DE1105145B - Verfahren und Vorrichtung zum Aufbringen von Angaben und Vermerken auf einen Luftreifen, der aus einem permanent magnetisier-baren Werkstoff bestehende Einlagen aufweist, und Luftreifen zur Durchfuehrung des Verfahrens - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Aufbringen von Angaben und Vermerken auf einen Luftreifen, der aus einem permanent magnetisier-baren Werkstoff bestehende Einlagen aufweist, und Luftreifen zur Durchfuehrung des VerfahrensInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Aufbringen von Angaben und Vermerken auf Luftreifen
sowie auf eine vorzugsweise Ausbildung einer Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens und
eine vorzugsweise Ausbildung eines Reifens zur Durchführung des Verfahrens.
Bei der in der Großserienfabrikation üblichen Herstellung von Luftreifen hat es sich als notwendig
erwiesen, gewisse Angaben und Vermerke auf dem Luftreifen aufzubringen, die z. B. Auskunft über die
Reifenabmessungen, Fertigungstoleranzen, Typenbezeichnung, den Werkstoff usw. geben. Durch diese
Angaben und Vermerke sollen ohne Mitwirkung von menschlicher Arbeitskraft ein Aussortieren der Reifen,
eine Kontrolle beim Versand oder ähnliche Vorgänge möglich gemacht werden. Die aufgebrachten Angaben
und Vermerke sollen mit möglichst einfachen Mitteln schnell durch technische Einrichtungen erkennbar sein.
Das Verfahren zum Aufbringen von Angaben und Vermerken auf einen Luftreifen, der aus einem permanent
magnetisierbaren Werkstoff bestehende Einlagen aufweist, besteht erfindungsgernäß darin, daß
eine oder mehrere dieser Einlagen wenigstens über einen Teilabschnitt des Reifenumfangs mit den Angaben
und Vermerken entsprechenden Magnetisierungen versehen werden.
Dabei können die Einlagen vor dem Aufbau des Luftreifens während des Aufbaues des Luftreifens
oder nach der Fertigstellung des Luftreifens magnetisiert werden.
Das erfindungsgemäße Verfahren kann vorzugsweise in einer Vorrichtung durchgeführt werden, bei
der eine Reifenform einen Fußring mit einer Anzahl von Magneten aufweist, die in bestimmten Abständen
in Umfangsrichtung angeordnet sind.
Falls es erforderlich ist, die Angaben und Vermerke an einer Stelle des Luftreifens anzubringen, an der
üblicherweise keine bekannten Einlagen aus einem magnetisierbaren Werkstoff liegen, kann der Luftreifen
zusätzlich zu seinen aus permanent magnetisierbarem Werkstoff bestehenden Einlagen Einlagen
aufweisen, die ganz oder teilweise aus einem magnetisierbaren Werkstoff bestehen und mit den Angaben
und Vermerken entsprechenden Magnetisierungen zu versehen sind.
Wenn die magnetisierbaren Einlagen einmal magnetisiert
sind, behalten sie diese Magnetisierungen bekanntlich auf fast unbegrenzte Zeit, so daß die auf
magnetischem Wege aufgebrachten Angaben und Vermerke jederzeit vom Reifen wieder abgelesen werden
können. Man kann z. B. zum Ablesen der Magnetisierungen einen Magnetkompaß entlang der magnetisierten
Einlage bewegen und die Abweichung der Kompaßnadel aufnehmen. Nach einem bevorzugten Ver-Verfahren
und Vorrichtung
zum Aufbringen von Angaben
und Vermerken auf einen Luftreifen,
der aus einem permanent magnetisierbaren Werkstoff bestehende Einlagen
aufweist, und Luftreifen zur Durchführung des Verfahrens
zum Aufbringen von Angaben
und Vermerken auf einen Luftreifen,
der aus einem permanent magnetisierbaren Werkstoff bestehende Einlagen
aufweist, und Luftreifen zur Durchführung des Verfahrens
Anmelder:
United States Rubber Company,
New York, N. Y. (V. St. A.)
New York, N. Y. (V. St. A.)
