[go: up one dir, main page]

DE1197407B - Vollbohrmeissel zum Bohren mit hohen Drehzahlen - Google Patents

Vollbohrmeissel zum Bohren mit hohen Drehzahlen

Info

Publication number
DE1197407B
DE1197407B DEJ21680A DEJ0021680A DE1197407B DE 1197407 B DE1197407 B DE 1197407B DE J21680 A DEJ21680 A DE J21680A DE J0021680 A DEJ0021680 A DE J0021680A DE 1197407 B DE1197407 B DE 1197407B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
drill bit
cutting pieces
chisel
cutting
bit according
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEJ21680A
Other languages
English (en)
Inventor
Guy Baron
Anatole Veronneau
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
IFP Energies Nouvelles IFPEN
Original Assignee
IFP Energies Nouvelles IFPEN
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by IFP Energies Nouvelles IFPEN filed Critical IFP Energies Nouvelles IFPEN
Publication of DE1197407B publication Critical patent/DE1197407B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E21EARTH OR ROCK DRILLING; MINING
    • E21BEARTH OR ROCK DRILLING; OBTAINING OIL, GAS, WATER, SOLUBLE OR MELTABLE MATERIALS OR A SLURRY OF MINERALS FROM WELLS
    • E21B10/00Drill bits
    • E21B10/46Drill bits characterised by wear resisting parts, e.g. diamond inserts

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Geology (AREA)
  • Mining & Mineral Resources (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Environmental & Geological Engineering (AREA)
  • Fluid Mechanics (AREA)
  • General Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Geochemistry & Mineralogy (AREA)
  • Earth Drilling (AREA)

