[go: up one dir, main page]

DE1101890B - Rohrbruchsicherung - Google Patents

Rohrbruchsicherung

Info

Publication number
DE1101890B
DE1101890B DEG24240A DEG0024240A DE1101890B DE 1101890 B DE1101890 B DE 1101890B DE G24240 A DEG24240 A DE G24240A DE G0024240 A DEG0024240 A DE G0024240A DE 1101890 B DE1101890 B DE 1101890B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
sensor element
pendulum rod
arrow
housing
weight
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEG24240A
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Von Roll AG
Original Assignee
Von Roll AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Von Roll AG filed Critical Von Roll AG
Publication of DE1101890B publication Critical patent/DE1101890B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F16ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
    • F16KVALVES; TAPS; COCKS; ACTUATING-FLOATS; DEVICES FOR VENTING OR AERATING
    • F16K17/00Safety valves; Equalising valves, e.g. pressure relief valves
    • F16K17/20Excess-flow valves
    • F16K17/34Excess-flow valves in which the flow-energy of the flowing medium actuates the closing mechanism

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Fluid-Damping Devices (AREA)

Description

  • Rohrbruchsicherung Zusatz zur Patentanmeldung G 16528 XII / 43 g (Auslegeschrift 1048 112) Die Erfindung betrifft eine Rohrbruchsicherung gemäß Patentanmeldung G 16528 XII/47g.
  • In der Hauptpatentanmeldung ist eine Rohrbruchsicherung geschützt, gemäß welcher die Rohrleitung nicht nur beim Überschreiten einer vorbestimmten Geschwindigkeit der Strömung darin abgesperrt wird, sondern auch dann, wenn die Strömung sich schneller als um ein vorbestimmtes Maß beschleunigt.
  • Die Erfindung betrifft eine besonders vorteilhafte Ausführung dieser Rohrbruchsicherung nach der Hauptpatentanmeldung. Die erfindungsgemäße Rohrbruchsicherung zeichnet sich dadurch aus, daß das Fühlerorgan mit einer einstellbaren Stabilisierungseinrichtung verbunden ist und daß ein Verdrängungsorgan in einem mit Flüssigkeit gefüllten Gehäuse beweglich angeordnet ist, welches einen einstellbaren Katarakt enthält, wobei das Gehäuse mit dem Verdrängungsorgan als nachgiebige Kupplung zwischen dem Fühlerorgan und dem Auslöseorgan eingeschaltet oder der Stabilisierungseinrichtung als Dämpfung zugeordnet ist.
  • Für die vorliegende Erfindung wird Schutz nur im Rahmen der Hauptpatentanmeldung beansprucht. Die Erfindung ist nachstehend in einigen Ausführungsbeispielen an Hand der Fig. 1 bis 11 näher beschrieben. Hierbei ist Fig. 1 eine Seitenansicht eines Ausführungsbeispiels der erfindungsgemäßen Apparatur, Fig. 2 ein Grundriß der Apparatur nach Fig. 1, Fig.3 eine Ansicht in Strömungsrichtung auf die Apparatur nach Fig.1, teilweise im Schnitt gezeichnet, Fig. 4 und 5 ein Längs- bzw. Querschnitt durch einen Öldämpfer, und zwar entlang den Schnittlinien B-B bzw. A-A, Fig. 6 und 7 ein Aufriß bzw. - Grundriß einer Variante der Apparatur nach Fig. 1 bis 3, Fig. 8 eine Seitenansicht eines weiteren Ausführungsbeispiels der erfindungsgemäßen Apparatur, Fig. 9 ein Grundriß der Apparatur nach Fig. 8, Fig. 10 eine Ansicht in Strömungsrichtung auf die Apparatur nach Fig. 8, im Schnitt längs der Linie C-C gezeichnet, Fig. 11 ein Querschnitt durch ein Verzögerungsorgan der Apparatur nach Fig. 8 bis 10, längs der Linie D-D.
  • In der beispielsweisen Ausführung der Apparatur gemäß der vorliegenden Erfindung nach Fig. 1 bis 3 ist dieselbe zur Überwachung einer Druckwasserleitung 1 eingerichtet und auf einem Flanschring 2 mit den Schrauben 3 befestigt und druckwasserfest abgedichtet. Der Flanschring 2 umschließt eine Öffnung 4 in der Rohrleitung 1, durch welche die beiden Fühlorgane der Apparatur, hier zwei Pendelstangen 5 bzw. 6, in den Wasserstrom hineinragen, der in Pfeilrichtung 7 durch die Rohrleitung 1 fließt. Eine Abweiserplatte 8 ist in Strömungsrichtung vor den Pendelstangen 5, 6 im Strom angeordnet, um irgendwelche Fremdkörper von diesen beiden Fühlorganen fernzuhalten. Die beiden Pendelstangen 5, 6 sind hier ungleich lang, was zwar eine bevorzugte, aber keine notwendige Maßnahme darstellt, und tragen je eine Prallplatte 9 bzw. 10, die hier ebenfalls ungleiche Flächengröße aufweisen. Durch geeignete Wahl der Länge der Pendelstangen 5, 6 gegenüber ihrer gemeinsamen Drehachse 11 sowie durch die Flächengröße der Prallplatten 9, 10 kann das seitens der Strömung an den Pendelstangen 5, 6 hervorgerufene Drehmoment um die Achse 11 in weiten Grenzen geändert und den jeweiligen Bedingungen angepaßt werden. In der beispielsweisen Ausführung nach Fig. 1 bis 3 ist das auf die Pendelstange 5 wirkende Drehmoment wesentlich größer als das Drehmoment der Pendelstange 6.
