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DE110109C - - Google Patents

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Publication number
DE110109C
DE110109C DENDAT110109D DE110109DA DE110109C DE 110109 C DE110109 C DE 110109C DE NDAT110109 D DENDAT110109 D DE NDAT110109D DE 110109D A DE110109D A DE 110109DA DE 110109 C DE110109 C DE 110109C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
strings
soundboard
detent
string
sound post
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT110109D
Other languages
English (en)
Publication of DE110109C publication Critical patent/DE110109C/de
Active legal-status Critical Current

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Classifications

    • GPHYSICS
    • G10MUSICAL INSTRUMENTS; ACOUSTICS
    • G10CPIANOS, HARPSICHORDS, SPINETS OR SIMILAR STRINGED MUSICAL INSTRUMENTS WITH ONE OR MORE KEYBOARDS
    • G10C3/00Details or accessories
    • G10C3/06Resonating means, e.g. soundboards or resonant strings; Fastenings thereof

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Acoustics & Sound (AREA)
  • Multimedia (AREA)
  • Stringed Musical Instruments (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 51: Musik-Instrumente.
ANTON MEDLIK in DRESDEN. Klavier mit Doppelresonanzboden.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 24. August 1898 ab.
Gegenstand vorliegender Erfindung ist ein Klavier mit Doppelresonanzboden, bei welchem die Befestigung der Saiten auf dem Resonanzboden in der Weise erfolgt, dafs er von dem Saitendruck entlastet ist,' freier schwingen, den Ton veredeln und verstärken kann. Ferner kann der Resonanzboden zur Vornahme von Reparaturen und dergl. nach hinten herausgenommen werden, ohne dafs dazu die Saiten an ihren Befestigungsstellen am Stimmstock und der sogenannten Rast gelockert oder nachgelassen werden müssen, vielmehr dort befestigt bleiben können, so dafs sie auch beim Wiedereinsetzen des Resonanzbodens von hinten in den Rahmen nicht wieder angezogen werden müssen. Aufserdem ist der Saitensteg am Stimmstocke von der Rast so isolirt, dafs die letztere nicht mitklingen kann.
In der Zeichnung sind die zum Verständnifs nothwendigen Theile dieses Klaviers veranschaulicht. Es zeigen Fig. 3 bis 5 den Doppelresonanzboden mit der Rast in der Vorderansicht und Ansicht von hinten, sowie im Schnitt nach Linie \-\ der Fig. 3, während Fig. 2 denselben allein mit den Saitenlagerstegen im Schnitt nach Linie y-y der Fig. 3 darstellt. Fig. 1 veranschaulicht einen Theil des Schnittes Fig. 5 vergröfsert, und Fig. 6 ist ein Querschnitt des Saitendrucksteges auf dem Resonanzboden.
Auf der mit einem oder mehreren Schalllöchern zu versehenden Platte a des Resonanzbodens sind geschweifte Holzleisten e und f befestigt, die die mit Chorabstufungen versehenen doppelten Saitenlagerstäbe g tragen.
Diese Saitenlagerstäbe und die daran ausgebildeten Chorabstufungen (nur zum Theil gezeigt) sind aus Messing hergestellt und besonders scharf an den Auflagestellen gehalten, so dafs die Saiten in die Kanten sich etwas einbetten können, um nachher gegen Verschiebung gesichert zu sein, und die wirksame klingende Saitenlänge zwischen dem Saitenlager auf dem Resonanzboden und dem am Stimmstocke h scharf begrenzt und ein sehr reiner, voller und runder Ton ermöglicht wird.
Auf den auf dem Resonanzboden angeordneten doppelten Saitenlagerstäben erfolgt die Befestigung der Saiten mit Druckstäben i, welche mittelst Schrauben j von und zu den Stäben^ zu verstellen sind, und mit welchen die Saiten k (von denen der Einfachheit halber nur einige angedeutet) auf die zwei Lagerstellen der Stäbe g aufzuspannen sind (Fig. 1 und 6).
Die Leisten ef und Saitenlagerstäbe g sind dabei so hoch gewählt und auf dem Resonanzboden so angeordnet, dafs die Lagerstellen für die Saiten auf den Stegen g und diejenigen an der Rast und dem Stimmstock in einer Ebene liegen (Fig. 5 und 6).
Diese Art und Weise der Anordnung der Saiten auf dem doppelten Resonanzboden, welcher von hinten in den Rahmen eingesetzt wird, soll sich dadurch auszeichnen, dafs derselbe von dem immerhin starken Saitendruck vollständig entlastet und infolge dessen freier schwingen und einen reineren edleren Ton erzeugen kann.
