DE1100719B - Vorrichtung zum Ankoppeln einer Hohlraumresonatorroehre an eine seitlich angesetzte Koaxialleitung - Google Patents
Vorrichtung zum Ankoppeln einer Hohlraumresonatorroehre an eine seitlich angesetzte KoaxialleitungInfo
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Description
DEUTSCHES
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Ankoppeln eines abstimmbaren, von einem Elektronenstrahl
in Richtung der Längsachse durchsetzten Hohlraumresonaters einer Hohlraumresonatorröhre an eine
seitlich angesetzte Koaxialleitung unter Anwendung einer Koppelschleife.
Es ist bekannt, eine Koaxialleitung mittels einer induktiven Koppelschleife an einen Hohlraumresonator
anzukoppeln. Da der induktive Widerstand der Koppelschleife mit der Frequenz zunimmt, ergeben sich
Schwierigkeiten, wenn ein möglichst gleichmäßiger Kopplungsgrad über einen verhältnismäßig weiten
Frequenzbereich erzielt werden soll. Zu diesem Zweck hat man daher bereits die Koppelschleife zu einem
Parallelschwingkreis dadurch ergänzt, daß man an der Eintrittsstelle der Koppelschleife in den Hohlraumresonator
eine dem Schleifenleiter näherbare Kapazitätsfläche vorgesehen hat, deren Abstand entsprechend
eingestellt wurde.
Die Erfindung beruht auf der Erkenntnis, daß bei einer abstimmbaren Hohlraumresonatorröhre sich ein
Frequenzgang hinsichtlich der Kopplung zwischen dem abstimmbaren Hohlraumresonator und dem ihn in
Richtung der Längsachse durchsetzenden Elektronenstrahl ergibt. Nachteilige Auswirkungen dieses Frequenzganges
werden gemäß der Erfindung durch den Frequenzgang der Kopplung zwischen Hohlraumresonator und Koppelschleife einer seitlich angesetzten
Koaxialleitung mehr oder minder kompensiert.
Es wird in diesem Sinne gemäß der Erfindung die zur Ankopplung der seitlich angesetzten Koaxialleitung
an den Hohlraumresonator dienende Koppelschleife durch Anwendung einer festen kapazitiven
Belastung, die zwischen dem Innenleiter und dem Außenleiter der Koaxialleitung in der Nähe der
Koppelschleife vorgesehen ist, zu einem Parallelresonanzkreis (Koppelkreis) ergänzt und die Resonanzfrequenz
des Koppelkreises so gewählt, daß der Abstimmbereich des Hohlraumresonatörs von einer der
beiden Flanken der Resonanzkurve des Koppelkreises überstrichen wird, und zwar von der Flanke, bei der
der Frequenzgang der Kopplung zwischen Koppelschleife und Hohlraumresonator dem Frequenzgang
der Kopplung zwischen Hohlraumresonator und Elektronenstrahl entgegengesetzt ist.
Die Merkmale der Erfindung und ihre Zweckmäßigkeiten ergeben sich insbesondere aus der Erläuterung
eines Ausführungsbeispiels an Hand der Figuren. Von den Figuren zeigt
Fig. 1 einen Längsschnitt einer erfindungsgemäßen Kopplungsvorrichtung,
Fig. 2 einen Querschnitt eines Teiles der in Fig. 1 dargestellten Anordnung (die Schnittlinie ist in Fig. 1
mit 2-2 bezeichnet),
Vorrichtung zum Ankoppeln
einer Hohlraumresonatorröhre
an eine seitlich angesetzte
Koaxialleitung
Anmelder:
Varian Associates,
Palo Alto, Calif. (V. St. A.)
Vertreter: Dr. phil. G. B. Hagen, Patentanwalt,
München-Solln, Franz-Hals-Str. 21
München-Solln, Franz-Hals-Str. 21
Beanspruchte Priorität:
V. St. v. Amerika vom 16. August 1956
V. St. v. Amerika vom 16. August 1956
Richard Burton Nelson, Los Altos, Calif.,
und Robert Spencer Symons, Menlo Park, Calif.
und Robert Spencer Symons, Menlo Park, Calif.
(V. St. Α.),
sind als Erfinder genannt worden
sind als Erfinder genannt worden
Fig. 3 ein Diagramm der sich am Innenleiterspalt des Hohlraumresonators ergebenden Spannung sowie
des Stromes der Koppelschleife, wobei die Frequenz die Abszisse bildet.
In Fig. 1 ist ein Hohlraumresonator 1 mit in der Mitte unterbrochenem Innenleiter dargestellt. Der
Hohlraumresonator 1 ist mit einer Koaxialleitung 2 unter Anwendung einer Kopplungsvorrichtung gemäß
der Erfindung verbunden.
Die Kopplungsvorrichtung überträgt Energie gleich gut in beiden Richtungen. Es soll für die Zwecke der
Erläuterung jedoch angenommen werden, daß über die Kopplungsvorrichtung Energie dem Hohlraumresonator zugeführt wird. Es tritt dann Energie von
einer üblichen Koaxialleitung 2 über die Koaxialleitungskupplung 3 ein.
