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DE1101029B - Einrichtung zur Zaehlung oder Steuerung von Vorgaengen - Google Patents

Einrichtung zur Zaehlung oder Steuerung von Vorgaengen

Info

Publication number
DE1101029B
DE1101029B DES56235A DES0056235A DE1101029B DE 1101029 B DE1101029 B DE 1101029B DE S56235 A DES56235 A DE S56235A DE S0056235 A DES0056235 A DE S0056235A DE 1101029 B DE1101029 B DE 1101029B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
counting
control
discharge
discharge paths
paths
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DES56235A
Other languages
English (en)
Inventor
Viktor Hofmann
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Siemens Corp
Original Assignee
Siemens Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Siemens Corp filed Critical Siemens Corp
Priority to DES56235A priority Critical patent/DE1101029B/de
Publication of DE1101029B publication Critical patent/DE1101029B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • HELECTRICITY
    • H03ELECTRONIC CIRCUITRY
    • H03KPULSE TECHNIQUE
    • H03K23/00Pulse counters comprising counting chains; Frequency dividers comprising counting chains
    • H03K23/82Pulse counters comprising counting chains; Frequency dividers comprising counting chains using gas-filled tubes

Landscapes

  • Electrical Discharge Machining, Electrochemical Machining, And Combined Machining (AREA)

Description

  • Einrichtung zur Zählung oder Steuerung von Vorgängen Die Erfindung bezieht sich auf eine Einrichtung, die zum Zählen und Steuern von zeitlich aufeinanderfolgenden Vorgängen dient. Diesen Vorgängen entsprechen Änderungen elektrischer Spannungen oder Ströme, die als Steuersignale der Zähleinrichtung zugeführt werden.
  • Für den Aufbau von Zählschaltungen hat man vielfach neben dekadischen Systemen Dualsysteme mit anschließender Auswertung der Dualzahlen in das dekadische System verwendet. Darüber hinaus sind auch andere Intervalle, wie z. B. Systeme mit fünf Zählschritten und ebenfalls anschließender Auswertung, bekanntgeworden. Darüber hinaus gibt es auch Anordnungen, bei denen ein Intervall aus mehr als zehn, beispielsweise aus zwanzig Schritten zusammengesetzt ist.
  • Die Speicherung der einzelnen Zählschritte bis zum nächsten Zählimpuls kann in elektrisch oder elektronisch arbeitenden Gedächtnisschaltungen, z. B. an bistabilen Kippanordnungen, erfolgen. Die Kippschaltungen, für die einzelnen Stufen, welche Zählschritte darstellen, sind in der Regel kapazitiv miteinander gekoppelt.
  • Zählschaltungen finden vielfach in verschiedenartigen Steuereinrichtungen Anwendung. Mechanische Schrittschaltwerke, wie sie häufig in Werkzeugmaschinensteuerungen eingesetzt werden, weisen den Nachteil auf, daß sie gegen Erschütterungen, Staub usw. empfindlich sind. Überdies unterliegen sie einer gewissen Abnutzung, so daß sie für Betriebsfälle mit Anforderungen an eine hohe Genauigkeit und Sicherheit nicht immer als zuverlässig genug zu betrachten sind. Weiterhin ist die Schaltgeschwindigkeit bei einem mechanischen Schrittschaltwerk nur begrenzt, während in vielen Fällen, z. B. bei Meßsteuerungen, höhere Schrittgeschwindigkeiten erforderlich sind und oftmals ein Vorwärts- und Rückwärtszählen mit einer Schalthäufigkeit gefordert wird, die einer Frequenz von mehreren Kilohertz entspricht.
  • Es ist an sich bereits bekannt, in Zählschaltungen steuerbare Halbleiter, insbesondere Transistoren, zu verwenden. Weiterhin hat man auch vielfach Zählschaltungen mit Röhren aufgebaut, wobei als Entladungsstrecken von Fall zu Fall Hochvakuumröhren oder auch gas- oder dampfgefüllte Entladungsgefäße zur Verwendung kamen. Bei den bekannten Zählschaltungen geht es im allgemeinen darum, einen jeden Zählschritt mit Hilfe einer an sich bistabilen Kippschaltung zu speichern. Bei Röhrenschaltungen kann man hierfür Entladungsgefäße mit doppelten Entladungsstrecken verwenden. Bei der Heranziehung von Transistoren kann man die Kennlinie von Spitzentransistoren ausnutzen; welche zwei stabile Zustände aufweist, so daß man mit nur einem einzigen Spitzentransistor gegebenenfalls eine bistabile Schaltung aufbauen könnte. Spitzentransistoren weisen aber verschiedene Nachteile auf, die sie in manchen Anwendungsfällen nicht als geeignet erscheinen lassen, so daß man meist zur Verwendung von Transistoren übergegangen ist, die nur jeweils einen einzigen stabilen Zustand aufweisen, wie dies beispielsweise bei den Flächentransistoren der Fall ist. Demgemäß erfordern bistabile Kippschaltungen je zwei Flächentransistoren. Man könnte auch daran denken, zusammengesetzte Transistoren zu verwenden, die dann ähnlich den Doppelsystemen von Entladungsröhren zwei getrennten Transistoren entsprechen würden.
