DE1100226B - Verfahren zum fortlaufenden Regeln des Kraeuselungsgrades beim Stauch-kraeuseln endloser Spinnfadenkabel - Google Patents
Verfahren zum fortlaufenden Regeln des Kraeuselungsgrades beim Stauch-kraeuseln endloser SpinnfadenkabelInfo
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Classifications
-
- D—TEXTILES; PAPER
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Description
DEUTSCHES
Die heute in großem Umfang angewandte Stauchkräuselung von Spinnfadenkabeln zur Erzeugung von
gekräuselter Stapelfaser liefert bekanntlich keine eindeutig durch die Bogenzahl je cm gekennzeichnete
Kräuselung für jeden einzelnen im Kabel befindlichen Einzelfaden, sondern die Bogenzahlen variieren innerhalb
eines gewissen Streuungsbereiches.
Die Verteilung der verschiedenen Kräuselzahlen über die Streuungsbreite bei gegebener Einstellung ist
allgemein im wesentlichen eine Funktion des Stauchdruckes.
Die Konstanz des Stauchdruckes ist im Betriebe infolge verschiedener Einflüsse, wie Titerschwankungen,
Änderungen des Feuchtigkeitsgehaltes des Fadenkabels usw. nicht gegeben, so daß die Kräuselzahlen
regelmäßig geprüft werden müssen. Auf Grund dieser Prüfergebnisse wird der Staüchdruck von Hand geregelt.
Die heute angewandten höhen Kabelgeschwindigkeiten verlangen daher sehr kleine Prüfungsintervalle,
um den Anfall größerer Längen mit nicht toleranzgerechten Kräuselzahlen, zu vermeiden.
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum fortlaufenden
Regeln des Kräuselungsgrades beim Stauchkräuseln endloser Spinnfadenkabel. Es ist dadurch gekennzeichnet,
daß man bei gegebenem Geschwindigkeitsverhältnis des ίη die Stauchkammer einlaufenden
Kabels zur Abzugsgeschwindigkeit der der Stauchkammer
nachfolgenden Maschine das Kabel zwischen der Stauchkammer und der nachfolgenden Maschine
einen Vorrat bilden läßt, der laufend gewogen wird, und daß man dabei die Abweichungen vom Einstellwert
dazu benutzt, um den Staüchdruck bzw. den Kräuselungsgrad des Fadenkabels in der Stauchkammer zu regeln.
Es ist zwar aus der deutschen Patentschrift 119 521 bekannt, die Schwankungen in der Anzeige einer laufendes
Textilgut wiegenden Waage zu benutzen, um die Fördermenge einer Dosiereinrichtung zu regeln.
Hier wird aber lediglich die Zufuhrgeschwindigkeit des Textilgutes zur Waage gesteuert, nicht aber eine
anderweitige Nutzanwendung für die seit Jahrzehnten in großem Umfang ausgeübte Stauchkräuselung von
Spinnfadenkabeln ins Auge gefaßt oder offenbart. Es kann aus der genannten Patentschrift nicht entnommen
werden, daß Schwankungen in der Gewichtsanzeige einer Waage zum Regeln irgendeiner beliebigen,
der Waage vorgeschalteten Maschine nutzbar gemacht werden können. Noch weniger ist daraus die
Möglichkeit zu erkennen, daß bei dem ganz speziellen Verfahren der Stauchkräuselung die durch diese erzielte
Bogenzahl im Fadenkabel konstant gehalten werden kann, weil sich über eine das laufende Fadengut
wiegende Wage der Stauchdruck in der Stauchkammer variieren läßt. Das Verfahren nach der Erfindung ist
Verfahren zum fortlaufenden Regeln
des Kräuselungsgrades beim Stauchkräuseln endloser Spinnfadenkabel
des Kräuselungsgrades beim Stauchkräuseln endloser Spinnfadenkabel
Anmelder:
INVENTA A. G. für Forschung
ίο und Patentverwertung,
ίο und Patentverwertung,
Luzern (Schweiz]
Vertreter:
Dr.-Ing. Dr. jur. H. Mediger sen., Patentanwalt,
und Dr. jur. P. Mediger jun., Rechtsanwalt,
München 9, Aggensteinstr. 13
Beanspruchte Priorität:
Schweiz vom 28. Mai 1953
Schweiz vom 28. Mai 1953
Harry Wegener, Chur (Schweiz),
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
daher sowohl neu und eigenartig wie auch in seinem technischen Effekt durchaus überraschend.
Das Verfahren geht von der Tatsache aus, daß das in die Stauch- bzw. Kräuselkammer einlaufende glatte
Kabel durch die Kräuselung verkürzt wird. Die Verkürzung entspricht dein Kräuselungsgrad, also dem
Längen verhältnis vom glatten zum gekräuselten Kabel.
Führt man das aus der Kräuselkammer kommende gekräuselte Kabel zur folgenden abziehenden Maschine,
in der Regel zur Schneidemaschine, so muß diese im durch den Kräuselungsgrad angegebenen Verhältnis
langsamer laufen als der Kräusler.
Bei konstantem Stauchdruck und konstantem Kräuselungsgrad befindet sich dann zwischen der
Kräuselkammer und der Schneidemaschine immer die gleiche Kabellänge. Ändert sich der Stauchdruck, so
ändert sich die Höhe der einzelnen Kräuselbögen, die Bogenzahl und damit der Kräuselungsgrad.
Da jedoch das Verhältnis der Geschwindigkeiten von Schneidemaschine und Kräusler gleichbleibt, zeigt
sich die Änderung des Kräuselungsgrades daran, daß sich numehr zwischen den beiden Maschinen eine andere
Kabellänge befindet als vorher. Das Geschwindigkeitsverhältnis kann beispielsweise mit Hilfe eines
Quotientenmessers eingestellt werden.
