DE110109C - - Google Patents
Info
- Publication number
- DE110109C DE110109C DENDAT110109D DE110109DA DE110109C DE 110109 C DE110109 C DE 110109C DE NDAT110109 D DENDAT110109 D DE NDAT110109D DE 110109D A DE110109D A DE 110109DA DE 110109 C DE110109 C DE 110109C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- strings
- soundboard
- detent
- string
- sound post
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Active
Links
- 229910001369 Brass Inorganic materials 0.000 claims description 3
- 239000010951 brass Substances 0.000 claims description 3
- 239000002184 metal Substances 0.000 claims 1
- 239000002689 soil Substances 0.000 claims 1
- XEEYBQQBJWHFJM-UHFFFAOYSA-N Iron Chemical compound [Fe] XEEYBQQBJWHFJM-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 2
- 230000008439 repair process Effects 0.000 description 2
- 208000000260 Warts Diseases 0.000 description 1
- 230000006835 compression Effects 0.000 description 1
- 238000007906 compression Methods 0.000 description 1
- 238000006073 displacement reaction Methods 0.000 description 1
- 238000009413 insulation Methods 0.000 description 1
- 229910052742 iron Inorganic materials 0.000 description 1
- 230000003014 reinforcing effect Effects 0.000 description 1
- 230000000284 resting effect Effects 0.000 description 1
- 201000010153 skin papilloma Diseases 0.000 description 1
Classifications
-
- G—PHYSICS
- G10—MUSICAL INSTRUMENTS; ACOUSTICS
- G10C—PIANOS, HARPSICHORDS, SPINETS OR SIMILAR STRINGED MUSICAL INSTRUMENTS WITH ONE OR MORE KEYBOARDS
- G10C3/00—Details or accessories
- G10C3/06—Resonating means, e.g. soundboards or resonant strings; Fastenings thereof
Landscapes
- Physics & Mathematics (AREA)
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Acoustics & Sound (AREA)
- Multimedia (AREA)
- Stringed Musical Instruments (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 51: Musik-Instrumente.
ANTON MEDLIK in DRESDEN. Klavier mit Doppelresonanzboden.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 24. August 1898 ab.
Gegenstand vorliegender Erfindung ist ein Klavier mit Doppelresonanzboden, bei welchem
die Befestigung der Saiten auf dem Resonanzboden in der Weise erfolgt, dafs er von dem
Saitendruck entlastet ist,' freier schwingen, den Ton veredeln und verstärken kann. Ferner
kann der Resonanzboden zur Vornahme von Reparaturen und dergl. nach hinten herausgenommen
werden, ohne dafs dazu die Saiten an ihren Befestigungsstellen am Stimmstock und der sogenannten Rast gelockert oder
nachgelassen werden müssen, vielmehr dort befestigt bleiben können, so dafs sie auch beim
Wiedereinsetzen des Resonanzbodens von hinten in den Rahmen nicht wieder angezogen werden
müssen. Aufserdem ist der Saitensteg am Stimmstocke von der Rast so isolirt, dafs die
letztere nicht mitklingen kann.
In der Zeichnung sind die zum Verständnifs nothwendigen Theile dieses Klaviers veranschaulicht.
Es zeigen Fig. 3 bis 5 den Doppelresonanzboden mit der Rast in der
Vorderansicht und Ansicht von hinten, sowie im Schnitt nach Linie \-\ der Fig. 3, während
Fig. 2 denselben allein mit den Saitenlagerstegen im Schnitt nach Linie y-y der Fig. 3
darstellt. Fig. 1 veranschaulicht einen Theil des Schnittes Fig. 5 vergröfsert, und Fig. 6 ist
ein Querschnitt des Saitendrucksteges auf dem Resonanzboden.
Auf der mit einem oder mehreren Schalllöchern zu versehenden Platte a des Resonanzbodens
sind geschweifte Holzleisten e und f befestigt, die die mit Chorabstufungen versehenen
doppelten Saitenlagerstäbe g tragen.