Description

  • Vollbohrmeißel zum Bohren mit hohen Drehzahlen Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf einen Bohrmeißel, der mit hohen Drehzahlen betrieben werden kann und gleichzeitig eine befriedigende Beseitigung des Bohrkleins gewährleistet.
  • Bisher konnten schleifend arbeitende Drehbohrmeißel nicht bei einer Geschwindigkeit von 600 Umdrehungen pro Minute oder einer noch höheren Geschwindigkeit betrieben werden, da bei solchen Geschwindigkeiten die Beseitigung des Bohrkleins unzulänglich ist. Durch eine solche »Verstopfung« wird der Meißel dann praktisch bei so hohen, Geschwindigkeiten unwirksam.
  • Es ist daher die Aufgabe dieser Erfindung, einen bei hohen Drehzahlen bis zu 1500 Umdrehungen pro Minute zu betreibenden Bohrmeißel zu schaffen, dessen Schneidstücke sich gleichmäßig abnutzen, so daß er eine längere Lebensdauer hat und es nicht erforderlich ist, einige besonders schnell abgenutzte Schneidstücke zu ersetzen.
  • Weitere Aufgaben dieser Erfindung bestehen in der Schaffung eines Bohrmeißels, durch welchen das Bohrklein, auch wenn er mit hoher Geschwindigkeit betrieben wird, schnell entfernt wird und dessen Schneidstücke auswechselbar sind, ohne daß die Auswechslung anderer Teile des Meißels erforderlich ist.
  • Diese Aufgaben werden durch den erfindungsgemäßen -Bohrmeißel gelöst, der aus einem Meißelkörper in Form eines Rotationsparaboloids besteht, der innen mit einer Mittelöffnung versehen ist und eventuell mit in der Spitze auslaufenden benachbarten Öffnungen für den Durchlauf der Bohrspülung, und dessen äußere Oberfläche mit Schneidstücken versehen ist, die so auf der Wand des Gerätes befestigt sind, daß alle um die gleiche Höhe aus derselben herausragen. Der erfindungsgemäße Bohrer wird im nachfolgenden an Hand der Zeichnungen näher beschrieben.
  • F i g. 1 stellt die Seitenansicht einer vereinfachten Form des erfindungsgemäßen Bohrmeißels dar; F i g. 2 ist eine Ansicht des in F i g. 1 dargestellten Meißels, von unten in einer im Verhältnis zu seiner Achse leicht geneigten Richtung gesehen, der außerdem eine Mittelschneide und Nebenöffnungen für den Durchfluß der Bohrspülung enthält; F i g. 3 ist eine schematische Darstellung der Schneidstücke -des Bohrmeißels (schraffiert gezeichnet) während des Bohrens; F i g. 4 ist ein Querschnitt durch den Meißel entlang einer durch seine senkrechte Achse gehenden Ebene; F i g. 5 zeigt den Weg der Bohrspülung, wenn der Meißel sich nicht dreht; F i g. 6 zeigt die Veränderung des Querschnitts des Durchgangs für die Bohrspülung zwischen den Schneidstücken, die in der gleichen senkrechten Ebene zur Achse des Meißels liegen, in Abhängigkeit von der Höhe dieser Ebene; F i g. 7 stellt die Durchgangsöffnungen zwischen der Bohrlochsohle und dem Meißel dar; F i g. 8 zeigt die Umfangsgeschwindigkeitskomponente der Schneidstücke des Meißels in verschiedenen Höhen desselben im Verhältnis zu dem Gestein oder, was auf das gleiche hinauskommt, der Bohrabfälle im Verhältnis zu dem Meißel; F i g. 9 zeigt die Resultante der Geschwindigkeitskomponenten, die auf das Bohrklein wirken, in verschiedenen Höhen des Meißels; F i g. 10 zeigt die Bahn eines Abfallstückes auf dem Meißel, wenn dasselbe auf kein Hindernis stößt; F i g. 11 zeigt einen Querschnitt durch einen Meißel wie in F i g. 1 dargestellt, in dessen Mittelöffnung eine erfindungsgemäße Schneide angebracht ist, durch welche der Bohrkern zerteilt wird; F i g. 12 und 12A stellen eine erfindungsgemäße Schneide dar, die aus zwei im Abstand voneinander angeordneten und in ein Metallstück, z. B. Stahl, eingesetzten Schneidstücken besteht. Der Meißel gemäß der vorliegenden Erfindung ist hauptsächlich dadurch gekennzeichnet, daß die Schneidstücke im Verhältnis zum Meißelkörper weit genug hervorragen, damit sich Aussparungen zwischen ihnen ergeben; die im allgemeinen für die Abführung des Bohrkleins genügen, und daß diese Zwischenräume eine Ausrichtung haben, die vorzugsweise genau der normalen Bahn des Bohrkleins bei einer der Meißeldrehzahl entsprechenden Durchschnittsgeschwindigkeit entspricht.
  • F i g. 3 stellt die zwischen dem unteren Teil des Meißels und der Bohrlochsohle, in die die Schneidstücke eindringen, gebildeten Zwischenräume dar. Durch die Wahl der Anzahl der Schneidstücke soll ein Kompromiß hergestellt werden zwischen der Abtragbarkeit des zu bohrenden Gesteins, die in direkter Abhängigkeit davon steht, und der Abführbarkeit des Bohrkleins, die in umgekehrtem Verhältnis zu der Anzahl der Schneidstücke variiert. Bei der Wahl der Anzahl der Schneidstücke müssen ebenfalls die Betriebsbedingungen und insbesondere der auf den Meißel wirkende Bohrdruck berücksichtigt werden.
  • F i g. 4 stellt einen Querschnitt durch den erfindungsgemäßen Meißel entlang einer Ebene dar, die durch seine Achse führt. Auf diesem Querschnitt entspricht das äußere Profil AB dem Teil einer Parabel und das innere Profil AC dem anderen Teil der Parabel, die mit der entsprechenden Linie CD der zylinderförmigen inneren Zuführungsleitung für die Bohrspülung verbunden ist.
