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DE1198742B - Betriebsverfahren fuer Zerstaeubungstrockner mit Gehaeusen in Leichtkonstruktion - Google Patents

Betriebsverfahren fuer Zerstaeubungstrockner mit Gehaeusen in Leichtkonstruktion

Info

Publication number
DE1198742B
DE1198742B DESCH30587A DESC030587A DE1198742B DE 1198742 B DE1198742 B DE 1198742B DE SCH30587 A DESCH30587 A DE SCH30587A DE SC030587 A DESC030587 A DE SC030587A DE 1198742 B DE1198742 B DE 1198742B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
dryer
pressure
air
housing wall
wall
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DESCH30587A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Max E Schulz
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
MAX E SCHULZ DR
Original Assignee
MAX E SCHULZ DR
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by MAX E SCHULZ DR filed Critical MAX E SCHULZ DR
Priority to DESCH30587A priority Critical patent/DE1198742B/de
Publication of DE1198742B publication Critical patent/DE1198742B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01DSEPARATION
    • B01D1/00Evaporating
    • B01D1/16Evaporating by spraying
    • B01D1/18Evaporating by spraying to obtain dry solids

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Vaporization, Distillation, Condensation, Sublimation, And Cold Traps (AREA)

Description

  • Betriebsverfahren für Zerstäubungstrockner mit Gehäusen in Leichtkonstruktion Die vorliegende Erfindung betrifft ein Betriebsverfahren für Zerstäubungstrockner mit Gehäusen aus dünnem Blech, Kunststoffolie, Glas oder ähnlichem Leichtbaustoff, Gutzerstäuber in der Gehäusedeckenmitte, tangentialer Trocknungsmitteleinfuhr durch kreisförmig angeordnete Lufteinlässe in der Decke und zentrische Trocknungsmittelabfuhr durch ein mit Leitblechen ausgerüstetes Absaugrohr im Bodenbereich. Sie besteht in einem Verfahren, bei dem durch die besondere Luftführung in Zerstäubungstrocknern erreicht wird, daß die Gehäusewand keinem wesentlichen Druck und keiner Temperaturbeanspruchung ausgesetzt wird, so daß sie in Leichtkonstruktion und sogar abnehmbar konstruiert werden kann.
  • Bei der Luftführung ging man bisher von dem Gedanken aus, daß die trockene Luft den ganzen Trocknungsraum ausfüllen muß. Über den ganzen Trocknungsraum verteilt herrschen im allgemeinen entweder aufsteigende oder absteigende, geradlinige, schraubenförmige Luftströme. Die Wand des Trocknungsraumes wird durch die Trocknungsluftströme in verschiedener Weise beansprucht. Erstens mechanisch durch den Windstoß. Wenn kein starker Überdruck oder Unterdruck herrscht, kann bei großer Luftmenge durch partielle Wirbelbildung eine örtliche Beanspruchung entstehen, die bei der Verwendung von Folien Flatterbewegungen erzeugt. Die häufigste Beanspruchung und die wesentlichste ist die manometrische, d. h. die Beanspruchung durch Überdruck oder Unterdruck. Ein Druck von 50 bis 150 oder auch 200mm Wassersäule ist zwar relativ gering, bei größeren Flächen, wie sie bei den Wänden von großen Trocknungtürmen vorkommen, bedeutet aber schon ein Druck von mehr als 50 mm Wassersäule eine enorme Beanspruchung. Schließlich werden die Wände auch noch in Anspruch genommen durch die Temperatureinflüsse. Es strömt Heiß-Trocknungsluft ein, diese kühlt sich ab. Es kommen Temperaturen vor von mehreren 1000 C.
  • Metallwände oder gemauerte Wände können infolge Ausdehnung verbiegen, Risse bekommen. Versucht man für den Bau von Trocknern Glas oder Kunststoff zu verwenden, so kann das Glas springen, Kunststoffe können weich werden, Verklebungen von Kunststoffbahnen können schmelzen.
  • Speziell die Erfahrung beim Bau von Zerstäubungstrocknern aus Kunststoffolien hat nun zu einem neuen Verfahren geführt - zum Bau von Trocknungsanlagen in Leichtkonstruktion -, das durch Ausbildung des Trocknungsmittelstromes als im Abstand von der Gehäusewand frei stehendem Zy- klon großer Umfangsgeschwindigkeit zwischen den Lufteinlässen und dem Absaugrohr und durch Einstellung der Druckdifferenz zwischen Trocknungsmittelzu- und -abfuhr auf keine oder eine geringe Abweichung vom Außendruck gekennzeichnet ist.
  • Dadurch werden die mechanischen, manometrischen und Temperatureinflüsse, die auf die Wand des Trockners wirken, auf ein Minimum reduziert. Der wesentliche Weg ist die Verlegung der starken Luftströme in die Mitte des Trockners. Einen solchen nicht über die Mitte des Trockners hinausgehenden Luftstrom kann man beispielsweise mit einer Luftdüse erreichen, die einen Strahl mit so hoher Geschwindigkeit senkrecht durch den Trockner schickt, daß die Luft auf kurzem Wege zur Absaugöffnung strömt. Ein solcher Strahl ließe sich als runder Strahl oder auch als breites Band ausbilden. Dieser Strahl nimmt jedoch das ganze Pulver mit, das bei der Trocknung von zerstäubtem Gut entsteht. Es muß also ein gewissermaßen zwangläufig geführter Luftstrom gebildet werden, der das Pulver vor der Austrittsöffnung freigibt. Eine örtliche Beschränkung der hohen Luftgeschwindigkeiten und überhaupt des Luftstromes mit seinen hohen Ausgangstemperaturen, ohne daß Pulver mitgerissen wird, ist möglich, wenn man in der Mitte einen zyklonartigen Luftwirbel erzeugt. Dies gelingt, wenn man die Lufteintritts- und Austrittsöffnungen nicht in der Peripherie sondern zentral übereinander anbringt und diese mit Vorrichtungen versieht, die die Luft in gleichsinnige Drehrichtung versetzen. Hierdurch wird erreicht, daß die Trocknerluft ihren Weg nur durch einen beschränkten zentralen Bezirk des Trockners nimmt.
