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DE1106271B - Verfahren zum Bohren von Fels unter Wasser und Einrichtungen zum Durchfuehren des Verfahrens - Google Patents

Verfahren zum Bohren von Fels unter Wasser und Einrichtungen zum Durchfuehren des Verfahrens

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Publication number
DE1106271B
DE1106271B DEG25185A DEG0025185A DE1106271B DE 1106271 B DE1106271 B DE 1106271B DE G25185 A DEG25185 A DE G25185A DE G0025185 A DEG0025185 A DE G0025185A DE 1106271 B DE1106271 B DE 1106271B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
carriage
drilling
ship
pipe
slide
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEG25185A
Other languages
English (en)
Inventor
Otto Degler
Dipl-Ing Karl Harm
Dipl-Ing Ernst Lenze
Ernst Martin
Dipl-Ing Hermann Simon
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Gruen und Bilfinger AG Austria
Original Assignee
Gruen und Bilfinger AG Austria
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Filing date
Publication date
Application filed by Gruen und Bilfinger AG Austria filed Critical Gruen und Bilfinger AG Austria
Priority to DEG25185A priority Critical patent/DE1106271B/de
Publication of DE1106271B publication Critical patent/DE1106271B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E21EARTH OR ROCK DRILLING; MINING
    • E21BEARTH OR ROCK DRILLING; OBTAINING OIL, GAS, WATER, SOLUBLE OR MELTABLE MATERIALS OR A SLURRY OF MINERALS FROM WELLS
    • E21B7/00Special methods or apparatus for drilling
    • E21B7/12Underwater drilling
    • E21B7/128Underwater drilling from floating support with independent underwater anchored guide base

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Geology (AREA)
  • Mining & Mineral Resources (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Environmental & Geological Engineering (AREA)
  • Fluid Mechanics (AREA)
  • General Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Geochemistry & Mineralogy (AREA)
  • Earth Drilling (AREA)

Description

  • Verfahren zum Bohren von Fels unter Wasser und Einrichtungen zum Durchführen des Verfahrens Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Bohren von Fels unter Wasser mittels eines Bohrschiffes, bei dem eine schwimmende Arbeitsbühne vorgesehen ist und das durch absenkbare Stelzen im Grund fest aufgesetzt werden kann, wobei in einem Arbeitsgang mehrere Reihen von Bohrlöchern ohne Verholen des vor dem Bohren fest aufgesetzten Schiffes gebohrt werden.
  • Die Erfindung besteht dabei darin, daß zuerst von einer Arbeitsgruppe Schutzrohre in die Bodenüberlagerung eingeschlagen werden, worauf eine zweite Arbeitsgruppe im Nachdicken die Sprenglöcher bohrt und die erste Arbeitsgruppe, hinter der zweiten mit Abstand nachrückend, die Bohrlöcher mit Sprengladungen versieht und die Schutzrohre entfernt.
  • Eine Einrichtung zum Durchführen des erfindungsgemäßen Verfahrens sieht vor, daß auf den auf der Arbeitsbühne vorgesehenen Portalen - z. B. aus Tärgern auf Rohrfachwerk - senkrecht zur Schiffslängsachse Doppelträger mit Schienen angeordnet sind, auf denen je zwei Lafettenwagen mit eingehängten Bohrlafetten auf der gleichen Spur laufen und zu beiden Seiten jedes Lafettenwagens auf der gleichen Spur je ein Rohrziehwagen vorgesehen ist, wobei die Rohrziehwagen Rammhammer, Ziehhammer, Preßluftgeber, Spüllanze u. dgl. tragen.
  • Eine erfindungsgemäße Bauform besteht nun darin, daß der Lafettenwagen mit vier Laufrollen versehen ist und von der Bühne aus mittels einer Kettenhaspel durch eine Handzugkette antreibbar ist, wobei ein auf der angetriebenen Laufradachse aufgekeiltes Kastenrad, in das eine von der Arbeitsbühne zu betätigende Klinke einrastet, als Bremse und Feststellvorrichtung dient.