  • Infolge des gewählten inneren Profils bildet sich ein kurzer Bohrkern, der durch die ebenfalls auf der inneren Oberfläche der Verlängerung der Zuführungsleitung für die Bohrspülung vorgesehenen Schneidstücke zerkleinert wird.
  • Die Bohrspülung wird durch die in F i g. 5 mit Pfeilen bezeichnete Bahn geleitet.
  • Unter der Wirkung des Druckes steigt sie in dem Zwischenraum zwischen dem Gebirge und dem Meißel hoch und folgt der Richtung der Linien AB, wenn sich der Bohrer nicht dreht.
  • Die Durchgangs- oder Zwischenräume d, die sich zwischen den Schneidstücken a befinden, vergrößern sich in dem Maße, wie sich der Radius rx des Kreises, der einem Teil des Paraboloids der Linie AB entlang einer im Verhältnis zu seiner Achse senkrechten Ebene entspricht, vergrößert (F i g. 6).
  • In F i g. 7 sind die Zwischenräume d dargestellt, die zwischen den Schneidstücken auf der gleichen Höhe des Meißels vorgesehen sind, d. h. auf einer gleichen, im Verhältnis zu der Achse desselben senkrechten Ebene.
  • Natürlich kann der hervorstehende Teil e der Schneidstücke (F i g. 3 und 7) entsprechend der Größe des Meißels, der Art des zu bohrenden Gebirges, der Härte und Zerbrechlichkeit der Schneidstücke, der Ergebnisse, die erzielt werden sollen usw., variieren.
  • Daher kann eine Höhe e, die für die Arbeit an einem harten Gebirge genügt, bei der nur eine verhältnismäßig geringe Menge Bohrklein pro Zeiteinheit anfällt, sich als ungenügend für die Bohrung in einem verhältnismäßig weichen Gebirge erweisen, bei der eine größere Menge Bohrklein pro Zeiteinheit zu beseitigen ist. In dem letzteren Falle hat der Meißel die Neigung zu verschmieren (Verstopfungserscheinung), sich zu erhitzen und abzunutzen und ist schließlich nicht mehr betriebsfähig. Erfahrungsgemäß ist eine herausragende Höhe der Schneidstücke von mindestens 2 mm erforderlich, um die erfindungsgemäßen Vorteile zu erzielen. Die Größe des Bohrkleins, die von dem Bohrfortschritt pro Umdrehung des Meißels abhängt, muß durchschnittlich gering genug im Verhältnis zu den durch die Schneidstücke gebildeten Zwischenräumen bleiben, damit das Bohrklein leicht durch den Kreislauf der Bohrspülung abgeführt werden kann.
  • Ferner wird die Beseitigung des Bohrkleins erfindungsgemäß erleichtert durch die besondere Anordnung der Schneidstücke in ihrem Verhältnis zueinander. Eines der wesentlichen Merkmale der Erfindung besteht darin, daß die Schneidstücke im wesentlichen entlang einer schraubenförmigen Spirale mit veränderlicher Steigung auf der Oberfläche des Meißelkörpers, der die Form eines Rotationsparaboloids hat, angeordnet sind.
  • Die Form der zu verwendenden schraubenförmigen Spirale hängt von dem Bohrfortschritt des Meißels ab. Sie wird im allgemeinen in Abhängigkeit von einem Mittelwert bestimmt sowie einer Bohrspülungsmenge, die entsprechend einem durchschnittlichen Bohrfortschritt des Meißels in der Erdschicht gewählt wird. Bei sonst gleichbleibenden Bedingungen kann sie natürlich auch bei geringerem Bohrfortschritt Verwendung finden, da die Menge des zu beseitigenden Bohrkleins geringer ist, und das um so mehr, als die Menge der Bohrspülung nötigenfalls entsprechend angepaßt werden kann, damit die Richtung der Geschwindigkeitsresultante (Geschwindigkeit der Bohrspülung und in Abhängigkeit von der Drehung des Bohrers stehende Umfangsgeschwindigkeit) sich nur unwesentlich verändert. Man kann zur Erleichterung der Beseitigung des Bohrkleins die Bohrspülungsmenge auch solchen Umdrehungsgeschwindigkeiten des Meißels anpassen, die höher sind als diejenigen, für die er vorgesehen wurde.
  • In den F i g. 6 bis 8 sind die Geschwindigkeitskomponenten dargestellt, auf denen die Bestimmung der Krümmung der erfindungsgemäßen schraubenförmigen Spirale basiert.
  • Diese Krümmung muß der normalen Bahn des Bohrkleins als gleichzeitiges Ergebnis der Umlaufgeschwindigkeit der Bohrspülung und der Umdrehungsgeschwindigkeit des Meißels entsprechen.
  • F i g. 8 zeigt in verschiedenen Höhen des Meißels entlang des gleichen Meridians die Umfangsgeschwindigkeitskomponente Ui bis U5 des Bohrkleins im Verhältnis zu dem Meißel.
  • In F i g. 9 ist, ebenfalls entlang eines gleichen Meridians auf verschiedenen Höhen des Meißels, die kombinierte Wirkung einer konstanten Umlaufgeschwindigkeit V der Bohrspülung, die von unten nach oben entlang dem Meridian gerichtet ist, und der Umfangsgeschwindigkeiten U1 bis U5, die in jeder Höhe in verschiedenen Richtungen der Resultanten W1 bis W5 erfolgt, dargestellt.
  • F i g. 10 zeigt die Form der Hüllenkurve der verschiedenen Vektoren W. Sie besteht aus einer schraubenförmigen Spirale mit veränderlicher Steigung, welche die Linien des Stromes der Spülflüssigkeit bestimmt, d. h. der kürzesten Bahn für die Beseitigung des Bohrkleins.