  • Die Pendelstangen 5, 6 sind durch die Augen 12 bzw. 13 und die- Keile 14 bzw. 15 mit je einem Drehzapfen 16 bzw. 17 fest verbunden;: die koaxial zur Drehachse 11 angeordnet, aber unabhängig voneinander drehbar sind. Die Drehzapfen 16, 17 sind in den Büchsen 18 bzw. 19 gelagert, die beidseits im Gehäuse 20 befestigt sind. Dieses Gehäuse 20 besitzt einen vollständig geschlossenen Innenraum 21, der nur nach unten über die Öffnung 4 mit der Druckrohrleitung 1 in Verbindung steht, also druckdicht ausgebildet sein muß. Aus diesem Grunde ist an den Drehzapfen 16, 17 je ein konischer Rand 22 bzw. 23 vorgesehen, der ventilsitzartig auf je einer Kegelfläche in den Büchsen 18 bzw. 19 aufsitzt und gegen diese gedrückt wird. Der axiale Druck auf die beiden Drehzapfen 16, 17 wird seitens einer Druckfeder 24 ausgeübt, die in einer axialen Bohrung 25 des Drehzapfens 16 angeordnet ist und gegen einen in die Bohrung 25 hineinragenden Fortsatz 26 des Drehzapfens 17 drückt. Die Bohrung 25 steht ferner über Öffnungen (nicht gezeichnet) mit dem Innenraum 21 in Verbindung, ist also beim Betrieb der Apparatur mit Druckwasser gefüllt, was den axialen Druck der konischen Ränder 22,23 gegen die Dichtungsflächen in den Büchsen 18 bzw. 19 erhöht. Auf diese Weise ist eine stopfbüchsenlose Dichtung der aus dem Innenraum 21 nach außen führenden Drehzapfen 16, 17 gewährleistet. Diese stopfbüchsenlose Achsdurchführung stellt zwar eine bevorzugte Maßnahme dar, kann aber auch durch andere bekannte Konstruktionselemente (z. B. Manschette, Federrohr, O-Ring) ersetzt werden.
  • Am Drehzapfen 16 ist außerhalb des Gehäuses 20 mit dem Stift 27 eine Nabe 28 der Schiene 29 fest verbunden, die wegen des abgebogenen Teils 30 einen horizontalen Arm in .der zur Rohrleitung 1 senkrecht stehenden Mittelebene der Apparatur bildet. Bewegt sich die Pendelstange 5 unter der Wirkung der Strömung in Richtung des Pfeiles 7, so wird der horizentale Arm 29 über den Drehzapfen 16 in Richtung des Pfeiles 31 gehoben. Wie aus Fig. 1 ersichtlich, bilden die Pendelstange 5 und der horizontale Arm 29 miteinander einen Winkel von etwa 90°.
  • Auf der Schiene 29 ist ein vorderer und ein hinterer Halteklotz 32 bzw. 33 befestigt. Diese beiden Halteklötze 32, 33 tragen je einen Bolzen 34 bzw. 35, die als Führung für eine quer angeordnete Zahnstange 36 und gleichzeitig für die Schraubenfedern 37 bzw. 38 dienen. Die Federn 37, 38 drücken die Zahnstange 36 normalerweise gegen die Köpfe der beiden Bolzen 34 bzw. 35. Im Bereich zwischen den Halteklötzen 32, 33 ist auf der Schiene 29 ein Laufgewicht 39 längsverschiebbar angeordnet, an dem eine nach aufwärts ragende Lasche 40 mit einem Querriegel angebracht ist, welcher Querriegel über die Zahnstange 36 greift und normalerweise in einer der Zahnlücken einrastet. Somit wird das Laufgewicht 39, solange die Zahnstange 36 unter dem Druck der Federn 37, 38 an den Köpfen der Bolzen 34, 35 anliegt, an einer Bewegung längs der Schiene 29 in Pfeilrichtung 41 verhindert, da die steilen Zahnflanken den Querriegel der Lasche 40 hemmen; dagegen ist eine Bewegung entgegen der Pfeilrichtung 41 möglich. Der hintere Halteklotz 33 stellt gleichzeitig einen Endanschlag für das Laufgewicht 39 dar.
  • Am Laufgewicht 39 greifen zwei verschiedene Kräfte an, die bestrebt sind, dasselbe längs der Schiene 29 zu verstellen. Die eine dieser Verstellkräfte wird von der Schraubenfeder 42 ausgeübt, die das Laufgewicht 39 in Richtung auf den Halteklotz 32 zieht, also entgegen der Pfeilrichtung 41. Die zweite Verstellkraft rührt vom Hebel 43 her, der mit dem um den räumlich festen Drehpunkt 45 schwenkbaren Hebel 44 und den Hebeln 46 und 47 ein Gestänge bildet, das mit der Nabe 48 und dem Stift 49 am Drehzapfen 17 befestigt ist und über denselben von der Pendelstange 6 aus betätigt wird. Die Pendelstange 6 ist unter der Wirkung der Strömung auf die Prallplatte 10 bestrebt,- sich in Pfeilrichtung 7 zu bewegen, was eine der Hebelübersetzung entsprechende Verstellkraft am Hebel 43 in Pfeilrichtung 41 ergibt, also eine der Wirkung der Feder 42 entgegengerichtete Verstellkraft. Das Gestänge 43 bis 48 ist hier als Wegübersetzung und Kraftübersetzung ausgebildet, was zwar eine bevorzugte, aber keine notwendige Maßnahme darstellt. Wie bereits erwähnt, kann aber die Verstellkraft in Pfeilrichtung 41 seitens des Hebels 43, selbst wenn sie gegenüber der Rückstellkraft seitens der Feder 42 überwiegt, keine Verstellung des Laufgewichtes 39 bewirken, solange dessen Querriegel 40 im Eingriff mit der Zahnstange 36 steht.
  • Parallel zu dem von der Schiene 29 gebildeten horizontalen Arm verläuft der Auslösehebel 50, der an einem Drehzapfen 51 befestigt und mit diesem in einem Lagerbock 52 drehbar gelagert ist. In seiner Ruhelage stützt sich der Auslösehebel 50 gegen einen Anschlag 53 am Gehäuse 20, gegen den er infolge des Gewichtes 54 gedrückt wird. Am Auslösehebel 50 ist ein Druckstift 55 befestigt, der sich beim Hochheben des Auslösehebels 50 vom Anschlag 53 etwa in der Pfeilrichtung 56 bewegt und dabei die Auslösung der (nicht gezeichneten) Schnellabsperreinrichtung (z. B. eine Drosselklappe) über einen Verstärker, z. B-. eine gespannte Kippfeder oder eine Kippwaage bewirkt, aber erst nachdem der Auslösehebel 50 eine vorgegebene Winkelbewegung um seinen Drehzapfen 51 ausgeführt hat. Der Auslösehebel 50 ist mit dem horizontalen Arm der Pendelstange 5, also mit der Schiene 29, 30 über eine Kupplung 57 verbunden, die ein wesentliches Merkmal der erfindungsgemäßen Apparatur darstellt. Diese Kupplung 57 bildet keine starre Verbindung zwischen der Schiene 29 und dem Auslösehebel 50, sondern ist derart ausgestaltet, daß sie nur Kraftimpulse übertragen kann, und zwar nur solche, deren Anstiegssteilheit einen vorgegebenen und einstellbaren Mindestwert übersteigt. Kraftimpulse geringerer Anstiegssteilheit, sowie eine Dauerkraft können also vom horizontalen Arm über die Kupplung 57 auf den Auslösehebel 50 nicht übertragen werden, vielmehr werden dieselben innerhalb der Kupplung 57 verbraucht.