  • Gemäß der Erfindung ist an dem Gestell des Lafettenwagens ein Rahmen vorgesehen, in dem ein verstellbarer Schlitten mit einem Schwenkarm gleiten kann, an dem eine Bohrlafette kardanisch aufgehängt ist und ein auf der Vorderseite der Bohrlafette einen Bohrhammer tragender Schlitten in Führungsklauen gleiten kann, wobei der Bohrhammer auf einer Hilfsplatte befestigt ist, die oben mit einer Öse und unten mit einem Langloch, der Lafettenschlitten demgemäß oben mit einer Gabelöse und unten mit einem Bundbolzen versehen ist, derart, daß in der tiefsten Stellung des den Bundbolzen umgebenden Langloches die Bohrungen der Ösen fluchten und durch einen Steckbolzen verbindbar sind.
  • Eine andere erfindungsgemäße Ausführungsform besteht darin, daß als Rohrziehwagen ein mit zwei Laufrollen versehener Träger vorgesehen ist, wobei die Laufrollen auf der gleichen Schienenspur wie der Lafettenwagen laufen und neben den Laufrollen die Laufschienen bzw. deren Träger seitlich übergreifende Winkel - gegebenenfalls mit daran angebrachten Abstützrollen - angeordnet sind. Erfindungsgemäß können dabei auf dem Profil des Rohrziehwagens, quer zu seiner Fahrtrichtung, verschiebbare Laufkatzen angeordnet sein, an denen Hämmer, Preßluftgeber, Spüllanze u. dgl. hängen, wobei insbesondere an einer Laufkatze gesondert ein an seinem oberen Ende eine Umlenkrolle besitzendes Lafettenrohr angebracht ist, über das ein Seil geführt ist, das an einem am Lafettenrohr verschiebbar aufgehängten Lanzenrohr angreift, welches oben mit einem Schlauch für Wasser-bzw. Luftzufuhr verbunden ist.
  • Eine Bauform gemäß der Erfindung sieht vor, daß die für die verschiedenen Geräte gebrauchte Druckluft von einer Kompressorenanlage entnehmbar ist, die auf einem gesonderten, mit dem Bohrschiff fest verbundenen, stromaufwärts davon liegenden Kompressorenschiff aufgestellt ist.
  • Für die in die Bodenüberlagerung einzuschlagenden Schutzrohre sind nach einem weiteren erfindungsgemäßen Vorschlag Rohrhalterungen vorgesehen, die an auf der Arbeitsbühne angeordneten Längsträgern sowohl der Länge nach als auch quer zum Längsträger verschiebbar und festklemmbar angeordnet sind.
  • Eine Ausführungsform dieser Rohrhalterungen gemäß der Erfindung besteht darin, daß sie aus einem an seinem Ende mindestens eine aufklappbare Rohrklemme tragenden Gleitarm besteht, dessen zweites Ende mittels eines Klemmbügels, in dem eine Schraubspindel mit Handrad angeordnet ist, auf dem Längsträger festklemmbar ist, während bei gelöster Schraub-Spindel der Klemmbügel auch senkrecht zum Längsträger verschiebbar ist.
  • Es sind Bohrschiffe bekannt, bei denen eine Anzahl Bohrlöcher in einer Reihe auf einmal abgebohrt werden konnte. Nach Abbohren einer solchen Reihe muß das Schift zum Sprengen aus der Gefahrenzone gebracht werden, um dann wieder neben das abgeschossene Feld neu eingeholt zu werden. Es muß also für jede Reihe die Verholzeit in Rechnung gesetzt werden, eine Zeit, in der das Arbeitspersonal für die Bohrarbeiten selbst nicht beschäftigt werden kann. Dazu kommt aber, daß auch die Bohrer selbst während der Verholzeit nicht in Tätigkeit sind, so daß die gewiß nicht billige Einrichtung unrentabel arbeitet. Schließlich muß man. um ein sauberes Sprengen zu erreichen, die Bohrlöcher möglichst gleichmäßig anordnen, was dazu führt, daß das Schiff nach jeder Reihe neu eingemessen werden muß. Aus diesen Gründen hat man auch schon versucht, die Leerlaufzeit dadurch zu verkürzen. daß das Schiff beim Schießen des ersten Feldes an einer entfernten Zone weiterbohrt, doch hat sich dies besonders wegen des Baggerns und des Materialtransportes an verschiedenen Stellen als nachteilig erwiesen. Dazu kommt aber auch, daß meistens die Flußtiefe bei derartigen Arbeiten so gering ist, daß man gezwungen ist, von einer Stelle aus sich vorzuarbeiten und ein abwechselndes Bohren an verschiedenen Stellen gar nicht möglich erscheint.
