Verfahren zum Gießstrahlentgasen In der Patentanmeldung B 59673 VI
a/ 18 b (deutsche Auslegeschrift 1188 105) ist ein Verfahren zum Gießstrahlentgasen
im Unterdruck von für die Herstellung von Strangguß bestimmten unberuhigten oder
nahezu unberuhigten Stahlschmelzen geschützt, bei dem dieses Gießstrahlentgasen
während des Abstechens der Schmelze aus dem Schmelzofen in einen Behälter vorgenommen
wird, der außer als Entgasungsraum auch als Abstich- und Gießpfanne für dieselbe
Schmelze verwendet wird.Process for pouring stream degassing Patent application B 59673 VI a / 18 b (German Auslegeschrift 1188 105) protects a process for pouring stream degassing in the negative pressure of non-calmed or almost non-calmed steel melts intended for the production of continuous castings, in which this pouring stream degassing occurs during the tapping of the melt the melting furnace is made in a container that is used not only as a degassing room but also as a tapping and pouring ladle for the same melt.
Abgesehen von den Vorteilen, welche dieses Verfahren für das Stranggießen
unberuhigten Stahles an sich hat, besitzt es noch eine Reihe weiterer Vorteile.
Daher ist es ein Anliegen der vorliegenden Erfindung, diese Vorteile des im Hauptpatent
beanspruchten Verfahrens auch für solche unberuhigten oder nahezu unberuhigten Stähle
auszuwerten, die anders als nach dem Stranggießverfahren vergossen werden.Apart from the advantages of this process for continuous casting
unkilled steel has a number of other advantages.
It is therefore a concern of the present invention to provide these advantages of the main patent
claimed process also for such unskilled or almost unskilled steels
evaluate that are cast differently than by the continuous casting process.
Die Erfindung betrifft daher die Anwendung des Gießstrahlentgasungsverfahrens
im Unterdruck für unberuhigte oder nahezu unberuhigte Schmelzen während des Abstechens
der Schmelzen aus dem Schmelzofen in einen Behälter, der außer als Entgasungsraum
als Abstich- und Gießpfanne gemäß Patentanmeldung B 59673 VI a/18 b verwendet wird,
auf solche Schmelzen, die anders als im Stranggießverfahren vergossen werden.The invention therefore relates to the use of the pouring jet degassing process
in negative pressure for unsettled or almost unsettled melts during parting
the melting from the melting furnace into a container, which is used as a degassing space
is used as a tapping and pouring ladle according to patent application B 59673 VI a / 18 b,
on melts that are cast differently than in the continuous casting process.
Zu den auch hier auftretenden Vorteilen dieses am Ort der Erschmelzung
stattfindenden Gießstrahlentgasungsverfahrens gehören folgende: Es braucht hier
kein Transport stattzufinden, und damit werden die Gefahren vermieden, die entstehen,
wenn der unberuhigte Stahl in der Pfanne während des Transportes aufwallt. Bei den
unberuhigten Stählen ist wiederum die Entgasupg besonders wirksam. Weiterhin ergeben
sich Vorteile aus den geänderten Temperaturverhältnissen. Wenn man einen Stahl in
eine Abstichpfanne bringt und die dann zu einer Entgasungsanlage fährt, um den Stahl
aus der Abstichpfanne in die Entgasungseinrichtung umzufüllen und ihn schließlich
zur Gießgrube zu bringen, so erleidet das Metall bekanntlich sehr erhebliche Verluste
an Temperatur. Diese Verluste müssen in den Wärmehaushalt einkalkuliert werden.
