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Filmprojektor Die Erfindung betrifft einen Filmprojektor mit einer
Transportvorrichtung zum Bewegen des Filmes während der Projektion von einer Vorratsspule
zu einer Aufwickelspule längs einer bestimmten Bahn, mit einer Rückspulvorrichtung
und einer Steuereinrichtung, die nach dem Abspielen des Filmes die Rückspulvorrichtung,
die -den Film von der Aufwickelspule zur Vorratsspule zurücktransportiert, in Tätigkeit
setzt.
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Das Umspulen eines Filmstreifens nach der Projektion von der Aufwickelspule
auf die Vorratsspule, und zwar durch Befestigen des hinteren Endes des Filmes von
Hand an der Vorratsspule und Betätigen der Rücklaufeinrichtung an einem Projektor,
ist bekannt. Weiterhin ist eine Vorrichtung zur Umspulung von Filmen in einem Apparat
zur wahlweisen Vorführung mehrerer Filme bekanntgeworden, wobei die Filme von Spulenpaaren
getragen sind, die ihrerseits an einem bewegbaren Trägersystem befestigt sind, das
den Filmwechsel ermöglicht. Dabei sind zwei Motore vorgesehen, von denen der auf
einem drehbaren, die Filmumspulvorrichtung tragenden Träger angeordnete Umspulmotor,
der über eine lösbare Kontaktrolle des am Träger angebrachten Hebels eine Spule
eines jeden Spulenpaares zur Umspulung anzutreiben vermag, sich während der Umspulung
gemeinsam mit dem Spulenträgersystem weiterbewegt, während nach beendeter Umspulung
und Lösen der Kupplung zwischen Träger und Spulenträgersystem der Motor den Träger
samt der Umspulvorrichtungwieder in die Ausgangsstellung gegenüber einer anderen
Spule eines weiteren Spulenpaares zurückbringt.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, alle bisher zum Zurückspulen
des Filmes erforderliche manuelle Arbeit zu vermeiden. Diese Aufgabe wird nach der
Erfindung dadurch gelöst, daß die Steuervorrichtung einen Arm aufweist, der in die
Bahn hineinragt, die der Film während der Projektion durchläuft, und der die erste
Bahn versperrt, wenn ihn das hintere Filmende passiert hat, daß eine zweite Bahn
für den Rücktransport des Filmes vorgesehen ist, in die der Film von dem Arm umgelenkt
wird, und daß die Rückspulvorrichtung sich normalerweise in einer Ruhestellung befindet,
aus der sie von der Steuereinrichtung in eine Betriebsstellung bringbar ist, in
der sie mit dem projizierten Film in Eingriff kommt, um diesen längs der zweiten
Bahn von der Aufwickelspule zur Vorratsspule zurückzutransportieren, nachdem das
hintere Ende des Filmes den Arm passiert hat.
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Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung soll der verbesserte Filmprojektor
mit Schaltmitteln versehen sein, die vom Film betätigbar sind und die Bewegung eines
Antriebsgliedes steuern, das mit dem Film in Eingriff bringbar und dessen Drehrichtung
umkehrbar ist.
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Der durch die Erfindung geschaffene Projektor soll eine vollautomatische
Projektion und ein vollautomatisches Rückspulen des Filmes ermöglichen, abgesehen
von dem ersten Einführen des vorderen Endes des Filmes von der Vorratsspule in den
Projektor, das noch von Hand erfolgen muß.
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Der nach der Erfindung verbesserte Filmprojektor kann weiterhin mit
einer Filmführung versehen sein, in welcher der Film um einen bestimmten Winkel
gegenüber der Achse der Vorratsspule verwunden wird, um der verwindenden Wirkung
dieser Spule auf das hintere Ende des Filmes entgegenzuwirken und die Befestigung
dieses Endes an der Vorratsspule zu erleichtern.
