DE1105104B - Vorrichtung zur Herstellung von kuenstlichen Faeden nach dem Nassspinnverfahren - Google Patents
Vorrichtung zur Herstellung von kuenstlichen Faeden nach dem NassspinnverfahrenInfo
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- DE1105104B DE1105104B DEN10665A DEN0010665A DE1105104B DE 1105104 B DE1105104 B DE 1105104B DE N10665 A DEN10665 A DE N10665A DE N0010665 A DEN0010665 A DE N0010665A DE 1105104 B DE1105104 B DE 1105104B
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- D—TEXTILES; PAPER
- D01—NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
- D01D—MECHANICAL METHODS OR APPARATUS IN THE MANUFACTURE OF ARTIFICIAL FILAMENTS, THREADS, FIBRES, BRISTLES OR RIBBONS
- D01D5/00—Formation of filaments, threads, or the like
- D01D5/06—Wet spinning methods
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Textile Engineering (AREA)
- Spinning Methods And Devices For Manufacturing Artificial Fibers (AREA)
Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Herstellung von künstlichen Fäden aus Spinnlösungen,
wie Viskose, nach dem Naßspinnverfahren, wobei die Spinnlösung durch eine mit zahlreichen Spinnöffnungen
versehene Spinndüse in ein Fällbad, z. B. ein salzhaltiges saures Bad, gepreßt wird.
Die Erfindung hat unter anderem die Verbesserung der Fadenbildung unmittelbar am und nach dem
Spinndüsenboden zum Zweck, wodurch es möglich ist, bei höherer Geschwindigkeit zu spinnen.
In diesem Zusammenhang ergibt sich eine Erhöhung der Spinngeschwindigkeit einerseits bei Spinnlösungen,
wie Viskose, die schwer fällbar sind, und andererseits bei Spinnbädern von geringer Fällkraft, wobei
man verhältnismäßig nur langsam spinnen kann.
Die Erfindung bietet den weiteren Vorteil, daß nahezu kein Kapillarfadenbruch an der Düse oder
kurz danach auftritt.
Nach der Erfindung ist es nicht nur möglich die Fällung zu beschleunigen, sondern auch die Reibung
des Spinnbades in bezug auf den Faden unmittelbar nach der Spinndüse beträchtlich zu verringern, wodurch
die spätere Verstreckbarkeit völlig erhalten bleibt.
Daneben wird das Anspinnen bedeutend erleichtert und in gewissem Sinne automatisiert, da das Spinnbad
den Faden schon ab der Spinndüse mitführt.
Es ist ein Naßspinnverfahren bekannt, bei dem die Spinnlösung aus einer Spinndüse in eine Fällflüssigkeit
gepreßt und der gebildete Faden durch einen rohrförmigen Kanal gezogen wird, der gegen die
Spinndüse hin trompetenartig erweitert ist und durch welchen hindurch die Flüssigkeit strömt. Ferner ist
die Verwendung eines mit dem Spinndüsenboden in einer Ebene liegenden Führungskörpers bekannt.
Im Gegensatz zum bekannten Verfahren läßt man erfindungsgemäß das Spinnbad nicht beliebig an der
Düse vorbeiströmen. Man führt die Spinnbadflüssigkeit vielmehr derart, daß das Spinnbad von allen Seiten
senkrecht zur Spinnrichtung des Fadens und radial nach innen über den Spinndüsenboden strömt. Hierdurch
wird der tote oder kritische Raum unmittelbar hinter der Spinndüse, wo normalerweise nahezu keine
Strömung vorhanden ist, verkleinert und verkürzt.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung zur Herstellung von künstlichen Fäden nach dem Naßspinnverfahren,
bei welcher eine Spinndüse mit flachem Spinndüsenboden und Leitungen zum Zuführen der Spinnbadflüssigkeit
in den Raum vor dem Spinndüsenboden von dessen ganzem Umfang her vorgesehen sind und
bei der ein die Spinndüse umgebender, mit dem Spinndüsenboden in einer Ebene liegender Führungskörper
und ein mit der Spinndüse koaxiales Rohr, dessen zum Spinndüsenboden gerichtetes Ende trompetenartig er-Vorrichtung
zur Herstellung
von künstlichen Fäden
nach-dem Naßspinn verfahren
nach-dem Naßspinn verfahren
Anmelder:
N. V. Onderzoekingsinstituut Research,
ίο Arnheim (Niederlande)
ίο Arnheim (Niederlande)
Vertreter: Dr. K. Schwarzhans, Patentanwalt,
München 19, Romanplatz 9
München 19, Romanplatz 9
1;j Beanspruchte Priorität:
Niederlande vom 17. Juni 1954
Frans Hesselink, Arnheim (Niederlande),
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
weitert ist, zwei Führungsflächen für die Spinnbadflüssigkeit bilden, weist die Besonderheit auf, daß die
in kurzem Abstand voneinander liegenden Führungsflächen einen flachen, scheibenförmigen Führungsweg
senkrecht zur Mittellinie der Spinndüse bilden.