  • Die Kupplung 57 besteht in der in Fig. 1 dargestellten beispielsweisen Ausführung aus einem sogenannten Ölkatarakt, nämlich einem allseits geschlossenen ölgefüllten Zylinder 58, längs dem ein Kolben 59 saugend verschiebbar ist mit .einer Geschwindigkeit, die von dem Ölstrom abhängt, der zwischen den beiden Öffnungen 60, 61 und durch den Seitenkanal 62 fließen kann. Dieser Ausgleichs-Ölstrom ist durch die Justierschraube 63 einstellbar. Der Zylinder 58 ist über ein Gelenk mit der Schiene 29 und der Kolben 59 ebenfalls über ein Gelenk mit dem Auslösehebel 50 verbunden. Ist der Ausgleichs-Ölstrom im Seitenkanal 62 durch die Schraube 63 sehr stark gedrosselt, so werden bereits Kraftimpulse relativ kleiner Anstiegssteilheit übertragen, d. h., bereits ein relativ langsames Heben der Schiene 29 und des Zylinders 58 wird auf den Kolben 59 und den Auslösehebel 50 übertragen. Ist dagegen der Ölausgleich über den weit geöffneten Seitenkanal 63 sehr rasch wirksam, dann bedarf es eines Kraftimpulses großer Anstiegssteilheit, d. h. eines relativ raschen Hebens der Schiene 29, damit der Kolben 59 und damit der Auslösehebel 50 aus seiner Ruhelage bewegt werden. Außer vom Ölausgleichsweg in der Kupplung 57 hängt das Ansprechen des Auslösehebels 50 auch noch von dem Druck desselben auf die Auflage 53, also von der Stellung des Gewichtes 54 ab. Somit kann durch die Justierschraube 63 und das Gewicht 54 die Kopplung zwischen dem Auslösehebel 50 und dem horizontalen Arm der Pendelstange 5 innerhalb gegebener Grenzen eingestellt werden.
  • Am Auslösehebel 50 ist eine nach abwärts ragende Zunge 64 vorgesehen, die auf eine Querlasche 65 genau in der Mitte der Zahnstange 36 ausgerichtet ist, in der Ruhelage der Apparatur aber, wie aus Fig. 1 ersichtlich, von dieser Querlasche 65 einen bestimmten Abstand besitzt. Die Zunge 64 dient als Anschlag für die Querlasche 65 für den Fall, daß die Schiene 29 samt Zahnstange 36 langsam angehoben wird, während der Auslösehebel 50 in seiner Ruhelage verharrt, was zu einer Verschiebung der Zahnstange 36 auf ihren Führungsbolzen 34, 35 entgegen der Wirkung der Federn 37, 38 führt und eine Freigabe des in der Zahnstange 36 eingerasteten Querriegels 40 zur Folge hat.
  • Im normalen Betriebszustand, also bei stationären Strömungsverhältnissen in der Druckrohrleitung 1 befindet sich die Pendelstange 5 stets in der in Fig. 1 angedeuteten angenähert senkrechten Lage und das Laufgewicht 39 in einer Stellung längs der Schiene 29 derart, daß das von der Strömung ausgeübte Drehmoment um die Drehachse 11 durch das entgegenwirkende Drehmoment des Laufgewichtes 39 gerade kompensiert wird. Tritt in dieser Ruhelage plötzlich eine Erhöhung der Strömungsgeschwindigkeit, also eine Beschleunigung in der Druckrohrleitung 1 auf, die innerhalb der beim Betrieb vorgesehenen Grenzen bleibt, z. B. beim Anfahren einer weiteren Turbine, so bewegt sich die Pendelstange 5 mit einer von der Beschleunigung der Strömung bestimmten Winkelgeschwindigkeit in Pfeilrichtung 7, also der horizontale Arm 29 in Pfeilrichtung 31. Die Kupplung 57 und das Gewicht 54 sind jedoch derart eingestellt, daß die Kraftwirkung auf den Kolben 59 nicht ausreicht, um den Auslösehebel 50 von dessen Auflage 53 abzuheben, so daß keine Bewegung des Druckstiftes 55 erfolgt. Ebenso verbleibt die Zunge 64 in ihrer Ruhelage und bewirkt, sobald die Auslenkung des horizontalen Arms 29 einen bestimmten Betrag erreicht, daß die Zahnstange 36 längs ihrer Führungsbolzen 34, 35 in Richtung auf die Schiene 29 gedrückt, also der Querriegel 40 des Laufgewichtes 39 freigegeben wird. Dieses Laufgewicht 39 steht aber unter der Wirkung einer Verstellkraft in Richtung des Pfeiles 41 seitens des Hebelgestänges 43 bis 48, entsprechend der durch die erhöhte Strömungsgeschwindigkeit an der Pendelstange 6 auftretenden Drehmomentenvergrößerung. Das Laufgewicht wird somit längs des horizontalen Armes 29 so lange in Pfeilrichtung 41 verschoben, bis die Verstellkraft angenähert durch die Feder 42 wieder kompensiert ist. Dabei vergrößert sich aber auch das Drehmoment des Laufgewichtes 39 auf der Schiene 29 und bewirkt eine Zurückstellung der Pendelstange 5 in die angenähert senkrechte Lage. Gleichzeitig mit der dabei vor sich gehenden Abwärtsbewegung des horizontalen Armes 29 entgegen der Pfeilrichtung 31 kann die Zahnstange 36 in ihre Ruhelage zurückkehren, womit der Querriegel 40 wieder einrastet und das Laufgewicht in seiner neuen Ruhelage festgehalten wird. Damit ist aber beim neuen stationären Strömungszustand die Ruhelage wieder erreicht, die sich gegenüber der ersten Ruhelage lediglich dadurch unterscheidet, daß nunmehr die Pendelstange 6 eine andere Lage zur Pendelstange 5 einnimmt und das Laufgewicht 39 in Richtung des Pfeiles 41 längs der Schiene 29 verschoben ist.
  • Wird die eben beschriebene Erhöhung der Strömungsgeschwindigkeit in der Druckrohrleitung 1 wieder rückgängig gemacht, z. B. beim Abschalten einer Turbine, so sinkt das Drehmoment seitens der beiden Pendelstangen 5 und 6, also senkt sich anfangs der horizontale Arm 29 entgegen der Pfeilrichtung 31. Aber gleichzeitig überwiegt nunmehr die Rückstellkraft der Feder 42 auf das Laufgewicht 39 und zieht dasselbe in seine frühere Stellung zurück, was durch die Zahnstange 36 und den Querriegel 40 nicht verhindert wird, da die Zähne der Zahnstange 36 sägezahnartig gestaltet sind, also der Querriegel 40 über dieselben entgegen der Pfeilrichtung 41 hinweggleiten kann. Mit der Rückstellung des Laufgewichtes 39 in die frühere Stellung wird dessen Gegendrehmoment gegenüber dem Drehmoment der Pendelstange 5 reduziert, womit die Pendelstange 5 wieder ihre angenähert senkrechte Lage einnimmt und die frühere Ruhelage der Apparatur wieder erreicht ist.