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Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung gehen aus der folgenden
Beschreibung hervor, in der die Erfindung an Hand des in den Zeichnungen dargestellten
Ausführungsbeispieles beschrieben und erläutert wird. Es zeigt F i g. 1 die Seitenansicht
eines nach der Erfindung ausgebildeten Filmprojektors in zum Teil schematischer
Darstellung, F i g. 2 eine Rückansicht des Projektors nach F i g. 1, F i g. 3 eine
Draufsicht auf einen Ausschnitt des Projektors nach F i g. 1 mit fortgelassener
Aufwickelspule,
F i g. 4 einen Teilschnitt durch den Projektor nach
F i g. 1 in vergrößertem Maßstab, der die Rückspuleinrichtung in der Stellung während
der Projektion eines Filmes zeigt, F i g. 5 einen Schnitt ähnlich F i g. 4, der
die Stellung der Rückspuleinrichtung zeigt, wenn sie den Film längs der zweiten
Bahn von der Aufwickelspule zur Vorratsspule transportiert, F i g. 6 einen Schnitt
in vergrößertem Maßstab längs der Linie VI-VI durch den Projektor nach F i g. 1,
F i g. 7 ein Schaltbild des Projektors und F i g. 8 einen vergrößerten Teilschnitt
längs der Linie VIU-VHI durch den Projektor nach F i g. 1. Bei dem in der Zeichnung
dargestellten Ausführungsbeispiel handelt es sich um einen Filmprojektor von an
sich bekanntem Aufbau, der nach der Erfindung ausgestaltet worden ist. Der Filmprojektor
10 weist eine vertikale Tragplatte 11 auf, in der die Wellen 12 und
13 für die Film- oder Vorratsspule 14 und die Leer- oder Aufwickelspule 21 gelagert
sind. Die Vorratsspule 14 ist auf der Welle 12 befestigt und mit einem Kern 15 versehen,
der mit radial abstehenden Zähnen 16 besetzt ist. Ähnlich ist auch der Kern 22 der
auf der Welle 13 befestigten Aufwickelspule 21 mit Zähnen 23 versehen.
Weiterhin sind an der Tragplatte 11 die Transportrollen 17 und 17' befestigt, die
dazu dienen, den Film zu der mit dem Bildfenster versehenen Filmbühne 19 hin und
von dieser fort zu bewegen, durch die der Film mit Hilfe eines bekannten und nicht
dargestellten Greiferantriebes transportiert wird. Wenn der Film schrittweise Bild
für Bild durch die Filmbühne bewegt wird, wird er mit Hilfe der Projektionslampe
24 und des Objektivs 25 projiziert. Im Projektor 10 sind Filmführungen
26 und 27 vorgesehen, um den Film 18 von der Transportrolle 17 zur Fihnbfihne 19
und von der Filmbühne zur Transportralle 17' zu -führen. Da die bisher erwähnten
Teile des Projektors bei den bekannten Projektoren in der Regel bereits vorhanden
sind und nur indirekt einen Teil der Erfindung bilden, sind sie in F i g. 1 zum
Teil nur schematisch dargestellt. Andererseits versteht es sich, daß die Erfindung
nicht auf die Verwendung bei bekannten Projektoren der dargestellten Art beschränkt
ist, sondern vielmehr bei allen Arten von bekannten Projektionssystemen anwendbar
ist. Die Erfindung ist mit besonderem Vorteil bei solchen Projektoren anwendbar,
die eine Einrichtung zum automatischen Filmeinfädeln haben und bereits in vielfältigen
Ausführungsformen bekannt sind.
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Auf die Tragplatte 11 ist ein Filmkanal 28 mit rechteckigem Querschnitt
montiert, der sich von der Transportrolle 17' bis zu einer Filmführungsvorrichtung
29 erstreckt und zusammen mit dieser sowie der Filmbühne 19 und den Filmführungen
26 und 27 die von der Vorratsspule 14 zur Aufwickelspule 21 führende, der
Projektiön des Filmes dienende Filmbahn bildet. Die Filnführungsvorrichtung 29 bildet
ferner zusammen mit einem weiteren Filmkanal 31 von rechteckigem Querschnitt eine
zweite Bahn zum Zurückspulen des projizierten Filmes von der Aufwickelspule auf
die Vorratsspule. Der Kanal 31 grenzt mit einem Ende an die Vorrichtung 29 und mit
dem anderen Ende an den Umfang der Vorratsspule 14 an, tim dieser den Film
zuzuführen. Das der Spule 14 zugewandte Ende des Kanals 31 ist etwas verwunden,
um den Film in eine mit der Achse der Spule 14 einen Winkel bildende Ebene zu bringen
und der Luftbewegung einen größeren Widerstand entgegenzusetzen, die durch die sich
drehende Spule erzeugt wird. Diese Luftbewegung ist sonst bestrebt, den Film aus
dem Weg der Zähne 16 auf dem Spulenkern 15 zu bewegen.
