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DE1106085B - Verfahren zur elektrolytischen Aufarbeitung eisenhaltiger Amalgame - Google Patents

Verfahren zur elektrolytischen Aufarbeitung eisenhaltiger Amalgame

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Publication number
DE1106085B
DE1106085B DES62656A DES0062656A DE1106085B DE 1106085 B DE1106085 B DE 1106085B DE S62656 A DES62656 A DE S62656A DE S0062656 A DES0062656 A DE S0062656A DE 1106085 B DE1106085 B DE 1106085B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
iron
amalgam
cells
solution
sulfate
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DES62656A
Other languages
English (en)
Inventor
Dipl-Ing Dr Techn G Jangg
Dipl-Ing Dr T Czedik-Eysenberg
Dipl-Ing F Ganglberger
Dipl-Ing H Mueller
Dr Phil R Sommer
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Siemens Corp
Original Assignee
Siemens Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Siemens Corp filed Critical Siemens Corp
Publication of DE1106085B publication Critical patent/DE1106085B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C25ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PROCESSES; APPARATUS THEREFOR
    • C25CPROCESSES FOR THE ELECTROLYTIC PRODUCTION, RECOVERY OR REFINING OF METALS; APPARATUS THEREFOR
    • C25C1/00Electrolytic production, recovery or refining of metals by electrolysis of solutions
    • C25C1/06Electrolytic production, recovery or refining of metals by electrolysis of solutions or iron group metals, refractory metals or manganese

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Electrochemistry (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Metallurgy (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Electrolytic Production Of Metals (AREA)