Daher ist es notwendig, vor dem Abstich die Schmelze im Ofen entsprechend hoch zu
überhitzen. Diese Überhitzung bringt nicht nur einen größeren Ofenverschleiß mit
sich, sondern ist auch für den Gasgehalt des Stahles ungünstig, weil die Aufnahmefähigkeit
der Schmelze für Gas mit der Höhe der Temperatur ansteigt. Bei der Erfindung wird
daher nicht nur der Ofen geschont, sondern es brauchen auch nur geringere Mengen
schädlicher Gase abgepumpt zu werden. Es ergeben sich auch niedrigere Gasgehalte
im fertigen Stahl. Auch werden größere Mengen Schwefelmetallverunreinigungen, wie
Blei, Zink, Zinn oder Kadmium, beseitigt.In addition to the advantages that occur here, this is at the melting point
The pouring jet degassing processes taking place include the following: It takes here
no transport takes place, thus avoiding the dangers that arise,
when the unquenched steel in the ladle surges during transport. Both
In turn, degassing is particularly effective for non-killed steels. Still surrender
benefits from the changed temperature conditions. If you have a steel in
brings a tapping pan and then goes to a degassing system to remove the steel
from the tapping pan into the degassing device and finally it
To bring to the casting pit, the metal is known to suffer very considerable losses
of temperature. These losses must be factored into the heat balance.
It is therefore necessary to increase the melt in the furnace to a correspondingly high level before tapping
overheat. This overheating not only brings with it greater wear and tear on the furnace
but is also unfavorable for the gas content of the steel because of the absorption capacity
the melt for gas increases with the temperature. In the invention
therefore not only protects the oven, but only smaller quantities are required
harmful gases to be pumped out. There are also lower gas contents
in the finished steel. Also, larger amounts of metal sulfur impurities, such as
Lead, zinc, tin or cadmium eliminated.
Es ist noch zu erwähnen, daß bei einem Verfahren, bei dem aus einem
Ofen ausfließender Stahl besonders gut entschlackt werden soll, auch der Wunsch
zum Ausdruck gebracht worden ist, die Schmelze gleichzeitig zu entgasen. Darin ist
vorgesehen, für die Stahlherstellung eine Anlage zu benutzen, die aus einem mit
dem Abstich des Ofens dicht verbundenen Einlaufrohr und einer daran anschließenden
schneckenhausförmigen Entschlakkungsvorrichtung besteht, die außerdem als Deckel
für eine den aus der Entschlackung auslaufenden Stahl aufnehmende Pfanne benutzt
wird. Die Entschlackungsvorrichtung ist mit Schikanen und Schiebern ausgestattet,
welche eine Trennung von Stahl und Schlacke durch Abstreifen ermöglichen. Außerdem
soll in der Entschlackungsvorrichtung ein Unterdruck erzeugt werden, um im Stahl
gelöste Gase zu entfernen. Die Erzeugung eines für eine wirksame Stahlentgasung
erforderlichen Unterdrucks ist aber nicht möglich, weil an den für den Schlakkenabfluß
geöffneten Schiebern kein vakuumdichter Abschluß vorhanden ist. Dazu wäre eine Abdichtung
durch eine genügend hohe Säule der Schlacke notwendig, die mehr als 4 bis 5 m betragen
müßte. In der Entschlackungsvorrichtung ist daher eine Entgasung des Stahles unmöglich.
Selbst nach dem beendeten Abstich und nach Schließung aller Schieber
in
der Entschlackungsvorrichtung ist eine Stahlentgasung in der Pfanne kaum durchführbar,
weil eine für die Vakuumerzeugung erforderliche Dichtheit bei keramischen Schiebern
bei Pfannenstopfen und bei lediglich mit Ton verschmierten Dichtungsflächen nicht
gegeben ist.It should also be mentioned that in a process in which one
Steel flowing out of the furnace should be purged particularly well, also the wish
has been expressed to degas the melt at the same time. In it is
intended to use a system for steel production that consists of a
the tapping of the furnace tightly connected inlet pipe and one adjoining it
There is a snail-shell-shaped de-leaching device, which also acts as a lid
used for a pan that takes up the steel running out of the purification process
will. The purification device is equipped with baffles and slides,
which allow a separation of steel and slag by stripping. aside from that
If a negative pressure is to be generated in the deslagging device in order to achieve in the steel
remove dissolved gases. The creation of one for effective steel degassing
Required negative pressure is not possible because of the slag drainage
there is no vacuum-tight seal when the gate valves are open. This would be a seal
required by a sufficiently high column of slag, which is more than 4 to 5 m
would have to. Degassing of the steel is therefore impossible in the deslagging device.