  • Bei den bekannten Zählschaltungen wird, wie erwähnt, meist von einer kapazitiven Kopplung der einzelnen Stufen, welche Zählschritten entsprechen, Gebrauch gemacht. Zählschaltungen mit kapzitiver Kopplung sind aber gegen Störimpulse außerordentlich empfindlich, andererseits würde der Übergang auf galvanische Kopplung einen hohen Aufwand an Bauteilen bedeuten und andere Schwierigkeiten mit sich bringen. Demgegenüber kommt es bei der Erfindung darauf an, unter Einsparung von Bauelementen zu einer stark vereinfachten, aber betriebssicher arbeitenden Einrichtung zu gelangen, bei der vor allem die Zahl der Steuerstrecken verringert werden kann. Die Erfindung hat dabei sowohl für Steuerstrecken Bedeutung, die sich innerhalb eines Hochvakuumentladungsgefäßes befinden, als auch. für Dampf- und Gasentladungseinrichtungen. Weiterhin beschränkt sich die Erfindung nicht auf die Verwendung von Entladungsgefäßen mit thermionischer Kathode, vielmehr ist es auch ohne weiteres möglich, Kaltkathodenröhren zu verwenden oder an Stelle von beheizten Kathoden andere elektronenemittierende Elektroden vorzusehen.
  • Die Erfindung besteht bei einer Einrichtung zur Zählung oder Steuerung von zeitlich aufeinanderfolgenden Vorgängen, denen Änderungen von elektrischen Spannungen oder Strömen entsprechen und die als Steuersignale der Zähleinrichtung zugeführt sind, mit nur einer Entladungsstrecke je Stufe darin, daß die Entladungsstrecken Hochvakuumröhren sind daß die Anode jeder Röhre mit den Steuergittern der benachbarten Röhre über je einen Widerstand und ein Ventil sowie mit den Steuergittern aller übrigen Röhren über je einen Widerstand galvanisch gekoppelt ist.
  • An Hand der Zeichnung soll die Erfindung näher erläutert werden. Die Figuren zeigen Ausführungsbeispiele in ihren für die Erfindung wesentlichen Teilen in vereinfachter schematischer Darstellung.
  • Bei dem in Fig. 1 dargestellten Ausführungsbeispiel handelt es sich um eine Zählschaltung, bei der der Einfachheit der Darstellung halber an Stelle einer Dekade ein Intervall von sechs Stufen veranschaulicht ist.
  • Wie bereits erwähnt, kann ebenso eine von der dekadischen Teilung abweichende Zahlenskala verwendet werden. Die letzte Stufe des jeweiligen Intervalls ist mit gleichartigen Schaltelementen, wie sie zwischen den einzelnen Stufen liegen, wieder mit der ersten Stufe verbunden, so daß sich ein Ring von völlig gleichartig aufgebauten Stufen ergibt. Von einer bestimmten Stelle aus geht man bei dekadischer Aufteilung zur nächsten Dekade weiter, um auf diese Weise die einzelnen Dezimalstellen bilden zu können.
  • In jeder einzelnen Stufe, also für jeden Zählschritt, ist nur eine einzige Entladungsstrecke vorgesehen. Mit 1 bis 6 sind die einzelnen durch gittergesteuerte Trioden versinnbildlichten Entladungsstrecken bezeichnet. Dabei kann es sich um getrennte Röhren handeln, es ist aber auch ohne weiteres möglich, zwei oder mehr Entladungsstrecken in einem einzigen Kolben unterzubringen. Dies hat vor allem deswegen besondere Bedeutung, da die einzelnen Entladungsbahnen kathodenseitig miteinander verbunden sind, so daß unter Umständen eine gemeinsame Kathode als Elektronenquelle für zwei oder mehr, gegebenenfalls sämtliche Entladungsbahnen herangezogen werden kann.