Description

  • Verfahren zur elektrolytischen Aufarbeitung eisenhaltiger Amalgame In den letzten Jahren finden die amalgammetallurgischen Verfahren ein steigendes Interesse. Es hat sich gezeigt, daß Herstellung und Verarbeitung jener Metallamalgame zur industriellen Reife gebracht werden konnten, welche sowohl eine einfache Erzeugung als auch Zerlegung der betreffenden Amalgame gestatteten. Für derartige Operationen sind die Amalgame der in Quecksilber löslichen Metalle gut geeignet.
  • Die Metalle der Eisengruppe bilden hingegen Amalgame, welche im wesentlichen aus Suspensionen des betreffenden Metalls bzw. dessen in Quecksilber wenig löslichen Quecksilberverbindungen bestehen und somit einer anodischen Zerlegung schwer zugänglich sind. Ebenso ist es nicht möglich, den wichtigen und bequemen Verfahrensschritt des sogenannten »Phasentausches« mit diesen Amalgamen durchzuführen, da derartige Reaktionen infolge der Natur der Amalgame nur sehr träge verlaufen. Bringt man z. B. Zinkamalgam mit Kupfersulfatlösung in Berührung, so setzt sofort eine Phasentauschreaktion ein, die im Idealfalle Kupferamalgam und Zinksulfatlösung ergibt. Diese Reaktion verläuft mit großer Intensität, welche man dadurch veranschaulichen kann, daß man sie mit einem in der Wirkung äquivalenten elektrischen Stromdurchgang vergleicht. So entspricht die Intensität des Zn-Cu-Phasentausches einem Stromdurchgang von mehreren tausend A/m2 durch die Phasengrenze Amalgam-wäßrige Lösung. Wird dagegen Nickel-oder Eisenamalgam mit Kupfersulfatlösung in Kontakt gebracht, so verläuft der Phasentausch derart langsam, daß man ihn höchstens einem Stromdurchgang von einigen A/m2 gleichsetzen kann, was für technische Zwecke unzureichend ist.
  • Aus diesem Grund ist für die Aufarbeitung der eisenhaltigen Amalgame bisher nur der Weg der thermischen Behandlung (Destillation) zur Verfügung gestanden. Diese Methode ist aber nicht nur schwierig in ihrer apparativen Durchführung, sondern meistens auch unwirtschaftlich, da durch die notwendige Automatisierung des Betriebes kleinere Apparaturen einen technischen und finanziellen Aufwand erfordern, der in keinem Verhältnis zu ihrer Leistung steht.
  • Bei verschiedenen elektrochemischen Verfahren entsteht nun Eisenamalgam als Zwischenprodukt. Am wichtigsten ist das Verfahren, verbrauchte Eisenbeizsäurelösungen elektrolytisch mit Hilfe von Quecksilberkathoden unter Bildung von Eisenamalgam und freier Säure zu regenerieren, Außerdem können Salzlösungen unedler Metalle, z. B. Aluminiumsulfatlösungen, leicht durch eine Elektrolyse mit Quecksilberkathoden von ihrem unerwünschten Gehalt an edleren Metallen (Fe, Cu, Ni, Zn) befreit werden. Es war also naheliegend, ja sogar wegen der bereits genannten Schwierigkeiten bei der thermischen Trennung geradezu erforderlich, ein wäßriges Verfahren zur Zerlegung von Eisenamalgam zu entwickeln. Einen Schritt zur Lösung des Problems liefert das in der USA.-Patentschrift 1970 973 beschriebene Verfahren, wonach Eisenamalgam durch Umsetzung mit einer sauren wäßrigen Lösung eines Oxydationsmittels, z. B. von Eisen(III)-sulfat, gereinigt werden soll.
  • Nach Gleichung 2 Fe+++ + FeHg = 3 Fe++ + Hg wird dabei mit technisch brauchbarer Geschwindigkeit Eisenamalgam zerlegt. Allerdings würde bei Anwendung der dort beschriebenen nachfolgenden Aufoxydation ständig im Maße des dem Amalgam entnommenen Eisens eine äquivalente Menge an Eisen(II)-sulfat anfallen, welches einerseits unverwertbar ist, andererseits Säure bindet, wodurch ein Regenerationsverfahren für Säure sinnlos werden würde. Tatsächlich ist das Verfahren nach der USA.-Patentschrift 1970 973 nur für die Abscheidung von Schwermetallen aus Salzlösungen unedler Metalle zu Reinigungszwecken gedacht. Will man hingegen große Mengen Eisen aus stark sauren Lösungen elektrolytisch abscheiden und diese gleichzeitig noch weiter ansäuern, so ist es nötig, das Eisen, dem erfindungsgemäßen Verfahren entsprechend, in elementarer Form aus dem Prozeß auszubringen, Das erfindungsgemäße Verfahren zur Aufarbeitung eisenhaltiger Amalgame durch elektrolytische Abscheidung von Eisen, wobei das in Elektrolysezellen mit Quecksilberkathoden (Primärzellen) erzeugte eisenhaltige Amalgam mit eisen(III)-sulfathaltiger Lösung in Berührung gebracht wird, besteht darin, daß die so entstandene, im wesentlichen eisensulfathaltige Lösung in die Kathodenräume von Elektrolysezellen (Sekundärzellen) eingespeist wird, welche mit festen Metallkathoden und, von diesen in an sich bekannter Weise durch Filterdiaphragmen getrennten, unangreifbaren Anoden ausgerüstet sind, wobei der Elektrolyt in den Sekundärzellen von den Kathoden zu den Anoden fließt, aus dem Anodenraum als eisensulfathaltige Lösung entnommen wird oder abfließt und erneut dem eisenhaltigen Amalgam wieder zugeführt wird.