  • Ein weiterer Nachteil der bekannten Einrichtungen ist auch darin zu sehen, daß die Lafetten starr sind und keine Ausweichmöglichkeiten haben, so daß ein steckengebliebener Bohrer meist die ganze Mannschaft in der Arbeit aufhält.
  • Schließlich ist auch noch zu beachten, daß, wenn Reihe nach Reihe abgeschossen wird, die Möglichkeit, mit der nachfolgenden Reihe in zerklüftetes Gestein zu geraten, wodurch Bohrer steckenbleiben können, viel größer ist, als wenn mehrere Reihen auf einmal abgeschossen werden können. Da bei diesen bekannten Einrichtungen also für jedes Bohrloch eine Lafette gebraucht wird, ist eine große Anzahl derartiger Geräte notwendig, was zu einer weiteren Verteuerung führt. Nicht umbeachtlich ist auch, daß eine große Kubikmeterleistung der Kompressoren in allen diesen Fällen gebraucht wird, so daß auch dadurch die Einrichtung sich im Anschaffungspreis sehr verteuert.
  • Demgegenüber wird mit dem erfindungsgemäßen Verfahren und der erfindungsgemäßen Einrichtung erreicht. daß in der Zeiteinheit große Felsmassen unter Wasser wirtschaftlich angebohrt werden können, da die Aufwendungen an Geräten, Zeit und Personal beachtlich herabsetzbar sind. Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren werden in einem Arbeitsgang vier Reihen gleichzeitig abgebohrt, wodurch die Verholzeit wesentlich heruntergesetzt wird. da eben das Bohrschiff erst nach vier Reihen verholt werden muß. Nimmt man z. B. an. daß jeweils Felder von vierzig Löchern gebohrt werden sollen, so genügen hierzu acht Lafetten. Es werden also weniger Geräte gebraucht und natürlich auch weniger und dafür besser ausgelastetes Personal. Durch die geringere Zahl der gleichzeitig zu versorgenden Bohrer wird auch eine geringere Kubikmeterleistung der Kompressoren. gebraucht.
  • Zu beachten ist auch, daß, ohne daß das Bohrschiff verholt werden muß, sich das Bohrschema leicht ändern läßt, weil jede Lafette unabhängig von den übrigen ist und man daher auch unabhängig von den Bohrzeiten des einzelnen Bohrers bleibt. Selbst wenn also ein Bohrer steckenbleibt, läßt sich ohne weitere: sofort daneben ein anderes Loch bohren.
  • Nach erfolgter Sprengung kann beim Bohren des nachfolgenden Feldes höchstens die dem vorhergehenden Feld nächstliegende Bohrreihe in angebrochenen Fels geraten, was eventuell zum Steckenbleiben des einen oder anderen Bohrers führen kann, was jedoch den Arbeitsfortgang nur unwesentlich beeinflußt.
