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DE1199675B - Verfahren zur Herstellung eines lichtdurchlaessigen Koerpers aus Aluminiumoxyd - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines lichtdurchlaessigen Koerpers aus Aluminiumoxyd

Info

Publication number
DE1199675B
DE1199675B DEG28261A DEG0028261A DE1199675B DE 1199675 B DE1199675 B DE 1199675B DE G28261 A DEG28261 A DE G28261A DE G0028261 A DEG0028261 A DE G0028261A DE 1199675 B DE1199675 B DE 1199675B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
minutes
aluminum oxide
permeability
compact
temperature
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEG28261A
Other languages
English (en)
Inventor
Philippe Douglas Sherwood
Arno Gatti
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
General Electric Co
Original Assignee
General Electric Co
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by General Electric Co filed Critical General Electric Co
Publication of DE1199675B publication Critical patent/DE1199675B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C04CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
    • C04BLIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
    • C04B35/00Shaped ceramic products characterised by their composition; Ceramics compositions; Processing powders of inorganic compounds preparatory to the manufacturing of ceramic products
    • C04B35/01Shaped ceramic products characterised by their composition; Ceramics compositions; Processing powders of inorganic compounds preparatory to the manufacturing of ceramic products based on oxide ceramics
    • C04B35/10Shaped ceramic products characterised by their composition; Ceramics compositions; Processing powders of inorganic compounds preparatory to the manufacturing of ceramic products based on oxide ceramics based on aluminium oxide