  • Es hat sich als vorteilhaft erwiesen, die Umsetzung der eisen(III)-sulfathaltigen Lösung mit dem eisenhaltigen Amalgam bei höherer Temperatur, vorzugsweise zwischen 40 und 100'C, bei kräftiger Bewegung der Phasengrenze Amalgam-wäßrige Lösung und bei einem pH-Wert zwischen 0 und 4 vorzunehmen.
  • Zweckmäßigerweise werden die quecksilberne und wäßrige Phase im Gegenstrom oder im Gleichstrom, in mit Füllkörpern gefüllten oder leeren Türmen und/oder in mit Prallkörpern gefüllten oder leeren, waagerechten oder in Fließrichtung des Quecksilbers geneigten rinnenförmigen Apparaten und/oder Rührgefäßen (Reaktionsgefäßen) zur Reaktion gebracht.
  • Um zu verhindern, daß eisen(III)-sulfathaltige Lösung Quecksilber oxydativ angreift, ist es vorteilhaft, den Eisengehalt des Amalgams nicht zu tief sinken zu lassen. Darum ist es nötig, zu beachten, daß der Eisengehalt des Amalgams nach Beendigung der Reaktion mit der wäßrigen Phase auf mindestens 0,05 °(o gehalten wird.
  • Ein eventuell noch verbleibender geringer Gehalt an Eisen(III)-ionen im umgesetzten Elektrolyten wird aufgebraucht, indem man die Eisen(II)-salzlösung nach Verlassen der Reaktionsgefäße mit metallischem Eisen nachreduziert. Dazu werden v orteilhafterweise mit Eisenschrott gefüllte Türme verwendet, welche die Lösung durchfließt. Die Schrott-Türme werden zwischen die Reaktionsgefäße und die Sekundärelektrolysezellen geschaltet.
  • Um gegebenenfalls geringfügige Mengen an mitgelöstem Quecksilber aus der eisen(II)-sulfathaltigen Lösung zu entfernen, wird diese, nach der Behandlung mit Eisenschrott, mit Kupfer in Berührung gebracht. Diesen Verfahrensschritt führt man durch, indem man den Elektroly ten nach Verlassen des mit Eisenschrott gefüllten "Turmes durch einen mit Kupferspänen gefüllten Turm führt. An der Kupfer- oder Kupferamalgamoberfläche der Kupferspäne scheidet sich Quecksilber ab, während eine äquivalente Kupfermenge in Lösung geht. Um Verunreinigungen zu entfernen, z. B. vom Eisenschrott herrührenden Kohlenstoff, wird der Elektrolyt nach Verlassen des mit Eisenschrott oder des mit Kupferabfällen gefüllten Turmes vor Eintreten in die Kathodenräume der Sekundärzellen filtriert.
  • Die Strömungsgeschwindigkeit des Elektrolyten von den Kathodenräumen zu den Anodenräumen der Sekundärzellen durch die Filterdiaphragmen wird zweckmäßiger höher gewählt werden als die Wanderungsgeschwindigkeit des im elektrischen Felde im Elektrolyten am raschesten wandernden Kations bei der Betriebstemperatur (bis 100'C). Dadurch wird verhindert, daß Wasserstoff- oder Eisen(III)-ionen von den Anodenräumen in die Kathodenräume gelangen können, welche dort durch Senkung der Stromausbeute bzw. Ausfällung zu Störungen Anlaß geben könnten. Diese Elektrolytströmung wird aufrechterhalten, indem man den Flüssigkeitsspiegel in den Kathodenräumen höher hält als in den Anodenräumen, was nach bekannten Methoden, z. B. durch Regelung der Höhe des Flüssigkeitsspiegels in den Kathodenräumen oder den Anodenräumen oder in beiden gleichzeitig erfolgen kann.
  • Die Primärzellen und Sekundärzellen werden vorteilhafterweise strommäßig in Serie geschaltet, wobei man zum Ausgleich der unterschiedlichen Stromausbeuten beider Zellenarten entweder einen Teil des Stromes über einen Widerstand parallel zu jener Zelle führt, welche die höhere kathodische Stromausbeute aufweist, oder bei höherer kathodischer und anodischer Stromausbeute der Sekundärzelle die in der Sekundärzelle gebildete eisen(III)-sulfathaltige Lösung nicht ganz mit eisenhaltigem Amalgam reduziert, sondern vorher einen Teil abzweigt und unmittelbar dem Eisenschrott-Turm zuführt. Übersteigt in der Sekundärzelle die anodische Stromausbeute [gemessen im Hinblick auf gebildete Eisen(III)-Ionen] die kathodische (abgeschiedenes Eisen), so wird die Korrektur mittels Säurezugabe und eventueller Senkung der Eisensalzkonzentration des Elektrolyten vorgenommen. Meist ist es nötig, diese Abgleichmethoden gleichzeitig bzw. gemeinsam zu verwenden.
  • Technisch wird das Verfahren folgendermaßen durchgeführt Einer Quecksilberkathodenzelle (Primärzelle), welche z. B. Eisensulfatlösung zu freier Säure und Eisenamalgam aufarbeitet (Regenerierung von verbrauchten Beizsäuren), ist strommäßig in Serie eine Elektrolysezelle (Sekundärzelle) mit Eisenblechkathoden, Filterdiaphragmen aus Kunststofftuch und Bleianoden zugeschaltet. Das Quecksilber der Primärzelle wird im Kreislauf durch Zelle, Quecksilberpumpe und einen mit Glaskugeln beschickten Reaktionsturm mit einer Geschwindigkeit gefördert, daß ein einmaliger Durchfluß durch die Zelle zu einer Beladung mit 0,1 % Eisen führt. Der Eisengehalt des Amalgams beträgt während des Betriebes vorzugsweise 0,5 bis 0,8 °/o Fe.