Durch die so geleitete Fällflüssigkeitsströmung wird der kritische Raum, nämlich der sonst im
wesentlichen strömungsfreie, kegelförmige Raum, dessen Basis der Spinndüsenboden ist und dessen
Spitze in Fadenabzugsrichtung liegt, ständig mit frischer Fällflüssigkeit versehen. Dadurch werden die
Kapillarfäden alle verhältnismäßig frühzeitig bzw. schon in geringem Abstand vom Spinndüsenboden
koaguliert.
Durch die radiale Beschleunigung behält der Fällflüssigkeitsstrom
senkrecht zur Spinnrichtung seine Bewegungsrichtung bis gegen die Düsenbodenmitte
hin bei und begünstigt so die Fällung der Elementarfäden sowie die Verkürzung des bezeichneten toten
Raumes und schaltet durch die Richtungsänderung daselbst die schädliche Reibung des Fadens am Spinnbad
unmittelbar nach dem Spinndüsenboden aus.
Dabei kann man die Strömungsgeschwindigkeit der Fällflüssigkeit nach dem Abbiegen des Stromes in
Spinnrichtung schon kurz nach dem Spinndüsenboden der Fadengeschwindigkeit gleichmachen, so daß der
Faden gleichsam von der Fällflüssigkeit mitgeführt wird.
Durch diese Maßnahmen kann man höhere Spinngeschwindigkeiten an der Düse anwenden, sogar beim
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Spinnen λόπ Spinnlösungen, die schwer fällbar sind
oder bei Anwendung von Spinnbädern von geringer Fällkraft. Ferner erhält man hierdurch weniger Bruch
der Kapillarfäden, während der frisch gesponnene Faden sich schließlich zwecks Erhalt höherer Festigkeit
besser strecken läßt.
Eine vorteilhafte Ausführungsform der Erfindung, bei der das Rohr mit der trompetenartigen Erweiterung
in der Wand des offenen Spinnbadtroges unter dessen Flüssigkeitsniveau befestigt ist, ist dadurch gekennzeichnet,
daß die Wand des Troges als zweite Führungsfläche dient.
Diese Konstruktion ermöglicht es, die Spinndüse mit Leitkörper, Spinnlösungszufuhrleitungen usw.
leicht aus dem Spinnbadtrog herauszuziehen.
Für Viskosefäden von 500 den haben sich Abzugskanäle
für Fäden und Fällflüssigkeit mit einer lichten Weite von 9 mm bestens bewährt, während für Fäden
von 1500 den die lichte Weite 16 mm betrug.
Der Abstand zwischen den Leitflächen in verschiedenen Entfernungen von der Düsenmitte ist insbesondere
von der lichten Weite des Kanals abhängig. Diese beträgt im allgemeinen und jedenfalls an der engsten
Stelle nur einige Millimeter und wird so eingestellt, daß die Geschwindigkeit der Fällflüssigkeit zwischen
den Leitflächen und bis in den Kanal verhältnismäßig schnell zunimmt.
So haben sich Betriebszustände bewährt, bei welchen das Verhältnis der Fällflüssigkeitsgeschwindigkeit
am äußeren Rand des die Spinndüse umschließenden Leitkörpers zu der Geschwindigkeit der Flüssigkeit
im Kanal über 1 : 3 liegt.
Die Vorrichtung nach der Erfindung kann grundsätzlich bei allen Naßspinnverfahren angewandt
werden.
Sie eignet sich sowohl zur Herstellung von Kunstseidefäden mit einem niedrigen Titer als auch von
Fäden mit einem hohen Titer, z. B. 500 bis 1500 den und mehr, die zur Verwendung als Autoreifencord geeignet
sind.
Die Erfindung wird nachstehend an Hand der Zeichnung näher erläutert.
Fig. 1 stellt einen Längsschnitt einer Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung dar;
Fig. 2 zeigt einen Längsschnitt einer zweiten Ausführungsform.
In Fig. 1 ist eine Viskosezufuhrleitung 1 durch ein Schraubstück 2 an einem Mittelstück 3 abgedichtet,
wobei das Mittelstück 3 mit einer Durchbohrung 4 versehen ist, durch welche die Viskose zu einer Spinndüse
5 strömt. Die Spinndüse 5 hat einen Boden 6. Gegenüber dem Boden 6 befindet sich ein rohrförmiger
Kanal 7.
Die Fällflüssigkeit strömt durch ein Zufuhrrohr 8 in einen erweiterten, ringförmigen Verteilungsraum 9 und
gelangt dann, nachdem sie ein ringförmiges Stahldrahtsieb 10 passiert hat, in einen Ringraum 11 und
von dort zwischen zwei Leitflächen 12 und 13 und strömt dann längs des Spinndüsenbodens 6 in den
rohrförmigen Kanal 7.
