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Vorrichtung zum Prüfen von Filtern aus Papier oder anderen Materialien
auf Durchlässigkeit Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Prüfen von Filtern
aus Papier oder anderen Materialien auf Durchlässigkeit mit einer Kammer zur Aufnahme
des zu untersuchenden Filters, die an eine Einrichtung zum Erzeugen eines den Prüfling
durchsetzenden Luftstromes mit einem Staubzusatz von solcher Partikelgröße verbunden
ist, daß dieser von einem fehlerfreien Filter abgefangen wird.
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Für die Prüfung von Membranfiltern auf Porengröße ist es bereits
bekannt, in einem sogenannten Blasendruckprüfapparat das Filter dem Druck von Preßluft
auszusetzen und zur Beurteilung die sich bei Durchgang der Preßluft durch das zu
prüfende Filter in überschichtetem Wasser bildenden Blasen heranzuziehen. Diese
Prüfung dient weniger zum Ermitteln fehlerhafter Filter als vielmehr zum Messen
der maximalen Porengröße, die sich aus dem Luftdruck bei Beginn der Blasenbildung
errechnen läßt. Der hauptsächlichste Nachteil dieses bekannten Meßapparates besteht
darin, daß das zu prüfende Filter sehr sorgfältig gereinigt werden muß und bei der
Messung vollständig mit Wasser gesättigt wird. Außerdem eignet sich diese Prüfeinrichtung
nur für ebene Membranfilter, bei denen man irgendwelche Fehlerstellen ohnehin meist
mit dem bloßen Auge erkennen kann, während sie für mehrschichtige oder gewickelte
Filter, bei denen die Fehler nicht mehr erkennbar sind und deshalb die Prüfung besonders
wichtig ist, nicht in Betracht kommt, da es hier eine gewisse Zeit dauert, bis die
Luft das Filter durchdringen und es zur Blasenbildung kommen kann. Schließlich besitzt
die Blasenprüfung den Mangel, daß das vollständig mit Wasser vollgesaugte Filter
für den Gebrauch nach der Prüfung sorgfältig getrocknet werden muß, was bei mehrschichtigen
bzw. gewickelten Filtern beträchtliche Zeit in Anspruch nimmt.
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Eine weitere bekannte Vorrichtung dient zum Vergleich der Filtereigenschaften
verschiedener Membranfilter. Zu diesem Zweck werden hierbei zwei Filter bzw. zwei
Filterhälften gleichzeitig untersucht. Diese Untersuchung geschieht durch Vergleich
der von beiden Filtern nicht abgefangenen Staubmengen im aus den Filtern tretenden
Luftstrom auf ihrem Weg durch die Außenluft zwischen zwei Gehäuseteilen der Vorrichtung.
Eine derartige Filterprüfung weist jedoch erhebliche Mängel auf. So ist eine genaue
Mengenmessung der nicht im Filter abgefangenen Staubpartikeln bei dieser Vorrichtung
nicht vorgesehen und auch gar nicht möglich. Berechnungen der Stauhmenge durch den
Vergleich zweier Teilströme mit verschiedenem Staubgehalt ergeben jedoch eine unzureichende
Genauigkeit, da die Beurteilung des Staubgehaltes des durch ein Fenster von unten
beleuchteten Luftstromes stark vom Wahrnehmungsvermögen des Beobachters abhängt.
Um die Staubpartikeln im Luftstrom besser sichtbar zu machen, wird bei der bekannten
Vorrichtung farbiger Staub benutzt. Wie schon oben erwähnt, ist die Vorrichtung
nur zur Untersuchung von Membranfiltern geeignet. Außerdem ist sie verhältnismäßig
aufwendig.
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Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, eine Vorrichtung
zum Prüfen von Filtern auf Durchlässigkeit derart auszubilden und zu gestalten,
daß die Mängel und Nachteile der bekannten Vorrichtungen auf einfache Weise vermieden
sind und daß insbesondere auch mehrschichtige und gewickelte Filter geprüft werden
können.
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Ausgehend von einer Vorrichtung zum Prüfen von Filtern aus Papier
oder anderen Materialien auf Durchlässigkeit mit einer Kammer zur Aufnahme des zu
untersuchenden Filters, die an eine Einrichtung zum Erzeugen eines den Prüfling
durchsetzenden Luftstromes mit einem Staubzusatz von solcher Partikelgröße verbunden
ist, daß dieser von einem fehlerfreien Filter abgefangen wird, wird die gestellte
Aufgabe erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Kammer an eine mit einer Prallplatte
versehene Staubniederschlagsvorrichtung für den durch den Prüfling hindurchtretenden
Staubanteil angeschlossen ist.
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Mit dieser Vorrichtung können auch größere mehrschichtige oder spiralig
aufgewickelte Filter auf Fehlerstellen geprüft werden.
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In zweckmäßiger Weiterbildung der Erfindung weist die Staubniederschlagsvorrichtung
einen Sam-
melbehälter auf, dessen unteres Ende über eine Leitung
mit einer Auslaßöffnung der Kammer verbunden ist und dessen oberes Ende mit einem
abnehmbaren Deckel versehen ist, der Luftaustrittsöffnungen be sitzt. Außerdem wird
die Prallplatte im oberen Teil des Sammelbehälters angeordnet. Durch die Prallplatte
wird die Luft derart abgelelíkt, daß sie entlang der Unterseite des Deckels strömt
und dadurch den Stauhniederschlag auf der Unterseite des Deckels fördert.