  • Gleichzeitig fließt durch den Reaktionsturm im Gegenstrom zum Quecksilber der Anolyt von der Sekundärzelle, welcher beispielsweise 60 g Eisen als Sulfat, 20 g Ammoniumsulfat und 0,1 g je Liter eines unter dem Handelsnamen »Erkantol BX« von den Farbenfabriken Bayer A. G. hergestellten und im Handel befindlichen sulfonierten Naphthalinderivat als Netzmittel enthält, wobei die zur Reaktion gebrachte Menge an Eisen(III)-ionen ausreicht, um dem durchfließenden Amalgam 0,1 °/o Eisen zu entnehmen. Der nun teilweise reduzierte Anolyt wird nacheinander durch den Schrott-Turm und den Kupferturm geleitet, filtriert und dem Kathodenraum der Sekundärzelle aufgegeben. Solcherart zum Katholyt geworden, werden der Lösung durch die kathodische Eisenabscheidung etwa 10 g Fe/1 entnommen, bevor sie durch das Diaphragma zur Anode fließt. An der Bleianode wird gleichzeitig die doppelte Menge an Eisen, d. h. etwa 20 g Fe/1 zu Eisen(III)-sulfat aufoxydiert. Das restliche Eisen verbleibt im Elektrolyten als Eisen(II)-sulfat. Der aus Eisen(III)-sulfat bestehende Anolyt gelangt über eine Pumpe wiederum zum Reaktionsturm.
  • Arbeitet die Primärzelle kathodisch und die Sekundärzelle kathodisch und anodisch mit 100°/oiger Stromausbeute im Hinblick auf Amalgambildung, Eisenabscheidung und Eisen(III)-ionenbildung, so ist ersichtlich, daß der Abscheidung von Eisen als Amalgam in der Primärzelle eine gleich hohe Abscheidung von Elektrolyteisen in der Sekundärzelle entspricht, wobei in letzterer gleichzeitig auch die entsprechend benötigte Menge an Eisen-(III)-sulfat entsteht. Dieser Idealfall ist jedoch technisch unerreichbar. Alle drei angeführten Elektrodenvorgänge verlaufen mit unterschiedlicher Stromausbeute. Bei der Primärzelle kann man praktisch mit einer Stromausbeute von 80 °/o rechnen, während sowohl Anode als auch Kathode der Sekundärzelle mit Stromausbeuten von über 90 % arbeiten.
  • Zum Ausgleich dieser Unterschiede kann man entweder durch Überbrückung der Sekundärzelle mit einem regelbaren Widerstand einen entsprechenden Teil des Gesamtstromes von dieser abzweigen (was einer Energievernichtung gleichkommt) oder aber vorteilhaft einen entsprechenden Teil des gebildeten Anolyten der Sekundärzelle nicht durch den Reaktionsturm fließen lassen, sondern unmittelbar über den Schrott-Turm zur Sekundärzelle zurückbefördern. Dadurch wird wohl eine größere Menge an Schrott verbraucht, dafür aber mit der sonst zu vernichtenden Energie zusätzlich wertvolles Elektrolyteisen erzeugt. Die Kontrolle der Abgleichung wird durchgeführt, indem von Zeit zu Zeit der Eisengehalt des Amalgams kontrolliert wird und durch Regelung der abgezweigten Anolytmenge sowohl verhindert wird, daß der Eisengehalt des Amalgams unter 0,5 % fällt als auch über 0,8 % ansteigt.
  • Ist das Verhältnis der kathodischen Stromausbeuten beider Zellen bekannt und die Regulierung des abgezweigten elektrischen Stromes bzw. des umgeleiteten Elektrolyten danach annähernd entsprechend vorgenommen, so genügt eine täglich einmalige analytische Kontrolle und Nachregelung vollauf. Infolge der beträchtlichen Eisenmenge im umlaufenden Amalgamvolumen kommt es nur zu sehr langsamen Veränderungen des Eisengehaltes.
  • Auch die unterschiedlichen Stromausbeuten von Kathode und Anode der Sekundärzelle müssen berücksichtigt werden. Ist die Stromausbeute der Kathode höher als die der Anode, so wird entsprechend der Anolyt immer saurer und enthält weniger Eisen(III)-ionen. Die Regelung erfolgt in diesem Falle durch eine Verminderung der Abzweigung von Anolyt zum Schrott-Turm. Andererseits verbraucht die freigesetzte Säure etwas mehr Schrott und stumpft sich dadurch selbsttätig ab. Sollte das Abstumpfen im Schrott-Turm nicht vollständig genug verlaufen, so sinkt infolge des höheren Säuregehaltes im Katholyten die kathodische Stromausbeute etwas, wodurch sich die Stromausbeuten selbsttätig angleichen.
  • Ist jedoch die kathodische Stromausbeute der Sekundärzelle niedriger als die anodische so sinkt der Gehalt an freier Säure im Elektrolyten, wobei gleichzeitig der Eisenionengehalt steigt. Die Korrekturen werden in diesem Falle, wenn nötig, durch Zugabe von Schwefelsäure und eventuelles Ablassen eines Teiles des Elektrolyten in den Elektrolytkreislauf der Primärzelle und Ersetzen durch Wasser durchgeführt.
  • Meist sind Regulierungen infolge unterschiedlicher Stromausbeute in der Sekundärzelle nicht nötig, da die Stromausbeute der Kathode stark vom Säuregehalt des Elektrolyten abhängt und das System sich dadurch weitgehend selbst einregelt, d. h. die kathodische Stromausbeute sich der anodischen anpaßt.