Vertreter: Dr.-Ing. R. Poschenrieder, Patentanwalt,
München 8, Lucile-Grahn-Str. 38
München 8, Lucile-Grahn-Str. 38
Arthur W. Bull, Grosse Pointe, Mich. (V. St. A.),
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
fahren kann der Reifen mit gleichförmiger Geschwindigkeit in Umdrehung gesetzt und dabei ein Abnehmer
so an den Reifen gebracht werden, daß eine veränderliche elektrische Spannung entsprechend den Magnetisierungen
der Einlage in- ihm induziert wird. Die so induzierte veränderliche Spannung kann an ein beliebiges
Anzeige- oder Wiedergabegerät gelegt werden. Auf diese Weise können die verschiedensten Angaben
und Vermerke wiedergelesen werden. Die aufgebrachten Angaben und Vermerke können verschiedenen
Zwecken dienen. So können z. B. die auf den Reifen aufgebrachten Angaben und Vermerke dazu
dienen, besondere Reifen zu kennzeichnen, um sie durch den gesamten Pröduktionsgang verfolgen zu
können.
Die Angaben und Vermerke können aber auch dazu dienen, die fertigen Reifen nach Größe, Type oder
nach besonderen Schlüsselzahlen zu sortieren, die als ein besonderes Serienzeichen angebracht werden, um
-. die üblichen Serienkennzeichen zu ergänzen oder zu ersetzen. Die Angaben und Vermerke können weiter
auch z. B. dazu dienen, eine Reifenlieferung" einer bestimmten
Type zu überprüfen, um sicherzustellen, daß alle Reifen tatsächlich dieser Type angehören. Ferner
können die Angaben und; Vermerke zur Kennzeich-
1flS 577/364
nung der Auswuchtpunkte am Reifen und zur Kennzeichnung
der Größe des an einzelnen Punkten benötigten Auswuchtgewichtes dienen.
Der Vorteil der Erfindung gegenüber den bekannten Verfahren, Angaben und Vermerke auf Reifen durch
Aufpressen oder durch Aufschreiben mit Kreide aufzubringen, ist der, daß weder eine dauernde noch eine
zeitweilige Veränderung der Oberfläche des Reifens erfolgt. Die Angaben und Vermerke sind unsichtbar
und beeinflussen infolgedessen das Aussehen des Reifens nicht ungünstig, wie dies aufgeprägte Angaben
und Vermerke tun, und sie müssen auch nicht entfernt werden, wie dies bei Kreidemarkierungen notwendig
ist. Ein weiterer, sehr erheblicher Vorteil der Erfindung ist der, daß ein nach dem Verfahren behandelter
Luftreifen besonders für die Anwendung von allgemein durch die Automation bekannten automatischen
Kontroll- und Steuersystemen geeignet ist.
Die Erfindung wird an Ausführungsbeispielen an Hand der Zeichnungen näher erläutert.
Fig. 1 ist eine Seitenansicht eines Abschnittes eines Luftreifens, bei dem der Wulstbereich aufgeschnitten
ist, um die Drähte des Wulstkernes mit den magnetisierten Bereichen sichtbar zu machen;
Fig. 2 ist ein Querschnitt durch einen Luftreifen in der Vulkanisierform und zeigt in den Fußring der
Form eingebaute Magnete zum Magnetisieren des Wulstkernes während des Vulkanisierens des Luftreifens
;
Fig. 3 ist eine Seitenansicht entlang derLinieIH-III
der Fig. 2 und zeigt eine Anordnung von Magneten im Fußring;
Fig. 4 ist eine Draufsicht auf einen Luftreifen und zeigt zum Magnetisieren der Wulstdrähte des bereits
vulkanisierten Luftreifens verstellbar auf einem Tragring angebrachte Elektromagnete;
Fig. 5 ist eine Seitenansicht entlang der Linie V-V in Fig. 4;
Fig. 6 ist eine Draufsicht auf einen Reifen und eine Vorrichtung zur Wiedergabe der Magnetisierungswerte von den vorher magnetisierten Wulstdrähten
des Luftreifens;
Fig. 7 ist eine teilweise aufgeschnittene Schrägansicht eines Abschnittes eines Luftreifens und zeigt
eine aus Draht bestehende Zwischenbaueinlage mit den magnetisierten Bereichen, und
Fig. 8 ist eine teilweise aufgeschnittene Schrägansicht eines Abschnittes eines Luftreifens und zeigt
eine aus Draht bestehende Karkaßeinlage und Kernfahne mit den magnetisierten Bereichen.
