargestellt, in welcher entsprechende Teile gleich bezeichnet sind wie in Fig. 4. An Stelle des Kochbrenners 1 ist ein Strahlbrenner 51 vorgesehen, welcher z. B. als Grillbrenner in einem Gasherd verwendet werden kann. Solche Strahlbrenner werden üblicherweise nicht geregelt, und es ist daher nur ein Absperrventil, jedoch kein Regelventil erforderlich. Die Heizspirale 49, welche über den Schalter 55 mit einer nicht dargestellten Gleichstromquelle verbunden werden kann, ist in Serie mit dem aus der Thermosäule oder dem Thermoelement 3 und der Wicklung 6 gebildeten Stromkreis geschaltet, so daß beim Schließen des Schalters 55 ein relativ starker Gleichstrom durch die Wicklung 6 des Magnets 7 fließt und denselben genügend erregt, damit dieser den Ventilteller 15 aus seiner Schließstellung anzuziehen vermag. Beim Schließen des Schalters 55 wird also das Sicherungsventil 11 geöffnet und Gas zum Brenner 51 zugelassen. Zugleich wird das Thermoelement oder die Thennosäule 3 durch die Heiz- und Zündspirale 49 geheizt, so daß bereits ein genügender Thermostrom geliefert wird, um den Ventilteller 15 am Magnet 7 festzuhalten, wenn der Brenner gezündet wird. Der Schalter kann nun geöffnet werden, und die Brennerflamme sorgt für die weitere genügende Erwärmung des Thermoelementes oder der Thermosäule 3. Erlischt der Brenner, so erkaltet das Thermoelement 3, und der Ventilteller 15 wird durch die Schließfeder 1.6 vom Magnet 7 getrennt und gegen den Ventilsitz gepreßt, um die weitere Gaszufuhr zum Brenner zu unterbinden.
  • Anstatt den Stromkreis der Heiz- und Zündspirale 49 direkt an den Thermostromkreis anzuschließen, könnte auf dem Magnet 7 eine separate, mit der Spirale 49 in Serie oder parallel zu derselben geschaltete hochohmige Spule vorgesehen sein, welcher ein zum Öffnen des Sicherungsventils genügender elektrischer Strom zugeführt werden könnte.
  • Um auch ein betriebsmäßiges Abstellen des Brenners durch elektrische Steuerung zu erzielen, könnte bei der in Fig. 5 dargestellten Schaltung ein weiterer, punktiert angedeuteter Schalter 55' vorgesehen sein, mittels dessen der Thermostromkreis kurzgeschlossen und damit der Ventilteller 15 zum Abfallen gebracht werden kann. Zur normalen Bedienung des Brenners würde es in diesem Falle genügen, zum Einschalten den Schalter 55 und zum Ausschalten den Schalter 55' zu betätigen.
  • Der Schalter 55 könnte auch gemäß Fig. 6 als Umschalter mit neutraler Mittelstellung ausgebildet sein, welcher normalerweise geöffnet wäre und in einer Arbeitsstellung zum Anschließen der Gleichstromquelle und in der anderen Arbeitsstellung zum Kurzschließen des Thermostromkreises benutzt werden könnte. Die Schalterstellungen könnten dabei sinngemäß etwa mit »EIN« (E); »SICHERUNG« (S) und »AUS« (A) bezeichnet werden. Diese vollelektrische Steuerung hätte auch den Vorteil, daß das Sicherungs- und Absperrventil 11 in einem vollständig geschlossenen, dichten Gehäuse untergebracht werden könnte.
  • Natürlich könnte auch bei der Schaltung gemäß Fig.5 oder der oben beschriebenen Ausführungsvariante hierzu nach Fig 6 oder bei welcher eine separate Einschaltwicklung auf dem Magnet 7 vorgesehen ist, lediglich ein Hilfsventil mit sehr kleiner Steuerbewegung elektrisch gesteuert werden, während ein Hauptventil auf pneumatischem Wege mittels des Hilfsventils gesteuert würde.