Diese Saitenlagerstäbe und die daran ausgebildeten Chorabstufungen (nur zum Theil gezeigt)
sind aus Messing hergestellt und besonders scharf an den Auflagestellen gehalten, so
dafs die Saiten in die Kanten sich etwas einbetten können, um nachher gegen Verschiebung
gesichert zu sein, und die wirksame klingende Saitenlänge zwischen dem Saitenlager
auf dem Resonanzboden und dem am Stimmstocke h scharf begrenzt und ein sehr
reiner, voller und runder Ton ermöglicht wird.
Auf den auf dem Resonanzboden angeordneten doppelten Saitenlagerstäben erfolgt die
Befestigung der Saiten mit Druckstäben i, welche mittelst Schrauben j von und zu den
Stäben^ zu verstellen sind, und mit welchen die Saiten k (von denen der Einfachheit halber
nur einige angedeutet) auf die zwei Lagerstellen der Stäbe g aufzuspannen sind (Fig. 1 und 6).
Die Leisten ef und Saitenlagerstäbe g sind dabei so hoch gewählt und auf dem Resonanzboden
so angeordnet, dafs die Lagerstellen für die Saiten auf den Stegen g und diejenigen
an der Rast und dem Stimmstock in einer Ebene liegen (Fig. 5 und 6).
Diese Art und Weise der Anordnung der Saiten auf dem doppelten Resonanzboden,
welcher von hinten in den Rahmen eingesetzt wird, soll sich dadurch auszeichnen, dafs derselbe
von dem immerhin starken Saitendruck vollständig entlastet und infolge dessen freier
schwingen und einen reineren edleren Ton erzeugen kann.
Ferner soll diese Saitenbefestigung auch den wesentlichen Vortheil besitzen, dafs der Re-
sonanzboden erst von hinten eingesetzt werden kann, nachdem schon die Saiten an dem Rahmen
und am Stimmstock angeordnet und selbst schon angespannt sind. Wenn ferner der Resonanzboden zur Vornahme von Reparaturen
oder dergl. herausgenommen werden soll, so kann dies geschehen, ohne dafs dazu
die Saiten an den übrigen Befestigungsstellen an der sogenannten Rast oder dem Rahmen /
und Stimmstock h gelöst oder nachgelassen werden müssen, indem dazu nur die Druckstäbe
i durch Herausdrehen der Schrauben j abzunehmen sind, um dadurch die ganzen
Saiten, die infolge dessen nur etwas schlaffer werden, freizugeben, worauf dann der Resonanzboden
nach erfolgter Lösung seiner Befestigungsstellen an der Rast / nach hinten aus dieser herausgenommen werden kann.
Wird dann der Resonanzboden wieder eingesetzt, so sind nur die Druckstäbe i wieder
aufzulegen und aufzuspannen, und die vorher bestandene Saitenstimmung mufs wieder hergestellt
werden.
Die Rast besitzt zwei grofse Oeffnungen m, durch welche die Saitenlager- und Druckstäbe
nach vorn hindurchtreten können (Fig. 3), und die mit weiteren runden Oeffnungen ml daneben
dazu dienen, eine freie Tonentfaltung zu gestatten.
Aufser den verstellbaren Druckstäben i ist noch ein solcher η an dem Stimmstocke /; mit
Schrauben 0 angeordnet, welcher den Zweck hat, hier die Saiten zwischen dem Polster ρ
und dem Stimmstockstege q niederzuhalten und auf diese aufzuziehen und dadurch ebenfalls
die Schränkung ersetzend, infolge der scharfen festen Auflage der Saiten denselben einen reinen
Klang sichert bezw. zu diesem Zwecke mit beiträgt.
Für die Bafssaiten k1 ist ein derartiger
Druckstab η am Stimmstocke nicht angewendet, weil diese ihren Lagersteg ^1 nicht rechtwinklig
kreuzen und somit so wie so des Schränkens durch Stifte s am Stimmstocke noch bedürfen
bezw. empfehlenswerth machen.
Der Stimmstocksteg q, welcher die klingende Saitenlänge zwischen sich und den Lagerstegen
g begrenzt, ist hier aus Messing hergestellt und, statt wie bisher mit der Rast aus
einem Stücke bestehend, mit einer in die eiserne Rast / eingelassenen Holzunterlage r
versehen, in die er auswechselbar eingelassen ist, und die als Isolation zwischen Steg q und
Rast / dient, um ein Mitklingen derselben zu verhindern und somit ebenfalls zur Erzielung
eines reinen Tones beizutragen.