Verläuft z. B. das Kabel zwischen den beiden Maschinen bei konstantem Kräuselungsgrad mit einem
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gewissen Durchhang, so ändert sich die Größe des Durchhanges mit sich änderndem Kräuselungsgrad.
Wird dieser größer, wird der Durchhang kleiner, nimmt er ab, wird der Durchhang größer.
Man kann die Längenänderung des Kabels zwischen Schneidemaschine und Kräusler auch in anderer Weise
erkennbar machen und zur automatischen Regelung des Kräuselungsgrades und damit der Bogenzahl benutzen.
Läßt man z. B. aus dem Kräusler das gekräuselte Kabel zunächst in ein Gefäß fallen und wird davon
erst ein gewisser Vorrat gebildet, so zieht die Schneidemaschine bei konstantem Kräuselungsgrad
aus ihm genau so viel Längen ab, wie der Kräusler zuliefert. Der Vorrat im Gefäß ändert sich daher gewichtsmäßig nicht. Stellt man das Gefäß auf eine
Waage, so spielt die Waage unveränderlich auf eine bestimmte Marke ein.
Wird jetzt z. B. der Stauchdruck größer, so nimmt der Kräuselungsgrad zu, d. h., das gekräuselte Kabel
wird verhältnismäßig kurzer als vorher. Da aber die Geschwindigkeiten beider Maschinen nicht geändert
werden, läuft die Schneidemaschine jetzt relativ zu schnell, d. h. sie zieht mehr Länge ab, als zugeliefart
wird. Infolgedessen vermindert sich der Inhalt des Gefäßes, und die Waage zeigt Gewichtsabnahme an.
Im umgekehrten Falle wird mehr an Länge vom Kräusler geliefert, als von der Schneidemaschine abgezogen
werden kann, und die Waage zeigt Gewichtszunahme des Vorrates an, was einer Abnahme des
Kräuselungsgrades entspricht.
Man kann auch unter Verwendung zweier Toleranzmarken an der Waage, die die zugelassene Streubreite
des Kräuselungsgrades einschließen, die Grenzausschläge in an sich bekannter Weise benutzen, um einen
Servomotor in Bewegung zu setzen, der die Steuerung des Stauchdruckes am Kräusler vollzieht.
In der Abbildung ist diese Einrichtung und ihr Betrieb für das geschilderte Verfahren schematisch dargestellt.
Da,° glatte, ungekräuselte Fadenkabel 1 wird durch
die Einzugswalzen 2 des Kräuslers in dessen Stauchkammer 3 eingeführt. Ihre Austrittsöffnung wird z. B.
durch eine in einer Seitenwand befindliche schwenkbare Klappe 12, die unter dem Druck einer Feder 13
steht, zunächst geschlossen, so daß sich die Stauchkammer 3 füllt.
Durch weitere Füllung wird der Inhalt unter Druck gesetzt, bis dieser den Gegendruck der Feder 13 überwindet
und der Ausgang sich öffnet. Zwischen Stauchdruck und Federdruck bildet sich ein Gleichgewichtszustand
aus, von dem der Kräuselungsgrad abhängig ist. Die Klappenstellung, die für den wirksamen
Stauchdruck erforderlich ist, wird durch die Schraube
14 geregelt. Diese Regelung erfolgt durch den in passender Weise an die Schraube 14 gekoppelten Servomotor
15.
Das aus dem Kräusler kommende gekräuselte Fadenkabel 4 fällt in das Gefäß 5 und bildet dort einen Vorrat
6, aus dem es die Schneidemaschine 7 wieder abzieht. Das Gefäß 5 steht auf der Waage 8, deren Zeiger
9 auf einer Skala 10 spielt; auf dieser sind verstellbar zwei Toleranzmarken 11 angebracht.
Sobald der Zeiger 9 eine der beiden Marken deckt, wird in an sich bekannter Weise, sei es elektrisch,
pneumatisch oder in anderer Weise, der Servomotor
15 in Gang gesetzt, der die Stellschraube 14 entweder rückwärts oder vorwärts dreht.
Da die Schraube 14 nur um geringe Werte gedreht werden muß, ist der Motor 15 mit ihr über eine sehr
große Übersetzung gekuppelt. Außerdem wird durch an sich bekannte Mittel der Meßtechnik dafür gesorgt,
daß die Stellung des Zeigers 9 gegenüber den Marken 11 in bestimmten Intervallen abgetastet wird und
der Servomotor 15 nach dem Ingangsetzen nur eine kleine wählbare Zeit läuft, entsprechend einem kleinen
Verstellwinkel der Schraube 14. Diese Zeit ist kleiner als das Zeitinterwall zwischen zwei Abtastungen.
Durch den Quotientenmesser 16 läßt sich das Verhältnis der Geschwindigkeiten von Schneidemaschine und
Kräusler einstellen.
Claims (1)
- Patentanspruch:Verfahren zum fortlaufenden Regeln des Kräuselungsgrades beim Stauchkräuseln endloser Spinnfadenkabel, dadurch gekennzeichnet, daß man bei gegebenem Geschwindigkeitsverhältnis des in die Stauchkammer (3) einlaufenden Kabels zur Ab-. zugsgeschwindigkeit der der Stauchkammer nachfolgenden Maschine (7) das Kabel zwischen der Stauchkammer und der nachfolgenden Maschine einen Vorrat bilden läßt, der laufend gewogen wird, und die Abweichungen vom Einstellwert dazu benutzt, um den. Stauchdruck bzw. den Kräuselungsgrad des Fadenkabels in der Stauchkammer zu regeln.In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschriften Nr. 741 106, 487 071,
119 521;
britische Patentschrift Nr. 618 925.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen© 109 527/490 2.
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