Even after racking has been completed and all slides have been closed
in
the deslagging device, steel degassing in the ladle is hardly feasible,
because a tightness required for vacuum generation in ceramic slides
not with pan stoppers and with sealing surfaces only smeared with clay
given is.
Das Verfahren mit dieser Vorrichtung ist auch deswegen praktisch nicht
durchführbar, weil keine Möglichkeit ersichtlich ist, wie man bei an das Abstichloch
dicht angeschlossenem Einflußrohr das Abstichloch öffnen könnte.The method with this device is therefore not practical
feasible because there is no obvious way of getting to the tapping hole
tightly connected inlet pipe could open the tap hole.
In der Zeichnung ist eine Vorrichtung für die Durchführung des Verfahrens
schematisch dargestellt. Die als vakuumdichtes Gefäß ausgebildete Abstichpfanne
1 trägt einen vakuumdicht aufgelegten Deckel 2, der einen Stutzen 3 zum Anschluß
an die Vakuumleitung 4 besitzt. Außerdem ist der Anschlußstutzen mit einem Ventil
6 versehen. Der Anschlußstutzen 3 und/oder die Saugleitung 4 sind flexibel und vorzugsweise
mit dreh- bzw. kugelgelenkartigen Teilen 15 (nach F i g. 2) versehen. Auf dem Deckel
2 ist ein trichterförmiges Einfüllgefäß 5 angeordnet, dessen Stopfenstange 13 auch
fehlen kann. Unter dem Ausguß des Trichters befindet sich eine Abdichtung 9, die
beim Angießen beseitigt werden kann. Unter dem Ausguß des Einfüllgefäßes ist ein
Spritzschutz 7 angeordnet zum Schutz der Stopfenvorrichtung B. Außerdem ist noch
eine Schleuse 11 für die Zuführung von Legierungs- und Desoxydationsmitteln vorgesehen
sowie eine Fernsehkamera 12 zur Überwachung des Entgasungsvorganges. Am Einfülltrichter
13 befindet sich die Überlaufrinne 14 aus Sicherheitsgründen und insbesondere für
Schlacke. Die flexible Verbindung gemäß F i g. 2 ist in F i g. 1 nicht gezeichnet.
Sie dient dazu, die Vorrichtung den Bewegungen der Abstichrinne 16 während des Abstechens
folgen zu lassen.In the drawing is a device for performing the method
shown schematically. The tapping pan designed as a vacuum-tight vessel
1 carries a vacuum-tight cover 2, which has a connector 3 for connection
to the vacuum line 4. In addition, the connection piece has a valve
6 provided. The connection piece 3 and / or the suction line 4 are flexible and preferably
provided with swivel or ball joint-like parts 15 (according to FIG. 2). On the lid
2 a funnel-shaped filling vessel 5 is arranged, the stopper rod 13 also
may be absent. Under the spout of the funnel is a seal 9, which
can be eliminated when pouring on. Under the spout of the filling vessel is a
Splash guard 7 arranged to protect the stopper device B. In addition, is still
a lock 11 is provided for the supply of alloying and deoxidizing agents
and a television camera 12 for monitoring the degassing process. At the feed hopper
13 is the overflow channel 14 for safety reasons and in particular for
Slag. The flexible connection according to FIG. 2 is in FIG. 1 not drawn.
It serves to keep the device from moving the tapping channel 16 during tapping
to follow.
Nach Vollendung des Abstiches kann der Deckel 2 abgenommen und in
üblicher Weise vergossen werden. Es kann aber auch die ganze Vorrichtung, gegebenenfalls
nach Lösung des Anschlusses an die Vakuumleitung weggefahren und mit aufsitzendem
Deckel gegossen werden. Das Ventil 6 im Anschlußstutzen wird vorzugsweise während
des Transportes geschlossen gehalten.After completion of the tapping, the cover 2 can be removed and inserted
usually be shed. But it can also be the entire device, if necessary
after loosening the connection to the vacuum line moved away and with the seated
Lid to be poured. The valve 6 in the connecting piece is preferably during
kept closed during transport.