  • Tritt aber - entgegen dem oben behandelten Fall -eine plötzliche Beschleunigung der Strömung auf, die über die betriebsmäßig vorgesehenen Werte hinausgeht, z. B. bei einem Rohrbruch, dann erfolgt ein wesentlich schnelleres Heben des horizontalen Armes 29 der Pendelstange 5, und der Kraftimpuls auf den Zylinder 58 der Kupplung 57 kann vom Ölausgleich nicht mehr aufgenommen werden. Vielmehr wirkt durch die größere Anstiegssteilheit des Kraftimpulses eine Kraft auf den Kolben 59, die zum Abheben des Auslösehebels 50 von seiner Auflage 53 ausreicht. Damit hebt sich aber auch die Zunge 64, und die normalerweise durch dieselbe bewirkte Freigabe des Querriegels 40 und damit des Laufgewichtes 39 unterbleibt, so daß die kompensierende Wirkung der Pendelstange 6 über das Gestänge 43 bis 48 auf den horizontalen Arm 29 nicht wirksam werden kann. Der Arm 29 wird deshalb in Pfeilrichtung 31 weiter angehoben, ebenso der Auslösehebel 50, bis schließlich die dadurch verursachte Bewegung des Druckstiftes 55 in Pfeilrichtung 56 zur Auslösung der Schnellabsperrungseinrichtung, z. B. einer Drosselklappe für die Druckrohrleitung führt. Auf der Schiene 29 ist außerdem die Lage des Halteklotzes 33 so gewählt, daß das Laufgewicht 39 bei voll belasteter Druckwasserleitung also bei der im Betrieb möglichen Höchstgeschwindigkeit der Strömung (Vollast sämtlicher Turbinen) seitens des Gestänges 43 bis 48 entsprechend dem durch die Strömungsgeschwindigkeit an der Pendelstange 6 auftretenden Drehmoment bis an diesen zurückgeschoben wird.
  • Bei einem weiteren Geschwindigkeitsanstieg gleich welcher Größe (Rohrbruch bei Vollast) wird das Kompensationsglied durch den Halteblock 33 blockiert, so daß bei genügender Auslenkung der Schiene 29 in Pfeilrichtung 31 die Zahnstange 36, durch die Zunge 64, den Querriegel 40 am Laufgewicht 39 wohl frei gibt, dieses Laufgewicht aber nicht mehr weiter in Pfeilrichtung 41 geschoben werden kann. Dadurch wird die Schiene 29 auch bei kleinstem Geschwindigkeitsanstieg, selbst wenn dieser mit einer Beschleunigung, die unter dem an der Kupplung 57 eingestellten Mindestwert liegt, in Pfeilrichtung 31 weiterbewegt, wobei nach der totalen Einfederung der beiden Federn 37, 38 durch die Zunge 64 und die Querlasche 65 der Auslösehebel 50 mit der Schiene 29 in Pfeilrichtung 31 mitbewegt wird und so über den Druckstift 55 die Auslösung der Schnellabsperreinrichtung der Druckleitung eingeleitet.
  • Beim Betrieb von Apparaturen der an Hand von Fig. 1 bis 3 beschriebenen Bauart hat sich gezeigt, daß unter bestimmten Betriebsbedingungen auf die Prallplatten 9 und 10 an den Pendelstangen 5 bzw. 6 Druckstöße und Wirbelfäden der Strömung einwirken können. Diese Druckstöße haben ein unruhiges Arbeiten der Apparatur zur Folge und sind unerwünscht. Eine Beseitigung der Einwirkung solcher Druckstöße auf den Horizontalarm 29 der ersten Pendelstange 5 und auf das Gestänge 43 bis 48 der zweiten Pendelstange 6 kann durch je einen am Drehzapfen 16 bzw. 17 angebrachten Öldämpfer erfolgen. Je nach Größe der Druckstöße kann entweder nur am ersten oder auch an beiden Drehzapfen ein solcher Öldämpfer vorgesehen werden.
  • Die Fig. 4 und 5 zeigen eine beispielsweise Ausführung eines geeigneten Öldämpfers am Drehzapfen 16 der Pendelstange 5. Dieser Drehzapfen 16 ist hier verlängert und ragt durch die aus Bodenteil 66 und Deckel 67 bestehende Öldämpferdose hindurch. Der Bodenteil 66 bildet mit einem Fortsatz 68 zugleich die Lagerbüchse für den Drehzapfen 16 und ist an der Seitenwand des Gehäuses 20 befestigt. Das aus dem Deckel 67 herausragende Ende des Drehzapfens 16 trägt die Nabe 28 für den horizontalen Arm 29.
  • Der Innenraum der Öldämpferdose ist durch die beiden feststehenden, am Deckel 67 befindlichen Trennwände 69 und 70 in eine obere und eine untere Kammer geteilt, in deren jeder sich ein radialer Drehflügel 71 bzw. 72 bewegt. Diese Drehflügel sitzen beidseits an einer auf dem Drehzapfen 16 festgekeilten Büchse 73, werden also beim Verstellen der Pendelstange 5 hin- und herbewegt. Die obere und untere Kammer des Innenraumes der Dämpferdose sind ölgefüllt und stehen miteinander über je einen Kanal 74 und 75 in den Trennwänden 69 bzw. 70 in Verbindung. Durch je eine Regulierschraube 76 bzw. 77 kann der Durchflußquerschnitt der beiden Kanäle 74 bzw. 75 verkleinert werden. Die Ölfüllung der oberen und unteren Kammer erfolgt über geeignete verschließbare Öffnungen, ebenso die Entlüftung derselben. Der Innenraum des Öldämpfers ist durch die :Manschetten (oder O-Ringe) 78 und 79 abgedichtet. Ferner ist im Fortsatz 68 ein Ringkanal 80 mit einem Ablauf 81 vorgesehen, um Sickerwasser bzw. Sickeröl aus dem Innenraum des Gehäuses 20 bzw. des Öldämpfers abzuleiten.
  • In der Ruhelage der Pendelstange 5 (Fig. 1) befinden sich die Drehflügel 71, 72 etwa in der in Fig. 5 angegebenen Stellung. Jede plötzliche Auslenkung der Pendelstange 5 durch einen Druckstoß; Wirbelfaden od. dgl. wird durch den entsprechend eingestellten freien Querschnitt der Ölkanäle 74, 75 gedämpft, während einer weniger stoßartigen Auslenkung kein merklicher Widerstand entgegensteht. Die Dämpfung ist also durch die beiden Regulierschrauben 76, 77 veränderbar und wird beim Betrieb der Apparatur nach Fig. 1 bis 3 auf einen geringeren Wert eingestellt als die Dämpfung im Ölkatarakt 57 (Fig. 1).