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Wenn bei der Vorrichtung gemäß der Erfindung in der Zuführungsleitung
zur Kammer eine Staubzuführungseinrichtung vorgesehen ist, hat es sich als vorteilhaft
erwiesen, wenn diese Einrichtung aus einem Staulsspeicherhehälter und einem Dosierungshahn
besteht, der am unteren Ende des Staubspeicherbehälters angeordnet und derart ausgehildet
ist, daß vorbestimmte Staubmengen der Luft in der Zuführungsleitung zugemischt werden.
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An Hand der Fig. 1 bis 4 wird ein Ausführungs ljeispiel der Erfindung
beschrieben. Es zeigt Fig. 1 die Anordnung einer Vorrichtung zum Priifen von Filtern,
Fig. 2 einen seitlichen Aufriß des Staubbehälters, Fig. 3 einen seitlichen Aufriß
der Vorrichtung zum Nachweis roll Staub, teilweise im Schnitt, und Fig. 4 einen
seitlichen Aufriß einer Ausführungstorm eines Filters, das in der in Fig. 1 gezeigten
Vorrichtung untersucht werden soll.
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In der in Fig. 1 dargestellten Vorrichtung zum Prüfen voll Filtern
ist eine Kammer d vorgesehen, in die das Filter eingesetzt wird. Die Kammer hat
eine Einlaßöffiiung e und eine Auslaßöffiiung f, die jeweils an gegenüberliegenden
Seiten 4er Kammer d gelegen vi:ìd. Der Einlaß ist durch eine Leitungg mit einem
Dosierungshahn h -erbullden, der sich am unteren Ende eines Staubbehälters i befindet.
Der Dosierungshahn besteht aus einem schwer he-..veblichen Küken 1 Fig. 2), in dem
eine durchlaufende Bohrung vorgesehen ist. die die für jede Untersuchung erforderliche
Staubmellge aufzunehmen vermag.
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In dem Staubbehälter (Fig.2i kann ein Rührer k anelJracl1t werden.
Am unteren Ende des Dosierungshahns ist ein Druckminderungsl-entil m angebracht.
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Der Hahn ist ferner durch eine Leitung o mit irgendeinem geeibneteíl
Preßlufterzeuger verbunden. In der Leitung 0 ist ein mit einem Druckmesser q verbundenes
Druckregelventil p angeordnet.
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Die Anslaßöftnung der Kammer d ist durch eine Leitung r (Fig. 1)
mit dem unteren Ende eines umgekehrt konischen Sammelbehälterss verbunden, der an
seinem oberen Ende mit einer Prallplatte t (Fig. 3) versehen ist; diese besitzt
nahe ihrem äußeren Umfang eine Anzahl von Bohrungen zi oder einen ringförmigen Spalt
als Durchlaß, durch den die Luft von der Kammer in einen flachen Raum v über der
Prallplatte streichen kann. Dieser Raum ist mit einem aufklappbaren oder ahnehmbaren
Deckel w verschlossen, der mit in Form eines Ringes angeordneten Austrittsöffnungen
x versehen ist, welche etwa in der Mitte zwischen seinem Mittelpunkt und dem äußeren
Rand liegen. Ferner kann auch ein Beleuchtungskörper vorgesehen werden, um den Deckel
bei geöffneter Stellung zu beleuchten.
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Das in Fig.4 gezeigte Filter besteht aus einem zylindrischen Mantel
a, der an seinem unteren Ende offen ist und am oberen Ende einen Auslaß c besitzt.
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In dem Mantel befindet sich ein spiralig aufgewickel-
ter Filterpapierstreifen
c, so daß die in den unteren Teil des Mantels eintretende Luft zwischen den die
Windungen des Papierstreifens begrenzenden Wänden hindurchtreten muß, bevor sie
durch den Auslaß b entweichen kann.
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Ein geeigneter Staub für die Durchführung einer Untersuchung ist
Bärlappsamen. Die Untersuchung selbst geht folgendermaßen vor sich.
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Nachdem das zu untersuchende Filter in seiner Kammer untergebracht
worden ist, wird eine be stimmte Menge Staub aus dem Einfülltrichter i durch den
Dosierungshahn 11 zugeführt. Der Hahn wird sodann in die Stellung gebracht, in der
die komprimierte Luft den Staub vom Hahn zum Filter blasen kann.
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Wenn das Filter fehlerhaft ist, wird die durch dieses hindurchstreichende
Luft etwas Staub zu dem oben im Sammelbehälter befindlichen Raum v befördern. Hier
wird die im Kreise wirbelnde Luft mindestens einen Teil des mitgetragenen Staubes
in dem mittleren Bereich der Unterseite des Deckels ahsetzen. An Hand der Menge
des abgesetzten Staubes wird der Zustand des Filters beurteilt. Nachdem das Filter
untersucht ist, kann der anhaftende Staub abgeschüttelt werden.
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Obwohl die Erfindung hauptsächlich zur Untersuchung von Papierfiltern
verschiedener Art vorgesehen ist, kann sie auch für Filter angewendet werden, die
aus gewebtem oder verfilztem Fasermaterial oder aus porösem keramischem oder ähnlichem
Niaterial bestehen.
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PATENTANSPROCHE: 1. Vorrichtung zum Prüfen von Filtern aus Papier
oder anderen Materialien auf Durchlässigkeit mit einer Kammer zur Aufnahme des zu
untersuchenden Filters, die an eine Einrichtung zum Erzeugen eines den Prüfling
durchsetzenden Luftstromes mit einem Stauhzusatz von solcher Partikelgröße verbunden
ist, daß dieser von einem fehlerfreien Filter abgefangen wird, dadurch gekennzeichnet,
daß die Isammer (d) an eine mit einer Prallplatte (t) versehene 5 taubniedersch
lagsvorrichtung (s bis x) für den durch den Prüfling hindurchtretenden Staubanteil
angeschlossen ist.