  • Im Falle, daß der Meißel nicht gedreht wird (F i g. 5), steigt die Bohrspülung seitlich mit einer Geschwindigkeit V entlang einer Linie, wie z. B. AB in den durch die Zwischenräume d (F i g. 6 und 7) gebildeten ringförmigen Raum. Der Wert von V ist insbesondere abhängig von dem Wert S des Durchgangs der Bohrspülung zwischen dem Meißel und dem Gestein, d. h. von der Summe der Zwischenräume d. Aus F i g. 7 ergibt sich z. B.
  • S = 2 z rx - e(1-a).
  • In dieser Gleichung stellt r" den Radius des entsprechenden Ringraumes dar, e die Höhe der herausragenden Schneidstücke und a einen Koeffizienten, der den durch die Schneidstücke besetzten Anteil des ringförmigen Raumes ausdrückt.
  • Der Wert von V, der gleich DIS ist (wobei D die Menge der zugeführten Spülflüssigkeit pro Zeiteinheit darstellt) kann auf den verschiedenen Höhen des Meißels trotz der Veränderung von r, im wesentlichen dadurch konstant gehalten werden, daß man entweder die Höhe e der hervorstehenden Schneidteile verändert oder die Anzahl der Schneidteile (Koeffizient ,x).
  • Wenn nun die Höhe und die Anzahl der Schneidteile konstant gehalten werden, nimmt die Geschwindigkeit V ab, wenn der Radius r" zunimmt, und die Geschwindigkeitsresultante weist eine geringere Neigung auf (einen kleineren Winkel y), wodurch sich die Bahn für die Rückführung des Bohrkleins in den oberen Teil des Meißels verlängert.
  • Die Richtung, in der die Schneidstücke anzuordnen sind, hängt nicht allein von der Umdrehungsgeschwindigkeit des Meißels und der Menge der Bohrspülung ab, sondern auch von der Anordnungsdichte der Schneidstücke, die im allgemeinen so gewählt wird, daß die zu leistende Arbeit so gleichmäßig wie möglich auf die verschiedenen Schneidstücke verteilt ist.
  • Aus der in F i g. 1 dargestellten Ausführungsform ist zu ersehen, daß die Schneidstücke in Parallelen von gleichmäßigem Abstand voneinander angeordnet sind und daß die Anzahl der auf jeder Parallele angeordneten Schneidstücke mit dem Radius r" des entsprechenden Kreisumfangs dieser Parallele zunimmt. Tatsächlich ist die von dem Meißel zu leistende Arbeit um so größer, je größer die von jedem Schneidstück angegriffene Oberfläche während einer vollständigen Umdrehung des Meißels ist. Daher muß diese Arbeit auf eine größere Anzahl von Schneidstücken so verteilt werden, daß ihre Abnutzung, verglichen mit auf anderen Höhen des Meißels entsprechend einem kleineren Radius r" angeordneten Schneidstücken, die gleiche bleibt.
  • Natürlich besteht in der Praxis notwendigerweise eine gewisse Unstimmigkeit in dem Verhältnis der Anzahl der auf einem Kreisumfang angeordneten Schneidstücke zu dem Radius desselben, da sich die Anzahl der Schneidstücke nicht um weniger als eine Einheit verändern läßt.
  • Im übrigen ist es nicht erforderlich, dieses Verhältnis wesentlich konstant zu halten. Man wird vorzugsweise den auf verschiedenen Höhen des Meißels festgestellten Abnutzungsgrad berücksichtigen, um gegebenenfalls zusätzliche Schneidelemente auf den Höhen anzubringen, wo die Abnutzung besonders in Erscheinung tritt. So kann man z. B. in den in F i g.1 und 2 dargestellten Ausführungsbeispielen an der Spitze des Meißels, die im Verlaufe der Bohrung einen größeren Teil des Bohrandruckes zu tragen hat, eine größere Anzahl von Schneidwerkzeugen vorsehen. In den F i g. 1 und 2 sind ebenfalls Abführungskanäle für das Bohrklein dargestellt, die entsprechend der gleichen schraubenförmigen Spirale wie die Schneidstücke angeordnet sind. Diese Kanäle K1, K2 und K, sind zur Erleichterung der Abführung des Bohrkleins für den Fall vorgesehen, in dem -sich infolge der Abnutzung der Schneidstücke der ringförmige Raum zwischen der Hülle ihrer Spitzen und dem Körper des Meißels verengt. Die Schneidstücke werden vorzugsweise im Vergleich zu der Umdrehungsrichtung des Meißels ganz nahe vor einem Kanal angeordnet. Durch eine solche Anordnung kann ein großer Teil des Bohrkleins, das sich durch die genannten Schneidstücke bildet, auf dem kürzesten Weg durch den Kanal abgeführt werden.
  • Die Beseitigung des übrigen Bohrkleins und insbesondere desjenigen, das sich durch die Schneidstücke ergibt, die nicht vor einem Kanal angeordnet sind, wird durch eine geeignete Verteilung der vorgesehenen Schneidstücke derart erleichtert, daß auf jeder Parallele des Meißels, auf der die Schneidstücke angeordnet sind, der Raum zwischen diesen Schneidstücken und des vor ihnen liegenden Abführungskanals frei bleibt.
  • Einen solchen horizontalen Zwischenraum kann man leicht durch eine zueinander versetzte Anordnung der Schneidstückgruppen erhalten, wie in F i g. 1 dargestellt. Auf diese Weise wird die Beseitigung des Bohrkleins besonders dann erleichtert, wenn der ringförmige Raum durch die Abnutzung der Schneidstücke verengt wurde.