  • Wie die Darstellung zeigt, sind sämtliche Kathoden miteinander verbunden und auf Nullpotential gelegt, während für die Arbeitselektroden, die in diesem Falle durch die Anoden gebildet werden, Widerstände 7 bis 12 vorgesehen sind, die ihre Spannung durch Anschluß an den positiven Pol der Anodenspannungsquelle 13 erhalten. Es wäre sinngemäß ebensogut möglich, an Stelle von Anodenwiderständen oder zusätzlich zu diesen auch Widerstände mit kathodenseitigem Ausgang der Röhren vorzusehen. Dabei bestünde gegebenenfalls noch die Möglichkeit, die Kathoden als Ausgangselektroden heranzuziehen und kathodenseitig die Leistung zu entnehmen, welche zum Steuern der in Zählrichtung nächstfolgenden Stufe verwendet werden soll.
  • Jede der Anoden 14 bis 19 der Entladungsröhren 1 bis 6 ist über einen Widerstand und eine Diode mit dem Steuergitteranschluß der in Zählrichtung nachfolgenden Entladungsstrecke verbunden. Da bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel die Zählrichtung von Fall zu Fall von vorn nach hinten und wiederum von hinten nach vorn verlaufen kann, sind für die Betriebsweise des Vorwärtszählens die Widerstände 20 bis 25 vorgesehen, welche bei der Vorwärtszählung die Steuerspannung der nächstfolgenden Stufe zuleiten. Um in Rückwärtsrichtung arbeiten zu können, sind dementsprechend die Widerstände 26 bis 31 vorgesehen. Die entsprechenden Dioden sind mit 32 bis 37 und 38 bis 43 bezeichnet.
  • Gleichzeitig besteht eine Verbindung von jedem Anodenanschluß zu den Steuerelektrodenanschlüssen sämtlicher übriger Entladungsbahnen, d. h. also sämtlicher Entladungsstrecken außer den beiden jeweils benachbarten Strecken, über ein Netz von Widerständen. So liegt z. B. zwischen der Anode 14 der Entladungsstrecke 1 und der Steuerelektrode der Entladungsstrecke 3 ein Widerstand 44. Um das Schaltbild übersichtlicher zu gestalten, wurden die einzelnen Verbindungen der Koppelwiderstände mit den zugehörigen Anodenanschlüssen weggelassen und die mit den Widerständen verbundenen Leitungen mit 14 bis 18 bezeichnet, also mit den gleichen Bezugszeichen wie die einzelnen Anoden versehen. Dies bedeutet, daß diese Leitungen an die entsprechenden Punkte der Schaltung gelegt zu denken sind. Von der Anode der Röhre 1 führt also jeweils zur Steuerelektrode jeder anderen Entladungsstrecke außer den Strecken 2 und 6 eine solche Widerstandsverbindung; so der Widerstand 45 an das Steuergitter der Entladungsstrecke 4 und der Widerstand 46 an die Entladungsstrecke 5.
  • In entsprechender Weise befinden sich an den Anoden der anderen Entladungsstrecken die Widerstände 47 bis 61. Wie die Darstellung erkennen läßt, darf dabei also kein Widerstand zur in Zählrichtung nachfolgenden Strecke, d. h. weder zu der davorliegenden noch zu der dahinterliegenden Entladungsstrecke, führen.
  • An die Widerstände 20 bis 31 sind außerdem noch die Dioden 62 bis 73 gelegt, die mit den Widerständen zusammen eine Wirkung gemäß einem sogenannten »Und«-Gatter aufweisen. Die Dioden 62, 64 und 66 sind im Eingang E1, die Dioden 63, 65 und 67 sind zum Eingang Ei zusammengefaßt. Die hochohmigen Widerstände 74 bis 79 dienen lediglich der Zuführung der notwendigen Gittervorspannung für die einzelnen Entladungsbahnen, wobei das notwendige negative Potential von einer Gitterspannungsquelle 80 hergeleitet wird.
  • Die Schaltungsanordnung ermöglicht es, daß immer nur eine einzige Entladungsstrecke sich in gesperrtem Zustand befinden kann. In diesem Svstem fließt dann kein oder ein nur außerordentlich geringer Anodenstrom, so daß an dem jeweils zugehörigen Widerstand der Widerstände 7 bis 12 kein oder kein nennenswerter Spannungsabfall eintritt. Die betreffende Anode liegt dann praktisch auf demselben Potential wie die Anodenspannungsquelle. Damit erhalten alle übrigen Entladungsstrecken über die Widerstände, die von ihren Steuerelektrodenanschlüssen zu den Anoden des gesperrten Systems führen, Steuerspannungen und sind damit stromführend. Bei der Bemessung der Widerstände, die zwischen der Anode der vorhergehenden bzw. folgenden Stufe einerseits und dem Steuergitter der zu betrachtenden Stufe liegen, ist zu beachten, daß im Hinblick auf das Verhalten der jeweiligen Diode und der Bemessung der Gitterwiderstände ein günstiger Arbeitspunkt für die Entladungsstrecke gebildet wird. Gegebenenfalls wäre es auch möglich, im Gegensatz zu dieser Anordnung, bei der immer nur eine Entladungsstrecke gesperrt ist, durch entsprechende Abwandlung der Schaltung zu bewirken, daß jeweils nur eine einzige Röhre im geöffneten Zustand sich befindet, während alle übrigen Entladungsstrecken gesperrt sind.