  • Es wäre bei den Ausführungsarten der erfindungsgemäßen Vorrichtung, bei welchen die thermoelektrische Brennersicherung bei der Betriebsaufnahme des Brenners mit elektrischer Fremdenergie gespeist wird, nicht unbedingt erforderlich, das Thermoelement irr Heizbereich der Zündvorrichtung anzuordnen, wobei man aber die Brennersicherung so lange mit der Stromquelle verbunden halten müßte, bis das Thermoelement durch die gezündete Brennerflamme genügend erhitzt wäre, um die Gaszufuhr aufrechtzuerhalten. Dabei könnte an Stelle einer Heizspirale eine andere Zündvorrichtung, z. B. ein Funkenzünder, vorgesehen sein, welcher weniger Energie benötigt.
  • Die Fig.7 und 8 zeigen schematisch eine Zünd-und Sicherungsvorrichtung für einen Brenner, welche in besonderer Weise darauf hinzielt, das Ausströmen unverbrannten Brennstoffes mit Sicherheit zu verhindern.
  • Der Brenner 51, die Gasleitung 42, das Sicherungsventil 43, die Zündspirale 49 und das Thermoelement bzw. die Thermosäule 44 entsprechen den Teilen 51, 12, 11, 49 und 3 der in Fig. 5 dargestellten Anordnung. In den das Thermoelement 44 und die Magnetwicklung 45 enthaltenden thermoelektrischen Sicherungsstromkreis ist ein Quecksilberschalter 53 eingeschaltet, bei welchem bei der in Fig. 7 dargestellten Betriebslage der Sicherungsstromkreis dauernd unterbrochen ist. Der aus einer Batterie 54 gespeiste Stromkreis der Zündspirale 49 enthält einen durch einen Quecksilberschalter 55 gebildeten Einschalter, welcher beim dargestellten Betriebszustand den Zündstromkreis unterbricht. Der Quecksilberschalter 55 weist in seinem Gefäß eine Trennwand 56 mit einer kleinen Öffnung 57 auf, durch welche das Quecksilber von der links der Trennwand 56 liegenden Kammer des Quecksilberschalters langsam in die rechts der Trennwand 56 liegende Kammer überfließen kann. Die beiden Quecksilberschalter 53 und 55 sind an einer gemeinsamen Achse befestigt, die in der Zeichnung schematisch durch eine punktierte Linie 58 bezeichnet ist und an welcher ein Betätigungskopf 59 befestigt ist.
  • Bei der in Fig. 7 dargestellten, dem ausgeschalteten Brenner entsprechenden Lage der Teile ist der als Magnetanker ausgebildete Ventilteller 47 vom Magnet 46 abgefallen und schließt die Gasleitung 42 ab, so daß kein Gas zum Brenner 51 strömen kann. Der bei dem Quecksilberschalter 53 unterbrochene Thermostromkreis ist unwirksam. Auch der an den Quecksilberschalter 55 unterbrochene Zündstromkreis ist unwirksam. Werden nun die beiden Quecksilberschalter 53 und 55 durch Drehen des Betätigungsknopfes 59 aus der in Fig. 7 dargestellten Lage in die in Fig.8 dargestellte Lage verschwenkt, so wird der thermoelektrische Sicherungsstromkreis durch den Quecksilberschalter 53 augenblicklich geschlossen, und die Sicherung wird wirksam. Die Quecksilbermenge des Quecksilberschalters 55 fließt unter die Trennwand 56 und schließt daher den Zündstromkreis, so daß die Zündspirale 49 auf Zündtemperatur erhitzt wird. Durch die Zündspirale 49 wird die Thermosäule 44 erhitzt, bis ihr Thermostrom den Magnet 46 genügend zu erregen vermag, um den Ventilsitz 47 des Brennstoffventils 43 nach oben zu ziehen und somit Gas zum Brenner 51 zu leiten. Inzwischen ist nun die Quecksilbermenge des Quecksilberschalters 55 durch die Öffnung 57 der Trennwand 56 in den rechten Teil des Quecksilberschalters 55 abgeflossen, so daß der Zündstromkreis erneut unterbrochen wurde. Die Schaltverzögerung des Quecksilberschalters 55 ist so bemessen, daß während der Verzögerungszeit das Thermoelement 44 genügend erhitzt wird, um die Brennstoffzufuhr zum Brenner 51 zu bewirken und daß in dieser Zeit auch die Zündung des ausströmenden Brennstoffes sicher erfolgt.