  • Der an Hand von Fig. 4 und 5 beschriebene Öldämpfer kann bei entsprechender Dimensionierung und Einregulierung die in Fig. 1 vorgesehene, nur Kraftimpulse übertragende Kupplung 57 ersetzen. Eine derartige beispielsweise Ausführung ist in. den Fig. 6 und 7 dargestellt, wobei der vom horizontalen Arm 29 bei Verstellung in Pfeilrichtung 31 betätigte Auslösemechanismus für die Schnellabsperreinrichtung fortgelassen ist, da dieselbe wie in Fig. 1 bis 3 oder auch in anderer geeigneter Art ausgebildet sein kann.
  • Beim Ausführungsbeispiel nach Fig. 6 und 7 sind beide Drehzapfen 16, 17 mit je einem Öldämpfer 82 bzw. 83 versehen. Die Öldämpfer weisen hier die in Fig. 4 und 5 dargestellte Bauart auf, können aber auch anders ausgebildet sein. Im übrigen entspricht die Apparatur ganz jener der Fig. 1 bis 3, bis auf die hier entbehrlichen Bauteile 34 bis 38 und 50 bis 65, da von der Lasche 40 auf dem Laufgewicht 39 unmittelbar der Auslösemechanismus, beispielsweise dessen Hebel 84 (Fig. 6) betätigt wird, sobald die Winkelverstellung des horizontalen Armes 29 in Pfeilrichtung 31 hierfür ausreicht. Um zu erreichen, daß nur dann eine zur Betätigung der Auslösung ausreichende Winkelverstellung des horizontalen Armes 29 erfolgt, wenn die Beschleunigung der Strömung einen vorgegebenen Höchstwert überschreitet, ist eine unterschiedliche Justierung der beiden Öldämpfer 82 und 83 erforderlich.
  • Der Öldämpfer 82, der mit der Pendelstange 5 zusammenwirkt, wird beispielsweise derart eingestellt, daß er die unerwünschten Druckstöße der Strömung auf die Prallplatte 9 ausgleicht, also Kraftimpulse großer Flankensteilheit, aber kleiner Amplitude stark dämpft. Dagegen werden Kraftimpulse großer Amplitude, sobald sie eine vorgegebene Anstiegssteilheit übertreffen, auf den horizontalen Arm 29 übertragen und verursachen dessen Winkelverstellung in Pfeilrichtung 31, falls keine Gegenwirkung erfolgt. Solange sich aber das Laufgewicht 39 im Bereich zwischen den beiden Anschlägen 32, 33 befindet, erfolgt eine solche Gegenwirkung durch dessen Verschiebung in Pfeilrichtung 41 mittels des Hebelgestänges 43 bis 48 seitens der Pendelstange 6. Dabei ist der auf die Pendelstange 6 wirkende Öldämpfer 83 derart einreguliert, daß im Bereich der normalen Strömungsgeschwindigkeit die bei einer Beschleunigung der Strömung innerhalb des betriebsmäßig zulässigen Intervalles resultierende Verschiebung des Laufgewichtes rasch genug erfolgt, um eine sofortige Kompensation des in Pfeilrichtung 31 wirkenden Drehmomentes am horizontalen Arm 29 zu erwirken, also eine Winkelverstellung desselben und eine Betätigung der Auslösung zu verhindern. Ist jedoch die Beschleunigung der Strömung höher, als dem vorgegebenen Höchstwert entspricht, also die Anstiegssteilheit der Kraftimpulse auf die Pendelstangen 5 und 6 entsprechend größer, dann bewirkt die unterschiedliche Einstellung der Öldämpfer 82 und 83 eine Verzögerung der Kompensation seitens des Laufgewichtes 39, und die Winkelverstellung des horizontalen Armes 29 reicht zu einer Betätigung der Auslösung 84 über die Lasche 40 aus.
  • Liegt jedoch im Ruhezustand der Pendelstange 5 (stationäre Strömung in der Druckleitung) das Laufgewicht 39 am Halteklotz 33 an (bei Vollast aller Turbinen), ist bei einem weiteren Geschwindigkeitsanstieg der Strömung, gleichgültig mit welcher Beschleunigung derselbe erfolgt (Rohrbruch bei Vollast), eine weitere Kompensation der Drehmomentvergrößerung am Drehzapfen 16 nicht mehr möglich. Infolgedessen wird in diesem Fall die Schiene 29 sofort in Pfeilrichtung 31 ausgelenkt und über die Lasche 40 die Auslösung 84 der Schnellabsperreinrichtung betätigt.
  • Die Fig. 8 bis 11 zeigen ein weiteres Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Apparatur, ebenfalls aufgebaut auf einem auf der Druckleitung 1 aufgeschweißten Flanschring 2 mit den Schrauben 3 befestigt und druckwasserfest abgedichtet. Der Flanschring 2 umschließt eine Öffnung 4 in der Druckleitung 1, durch welche die Pendelstange 90 mit dem Stauteller 91 in den Wasserstrom hineinragt, der in Pfeilrichtung 7 durch die Druckleitung 1 fließt. Eine Abweiserplatte 8 ist in Strömungsrichtung 7 vor der Pendelstange 90 angeordnet, um irgendwelche im Wasser mitschwimmende Fremdkörper von dieser fernzuhalten. Die Pendelstange 90 ist durch die Nabe 92 und den Keil 93 mit der Welle 94 fest verbunden. Die Welle 94 ist in den Büchsen 95 und 96 gelagert, die beidseitig im Gehäuse 97 befestigt sind. Dieses Gehäuse 97 besitzt einen vollständig geschlossenen Innenraum 98, der nur nach unten über die Öffnung 4 mit der Druckleitung 1 in Verbindung steht, also druckdicht ausgebildet sein muß. Aus diesem Grunde ist die Büchse 95 mit einem geschlossenen Boden ausgeführt und der Hohlraum 99 über den Kanal 100 mit dem Gehäuseinnern 98 verbunden, wodurch ein in Pfeilrichtung 101 auf die Welle 94 wirkender axialer Druck entsteht. Dieser axiale Druck wird durch die Büchse 96 an der Schulter 102 der Welle 94 abgefangen. In diese Büchse 96 ist eine gegen den Wasserdruck wirkende Dichtung 103 eingebaut. Diese Dichtung 103 kann weggelassen werden, wenn die Schulter 102 konisch ausgeführt wird, wodurch eine ventilsitzartige, metallische Abdichtung entsteht.