  • Zum Verständnis der Wirkungsweise der dargestellten Schaltungsanordnung sei angenommen, daß zunächst die Entladungsstrecke 1 sich im gesperrten Zustand befinden möge und alle anderen Strecken demgemäß Strom führen. Von den beiden Eingängen Ei und Ei möge der Eingang El spannungslos sein, d. h. auf Nullpotential liegen. Da auch die Kathodenanschlüsse Nullpotential aufweisen, würde dies bedeuten, daß Ei auf Null- oder Erdpotential liegt. Der andere Eingang, nämlich Ei', möge von einer Kippschaltung oder einer irgendwie gestalteten Schalteinrichtung vom Eingang her ein positives Signal erhalten oder gerade erhalten haben. Wird nun die Steuerspannung geändert, also Ei an Nullpotential gelegt und an Ei eine positive Steuerspannung wirksam gemacht, so muß in diesem Augenblick die Entladungsbahn 2 in den Sperrzustand übergehen, denn sein Steuergittereingang (vor Diode 32) kommt über die Diode 63 an. Nullpotential zu liegen, und es fließt dann kein Steuerstrom mehr über die Diode 32. Die Dioden 37 bis 43 haben einen größeren Schwellwert als die Dioden 62 bis 73, so daß dann an der Steuerelektrode der Strecke 2 in der Tat Nullpotential erreicht wird.
  • Bei der Steuerung der Anordnung wird dann davon ausgegangen, daß das Steuersignal, welches eine Wechselspannung oder auch eine Gleichspannung mit sich ändernder Polarität oder auch eine Impulsspannung sein kann, so an die Eingänge angelegt wird, daß einmal- die eine Eingangsklemme auf Nullpotential und die andere auf positiver oder negativer Steuerspannung liegt und beim Umschalten auf den nächsten Zählschritt die beiden Polaritäten vertauscht werden. Beim Rückwärtszählen, was erst weiter unten näher beschrieben werden soll, tritt dabei dieselbe Umpolung oder Polvertauschung wie beim Vorwärtszählen ein. Die Kurvenform der Steuerspannung soll nach Möglichkeit einen rechteckigen Verlauf aufweisen. Es ist lediglich darauf zu achten, daß keine allzu großen amplitudenmäßigen Schwankungen der Steuersignale vorhanden sind, also eine Mindestamplitude garantiert ist, die je nach Eingangsimpedanz allerdings unter Umständen. sehr klein bemessen sein kann. Somit ist es auch ohne weiteres möglich, mit Hilfe einer einfachen Schalteinrichtung, also z. B. in primitiver Weise mit einem Endschalter, die Steuerspannungen hervorzurufen., indem abwechselnd die Eingangsklemmen. Ei und Ei' auf Nullpotential gelegt werden.
  • Sobald nun die Entladungsstrecke 2 sperrt und damit der Spannungsabfall am Anodenwiderstand 8 absinkt, wird die Anode 15 zunehmend positiv, und es fließt über die Widerstände 21 sowie 47, 48 und 49 ein Steuerstrom. Demzufolge bleiben die Strecken 3, 4, 5 und 6 nach wie vor in stromführendem Zustand. Es besteht aber nun auch über den Widerstand 26 eine Verbindung zur Steuerelektrode der Entladungsstrecke 1. Demzufolge wird nun auch die Entladungsstrecke 1 stromführend. Beim nächsten Wechsel des Signals an Ei und Ei wird die Strecke 3 gesperrt und die Strecke 2 wieder stromführend. Bei jedem Wechsel des Eingangssignals erfolgt also ein Weiterschalten, und die Ausgänge an den Anodenanschlüssen 14 bis 19 erhalten nacheinander Signalspannung. Hinter der Entladungsstrecke 6 folgt wieder entsprechend der Ringkopplung die Strecke 1, so daß nach erfolgtem Sperren der Entladungsstrecke 6 wieder die Strecke 1 in die sperrende Arbeitsweise gelangt.