  • Es ist ferner zu beachten, daß bei allen bekannten Verfahren die Arbeit des Verrohrens von der sogenannten Bohrgruppe ausgeführt wird. Demgegenüber wird nach dem Vorschlag der Erfindung das Bohren vom Verrohren bzw. dem Rohrziehen grundsätzlich getrennt, da das Bohren den größten Arbeitsanteil ausmacht. Der Bohrgruppe arbeitet eine kleinere Arbeitsgruppe voraus, die das Verrohren durchführt und nach dem Bohren die Rohre wieder zieht. Diese Art der Aneinanderreihung der Arbeitsschritte ist dadurch möglich, daß gemäß der Erfindung Rohrziehwagen mit dem Lafettenwagen laufen, an denen die Raum- und Ziehhämmer hängen. Ferner kann man dadurch nach einem bestimmten Schema zuerst verrohren und dann bohren, weil auf der Bohrplattform der Länge nach über dem Bohrfeld entsprechende Träger angebracht sind, an denen die Bohrlehren angeklemmt werden. Diese als Bohrlehren dienenden Rohre sind in Rohrhalterungen gehalten, die verschiebbar, schwenkbar und mit einer einzigen Schraubenspindel feststellbar sind, also mit einem einzigen Handgriff bedient werden können, nachdem das Einstellen auf einen beliebigen, gerade gebrauchten Punkt vorgenommen wurde. Da schließlich auf jeder Laufbahn zwei Bohrwagen vorgesehen sind, die jeweils gemeinsam eine Reihe von Bohrlöchern abbohren, ist eine weitere beachtliche Senkung der absoluten Bohrzeit erreichbar.
  • Es sind schon Bohrschiffe bekannt, bei denen mittels eines Dreh- und Wippkranes mehrere Löcher in verschiedenen Abständen vom Schiff, also außerhalb davon, gebohrt werden können. Der Bedienungsmann muß dabei in einem Korb am Ausleger sitzen und muß von dort aus das Versetzen der Bohrlöcher steuern. was also jedesmal Dreh- und Wippbewegungen des Auslegekrans erfordert. Eine solche Bedienung ist nicht sehr einfach, und die Bohrlöcher befinden sich nicht unterhalb der Arbeitsbühne des Schiffes, so daß für das Laden der Bohrlöcher das Schift verholt werden muß, oder es muß das Laden von einem zweiten Schiff aus erfolgen. Es ist ferner auch bekannt, ein fahrbares Gestell auf Pontons vorzusehen, welches mit einer Plattform ausgerüstet ist, um den Raum zwischen den beiden Pontons zu überbrücken. Es muß also stets das ganze Gestell mit der schweren Plattform und sämtlichen Hebevorrichtungen, Motoren, Bohrwerkzeugen usw. verfahren werden, wozu entsprechend große und starke Antriebsmaschinen gebraucht werden. Die ganze Einrichtung wird dadurch schwerfällig und arbeitet langsam, so daß auch mit dieser Einrichtung nicht annähernd die gleiche Leistung und die gleiche Präzision erzielt werden können wie bei dem Verfahren und der Einrichtung gemäß der vorliegenden Erfindung.
  • Weitere Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der Beschreibung eines Ausführungsbeispiels in Verbindung mit den Zeichnungen und den Ansprüchen. Es zeigt in schematischen Darstellungen Fig. 1 ein Bohrschiff zum Durchführen des erfindungsgemäßen Verfahrens in Draufsicht, Fig. 2 eine Seitenansicht im Aufriß, Fig. 3 einen Kreuzriß zu Fig. 2, Fig.4 ein Detail betreffend die Lafettenwagen in Draufsicht, Fig.5 bis 8 die Bohrhammeraufhängevorrichtung sowie den zugehörigen Schlitten vor und nach dem Einhängen, Fig. 9 die Bohrlafette mit zwei zugeordneten Rohrziehwagen in Ansicht, Fig. 10 einen Seitenriß zu Fig. 9, Fig. 11 eine Draufsicht von Fig. 10, Fig. 12 einen Rohrziehwagen mit daran hängender Spüllanze in Ansicht, Fig. 13 bis 16 der Rohrhalterung in Auf-, Grund-und Seitenriß sowie die Ausbildung der Rohrschellen in Ansicht.