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Ceramic Engineering (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Crystals, And After-Treatments Of Crystals (AREA)
  • Compositions Of Oxide Ceramics (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung eines lichtdurchlässigen Körpers aus Aluminiumoxyd Diese Erfindung bezieht sich auf vielkristalline Körper aus im wesentlichen reinem Aluminiumoxyd, die eine verbesserte Lichtdurchlässigkeit haben.
  • Saphireinkristalle haben erstrebenswerte optische und physikalische Eigenschaften. Sie zeichnen sich beispielsweise durch große Festigkeit, durch eine hohe Dichte, durch gute Lichtdurchlässigkeit und weiterhin noch dadurch aus, daß sie diese Eigenschaften in großem Maße auch bei höheren Temperaturen beibehalten. Aus Einkristallen können aber nur Körper mit verhältnismäßig beschränkter Größe und Gestalt hergestellt werden. Da die durch die bekannten Verfahren hergestellten vielkristallinen Aluminiumoxydkörper lichtundurchlässig sind, können sie nicht zu solchen Zwecken verwendet werden, bei denen Strahlendurchlässigkeit erforderlich ist.
  • Der Durchlässigkeitsgrad eines Körpers ist durch diejenige Menge Strahlungsenergie verschiedener Wellenlängen bestimmt, die in gerader Linie durch den vielkristallinen Körper hindurchtritt. Die prozentuale geradlinige Durchlässigkeit ist das Verhältnis der in einem Strahlkegel von 6° auf eine gegebene Probe auftreffenden Strahlungsenergie zu der in einem Strahlkegel derselben Größe austretenden Strahlungsenergie.
  • Ein Ziel dieser Erfindung ist die Herstellung eines vielkristallinen, im wesentlichen aus reinem Aluminiumoxyd bestehenden Körpers, der halbwegs lichtdurchlässig ist.
  • Erfindungsgemäß erhält man polykristalline Aluminiumkörper hoher Dichte und Reinheit, die eine geradlinige Lichtdurchlässigkeit von nicht weniger als 10% der Strahlungsenergie im Wellenlängenbereich von ungefähr 0,185 bis ungefähr 7,3 Mikron pro 0,5 mm Dicke haben, indem man feinverteiltes Aluminiumoxyd, das nur einen nennenswerten Prozentsatz an Verunreinigungen enthält, zusammenpreßt und den Preßling zur Entfernung der gashaltigen Poren brennt und anschließend noch einmal bei einer Temperatur von ungefähr 1850 bis 1950° C nicht weniger als 15 Minuten lang brennt.
  • In der F i g. 1 ist die Durchlässigkeit eines erfindungsgemäß hergestellten Körpers dargestellt.
  • Das Brennen zum Entfernen der gasenthaltenden Poren aus dem Preßling kann in einer Wasserstoffatmosphäre bei einer Temperatur von ungefähr 1650 bis 1750° C 15 bis 300 Minuten lang durchgeführt werden. Je länger das zweite Brennen dauert, desto größer ist die Durchlässigkeit. Nach einer Brenndauer von 1000 bis 2000 Minuten rechtfertigen die noch weiter zu erzielenden Verbesserungen im allgemeinen nicht mehr die Kosten, die durch weiteres Brennen entstehen. Man kann die Durchlässigkeit entweder dadurch erreichen, daß man nur die Temperatur des Körpers von der ersten bis zur zweiten Brenntemperatur erhöht oder auch dadurch, daß man zwischendurch den Körper abkühlen läßt.
  • Zur Erzielung einer entsprechenden Durchlässigkeit sind die Brenntemperaturen und Zeiten wichtig. Dabei ist der zweite Brennvorgang unbedingt notwendig, um überhaupt irgendeine Durchlässigkeit zu erreichen. Wird beispielsweise der Preßling bei 1600° C 3000 Minuten lang bei 1700° C 1000 Minuten lang gebrannt, so erhält man einen weißen und undurchsichtigen Körper und man kann diese Undurchsichtigkeit durch anschließendes Brennen bei höheren Temperaturen nicht mehr beseitigen. Falls man jedoch das erste Brennen bei einer Temperatur von 1650 bis 1750° C ungefähr 50 bis 300 Minuten lang durchführt, ergeben sich beim zweiten Brennen die angestrebten optischen Eigenschaften.
  • Die Verunreinigungsmenge des zur Herstellung der lichtdurchlässigen Körper verwendeten Aluminiumoxyds soll nicht mehr als 1% und vorzugsweise nicht mehr als 0,3% betragen, falls man optimale Lichtdurchlässigkeit erzielen will. Falls der Prozentsatz an Verunreinigungen zu groß ist, d. h. falls die Reinheit des Aluminiumoxyds zu gering ist, nimmt die geradlinige Durchlässigkeit ab. Färbung verur- Sachende Verunreiniguno>en, die vorhanden sein können und auf einem Min;num gehalten werden sollen, sind Eisen, Nickel, Kobalt, Mangan und Chrom.
  • Die Herstellung eines erfindungsgemäßen Körpers wird nun an einem Be:sp_el erläutert. Aluminiumpulver mit einer Teilchengröße von ante: 1 Mikrcn wurde unter einem Druck von 3100 Atmosphären zusammengepreßt. Der Druck stellt dabei keine kritische Größe dar, und es können Drücke von 800 bis 6300 Atmosphären verwendet werden. Der auf diese Weise hergestellte Preßling wurde in einer Wasserstoffatmosphäre bei einer Temperatur von 1700° C zum erstenmal 100 Minuten lang gebrannt. Der Körper war undurchsichtig und zeigte keine nennenswerte Durchlässigkeit. Anschließend an das erste Brennen wurde dann das zweite Brennen in Wasserstoff bei einer Temperatur von 1900° C 1000 Minuten lang durchgeführt.
  • Nach dem zweiten Brennen wurde der Körper auf eine Stärke von 0,49 mm geschliffen und poliert und zur Messung der geradlinigen Strahlendurchlässigkeit in ein Spektralfotometer mit einem Wellenlängenbereich von ungefähr 0,185 bis ungefähr 8 Mikron gebracht. Die prozentuale geradlinige Strahlendurchlässigkeit ist in der F i g. 1 gezeigt.
  • Da die Messungen in zwei verschiedenen Spektralfotometern durchgeführt wurden, ergaben sich Unterschiede im Durchlässigkeitsgrad, besonders bei einer Wellenlänge von 2 Mikron, wo die Probe von einem Gerät in das andere gebracht wurde. In den beiden Geräten betrug der Einfallskegel und der Austrittskegel ungefähr 6°. In der folgenden Tabelle sind einige Durchlässigkeitswerte für verschiedene Wellenlängen angegeben.
    Tabelle
    Wellenlänge Prozentuale
    (Mikron) geradlinige Durchlässigkeit
    0,185 10,0
    0,50 40,0
    1,00 42,5
    2,00 49,0
    2,00 61,0
    3,00 66,0
    4,00 71,0
    5,00 73,0
    6,00 50,0
    7,00 14,0
    8,00 0,00
    Die Körper haben also eine nennenswerte Durchlässigkeit über einen weiten Wellenlängenbereich, besonders im sichtbaren und ultraroten Gebiet, wo die Durchlässigkeit wenigstens 401°/o beträgt. So herrscht beispielsweise in einem Wellenlängenbereich von ungefähr 0,35 bis 6,7 Mikron eine Durchlässigkeit von wenigstens 40%.
  • Der genaue Sintervorgang, bei dem das vielkristalline Aluminiumoxyd zu einem lichtdurchlässigen Körper zusammengebacken wird, ist ziemlich unklar. Es scheint aber, daß zwischen Dichte und Durchlässigkeit eine Beziehung besteht. Die durch eingeschlossene Gase im Körper verursachten Poren streuen die Lichtstrahlen und bewirken ein Ansteigen der Weglänge durch den Körper. Da ein Stoff mit einer größeren Dichte auch einen verringerten Porengehalt hat, kann angenommen werden, daß die Dichte wenigstens eine mittelbare Wirkung auf den Durchlässigkeitsgrad hat.
  • Risse der Korngrenzen, die sich bei übermäßigen oder ungewöhnlich großen Kornwachstumsgeschwindigkeiten ergeben, haben auf die Durchlässigkeit im wesentlichen dieselbe Wirkung wie die Poren. Das bedeutet, daß die als Poren wirkenden Risse der Korngrenzen eine größere Weglänge d verursachen und dabei die Durchlässigkeit des Körpers verringern. Das Kornwachstum muß also genügend unterdrückt werden, um ein Reißen der Korngrenzen zu vermeiden und auch zu verhindern, daß Poren im Körper eingeschlossen werden.
  • Übermäßiges Reißen der Korngrenzen, übermäßige Kornwachstumsgeschwindigkeit und das daraus folgende Einschließen der Poren kann man durch den ersten Brennvorgang beseitigen, der ein verhältnismäßig langsames Wachstum verursacht und bei dem das eingeschlossene Gas aus dem Körper entweichen kann. Nachdem die Körper das erstemal gebrannt worden sind, ist der Hauptteil der eingeschlossenen Poren aus dem Körper verschwunden, und bei der erhöhten Temperatur des zweiten Brennvorganges können irgendwie noch vorhandene eingeschlossene Poren entweichen. Der Körper wird lichtdurchlässig, obwohl bei der erhöhten Temperatur die Kornwachstumsgeschwindigkeit etwas größer ist, da er nur eine begrenzte Zeit dieser Temperatur ausgesetzt ist.