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Wie insbesondere die F i g. 1 und 6 zeigen, umfaßt die Filmführungsvorrichtung
29 einen ersten Block 32, der an der Platte 11 befestigt und mit einer Nut 33 versehen
ist, und einen zweiten Block 34, der neben dem Block 32 ebenfalls an der Platte
11 befestigt ist und eine Nut 35 aufweist, die mit der Nut 33 fluchtet und zusammen
mit dieser eine Bahn 30 für den Film 18 bildet. Eine Deckplatte 36 ist an den Blöcken
32 und 34 und eine Führungsplatte 37 an dem oberen Ende des Blockes 34 befestigt.
Ein weiteres Führungsglied 39 (s. F i g. 2 bis 5) ist mit einem Ende an der Platte
11 angebracht und erstreckt sich mit seinem freien Ende bis nahe zur Führungsplatte
37. Der mittlere Teil dieses Führungsgliedes greift, wie später noch in einzelnen
erläutert wird, in die Nut 41 eines Gummiringes 42 ein. Die Platte 37 und das Glied
39 wirken mit der oberen Fläche der Blöcke 32 und 34 zusammen und bilden eine Filmführungsbahn
38.
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Eine Umlenkrolle 43 ist am Block 34 im Bereich des Stoßes zwischen
dem Führungsglied 39 und der Platte 37 drehbar gelagert, um ein Gleiten des Filmes
auf diesen Elementen während des Rückspulens des Filmes zu verhindern.
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Oberhalb der Blöcke 32 und 34 ist eine im ganzen mit 44 bezeichnete
Rückspulvorrichtung angeordnet, die eine automatische Umkehr der Bewegungsrichtung
des Filmes nach dessen Projektion bewirkt und den Film zum Rückspulen in eine andere
Bahn lenkt. Diese Rückspulvorrichtung 44 weist eine Welle 45 auf, die in der Platte
11 drehbar gelagert ist und durch geeignete Mittel angetrieben werden kann. Bei
dem dargestellten Ausführungsbeispiel dient zum Antrieb der Welle 45 eine darauf
befestigte Scheibe 46 (F i g. 2 und 3), mit der wahlweise die eine oder die
andere von zwei aus Gummi bestehenden Antriebsrollen 47 und 47' in Eingriff bringbar
ist. Die Rollen 47 und 47 sind mit Abstand voneinander auf einer Hülse 40 befestigt,
die auf der Welle 48 eines Antriebsmotors 49 verschiebbar, aber drehfest angeordnet
ist. Der Motor 49 und die Welle 48 sind an einem Träger 51 angebracht,
der bei 52 drehbar befestigt ist (F i g. 2). Der Träger ist mit Stellschrauben 53
versehen, die eine Justierung der Lage des Trägers 51 und damit des Motors
49 mit seiner Welle 48 in bezug auf die Welle 45 ermöglichen. Die
Drehrichtung der Scheibe 46 und der Welle 45 wird durch ein Paar Magnetspulen 54,
55 gesteuert, die einen gemeinsamen Anker 56 haben, der an einem Hebel 57 befestigt
ist, von dessen Enden das eine auf einem Zapfen 50 gelagert ist, der von einem ausgestanzten
Lappen 58 des Trägers 51 getragen wird, während das andere Ende 59 des Hebels gegabelt
ist und einen Ring 61 umgreift, der an der Hülse 40 angebracht ist. Ein Paar
gleich ausgebildeter Federn 50' ist zu beiden Seiten des Hebels 57 befestigt.