Die Leitfläche 12 bildet einen Teil eines Leitkörpers 14, in welchem die Spinndüse 5 eingeschlossen ist. Die
Leitfläche 12 geht bündig in den Spinndüsenboden 6 über.
Die Leitfläche 13 wird durch eine trompetenartige Erweiterung des Kanals 7 und den verengten Teil
einer Haube 15 gebildet.
An den verschiedenen abzudichtenden Stellen sind ringförmige Dichtungen 16 bis 20, vorzugsweise aus
Gummi, angeordnet. Ringförmige Distanzkörper 21 sind vorhanden, mit denen der Abstand zwischen den
Leitflächen 12 und 13 verändert werden kann.
In Fig. 1 sind die Zuleitung für die Spinnflüssigkeit, die Zuleitung für die Fällflüssigkeit, die Abfuhr für
die Fällflüssigkeit und die Abfuhr für die Fällflüssigkeit zusammen mit dem Faden zu einem Ganzen vereinigt.
In Fig. 2 ist die Spinndüse unabhängig von der Fällflüssigkeitszuleitung und der rohrförmige Kanal
für die Fällflüssigkeitsabfuhr ist am Behälter für die Fällflüssigkeit befestigt.
In Fig·. 2 sind die Viskosezufuhrleitung 1, das Schraubstück 2, das Mittelstück 3 und die Spinndüse 5
in derselben Weise wie in Fig. 1 vereinigt.
Das Ganze ist in einem Spinnbadtrog 22 angeordnet, so daß die ganze Spinnvorrichtung in die Fällflüssigkeit
getaucht ist.
Der rohrförmige Kanal 7 bildet einen Teil des Spinnbadtroges 22, und die Leitfläche 13 wird wieder
durch die trompetenartige Erweiterung des Kanals 7 gebildet.
Die Leitfläche 13 geht bündig über in eine Wand 23 des Spinnbadkastens 22 gegenüber der Spinndüse 5
und dem Leitkörper 14, dessen Oberfläche 12 die gegenüberliegende Leitfläche bildet. Die Fällflüssigkeit
strömt zwischen den beiden Leitflächen 12 und 13 zum Kanal 7 in derselben Weise wie in Fig. 1.
Das Mittelstück 3 mit den damit verbundenen Teilen der Spinnvorrichtung ist verstellbar im Spinnbadtrog
22 angeordnet. Dies kann in jeder bekannten Weise, z. B. durch Anordnung auf einem Schlitten,
erfolgen. Auf diese Weise kann der Abstand zwischen den Leitflächen 12 und 13 beliebig geregelt werden.
Claims (2)
1. Vorrichtung zur Herstellung von künstlichen Fäden nach dem Naßspinnverfahren, bei welcher
eine Spinndüse mit flachem Spinndüsenboden und Leitungen zum Zuführen der Spinnbadflüssigkeit
in den Raum vor dem Spinndüsenboden von dessen ganzem Umfang her vorgesehen sind, und bei der
ein die Spinndüse umgebender, mit dem Spinndüsenboden in einer Ebene liegender Führungskörper und ein mit der Spinndüse koaxiales Rohr,
dessen zum Spinndüsenboden gerichtetes Ende trompetenartig erweitert ist, zwei Führungsflächen
für die Spinnbadflüssigkeit bilden, dadurch gekennzeichnet, daß die in kurzem Abstand voneinander
liegenden Führungsflächen (12, 13) einen flachen scheibenförmigen Führungsweg senkrecht zur
Mittellinie der Spinndüse bilden.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, bei der das Rohr mit der trompetenartigen Erweiterung in der
Wand des offenen Spinnbadtroges unter dessen Flüssigkeitsniveau befestigt ist, dadurch gekennzeichnet,
daß die Wand (23) des Troges als zweite Führungsfläche dient.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschriften Nr. 516 571, 929 692;
britische Patentschrift Nr. 394 049;
USA.-Patentschrift Nr. 2 510 135.
Deutsche Patentschriften Nr. 516 571, 929 692;
britische Patentschrift Nr. 394 049;
USA.-Patentschrift Nr. 2 510 135.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| NL785893X | 1954-06-17 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
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ID=19832269
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEN10665A Pending DE1105104B (de) | 1954-06-17 | 1955-05-20 | Vorrichtung zur Herstellung von kuenstlichen Faeden nach dem Nassspinnverfahren |
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| BE (1) | BE538171A (de) |
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0
- NL NL89850D patent/NL89850C/xx active
- BE BE538171D patent/BE538171A/xx unknown
-
1955
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- 1955-06-13 US US515146A patent/US2834046A/en not_active Expired - Lifetime
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