Am Eingangsende der Koaxialleitung 2 befindet sich der Steckerteil 4, welcher auf seiner Außenseite
ein Gewinde trägt, das dem Gewinde einer Überwurfmutter 5 zugeordnet ist.
Eine sich ringsherum erstreckende Nut 7 ist an der
Außenwandung des anderen Steckerteiles 6 vorgesehen, und es befindet sich ein gespaltener Haltering 8 in
dieser Nut.
Ein steckerartig wirkender Innenleiter 11 bildet einen Innenleiterabschnitt geringeren Durchmessers.
109 528/517
An der Innenwandung des Außenteiles 6 der Kupplung befindet sich eine Rippe 10 zu dem Zwecke, an
den miteinander verbundenen Innenleitern 11 und 9 Jbei
der Verbindungsstelle eine Impedanzanpassung sicherzustellen. Für das dielektrische Fenster 14 ist eine
dünne Scheibe 13 an einem Flansch 12 des Innenleiters vorgesehen. Das zylindrische Fenster 14 wird an dem
einen Ende durch die Scheibe 13 getragen. Eine zweite Scheibe 15 trägt das andere Ende des Fensters 14. Ein
dünner, nachgiebiger, mit Öffnung versehener becherförmiger Körper 16 aus leitendem Material trägt die
zweite ringförmige Scheibe 15 der Fensteranordnung.
An der Außenseite des zylindrischen metallischen Anschlußteiles 17 befindet sich ein Gewindeteil, auf
welchem der hohlzylindrische Leiterteil 6 aufgeschraubt ist.
Der Anschlußteil 17 wird von einem metallischen Hohlkörper 18 (Metallblock) getragen, so daß der
becherförmige Anschlußteil 16 sich koaxial zu der zylindrischen Bohrung 19 befindet. Ein Teil des becherförmigen
Teiles 16 erstreckt sich in die Bohrung 19 hinein und ist dort am Hohlkörper 18 befestigt.
Ferner ist eine ovale Bohrung 21 in dem Metallblock 18 vorgesehen. Die ovale Bohrung 21 erstreckt sich
rechtwinklig zu der zylindrischen Bohrung 19. Der Innenleiter 9 erstreckt sich durch die zylindrische
Bohrung 19 und die ovale Bohrung 21. In der ovalen Bohrung besitzt der Innenleiter 9 eine rechtwinklige
Biegungsstelle und ragt mit seinem Schleifenteil aus der ovalen Bohrung 21 heraus. Die Bohrung 21 hat
deswegen einen ovalen Querschnitt, weil dadurch die Montage des Innenleiters 9 innerhalb des metallischen
Blockes 18, dessen Innenwand den Außenleiter bildet, erleichtert wird. Die zylindrische Bohrung 19 und die
ovale Bohrung 21 zusammen mit dem Innenleiter 9 sind so bemessen, daß Energiereflexion an der Übergangsstelle
der Bohrungen vermieden wird. Es können indessen bei gewissen Anwendungsformen auch Änderungen
des Wellenwiderstandes an der "Übergangsstelle der Bohrungen wünschenswert sein, um bestimmte
Kopplungseigenschaften zu erzielen.
Der Innenleiter mit seinem Schleifenteil und seiner rechtwinkligen Biegungsstelle wird vorgeformt und
dann im metallischen Block 18 angeordnet. Es wäre nicht möglich, den vorgeformten Innenleiter 9 einzuführen,
wenn die ovale Bohrung 21 einen zylindrischen Querschnitt von derselben Größe wie die Bohrung 19
hätte. Der Teil des Innenleiters 9, welcher aus der ovalen Bohrung in den Hohlraumresonator hineinragt,
ist zurückgebogen und an seinem Ende an dem metallischen Block 18 befestigt. Der zurückgebogene Teil
des Innenleiters 9, insoweit er außerhalb des metallischen Blockes 18 liegt, bildet eine induktive Koppelschleife
23.
Eine kapazitive Belastung in Form eines Metallklotzes 24, beispielsweise. aus Kupfer, ist an dem
Innenleiter 9 befestigt und befindet sich in nächster Nähe der Koppelschleife 23". Der Zweck dieser kapazitiven
Belastung 24 liegt darin, eine .kapazitive Reaktanz im Zusammenwirken mit der induktiven Reaktanz
der Koppelschleife 23 zu bilden, so daß eine gewünschte Kopplungscharakteristik erzielt wird.
Die Größe, die Anordnung und die Form der kapazitiven Belastung 24 können verschieden sein zu dem
Zwecke, eine gewünschte kapazitive Reaktanz zu erzielen. Die endgültigen Dimensionierungen werden
empirisch ermittelt.