Die Federn 50' wirken. gegeneinander und halten den Hebel und die Hülse
40 mit den Rollen 47 und 47 in einer neutralen Mittelstellung,
in der die Scheibe 46 stillsteht. Es ist offensichtlich, daß der Hebel 57, wie in
F i g. 3 dargestellt,
nach unten bewegt und die Rolle 47 in Eingriff
mit der Scheibe 46 gebracht wird, um diese in einer Richtung anzutreiben, wenn die
Magnetspule 54 mit Strom beschickt wird. Wird statt dessen die Spule 55 mit Strom
versorgt, wird der Hebel 57 nach oben bewegt und die Rolle 47' in Eingriff mit der
Scheibe 46 gebracht, die dann in der entgegengesetzten Richtung in Umdrehung
versetzt wird. Die Antriebsvorrichtung steht weiterhin mit den Transportrollen 17
und 17', der Greiferanordnung im Bereich der Filmbühne 19 und den Filmspulen
14
und 21 durch an sich bekannte Mittel, die nicht näher dargestellt sind,
in Antriebsverbindung, und zwar derart, daß die Filmspulen in den in F i g. 1 durch
Pfeile angedeuteten entgegengesetzten Richtungen angetrieben werden, wenn der Film
mittels der Transportrollen und der Greiferanordnung in Projektionsrichtung bewegt
wird. Wird dagegen die Rückspulvorrichtung in der entgegengesetzten Richtung zum
Rückspulen des Filmes angetrieben, wird auch die Drehrichtung der Spulen 14 und
21 umgekehrt. Wenn erwünscht, könnte statt dessen auch ein besonderer Motor zum
Antrieb der Filmspulen 14 und 21 Verwendung finden, dessen Drehrichtung umkehrbar
und von der Stellung des Hebels 57 oder der Hülse 40 gesteuert sein könnte.
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An dem freien Ende der Welle 45 ist ein Paai von Schwenkhebeln 62
drehbar befestigt, die durch Buchsen 63 im Abstand voneinander gehalten werden.
Die freien Enden der Hebel 62 tragen eine drehbare Treibrolle 64, die ihrerseits
den obenerwähnten Gummiring 42 trägt. Die Nut 41 in der Mantelfläche dieses Ringes
fluchtet -mit den Bildteilen des Filmes 18 und verhindert eine Beschädigung der
Bilder, wenn der Ring in Eingriff mit einer am Umfang hinterschnittenen Führungsrolle
65 gebracht wird, die auf einem an der Tragplatte 1l befestigten Zapfen 66 drehbar
gelagert ist. An der Treibrolle 64 ist ein Zahnrad 67 befestigt, das von einem auf
der Welle 45 befestigten Zahnrad 68 angetrieben wird. An der Nabe
des Zahnrades 68 ist eine Metallscheibe 69 befestigt. Eine Blattfeder 71 ist mit
einem Ende an einem der Schwenkhebel 62 angebracht, während ihr freies Ende infolge
ihrer Eigenelastizität federnd am Umfang der Scheibe 69 anliegt. Ein Bremsbelag
72, beispielsweise eine Gummischicht od. dgl., ist an der Unterseite der Blattfeder
71 befestigt und steht im Eingriff mit der Scheibe 69. Beim Drehen der Welle 45
und des Zahnrades 68 in Richtung des Pfeiles nach F i g. 4 übt die Scheibe 69 auf
die Blattfeder 71 eine Kraft aus, die ein Verschwenken der Hebel 62 mit der
Rolle 64 entgegen dem Uhrzeigersinn bewirkt, bis einer der Arme 62 an einem Stift
73 anschlägt, der an der Platte 11 befestigt ist. In dieser Ruhestellung befindet
sich der Gummiring 42 außer Eingriff mit der Führungsrolle 65 und wird im
Uhrzeigersinn angetrieben, so daß er die Bewegung des Filmes 18 zur Aufwickelspule
21 während der Projektion in gewissem Umfange unterstützt. Werden die Welle
45 und das Zahnrad 68 dagegen im Uhrzeigersinn gedreht, wie es F i
g. 5 zeigt, dann werden die Hebel 62 mit der Treibrolle 64 infolge Mitnahme durch
den Reibungsschluß zwischen der Scheibe 69 und der Feder 71, unterstützt durch die
Drehung des mit dem Film 18 im Eingriff stehenden Ringes 42, im Uhrzeigersinn als
Einheit verschwenkt, wobei -der Ring 42 in Eingriff mit der Führungsrolle 65 gebracht
wird. Sobald der Ring 42 an der Führungsrolle 65 anliegt, wird er durch seine Eigendrehung
mit dieser im Eingriff gehalten. In dieser Betriebsstellung wir die Treibrolle entgegen
dem Uhrzeigersinn angetrieben, um den Film zwischen die Rollen 64 und
65 hindurch zum Rückspulen in die Führungsbahn 38' zu fördern. Der vom Gummiring
42 auf die Rolle 65 ausgeübte Druck kann mit Hilfe eines einstellbaren Exzenters
74 geregelt werden, der auf der Platte 11 befestigt ist und einen Anschlag für die
Hebel 62 bildet.