  • Damit befindet sich der Brenner 51 im Betrieb, und die Brennersicherung ist in der oben beschriebenen Weise wirksam. Soll der Brenner wieder abgestellt werden, so werden die beiden Quecksilberschalter 53 und 55 in die in Fig. 7 dargestellte Lage zurückgeschwenkt, wobei der thermoelektrische Sicherungsstromkreis bei dem Quecksilberschalter 53 sofort unterbrochen wird. Damit wird der Elektromagnet 46, 45 stromlos, der Ventilteller 47 fällt unter der Wirkung der Feder 48 ab und sperrt die Brennstoffzufuhr zum Brenner 51 augenblicklich. Die Quecksilbermenge des Quecksilberschalters 55 fließt bei dieser Ausschaltbewegung über die Trennwand56 sofort in den links derselben liegenden Raum zurück und befindet sich hernach in der in Fig. 7 dargestellten Lage, in welcher der Zündstromkreis unterbrochen ist. Damit ist die in Fig. 7 dargestellte Ausschaltlage erreicht, in welcher ein ungewolltes Öffnen des Brennstoffventils ausgeschlossen ist, weil der Sicherungsstromkreis am Quecksilberschalter 53 dauernd unterbrochen ist.
  • Natürlich wäre es möglich, die Quecksilberschalter durch irgendwelche mechanische Schalter zu ersetzen, wovon der eine z. B. mit einem Verzögerungswerk ausgerüstet sein könnte. Quecksilberschalter haben jedoch im vorliegenden Zusammenhang den wesentlichen Vorteil, daß sie stets zuverlässige Kontakte ergeben, was vor allem im niederohmigen thermoelektrischen Sicherungsstromkreis wesentlich ist.
  • Es wäre an sich möglich, an Stelle zweier Quecksilberschalter einen einzigen speziell konstruierten Quecksilberschalter zu verwenden. Wie in Fig. 8 angedeutet, kann der Quecksilberschalter 55 ein weiteres Kontaktpaar 60 und 61 aufweisen, an welches der Sicherungsstromkreis angeschlossen werden könnte. Bei der in Fig. 8 dargestellten Situation kurz nach erfolgter Einschaltung wäre dann beispielsweise der Sicherungsstromkreis noch unterbrochen, was aber ohne Bedeutung ist, da in diesem Augenblick das Thermoelement 44 ohnehin noch nicht genügend erwärmt wäre, um das Ventil 43 zu öffnen. Etwas später würden aber dann die beiden Kontakte 60 und 61 durch die herabfließende Quecksilbermenge verbunden, wodurch der Sicherungsstromkreis geschlossen würde. Beim Ausschalten würde die Quecksilbermenge in dem Quecksilberschalter 55 in der beschriebenen Weise sofort nach links fließen und somit eine sofortige Unterbrechung des Sicherungsstromkreises bewirken.
  • Wird das Öffnen des Ventils 43 durch den Thermostrom einer Thermosäule 44 bewirkt, so erfolgt das Einschalten des Brenners mit ziemlicher Verzögerung, und außerdem wird während dieser Verzögerungszeit von der Zündspirale 49 ziemlich viel elektrische Energie verbraucht. Die Inbetriebnahme des Brenners kann erheblich beschleunigt und der Verbrauch elektrischer Energie durch die Zündspirale 49 erheblich herabgesetzt werden, wenn das Öffnen des Ventils 43 mittels Fremdstrom aus der Batterie 54 vorgenommen wird. Zu diesem Zweck kann die in Fig.7 in strichpunktierten Linien angedeutete Schaltung verwendet werden, bei welcher der Thermostromkreis in Serie in den Zündstromkreis geschaltet ist. Die Anschlüsse des Zündstromkreises am Thermostromkreis sollen dabei möglichst nahe bei der Spule 45 liegen, damit der größte Teil des Zündstromes durch die Spule 45 fließt. Diese Schaltungsanordnung kann mit besonderem Vorteil mit der oben beschriebenen Ausführungsvariante verbunden werden, bei welcher der Sicherungsstromkreis an die Kontakte 60 und 61 des Quecksilberschalters 55 angeschlossen ist. In diesem Falle ist nämlich beim Einschalten des Zündstromkreises der über das Thermoelement 44 und den Quecksilberschalter 55 (Kontakt 60, 61) führende Zweig des Sicherungsstromkreises noch offen, und es fließt daher der gesamte Zündstrom über die Wicklung 45 und bewirkt somit eine sehr intensive Erregung des Magnets 46. Dabei ergibt sich noch der weitere wesentliche Vorteil, daß bei einer eventuellen Unterbrechung des Zündstromkreises, z. B. infolge Durchbrennens der Zündspirale, jede Gaszufuhr zum Brenner ausgeschlossen wäre, so daß derartige Defekte sofort angezeigt und Unfälle verhütet würden.