  • Das als Beispiel gewählte Bohrschiff besteht aus Arbeitsbühne 1, die von zwei Bugpontons 2, 3 und zwei Heckpontons 4, 5 getragen wird. Die Pontons 2 und 4 bzw. 3 und 5 sind durch Längsträger 6 miteinander verbunden. Durch Owerverbände 7 bis 13 und Diagonalverbände 14 bis 17 sind die Schiffe zu einem Doppelschiff vereinigt. Das Schiff beiderseits überkragend, ist die Arbeitsbühne 1 ausgebildet, die nach dem Heck zu in einen Laufsteg 18 übergeht. An den Laufsteg anschließend sind seitlich noch zwei Plattformen 19 vorgesehen, die die Kabeltrommeln 20 für einen später beim Sprengen gebrauchten Preßluftschlauch aufnehmen. Man kann die Arbeitsbühne 1, den Laufsteg 18 und die Plattformen 19 in bekannter Weise mit Holzdielen auslegen, die abnehmbar sind, wobei man die Dielen in solchen Größen anordnet, daß sie, entsprechend der Anordnung der Bohrlöcher, in einzelnen Teilen herausnehmbar sind. Das Bohrschiff ist mit dem üblichen Schiffszubehör ausgerüstet, also mit vier Seitenwinden 21 und zwei Vorauswinden 22.
  • Damit das Bohrschiff während der Bohrarbeit völlig starr und steif auf dem Grund aufsitzt, sind wie üblich vier Stelzen 23 vorgesehen, die z. B. aus einem I-Profil bestehen können, das in einer Führung 24 aus zwei U-Profilen gleitet. Die Stelzen mit ihren Führungen sind an der Außenseite des Schiffes angebracht, im vorliegenden Beispiel an dem Längsträger 6 angeschraubt. Das Heben und Senken der Stelzen kann z. B. mittels einer Gallschen Kette, die unten und oben an der Stelze 23 befestigt ist, erfolgen, wobei man auch noch eine Spannvorrichtung, ähnlich den Fahrradkettenspannern, verwenden kann. Diese Kette wird über ein Untersetzungsgetriebe 25 von einem auf dem Schiffsdeck aufgestellten Preßluftrnotor 26 betrieben, der auf beide Drehrichtungen umschaltbar ist. Es ist vorteilhaft, den Motor mit einer Sperre auszurüsten, die sich erst unter dem Luftdruck löst. Mittels einer zusätzlichen Backenbremse 27, die am Kopf der Stelzenführung eingebaut ist und durch eine Handspindel angezogen werden kann, ist eine weitere Sicherung für die Stelze gegeben. Schließlich kann man noch, um die hochgezogene Stelze gegen Rutschen zu sichern, was z. B. bei der Montage gebraucht wird, Absteckbolzen vorsehen.
  • Auf der Arbeitsbühne sind in dem skizzierten Beispiel zwei Außenportale 28 und ein Mittelportal 29 aufgebaut, die aus Trägern auf Rohrfachwerk hergestellt sind. Darüber sind fünf Doppelträger 30 für die Laufkatzen gelegt, wobei man für die Laufräder Flachschienen auf den Doppelträgern aufgeschweißt hat. Auf den fünf Trägern 30 laufen insgesamt acht Laufkatzen 31, wobei je zwei auf einer Spur angeordnet sind. In den Laufkatzen sind Bohrlafetten 32 eingehängt, deren Ausbildung im einzelnen später beschrieben wird. Auf der gleichen Spur, jeweils vor und hinter dem Lafettenwagen, laufen Rohrziehwagen 33, die als Hilfsgerät zur Aufnahme von Hämmern, Spüllanzen u. dgl. m. dienen.