  • Man wird die dargestellte Schaltungsanordnung zweckmäßig als Dekade aufbauen. Gegebenenfalls kann man aber auch zwanzig oder mehr Zählschritte vorsehen. Bei mehr als zehn Schritten kann aber unter Umständen der Aufwand an Kopplungswiderständen als unerwünscht hoch angesehen werden. Es ist jedoch möglich, gemäß weiterer Erfindung wesentliche Einsparungen an Kopplungsgliedern vorzunehmen. Dies soll an Hand der Fig. 2 näher erläutert werden.
  • In Fig. 2 ist ein Widerstandsfeld für eine Dekade veranschaulicht, wobei der Einfachheit halber nur der Fall angenommen wurde, daß es sich um eine Zählkette mit Zählung in einer Richtung handelt. Demgemäß muß man sich in Fig. 1 die Verbindungen von den jeweiligen Anoden zur Steuerelektrode der vorangehenden Strecke weggelassen denken, d. h. also die Widerstände 26 bis 31 entfernen. Dafür wären dann im Widerstandsfeld jeweils im Anschluß an die Widerstände 46, 50, 54, 58 und 61 entsprechende Anoden-Steuerelektroden-Verbindungen zu schaffen.
  • Bei dem in Fig. 2 dargestellten Netz sind die Anschlüsse an die einzelnen Anoden 81 bis 90 von neun Entladungsstrecken einerseits und die Anschlüsse 91 bis 100 andererseits, welche zu den Steuerelektroden der zehn Systeme führen, versinnbildlicht. Wie die Darstellungserkennen läßt, besteht von den Anoden 81 bis 84 jeweils eine Widerstandsverbindung zu den Steuerelektrodenanschlüssen der Entladungssysteme 96 bis 100. Durch die gestrichelte Linie 101 ist dies veranschaulicht. Ebenso besteht von den Anoden 96 bis 99 eine Widerstandsverbindung zu den Steuerelektroden der Entladungsstrecken 91 bis 95 in dem durch die gestrichelte Linie 102 umgrenzten Raum. Diese beiden Netze von je zwanzig Widerständen können durch Schaltungen von je vier Dioden und je fünf Widerständen ersetzt werden.
  • Hierfür ist in Fig.3 ein Ausführungsbeispiel gezeigt. An den Steuerelektrodenanschlüssen der Röhrensysteme 96 bis 100 sind Widerstände 103 bis 107 veranschaulicht, die wiederum mit Dioden 108 bis 111 mit den Anoden 81 bis 84 verbunden sind. Die Möglichkeit einer solchen Zusammenfassung ist um so mehr angebracht, eine j e höhere Anzahl von Zählschritten die Schaltung aufweist. Bei zwanzig Schritten können z. B. zwei Netze von je neunzig Widerständen durch je zehn Dioden undje neun Widerstände ersetzt werden. Hierbei kann gegebenenfalls auch ein Zwischenverstärkungssystem zur Signalverstärkung eingesetzt werden.
  • Bei dem in Fig. 1 dargestellten Ausführungsbeispiel ist die Möglichkeit des Rückwärtszählens berücksichtigt worden. Zum Rückwärtszählen dienen hierbei die gestrichelt gezeichneten Verbindungen, die zu den Eingängen E2 und E2' führen. Auf diese Weise kommen die gleichen Bedingungen für ein Rückwärtszählen zustande, wobei dann der Vorgang in entsprechender Weise von einer beliebigen Entladungsstrecke aus auf die vorangehenden weitergreift.
  • Vielfach kann es erwünscht sein, daß die Schaltung bei Anlage der Betriebsspannung eine bestimmte Ruhelage einnimmt, d. h., es kommt darauf an, da nicht von Fall zu Fall eine beliebige andere Entladungsstrecke die Ausgangsstellung bestimmt. Es kann z: B. erwünscht sein, die Strecke 1 bevorzugt gesperrt zu halten, so daß bei Inbetriebsetzen der Einrichtung oder nach kurzzeitigen willkürlichen oder unbeabsichtigten Betriebsunterbrechungen stets die gleiche Anfangsstellung sichergestellt ist. Sofern die Betriebsspannung durch die in einem Netzgerät befindlichen Glättungseinrichtungen beim Einschalten einen langsamen Stromanstieg aufweist, kann durch Zwischenschalten eines Schwellwertgleichrichters in den Steuerkreis der Entladungsbahn 1 die gewünschte Bedingung leicht erfüllt werden.