  • Mit der durch die Büchse 96 hindurchgeführten Welle 94 ist auch der Drehflügel 104 des Verzögerungsorgans 105 durch den Keil 106 fest verbunden, so daß dieser Drehflügel 104 jede Bewegung der Pendelstange 90 mitmacht. Dabei bewegt sich dieser Drehflügel 104 in dem allseitig geschlossenen und mit Öl gefüllten Gehäuse 107 des Verzögerungsorgans 105, das seinerseits mit dem Boden auf einem an der Büchse 96 vorstehenden Auge 108 und mit dem Deckel 109 auf der Welle 94 drehbar gelagert ist. Der Innenraum dieses Gehäuses 107 ist durch die beiden mit dem Deckel 109 ein Stück bildenden Wänden 110 und 111 in zwei Räume getrennt, wobei diese Räume durch die Bohrungen 112 und 113 miteinander in direkter Verbindung stehen. Durch die Regulierstifte 114 und 115 kann der freie Ouerschnitt dieser Bohrungen 112 und 113 verändert werden. Am Drehflügel 104, der diese beiden Räume nochmals in je zwei Kammern unterteilt, sind die beiden Rückschlagventile 116 und 117 eingebaut, die bei einer Drehung des Flügels 104 im Gegenuhrzeigersinn geschlossen bleiben, so daß das Öl durch die beiden Bohrungen 113 und 112 strömt, und sich bei einer Drehung im Uhrzeigersinn durch den entstehenden Öldruck öffnen, so daß der Ölausgleich zum Teil auch durch diese Ventile 116 und 117 erfolgt, wodurch sich solche Drehungen des kleineren Widerstandes wegen rascher vollziehen, was eine bevorzugte, aber nicht notwendige Maßnahme darstellt. Im Boden des Gehäuses 107 und im Deckel 109 sind je eine Dichtung 118 und 119 gegen das Öl im Innenraum des Gehäuses 107 eingebaut.
  • Außerhalb des Deckels 109 ist durch den Keil 120 noch der Hebel 121 fest mit der Welle 94 verbunden. Auf diesem Hebel 121 sitzt der Halter 122, der zwischen den beiden Punkten 123 und 124 verschoben werden kann, wodurch die Zugkraft der Feder 125, die an diesem Halter 122 und an dem mit dem Gehäuse 97 fest verbundenen Arm 126 befestigt ist, verändert werden kann. Bei genügend großer Auslenkung des Hebels 121 in Pfeilrichtung 137 stößt dieser gegen den am Deckel 109 des Verzögerungsorgans 105 angebrachten verstellbaren Anschlagbolzen 127. Mit dem Gehäuse 107 des Verzögerungsorgans 105 ist weiterhin der Gehäusehebel 128 fest verbunden, auf welchem verschiebbar das Gegengewicht 129 sitzt und welcher auf dem Anschlag 130 abgestützt ist. Fest mit dem Gehäuse 107 ist ebenfalls der Nocken 131 verbunden, an welchem die Auslösestange 132 durch den Bolzen 133 beweglich angekuppelt ist.
  • Ist beispielsweise von zwei an einer Druckleitung 1 angeschlossener Turbinen eine mit Vollast im Betrieb und die zweite abgeschaltet, so ergibt sich eine mittlere Geschwindigkeit des Wassers in der Rohrleitung 1. Durch Verschieben des Nockens 122 auf dem Hebel 121 wurde bei der Montage die Zugkraft der Feder 125 so einreguliert, daß sich die Pendelstange 90 unter dem Staudruck, den das durch die Rohrleitung 1 fließende Wasser auf den Stauteller 91 ausübt, bis etwa zur Hälfte seines Verstellwinkelbereiches in Pfeilrichtung 137 bewegt.
  • Wird zusätzlich die zweite Turbine eingeschaltet, so erhöht sich die Wassergeschwindigkeit in der Druckleitung 1. Dadurch nimmt der Druck, den die Wasserströmung auf den Stauteller 91 der Pendelstange 90 ausübt, entsprechend der größeren Strömungsgeschwindigkeit zu, und die Pendelstange 90 bewegt sich weiter in Pfeilrichtung 134. Gleichzeitig dreht sich auch der Drehflügel 104 im Gehäuse 107 des Verzögerungsorgans 105, wodurch eine der Drehung entsprechende Ölmenge durch die Bohrungen 112 und 113 verdrängt wird. Dabei sind die Drosselstifte 114 und 115 und das auf dem Gehäusehebel 128 sitzende Gewicht 129 so eingestellt, daß sich das Gehäuse 107 mit dem Deckel 109 durch den in den Drosselungen 112 und 113 dem Öldruck entgegengesetzten Widerstand nicht in Pfeilrichtung 135 mitdreht. Beim Abschalten der zweiten Turbine nimmt die Wassergeschwindigkeit in der Druckleitung 1 wieder ab. Dadurch nimmt auch der Staudruck auf den Stauteller 91 der Pendelstange 90 ab, wobei durch die Wirkung der Feder 125 der Drehflügel 104 des Verzögerungsorgans 105 über den Hebel 121 und die Welle 94 im Uhrzeigersinn zurückbewegt wird. Dabei erfolgt der Ölausgleich bei dieser Rückwärtsbewegung zum Teil auch durch die Rückschlagventile 116 und 117. Auch während dieses Vorgangs bleibt das Gehäuse 107 des Verzögerungsorgans 105 auf dem Anschlag 130 liegen. Tritt nun ein Rohrbruch ein, so ist die Beschleunigung des durch die Druckleitung 1 strömenden Wassers größer als beim Einschalten einer weiteren Turbine, wodurch der Drehflügel 104 im Verzögerungsorgan 105 schneller im Gegenuhrzeigersinn bewegt wird. Durch die feste Einstellung der Drosselstifte 114 und 115 kann jedoch das Öl nicht im selben Maß schneller in die anstoßenden Kammern überströmen; wodurch das Gehäuse 107 mit dem Deckel 109 durch den sich bildenden Überdruck des Öls in Pfeilrichtung 135 bewegt wird und so an der Auslösestange 132 die zur Einleitung der Schließbewegung des Rohrabschlußautomaten _ (z. B. Drosselklappe) nötige Zugkraft abgenommen werden kann, was vorteilhaft über ein Verstärkungsorgan, z. B. gespannte Kippfeder oder Kippwaage, erfolgt.
  • Der Anschlagbolzen 127 an der mit dem Deckel 109 des Verzögerungsorgans 105 fest verbundenen Nase 136 ist so eingestellt, daß der Hebel 121 bei der für die Druckleitung 1 höchstzulässigen Strömungsgeschwindigkeit bis an diesen Anschlagbolzen 127 in Pfeilrichtung 137 heranbewegt wird. Bei einem weiteren Geschwindigkeitsanstieg der Strömung in der Druckleitung 1, was in diesem Fall nur bei einem Rohrbruch erfolgt, wird das Gehäuse 107 des Verzögerungsorgans 105 durch den Hebel 121 am Anschlagbolzen 127 mechanisch mitbewegt, wodurch die Auslösebewegung in Pfeilrichtung 135 unabhängig von der Wirkung des Verzögerungsorgans 105 erfolgt.
  • Zur Dämpfung von Schlägen, die infolge von Druckstößen und Wirbelfäden am Stauteller 91 der Pendelstange 90 auftreten, kann ein Öldämpfer nach Fig. 5 und 4 am Gehäuse 97 auf der Seite der Büchse 95-angebaut werden.