  • Es wäre schließlich auch möglich, den Zündstromkreis durch einen wärmeempfindlichen Schalter zu unterbrechen, wenn der Schalter durch den in Betrieb gesetzten Brenner genügend erhitzt ist. Ein solcher Schalter 62 ist bei der Zündspirale 49 in Fig. 7 schematisch dargestellt. Dieser Schalter würde den Zündstromkreis sofort nach dem Einsetzen der Verbrennung unterbrechen, und es könnte in diesem Falle auf die Anordnung eines Verzögerungsschalters verzichtet werden. Es wäre in diesem Falle besonders leicht möglich, an Stelle von Quecksilberschaltern einfache mechanische Schalter vorzusehen, da keine Schaltverzögerungen erforderlich sind.
  • Es wäre auch möglich, den Sicherungsstromkreis kurzzuschließen, anstatt zu unterbrechen, zu welchem Zweck der Quecksilberschalter 53 parallel an den stets geschlossenen Sicherungsstromkreis angeschlossen werden müßte und wobei die Kontakte auf die andere Seite des Schalters verlegt sein müßten.
  • Für die Zündspirale 49 wird vorzugsweise ein hitzebeständiger Träger vorgesehen, in welchem die Zündspirale mindestens teilweise eingebettet ist. Es kann z. B. ein Träger mit einer halboffenen Nut zur Aufnahme der Heizspirale aus einem keramischen Material vorgesehen werden. Diese Maßnahme bewirkt nicht nur einen Schutz der Zündspirale gegen mechanische Beschädigung, sondern dient auch als Wärmespeicher und Isolator, welcher die Zündspirale bei Betriebsunterbrechungen relativ lange auf einer hohen Temperatur hält, so daß die Zündspirale bei der Wiederaufnahme des Betriebs rasch die erforderliche Zündtemperatur erreicht.

Claims (12)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Sicherungs- und Zündvorrichtung für einen Brenner mit einer bei Erhitzung durch die Brennerflamme wirksamen Stromquelle, z. B. einem Thermoelement, mit welcher ein Elektromagnet verbunden ist, welcher direkt oder über einen Verstärkungs- oder Servomechanismus indirekt in erregtem Zustand ein unter dauernder Schließwirkung stehendes, z. B. durch eine Schließfeder belastetes Abschlußorgan in der Brennstoffzuleitung zum Brenner entgegen der Schließwirkung offenhält, und mit einer elektrischen Zündvorrichtung, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorrichtung in an sich bekannter Weise eine Hilfsstromquelle (21, 29, 35, 54) bzw. zumindest an eine Fremdstromquelle anschließbare Kontaktstellen (24, 25; 3, 34; 55) aufweist, wobei die Hilfs- bzw. Fremdstromquelle zwecks Einschaltung des Brenners bzw. Öffnens des erwähnten Abschlußorgans willkürlich, z. B. durch Schalterbetätigung, vorübergehend zur Einwirkung direkt auf den den Elektromagnet (6, 7 bzw. 45, 46) und die Stromquelle (z. B. 3, 44) enthaltenden Sicherungskreis selbst gebracht werden kann, um im Elektromagnet und in einer Zündvorrichtung, z. B. einer Zündspirale (28, 32, 38 bzw. 49), einen Stromfluß zu erzeugen und damit ein Öffnen des Abschlußorgans (15, 47) zu bewirken bzw. zu gestatten und den Brenner zu zünden, worauf die durch die Brennerflamme erhitzte Stromquelle die Erregung des Elektromagnets übernimmt.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine Fremdstromquelle (21, 29, 35, 54) derart direkt an den geschlossenen Leiterkreis (z. B. 4, 5) der thermoelektrischen Sicherung anschaltbar ist, daß in dem vom Thermostrom durchflossenen Elektromagnet ein Fremdstrom mindestens der Stärke des vom Thermoelement gelieferten Betriebsstromes fließt, wobei die Fremdstromquelle entweder an die Klemmen des durch den Thermostrom überwachten Elektromagnets (Fig. 1) oder aber an auseinanderliegende Stellen des Thermoelementes selbst (Fig. 2) anlegbar ist, derart, daß im thermoelektrischen Leiterkreis ein Spannungsabfall entsteht.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Fremdstromquelle (35) zwischen dem geschlossenen Leiterkreis der thermoelektrischen Sicherung und einer davon isoliert angeordneten Stelle (34) anschließbar ist und daß zwischen dieser Stelle (34) und dem Leiterkreis auf dem Elektromagnet eine Hilfswicklung (40) angebracht ist, die die Wirkung des im Betriebe auftretenden Thermostromes auf den Elektromagnet (7) unterstützt (Fig. 3).