Claims (2)

  1. Patentansprüche: 1. Verfahren zur Herstellung eines lichtdurchlässigen Körpers aus polykristallinem A1.03, bei dem ein Preßling aus im wesentlichen reinem feinen Aluminiumoxydpulver durch Einwirkung einer Temperatur von 1650 bis 1750° C für die Dauer von 50 bis 300 Minuten hergestellt wird, dadurch gekennzeichnet, daß der Preßling zur Entfernung der gashaltigen Poren in einer Wasserstoffatmosphäre gebrannt wird und anschließend in einer Wasserstoffatmosphäre bei einer Temperatur von 1850 bis 1950° C länger als 15 Minuten ein zweites Mal gebrannt wird, bis die Geradeausdurchlässigkeit im Wellenlängenbereich von 0,35 bis 6,7 Mikron gemessen an einem 0,5 mm dicken Körper über 40% beträgt.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Preßling das erstemal 100 Minuten lang bei 1700° C und anschließend 1000 Minuten lang bei 1900° C gebrannt wird. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 560 575.
DEG28261A 1958-12-29 1959-10-28 Verfahren zur Herstellung eines lichtdurchlaessigen Koerpers aus Aluminiumoxyd Pending DE1199675B (de)

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US1199675XA 1958-12-29 1958-12-29

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE2918729A1 (de) * 1978-05-12 1979-11-15 Ngk Insulators Ltd Polykristallines, lichtdurchlaessiges aluminiumoxid, verfahren zu dessen herstellung und dessen verwendung in einer hochdruckdampfentladungslampe

Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE560575A (de)

Patent Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
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* Cited by examiner, † Cited by third party
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