  • Die Zählschaltung gemäß der Erfindung läßt sich auch in Mehrkontaktsteuersysteuren verwenden. Die Dioden 62 bis 73 werden dann nicht zu den Eingängen Ei, EI bzw. E2, E2 zusammengefaßt, sondern so mit je einem Endschalter verbunden, daß bei Betätigung desselben die vor der Steuerelektrode liegende Diode niederohmig an Nullpotential liegt. Die Dioden 62 bis 73 können in diesem Falle auch unbedenklich weggelassen werden. Ein Weiterschalten der Zählstufe kann dann nur durch den Endschalter erfolgen, der zum Eingang des Entladungssystem führt, welches der augenblicklich gesperrten Entladungsstrecke folgt. Eine Betätigung aller anderen Endschalter würde unwirksam sein, d. h., es ist damit gleichzeitig eine gegenseitige Verriegelung der Endschalter gewährleistet.
  • In Fig. 4 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel dargestellt, bei dem für das Arbeiten der Zähleinrichtung in Vorwärts- und in Rückwärtsrichtung eine aus Dioden und Widerständen gebildete Gatterkopplung in Verbindung mit je einer Kippanordnung für das Arbeiten in Vorwärts- und Rückwärtsrichtung vorgesehen ist. Dabei ist den das vorgegebene Intervall bildenden Stufen eine bistabile Kippstufe vorgegeschaltet. Die dargestellte Schaltung mit zehn Entladungsstrecken in der Dekade weist zehn stabile Zustände auf.
  • Die Entladungsstrecken der Dekade sind mit 121 bis 130 bezeichnet. Durch eine geeignete Gatterkopplung aus Dioden und Widerständen und eine vorzugsweise aus zwei Entladungsröhren. gegebenenfalls aber auch aus zwei Transistoren oder anderen Einrichtungen aufgebaute bistahile Vorrichtung wird erreicht, daß die auf den Eingang gegebenen Impulse für Vorwärtszahlen die einzelnen Entladungsstrecken der Reihe nach sperren. Je nach erreichtem Zählschritt kann daher an der entsprechenden Ausgangselektrode einer der Entladungsstrecken das entsprechende Zählsignal abgenommen werden.
  • Die Steuersignalspannungen für Vorwärts- und Rückwärtszählen werden an verschiedene Eingangsklemmen der Anordnung angelegt. Zum Vorwärtszählen sind die Anschlüsse Evl und Eve vorgesehen, zum Rückwärtszählen dementsprechend ER, und ER2, wobei Eve und ER2 nur dann erforderlich sind, wenn mehrere Dekaden zu einem Dezimalzählsystem zusammengeschaltet werden. Es wird davon ausgegangen, daß die Signalspannung, welche eine Wechselspannung oder auch eine Gleichspannung mit sich ändernder Polarität oder auch eine Impulsspannung sein kann, so an den Eingang Eve bzw. ER2 angelegt wird, daß normalerweise diese Eingangsklemmen auf Nullpotential und dann - bei Steuersignal - auf positivem Potential liegen.
  • Für den Vorgang des Vorwärtszählens ist der Dekade eine aus den beiden Entladungsstrecken 131 und 132 aufgebaute bistabile Vorstufe vorgeschaltet. Für die Arbeitsweise des - Rückwärtszählens ist eine entsprechende, aus den Entladungsstrecken 133 und 134 bestehende Kippstufe vorgesehen. Die weiterhin im Eingang liegenden Systeme 135 und 136 dienen lediglich zur Signalverstärkung und sind daher für die Zähleinrichtung nicht unmittelbar erforderlich.
  • Die Wirkungsweise der Zähldekade vollzieht sich im einzelnen folgendermaßen: In der Ausgangsstellung sei angenommen, daß die Entladungsstrecke 121 gesperrt- sein möge. Außerdem wird angenommen, daß weder ein Signal für Vorwärtszahlen noch -für Rückwärtszählen vorhanden ist. Es befinden sich dementsprechend die Entladungsstrecken 135 und 136 in gesperrtem Zustand. Die Steuerelektrode der Entladungsstrecke 131 erhält positive Steuersignale über die Diode 137 und den Widerstand 138, der mit der Anode A1 der Entladungsstrecke 121 verbunden ist. Ebenso wird an der Steuerelektrode der Entladungsstrecke 133 über die Diode 139 und den Widerstand 140 eine Steuerspannung wirksam durch die: Verbindung mit der Anode A.. Dementsprechend ist die Strecke 131 ausgesteuert und die Strecke 132 gesperrt. Ebenso ist in der Kippstufe am Eingang für das Rückwärtszählen die Strecke 133 ausgesteuert und die Strecke 134 gesperrt.