  • Der erfindungsgemäße Meißel ist vorzugsweise mit einer Schneide versehen, die in der Mittelöffnung angeordnet ist und dazu dient, den Bohrkern zu zerkleinern. Erfindungsgemäß ist diese Schneide so beschaffen, daß sie eine genügend rasche Zerkleinerung des Bohrkerns gewährleistet und einen genügend großen Durchgang für die Bohrspülung läßt, um die leichte Beseitigung der Bohrkernteile zu gestatten.
  • Zu diesem Zweck muß die erfindungsgemäße Schneide genau definierte Größen- und Formkennzeichen besitzen. Sie wird aus sehr hartem Material hergestellt, wie z. B. aus Sinterkarbid und insbesondere aus Wolframkarbid oder Borkarbid. Wenn sie auf den Meißel montiert ist, hat sie eine V-Form, deren beide Arme einen Winkel zwischen 90 und 170° bilden, vorzugsweise zwischen 120 und 150°. Man kann auch zwei oder mehrere Schneiden verwenden, die im Verhältnis zu der Achse des Meißels verschieden angeordnet sein können.
  • Gemäß F i g. 11 ist die Schneide T in der Mittelöffnung C des Meißels F in Form eines ringförmigen Raumes so angeordnet, daß die Spitze P der durch die beiden unteren Seiten gebildeten V-Form im wesentlichen in der Umdrehungsachse XY des Meißels liegt. Eine solche Anordnung ist jedoch nicht obligatorisch, und man kann genausogut von den durch die vorliegende Erfindung gebotenen Vorteilen profitieren, wenn man die Schneide anders anordnet.
  • Ungeachtet der Anordnung der Schneide wird sie vorzugsweise in die innere Wand W des Meißels eingesetzt, indem sie von unten in eine zu diesem Zweck vorgesehene Nut eingepaßt und befestigt wird, z. B. durch Löten. Jedoch kann man genauso gut jede andere bekannte Befestigungsart verwenden.
  • Die Dicke e der Schneide muß -derart gewählt sein, daß die Beanspruchung, der sie unterworfen ist, mit ihrer mechanischen Widerstandskraft vereinbar ist. Durch die beiden diametral entgegengesetzten Befestigungen der Schneide wird der mechanische Widerstand derselben beträchtlich erhöht. Außerdem wird durch die V-Form ihres unteren Teiles die Zerkleinerung des Bohrkerns durch Zerbrechen anstatt durch Abreibung begünstigt, wodurch die von der Schneide zu leistende Kraft ebenfalls verringert wird. Daher ist es möglich, Schneiden mit verhältnismäßig geringer Dicke zu verwenden. Es ist also zu empfehlen, die Verwendung zu dicker Schneiden zu vermeiden, besonders, wenn die Mittelöffnung des Meißels, in der sich der Bohrkern bildet, einen kleinen Querschnitt hat. Im allgemeinen soll bei einer Mittelöffnung des Meißels von weniger als 4 cm Durchmesser die Dicke der Schneide nicht mehr als 20 bis 25% dieses Durchmessers betragen. So darf z. B. bei einer Mittelöffnung von 20 mm die Schneide nicht dicker als 4 bis 5 mm sein und sollte vorzugsweise 3 mm betragen. Für die Bohrspülung muß ein genügend großer Durchgangsquerschnitt verbleiben, so daß sie die zerkleinerten Stücke des Bohrkerns mit abführen kann.
  • In den meisten Fällen genügt eine Dicke der angegebenen Größenordnung bei weitem, auch für Bohrungen in hartem Gestein. In zahlreichen Fällen läßt sich sogar das Gewicht des aktiven Teiles der Schneide (zum Beispiel aus Wolframkarbid oder Borkarbid) verringern, wenn eine Schneide des in den F i g. 12 und 12 A dargestellten Typs verwendet wird, die aus zwei oder mehreren Schneidstücken Et, Et, die in eine z. B. metallische Masse M eingebettet sind, besteht, wodurch die Schneide den Vorteil einer größeren Biegsamkeit, einer geringeren Zerbrechlichkeit und niedrigerer Herstellungskosten erhält. Um die obengenannten Vorteile zu erzielen, kann es ebenfalls von Vorteil sein, auch wenn man nur ein einziges Schneidstück verwendet, dieses mit einer Hülle aus Material zu versehen, das gegen eine Biegung beständig ist. Die Hülle kann entweder aus Stahl oder aus jedem anderen Metall oder metallartigem Material, das gegen eine Biegung beständig ist, hergestellt werden.
  • Gemäß der Erfindung ist es wichtig, daß der zwischen den beiden inneren Seiten der Schneide gebildete Winkel nicht kleiner als 90° und nicht größer als 170° ist; denn im entgegengesetzten Falle würden daraus ungünstige Betriebsbedingungen für die Schneide entstehen, die entweder zu ihrem Bruch oder zu ihrer vorzeitigen Abnutzung führen können.
  • Außerdem wurde die unerwartete Entdeckung gemacht, daß sich der Bohrfortschritt des Meißels wesentlich erhöht, wenn dieser Winkel zwischen 120 und 150° beträgt.
  • Natürlich kann matt die erfindungsgemäße Schneide und/oder ihre Hülle auch aus anderen als den oben besonders erwähnten Materialien herstellen und die Schneide durch andere Befestigungsmittel als den oben beschriebenen mit dem Meißel verbinden, ohne den Rahmen der Erfindung zu sprengen, da die Schneide immer die gleiche Funktion erfüllt.
  • Schließlich kann der Kopf des erfindungsgemäßen Bohrers, wie in F i g. 2 dargestellt, vorteilhafterweise mit zusätzlichen öffnungen versehen sein, die für den Durchlauf der Bohrspülung bestimmt sind und eine schnellere Beseitigung des Bohrkleins gestatten.