  4. 4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Hilfswicklung (40) und die Fremdstromquelle (35) so bemessen sind, daß der von der Hilfswicklung (40) erregte Elektromagnet eine zum Öffnen des Abschlußorgans (15) genügende Leistung abgibt.
  5. 5. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine mittels elektrischer Fremdenergie heizbare Zündvorrichtung (49) im Bereich eines Thermoelementes (3) angeordnet ist, so daß das Thermoelement (3) durch die Zündvorrichtung (49) erhitzt wird und mit der dabei erzeugten thermoelektrischen Energie auf die Brennersicherung einwirkt, wobei ein vom Heizstromkreis der Zündvorrichtung getrennter Sicherungsstromkreis vorgesehen ist (Fig. 4).
  6. 6. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Fremdstromquelle (35) in einem vom Brenner bzw. von dem Sicherungskreis als Ganzes trennbaren Gerät oder Anzünder (21, 29, 37) untergebracht ist (Fig. 1 bis 3).
  7. 7. Vorrichtung nach Anspruch 6, gekennzeichnet durch eine elektrische Batterie (35), deren Spannung einerseits an zwei mit Kontaktstellen (3, 34) am Brenner in Berührung bringbare Leiter (36, 37) und andererseits an einen Heizfaden (38) angelegt werden kann, wobei der Heizfaden mit der Batterie in Serie zwischen die Leiter eingeschaltet ist. B.
  8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, gekennzeichnet durch einen Umschalter (55, Fig.6), welcher gestattet, den Sicherungsstromkreis (3, 6) und den Heizstromkreis gemeinsam mit einer Fremdstromquelle zu verbinden, sie von der Fremdstromquelle zu trennen und den Sicherungsstromkreis kurzzuschließen oder zu unterbrechen.
  9. 9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, wobei im Stromkreis (44, 45) der elektrischen Sicherungsvorrichtung ein Schalter (53) vorgesehen ist, welcher in der einen Stellung den Sicherungsstromkreis unwirksam macht und dadurch eine Gaszufuhr zum Brenner (51) ausschließt, dadurch gekennzeichnet, daß mit dem Schalter ein Betätigungsorgan (55) der Zündvorrichtung (49) gekuppelt ist, welches bei jedem Wirksamwerden des Sicherungsstromkreises zwangläufig auch die Zündvorrichtung (49) einschaltet, wobei die Zündvorrichtung bei jeder Einschaltung während einer Dauer betätigt wird, welche z. B. durch das überlaufen der Flüssigkeit in einem Flüssigkeitsschalter oder durch die Erwärmung eines wärmeempfindlichen Schalters bestimmt ist (Fig. 7).
  10. 10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß ein unverzögerter Einschalter vorgesehen ist, zu welchem im Zündstromkreis ein wärmeempfindlicher, im Heizbereich des Brenners befindlicher Schalter (62) in Serie geschaltet ist (Fig. 7).
  11. 11. Vorrichtung nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, daß der Schalter als Quecksilberschalter (53) ausgebildet ist.
  12. 12. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß der Schalter und der Einschalter in ein und demselben Quecksilberschalter untergebracht sind, wobei ein und dieselbe Quecksilbermenge den Einschalter und den Schalter betätigt. In Betracht gezogene Druckschriften: USA.-Patentschriften Nr. 2 269157, 2 456147.
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DE2754496A1 (de) * 1976-12-07 1978-06-08 Bourguignonne De Mecanique Cle Gasventil mit sicherheitszuendung
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