Ebenso wie die Saitenlagerstege g ist auch dieser auswechselbare Stimmstocksteg q besonders
scharf gehalten, um eine geringe Einbettung der Saiten zu gestatten und die wirksame
Saitenlänge zur Erzielung eines reinen Tones scharf abzugrenzen.
Die Befestigung des aus den gewölbt aufgespannten Platten α b der Zarge c und Verstärkungsrippen
d gebildeten Doppelresonanzbodens erfolgt an der Rast / nur an mehreren Stellen
mittelst Schraubenbolzen t, welche durch die Platten α b und die dort verstärkte Zarge c
hindurchgehen und in die. Rast / eingreifen.
Damit dabei die gewölbte Platte des Resonanzbodens sowohl an warzenförmigen Erhöhungen
u der Rast als auch die Schraubenköpfe oder Muttern an der gewölbten Platte b
glatt aufliegen, sind an diese Keile ν angesetzt (Fig. 1), die die Schräge der Platten ab an
den Befestigungsstellen ensprechend ausgleichen.
Claims (2)
1. Ein Klavier mit Doppelresonanzboden, dadurch gekennzeichnet, dafs die Saiten auf
dem Resonanzbodensteg (e) mittelst Drückstäbe (i) auf doppelten Lagerstäben ^.gehalten
werden, deren Lagerkanten in einer Ebene mit den Saitenbefestigungsstellen' an der Rast und dem Stimmstocke liegen, so
dafs dadurch der Resonanzboden vom Saitendruck entlastet ist, und dafs er nach
hinten herausgenommen werden kann, ohne die Saiten nachlassen zu müssen.
2. Eine Ausführungsform des unter 1. gekennzeichneten
Klavieres, bei welcher der Stimmstocksteg (q) als eine in eine Hölzunterlage
(r) eingelassene Rippe aus Messing oder einem Metall ähnlichen Härtegrades
auswechselbar angeordnet ist, welche:das Mitklingen der Rast (I) möglichst verhindern
soil. :
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE110109C true DE110109C (de) |
Family
ID=379940
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT110109D Active DE110109C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE110109C (de) |
-
0
- DE DENDAT110109D patent/DE110109C/de active Active
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE110109C (de) | ||
| DE3836659A1 (de) | Spielhoeheneinstellung fuer klaviatur-schlaginstrumente | |
| DE151318C (de) | Musikinstrument mit aus rohren bestehenden klangkörpern | |
| DE204025C (de) | ||
| DE51651C (de) | Anordnung von Spannungsrippen an Resonanzböden für Geigen | |
| DE85109C (de) | ||
| DE37363C (de) | Spann- und Stimmvorrichtung für Pianofortes | |
| DE47735C (de) | Stimmvorrichtung für Saiteninstrumente | |
| DE138430C (de) | ||
| DE86179C (de) | ||
| DE21367C (de) | Neuerungen an verstellbaren gespannten Resonanzböden für Pianoforte's | |
| DE182885C (de) | ||
| DE85701C (de) | ||
| DE19537261C2 (de) | Herstellungsverfahren für besaitete Tasteninstrumente | |
| DE257480C (de) | ||
| DE63236C (de) | Stimmvorrichtung für Saiteninstrumente | |
| DE377707C (de) | Saiteninstrument, Klavier o. dgl., mit Klangstab | |
| DE190005C (de) | ||
| AT115451B (de) | Schallverstärkungsvorrichtung für Saiteninstrumente, insbesondere Klaviere. | |
| DE116315C (de) | ||
| DE79183C (de) | Berippung für Resonanzböden | |
| DE100999C (de) | ||
| DE14113C (de) | Stimmschrauben zum Befestigen und Stimmen von Saiten an Pianos und anderen Saiteninstrumenten | |
| DE124378C (de) | ||
| DE7413929U (de) | Modulationsmechanik fuer harfen |