  • Der Lafettenwagen und die Rohrziehwagen laufen auf den gleichen Schienen und sind insbesondere: in den Fig. 2 bis 4, 5 bis 8 und 9 bis 12 dargestellt. Der Lafettenwagen 31 ist aus einem Profileisen als leichtes Gestell zusammengebaut und mit vier Laufrollen 34 fahrbar gemacht. Auf einer der Laufrollenachsen 35 sind die Laufrollen 34 aufgekeilt, wobei ferner eine Kettenhaspel 36 auf der Achse 35 angebracht ist, die mittels einer Handzugkette 37 von der Arbeitsbühne aus angetrieben werden kann, wodurch der Wagen verfahrbar ist. Als Bremse kann man auf dieser Achse ein Rastenrad 38 aufkeilen, in welches eine von der Bühne aus zu betätigende Klinke einrastet. Auf dem Gestell des Lafettenwagens 31 ist ein etwa senkrechter Rahmen 39 angebracht, in dem der Schlitten 40 gleiten kann, der mit einem Schwenkarm 41 versehen ist. Der Schwenkarm trägt die Bohrlafette 32, auch »Mäkler« genannt, wobei die Lafette an dem Schwenkarm kardanisch aufgehängt ist. Der Schlitten 40 kann mittels einer Schraubenspindel 42, gegebenenfalls auch in einfacher Art und Weise von Hand aus, verstellt «-erden. Bei einer Verstellung von Hand aus empfiehlt sich ein Festklemmen mittels Schrauben in den jeweils gewünschten Arbeitsstellungen. Der Schwenkarm 41 kann ebenso wie die Laufrollenbremse durch eine Raste mit Sperrklinke arretiert werden. In der Lafette 32 sind mehrere Abstecklöcher 43 vorgesehen, damit auch eine grobe Höhenverstellung möglich ist. Die Lafette 32 selbst kann z. B. aus zwei U-Profilen, die durch Bindebleche verbunden sind, hergestellt sein. Der auf der Vorderseite der Lafette 32 gleitende Lafettenschlitten 44 ist in entsprechenden Führungsklauen geführt. Der Schlitten 44 wird an der Lafette 32 mittels einer endlosen Gallschen Kette auf und ab gezogen, wobei diese Kette über ein Untersetzungsgetriebe 46 von einem Preßluftmotor 45 aus angetrieben wird. Der Preßluftmotor ist wieder für beide Drehrichtungen umschaltbar. Ebenso wird die Gallsche Kette durch eine Spannvorrichtung, ähnlich dem Fahrradkettenspanner, in der erforderlichen Spannung gehalten. Der Lafettenschlitten 44 dient zur Aufnahme des Bohrhammers und des übrigen Zubehörs und besteht vor allen Dingen aus einer Platte mit seitlichen Führungsklauen und einer Kettenbefestigung am oberen Ende auf der Rückseite. Der Bohrhammer 47 selbst, in dem das Bohrgestänge 48 eingesetzt wird, ist auf einer zusätzlichen schmalen Hilfsplatte 49 in üblicher Weise festgeklemmt. Die Hilfsplatte 49 wird dann in dem Lafettenschlitten eingehängt, wozu auf dem Lafettenschlitten unten ein Bundbolzen 50 und oben eine Gabelöse 51 vorgesehen sind. Demgemäß sind an der Hilfsplatte 49 unten ein Langloch 52 und oben eine entsprechende Öse 53 vorgesehen. Dadurch kann die Hilfsplatte, mit dem daran befestigten Bohrhammer, rasch mit dem Lafettenschlitten verbunden werden, da nach dem Einhängen lediglich durch die Ösen 51, 53 ein Bolzen zu stecken ist. Damit ist auch das Auswechseln verschiedener Hämmer ohne Zeitverlust möglich, da diese Hämmer auf Hilfsplatten vorher festgeklemmt werden und man nur diese Platten in den Schlitten einzuhängen braucht.