Claims (9)

  1. Patentansprüche: 1. Vollbohrmeißel zum Bohren mit hohen Drehzahlen, dessen Meißelkörper in Form eines Rotationsparaboloids mit einer Mittelöffnung ausgebildet und auf dessen Oberfläche spiralförmig verlaufende Kanäle für die Spülflüssigkeit vorgesehen sind, gekennzeichnet durch Schneidstücke gleicher Größe, die mindestens 2 mm aus der Oberfläche herausragen und auf ihr in Form einer Spirale mit veränderlicher Steigung angeordnet sind.
  2. 2. Vollbohrmeißel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die durch die Kanäle für die Spülflüssigkeit gebildeten Spiralen eine veränderliche Steigung haben.
  3. 3. Vollbohrmeißel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Spirale mit veränderlicher Steigung, gemäß welcher die Schneidstücke angeordnet sind, als Tangente in jeder Höhe des Meißelkörpers die Resultante aus der Geschwindigkeit der Bohrspülung und der Umfangsgeschwindigkeit des Meißelkörpers in der entsprechenden Höhe hat.
  4. 4. Vollbohrmeißel nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Spirale mit veränderlicher Steigung, gemäß welcher die Kanäle für das Bohrklein ausgerichtet sind, im wesentlichen parallel zu der Spirale verläuft, gemäß welcher die Schneidstücke angeordnet sind.
  5. 5. Vollbohrmeißel nach Anspruch 1 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Schneidstücke in verschiedenen Höhen des Meißelkörpers verteilt und in jeder Höhe in verschiedenen Gruppen angeordnet sind, von denen jede Gruppe einander benachbarte Schneidstücke enthält, die jedoch voneinander durch einen Abstand getrennt sind, der genügt, um einen leichten Durchgang des Bohrkleins zu gestatten.
  6. 6. Vollbohrmeißel nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Gruppen der Schneidstücke in jeder Höhe in bezug auf die nächsten Gruppen in den benachbarten Höhen versetzt angeordnet sind.
  7. 7. Vollbohrmeißel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß an der Wand der Mittelöffnung eine sehr harte flache Schneide befestigt ist, um den Bohrkern in dem Maße, wie er sich bildet, zu zerkleinern. B.
  8. Vollbohrmeißel nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der untere Teil der Schneide die Form eines V hat, dessen beide Schenkel einen Winkel zwischen 90 und 170° und vorzugsweise zwischen 120 und 150° bilden.
  9. 9. Vollbohrmeißel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß er Zuführungsleitungen für die Bohrflüssigkeit enthält, die an der Vorderseite des Meißelkörpers ausmünden. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Auslegeschrift Nr. 1083 763; USA.-Patentschrift Nr. 2 264 617.
DEJ21680A 1961-04-27 1962-04-26 Vollbohrmeissel zum Bohren mit hohen Drehzahlen Pending DE1197407B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
FR1197407X 1961-04-27