In Fig. 1 ist der Wulstbereich mit den Drahtkernen 10 eines Luftreifens 11 gezeigt, der in bestimmten
Bereichen magnetisiert ist. Die magnetisierten Bereiche des aus Stahldrähten, üblicherweise aus Drähten
eines Kohlenstoffstahles hoher Zugfestigkeit bestehenden Drahtkernes 10 des Luftreifens 11 sind durch
schraffierte Bereiche 10 α dargestellt. Der Abstand und die Länge der einzelnen magnetisierten Bereiche 10 a
entsprechen einem vorbestimmten Schlüssel, so daß die magnetisierten Bereiche 10 α die gewünschten Angaben
und Vermerke darstellen.
Wie in Fig. 2 und 3 dargestellt, kann der eine Drahtkern 10 während des Vulkanisierens des Luftreifens
mittels Elektro- oder Permanentmagnete 13 magnetisiert werden, die in den Fußring 12a einer
gebräuchlichen Reifenform 12 in bestimmten Abständen eingelegt sind. Wie in Fig. 3 dargestellt, haben
die Magnete 13 gemäß einem vorbestimmten Schlüssel unterschiedliche Länge und Abstand, so daß entsprechend
dieser Anordnung ein bestimmtes Schema während des Vulkanisierens des Reifens in der Form
12 auf den Drahtkern 10 übertragen werden kann.
Das Magnetisieren des Drahtkernes 10 kann auch, wie in Fig. 4 und 5 dargestellt, nach dem Vulkanisieren
und Ausformen des Reifens erfolgen. Wie aus Fig. 4 ersichtlich, sind Elektromagnete 14 mit unterschiedlicher
Länge verschiebbar auf einem Ring 15 angeordnet, so daß jedes gewünschte Schema einstellbar
ist. Nachdem das Schema eingestellt ist, werden
ίο die Elektromagnete von einer nicht dargestellten
Stromquelle erregt und dabei der Drahtkern 10 nach dem eingestellten Schema magnetisiert. Dabei kann
zum Einstellen und zum Ansetzen der Elektromagnete 14 für das gewünschte Schema eine beliebige, nicht
dargestellte Einrichtung verwendet werden, die durch eine Tastatur ähnlich der einer Schreibmaschine oder
einer Setzmaschine gesteuert wird. Mit der gleichen oder einer ähnlichen Einrichtung kann der Drahtkern
auch magnetisiert werden, bevor er in den Reifen eingebaut wird.
Wie in Fig. 6 dargestellt, können die magnetisch auf den Drahtkern des Luftreifens 11 aufgebrachten Angaben
und Vermerke durch eine gebräuchliche Anzeige- oder Übertrageeinrichtung 16 wiedergegeben
werden, welche einen an dem magnetisierten Drahtkern des Luftreifens anliegenden, einstellbaren Abnehmer
16 a aufweist. Dabei wird, während der Luftreifen auf einem Drehtisch 17 in Drehung gesetzt ist,
das magnetisch aufgebrachte Schema abgenommen. In seiner einfachsten Form kann der Abnehmer aus einer
Kohle bestehen, in der eine veränderliche Spannung induziert wird, wenn die magnetisierten Bereiche der
Drahtkerne 10 daran vorbeilaufen.
Wenn der Luftreifen eine aus Stahldraht oder aus einem anderen üblichen magnetisierbaren Drahtmaterial
gebildete Zwischenbaueinlage, z. B. die Einlage 18 im Luftreifen 19 gemäß Fig. 7, aufweist,
können die Angaben und Vermerke magnetisch entweder auf die Zwischenbaueinlage oder den Drahtkern
+0 oder auf beide aufgebracht werden. In Fig. 7 sind die magnetisierten Bereiche der Zwischenbaueinlage 18
durch schraffierte Bereiche 18 α dargestellt.
Wenn der Luftreifen Karkaßeinlagen aus Stahldraht oder anderem magnetisierbarem Drahtmaterial,
z. B. die Einlage 20 im Luftreifen 21 gemäß Fig. 8, einschließt, können die Angaben und Vermerke entweder
auf die Karkaßeinlagen oder die Drahtkerne oder auf beide aufgebracht werden. Die magnetisierten
Bereiche der Karkaßeinlagen 20 sind in Fig. 8 durch die schraffierten Bereiche 20 a dargestellt.