  • Die Entladungsstrecken 123 bis 129 erhalten von der Anode A1 der Strecke 121 her über das Widerstandsnetz Steuerspannung. Es ist nämlich die Anode einer jeden Entladungsbahn mit der Steuerelektrode jeder anderen Entladungsstrecke außer den beiden benachbarten verbunden. Die benachbarte Entladungsstrecke 122 erhält über die Diode 141 und den Widerstand 142 von der Anode der Röhre 135 her Steuerspannung. Die andere benachbarte Entladungsstrecke, nämlich die Entladungsbahn 130, erhält Steuerspannung über die Diode 143 und den Widerstand 144 von der Anode der Entladungsstrecke 136 her. Dadurch sind die beiden benachbarten Entladungsstrecken, nämlich 122 und 130, ebenso wie die anderen Entladungsstrecken 123 bis 129 stromführend.
  • Es kann nun, je nachdem, ob ein Zählimpuls für Vorwärts- oder Rückwärtszählen kommt, entweder die Entladungsstrecke 135 oder 136 ausgesteuert werden. Wird beispielsweise die Strecke 135 ausgesteuert, so werden wegen des Spannungsteilers, der durch die Widerstände 145 und 146 von der Anode der Strecke 135 gegen den negativen Pol der Gitterspannungsquelle 147 gebildet wird, zunächst die Dioden 148 und 149 durchlässig. Durch die Dioden 137 und 150 kann daher kein Strom mehr fließen.. Bei vollständiger Aussteuereng der Strecke 135 ist die negative Gittervorspannung dieses Entladungssystems bis nahezu auf Null verringert. Damit wird aber am Anodenwiderstand 151 ein hoher Spannungsabfall hervorgerufen, so daß über den Widerstand 142 und die Diode 141 am Steuergitter der Entladungstrecke 122 keine Steuerspannung mehr wirksam ist. Die Folge davon ist, daß die negative Gittervorspannung aus der Stromquelle 147 überwiegt und die Entladungsstrecke 122 nunmehr in den Zustand der Sperung gelangt. Der über den Widerstand 152 wirksame Strom kann nicht mehr über dieDiode 153 abfließen, sondern fließt über die Diode 154 zur Steuerelektrode der Entladungsstrecke 121 und steuert diese aus. Dabei wird vorausgesetzt, daß die Schwellwerte der an den Steuerelektroden der Entladungsstrecken liegenden Dioden höher sind als die Schwellwerte der Dioden, die an den Anoden A1 bis A10 liegen. Die übrigen Entladungsstrecken 123 bis 130 bleiben wie bisher unverändert ausgesteuert.
  • Sobald das Zählsignal verschwindet, -sperrt die Strecke 135. Am Anodenwiderstand 151 kommt dann kein Spannungsabfall mehr zustande, so daß die Anode der Entladungsbahn 135 praktisch das positive Potential der Anodenspannungsquelle 155 annimmt. Auch an den Dioden 148 und 149 liegt nun wieder Sperrspannung. Da jetzt nicht mehr die Entladungsstrecke 121, sondern die Strecke 122 sperrt, also deren Anode A2 sich auf hohem positivem Potential befindet, wird über die Diode 150 und den Widerstand 156 an der Steuerelektrode der Entladungsstrecke 132 und über die Diode 157 und den Widerstand 158 an der Steuerelektrode der Entladungsstrecke134 Steuerspannung wirksam. Die Strecken 132 und 134 werden dadurch ausgesteuert und damit die Entladungsstrecken 131 und 133 der beiden Kippschaltungen gesperrt. Beim nächsten Zählsignal, das an die Steuerelektrode der Entladungsstrecke 135 gelangt, sperrt dieEntladungsstrecke 123, und der Vorgang spielt sich in entsprechender Weise ab, wie vorstehend geschildert.
  • In ähnlicher Weise vollzieht sich das Arbeitsspiel, wenn Signale zum Rückwärtszählen gegeben werden. Wenn an den Eingang ER 1 ein Signal zum Rückwärtszählen gelegt wird, steuert die Röhre 136 aus, und es ergibt sich ein dem oben beschriebenen Schaltvorgang ähnliches Arbeiten. War beispielweise zuletzt die Entladungsstrecke 123 gesperrt, so gelangt nun - die Strecke 122 in den Zustand der Sperrung.
  • Da die Schaltung keine Koppelkondensatoren enthält, also an Stelle einer sonst üblichen kapazitiven Kopplung eine galvanische Verbindung der einzelnen Stufen vorgesehen ist, ist die Schaltgeschwindigkeit frequenzunabhängig. Nach oben hin ist die Zählfrequenz im wesentlichen nur durch die Schaltzeit der Entladungsstrecken bzw. Dioden begrenzt, Die galvanische Kopplung hat den Vorteil, daß die Schaltung dadurch gegen Störimpulse unempfindlich wird.