  • Wenn man auf diese Art und Weise den Trocknungsvorgang gewissermaßen im Zentrum des Trockners konzentriert, so gibt dies an sich die Möglichkeit, den gesamten Trockner kleiner zu machen. Das bringt jedoch verschiedene Nachteile mit sich, insbesondere das sogenannte »Anbauen« von Trocknungsgut an der Trocknerwand. Die Trockner werden daher nach dem neuen Verfahren, obwohl die Trocknung in der Mitte erfolgt, relativ groß gemacht, d. h. der äußere Durchmesser ist größer, als für den eigentlichen Trocknungsraum erforderlich ist. In diesem Fall wird die Luft in den äußeren Zonen des Trockners nur mäßig in Bewegung gesetzt. Nur so ist es möglich, einen Trockner mit zwei Luftzirkulationssystemen zu bilden, dem Windhosenwirbel in der Mitte und einer langsam rundlaufenden Bewegung im äußeren Teil. Durch den großen Durchmesser des Trocknungsraumes und durch die zwei getrennten Luftströme entsteht auch ein starkes Temperaturgefälle zur Außenwand. Die Heißluft kommt überhaupt nicht mehr mit der Außenwand in Berührung, sondern bleibt in der Mitte. Nur mitgerissene Luftschichten gelangen an die Außenwand.
  • Der Druck im Trockner kann dabei automatisch mit Druckfühlern an der Gehäusewand durch Einstellen der Leistung des Absaugeventilators gesteuert werden, um die Gehäusewand von Druck zu entlasten.
  • Damit diese keiner hohen Temperatur ausgesetzt ist, kann sie in entsprechendem Abstand vom zentralen Zyklon gehalten werden. Zur einfachen Handhabung genügt es auch, Ober- und Unterteil des Trockners nur lose miteinander zu verbinden.
  • Beispiel Arbeitet man in der Mitte mit Trocknungsluft von 1750 C, so ist die Temperatur der an die Außenwand des Trockners gelangenden Luftteilchen höchstens 1000 C. Die beigefügte Schemazeichnung verdeutlicht den Vorgang. Die Luft tritt bei »El und E2« in den Trockner ein und bei »A« wieder aus.
  • Durch die Ablenkung der Luft auf eine kreisförmige Bahn entsteht ein Zyklon » WI«, der auf dem Kopf steht. Dieser saugt Luft von oben an, wenngleich diese mit Druck zugeführt wird. Diese starke Strömung, die schraubenförmig abwärts verläuft, schleudert auf dem Weg zum Absaugrohr die als Trocknungsgut bei M eingeführten und durch den Zerstäuber Z zerstäubten Pulverteilchen aus.
  • Die Druckbeeinflussung der Trocknerwand läßt sich völlig ausschalten, wenn man mit zwei Ventilatoren arbeitet - einem Lufteinlaßventilator und einem Absaugventilator -, die im Druck so aufeinander abgestimmt sind, daß die eintretende Heißluft nach Abkühlung und Vermischung mit dem Wasserdampf aus dem Gut, der bei der Trocknung entsteht, ohne Druckanstieg wieder abgesaugt wird. Naturgemäß entsteht unmittelbar an der Einströmstelle ein Überdruck und an der Absaugstelle ein Unterdruck.
  • Bei richtigem Ausgleich und bei Wahl eines Trocknungsraumes mit genügend großem Durchmesser kann man die Anlage aber so bauen, daß die örtlichen Überdrücke und Unterdrücke an der Trocknerwand nicht in Erscheinung treten. Obwohl man die Ventilatoren und die Durchmesser der Rohrleitung so bemessen kann, daß kein Überdruck oder Unterdruck an der Wand des Trocknungsraumes entsteht, so macht dies doch einige Schwierigkeiten, wenn man den Wunsch hat, die Trocknungstemperaturen oder die Leistung des Trockners zu verändern. Es hat sich daher bewährt, den Druck automatisch zu regeln, und zwar durch Druckmesser in der Nähe der Trocknerwand, die den eintretenden Luftstrom oder den austretenden Luftstrom regeln. Auf elektrischem Wege kann dieser Regelungsauftrag an die Ventilatoren weitergegeben werden und an in die Leitung eingebaute Drosselklappen. Konstruiert man die Trocknerwand aus leichtem Material wie hauchdünnem Stahlblech oder aus Kunststoffolien, so tritt bei geringem Unterdruck eine Einbuchtung W1 und bei geringem Überdruck eine Ausbuchtung W2 gegenüber der Normallage W auf. Diese Bewegung der Trocknerwand kann man ebenfalls zur Druckregelung (D) benutzen. Die Regelung kann man je nach Wunsch zwischen 0 und 50 mm Wassersäule betreiben.
  • Im günstigsten Fall einer genauen Druck- und Unterdruckregelung auf 0 bis +5 mm Wassersäule kann man auf einen dichten Verschluß des Trocknungsraumes verzichten. Man kann beispielsweise unten einen zylindrischen Raum schaffen für die Aufnahme des Trockengutes, kann aber auch die Verbindung mit dem Oberteil des Trockners herstellen durch einen lose hängenden Vorhang, der sich 50 cm oder mehr überlappend an das Unterteil anschmiegt. Eine solche Konstruktion hat den Vorteil, daß der Unterteil beweglich gestaltet werden kann, d. h., er kann zur Reinigung weggefahren werden; dann ist der Oberteil des Trockners bei der Reinigung frei zugänglich.
  • Die Trocknerkonstruktion gemäß Erfindung mit einem zentralen Luftzyklon bietet auch noch für andere Zwecke Vorteile. So beispielsweise für das Mischen von verschiedenen Pulvern mit Hilfe von Zerstäubungsanlagen und auch für das Agglomerisieren mit Hilfe der Eintragung pulverförmiger, staubförmiger Trockengüter in den Zerstäubungsnebel. Führt man nämlich mit einem zentral durch das Absaugrohr gehenden zweiten Rohr mit Preßluft Pulver in den Kern des Wirbels, so wird dieses von der schnell rotierenden Luftströmung erfaßt und muß durch den Sprühnebel hindurchgehen.