Wenn der Luftreifen aus Stahldraht oder anderem magnetisierbarem Drahtmaterial hergestellte Kernfahnen
22 hat, können die Angaben und Vermerke auf die Kernfahnen übertragen werden. Die magnetisierten
Bereiche der Kernfahnen 22 sind als schraffierte Bereiche
22 α dargestellt. Das magnetisch aufzubringende Schema kann während der Vulkanisation durch
Magnete in der Wand der Form auf die Zwischenbaueinlage 18, die Karkaßeinlage 20 und/oder die
Kernfahne 22 übertragen werden. Das Schema kann jedoch auch auf die Bauteile vor ihrem Einbau oder
nach dem Vulkanisieren des Luftreifens aufgebracht werden.
Aus der vorstehenden Beschreibung geht hervor, daß ein Verfahren zum Aufbringen von Angaben und
Vermerken auf einen Luftreifen geschaffen ist, bei dem die aufgebrachten Angaben und Vermerke gegenüber
den bekannten Verfahren unsichtbar sind und das Aussehen des Luftreifens nicht beeinträchtigen. Da
die Angaben und Vermerke magnetisch übertragen
werden, kann der Luftreifen mittels der magnetisierten Bauteile dazu verwendet werden, elektrische oder
elektromechanische Kontroll- und Steuersysteme zur Durchführung der verschiedensten Arbeitsvorgänge
bei der Reifenherstellung zum Ansprechen zu bringen.
Claims (6)
1. Verfahren zum Aufbringen von Angaben und Vermerken auf einen Luftreifen, der aus einem
permanent magnetisierbaren Werkstoff bestehende Einlagen aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß eine
oder mehrere dieser Einlagen wenigstens über einen Teilabschnitt des Reifenumfangs mit den
Angaben und Vermerken entsprechenden Magnetisierungen versehen werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Einlagen vor dem Aufbau des
Luftreifens magnetisiert werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Einlagen während des Aufbaues
des Luftreifens magnetisiert werden.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Einlagen nach der Fertigstellung
des Luftreifens magnetisiert werden.
5. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens
nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß eine Reifenform (12) einen Fuß ring (12 a) mit
einer Anzahl von Magneten (13) aufweist, die in bestimmten Abständen in Umfangsrichtung angeordnet
sind.
6. Luftreifen zur Durchführung des Verfahrens nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
daß er zusätzlich zu den bekannterweise aus permanent magnetisierbarem Werkstoff bestehenden
Einlagen weitere Einlagen aufweist, die ganz oder teilweise aus einem magnetisierbaren
Werkstoff bestehen und mit den Angaben und Vermerken entsprechenden Magnetisierungen zu
versehen sind.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DEU6106A DE1105145B (de) | 1959-03-19 | 1959-04-02 | Verfahren und Vorrichtung zum Aufbringen von Angaben und Vermerken auf einen Luftreifen, der aus einem permanent magnetisier-baren Werkstoff bestehende Einlagen aufweist, und Luftreifen zur Durchfuehrung des Verfahrens |
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|---|---|---|---|
| GB952659A GB854049A (en) | 1959-03-19 | 1959-03-19 | Improvements in method of recording information on a pneumatic tyre and product obtained thereby |
| DEU6106A DE1105145B (de) | 1959-03-19 | 1959-04-02 | Verfahren und Vorrichtung zum Aufbringen von Angaben und Vermerken auf einen Luftreifen, der aus einem permanent magnetisier-baren Werkstoff bestehende Einlagen aufweist, und Luftreifen zur Durchfuehrung des Verfahrens |
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| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1105145B true DE1105145B (de) | 1961-04-20 |
Family
ID=26000823
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DEU6106A Pending DE1105145B (de) | 1959-03-19 | 1959-04-02 | Verfahren und Vorrichtung zum Aufbringen von Angaben und Vermerken auf einen Luftreifen, der aus einem permanent magnetisier-baren Werkstoff bestehende Einlagen aufweist, und Luftreifen zur Durchfuehrung des Verfahrens |
Country Status (1)
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|---|---|
| DE (1) | DE1105145B (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1275767B (de) * | 1965-08-20 | 1968-08-22 | Uniroyal Inc | Vorrichtung zum magnetischen Erzeugen von Kennzeichnungen auf den Wulstringen oder anderen magnetisierbaren Einlagen einer Reifenkarkasse |
-
1959
- 1959-04-02 DE DEU6106A patent/DE1105145B/de active Pending
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