  • Ein System gemäß der in Fig. 4 dargestellten Ausführungsform, welches eine Dekade umfaßt, kann damit in gleicher oder ähnlicher Weise aufgebauten Systemen verbunden werden, um auf diese Weise mehrere Dezimalen von einzelnen Dekaden zu bilden. Auf diese Weise kann man ein größeres dezimales Zählsystem aufbauen. Das Signal fürVorwärtszählung kann dabei gleichzeitig an die Eingänge Ey2 sämtlicher Dekaden gegeben werden. Der Anschluß EV 1 ist dann jeweils mit dem Ausgang »Null« der vorhergehenden Dekade über einen Kondensator mit kleiner Kapazität verbunden. Für das Rückwärtszählen gilt in analoger Weise ein entsprechendes Anschließen der Eingänge.

Claims (10)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Einrichtung zur Zählung oder Steuerung von zeitlich aufeinanderfolgenden Vorgängen, denen Änderungen von elektrischen Spannungen oder Strömen entsprechen und die als Steuersignale der Zähleinrichtung zugeführt sind, mit nur einer Entladungsstrecke je Stufe, dadurch gekennzeichnet, daß die Entladungsstrecken Hochvakuumröhren (1 ... 6) sind und daß die Anode (14 ... 19) j eder Röhre mit den Steuergittern der benachbarten Röhren über je einen Widerstand (20 ... 25 bzw. 26... 31) und ein Ventil sowie mit den Steuergittern aller übrigen Röhren über je einen Widerstand (44 ... 61) galvanisch gekoppelt ist.
  2. 2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeicbnet, daß von zwei Steuersignalleitungen (E1, Ei') die eine (EI) jeweils zu den Steuerelektroden der geradzahligen Entladungsstufen (2, 4, 6) und die zweite (Ei) zu den Steuerelektroden der ungeradzahligen Stufen (1, 3, 5) führt.
  3. 3. Einrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Weiterschalten der Zählschritte dadurch erfolgt, daß die Steuersignalleitungen (Ei, Ei) abwechselnd mit dem Kathodenpotential der Steuerstrecken verbunden werden.
  4. 4. Einrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß bei Wegfallen der Steuersignalleitungen dieEntladungsstrecken durch jeder Steuerelektrode zugeordnete Kontakte der Reihe nach und nur in Zählrichtung sperrbar sind, wobei stets die vorhergehenden Entladungsstrecken öffnen und dieser Zustand stabil ist und so lange erhalten, bleibt, bis durch Betätigen der nächsten Kontaktgabe der folgende Zählschritt erreicht wird, und wobei gegebenenfalls die Sperrung und Öffnung der Entladungsstrecken durch kontaktloses elektronisches Schalten, z. B. eines Halbleiters, insbesondere in einer Flip-Flop-Schaltung erfolgen kann.
  5. 5. Einrichtung nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß durch Einfügen einer Diode jeweils in der Widerstandsverbindung von der Ausgangselektrode, insbesondere Anode, einer jeglichen Entladungsstrecke zur Steuerelektrode der vorangehenden und durch eine Diodenverbindung (68 bis 73) zu zwei zusätzlichen Steaersignalleitungen (E2, E2) außer einer Betriebsweise der Vorwärtszählung auch eine solche der Rückwärtszählung zu bilden ist.
  6. 6. Einrichtung nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß für das Arbeiten der Zähleinrichtung in Vorwärts- und in Rückwärtsrichtung eine aus Dioden und Widerständen gebildete Gatterkopplung in Verbindung mit je einer Kippanordnung für das Arbeiten in Vorwärts- und Rückwärtsrichtung vorgesehen ist.
  7. 7. Einrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß den das vorgegebene Intervall bildenden Stufen eine bistabile Kippstufe vorgeschaltet ist. B.
  8. Einrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die bistabile Kippstufe durch Entladungsstrecken gebildet ist.
  9. 9. Einrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die bistabile Kippstufe steuerbare Halbleiter, insbesondere Transistoren, enthält.
  10. 10. Einrichtung nach Anspruch 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß ein Teil der Entladungsstrecken durch steuerbare Halbleiter, insbesondere Transistoren, gebildet ist. In Betracht gezogene Druckschriften: Electronics, Januar 1950, S. 84 bis 87.
DES56235A 1957-12-13 1957-12-13 Einrichtung zur Zaehlung oder Steuerung von Vorgaengen Pending DE1101029B (de)

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