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Die Steuerung für die Rückspulvorrichtung 44 umfaßt einen Mikroschalter
75, der an der Deckplatte 36 befestigt ist und eine drehbare Welle 76 aufweist,
an der ein Betätigungsglied 77 befestigt ist. Das Betätigungsglied 77 ragt in eine
Ausnehmung 82 des Blockes 34 hinein und fällt durch sein Eigengewicht in einen Schlitz
79 des Blockes 32 ein, wenn es nicht unterstützt oder gehalten wird, wie es die
F i g. 5 zeigt. Das Betätigungsglied 77 steuert die Bewegung des Mikroschalters
zwischen drei Stellungen »A «, »B« und »C«, wie es aus F i g. 7 ersichtlich
ist. Wenn sich das Betätigungsglied 77 außerhalb des Schlitzes 79 (F i g. 6) befindet,
nimmt der - Mikroschalter entweder die Position »A« oder »B« ein, die beide
miteinander verbunden sind. Ist das Betätigungsglied, wie in F i g. 5 gezeigt, im
Schlitz 79, ist der Schalter in der Stellung »C«. Das Betätigungsglied könnte auch
mit einer Feder versehen sein, die es statt der Schwerkraft in den Schlitz 79 entgegen
dem Uhrzeigersinn hineindrückt. In einer Ausnehmung 78 ist ein flacher Arm 81 angeordnet
und mit einem Ende auf einem Stift 83 gelagert, der am Block 34 befestigt
ist. Das andere Ende des Armes ist mit einer Schulter 84 versehen, die an der unteren
Fläche des Armes angebracht ist und einen Anschlag für das Betätigungsglied 77 bildet,
um es aus dem Schlitz 79 heraus und den Schalter in der Stellung »A« zu halten.
Der Arm 81 ist durch eine Feder 85 entgegen dem Uhrzeigersinn beaufschlagt, die
bestrebt ist, das Ende des Armes 81 am Boden des Schlitzes 79 zur Anlage
zu bringen, wie es F i g. 5 zeigt. In dieser Stellung verschließt die obere Fläche
86 des Armes vollständig die Bahn 30 des Filmes (F i g. 4) und bildet eine Führung,
um den Film 18 in die Führungsbahn 38' abzulenken und zur Vorratsspule
14 hin zu richten.
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Es ist ein Gestänge vorgesehen, um den Mikroschalter 75 automatisch
in die Stellung »A « zu bringen, wenn ein Stellknopf 87 des Projektors aus der »Ein«-Stellung
in die »Aus«-Stellung gebracht wird. Wie es am besten die F i g. 2, 4 und 5 zeigen,
umfaßt dieses Gestänge einen flexiblen Hebel 88, von dessen Enden das eine
mit einem radial von der Welle 76 des Schalters 75 abstehenden Stift 89 verbunden
ist, während das andere Ende 91 seitlich abgebogen ist. Eine Welle 92, auf
welcher der Knopf 87 befestigt ist, ist ebenfalls mit einem radial abstehenden Stift
93 versehen, der so angebracht ist, daß er mit dem Ende 91 des Hebels 88 in Eingriff
kommt und diesen Hebel nach unten bewegt, wenn der Knopf in die »Aus«-Stellung gebracht
wird. Durch die Abwärtsbewegung des Hebels 88 wird das Tastglied im Uhrzeigersinn
aus dem Schlitz 79 herausgeschwenkt und der Schalter in die Position »A« gebracht.