  • Die Rohrziehwagen 33, von denen jeweils einer vor und hinter den Lafettenwagen 31 auf der gleichen Spur angeordnet sind, sind ein ausgesprochenes Hilfsgerät, um Rammhämmer, Ziehhämmer, Preßluftgeber, Spüllanzen u. dgl. m. aufzunehmen. Diese Rohrziehwagen (s. Fig. 9 und 12) sind meist aus einem einfachen \ormalprofil hergestellt und mit Laufrollen 54, die auf der gleichen Spur wie die Rollen 34 der Lafettenwagen laufen, versehen. Um ein Entgleisen der Rohrziehwagen zu verhindern, sind Geradführungen 55, die die Profile 30 teilweise umgreifen, angebracht. Auf dem Träger 56, der im wesentlichen den Lafettenwagen 33 bildet, sind zwei einachsige Laufkatzen 57 vorgesehen, die zum Einhängen der verschiedenen Hilfsgeräte dienen. In dem dargestellten Beispiel ist eine auf einer solchen Laufkatze angehängte Spüllanze 58 skizziert, die mittels einer Führung 59 an einem Führungsrohr 60 auf und ab gleiten kann. Dieses Führungsrohr 60, auch Lafettenrohr genannt, ist an der Laufkatze 57 angehängt und trägt an seinem oberen Ende eine Umlenkrolle 61, über die ein Seil 62 geführt ist, dessen eines Ende mit der Spüllanze 58 verbunden ist. Mit Hilfe cies Seiles 62, welches bis zur Arbeitsbühne hinunterreicht, kann die Spüllanze gehoben und gesenkt werden. Über einen Schlauch 63, der an die Spüllanze 58 angeschlossen ist, kann die gebrauchte Luft bzw. Wasser unter entsprechendem Druck zugeführt werden. Der Anschluß an den Schlauch 63 erfolgt über einen Dreiwegehahn 64. Die Spüllanze 58 hat an ihrem unteren Ende eine Spritzdüse 65, die gerade, wie in Fig. 17 angedeutet, über einem Schutzrohr 66 steht. Das für die Spülung gebrauchte Druckwasser von mehreren atü Druck liefert eine auf dem Bohrschiff angebrachte Kreiselpumpe mit einem entsprechenden Druckkessel.
  • Um für den Bohrer eine Führung vorzusehen, werden vor Beginn der Bohrarbeiten stets zuerst Schutzrohre 66 eingerammt, die im allgemeinen einen lichten Durchmesser von 50 mm haben. Diese Schutzrohre werden in die Bodenüberlagerung etwa 30, cm tief eingeschlagen, wobei dieses Einrammen mittels eines schweren Preßlufthammers erfolgt. der am Rohrziehwagen unter Zwischenschaltung eines Preßlufthebers aufgehängt wird. Da das Schutzrohr 66 beim Einrammen gehalten werden muß, ist hierfür eine Rohrlialterung vorgesehen, die auf Längsträgern 67 auf der Arbeitsbiihne verschiebbar angeordnet ist. Auch diese Rohrhalterungen sind entsprechend der gewünschten Anzahl von Bohrlochreihen vorzusehen. Das Rohr 66 wird in zwei aufklappbaren Rohrklemmen 68 gehalten, die ihrerseits an einem Gleitarm 69 befestigt sind. Mittels eines Klemmbügels 70, der sowohl den Län s-9 t r; äger 67 als auch den Gleitarm 69 umfaßt, und einer dort vorgesehenen Spindelschraube 71 mit Handrad 72 kann der Gleitbügel 69 mit dem Längsträger 67 biegunglaeif und rutschfest verklemmt "werden. Man kann ntm den Gleitarm 69 senkrecht zum Längsträger 67 beliebig verschieben, ebenso wie man den ganzen Gleitarie 69 mit der Rohrschelle 68 entlang dem Längste äger 67 über dessen ganze Länge hin- und herschieben kann. Dadurch ist das gesamte Bohrfeld zwischen z-,vci Längsträgern 67 bestreichbar.

Claims (9)

  1. PATETA:VSPRVCHE: 1. Verfahren zum Bohren von Fels unter Wasser mittels eines Bohrschiffes, bei dein eine schwimmende Arbeitsbühne vorgesehen ist und das durch ablenkbare Stelzen im Grunde fest aufgesetzt werden kann, wobei in einem Arbeitsgang mehrere Reihen von Bohrlöchern ohne Verholen des vor dem Bohren fest aufgesetzten Schiffes gebohrt werden, dadurch gekennzeichnet, daß zuerst von einer Arbeitsgruppe Schutzrohre in die Bodenüberlagerung eingeschlagen werden, worauf eine zweite Arbeitsgruppe im Nachrücken die Sprenglöcher bohrt und die erste Arbeitsgruppe, hinter der zweiten mit Abstand nachrückend, die Bohrlöcher mit Sprengladungen versieht und die Schutzrohre entfernt.