Claims (9)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Verfahren zur Aufarbeitung eisenhaltiger Amalgame durch elektrolytische Abscheidung von Eisen, wobei das in Elektrolysezellen mit Quecksilberkathoden (Primärzellen) erzeugte eisenhaltige Amalgam mit eisen(III)-sulfathaltiger Lösung in Berührung gebracht wird, dadurch gekennzeichnet, daß die so entstandene im wesentlichen eisensulfathaltige Lösung in die Kathodenräume von Elektrolysezellen (Sekundärzellen) eingespeist wird, welche mit festen Metallkathoden und, von diesen in an sich bekannter Weise durch Filterdiaphragmen getrennten, unangreifbaren Anoden ausgerüstet sind, wobei der Elektrolyt in den Sekundärzellen von den Kathoden zu den Anoden fließt, aus dem Anodenraum als eisensulfathaltige Lösung entnommen wird oder abfließt und erneut dem eisenhaltigen Amalgam wieder zugeführt wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Umsetzung der eisensulfathaltigen Lösung mit dem eisenhaltigen Amalgam bei höherer Temperatur, vorzugsweise zwischen 40 und 100°C, bei kräftiger Bewegung der Phasengrenze Amalgam-wäßrige Lösung und bei einem pH-Wert zwischen 0 und 4 vorgenommen wird.
  3. 3. Verfahren nach den Ansprüchen 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die quecksilberne und wäßrige Phase im Gegenstrom oder im Gleichstrom in mit Füllkörpern gefüllten oder leeren Türmen und/oder in mit Prallkörpern gefüllten oder leeren, waagerechten oder in Fließrichtung des Quecksilbers geneigten rinnenförmigen Apparaten und/oder Rührgefäßen (Reaktionsgefäßen) zur Reaktion gebracht werden.
  4. 4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Eisengehalt des Amalgams an allen Stellen des Kreislaufes auf mindestens 0,05 % gehalten wird.
  5. 5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die eisensulfathaltige Lösung nach Verlassen der Reaktionsgefäße mit metallischem Eisen nachreduziert wird.
  6. 6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die eisensulfathaltige Lösung nach der Behandlung mit metallischem Eisen zusätzlich mit Kupfer in Berührung gebracht wird.
  7. 7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Elektrolyt vor Eintreten in die Kathodenräume der Sekundärzelle filtriert wird. B.
  8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Elektrolyt in den Sekundärzellen mit einer Geschwindigkeit von den Kathoden zu den Anoden durch das Filterdiaphragma fließt, die höher ist als die Wanderungsgeschwindigkeit des raschesten Kations (Wasserstoffions) von derAnode zur Kathode bei 100°C in wäßriger Lösung, wobei die Fließgeschwindigkeit des Elektrolyten durch Einstellung der Flüssigkeitsspiegel in den Kathodenräumen und/oder Anodenräumen geregelt wird.
  9. 9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die unterschiedlichen kathodischen Stromausbeuten von Primär- und Sekundärzellen sowie die unterschiedlichen kathodischen und anodischen Stromausbeuten in den Sekundärzellen dadurch ausgeglichen werden, daß bei den mit höherer kathodischer Stromausbeute arbeitenden Zellen ein entsprechender Teil des Gesamtstromes im Nebenschluß parallel zu dieser Zelle geführt wird und/oder ein Teil des Anolyten von den Sekundärzellen durch metallisches Eisen reduziert wird und/ oder Säure zur eisensulfathaltigen Lösung in der Sekundärzelle zugegeben wird. In Betracht gezogene Druckschriften: Französische Patentschrift Nr. 1085 609.
DES62656A 1958-06-11 1959-04-20 Verfahren zur elektrolytischen Aufarbeitung eisenhaltiger Amalgame Pending DE1106085B (de)

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Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR1085609A (fr) * 1952-10-24 1955-02-04 Siemens Ag Procédé pour la régénération électrolytique de solutions salines sulfuriques ou phosphoriques des métaux ferromagnétiques principalement de décapants

Patent Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR1085609A (fr) * 1952-10-24 1955-02-04 Siemens Ag Procédé pour la régénération électrolytique de solutions salines sulfuriques ou phosphoriques des métaux ferromagnétiques principalement de décapants

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