Ferner soll diese Saitenbefestigung auch den wesentlichen Vortheil besitzen, dafs der Re-
sonanzboden erst von hinten eingesetzt werden kann, nachdem schon die Saiten an dem Rahmen und am Stimmstock angeordnet und selbst schon angespannt sind. Wenn ferner der Resonanzboden zur Vornahme von Reparaturen oder dergl. herausgenommen werden soll, so kann dies geschehen, ohne dafs dazu die Saiten an den übrigen Befestigungsstellen an der sogenannten Rast oder dem Rahmen / und Stimmstock h gelöst oder nachgelassen werden müssen, indem dazu nur die Druckstäbe i durch Herausdrehen der Schrauben j abzunehmen sind, um dadurch die ganzen Saiten, die infolge dessen nur etwas schlaffer werden, freizugeben, worauf dann der Resonanzboden nach erfolgter Lösung seiner Befestigungsstellen an der Rast / nach hinten aus dieser herausgenommen werden kann.
Wird dann der Resonanzboden wieder eingesetzt, so sind nur die Druckstäbe i wieder aufzulegen und aufzuspannen, und die vorher bestandene Saitenstimmung mufs wieder hergestellt werden.
Die Rast besitzt zwei grofse Oeffnungen m, durch welche die Saitenlager- und Druckstäbe nach vorn hindurchtreten können (Fig. 3), und die mit weiteren runden Oeffnungen ml daneben dazu dienen, eine freie Tonentfaltung zu gestatten.
Aufser den verstellbaren Druckstäben i ist noch ein solcher η an dem Stimmstocke /; mit Schrauben 0 angeordnet, welcher den Zweck hat, hier die Saiten zwischen dem Polster ρ und dem Stimmstockstege q niederzuhalten und auf diese aufzuziehen und dadurch ebenfalls die Schränkung ersetzend, infolge der scharfen festen Auflage der Saiten denselben einen reinen Klang sichert bezw. zu diesem Zwecke mit beiträgt.
Für die Bafssaiten k1 ist ein derartiger Druckstab η am Stimmstocke nicht angewendet, weil diese ihren Lagersteg ^1 nicht rechtwinklig kreuzen und somit so wie so des Schränkens durch Stifte s am Stimmstocke noch bedürfen bezw. empfehlenswerth machen.
Der Stimmstocksteg q, welcher die klingende Saitenlänge zwischen sich und den Lagerstegen g begrenzt, ist hier aus Messing hergestellt und, statt wie bisher mit der Rast aus einem Stücke bestehend, mit einer in die eiserne Rast / eingelassenen Holzunterlage r versehen, in die er auswechselbar eingelassen ist, und die als Isolation zwischen Steg q und Rast / dient, um ein Mitklingen derselben zu verhindern und somit ebenfalls zur Erzielung eines reinen Tones beizutragen.
Ebenso wie die Saitenlagerstege g ist auch dieser auswechselbare Stimmstocksteg q besonders scharf gehalten, um eine geringe Einbettung der Saiten zu gestatten und die wirksame Saitenlänge zur Erzielung eines reinen Tones scharf abzugrenzen.
Die Befestigung des aus den gewölbt aufgespannten Platten α b der Zarge c und Verstärkungsrippen d gebildeten Doppelresonanzbodens erfolgt an der Rast / nur an mehreren Stellen mittelst Schraubenbolzen t, welche durch die Platten α b und die dort verstärkte Zarge c hindurchgehen und in die. Rast / eingreifen.
Damit dabei die gewölbte Platte des Resonanzbodens sowohl an warzenförmigen Erhöhungen u der Rast als auch die Schraubenköpfe oder Muttern an der gewölbten Platte b glatt aufliegen, sind an diese Keile ν angesetzt (Fig. 1), die die Schräge der Platten ab an den Befestigungsstellen ensprechend ausgleichen.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Ein Klavier mit Doppelresonanzboden, dadurch gekennzeichnet, dafs die Saiten auf dem Resonanzbodensteg (e) mittelst Drückstäbe (i) auf doppelten Lagerstäben ^.gehalten werden, deren Lagerkanten in einer Ebene mit den Saitenbefestigungsstellen' an der Rast und dem Stimmstocke liegen, so dafs dadurch der Resonanzboden vom Saitendruck entlastet ist, und dafs er nach hinten herausgenommen werden kann, ohne die Saiten nachlassen zu müssen.
2. Eine Ausführungsform des unter 1. gekennzeichneten Klavieres, bei welcher der Stimmstocksteg (q) als eine in eine Hölzunterlage (r) eingelassene Rippe aus Messing oder einem Metall ähnlichen Härtegrades auswechselbar angeordnet ist, welche:das Mitklingen der Rast (I) möglichst verhindern
soil. :
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT110109D Active DE110109C (de)

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