  2. 2. Einrichtung zum Durchführen des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß auf den auf der Arbeitsbühne vorgesehenen Portalen - z. B. aus Trägern auf Rohrfachwerk - senkrecht zur Schiffslängsachse Doppelträger mit Schienen angeordnet sind, auf denen je zwei Lafettenwagen mit eingehängten Bohrlafetten auf der gleichen Spur laufen und zu beiden Seiten jedes Lafettenwagens auf der gleichen Spur je ein Rohrziehwagen vorgesehen ist, wobei die Rohrziehwagen Rammhammer, Ziehhammer, Preßluftgeber, Spüllanze u. dgl. tragen.
  3. 3. Einrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Lafettenwagen mit vier Laufrollen versehen ist und von der Bühne aus mittels einer Kettenhaspel durch eine Handzug kette antreibbar ist, wobei ein auf der angetriebenen Laufradachse aufgekeiltes Rastenrad, in das eine von der Arbeitsbühne zu betätigende Klinke einrastet, als Bremse und Feststellvorrichtung dient.
  4. 4. Einrichtung nach Anspruch 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß an dem Gestell des Lafettenwagens ein Rahmen vorgesehen ist, in dein ein verstellbarer Schlitten mit einem Schwenkarm gleiten kann, an dem eine Bohrlafette kardanisch aufgehängt ist und ein auf der Vorderseite der Bohrlafette einen Bohrhammer tragender Schlitten in Führungsklauen gleiten kann, wobei der Bohrhammer auf einer Hilfsplatte befestigt ist. die oben mit einer Öse und unten mit einem Langloch, der Lafettenschlitten demgemäß oben mit einer Gabelöse und unten mit einem Bundbolzen versehen ist, derart, daß in der tiefsten Stellung des den Bundbolzen umgebenden Langloches die Bohrungen der Ösen fluchten und durch einen Steckbolzen verbindbar sind.
  5. 5. Einrichtung nach Anspruch 2 bis -1, dadurch gekennzeichnet, daß als Rohrziehwagen ein niit zwei Laufrollen versehener Träger vorgesehen ist, wobei die Laufrollen auf der gleichen Schienenpur wie der Lafettenwagen laufen und neben den Laufrollen die Laufschienen bzw. deren Träger seitlich übergreifende Winkel - gegebenenfalls mit daran angebrachten Abstützrollen - angeordnet sind.
  6. 6. Einrichtung nach Anspruch 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß auf dem Profil des Rohrzieliwagens, quer zu seiner Fahrtrichtung, verschiebbare Laufkatzen angeordnet sind, an denen Hämmer, Preßluftgeber, Spüllanze u. dgl. hängen. wobei insbesondere an einer Laufkatze gesondert ein an seinem oberen Ende eine U mlenkrolle besitzendes Lafettenrohr angebracht ist, über das ein Seil geführt ist, das an einem am Lafettenrolir verschiebbar aufgehängten Lanzenrohr angreift, welches oben mit einem Schlauch für Wasser- bzw. Luftzufuhr verbunden ist.
  7. 7. Einrichtung nach Anspruch 2 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die für die verschiedenen Geräte gebrauchte Druckluft von einer Kompressorenanlage entnehmbar ist, die auf einem gesonderten, mit dem Bohrschiff fest verbundenen, stromaufwärts davon liegenden Kompressorenschiff aufgestellt ist. B.
  8. Einrichtung nach Anspruch 2 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daB für in die Bodenüberlagerung einzuschlagende Schutzrohre Rohrhalterungen vorgesehen sind, die an auf der Arbeitsbühne angeordneten Längsträgern sowohl der Länge nach als auch quer zum Längsträger verschiebbar und festklemmbar angeordnet sind.
  9. 9. Einrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daB die Rohrhalterung aus einem an seinem Ende mindestens eine aufklappbare Rohrklemme tragenden Gleitarm besteht, dessen zweites Ende mittels eines Klemmbügels, in dem eine Schraubspindel mit Handrad angeordnet ist, auf dem Längsträger festklemmbar ist, während bei gelöster Schraubspindel der Klemmbügel auch senkrecht zum Längsträger verschiebbar ist. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 21823, 503 590; österreichische Patentschrift Nr. 12 556; britische Patentschriften Nr. 254 958, 273 238; USA.-Patentschriften Nr. 1175 725, 1265 494, 1778 320, 2 006 829.
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