Der metallische Block 18 besitzt eine ringförmige Schulter 25, um mit dem Hohlraumresonator 1 verbunden
werden zu können. Wenn der metallische Block -.18 fest mit dem Hohlraumresonator verbunden ist,
erstreckt sich die induktive Koppelschleife 23 in das Innere des Hohlraumresonators hinein und bewirkt
die Kopplung der Koaxialleitung mit dem Hohlraumresonator.
Die Kapazität der Belastung 24 und die Induktivität der Koppelschleife 23 bilden einen Parallelresonanzkreis
mit der Resonanzfrequenz fL. Der Koppelkreis 23., 24 hat einen sehr niedrigen ß-Wert in Anbetracht
ίο der Verluste, die bedingt sind durch den Hohlraumresonator und die Koaxialleitung. Indem man die
Resonanzfrequenz fL des Koppelkreises in bezug auf
die Arbeitsfrequenz fc des Hohlraumresonators geeignet
wählt, ist man imstande, in der Kopplung zwisehen der Koaxialleitung und dem Hohlraumresonator
eine gewünschte, den Verhältnissen angepaßte Charakteristik zu erzielen.
Eine solche Kopplungswahl ist in Fig. 3 gezeigt. Es ist dort der Fall dargestellt, daß mit zunehmender
ao Betriebsfrequenz eine zunehmende Leistungskopplung
gewünscht ,wird. Der Hohlraumresonator 1 ist über einen Frequenzbereich, der in Fig. 3 durch die Pfeile
angedeutet ist, abstimmbar. Dabei besteht die Forderung, daß die Kopplung zwischen Koaxialleitung
(bzw. Koppelschleife) und Hohlraumresonator mit steigender Frequenz zunimmt, weil die Charakteristiken
des Hohlraumes so sind, daß mit zunehmender Frequenz die Kopplung mit dem Elektronenstrahl
(z. B. eines Klystrons) abnimmt. Um diese Kopplungscharakteristik zu erzielen, wurde erfindungsgemäß die
Resonanzfrequenz fL des Koppelkreises etwas höher
gewählt als der in Aussicht genommene Abstimmbereich der Resonanzfrequenz fc des Hohlraumresonators.
Auf diese Art nimmt die Kopplung zwischen der Koaxialleitung und dem Hohlraumresonator bei
zunehmender Frequenz zu. In Fig. 3 gibt die mit Vc
bezeichnete Kurve, die die Resonanzfrequenz fc besitzt,
die Hochfrequenzspannung am Innenleiterspalt des Hohlraumresonators in Abhängigkeit von der
Frequenz wieder, und die Kurve IL stellt den die
Koppelschleife 23 durchfließenden Strom dar.
Claims (4)
1. Vorrichtung zum Ankoppeln eines abstimmbaren, von einem Elektronenstrahl in Richtung der
Längsachse durchsetzten Hohlraumresonators einer Hohlraumresonatorröhre an eine seitlich angesetzte
Koaxialleitung unter Anwendung einer Koppelschleife, dadurch gekennzeichnet, daß die Koppelschleife
(23) durch Anwendung einer festen kapazitiven Belastung (24), die zwischen dem Innenleiter
und dem Außenleiter der Koaxialleitung in der Nähe der Koppelschleife vorgesehen ist; zu
einem Parallelresonanzkreis (Koppelkreis) ergänzt und die Resonanzfrequenz (fL) des Koppelkreises
(23, 24) so gewählt ist, daß der Abstimmbereich des Hohlraumresonators (1) von einer der beiden
Flanken der Resonanzkurve des Koppelkreises überstrichen wird, und zwar von der Flanke, bei
der der Frequenzgang der Kopplung zwischen Koppelschleife und Hohlraumresonator dem Frequenzgang
der Kopplung zwischen Hohlraumresonator und Elektronenstrahl entgegengesetzt ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die feste kapazitive Belastung
(24) aus einem am Innenleiter der Koaxialleitung angesetzten Metallklotz besteht.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Resonanzfrequenz (fi) des
Koppelkreises oberhalb der Frequenzen des Abstimmbereiches
des Hohlraumresonators liegt.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Ende des Außenleiters der
Koaxialleitung aus einem Metallblock (18) besteht, der mit einer zylindrischen Bohrung (19), die vorzugsweise
parallel zur Achse des Hohlraumresonators verläuft, und einer sich daran anschließenden,
in den Hohlraumresonator sich öffnenden ovalen Bohrung (21), die zumindest annähernd
unter einem rechten Winkel zur genannten zylindrischen Bohrung verläuft, versehen ist, daß der
die Bohrungen durchsetzende Teil des Innenleiters der Koaxialleitung mit der Koppelschleife aus
einem Stück besteht und daß die ovale Bohrung so bemessen ist, daß die Einführung des mit der
Koppelschleife aus einem Stück bestehenden Teiles des Innenleiters der Koaxialleitung im vorgebogenen
Zustand möglich ist.
ίο In Betracht gezogene Druckschriften:
Französische Zusatzpatentschrift Nr. 52 864
satz zur Patentschrift Nr. 877 691).
satz zur Patentschrift Nr. 877 691).
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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