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DE1104693B - Verfahren zum Flammfestmachen von Polyaethylen - Google Patents

Verfahren zum Flammfestmachen von Polyaethylen

Info

Publication number
DE1104693B
DE1104693B DEF27323A DEF0027323A DE1104693B DE 1104693 B DE1104693 B DE 1104693B DE F27323 A DEF27323 A DE F27323A DE F0027323 A DEF0027323 A DE F0027323A DE 1104693 B DE1104693 B DE 1104693B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
polyethylene
antimony trioxide
percent
weight
amount
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEF27323A
Other languages
English (en)
Inventor
Dipl-Chem Dr Guenter Peters
Dipl-Chem Dr Dietrich Schleede
Dipl-Chem Dr Hellmut Jochinke
Dipl-Ing Dr Helmut Klug
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Hoechst AG
Original Assignee
Hoechst AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Priority to NL107511D priority Critical patent/NL107511C/xx
Priority to NL246407D priority patent/NL246407A/xx
Priority to BE585845D priority patent/BE585845A/xx
Application filed by Hoechst AG filed Critical Hoechst AG
Priority to DEF27323A priority patent/DE1104693B/de
Priority to DEF29247A priority patent/DE1112287B/de
Priority to US859106A priority patent/US3025262A/en
Priority to FR813747A priority patent/FR1250720A/fr
Priority to GB43400/59A priority patent/GB935302A/en
Publication of DE1104693B publication Critical patent/DE1104693B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08KUse of inorganic or non-macromolecular organic substances as compounding ingredients
    • C08K5/00Use of organic ingredients
    • C08K5/02Halogenated hydrocarbons
    • C08K5/03Halogenated hydrocarbons aromatic, e.g. C6H5-CH2-Cl
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08KUse of inorganic or non-macromolecular organic substances as compounding ingredients
    • C08K5/00Use of organic ingredients
    • C08K5/04Oxygen-containing compounds
    • C08K5/15Heterocyclic compounds having oxygen in the ring
    • C08K5/156Heterocyclic compounds having oxygen in the ring having two oxygen atoms in the ring
    • C08K5/1575Six-membered rings

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Compositions Of Macromolecular Compounds (AREA)
  • Addition Polymer Or Copolymer, Post-Treatments, Or Chemical Modifications (AREA)
  • Processes Of Treating Macromolecular Substances (AREA)