Wird der Knopf 87 in die »Ein«-Stellung gebracht, um den Projektor in Gang zu setzen,
wird der Stift 93 zwar von dem Ende 91 des Hebels 88
entfernt, jedoch
bleibt der Schalter 75 in der Stellung »A «, weil der Betätigungshebel 77 von der
Schulter 84 am Arm 81 gehalten wird.
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Wie F i g. 1 zeigt, ist der Filmkanal 31 an einem Ende an der Unterseite
mit einer Kerbe versehen (F i g. 3 und 8), die eine Schulter 94 bildet, an
der eine Rolle 95, die am Ende des Betätigungsgliedes 96 eines zweiten
Mikroschalters 97 angebracht ist, unter dem Druck einer im Schalter angeordneten
Feder anliegt, um den Schalter in seiner Normalstellung zu halten, in der er geschlossen
ist. Diese Normalstellung ist in F i g. 7 mit »NC« bezeichnet. Wenn die Rolle 95
an der Schulter 94 anliegt, bleibt zwischen der Rolle 95 und der gegenüberliegenden
Wandung des Kanals 31 genügend Platz, um dem Film 18 den Durchtritt zu gestatten.
Das vordere Ende des aus dem Kanal austretenden Filmes kommt in Eingriff mit den
Zähnen 16 an der Unterseite des Spulenkernes 15 und wird auf diesen Kern
infolge der Drehung der Spule 14 entgegen dem Uhrzeigersinn während des Rückspulens
aufgewikkelt. Das Anziehen des Filmes zwischen der Schulter 94 und dem Spulenkern
15, das erfolgt, wenn der Film durch das Zurückspulen unter Spannung gesetzt wird,
hat eine Bewegung der Rolle 95 und des Gliedes 96 im Uhrzeigersinn zur Folge,
wodurch der Mikroschalter, wie in F i g. 7 durch gestrichelte Linien angedeutet,
geöffnet wird. F i g. 7 läßt erkennen, daß hierdurch die Magnetspule 55 stromlos
wird und der Feder 50' gestattet, die Antriebsorgane in ihre neutrale Stellung
zu bringen. Die Rückspulvorrichtung kehrt dann unter der Wirkung der Schwerkraft
in ihre Ruhestellung zurück, unterstützt durch die zwischen dem Film 18 und der
Rolle 64 vorhandenen Reibungskräfte. In der Ruhestellung der Rückspulvorrichtung
ist die Rolle 64 frei vom Fihn 18, so daß dieser ohne nennenswerten
Widerstand auf die Vorratsspule zurückgespult werden kann. Hierbei kann die Antriebsvorrichtung
des Projektors 10 so ausgebildet sein, daß der Mikroschalter in seiner Offenstellung
»0« einen Antrieb der Vorratsspule mit erhöhter Geschwindigkeit bewirkt, um in bekannter
Weise ein schnelleres Rückspulen zu erzielen.
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Wird der Stellknopf 87 von der »Ein«-Stellung in die »Aus«-Stellung
gebracht, um den Projektor auszuschalten, wird das Betätigungsglied 77 im Uhrzeigersinn
verschwenkt, so daß sein Ende den Arm 81 gegen die Kraft seiner Feder
85 mitnimmt, bis das Glied 77 unter die Schulter 84 gelangt.
Dann wird der Arm 81 von der Feder 85 wieder an den Boden des Schlitzes 79 angedrückt,
während die Schulter 84 das Betätigungsglied mit dem Schalter 75 in der Normalstellung
»A « gefangen hält, wie es F i g. 1 zeigt.