Claims (7)

  1. PATENTANSPRüCHE: 1. Einrichtung zur Betätigung von Rohrbruchsicherungen nach Patentanmeldung G 16528 KII/47g mit einem direkt beströmten Fühlerorgan und einem Auslöseorgan, dadurch gekennzeichnet, daß das Fühlerorgan (5, 9, 90, 91) mit einer einstellbaren Stabilisierungseinrichtung (10, 39, 125) verbunden ist und daß ein Verdrängungsorgan (59, 73, 104) in einem mit Flüssigkeit gefüllten Gehäuse (58, 66, 107) beweglich angeordnet ist, welches einen einstellbaren Katarakt (63, 74, 113) enthält, wobei das Gehäuse mit dem Verdrängungsorgan als nachgiebige Kupplung (Fig. 1 und 8) zwischen dem Fühlerorgan und dem Auslöseorgan (50, 84, 132) eingeschaltet oder der Stabilisierungseinrichtung als Dämpfung (Fig. 6,7) zugeordnet ist.
  2. 2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine Dämpfungseinrichtung für das Fühlerorgan und/oder die Stabilisierungseinrichtung des Fühlerorgans vorgesehen ist.
  3. 3. Einrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß genanntes Fühlerorgan eine am freien Ende mit einer Prallplatte versehene Pendelstange ist.
  4. 4. Einrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Stabilisierungseinrichtung für genanntes Fühlerorgan ein Gewicht ist, das mittels einer unter dem Einfluß der hydraulischen Kräfte stehenden, mit Prallplatte versehenen Pendelstange entlang einer mit der Fühlerorganachse hebelartig fest verbundenen Schiene verschiebbar ist.
  5. 5: _ Einrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß dem genannten Gewicht eine durch die Auslösevorrichtung lösbare Blockierungsvorrichtung zugeordnet ist, die dessen Verschiebung bezüglich der genannten Schiene ver-. hindert.
  6. 6. Einrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Blockierungsvorrichtung eine Zahnstange aufweist, die mit einem am genannten Gewicht angebrachten Zahn unter Federbelastung im Eingriff steht, und daß die Auslösevorrichtung einen Anschlag besitzt, der zum Zusammenwirken mit der Zahnstange bestimmt ist, um diese entgegen der Federbelastung außer Eingriff zu bringen.
  7. 7. Einrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Stabilisierungseinrichtung des genannten Fülilerorgans eine Feder ist, die mittels eines Hebelarmes, welcher mit der das Fühlerorgan tragenden Welle fest verbunden ist, in Wirkungsverbindung steht. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 308 223.
DEG24240A 1954-02-22 1955-02-21 Rohrbruchsicherung Pending DE1101890B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
CH1101890X 1954-02-22