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE1197407B true DE1197407B (de) 1965-07-29

Family

ID=9669686

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEJ21680A Pending DE1197407B (de) 1961-04-27 1962-04-26 Vollbohrmeissel zum Bohren mit hohen Drehzahlen

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE1197407B (de)

Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2264617A (en) * 1939-04-01 1941-12-02 Clarence E Carpenter Diamond drill bit
DE1083763B (de) * 1958-08-22 1960-06-23 Salzgitter Maschinen Ag Vollbohrkrone

Patent Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2264617A (en) * 1939-04-01 1941-12-02 Clarence E Carpenter Diamond drill bit
DE1083763B (de) * 1958-08-22 1960-06-23 Salzgitter Maschinen Ag Vollbohrkrone

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE69520133T2 (de) Verbesserungen an Drehbohrmeissel
EP0226537B1 (de) Gesteinsbohrer
DE69311390T2 (de) Bohrmeissel mit positiv- und negativgeneigten Schneiden
DE3111156C1 (de) Schneidglied fuer Drehbohrmeissel zum Tiefbohren in Erdformationen
DE8134681U1 (de) "drehend arbeitende bohrkrone"
EP0778100B1 (de) Drehschlag-Wendelbohrer
DE2417600A1 (de) Bergwerkswerkzeug, insbesondere bohrkopf bzw. bohrkrone mit hartmetalleinsaetzen
EP0452255B1 (de) Gesteinsbohrer
EP1083294B1 (de) Bohrwerkzeug
DE69734088T2 (de) Zentriervorrichtung
DE2220455A1 (de) Bohrmeißel
DE10024433A1 (de) Gesteinsbohrer
DE2730602A1 (de) Tiefbohrmeissel
CH630996A5 (de) Gesteinsbohrer mit hartmetall-bohrkopf.
EP0824626B1 (de) Bohrwerkzeug
DE19942985A1 (de) Bohrwerkzeug
DE3852286T2 (de) Fräsmeissel mit Düsen für das Bohren von plastischen Formationen.
DE1197407B (de) Vollbohrmeissel zum Bohren mit hohen Drehzahlen
DE102006039426B4 (de) Holzbohrer
DE2841679A1 (de) Auswechselbare bohrkrone fuer einen bei allen gesteinsarten anwendbaren gesteindrehschlagbohrer und bohrhammer
DE19537900B4 (de) Drehbohrer
DE1291707B (de) Gesteinsbohrer
DE3205543C2 (de)
DE60122933T2 (de) Verfahren und bohrer zur reduzierung der schneidgrösse auf eine vorbestimmte maximalgrösse
DE3539717C2 (de) Rollenmeißel