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Um den Projektor in Gang zu setzen, wird zunächst eine Aufwickelspule
21 auf die Welle 13 aufgesetzt und eine Vorratsspule 14 auf die Welle
12. Dann wird der Knopf 87 von der »Aus«-Stellung in die »Ein«-Stellung bewegt,
wodurch der Antriebsmotor des Projektors unter Strom gesetzt wird, welcher der Motor
49 oder ein davon getrennter Motor sein kann, um die Vorratsspule 14 und die Aufwickelspule
21 über Rutschkupplungen anzutreiben, wie es allgemein bekannt ist. Dann
wird das vordere Ende des Filmes 18 zwischen die Filmführung 26 und die Transportrolle
17 eingeführt. Die Transportrolle 17 greift dabei in die Perforation des
Filmes 18 ein und schiebt den Film durch die Führung 26 bis in die Filmbühne 19,
wo der Greiferantrieb den Film schrittweise Bild um Bild für die Projektion weiterbewegt.
Das die Filmbühne 19 verlassende Ende des Filmes gelangt dann durch die Filmführung
27 zur Transportrolle 1T, die den Film durch den Kanal 28 zur Filmbahn 30 bewegt.
Das vordere Ende des Filmes 18 stößt dann an das Ende des Armes 81 und drückt
diesen gegen die Kraft der Feder 85 aus der Bahn 30 hinaus. Hierdurch wird das Betätigungsglied
77 freigegeben, das in die Filmführungsbahn einfällt und mit der Kante des Filmes
18 in Eingriff kommt, wie es F i g. 4 zeigt. Dabei gelangt der Mikroschalter 75
in die Stellung »B«. Da die Stellungen »A« und »B« elektrisch miteinander
verbunden sind (F i g. 7), hat diese Bewegung eine Änderung des Betriebszustandes
des Projektors 10 nicht zur Folge. Das Ende des Filmes ist nun auf den Kern 22 der
Aufwickelspule 21 gerichtet und wird automatisch von den Zähnen 23 gefangen, um
den Film 18 auf die Spule 21 aufzuwickeln.
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Ist der ganze Film projiziert worden, gibt das hintere Ende des Filmes
18 das Betätigungsglied 77 und den Arm 81 frei, die in den Schlitz 79 einfallen,
wie es F i g. 5 zeigt, und dabei den Mikroschalter 75 in die Stellung »C« bringen
und die Filmbahn 30 verschließen. Hierdurch wird die Spule 54 stromlos und statt
dessen die Spule 55 unter Strom gesetzt, um die Scheibe 46 und die Welle
45 im Uhrzeigersinn anzutreiben, so daß die Treibrolle 64 entgegen
dem Uhrzeigersinn angetrieben wird (s. F i g. 5). Sofort wird das Hebelpaar
62 mit der Rolle 64 durch die Drehung des Ringes 42 und die Verbindung
zwischen der Feder 71 und der Scheibe 69 als Einheit im Uhrzeigersinn
verschwenkt. Hierdurch wird das hintere Ende des Filmes 18 mittels des Gummiringes
42 an die Rolle 65 angedrückt. Der Gummiring 42 transportiert
nun den Film durch die Filmführungsbahn 38' und bringt sein hinteres Ende in Eingriff
mit den Zähnen 16 auf dem Kern 15 der Vorratsspule 14, die automatisch den
Film aufwickelt. Sobald das Ende des Filmes am Kern 15 der Spule gefangen worden
ist, wird auf den sich zwischen der Spule und der Schulter 94 befindlichen
Teil des Filmes ein Zug ausgeübt. Der nun gespannte Film drückt den Mikroschalter
97 in die »0«-Stellung, wodurch die Magnetspule 55 stromlos wird. Die Feder
50 bringt die Hülse 40 und die Antriebsrollen 47 und
47' in ihre neutrale Stellung, in der die Scheibe 46 nicht mehr angetrieben
wird. Infolgedessen werden die Hebel 62 mit der Rolle 64 unter dem Einfluß der Schwerkraft
und dem Zug des Filmes 18 entgegen dem Uhrzeigersinn in ihre Ruhestellung verschwenkt.
Dabei wird der Ring 42 von der Rolle 65 abgehoben, so daß er dem Rückspulen des
Filmes 18 auf die Vorratsspule keinen merklichen Widerstand entgegensetzt.