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE1101890B true DE1101890B (de) 1961-03-09

Family

ID=4557527

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEG24240A Pending DE1101890B (de) 1954-02-22 1955-02-21 Rohrbruchsicherung

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE1101890B (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1245670B (de) * 1963-08-10 1967-07-27 Loedige Alois Dipl Ing Vorrichtung zum selbsttaetigen Ausloesen von Schalt- oder Schliessorganen, z. B. fuer stroemende Medien oder elektrische Energie

Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE308223C (de) *

Patent Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE308223C (de) *

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1245670B (de) * 1963-08-10 1967-07-27 Loedige Alois Dipl Ing Vorrichtung zum selbsttaetigen Ausloesen von Schalt- oder Schliessorganen, z. B. fuer stroemende Medien oder elektrische Energie

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2757352B2 (de) Selbsttätig arbeitendes Rückschlagventil
DE2813592A1 (de) Selbsttaetiger tuerschliesser
DE2603042C2 (de) Sicherheits-Auslöseventil
DE2458515C2 (de) Bremskraftregler für eine Zweikreisbremsanlage
DE2057363A1 (de) Druckminderventil
DE1101890B (de) Rohrbruchsicherung
DE7906329U1 (de) Vorrichtung zur druckueberwachung und steuerung eines sicherheitsventils
AT203304B (de) Verfahren zur Auslösung von Rohrbruchsicherungen und Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens
EP4311601B1 (de) Brecher für mineralische werkstoffe oder recyclingwerkstoffe
DE1910891A1 (de) Zapfpistole
DE631772C (de) Fluessigkeitsstossdaempfer
DE1426589B1 (de) Verzoegerungselement zum nach einer einstellbaren Verzoegerungszeit schlagartigen Verbinden einer Betaetigungsleitung mit einer Druckmittelleitung in pneumatischen oder hydraulischen Anlagen
DE2440800A1 (de) Stroemungssteuerventilvorrichtung
CH332938A (de) Verfahren und Einrichtung zur Betätigung einer Schnellabsperrung von Druckrohrleitungen
DE1601703C3 (de) Lastdruckregler für eine hydraulische Servoanlage
DE1503299B2 (de) Verstelleinrichtung für Schaufeln von Strömungsmaschinen mit als Sicherungsglied ausgebildeten Übertragungsorganen
DE2137108A1 (de) Speicherladeventil
DE10355329A1 (de) Hydraulische Steueranordnung
DE711244C (de) Mittelbar gesteuertes Sicherheitsventil zum Einbau in Dampfanlagen
AT216436B (de) Vorrichtung zur Regulierung von hydraulischen Turbinen
DE1088305B (de) Vollhub-Sicherheitsventil mit einer Einstellfeder
DE4038474C2 (de)
DE918192C (de) Daempfungsvorrichtung fuer Verschluesse fuer Feuerwaffen
AT225122B (de) Streichwalzenanordnung an einem Webstuhl
DE606272C (de) Fluessigkeitsstossdaempfer fuer Kraftfahrzeuge