Claims (4)

  1. Patentansprüche: 1. Betriebsverfahren für Zerstäubungstrockner mit Gehäusen aus dünnem Blech, Kunststoffolie, Glas oder ähnlichem Leichtbaustoff, Gutzerstäuber in der Gehäusedeckenmitte, tangentialer Trocknungsmitteleinfuhr durch kreisförmig angeordnete Lufteinlässe in der Decke und zentrischer Trocknungsmittelabfuhr durch ein mit Leitblechen ausgerüstetes Absaugrohr im Bodenbereich, gekennzeichnet durch Ausbildung des Trocknungsmittelstromes als im Abstand von der Gehäusewand frei stehendem Zyklon großer Umfangsgeschwindigkeit zwischen den Lufteinlässen und dem Absaugrohr und durch Einstellung der Druckdifferenz zwischen Trocknungsmittelzu- und -abfuhr auf keine oder eine geringe Abweichung vom Außendruck.
  2. 2. Verfahren gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Druck im Trockner automatisch mit Druckfühlern an der Gehäusewand durch Einstellung der Leistung des Absaugventilators gesteuert wird.
  3. 3. Verfahren gemäß Anspruch 1 oder 2, gekennzeichnet durch einen so großen Abstand der Gehäusewand vom frei stehenden Zyklon, daß die Wand keiner Temperaturbeeinflussung über 1000 C ausgesetzt ist.
  4. 4. Verfahren gemäß Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Gehäusewand nur lose mit dem Ober- und Unterteil des Trockners verbunden ist.
    In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 329056, 835008, 929 613; USA.-Patentschriften Nr. 996 832, 1 923 659, 2 872 973; Stahl und Eisen, 1957, S. 1352.
DESCH30587A 1961-11-20 1961-11-20 Betriebsverfahren fuer Zerstaeubungstrockner mit Gehaeusen in Leichtkonstruktion Pending DE1198742B (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
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