Description

DEUTSCHES
Polyäthylen läßt sich nach verschiedenen Verfahren (Hochdruck- und Niederdruckverfahren, insbesondere »Ziegler«-Verfahren) herstellen und hierdurch, je nach dem beabsichtigten Verwendungszweck, in seinen physikalischen Eigenschaften weitgehend variieren. Es hat aber immer den Nachteil, daß es, wie niedermolekulare Paraffine, leicht brennt. Dies ist für die meisten Anwendungsgebiete ohne Bedeutung. Für bestimmte Zwecke, z. B. in der Elektrotechnik, ist es jedoch erwünscht, einen nicht brennbaren Kunststoff mit den mechanischen Eigenschaften eines Polyäthylens verwenden zu können.
Es wurden deshalb schon viele Versuche unternommen, Polyäthylen flammfest zu machen, z.B. durch Zusatz von Chlorparaffinen. Es gelang jedoch bisher praktisch nicht, hierfür geeignete Zusatzstoffe zu finden, entweder weil diese nicht genügend wirksam oder aber unverträglich mit Polyäthylen waren und damit dessen Farbe oder mechanische Eigenschaften wesentlich verschlechterten.
So wurde z. B. in der USA.-Patentschrift 2 480 298 vorgeschlagen, Polyäthylen neben Antimontrioxyd chlorierte Kohlenwasserstoffe mit einem Schmelzpunkt von unter 180° C, vorzugsweise chlorierte Paraffine zuzusetzen. Derartige Mischungen besitzen aber den Nachteil, daß sie schon bei der Verarbeitungstemperatur Chlorwasserstoff abspalten und Korrosionen an den Verarbeitungsmaschinen verursachen.
Auch der Zusatz eines Stabilisators zu derartigen Mischungen aus z. B. Antimontrioxyd und hochchlorierten aliphatischen oder cycloaliphatischen Verbindungen gemäß der USA.-Patentschrift 2 590 211 bringt keine wesentlichen Verbesserungen mit sich. Ganz allgemein kann gesagt werden, daß auch wegen des unpolaren Charakters von Polyäthylen und der Polarität der meisten Flammschutzmittel die Aussichten zur Lösung dieses Problems gering waren.
Es wurde nun gefunden, daß man Polyäthylen durch Antimontrioxyd und eine organische chlorierte Verbindung dadurch flammfest machen kann, daß man als flammhemmendes Mittel ein Gemisch aus Antimontrioxyd in einer Menge von 3 bis 50 Gewichtsprozent, vorzugsweise von 5 bis 20 Gewichtsprozent, und Octachlordiphenylendioxyd in einer Menge von 5 bis 80 Gewichtsprozent, vorzugsweise von 8 bis 40 Gewichtsprozent, jeweils bezogen auf das eingesetzte Polyäthylen, verwendet.
Der besondere Vorteil dieses Verfahrens liegt darin, daß die erfindungsgemäßen Zusätze dem Polyäthylen überraschenderweise selbstverlöschende Eigenschaften verleihen, ohne seine Farbe und mechanischen Eigenschaften wesentlich zu verschlechtern. Grenzbiegespannung, Kugeldruckhärte und Torsionsmodul werden sogar verbessert. Ferner erlaubt das erfin-Verfahren zum Flammfestmachen
von Polyäthylen
Anmelder:
Farbwerke Hoechst Aktiengesellschaft
vormals Meister Lucius & Brüning,
Frankfurt/M., Brüningstr. 45
DipL-Chem. Dr. Günter Peters, fcankiurfe/MT-HOGhst,
Dipl.-Chem. Dr. Dietrich Schleede, Frankfurt/M.,
Dipl.-Chem. Dr. Hellmut Jochinke
und Dipl.-Ing. Dr. Helmut Klug,
Gersthofen über Augsburg,
sind als Erfinder genannt worden
dungsgemäße Verfahren die Herstellung flammfester Mischungen, die die Verarbeitungsmaschinen selbst bei Verarbeitungstemperaturen von über 300° C nicht angreifen. Voraussetzung für die Wirksamkeit des Octachlordiphenylendioxyds ist neben guter homogener Vermischung mit dem Polyäthylen die Zugabe eines die Abspaltung des Chlors vom Octachlordiphenylendioxyd katalysierenden Pigmentes, z. B. Antimontrioxyd.
Mit Octachlordiphenylendioxyd in Verbindung mit Antimontrioxyd flammfest gemachtes Polyäthylen kann überall dort verwendet werden, wo diese Eigenschaft gefordert wird und Polyäthylen aus den oben angegebenen Gründen bisher nicht verwendet werden konnte, z. B. auf bestimmten Gebieten des Elektrosektors.
Erfindungsgemäß kann man Octachlordiphenylendioxyd und Antimontrioxyd sowohl dem Hochdruckais auch dem Niederdruck-, bevorzugt dem »Ziegler«- Niederdruckpolyäthylen zumischen.
Beispiel
760gpulverförmiges Niederdruckpolyäthylen (Dichte 0,95 g/cm3), 190 g Octachlordiphenylendioxyd und 50g Antimontrioxyd werden in einem handelsüblichen schnellaufenden Mischer 1 Minute lang gemischt, darauf 10 Minuten lang bei 160° C auf einem Zweiwalzenstuhl verwalzt, das Walzfell in kleine Stücke geschnitten und diese auf einer beheizbaren hydraulischen Presse bei 160° C unter Kontaktdruck zu einer 3 mm dicken Platte verpreßt. Beim Abkühlen wird der
.--■ . 109 540/435
Druck auf 100 kg/cm2 erhöht. Beim Untermischen und der Verarbeitung des Octachlordiphenylendioxyds und Antimontrioxyds mit Niederdruckpolyäthylen behält das Gemisch eine helleFarbe. Kugeldruckhärte, Grenzbiegespannung und Torsionsmodul der hergestellten Platten sind höher als die einer gleichen Platte aus dem verwendeten Polyäthylen allein. Die Kerbschlagzähigkeit sinkt kaum ab.
Wird ein 3 cm breiter Streifen der Platte 10 Sekunden lang in die nichtleuchtende Flamme eines Teklubrenners gehalten, und zwar so, daß sich der Unterrand des Streifens 1 cm über der Spitze des inneren Flammenkegels befindet, und darauf langsam herausgezogen, so verlöscht er innerhalb von 3 Sekunden. Der Versuch kann mit demselben Streifen mehrmals nacheinander mit dem gleichen Erfolg wiederholt werden.

Claims (3)

Patentansprüche:
1. Verfahren zum Flammfestmachen von Polyäthylen durch Antimontrioxyd und eine organische chlorierte Verbindung, dadurch gekennzeichnet, daß man als flammhemmendes Mittel ein Gemisch aus Antimontrioxyd, in einer Menge von 3 bis 50 Gewichtsprozent, und Octachlordiphenylendioxyd, in einer Menge von 5 bis 80 Gewichtsprozent, jeweils bezogen auf das eingesetzte Polyäthylen, verwendet.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein nach dem »Ziegler«-Verfahren hergestelltes Polyäthylen flammfest gemacht wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß man als flammhemmendes Mittel ein Gemisch aus Antimontrioxyd, in einer Menge von 5 bis 20 Gewichtsprozent, und Octachlordiphenylendioxyd, in einer Menge von 8 bis 40 Gewichtsprozent, jeweils bezogen auf das eingesetzte Polyäthylen, verwendet.
In Betracht gezogene Druckschriften:
USA.-Patentschriften Nr. 2 480298, 2 590 211.
© 109 540/435 4.61
DEF27323A 1958-12-20 1958-12-20 Verfahren zum Flammfestmachen von Polyaethylen Pending DE1104693B (de)

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Application Number Priority Date Filing Date Title
NL107511D NL107511C (de) 1958-12-20
NL246407D NL246407A (de) 1958-12-20
BE585845D BE585845A (de) 1958-12-20
DEF27323A DE1104693B (de) 1958-12-20 1958-12-20 Verfahren zum Flammfestmachen von Polyaethylen
DEF29247A DE1112287B (de) 1958-12-20 1959-08-27 Verfahren zum Flammfestmachen von Olefinmischpolymerisaten
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Applications Claiming Priority (2)

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US (1) US3025262A (de)
BE (1) BE585845A (de)
DE (2) DE1104693B (de)
GB (1) GB935302A (de)
NL (2) NL107511C (de)

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GB935302A (en) 1963-08-28
US3025262A (en) 1962-03-13

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